Die Weine der südlichen Côtes du Rhône

Côtes du Rhône. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Im breiten Tal der Rhône begleiten euch beim Reisen weltberühmte Weingärten. Es sind so viele Lagen, Terroirs, Appellationen, Villages und Crus, das ich anfangs arg verwirrt war. Und dann gab es da noch die Trennung in Norden (septentrionales) und Süden (méridonales) bei den Côtes-du-Rhône-Weinen.

Doch dann hielten wir ein Heftchen in der Hand, das auf rund 100 Seiten  unterhaltsam für Durchblick sorgte. Sehr übersichtlich listet es Trauben, Geschichte und die einzelnen Gebiete auf.

Die kleine, kompakte Enzyklopädie zu all den herrlichen Weinen, die aus dem nach Bordeaux zweitgrößten Weinbaugebiet Frankreichs stammen, gibt es kostenlos beim Marketingverband Inter-Rhône.

Die Weine der nördlichen Côtes du Rhône habe ich euch hier vorgestellt.

Weinbau in XXL: südliche Côtes du Rhône

Bereits seit dem ersten Jahrhundert nach Christus wird südlich von Montélimar Wein angebaut. Bei Donzère ist mit der Villa du Molard sogar noch ein Weingut aus der Antike erhalten. Vergangenheit und Gegenwart des Weinbaus sind Thema der Weinuniversität von Suze-la-Rousse. Sie bietet auch deutschsprachige Kurse für Weinliebhaber und Branchenprofis an!

Vom Burgschloss habt ihr herrliche Aussichten auf die Drôme Provençale. Foto: Hilke Maunder

Das riesige Anbaugebiet der südlichen Côtes du Rhône erstreckt sich auf fünf Départements: Drôme (638 Betriebe, 11.764 ha), Vaucluse ( 2.821 Betriebe, 36.560 ha), Gard (15034 Betriebe, 18.526 ha), Ardèche (232 Betriebe, 2.738 ha) sowie Rhône/Loire/Isère (123 Betriebe, 795 ha).

Hier regiert die Grenache-Traube. Und paart sich in Cuvées meist mit Syrah und Mour­vèdre, die den Weinen Struktur, Würze und Finesse verleihen. Bei den Weißweinen ist Roussanne und Marsanne die wichtigsten Reben.

Lauter Männer und eine Frau: die Weinbrüderschaft der Côtes du Rhône. Foto: Hilke Maunder

Côtes du Rhône

Riesige 32036 Hektar umfasst das Anbaugebiet der AOC Côtes du Rhône, dessen Keller alljährlich insgesamt 338.452 Hektoliter produzieren – vorwiegend ehrliche, einfachere Weine. Doch in der Masse sind auch immer wieder kleine, feine Überraschungen zu finden. Eigenständig. Elegant. Verführerisch gut.

 Meine Empfehlung: LePlan Vermeersch, GTX, Côtes du Rhône 2007

Vom Rallye-Champion und Profirennfahrer zum Winzer: Ohne den Unfall, der die sportliche Karriere von Dirk Vermeersch abrupt beendete, wäre  der flämische Belgier wohl nie nach Frankreich gekommen. Oder genauer: ins südliche Rhônetal, wo seine Tochter in Suze-la-Rousse Önologie studierte, ihren Freund kennenlernte und jetzt mit ihm im Keller so zaubert, das bereits der erste Jahrgang Preise einheimste. Heute sind Auszeichnungen Alltag.

Das liegt sicherlich auch am Ökolandbau und der traditionellen Verarbeitung. Erst werden die Reben mit Füßen zertreten, dann durch eine vertikale Presse geschickt. An die Zeit des Motorsports erinnern die Etiketten: GTS, GTD… und GTX. Ein 15 PS, pardon, Volumenprozent starker Cuvee, mächtig, opulent, trocken und voller Schmelz.

Enclave des Papes: Weinberg bei Visan. Foto: Hilke Maunder

Côtes du Rhône Villages

Die Tropfen der 8627 Hektar großen AOC Côtes du Rhône Villages sind in der Regel anspruchs­voller. Besonders, wenn sie das Recht haben, ihren Namen im Label zu führen. Das trifft zu für: Cairanne, Chus­clan, Laudun, Massif d’Uchaux, Plan de Dieu, Puyméras, Roaix, Roche­gude, Rousset les Vignes, Sablet, Saint Gervais, Saint-Maurice, Saint-Pantaleon les Vignes, Séguret, Signar­gues, Valréas und Visan.

