Ein Wochenende in … Avignon

Der berühmte Papstpalast von Avignon.. Foto: Hilke Maunder
Der berühmte Papstpalast von Avignon.. Foto: Hilke Maunder

Avignon. Was für eine Stadt! Ein Volkslied machte sie weltberühmt. Doch getanzt wurde auf dem Pont Saint-Bénézet nie. Das tat man auf der großen Flussinsel Île de la Barthélasse. Stellt dort euren Wagen ab, nehmt den kostenlosen Shuttle – und entdeckt die pulsierende Stadt an der Mündung der Durance in die Rhône. Ein Tag reicht dafür kaum. Plant ein Wochenende ein, und Avignon wird euch überraschen!

Selbst die Bäcker zeigen Herz in Avignon. Foto: Hilke Maunder

FREITAG

 16 Uhr: Koffeinkick beim Papst

Die beste Einstimmung auf’s Wochenende: ein Koffeinkick (oder Apéro) in einem der Cafés und Bars, die ihre Stühle und Tische auf den große Platz vor dem monumentalen Palais des Papes (Palast der Päpste) gestellt haben. Mehr als hundert Jahre lang war Avignon das Machtzentrum des Christentums.

Nicht mehr Rom, sondern die reiche Stadt an der Rhône Avignon regierte ab 1309 die Glaubenswelt. Hinter ihrer 4,5 km langen Stadtmauer, die bis heute die Altstadt fast vollständig umschließt, residierten sieben Päpste und zwei Gegenpäpste – Clemens VIII. (1378 – 1394) und Benedikt XIII (1394 – 1423).

Eine 4,5 km lange Stadtmauer umschließt bis heute fast vollständig die Altstadt von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Erst mit dem Konzil von Konstanz und der Absetzung bzw. Abdankung dreier Päpste wurde die Spaltung der Kirche beendet und der Italiener Oddo di Colonna als Papst Martin V. von allen als oberster Hirte der Gläubigen anerkannt. Avignon als Epizentrum des Christentums hatte 1417 ausgedient. Doch was haben diese 108 Jahre nicht für ein reiches Erbe hinterlassen!

Das Hôtel des Monnaies auf der Place du Palais. Foto: Hilke Maunder

17 Uhr: Mit Hightech durch die Historie

Ihre Residenz gleicht einer Glaubensfestung. In weniger als 20 Jahren ließen Benedikt XII. und Klemens VI. den weltweit größten gotischen Palast errichten, wehrhaft und prunkvoll zugleich. Auch drinnen wirkt er düster, abweisend und karg. Doch nur bis zur Kasse. Denn da erhaltet ihr mit der Eintrittskarte auch einen Histopad.

Dieses Tablet macht die Historie mit Hightech lebendig. Prunksäle, Kapellen und Privatgemächer könnt ihr jetzt interaktiv, in 3 D und mit erweiterter Realität entdecken.

So wird der Rundgang durch die neun Säle des Museums zur multimedialen Reise zurück in jene Zeit, als dort das Zentrum der Christenheit lag. Fußböden, Decken, Farben, Möbel, Schreine, Kissen und andere Objekte, aber auch Speisen und Getränke erschienen so, wie sie vor 800 Jahren präsent waren.

Die Inszenierung basiert auf historischen Studien und erweckt den Papstpalast, auf den ersten Blick eher leer und nüchtern, zum Leben. Als zusätzliche Attraktion lockt eine Schatzsuche. Sucht die in den Objekten versteckten Goldmünzen!

Der Innenhof des Palais des Papes von Avignon. Foto: Hilke Maunder

19 Uhr: Beste Tropfen

Unmittelbar am berühmten Papstpalast eröffnete CXX auf  2.400 qm das Carré du Palais d`Avignon als Schaufenster der Winzer der südlichen Côtes du Rhône. Im einstigen Stadtpalais der französischen Notenbank lagern heute statt Geld und Gold mehr als  10.000 Flaschen im ehemaligen Tresorraum.

