Mein Frankreich: Ulrike und Stefan Mehr
„Mein Frankreich“ ist nicht nur Titel meines Blogs, sondern auch Programm: Ich möchte möglichst viele von euch animieren, euer Frankreich vorzustellen. Mein Frankreich – was bedeutet das für euch? Viele haben schon bei dieser Reihe mitgewirkt. Diesmal stellen Ulrike und Stefan Mehr ihr Frankreich vor.
Wir, das sind Ulrike und Stefan Mehr aus Aachen. Wir sind reiselustig und mittlerweile im Ruhestand. Stefan war Ingenieur und hat Prozesse für die Produktion von automotiven Lampen entwickelt. Ulrike war Bankkauffrau im Außenhandel. Seit dem Eintritt in die Rente sind wir rund sechs Monate im Jahr unterwegs, sodass unsere Freunde schon sagen, wir sollten das Haus verkaufen.
Ulrikes Liebe zu Frankreich begann schon in der Schule, als sie Französisch als dritte Fremdsprache bekam. Diese hat sie mittlerweile perfektioniert. Bücher liest sie ausschließlich auf Französisch oder Englisch. Meine begann etwas später mit der Abschlussfahrt nach Paris.
Dann schlummerte die Liebe bis Anfang der 2000er.

Unsere Entdeckung in der Provence
Wir entdeckten ein tolles Ferienhaus in der Provence auf dem Gelände des Domaine de Saint Amour in Trans-en-Provence. Trans-en-Provence ist ein charmantes, typisch provenzalisches Dorf im Département Var im Süden Frankreichs. Er liegt zwischen Draguinan und der Autobahnausfahrt Le Muy mitten in den Weinbergen der Provence. In dem Ort mit seinen engen Gassen, alten Natursteinhäusern und kleinen Plätzen erlebt ihr eine ruhige, authentische Atmosphäre.
Durch das Dorf fließt die Nartuby, deren Wasserfälle wunderschön sind. Cafés, kleine Restaurants und Wochenmärkte bieten regionale Spezialitäten und machen Trans-en-Provence zu einem idealen Ort für alle, die das ursprüngliche Leben der Provence genießen möchten – fernab vom großen Trubel der Küste. Wir mieteten den Bungalow für zwei Wochen.
Kurz vor unserer Abreise teilte man uns mit, dass das Haus nicht fertig sei. Die vom Veranstalter angebotenen Alternativen gefielen uns nicht. Also schnell mal die Toskana gebucht.
Im Jahr 2004 entdeckte ich den Domaine de Saint Amour anhand des Fotos des Sees auf der Anlage wieder. Wir buchten wieder. Diesmal nur eine Woche als Versuch.
Wir fuhren durchs Dorf, um zum Domaine de Saint Amour zu kommen. Schon beim Anblick von oben war’s um uns geschehen. Ein wunderschönes Haupthaus, eine Bastide und der von uns gemietete Bungalow. Die Besitzer Marika und René begrüßten uns herzlich. Sie wurden Freunde. Leider ist René mit 86 Jahren verstorben.

Gott sei Dank ist sein Sohn Stéphane mit Frau und zwei Söhnen in die Provence gezogen. Und zusammen mit Marika führen sie den Domaine de Saint Amour in Rene’s Sinne weiter
Savoir-vivre im Süden
Mittlerweile sind wir zweimal im Jahr für mindestens fünf Wochen dort. Auch nach mehr als 20 Jahren in der Region entdecken wir auf unseren Tagestouren immer noch uns unbekannte wunderschöne Orte in der Provence. Mittags genießen wir gerne wie die Franzosen den plat du jour.
Ulrike liebt die salade chèvre chaud und ich den tartare de bœuf und die moules frites.
Gerne gehen wir mittags zu Sophie ins Café de la Tour in Les Arcs oder ins Les Sablettes am Strand von Fréjus. Aber auch alle anderen Restaurants in der Region haben eine hervorragende Küche. Die mittlerweile preiswerter ist als in Deutschland. Oder einfach abends auf einen Rosé in die Bar JO.


A propos Dorf. Ab Anfang Juni ist an jedem Wochenende im Dorf eine Feier oder eine Musikaufführung. Mal organisiert vom Comité des fêtes oder der Dorfverwaltung oder einfach von Privatpersonen. Eben Eigeninitiative der Bewohner.
Im Dorf sind wir mittlerweile bekannt wie bunte Hunde. Wir sind immer noch verwundert über die Freundlichkeit der Einwohner. Wenn wir abends zu Fuß ins Dorf gehen, um einen Rosé zu trinken, grüßt uns jeder, der uns entgegenkommt. Ob bekannt oder unbekannt, ob jung oder alt. Zurück in Deutschland müssen wir uns immer erst abgewöhnen jeden freundlich zu grüßen.
Und was uns in Deutschland nie passiert. Oft wollen wir unseren Rosé oder café crème bezahlen und dann sagt der Patron: Nein, heute geht es aufs Haus.

Der Beitrag von Ulrike und Stefan Mehr ist ein Gastartikel einer kleinen Reihe, in der alle, die dazu Lust haben, ihre Verbundenheit zu Frankreich ausdrücken können. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Frankreich, Erlebnisse, Gedanken. Ihr wollt mitmachen? Dann denkt bitte daran:
- Keine PDFs.
- Text: per Mail in Word oder Open Office. Denkt daran, euch mit ein, zwei Sätzen persönlich vorzustellen.
- Fotos: Bitte schickt nur eigene Bilder und jene möglichst im Querformat und immer in Originalgröße. Sendet sie gebündelt mit SwissTransfer (kostenlos & DSGVO-konform) – oder EINZELN ! – per Mail. Bitte denkt an ein Foto von euch – als Beitragsbild muss dies ein Querformat sein.
- Ganz wichtig: Euer Beitrag darf noch nicht woanders im Netz stehen. Duplicate content straft Google rigoros ab. Danke für euer Verständnis.
- Vor der Veröffentlichung erhaltet ihr euren Beitrag zur Voransicht für etwaige Korrekturen oder Ergänzungen. Erst, wenn ihr zufrieden seid, plane ich ihn für eine Veröffentlichung ein. Merci !
Ich freue mich auf eure Beiträge! Alle bisherigen Artikel dieser Reihe findet ihr hier.