  Meine Empfehlung: Domaine de Mourchon, Séguret rouge 2015, Family Réserve Grenache

Fast wie Tinte, so tief und intensiv ist das dunkle Purpur im Glas, das meine Nase mit Erinnerungen an  schwarzen Johannisbeeren, Süßholz, Pflaumen und würzigen Noten neugierig machen. Der Gaumen freut sich über die Intensität der Aromen, die Kraft der Tannine. Bei diesem Tropfen, dessen Reben auf grauem Sandstein an steilen Hängen in der Appellation Séguret wachen, paaren sich Eleganz und Ausdruck, Körper und Komplexität.

Séguret ist eine kleine, nur 368 ha große Appellation, deren Weinbau bis in die Antike zurückreicht. Für diesen Wein nimmt die Domaine de Mourchon nur die Trauben von mindestens 60 Jahre alten Weinstöcken. Zu 100 Prozent aus Syrah in Stahltanks vinifiziert, reift er dann in Eiche für rund 10 Monate bis zur Vollendung. Bei der Kellerei der McKinlay-Family könnt ihr täglich die Weine verkosten. Für alle, die bleiben möchten, gibt es inmitten der Webgärten mit dem Winemaker’s House eine tolle geräumige Unterkunft für Selbstversorger.

Grundsolider Alltagstropfen von den Côtes du Rhone: der Rote vom Château La Borie. Foto: Hilke Maunder

 Meine Empfehlung: Château La Borie, Côtes du Rhône Village 2016

Ebenfalls in der Drôme Provençale sitzt das Château La Borie – und zwar in Suze-la-Rousse, der Heimat von Frankreichs renommiertester Wein-Uni. Was sie auch für euch anbietet, könnt ihr hier erfahren.

Doch zurück zum Weingut. Es ist eines der wenigen Anwesen der Côtes du Rhône, das den Begriff Château in seinem Namen verwenden darf. Die Weine des Gutes gehören zu zwei Appellationen, den Côtes du Rhône und den Côtes du Rhône Villages.

Der ehemalige Besitz der Prinzen von Orange kam 1963 ebenfalls in den Besitz von Cousins, den Bories und Margnat. Heute sind Éric und Jérôme Margnat Herrscher über 75 Hektar Weinland. Es ist zwar nicht als „bio“ zertifiziert ist, verfolgt aber ähnliche Ansätze. Ausgebaut wird nicht im Barrique, sondern in Beton, um die Frucht zu betonen.

Das ist auch in meinem Testtropfen zu kosten. Er wurde aus 50 Prozent Grenache, 45 Prozent Syrah und fünf Prozent Mourvèdre zur Abrundung komponiert. Die Nase als erstes Mineral-, Gewürz- und Schokoladendüfte, der Gaumen freut sich über die weichen Tannine und schöne Finesse. Das Finale erinnert an eingemachte Früchte. Ordentlich!

Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape: Ruine des Schlosses der Päpste von Avignon. Foto: Hilke Maunder

1316 wurde ein kränklicher Mann von den Kardinälen als Nachfolger von Papst Clemens V. gewählt, die insgeheim auf eine kurze Amtszeit des 70-Jährigen hofften. Als Sommerresidenz wählte der neue Papst Johannes XXII. ein kleines Örtchen auf halbem Wege nach Orange, knapp 20 km nördlich von Avignon: Châteauneuf-du-Pape.

1313 begannen die Bauarbeiten an seinem Schloss. 1350 folgte die Anlage des päpstlichen Weinbergs, dessen Tropfen Johannes noch bis ins hohe Alter genießen konnte. Erst nach 18 Jahren im Amt verschied er im Alter von 89 Jahren.