Serviert werden sie – allesamt ausschließlich AOC-Tropfen des Rhônetals – an einer trendigen Weinbar. 17 Crus und zwei Süßweine warten auf euch! Das Bistro mit angeschlossener Terrasse serviert einfallsreiche Gerichte, die ebenfalls tief in der Region verwurzelt sind und perfekt zu den örtlichen Tropfen passen. Mehr zu Trauben, Anbau und Verarbeitung erfahrt ihr in der Weinschule – oder bei Verkostungen im Weinkeller.

Dieser Akkordeonspieler begegnet mir seit Jahren bei meinen Besuchen in Avignon. Er musiziert tagein, tagaus auf dem Platz vor dem Papstpalast. Foto: Hilke Maunder

20 Uhr: Dîner

Wenn ihr nicht im Bistrot des Carré du Palais zu Abend essen wollt, habe ich hier noch weitere Vorschläge. Das Grand Café Baretta hat genau dort eröffnet, wo schon im Jahre 1784 die Gebrüder Baretta ihr Etablissement betrieben. Sorgsam restauriert vom Architekten Oliver Ortega, wirken dort nun zwei Restaurateure aus Avignon, Richard Hemin und François Tassan. Auf 500 qm servieren sie täglich im eleganten Jugendstil-Ambiente eine gepflegte Küche.

Sehr angesagt ist derzeit das Restaurant Agape im Faucon-Viertel. Im Sommer ist gegrillte Dorade der Hauptgang des Abendmenüs, im Winter krosses Schwein vom Mont-Ventoux. Im Le Goût du Jour interpretiert Richard Corre traditionelle französische Hausmannskost modern, frisch und leicht.

Ein Rotwein aus dem Anbaugebiet der südlichen Côtes du Rhône läutet in Avignon den Abend ein. Foto Hilke Maunder

23 Uhr: Bonne nuit

Vor zwölf Jahren erhielt die Immobilienmaklerin Corinne Guyon den Familiensitz der Fogasses als Vermittlungsobjekt. Ein Stadtpalais, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1298 zurückreichen, aber erst 1501 seine heutige Gestalt erhalten hatte. Und den großen Garten, den im 19. Jahrhundert eine hohe Mauer von der Straße abgrenzt.

Corinne war begeistert – und beschloss: Das Haus in der Rue des Fourbisseurs 37 kaufe ich. Und beginne damit ein neues Leben. Mit Mitte 50.

Heraus kam: die Maison de Fogasses– eines der schönsten Wohlfühlorte in Avignon, um zu schlafen, zu essen, zu genießen und zu leben.Mit großem Garten, Doppelzimmern und Ferienwohnung, viel Fantasie und Farbe, moderner Kunst und Mitbringsel von Reisen. Und einer unglaublich charmanten Gastgeberin.

SONNABEND

10 Uhr: Marktbummel

An der Fassade eine grüne Wand, drinnen ein Schlaraffenland der Genüsse. In der Markthalle von Avignon bieten 40 Händler regionale Erzeugnisse an: Papalines aus Schokolade, Zucker und Oreganolikör, Kutteln und Würste, Oliven, Trüffel, Gemüse und Kräuter. Wie sie verarbeitet werden, zeigen Hobby- und Profiköche in der Petite Cuisine des Halles jeden Sonnabend um elf Uhr (außer August, vorher reservieren!). Direkt an der Place Pie findet ihr bei der Markthalle zahlreiche Freiluftcafés – perfekt für einen kleinen Koffeinkick zwischendurch!

11.30 Uhr: Shopping ganz kreativ

Mehr als 100 Kreative – Designer, Hutmacher, Goldschmiede, Papier-, Stoff- und andere Künstler – haben in der Altstadt von Avignon ihre Boutiquen und Werkstattläden. 20 von ihnen haben sich zu Les Fabricateurs zusammengeschlossen und sorgen mit gemeinsamen Events, Vernissagen und Festen für Schwung in der Szene. Ende September/Anfang August feiern sie bei den Journées des Fabricateurs das lokale Kunsthandwerk als großes kreatives Fest.

