Mein Frankreich: Brigitte Schober

Brigitte Schober mit ihrem Mann. Foto: privat
Brigitte Schober mit ihrem Mann mein Mann auf der ferme auberge "Klapperstein" oberhalb von Sewen. Foto: privat

“Mein Frankreich“ ist nicht nur Titel meines Blogs, sondern auch Programm: Ich möchte möglichst viele von euch animieren, euer Frankreich vorzustellen. Mein Frankreich – was bedeutet das für euch? Diesmal stellt Brigitte Schober ihr Frankreich vor.


Mein Name ist Brigitte, Jahrgang 1955. Durch Zufall bin ich auf der Seite “Mein Frankreich” gelandet. Dies hat mich motiviert, auch mein Frankreich vorzustellen. Frankreich bedeutet für mich „zweite Heimat“.

Aber zum Anfang: Während meiner Gymnasialzeit hatte ich u.a. Französisch als Fremdsprache. Da damals Verwandtschaft in der Nähe von Brüssel lebte, verbrachte ich dort meine Schulferien und erweiterte meine Sprachkenntnisse.

Das Elsass von Brigitte Schober. Foto: Brigitte Schober
Unser Urlaubsort: Sewen am Fuß des Ballon d’Alsace Foto: Brigitte Schober

Nach meinem Schulabschluss ging ich nach Paris und habe dort einige Zeit an der Rezeption eines Hotels gearbeitet. So lernte ich Land und Leute kennen und lieben. Paris hat mich damals sehr beeindruckt.

Wieder zurück in Deutschland kam vorrangig der Beruf, Ehe und Kinder. Französisch verschwand für einige Jahre. Irgendwann waren die Kinder erwachsen, und meine Französischbücher wurden wieder aus der Schublade geholt.

Die Sehnsucht nach Frankreich war dann sehr schnell wieder präsent. So bin ich dann zu Kurztrips mit einer Freundin nach Paris gefahren und habe ihr mein Paris gezeigt.

Mittlerweile sind mein jetziger Mann und ich im Ruhestand. Zu meinem 60. Geburtstag schenkte er mir einen Paris-Trip. Leider ereigneten sich zu diesem Zeitpunkt im Januar 2015 der Anschlag auf Charlie Hebdo und weitere Anschläge in Paris.

Das Elsass von Brigitte Schober. Foto: Brigitte Schober
Sewen-Centre. Foto: Brigitte Schober

Unter diesen Umständen wollten wir nicht nach Paris. Meine Enttäuschung war natürlich groß. So suchte ich eine Alternative und wurde im Elsass fündig.

Also fuhren wir ins Elsass, in ein kleines Dorf mit ca. 500 Einwohnern am Fuß des Ballon d’Alsace. Dort angekommen, wurden wir sehr herzlich begrüßt. Unsere Vermieter waren in unserem Alter und wohnten gleich nebenan.

Schnell hat sich eine Freundschaft entwickelt, die bis heute besteht. Wir fühlen uns sehr wohl dort und fahren seit mehr als sechs Jahren regelmäßig dorthin.

Das Elsass von Brigitte Schober. Foto: Brigitte Schober
Der Lac de Sewen. Foto: Brigitte Schober

Zwischenzeitlich hat sich der Freundeskreis erweitert, und auch die Dorfbewohner sind uns nicht mehr fremd. Im Nachhinein bereuen wir es nicht, dass wir ins Elsass anstatt nach Paris gefahren sind.

Die Gegend dort ist sehr schön und bietet viele Freizeitaktivitäten. Zum Beispiel kann man wandern, Fahrradtouren und Ausflüge unternehmen. Wir haben schon einige Städte besucht und auch einen Tagesausflug in die Franche-Comté gemacht.

Wir lieben beide die französische Küche, französischen Wein und Land und Leute. Und natürlich das savoir vivre der Franzosen.

Wir überlegen uns, ein kleines Häuschen im Elsass zu kaufen, so dass man spontan und auch mal länger dort bleiben kann. Unseren Lebensmittelpunkt möchten wir aber in Deutschland behalten, da hier unsere Kinder und Enkel leben.

Das Elsass von Brigitte Schober. Foto: Brigitte Schober
Unser Garten in Sewen. Foto: Brigitte Schober

Der Beitrag von Brigitte Schober ist ein Gastartikel in einer kleinen Reihe, in der alle, die dazu Lust haben, ihre Verbundenheit zu Frankreich ausdrücken können. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Frankreich, Erlebnisse, Gedanken.Ich freue mich, wenn dieser Aufruf viele von euch zum Mitmachen inspiriert.