Châteauneuf-du-Pape: Flaschenparade – selbst auf der Fassade. Foto: Hilke Maunder

Das Schloss wurde in den Religionskriegen des 16. Jahrhundert zerstört, der Wein weltberühmt. Auf kalkhaltigen Kiesböden ragen auf 3100 ha seine meist nur kniehohen Weinstöcke von Erzeugern wie Château de Beaucastel, Château La Nerthe, Domaine du Vieux Télégraphe und Domaine du Pégau auf.

Die Cuvées von Pégau besitzen Kultstatus unter Weinkennern. Abgefüllt werden ihre AOC-Weine in Flaschen, die bis heute an die päpstliche Weinbautradition erinnern: mit den gekreuzten Schlüssel Petri und der Tiara, der Papstkrone aus drei Kronen.

Weinverkauf in der Altstadt von Châteauneuf-du-Pape. Foto: Hilke Maunder

Duché d’Uzès

2012 wurde die Weingärten, die sich rund um Uzès erstrecken, zur AOC hochgestuft. Doch noch immer sind ihre Tropfen ein Geheimtipp. 11.000 Hektoliter werden hier jährlich zwischen dem Pont du Gard und den Ausläufern der Cevennen produziert. Davon sind 25% Weißwein, 25% Roséwein und 50% Rotwein.

Meine Empfehlungen

• Weißwein „Orenia Reserve 2015“ von Philippe Nusswitz aus dem Elsass, der heute in Durfort und Saint-Martin seine Tropfen vinifiziert, bei der Orenia mit 50% Viognier, 30% Grenache blanc, 10% Roussanne und 10% Marsanne.
• Rosé Duché d’Uzès, Jahrgang 2016, von Mathilde Chapoutier Sélection, der mit Grenache noir und Syrah Eleganz und Komplexität vereint
• roter Duché 2013 von der Domaine Les Lys, der aus Syrah (45%) und Grenache (55 %) komponiert wurde und in altem Holz gereift ist
• roter Duché d’Uzès 2015 von La Tour de Gatigne aus Saint-Chaptes, den es früher nur im vrac gab – eine traumhaft runde, kraftvolle Komposition aus 70% Syrah und 30% Grenache noire.

Wein wächst überall im Tricastin – auch an der Straße von Suze-la-Rousse nach Rochegude. Foto: Hilke Maunder

Grignan-Les Adhémar

Das 2500 ha große Anbaugebiet der Drôme Provençale kennt ihr bestimmt. Bis 2010 hieß  das Kerngebiet für süffige, schlanke Rote noch Côteaux du Trist­castin. Viele Winzer hier haben algerische Wurzeln. Denn es waren Rückkehrer aus der einstigen nordafrikanischen Kolonie, die in den 1960ger-Jahren hier den Weinbau wieder neu belebten.

 Meine Empfehlung: Domaine de Mortine, Caprices, Côtes du Rhône 2015

Die Domaine de Montine findet ihr bei Grignan in der Drôme Provençale. Direkt auf dem Weingut, das die Kusinen Mélina und Camille Monteillet in der vierten Generation leiten, könnt ihr in fünf Ferienwohnungen Urlaub machen, im Sommer in den gutseigenen Pool springen, im Winter die Trüffel des Tricastin entdecken.

Die Weine des Duos sind Vorboten des tiefen Südens. Der Shiraz verabschiedet sich, die Grenache übernimmt. So auch bei den „Caprices“, wo sie 70 Prozent im Cuvée stellt. Das drückt den Alkoholgehalt hoch (14 Vol %), macht den Wein schön erdig, kraftvoll – und bewahrt die Aromen dunkler Beerenfrüchte.

Mehrfach prämiert wurde auch der hauseigene Wein Secret de Terroir. Das „Geheimnis des Bodens“ birgt es wirklich, dieses genussvolle Gleichgewicht aus Grenache und Syrah, das Nase, Gaumen, die ganzen Sinne begeistert. Gold gab’s dafür in Paris.

Frühling in den Weinbergen des Luberon. Foto: Hilke Maunder

Luberon

Im Hideaway der Promis, die vom Rummel an der Côte d’Azur genug haben, bedecken die Rebgärten 3362 Hektar und liefern jährlich 156.001 Hektoliter. Unter den Winzern sind zahlreiche vermögende „Aussteiger“ vertreten, die in der Wahlheimat von Peter Mayle ihren Provencetraum verwirklicht haben. Haupt­rebs­orten sind Grenache und Syrah, die gerne mit Mour­vèdre, Cari­gnan und Cins­ault flirten. Mehr zum Luberon erfahrt ihr hier.