Das Atelier des Misstinguettes ist ein orgineller Designshop in der Rue des Fourbisseurs. Foto: Hilke Maunder

Neugierig geworden? Dann klickt einmal hier für ausführlichere Infos. Und bummelt von der Markthalle auf der Rue Bonnetière vom Atelier 73, das Mode aus feinstem Leder schneidert, vorbei am Street Art-Spezialisten Produit Conforme, dem Alternative Concept Store und den Plumes du Paon, wo ihr die Unikate von gleich Dutzenden Kreativen findet, bis zur Rue des Lices, die rechterhand abbiegt.

In der Rue des Fourbisseurs sind kunterbunte Schirme zwischen den Hauswänden aufgespannt. Foto: Hilke Maunder

Die Straße, die später in die Rue Jen Henri Fabre übergeht, ist Avignons alternative Theatermeile – zahlreiche kleine Bühnen findet ihr hier. Alljährlich im Juli könnt ihr experimentierfreudige Ensembles bei OFF-Festival erleben, dem quirligen, unangepassten Gegenpol zum renommierten Theaterfestival von Avignon.

Das Théâtre du Centre findet ihr in der Rue Louis Pasteur. Foto: Hilke Maunder

13 Uhr: Déjeuner im Theaterviertel

Die vielen freien Theater sorgen auch für eine hohe Gastrodichte mit Bars, Cafés, Imbissen und Restaurants für jeden Geldbeutel und Geschmack. Folgt einfach eurer Nase, wenn sich der Mittagshunger meldet! Eine reiche Auswahl an Lokalen findet ihr auch an der nahen Rue Saint-Michel

14.30 Uhr: Collection Lambert

Nur wenige Schritte entfernt, wartet jetzt die aufregendsten Kunstsammlung Avignons auf euch: die  Collection Lambert . Die Sammlung von Yves Lambert, der Avignon 559 zeitgenössische Kunstwerke vermachte, ist dank des Zusammenschlusses von zwei 300 Jahre alten Stadtpalästen seit 2016 auf verdoppelter Fläche zu sehen.

Das Hôtel de Caumont zeigt aktuelle Ausstellungen. Im Hôtel de Montfaucon lädt die permanente Sammlung lädt zur Zeitreise von den Sechzigern bis heute. Zu den Schätzen des Pariser Avantgarde-Galeristen gehören Arbeiten von Robert Ryman, Cy Twombly, Nan Goldin oder Bruce Nauman. Jean-Michel Basquiat und Julian Schnabel stehen für die Achtziger. Die 2000er-Jahre präsentieren Künstlern wie Douglas Gordon, Louis Jammes und Idriss Kahn.

Das Musée Calvet residiert im prachtvollen Stadthaus Villeneuve-Martignan. Foto: Hilke Maunder

16 Uhr: Flanieren mit Flair

Nach der Kunst braucht ihr eine kleine Stärkung? Zurück auf der Rue Jean Henri Fabri verführt  die Pâtisserie Vernet die Sinne mit  feinsten Küchlein. Bummelt danach die Straße, die ihren Namen in Rue Joseph Vernet ändert, weiter Richtung Rhône. Unterwegs kommt ihr am Musée Calvet vorbei. Sein prachtvolles Palais birgt Gemälde des 16. – 20. Jahrhunderts sowie Skulpturen von berühmten französischen Bildhauern. Auch Camille Claudel ist vertreten!

Wenig weiter fertigt seit 1967 die Schokoladenmanufaktur Puyricard erlesene Pralinen und verrät die Geheimnisse ihrer Herstellung bei Besichtigungen und Kursen. Folgt dann weiter Richtung Rhône auf der Rue de la Grande Fusterie oder der Rue Limas den Schildern bis zu einem weiteren Welterbe-Bau von Avignon.

Sur le pont d’Avignon, on y danse… : die berühmte Brücke gehört heute zum Welterbe. Foto: Hilke Maunder

17 Uhr: Rauf auf die Brücke!

Mit einst 22 Bögen überspannt der Pont St-Bénézet einst die Rhône. Seit 2016 verrät auch eine 3-D-Rekonstruktion in der Ausstellung „Le Pont retrouvé“ auf der berühmten Brücke, wie sie um 1550 ausgesehen hat. Heute sind von der einst 900 m langen Passage nur noch vier Bögen und eine Kapelle, die dem Heiligen Nicolas gewidmet ist, erhalten.

