Grenzhüpfer ins … Val d’Aran

Val d'Aran: die Kirche von Vilamosa. Foto: Hilke Maunder

Ein imposanter Bergriegel schottet es von jenem Staat ab, zu dem es gehört – und doch so wenig gemeinsam hat: Spanien. Als einziges Tal der spanischen Pyrenäen liegt das Val d’Aran nördlich des Hauptkamms der Pyrenäen.

„Aran“ heißt „Tal“ in den Sprachen der Pyrenäen und findet sich in vielen Ortsnamen wieder. Das Val d’Aran öffnet sich Frankreich. Diese geografische Besonderheit des  620 Quadratkilometer großen Hochtals prägt bis heute Kultur und Sprache, Küche, Wirtschaft und Alltag der Menschen.

1991 gewährte die Generalitat de Catalunya dem Tal einen autonomen Status. Jahrzehnte lang hatte die Menschen des Tales dafür gekämpft.

Nebelverhangen: Vilamós im Val d’Aran. Foto: Hilke Maunder

Gut 10.000 von ihnen leben im nördlichsten Zipfel Kataloniens. Jetzt hoffen sie auf die Anerkennung als ethnische Minderheit. Katalanisch, Spanisch und Aranèse, eine Abart des Gasconischen, sind Amtssprachen in seinen 33 Dörfern.

Seit 11. Oktober 2008 ist einer der Sprachen im Val d’Aran sogar ein Denkmal geweiht: das Monument ara Lengua Aranesa in Vielha. 60 Prozent der Bewohner des Tales sprechen diese Sprache im Alltag.

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