 Meine Empfehlung: Marrenon, Grand Marrenon rouge, Luberon, 2015

Seidig und geschmeidig paaren sich hier Grenache und Syrah zu einem Wein, der zur Familie der „Selection Parcellaires“ gehört – als ausgewählte Einzelparzelle gehört er zu den Botschaftern des bergigen Terroirs. Es gibt ihn auch ihn auch als hellgelben Weißen mit goldenen Reflexen, perfekt komponiert aus 40% Grenache Blanc, 50% Vermentino und 10% Roussanne.

Das Ferienresort La Coquillade liegt inmitten der Weinberge. Foto: Hilke Maunder

Der 2018 verstorbene Schweizer Unternehmer Andreas Rihs hatte im Luberon 2006 das heruntergewirtschaftete Weingut Cave de la Coquillade gekauft und dem Ehepaar Wunderli Umbau und Leitung übertragen.

Werner Wunderli von der Cave Aureto. Foto: Hilke Maunder

Mit neuem Namen, neuer Kellertechnik und Aurélie Julien als weiblichem Maître de Chai gelang der „Cave Aureto“ den Neuanfang. „Leichte Brise“ heißt übersetzt der Name des Kellers. Seine Weine tragen die Namen der Winde des Südens: Autan, Tempesta, Maestrale und Tramontane. Hier habe ich das Weingut vorgestellt.

Côtes du Rhône: Im Keller der Cave Aureto. Foto: Hilke Maunder

Ventoux

An den Hängen des Giganten der Provence erstrecken sich die Rebgärten zwischen 200 bis 450 m Höhe – die Temperaturunterschiede sorgen für spannenden Ergebnisse im Glas! Syrah und Grenache sind gleichberechtigte Partner in den Parzellen.

 Meine Empfehlung: Domaine des Enchanteurs, Rêve du Rubis, Ventoux, 2011

Ein Traum in Rubinrot: Das Etikett hat Recht! Und so wird es mir kaum gelingen, dass der Wein altert… mehr als zehn Jahre sind möglich… Doch kann ich so lange widerstehen? Seine großen aromatische Kraft mit schwarzen Früchte und Sauerkirsche, seinem würzigen und runden Geschmack, seiner Finesse und Eleganz?

Auch die Petite Camargue gehört zum Weinbaugebiet der AOC Costières de Nîmes. Foto: Hilke Maunder

Costières de Nîmes

Schotter und Kiesel binden in dem 4091 Hektar großen AOC-Gebiet bei Nîmes die Hitze und sorgen für Feuer im Glas. Rot und Rosé teilen sich zu fast gleichen Anteilen die jährlich 221.215 Hektoliter. Früher verrufen für Massenweine, sorgen heute renommierte Häuser wie Château Mour­gues du Grès und Château Grande Cassagne für herrliche Genussmomente.

 Meine Empfehlung: Château de Nages, JT, Costières de Nîmes, 2006

86% Syrah und 14% Mourvèdre hat Michel Gassier in Caissargues für diesen Biowein genommen, der sich zunächst recht verhalten zeigt. Dekantiert und gelüftet, gibt er sein tiefdunkles Purpur ein würzig-pfeffriges Syrah-Bouquet preis, mit wilden Kräutern, Brombeeren und Tanninen, die die dunklen Fruchtnoten gekonnt abrunden.

Das schönste Weingut von Gallician: das Mas du Notaire. Foto: Hilke Maunder

Die Crus der südlichen Rhône

Neben den generischen Weinen und den Villages mit und ohne Dorfnamen gibt es im Wein-Mosaik der südlichen Rhône noch acht Crus – Weinbau-Gemeinden mit Rang einer Rhône-Spitzenappellation. Seit 2016 tragen auch die Tropfen von Cairanne diesen prestigeträchtigen Zusatz auf ihrem Etikett. Für Crus gilt ein Herbizid-Verbot.