18.30 Uhr: Apéro mit Aussicht

In nächster Nähe zur Brücke pendelt beim Fuß des Rochers des Doms kostenlos ein Shuttle-Boot über die Rhône hin zur Île de la Barthélasse. Vom Insel-Anleger sind es nur wenige Schritte bis zum Ausflugslokal Le Bercail, das seine Terrasse direkt an das Ufer der Rhône gesetzt hat. Genießt hier die Aussicht auf Avignon beim Apéro!

Oder bleibt zum Abendbrot: Küchenchef Olivier Chaussey und sein Team zaubert aus frischen regionalen Zutaten köstliche Gericht, mal kreativ, mal ganz bodenständig.

Le Bercail auf der Île de la Barthélasse. Foto: Hilke Maunder

Die Alternative am Fluss heißt Pinotage und ist eine Bar à Vin auf einer Barkasse, die auf der Îlot Piot festgemacht hat. Das Inselchen ist mit der Île de la Barthélasse heute verschmolzen.

Bummelt vom Navette-Anleger auf der Insel-Promenade einfach nach Süden. Die Barkasse, die um 1900 in Deutschland gebaut wurde, birgt auch Platz im Innern, falls es für die Freiluftplätze zu kalt oder nass sein sollte. Erst um Mitternacht endet der Ausschank…

Blick auf die Rhône mit der Pont Saint-Bénézet. Foto: Hilke Maunder

20 Uhr: Dîner bei Cédric

Im nostalgischen Dekor  einer einstigen Pâtisserie begeistert Cedric Preud’homme in der Maison Ripert  mit moderner Bistroküche.

22 Uhr: Bestes Craft Bier

Avignon ist umgeben von den besten Weinbaugebieten. Doch … ist es eine Hochburg für Bier. Und das nicht erst, seitdem Craft-Biere boomen, sondern schon seit mehreren Jahrzehnten. Zu den verlässlichsten Adressen gehört das Gambrinus, das neben Craft- Bier vom Fass auch mehr als 100 Sorten Flaschenbier auf der Karte führt. L’Explo schenkt eine köstlichen Auswahl an lokalen, biologischen und handwerklichen Bieren aus – drinnen oder auf der  große Außenterrasse an der Sorgue.

Mit 13 Mal Gerstensaft vom Fass und mehr als 100 Sorten Flaschenbier macht auch Beer O’Clock  als „Craft Ale Bar“ ihrem Namen alle Ehre. Ihr Selbstbedienungskonzept funktioniert so: Kauft eine Prepaid-Karte, wählt euer Bier – oder probiert erst einmal jede Sorte, ehe ihr euch festlegt. Vollholz und Metallhockern verleiht dem Ort ein rustikales Flair; zwei große Fernsehbildschirme übertragen Fußballspiele und andere Sportveranstaltungen wie in einer Sports Bar.

Begrünte Fassade in Avignon. Foto: Hilke Maunder

Sonntag

Jogging auf der Île de la Barthélasse? Mit dem Stadtrad von Smoove die anderen Stadtviertel erkunden – oder am rechten Rhône Villeneuve-lèz-Avignon? Auf der Rhône paddeln? Oder lieber eine grasse matinée, ein ruhiger Vormittag mit einem gemütlichen Frühstück, ausgiebig und lange im Hotel oder einem Café?

Die Place des Carmes lädt sonntags zum Trödeln. Foto: Hilke Maunder

8 Uhr: Trödel-Spaß

Die Einheimischen sind sonntags unterwegs. Sie lockt der Flohmarkt auf der Places des Carmes, der jeden Sonntag das ganze Jahr hindurch von acht bis zwölf Uhr noch echte Schnäppchen und viele typisch französische Fundstücke bietet.

Das Quartier des Carmes rund um den Platanen bestandenen Marktplatz im Süden der Altstadt ist ein wunderschönes Viertel zum Bummeln. Eine Oase der Ruhe, authentisch und ursprünglich.

