Tanz

Von regionalen Volkstänzen wie der katalanischen Sardane über formelle Tänze, die einst bei Hofe getanzt wurden, bis zu Avantgarde-Ballett reicht die Bandbreite von Tanz in Frankreich. Der französische Tanz hat seine Wurzeln in mittelalterlichen höfischen Traditionen, die stark von Kirche und Aristokratie beeinflusst sind. In dieser Zeit war der Tanz ein wesentlicher Bestandteil des höfischen Lebens und diente zur Darstellung des sozialen Status und der Anmut. Im 12. Jahrhundert schufen die Troubadoure und Troubadoure die frühesten bekannten Formen französischer Tanzlieder, oft begleitet von einfachen Tänzen.

In der Renaissance begann der französische Tanz, Elemente aus Italien und Spanien zu integrieren. Ein prominenter Stil war der „Basse danse“, der sich durch langsame, stattliche Bewegungen auszeichnete. Zu den berühmten Persönlichkeiten dieser Zeit gehört Thoinot Arbeau, der 1589 „Orchesography“ verfasste, ein Handbuch über Tanzschritte und Etikette, das wertvolle Einblicke in den Tanz dieser Zeit lieferte. Im Barock wurden die Tanzformen verfeinert und kodifiziert, was vor allem dem französischen Hof zu verdanken war. Ludwig XIV. gründete 1661 die Académie Royale de Danse, die später Teil des Pariser Opernballetts wurde. Choreografen wie Jean-Baptiste Lully und Pierre Beauchamp arbeiteten zusammen, um die fünf Grundstellungen der Füße zu schaffen, die bis heute die Grundlage des klassischen Balletts sind.

Die Romantik brachte einen Schwerpunkt auf das Geschichtenerzählen und den emotionalen Ausdruck im Tanz. Choreografen wie Jules Perrot und Marius Petipa schufen ikonische Ballette wie „Giselle“ und „Schwanensee“, die noch heute aufgeführt werden. Auch der Impressionismus beeinflusste den französischen Tanz. Loie Fuller, eine in Frankreich lebende amerikanische Tänzerin, bereitete mit neuen Ideen zu Bewegung und Beleuchtung den Weg für den modernen Tanz.

Eine Pionierin des modernen Tanzes war auch Isadora Duncan geboren, die sich von den Zwängen des klassischen Balletts befreien wollte. Französische Choreografen wie Serge Diaghilev, der die Ballets Russes in Paris gründete, spielten eine entscheidende Rolle bei der Förderung innovativen und avantgardistischen Tanzes. Maurice Béjart verband klassisches Ballett und zeitgenössischem Tanz. Sein „Ballett des 20. Jahrhunderts“ sprengte alte Grenzen und erforschte neue choreografische Konzepte. Tanz in Frankreich: spannend!. Entdeckt seine Ausdrucksformen hier.

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