Mein Frankreich: Marlies Wilmsen-Gemmel
„Mein Frankreich“ ist nicht nur Titel meines Blogs, sondern auch Programm: Ich möchte möglichst viele von euch animieren, euer Frankreich vorzustellen. Mein Frankreich – was bedeutet das für euch?
Diesmal stellt Marlies Wilmsen-Gemmel ihr Frankreich vor. Die Betriebswirtin ist nach langen Berufsjahren in der Touristik und der Erwachsenenbildung heute mit viel Freude als freiberufliche Dozentin tätig.
Nach vielen Jahren fern der Heimat lebt sie inzwischen wieder am Niederrhein. Hier fühlt sie sich wohl, wenn nur das Dauer-Fernweh nach Frankreich nicht wär‘. Das lebt sie auch auf einem eigenen Blog aus – Frankreich, mon amour.
Mein Frankreich …
Wann fing sie an, meine Liebe für Frankreich? In der 7. Klasse: Meine Französisch-Lehrerin war auch meine Handarbeitslehrerin – sie konnte stricken und sticken, aber kaum Französisch. Und ich, ich konnte nicht stricken und sticken, aber wollte von der ersten Stunde an Französisch können, so schön fand ich den Klang der Sprache damals im Sprachlabor (sehr angesagt zum Sprachen lernen in deutschen Schulen in den 70ern).
Und somit nahm ich auf eigenen Wunsch mit 14 1/2 meinen ersten Französischunterricht – privat bei einer Französin, die gerade mit ihrem deutschen Mann und ihren kleinen Kindern in unsere Nähe gezogen war. Zu Hause bei ihr bot sie mir immer englischen Tee (…) an und ich lernte wissbegierig mein erstes Französisch.
Mehr als eine Liebelei
Nach Schule und Ausbildung wollte ich „was mit Sprachen“ machen, also mit französischer Sprache. Da mich längst große Reiselust gepackt hatte und ich bereits mehrere Reisen nach Frankreich (schon damals gerne per Rad) unternommen hatte, fand ich eine Kombination aus beidem in Form eines Touristik-Studiums sehr passend, in den 80ern noch ein sehr neuer Studiengang.
In den Studienjahren war ich so oft in Frankreich, hatte so viele Kontakte dort und natürlich auch mehr als eine Liebelei …, dass meine Eltern sicher davon ausgingen, dass es mich nach dem Studium dorthin verschlagen würde. Sehr genossen habe ich ein 6-monatiges Praktikum in der Touristikbranche in Montpellier. Selbst meine Diplomarbeit hatte ein französisches Thema und ich konnte sie im Auftrag der Französischen Zentrale für Tourismus erstellen, was wiederum mit Reisen verbunden war.
Es kam dann aber anders. Frankreich spielte dennoch weiterhin eine große Rolle: Erst Rad-Reiseleitung im Elsass und in der Provence vom damaligen Wohnort Straßburg aus, später Ferienhausbewertung an der französischen Atlantikküste für einen deutschen Ferienhausanbieter und eine längere Auszeit in den französischen Übersee-Départements Guadeloupe und Martinique.
Liebe auf Eis
Dann lag meine Frankreich-Liebe erst mal etwas „auf Eis“: Meine Liebe konzentrierte sich über diverse Jahre in erster Linie auf unsere beiden Söhne und unser turbulentes Familienleben. Immerhin fuhren wir mindestens ein Mal im Jahr nach Frankreich in den Urlaub; zumeist in die Provence, die es mir mit ihren mittelalterlichen, geschichtsträchtigen Städtchen, mit ihrer Küche und diesem ganz besonderen Licht besonders angetan hat.
Mit den Jahren merkte ich leider, wie sich meine zuvor sehr guten Sprachkenntnisse mehr und mehr verflüchtigten. Glücklicherweise ergab es sich dann vor ca. 5 Jahren, dass ich in der schon lange bestehenden deutsch- französischen Partnerschaft unseres kleinen Ortes aktiv werden konnte und inzwischen sogar den Vorstand leite. Grund genug, endlich wieder was für meine Französisch-Kenntnisse zu tun: Wie mit 14 1/2 gehe ich wieder wöchentlich zum Unterricht – privat bei einer Französin, nur dieses Mal ohne englischen Tee.
Durch mein Leben zieht sich bis heute ein „blau-weiß-roter Faden“: Seit damals stelle ich mir schlicht immer vor, später – wieder und endlich – in Frankreich zu leben.
Nun, da wir dem Rentenalter näher und näher kommen und mein Mann meine Leidenschaft zu einem großen Teil mit mir teilt (welch’ Glück!), habe ich meinen Sehnsuchtsort sogar schon gefunden: Villeneuve-lès-Avignon – Wohnstätte der Kardinäle des päpstlichen Hofes von Avignon, malerisch an der rechten Rhôneseite gelegen, ein kleiner Ort mit sehr viel Charme und sehr viel Geschichte.
Der Beitrag von Marlies Wilmsen-Gemmel ist ein Gastartikel in einer kleinen Reihe, in der alle, die dazu Lust haben, ihre Verbundenheit zu Frankreich ausdrücken können. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Frankreich, Erlebnisse, Gedanken. Ihr wollt mitmachen? Dann denkt bitte daran:
• Keine PDFs.
• Text: per Mail in Word, Open Office oder per Mail. Denkt daran, euch mit ein, zwei Sätzen persönlich vorzustellen.
• Fotos: Bitte schickt nur eigene Bilder und jene möglichst im Querformat und immer in Originalgröße. Sendet sie gebündelt mit www.WeTransfer.com (kostenlos & top!) – oder EINZELN ! – per Mail. Bitte denkt an ein Foto von euch – als Beitragsbild muss dies ein Querformat sein.
• Ganz wichtig: Euer Beitrag darf noch nicht woanders im Netz stehen. Double content straft Google rigoros ab. Danke für euer Verständnis.
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