Topfgucker: La Table des Cordeliers, Condom

Es gibt Lokale, da fühlt man sich gleich wohl und willkommen. So wie im La Table des Cordeliers von Eric Sampietro. Auf dem nahen Boulevard gab es Parkplätze, der winterfeuchte Bummel hatte den Appetit geweckt – und der Ruf des Restaurants, das mittlerweile einen Stern ziert, versprach Gutes.

Ab 60 € kostet mittags das Menü im Sternerestaurant, 23 € im Bistro. Drei Vorspeisen, drei Hauptgänge und drei Desserts stehen dort zur Auswahl.

Im Sommer könnt ihr auf einer kleinen Sommerterrasse die marktfrische Saisonküche im Freien genießen. Dafür war es jetzt zu kalt – doch das Ambiente in der einstigen Kapelle aus dem 13. Jahrhundert solltet ihr auch nicht im Sommer verpassen. Durch die farbigen Glasfenster tanzen Lichtreflexe in Rot, Blau, Gelb auf dem hellen Sandstein. Auch das Holzparkett, die blaue Tischdecke und die schmiedeeiserne Leuchten tragen zur gemütlichen Atmosphäre bei.

Was ihr mittags im Table des Cordeliers erwarten könnt? Ich habe euch mein Drei-Gänge-Menu einmal fotografiert, samt Amuse-Bouche und Café. Doch Achtung: Es gibt etwas, was der junge Küchenchef fürchterlich hasst: nachwürzen. Daher stehen Pfeffer oder Salz nicht auf den Tischen. Bon appétit!

Ein Mittags-Menü im Table des Cordeliers

Amuse Bouche: Guacamole, Rote-Bete-Chips, Frischkäse

Carpaccio von der Jakobsmuschel an Vanille-Eis

Weinbegleitung: weißer Côtes Gascogne 2015 von Domaine des Remparts, Ugni Blanc + Sauvignon Blanc

Lapin farci au champignons
Weinbegleitung: Cubik 2014 Domaine Seaillers Cabernet-Sauvignon,

Mandarinen-Meringue und Café

und zum Abschluss: ein richtig guter Café… mit kleinen Überraschungen

Meine Reisetipps

Schlemmen

La Table des Cordeliers

Rue des Cordeliers, 32100 Condom,Tel.  05 62 68 43 82www.latabledescordeliers.com

Condom entdecken

Condom ist ein Pilgerort auf dem Weg nach Santiago de Compostela und liegt an der Baïse. Auf dem Fluss, auf dem sich heute Hausbootfahrer und Paddler tummeln, wurde einst Branntwein nach Bordeaux transportiert. Holt euch beim Office de Tourisme gegenüber der Kathedrale einen Stadtplan und entdeckt das alte Städtchen mit seinen Patrizierhäusern und Weinlagern (chais)!

Noch mehr Genuss vor Ort

Der Gers ist die Genussregion Okzitanien: Bei einer kulinarischen Landpartie könnt ihr köstliche Winkel entdecken. Inspiration gibt es hier.

Das Restaurant „La Table des Cordeliers“ findet ihr im Pays d’Armagnac. In diesem Landstrich wird das älteste Lebenswasser Frankreichs hergestellt. Château de Millet fertigt es noch ganz handwerklich. Hintergrund und Infos findet ihr hier.

Schwarze Schweine tummeln sich halbwild auf den Weide – entdeckt das Porc Noir de Bigorre hier.

Für Kuchenfans habe ich aus dem Gers ein Rezept zum Nachbacken mitgebracht: Croustade – köstlich fruchtig wie herzhaft.

Noch mehr Gers gibt es auch hier

Marciac feiert im Sommer Europas größtes Jazzfestival. Was ihr erleben könnt, erfahrt ihr hier.

Und woher der Ausdruck „blaumachen“ kommt, und was er mit dem Gers zu tun hat, verrate ich hier.

Einen Besuch wert ist euch Simorre – lest mehr dazu hier.

Die Abbaye de Flaran, das karge Kloster der Zisterzienser in Valence-sur-Baïse, birgt heute die hervorragende Simonov-Gemäldesammlung mit Meisterwerken des 17. – 20. Jahrhundert von Ronda, Monet, Steer, Courbet; alle Infos gibt es in diesem Blogbeitrag.

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Mein Reiseführer-Tipp

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Ihre Expertise hat sie auf 432 Seiten zwischen die Buchdeckel eines Reiseführers gepackt. Ihr erstes Buch stellt eine Ecke Frankreichs ausführlich vor, die in klassischen Südfrankreich-Führern stets zu kurz kommt. Für mich der beste Reiseführer auf Deutsch für alle, die individuell unterwegs sind – sehr gut gefallen mir die eingestreuten, oftmals überraschenden oder kaum bekannte Infos. Wie zum einzigen Dorf Frankreichs, das sich in zwei Départements befindet: Saint-Santin liegt genau auf der Grenze von Aveyron und Cantal.

Annette Meiser, Midi-Pyrénées, Michael-Müller-Verlag, ISBN 978-3-89953-750-5. Wer mag, kann den Band hier * direkt online bestellen.

Das ganze Land

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Offenlegung

Bei meiner Recherche im Gers unterstützten mit das CRT Occitanie und Tourisme Gers mit Kost, Logis und unglaublich kenntnisreichen, hilfsbereiten und herzlichen Mitarbeitern von den Fremdenverkehrsämtern vor Ort. Ihnen allen sage ich „merci“ und ganz dicken Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

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