Auf den Spuren der Hugenotten
Sie waren Pioniere des Glaubens, Opfer brutaler Verfolgung und prägten doch maßgeblich die Identität Frankreichs: die Hugenotten. Ihre Geschichte ist ungeheuer faszinierend – und lässt sich sogar erwandern!
Bereits die Lage ist eindrucksvoll: Das Département Gard erstreckt sich zwischen dem Zentralmassiv, dem Mittelmeer und dem Rhône-Tal im Herzen des alten Languedoc.
Seine Cevennen schützt ein großer Nationalpark, die amphibischen Landschaften der Camargue ein ebenfalls großer Naturpark.
Seine Präfektur Nîmes war in der Antike Hauptstadt eines Weltreichs und hat davon eindrucksvolle Zeugnisse bewahrt. Die nahe Wasserleitung der Römer – der berühmte Pont du Gard – gehört zum Welterbe.
Uzès, Aigues-Mortes und Beaucaire sind ebenfalls äußerst malerische Städte mit reichem Kultur- und Bauerbe.
Sie waren Pioniere des Glaubens, Opfer brutaler Verfolgung und prägten doch maßgeblich die Identität Frankreichs: die Hugenotten. Ihre Geschichte ist ungeheuer faszinierend – und lässt sich sogar erwandern!
Im Sommer ist einiges los in Okzitanien. Neben zahlreichen Sportwettkämpfen an Land und auf dem Wasser locken auch kulinarische Feste, Musik-Festivals und Veranstaltungen für die ganze Familie. Voilà die schönsten Festivals in den vielen Départements der Region Occitanie.
Nach Bordeaux sind die Côtes du Rhône das zweitgrößte Weinbaugebiet Frankreichs. Infos & Tipps zu den schönsten Tropfen des südlichen Rhônetales.
Le Rhône ! In Frankreich ist sie männlich, im Deutschen weiblich – und nur die Nummer drei im Land. Denn die Ursprünge des Stroms liegen in der Schweiz. 264 Kilometer lang, also rund ein Drittel der Gesamtlänge, verläuft sie in der Alpenrepublik. Nur 543 Kilometer von ihren insgesamt 812 Kilometern Länge liegen in Frankreich. Mit…
Kraniche am Stausee, Flamingos am étang, Reiher im Reich der 1000 Teiche: In Frankreich gibt es zahlreiche Ziele, um Vögel in der freien Natur zu beobachten. Einige der schönsten Naturgebiete fürs birding stelle ich euch hier vor.
Vom Mittelalter bis zu den Schützengräben des 1. Weltkriegs, von antiken Wagenrennen bis zum Bäderfest der Belle Époque: So könnt ihr in Frankreich faszinierende Zeitreisen unternehmen und seine Geschichte hautnah erleben.
Südfrankreich verzaubert. Diese Farben, Düfte und Gerüche! Wie herrlich ist es doch, durch die alten Gassen zu flanieren, bunte Märkte zu besuchen und unter Platanen im Freien etwas zu essen oder zu trinken. Was für ein Savoir-vivre! Wo ihr diese Lebenslust à la française erleben könnt? Im Süden von Frankreich! Südfrankreich: die vielen Facetten des…
1,6 Kilometer lang ragt sie aus dem sumpfigen Boden der Camargue auf. Wehrhaft, wuchtig, ein Bollwerk der Gotik: die Stadtmauer von Aigues-Mortes. Damals endete das Städtchen direkt am Ufer einer großen Lagune. Kanäle verbanden sie mit dem Meer. Moore erstreckten sich ringsum. Damals, im Jahr 1240, hatte Ludwig der Heilige das Land erworben und begonnen,…
Der Pont du Gard gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Rund 1,5 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr das weltbekannte Wahrzeichen der Provence. Und staunen über den Meisterbau der Antike, der Nîmes vor dem Verdursten rettete. Die Wiege der römischen Stadt Nîmes lag in den Jardins de la Fontaine. Die Römer huldigten hier, wie schon vorher die…
Sauve schmiegt sich wie ein Amphitheater an den Vidourle und rühmt sich als südliches Tour zu den Cevennen. Das Dorf, das im Mittelalter zu einer protestantischen Hochburg aufstieg, beeindruckt mit gut erhaltenen Stadtmauern, Türmen und historischen Gebäuden. Die engen Gassen laden zum Bummeln ein und führen vorbei an Künstlerwerkstätten und Ateliers.
Ein besonderes Highlight ist das Conservatoire de la Fourche, das die traditionelle Herstellung von Heugabeln präsentiert. Naturliebhaber kommen in der Mer des Rochers auf ihre Kosten, einem einzigartigen Felslabyrinth mit atemberaubenden Ausblicken.
