Schnorcheln & tauchen

Jacques-Yves Cousteau war ein französischer, weltweit bekannter Pionier in der Meeresforschung. Sein Markenzeichen war eine rote Wollmütze. Doch bereits lange vor diesem begeisterten Taucher und Naturfilmer genoss Frankreich als Hochburg für Tauchen, die Unterwasserforschung und die Meeresarchäologie internationales Ansehen. Diese Tradition wird heute durch modernste Forschungseinrichtungen und eine tief verwurzelte Leidenschaft für den Schutz der Meere fortgeführt.

Sechs Parcs Naturels Marins schützen allein im Hexagon die empfindliche Unterwasserwelt in Atlantik und Mittelmeer. Hinzu kommen iDiese Schutzgebiete sorgen dafür, dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt und künftige Generationen die Wunder der Tiefe ebenso unberührt erleben können.

Frankreich schützt seine ausgedehnten Küstengewässer und Meere mit acht parcs naturels marins – sechs davon liegen im Hexagon, dem europäischen Festland, zwei in den Überseegebieten. Ergänzt werden diese durch kleinere réserves marines und internationale Meeresschutzgebiete. Pionier war 2007 der Parc naturel marin d’Iroise in der Bretagne mit seinen 3.500 Quadratkilometern, der als erstes Meeresschutzgebiet des Landes gilt. Weitere schützen die estuaires picards und die Opalküste im Norden, den Golfe de Gascogne und das Bassin d’Arcachon am Atlantik und den Golfe du Lion im Mittelmeer inklusive der Côte Vermeille).

In Übersee umfassen die großen Naturparks von Mayotte (68.381 km²) und Martinique (47.340 km²) Korallenriffe und tropische Ökosysteme. Auch in Französisch-Polynesien und Neukaledonien sichern riesige Meeresschutzgebiete die Biodiversität. Mit einem Schutzanteil von 23 Prozent seiner Meeresflächen rangiert Frankreich weltweit auf Platz zwei – gleich hinter den USA.

Unterwasser-Paradiese in Atlantik und Mittelmeer

Frankreichs Küsten bieten eine spektakuläre Vielfalt zum Tauchen und Schnorcheln. In der Bretagne locken die Klippen von Belle-Île-en-Mer mit faszinierenden Unterwasserlandschaften und einer erstaunlichen Anzahl an Meeresbewohnern. Einfach paradiesisch ist auch Korsika mit seinen farbenfrohen Korallenriffen und kristallklarem Wasser. Besonders schön: das Naturschutzgebiet Scandola mit seinen roten Felsen, die unter der Wasseroberfläche in ein tiefes Blau abtauchen. In unmittelbarer Nähe der Mittelmeer-Metropole Marseille befindet sich der Calanques-Nationalpark, der zum Stadtgebiet gehört. Mit seinen steil abfallenden Felsen und verborgenen Höhlen ist er ein beliebtes Ziel zum Tauchen und Schnorcheln gleichermaßen

Die Inseln Porquerolles und Port-Cros begeistern an der französischen Riviera mit einer Vielzahl von Meeresbewohnern und bizarren Felsformationen. Port-Cros ist zudem der älteste Meeresnationalpark Europas und ein Refugium für riesige Zackenbarsche. Am Golfe du Lion könnt ihr Zackenbarsche, Seepferdchen und viele weitere Arten sogar auf einem speziellen Lehrpfad beim Schnorcheln entdecken. Im Südwesten bietet die Bucht von Arcachon mit ihren Sandbänken und Seegraswiesen eine einzigartige Kulisse.

Wracks unter den Wellen

Die Überreste von Schiffswracks und versunkenen Städten vor der Küste der Normandie bieten ein faszinierendes, wenn auch anspruchsvolles Erlebnis für erfahrene Taucher. Die geschichtsträchtigen Überreste der alliierten Landung von 1944 ruhen hier als stumme Zeitzeugen auf dem Meeresgrund.

Frankreichs Überseegebiete: Exotik in allen Ozeanen

Die Übersee-Territorien eröffnen Dimensionen, die weltweit ihresgleichen suchen. In der französischen Karibik findet ihr farbenfrohe Korallenriffe und eine überbordende Vielfalt an Meereslebewesen. Das Réserve Cousteau vor der Insel Basse-Terre von Guadeloupe ist eine Hommage an den großen Forscher. Vor der Küste der Îile de la Réunion bieten die warmen Gewässer des Indischen Ozeans Begegnungen mit Mantarochen, Delfinen und sogar Haien.

Französisch-Polynesien, insbesondere Tahiti und Bora Bora, ist berühmt für seine kristallklaren Lagunen und exotischen Fischarten im Parzifik. Neukaledonien beherbergt das zweitgrößte Korallenriff der Welt. Beide Überseegebiete zudem bekannt für ihre Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ob ihr nun das kühle Grün des Atlantiks oder das azurblaue Leuchten der Südsee bevorzugt: Frankreichs Unterwasserwelt ist ein Laboratorium der Natur und ein Abenteuerspielplatz für die Sinne. Lasst euch in dieser Kategorie zu eigenen Entdeckungen unter Wasser inspirieren!

Meine Beiträge zum Schnorcheln & Tauchen in Frankreich