Temps Perdu: Frankreichs lost places
Temps Perdu* – verlorene Zeit. Wie einst Marcel Proust begaben sich die beiden süddeutschen Fotografen Stefan Hefele und Felix Röser auf eine Spurensuche durch das Hexagon. Inspiriert von ihren außergewöhnlichen Motiven, entstanden aus meiner Feder die begleitenden Hintergrundtexte und atmosphärischen Schilderungen. Heraus kam ein wunderschöner wie opulenter Bildband, der selbst ein Gesamtkunstwerk ist: Temps Perdu*.
Eine Reise zu den Geistern der Vergangenheit
Kreuz und quer sind die Fotografen monatelang durch Kontinentalfrankreich gereist, immer auf der Suche nach verlassenen Orten mit morbidem Charme und dem Flair vergangener Epochen. Ihre großformatigen Aufnahmen zeigen eine Welt im Dornröschenschlaf: prunkvolle Schlösser und herrschaftliche Herrenhäuser, in denen die Zeit stillzustehen scheint, aber auch Schiffswracks, verwaiste Bibliotheken und leere Kirchen.
Die Reise führte sie in verlassene Schwimmbäder, dunkle Bunker, stillgelegte Bahnhöfe, Fabrikhallen und ganze Geisterdörfer. Drinnen wie draußen entfalten diese Objekte eine faszinierende Aura. Es sind stille Zeugen einer Geschichte, die Stefan Hefele und Felix Röser meisterhaft eingefangen haben.
Dabei geht es nicht um bloßen Verfall, sondern um die Ästhetik des Vergänglichen. Jedes Foto erzählt von Menschen, die diese Orte einst mit Leben füllten, und von der Natur, die sich nun beharrlich ihren Raum zurückerobert.

Kulturgeschichte zwischen Verfall und Ästhetik
Ihre beeindruckenden Fotos begleiten meine Texte. Sie lassen Frankreichs Kultur- und Alltagsgeschichte passend zu den Motiven Revue passieren. In essayistischen Texten am Anfang jedes Kapitels öffne ich in Temps Perdu* Türen zur Vergangenheit und und erkläre die Hintergründe dessen, was auf den Bildern oft nur noch zu erahnen ist.
Strukturwandel: Ich stelle die Diagonale du vide vor – jenen dünn besiedelten Streifen Land, der sich von den Pyrenäen bis in die Ardennen quer durch Frankreich zieht. Dort, wo die Entvölkerung am stärksten spürbar ist, finden sich die intensivsten Spuren der Geschichte. Ich berichte von den glorreichen Anfängen sowie den harten Folgen der industriellen Revolution, die ganze Landstriche erst aufblühen und dann verwaisen ließ.
Begrifflichkeiten klären: Ich verrate, warum ein Château in Frankreich sowohl eine wehrhafte Burg als auch ein prachtvolles Schloss sein kann und wie sich die Architektur über die Jahrhunderte den gesellschaftlichen Bedürfnissen anpasste.
Badekultur: Ich blicke zurück auf die Anfänge des Badewesens, als eine wagemutige Madame in Dieppe erstmals in die Fluten stieg und damit eine völlig neue Form der Freizeitgestaltung und Architektur – die mondänen Seebäder – begründete.

Mehr als nur ein Lost-Places-Buch
Temps Perdu* fällt bewusst aus dem Rahmen klassischer Bildbände über verlassene Orte. Während viele Urbex-Bücher lediglich den Thrill des Verbotenen suchen, konzentriert sich dieser Band auf die erzählerische Kraft der Orte. Es ist eine nostalgische Zeitreise, garniert mit passenden Zitaten und tiefen Einblicken in die Befindlichkeiten und Lebenswelten unserer französischen Nachbarn. Es ist ein Buch zum Schauen, Staunen und Träumen – ein Plädoyer für die Schönheit des Vergänglichen.
ogar die Presse zeigt sich begeistert: Unter anderem hat Till Bartels im Stern diesen besonderen Bildband besprochen und gewürdigt.
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Temps Perdu*: der Blick ins Buch