Hohe Mauern verstecken blühende Gärten, schmale Gassen mit Kopfsteinpflaster führen vorbei an kleinen Häusern, vor denen Stockrosen blühen, Fahrräder an den Fassaden lehnen und kleine Poster verraten, das zwischen Handwerk und Kaufmann, Kleinbürger und Kreativen die Subkultur blüht..

12.30 Uhr: Rhône-Törn

Entspannung und neue Ansichten auf die Papststadt am größten Fluss Frankreichs bieten Bootstouren auf der Rhône, die sonntags um 12.30 Uhr beginnen und euch bis 16 Uhr vorbei am Pont d’Avignon und dem Domberg bis zum Zufluss der Durance bringen. Auf dem rechten Rhône-Arm gleitet ihr a Villeneuve-lez-Avignon und passiert eine große Schleuse, ihr Châteauneuf-du-Pape und das Château de Montfaucon erreicht. Was für ein Abschluss für ein erlebnisreiches Wochenende in Avignon!

Die Galerie John Gormsen residiert an der charmanten Place Saint-Pierre. Foto: Hilke Maunder

Avignon: meine Reisetipps

Hinkommen

Avignon hat zwar einen Flughafen, doch der wird seit 2013 nicht mehr von Deutschland angeflogen, sondern nur noch saisonal von Flybe und Jet2 von Großbritannien aus. Am schnellsten kommt ihr von Deutschland aus nach Avignon aus Süddeutschland direkt per TGV, sonst per Flieger via Lyon oder Marseille und weiter per Leihwagen oder Bahn.

Schlafen

Hôtel Horloge

Topzentral gelegenes Dreisternehaus, das internationale Gäste – vor allem Engländer – anlockt. Gefrühstückt wird bei üppigem Büffet im Nebengebäude.
• 1, Rue Félicien David, 84000 Avignon, Tel. 04 90 16 42 00, www.hotel-avignon-horloge.com

Vom kargen Kloster zur Luxusherberge: die Verwandlung des Cloître Saint-Louis. Foto: Hilke Maunder

Cloître Saint-Louis

Erst Jesuitenseminar, später Armeehospital und Altersheim, heute Kulturzentrum und Viersternehotel: Der Cloître Saint-Louis hat wechselvolle Zeiten erlebt. Seine 85 Hotelzimmer befinden sich sowohl im alten Kloster wie im Neubau von Jean Nouvel.
• 20, rue du Portail Boquie, Tel. 04 90 27 55 55, www.cloitre-saint-louis.com

Hôtel Médiéval

Eine monumentale Treppe führt im Altstadthotel zu den 35 nostalgisch-komfortablen Zimmern.
• 15, rue Petite Saunerie, Tel. 04 90 86 11 06, www.hotelmedieval.eu

Hôtel Saint-George

800 Meter außerhalb der Altstadt punktet das Hôtel Saint-George mit modernen sauberen Zimmer, gutem Frühstück und privatem Parkplatz.
• 12, Traverse de l’Etoile, Tel. 04 90 88 54 34, www.hotel-saint-george.com.

Leckeres zum Apéro. Foto: Hilke Maunder

Schlemmen

La Cuisine d’Oliver 2

Olivier und seine Frau Jeanne verwöhnen euch mit köstlicher traditioneller französische Küche. Sie mundet nicht nur dem Gaumen, sondern gefällt auch dem Auge.
• 3 bis, rue de la Petite Calade, Tel. 04 90 86 20 74, http://restaurant-lacuisinedolivier.fr

La Vache à Carreaux

Dieses kleine Lokal könnte mein zweites Zuhause in Avignon werden. Es ist urgemütlich, führt auch viele vegetarische Gerichte oder nur einen Käseteller zum Wein auf  der Karte, überzeugt mit frischer, regionaler Küche und nettem Ambiente: parfait!
• 14, rue Peyrollerie, Tel. 04 90 80 09 05, www.vache-carreaux.fr

Le Verso

Italienische Küche mit Pizza, Pasta, Huhn und Schwein: ein gemütliches Restaurant mit alter Reklame, familientauglich!
• 3, place Saboly, Tel. 04 90 85 28 89, www.facebook.com