Beaumes-de-Venise

Seit 2000 Jahren liefert der Muscat Petit Grain an den  südli­chen Ausläu­fern der Dentelles de Mont­mi­rail den Rohstoff für einen Muscat, der seit 1945 als AOC Muscat Beaumes-de-Venise auf 395 Hektar und einem jährlichen Output von 6.617 Hektoliter geschützt ist.

Zu diesen hocharomatischen Süßweinen hat sich 2005 als zweite AOC die Cru des Côtes du Beaumes-de-Venise gesellt für kraftvolle, leicht pfeffrige Rotweine. Sie werden auf 635 Hektar aus Grenache, Syrah und Mour­vèdre erzeugt – jährlich 21.747 Hektoliter.

Köstliche Tropfen der AOC Baume de Venise. Foto: Hilke Maunder

 Meine Empfehlung: Domaine des Bernardins, Muscat de Beaumes-de-Venise, 2005

Kellermeister Andrew Hall und sein Sohn Romain lassen ihren vin doux naturel sechs Monate lang in Inoxtanks zur Vollendung reifen. Die Trauben – Muscat Petit Grain  noir und blanc – müssen einen Zuckergehalt von mehr als  252 g / l aufweisen. Während der Fermentation erfolgt die Mutage mit reinem Alkohol von mindestens 95 Grad.

Cairanne

Das malerische Dörfchen östlich von Orange ist der jüngste Cru im Süden der Rhône. Der Cru-Bereich umfasst 956 Hektar. 37 Privat­win­zern und drei  Koope­ra­tiven produzieren dort Weiß­- und Rotweine nach dem Motto „Cairanne – un grain d’élégance!“

Kellerei mit Sinn für Humor: Cairanne. Foto: Hilke Maunder

Gigondas

Bis 1956 war Gigondas eine Hochburg des Olivenanbaus. Doch dann zerstörte Frost die Kulturen. Sie wurden durch Weingärten ersetzt, die heute für Châteauneuf-du-Pape eine starke Konkurrenz sind.  Die 1208 Hektar große Appellation am Fuße der Dentelles de Montmirail erzeugt jährlich 37.101 Hektoliter, die aus Grenache mit klei­neren Mengen Syrah, Mour­vèdre und Cins­ault gewonnen werden und gut altern.

Lirac

Am West­ufer der Rhône findet ihr zwischen Roque­maure und Saint-Laurent-des-Arbres diese 750 ha große Appellation, in der zahlreiche große Namen aus Châteauneuf-du-Pape Rotweine herstellen – denn die Böden sind recht ähnlich.

EEin Roter von Cairanne läutet in Avignon den Abend ein. Foto Hilke Maunder

Rasteau

Der neue Cru (seit 2010) gilt schon lange als Geheimtipp. Manche halten das Potenzial der Lagen um Rasteau für das größte des gesamten südlichen Rhône-Tals. Es wird sich auf jeden Fall lohnen, diese AOP weiter zu beobachten.

 Meine Empfehlung: Domaine du Trapadis, Rasteau 2000

Zu den jungen Kultwinzern der südlichen Côtes du Rhône gehört Helen Durand, der mit seiner Mutter Michèle Charavin auf dem 18 ha großen Familienbetrieb jährlich rund 60.000 Flaschen mit charaktervollen Roten abfüllt. Sie sind nicht fein und elegant, sondern konzentrierte Kraft, würzig, opulent und ungefiltert.

Tavel

Kalk­schotter, Roll­kiesel und sandige Kies­böden wächst hier der für viele beste Rosé Frank­reichs. In allen Dreisternelokalen des Hexagons findet ihr ihn als Must-Have auf der Karte. Ich bin noch am Suchen nach einem erschwinglichen Rosé, der mich überzeugt. Mir liegt nicht ganz so der Trend zu klaren, fast transparenten Rosé-Weinen….

Vacqueyras

Im Nachbardorf von Gigondas fällt der Syrah-Anteil der Weine deutlich höher aus und gibt ihnen eine etwas strengere Note.

Im Weinbaugebiet von Vinsobres. Foto: Hilke Maunder

Vinsobres

Eine noch recht junge Appellation ist Vinsobres (2005), wo auf  450 Hektar südwest­lich der Oliven-Hauptstadt Nyons in Höhen von 200 bis 450 m kraftvolle Rote aus Grenache und Syrah gekeltert werden.