Römisches Erbe tritt Architektur von heute, Gladiatoren und Toreros treffen auf Trends und Zeitgeist: Nîmes liebt das Spiel der Kontraste!
Das Languedoc ist für seine wunderschönen Runddörfer berühmt. Zu den schönsten dieser „circulades“ aus dem Mittelalter gehört Pouzolles in Département Hérault.
Enge Gassen mit Keramik auf den Fassaden und vielen Töpferstudios: Saint-Quentin-la-Poterie ist Frankreichs Töpferdorf bei Uzés im Gard.
Alès, vom 13. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhundert Zentrum von Kohlebergbau, Eisen- und Maschinenindustrie im Süden der Cevennen, setzt heute auf Tourismus. Ein Ortsbesuch.
Vézénobres thront hoch über dem Zusammenfluss des Gardon d’Alès und des Gardon d’Anduze – ein malerisches Dorf, das mit sandgelben Fassaden, romanischen Natursteinhäusern und duftenden Gärten bezaubert. Die Geschichte des Ortes reicht mehr als 2.500 Jahre zurück: Einst ein Oppidum der Kelten und Römer, später ein wichtiger Knotenpunkt am Chemin de Régordane, erlebte Vézénobres im Mittelalter seine Blütezeit. Bis heute zeugen eindrucksvolle Bauten wie die Rue des Maisons Romanes, die Porte de Sabran und das Château de Girard von seiner bewegten Vergangenheit.
Doch nicht nur Historie macht Vézénobres einzigartig: Das Dorf gilt als Hochburg der Feigenkultur. Hier befindet sich das Conservatoire de la Figue mit über 100 Sorten, und jedes Jahr feiern die Journées Méditerranéennes de la Figue die Tradition der Trockenfeigen. Wer durch die engen Gassen schlendert, spürt das provenzalische Flair – sei es beim Kaffeegenuss in einem kleinen Bistro oder bei einem Besuch der Kunsthandwerker, die hier kreativ wirken.
Ein Besuch in Vézénobres ist eine Reise durch die Zeit, die mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die Cevennen ihren krönenden Abschluss findet.
Lussan gehört zu den schönsten befestigten Felsendörfern des Gard. Seine Mauern erzählen vom Widerstand der Kamisarden und den Religionskriegen zwischen Katholiken und Protestanten.
Mit der Via Domitia schufen die Römer in der Antike eine Handelsstraße, die Rom mit Spanien verband. Im Hinterland des Mittelmeeres durchquerte sie dabei Südfrankreich. Die Handelsroute, deren Verlauf heute die A9 folgt, bildete das Rückgrat für Wirtschaft und Wohlstand in der Provinz Gallia Narbonensis. Antike Hauptstadt Galliens Orte wie Ambrussum (heute eine archäologische Stätte bei…
Still und heimlich hat sich Nîmes im Schatten von Paris, Montpellier, Toulouse und Grenoble in den letzten Jahren zu einer Hochburg der Street Art entwickelt. Dies liegt besonders am Verein Le Spot, der das Straßenkunstfestival L’Expo de Ouf ins Leben gerufen hat. Ouf ist Verlain – und eine Spielart des Französischen, bei der die Buchstaben…
Bienvenue in Anduze! Mit verwinkelten Gassen, lauschigen Plätzen und plätschernden Brunnen schmiegt sich seine kleine, einst befestigte Altstadt an das breite Bett des Gardon. Im Sommer gleitet er als schmales Rinnsal an den breiten Kieselbetten vorbei. Nach der Schneeschmelze in den Cevennen verwandelt er sich indes in einen reißenden Strom. Eine hohe Mauer schützt die Häuser…
Zwischen Camargue und Cévennen schmiegt sich Sommières an die Ufer des Vidourle im Département Gard und lockt mit mittelalterlichen Gassen und wunderschönen Märkten. Und das nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr hindurch. Mein Tipp für ein entspanntes, charmantes Städtchen, das sich gut erreichen lässt dank der nahen Autobahn A 9.
Er ist ein richtiger Sommerwein, der vin de sable. Die salzhaltige Meeresbrise und die intensive Sonneneinstrahlung verleihen den Trauben einzigartige Aromen. Die kühlen Nächte fördern die Entwicklung feiner Aromen, während die sandigen Böden den Weinen eine mineralische Note verleihen. Das Ergebnis ist ein eleganter, duftiger Wein mit einer eher geringen Säure, der perfekt zu frischen…
Wie haben es die Mönche nur im Mittelalter geschafft, sich wie bei der Chartreuse de Valbonne immer die schönsten Fleckchen Erde zu sichern und bis heute zu bewahren? So wie dieses Idyll, das ich per Zufall entdeckte. Es versteckt sich im Département Gard des Languedoc zwischen den Schluchten der Ardèche und dem Tal der Cèze. Eine…