Sommer-Krimis aus Frankreich: 4 Tipps
Zur warmen Jahreszeit unterhalten diese Regionalkrimis mit ganz viel Frankreich-Flair, psychologischer Finesse und fesselnder Spannung – ganz ohne effektheischende Brutalität. Vier Kriminalromane entführen an die entlegensten Winkel, in prachtvolle Schlösser und pulsierende Metropolen Frankreichs.
Wenn sich adliger Spürsinn, studentische Neugier, provenzalische Lebenskunst und bretonische Sturheit kreuzen, entstehen vielschichtige Welten für lange Sommerabende. Voilà vier packende Lektüre-Empfehlungen für den Urlaub im Kopf.
Vier Sommer-Krimi voller Flair
Catherine Duval, Mord an der Loire*
Das Loiretal steht für majestätische Renaissance-Schlösser, sanfte Flusslandschaften und edle Tropfen. Doch hinter den Schlossmauern brodelt es gewaltig. Mit Mord an der Loire* präsentiert Catherine Duval ein glänzendes Debüt, das die Tradition des klassischen Cosy-Krimis gekonnt belebt.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein ungleiches Duo: Der adlige Privatdetektiv Baron Philippe du Plessis erhält von seinem betagten Onkel, dem wohlhabenden Duc de Cotignac, einen brisanten Auftrag. Ein wertvolles Gemälde, einst in den Wirren der Nazizeit geraubt und erst kürzlich restituiert, verschwindet am Tag seiner feierlichen Präsentation erneut. Als der Duc kurz darauf unter mysteriösen Umständen stirbt, nimmt der Baron die Fährte auf.
Das ruft die zuständige Kommissarin Charlotte Maigret auf den Plan, die von dem adligen Amateur-Ermittler zunächst wenig hält. Doch die präzisen Ergebnisse, die du Plessis liefert, zwingen die Beamtin zur Kooperation – insbesondere, als ein verdächtiger Galerist ermordet aufgefunden wird. Geschickt webt Duval ein feines Netz aus Intrigen, alten Familiengeheimnissen und Lügen, das die Schlossbewohner umgibt. Wer erfahrer will, wer der Mörder ist, kann ihren Loire-Krimi hier* online bestellen.
Ulrike Dömkes, Die Verschwundenen von Paris*
Weg von den ländlichen Idyllen, hinein in das pulsierende Herz der Metropole: Ulrike Dömkes, Krimi-Autorin vom Niederrhein, entfaltet in ihrem Kriminalroman Die Verschwundenen von Paris* entführt uns Dömkes in die Stadt der Liebe, wo die junge Kunststudentin Sadie ein mysteriöses Tagebuch findet. Das Tagebuch beschreibt die Erlebnisse von Eduard, einem Pâtissier und Tangotänzer, der spurlos verschwand. Je mehr Sadie von Eduard liest, desto mehr ist sie gefesselt von seinen Träumen und Erlebnissen, die eng mit einer mysteriösen Frau auf der Metro-Linie 10 zu tun haben.
Sadie beschließt, Eduard zu finden.Sadie versinkt tiefer und tiefer in den Träumen des Mannes, dessen Schicksal untrennbar mit einer geheimnisvollen Frau aus der Metro-Linie 10 verknüpft scheint.
Die Suche nach dem verschollenen Zuckerbäcker treibt die Studentin weit unter die Pflastersteine der Metropole. Sie dringt vor in die verborgene Pariser Unterwelt, eine fantastische, schattige Parallelwelt abseits der touristischen Pfade. Mit einem feinen Gespür für das Pariser Milieu gelingt Ulrike Dömkes ein vielschichtiger Spannungsbogen, der die Charaktere vor dem inneren Auge lebendig werden lässt. Wer mag, kann ihren Roman hier* bestellen.
Sophie Bonnet, Provenzalische Flut*
Weiter südlich, wo das Licht der Provence die Küste in goldene Farben taucht, wartet ein neuer Fall auf den beliebten Ermittler Pierre Durand. Im zehnten Band der Erfolgsreihe von Sophie Bonnetist Pierre Durand frisch getraut und verbringt seine Flitterwochen an der Côte Varoise, wo Charlotte mit ihm ungestört an ihrem gemeinsamen Projekt „arbeiten“ möchte. Doch eines Morgens, als seine Frau noch schlummert, entdeckt Durand im Wasser einen Mann, der um sein Leben kämpft. Durand rettet ihn an den Strand – und muss zusehen, wie der Notarzt den Mann nicht retten kann. Seine letzten Worte lassen ein Verbrechen ahnen: vergiftet!
Erst verdeckt, dann gemeinsam mit Charlotte beginnt Durand zu ermitteln. Gemeinsam mit dem vor Ort zuständigen Commissaire Giraud geraten sie immer tiefer in einen mysteriösen Fall voller Ungereimtheiten. Die Spur führt sie in die Tauchschule von Besnard und hinaus auf die Inseln vor Hyères, die eine Pipeline zur Wasserversorgung erhalten sollen. Lügen und Betrug, Familienfehden, Eifersucht und weitere Tote: Provenzalische Flut* ist einer der unterhaltsamsten und packendsten Regionalkrimis dieses Sommers – und fesselt bis zur letzten Seite. Er greift, leichtfüßig und spannend zugleich, ein aktuelles Thema auf: die Sealine-Pipeline, die droht, große Seegrasfelder zu zerstören – und damit nicht nur ein Schutzgebiet für Jungfische und Nahrungsquelle zahlreicher Meeresbewohner, sondern auch einen der größten CO2-Speicher der Erde. Hier* könnt ihr den Provence-Krimi von der Côte Varoise bestellen.
Jean-Luc Bannalec, Bretonische Sehnsucht*
Der Boom des französischen Regionalkrimis ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Jean-Luc Bannalec. Mit Bretonische Sehnsucht*, dem dreizehnten Band der Kultreihe, treibt es den kaffeesüchtigen Commissaire Dupin an den äußersten, sturmerprobten Westzipfel der Bretagne – auf die sagenumwobene Insel Ouessant. Ähnlich wie Liliane Fontaine in ihrem Krimi Die Richterin und der Todesbote* die keltische Historie im antiken Nîmes seziert, nutzt auch Bannalec die Kraft alter Riten für ein fesselndes Drama.
n den schroffen Klippen der Atlantikinsel wird die Leiche des bekannten keltischen Musikers Lionel Saux angespült. Ein tragischer Unfall oder kaltblütiger Mord? Dupin, der auf der Insel eigentlich Erholung sucht, wird vom Präfekten direkt in den Dienst gerufen. Die Ermittlungen auf Ouessant erweisen sich als zäh, denn die Inselbewohner gelten als verschwiegen, eigenwillig und tief in ihren Traditionen verwurzelt.
Als das Meer einen zweiten Toten freigibt, muss der Kommissar tief in die moderne Druiden-Mystik und die archaische Inselgeschichte eintauchen.Wer die Insel bereits aus dem französischen Filmdrama L’Équipier* (Die Insel des Leuchtturmwärters*) von Philippe Lioret mit Sandrine Bonnaire in der Hauptrolle kennt, findet hier die filmische Sehnsucht in literarischer Perfektion wieder . Wer mag, kann den Bretagne-Krimi hier* online bestellen.
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