Zunehmend werden aber auch aromatische Weißweite aus den Sorten  Viognier, Marsanne und Rous­sanne hergestellt. Sehr gute Arbeit leisten die Genossenschaftsbauern der Cave Cooperative La Vins­obraise, die rund zwei Drittel der Produk­tion stellt.

Hinzu kommen 20 Privatwinzer wie die Domaine Rocheville, die einen Lehrpfad durch ihre Weingärten und Olivenhaine angelegt hat. Hier habe ich die schöne Wanderrunde vorgestellt.

Jean Marc von der Domaine Rocheville. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas „Provence“*

In meinem DuMont-Bildatlas „Provence“* stelle ich in sechs Kapiteln zwischen Arles und Sisteron die vielen Facetten der Provence vor. Ihr erfahrt etwas vom jungen Flair zu Füßen des Malerberges, vom Weltstadttrubel an der Malerküste, dem weißen Gold aus der Pfanne oder einer Bergwelt voller Falten.

Specials und Themenseiten verraten euch, welche großen Probleme der Lavendel hat, wo ihr Slow Food genießen – oder ihr ganz aktiv das Sonnenreich im Süden erleben könnt: beim Mountainbiken, Malen, Paddeln, Wandern oder Wildbaden. Hinzu kommen Serviceseiten mit allen Infos, persönlichen Tipps und großer Reisekarte. Wer mag, kann den Band hier* direkt bestellen.

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Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für Familien, Paare oder Alleinreisende.Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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8 Kommentare

  1. Hallo Frau Maunder,
    ein Weintipp ist mir noch eingefallen: wenn Sie in Avignon die Gelegenheit bekommen, probieren Sie doch mal „Je ne souffre plus“ von der Domaine La Florane aus Valréas.
    Lieben Gruß
    Ulrich Hartleib

  2. Ich kann die Aussagen nur voll und ganz bestätigen, hätte mir aber auch einen Weintipp zur AOP Grignan-les-Adhémar gewünscht. Seit mehreren Jahren importiere ich Weine aus dieser Region, hauptsächlich von kleinen Winzern, und finde, dass deren Produkte ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis haben. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn diese Region bei uns bekannter wäre.

      • Hallo nochmal,
        ich war leider längere Zeit nicht auf dieser Seite, möchte dann aber doch noch antworten.
        Ihrem Tip mit LePlan-Vermeersch (GT-X) kann ich nur zustimmen. Ich persönlich finden die ganze GT-„Baureihe“ ausgezeichnet. Als Rote gibt es GT-C(arignan), GT-G(renache) und GT-S(yrah), jeweils 100% Rebsortenweine, bio, aus dem neuen Eichenfass. Vermeersch macht auch noch einen GT-V(iognier), der nicht so mein Fall ist. Ist aber natürlich Geschmackssache.
        Einen Blick kann man auch auf die Domaine de la Bastide (Winzer: Vincent Boyer) werfen, der nicht nur unglaublich sympathisch ist, sondern auch immer wieder mit eigenwilligen (und sehr leckeren) Kreationen wie „La Gloire de mon Père“, „Les Figues“ oder auch „Le 4“ überrascht.
        Eine wahre Fundgrube für Weine der AOP Grignan-les-Adhémar ist das Maison des Vignérons in Grignan, bei denen Weine sämtlicher AOP-Winzer zu (nahezu) den gleichen Preisen wie beim Winzer gekauft werden können.
        Wir mögen nicht nur die Weine dieser Region sondern freuen uns auch immer wieder auf lange Spaziergänge/Wanderungen mit unseren Hunden in der Region. Ich rieche jetzt schon die Garrigue…

      • Lieber Herr Hartleib, ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Infos und Ihre Tipps. Die Domaine de la Bastide kenne ich noch nicht so gut – das werde ich bei den Dévouvertes de la vallée du Rhône vom 15.-19. April 2019 in Avignon nachholen. Kommt auf die Dégustationsliste! Merci & schöne Weihnachtszeit! Hilke Maunder

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