Ob kurz oder lang, Prosa oder Lyrik, schickt mir den Text per Mail – und die Fotos bitte immer in Originalgröße. Sind es viele, sendet sie bitte per WeTransfer.com. Oder hängt sie einzeln an die Mails. Merci ! Die Beiträge werden in loser Folge veröffentlicht.

 

 

Merci fürs Teilen!

11 Kommentare

  1. Chère Brigitte, ja, mir gehts auch so, ich bin so gern in Frankreich. Leider wohne ich fast in Dänemark. Umso mehr freue ich mich auf eine zünftige Radtour im Sommer, dass Elsass tät mich wohl reizen. Draußen ist die Lösung für alles!

    • Hallo, ja das Elsass hat einiges zu bieten. Es gibt viele Radwege und eine Tour durch die Weinberge ist immer schön. Viel Spaß und viele Grüße Brigitte

  2. Wir besitzen ein kuscheliges, typisches Elsässerhäusle zwischen Colmar und Straßburg- leider werden wir aus familiären Gründen nach Deutschland schweren Herzens zurück kehren müssen. Sollte Interesse bestehen schicke ich gerne Fotos zur Begutachtung zu.

    • Bonjour,
      das hört sich traurig an- schade!
      Wollen bzw. müssen Sie Ihr Häuschen verkaufen, oder wollen Sie es vermieten? Liegt es in einem Ort oder auf dem Land?
      Danke für eine (erste) Rückmeldung,
      Maja

  3. Liebe Brigitte,

    da habt ihr euch definitiv eine schöne Gegend gesucht oder besser gesagt, gefunden zum Urlauben und Erholen. Im Elsass waren wir früher auch öfter, zum Bumnmeln, Essen gehen und es uns einfach gut gehen lassen.

    Die Vogesen sind einfach wunderschön, ich liebe die Seen dort und die bewaldeten Hügel – herrlich erholsam, und nur einen Katzensprung von Deutschland aus. Wir sind in einem heißen Sommer zum Beispiel einfach mal schnell für ein Wochenende in die Nähe von Gerardmer gefahren, einfach nur die Seele baumeln lassen am See, und das bei nachts herrlich kühlen Temperaturen, während wir in Deutschland tropische Nächte hatten.

    Euch noch viele schöne Zeiten in “eurem” Frankreich 🙂

    Liebe Grüße
    Sylvie

    • Liebe Sylvie,
      ja es ist wunderschön und definitiv unser Elsass. Leider wohnen wir nicht so grenznah um schnell mal hinzufahren. Für uns sind es ca. 520 km und die Autobahnen sind auch immer sehr gut befahren. Deshalb wäre so ein kleines Häuschen für uns optimal. Wer weiß, vielleicht findet sich ja irgendwann etwas. Übrigens Gerardmer kenne ich auch. Sehr schön dort am See. Liebe Grüße Brigitte

  4. Hallo Renate, wir wandern auch sehr gerne im Elsass. Es ist z.T. noch eine ziemlich urwüchsige Landschaft. Wenn wir unterwegs sind gehen wir natürlich auf eine Ferme Auberge zum Essen. Also im Heu schlafen gibt es heute wohl nicht mehr(ist mir jedenfalls nicht bekannt) Aber nach wie vor werden dort eigen produzierte Produkte verarbeitet und es schmeckt einfach sehr gut. Das Ambiente, vor allem wenn man im Sommer draußen sitzen kann, ist einfach nicht zu toppen. Liebe Grüße Brigitte

  5. Hallo Brigitte,
    das erinnert mich an meine Studentenzeit, wir sind kreuz und quer durchs Elsass gewandert. Da hat man natürlich in einem der schönen Ferme Auberge übernachtet. Besonders ist mir die Ferme Auberge Belacer in Erinnerung, Eine wunderbare Aussicht ins Tal und man konnten noch im Heu schlafen. Zu Essen gab es nur eigen produzierte Produkte und als warmes Essen gab es Rührei mit Speck. Ob das heute noch so ist?
    Eine gute Idee ein Domizil im Elsass zu suchen
    Liebe Grüße Renate

  6. Merci beaucoup wir haben uns sehr gefreut über Ihren Bericht und wünschen Ihnen weiter viel Freude und eine schöne Bleibe im Elsass und in der Franche Comte! Cldt Heidy

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.