Le Vintage

Lachstartar, Thunfisch-Carpaccio, Black-Angus-Steak oder Steinpilzrisotto: Im rustikalen Bistro-Ambiente mundet alles!
• www.le-vintage-restaurant-avignon.com

O’Papilles

Kreative französische Küche mit kleiner Karte.
• 10, place Châtaigne, Tel. 06 45 56 31 59,  www.opapilles.fr

Ô Papilles an der Place des Châtaignes 10. Foto: Hilke Maunder

Shopping

Marché des Producteurs

Immer montags von 17-19 Uhr verkaufen von Ostern bis Oktober die örtlichen Produzenten ihre Erzeugnisse auf dem Markt am Cour d’Honneur/Allée de l’Oulle

Pâtisserie Mallard

Die rosaroten „Papalines“ bergen ein flüssiges Geheimnis: Enzianlikör. Und keiner kreiert sie so köstlich wie der Pâtissier Patrick Mallard.
• 22, rue du Vieux Sextier, Tel. 04 90 82 42 38, www.facebook.com

Die Kreationen von Pâtissier Mollard sind landesweit berühmt. Foto: Hilke Maunder

Tipp

Mit der Smartphone‐App Monument Tracker (für iPhone oder Android) könnt ihr die Kulturdenkmäler Avignons mit GPS‐Ortung auf andere Weise kennen lernen: 75 Denkmäler und Sehenswürdigkeiten sind bereits verzeichnet.
www.monument-tracker.com

Hintergrund

Trotz Welterbe und Tourismusboom: Avignon gehört zu den ärmsten Städten in Frankreich. Nachts balgen sich die Ratten an den Mülltonnen. Bettler und Obdachlose, dreckige und verwahrloste Straßen, hohe Kriminalität und zones urbaines sensibles wie  Montclar, Croix des Oiseaux, Saint Chamand und die Viertel im Osten Saint-Jean, Reine Jeanne, Grange d’Orel sind die Schattenseiten der einstigen Hauptstadt des christlichen Abendlandes. Bürgermeisterin Cécile Helle steht vor schweren Aufgaben. Die Geografin und Kandidatin der PS setzte sich 2014 erfolgreich bei der Stichwahl gegen Philippe Lottiaux durch, den rechten Herausforderer von Bleu Marine.

Weiterlesen

DuMont Bildatlas „Provence“

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Provence

In meinem DuMont-Bildatlas „Provence“ stelle ich in sechs Kapiteln zwischen Arles und Sisteron die vielen Facetten der Provence vor. Ihr erfahrt etwas vom jungen Flair zu Füßen des Malerberges, vom Weltstadttrubel an der Malerküste, dem weißen Gold aus der Pfanne oder einer Bergwelt voller Falten.

Specials und Themenseiten verraten euch, welche großen Probleme der Lavendel hat, wo ihr Slow Food genießen  – oder ganz aktiv das Sonnenreich im Süden erleben könnt: beim Mountainbiken, Malen, Paddeln, Wandern oder Wildbaden. Hinzu kommen Serviceseiten mit allen Infos, persönlichen Tipps und großer Reisekarte. Wer mag, kann den Band hier* direkt bestellen.

Hilke Maunder: Provence – das Licht des Südens. Ostfildern: DuMont Reiseverlag 2018. ISBN 978-3770193943.

MARCO POLO Frankreich

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den  MARCO POLO Frankreich* habe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende.

Wer mag, kann ihn hier direkt bestellen.

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4 Kommentare

  1. Liebe Frau Maunder, ihr Bericht über Avignon weckte schöne Erinnerungen an diese wunderschöne Stadt und Neugier auf ein Wiedersehen. Merci beaucoup.

  2. Bonjour ,
    ich bin immer wieder Inspiriert von ihren Berichten und finde mich wieder . Seit den 60 Jahren bin Frankreich-Fan und habe ein paar Jahre in Saujon ein kleiner Ort in der Nähe von Royan gelebt. Vielen Dank für ihre Berichte und Vorschläge bei Reisen in die Regionen und machen Sie weiter.

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