Die schönsten Wellness-Oasen in Frankreich

Einmal unter Sternen träumen: Baden im CiÉlo. Foto: Thermes de Barèges
Einmal unter Sternen träumen: Baden im CiÉlo. Foto: Thermes de Barèges

Wellness heißt in Frankreich bien-être.  Schon die Römer genossen die zahlreichen heißen Quellen, die dort aus der Tiefe sprudeln. Vor rund 200 Jahren wurden dort Badekuren im Meer geboren. Knapp 100 Jahre später erfand ein junger Arzt in der Bretagne eine Therapie, die die Welt eroberte: Thalasso.

Wellness in Frankreich: Voilà eine kleine Zeitreise, ergänzt mit den schönsten Wellness-Oasen des Landes.

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1824 eröffnet Marie Caroline, Herzogin von Berry und unerschrockene Schwimmerin, in Dieppe das erste „Zentrum für Warmbäder“ Frankreichs. In einem kleinen Holzbau direkt am Strand standen einige Badewannen, und Bademeister aus England halfen den Kranken, ihr Meeresbad zu nehmen. Das Eintauchen ins Meer wurde damals besonders für Depressive, Asthmatiker und Schwindsüchtige empfohlen.

Sogar gegen Tollwut sollte das Seewasser helfen. Bereits 1835 kurierten so 400 Gäste jede Saison ihre Leiden im ältesten Seebad Frankreichs. Gut ein halbes Jahrhundert später erfand 1899 ein junger, weit gereister Arzt im bretonischen Roscoff die Thalassotherapie.

Das Badezentrum von Dieppe vereint Sportbad, Spaßbad und Spa unter einem Dach. Foto: Hilke Maunder
Das Badezentrum von Dieppe vereint heute Sportbad, Spaßbad und Spa unter einem Dach. Foto: Hilke Maunder

Die Kuren von Dr. Louis Bagot in seinem Institut de Rockroum dauerten damals drei Wochen, und die Behandlungen waren eher sportlich. Berühmt wurde vor allem die bagotage, das Wandern im Meerwasser bis zur Mitte der Beine. Dr. Bagot setzte seine Rheumapatienten in warme Meerwasserwannen, regte mit Jetduschen die Durchblutung an und ließ seine Kurgäste 15 Minuten lang in einer auf 70° C erhitzten Holzkiste schwitzen, um Giftstoffe auszuschwemmen.

Bagot verband bei seinen Kuren die Heilkraft des Meeres mit der beliebten Hydrotherapie der Thermalbäder, deren Wurzeln in Frankreich bis in die Antike zurückreichen.

Die Wellnesstherme von Cauterets. Foto: Hilke Maunder
Die Wellnesstherme von Cauterets. Foto: Hilke Maunder

Orte wie Luxeuil-les-Bains im Elsass streiten sich mit Aix-les-Bains und Dax um den Ruf, das älteste Thermalbad des Landes zu sein. In den Pyrenäen wird das Wasser das „Blut der Berge“ genannt. Als vor 100 Millionen Jahren die Eurasische Platte dort auf die afrikanische Kontinentalplatte stieß, faltete sich das Innerste der Erde zu den Pyrenäen auf – und machte den Weg frei für das Wasser der Tiefe. Das bescherte Frankreich im Grenzgebirge zwischen Atlantik und Mittelmeer eine Perlenkette berühmter Thermalbäder.

Bereits die Römer kurten in Vernet-les-Bains und Luchon, das damals noch Ilixon hieß. Seine 18 Schwefelquellen sind die stärksten der Pyrenäen, sein 150 Meter tiefer Felsstollen birgt den einzigen Natur-Hammam Frankreichs. Besonders zahlreich sprudeln die Quellen in den Hochpyrenäen, wo die Grande Route des Spas acht traditionsreiche Bäder in den Tälern von Louron, Gave und Aure verbindet: Loudenvielle, Genos, Cauterets, Saint-Lary-Soulan – jedes dieser Bäder hat seine eigene Klientel und seinen eigenen, ganz besonderen Charme.

Die schönsten Wellness-Oasen in Frankreich

Schweben in Salz: L‘Escale Sensorielle, Salies-de-Béarn

In Salies wird in 70 Meter Tiefe die Sole für das Salz von Salies gewonnen. Foto: Hilke Maunder
In Salies-de-Béarn wird in 70 Meter Tiefe die Sole für das Salz von Salies gewonnen. Foto: Hilke Maunder

Das Tote Meer scheint weit im Südwesten Frankreichs. Und hat doch einen kleinen Bruder im Béarn: die Salzgrotte Cristal de Source. In den Thermen von Salies-de-Béarn inszeniert sie einen Wellness-Parcours durch die Welt des Salzes, der alle Sinne umschmeichelt.

Sanftes Licht in wechselnden Farben begleitet diese Escale Sensorielle. Sie beginnt im Aromatherapie-Saal, wo das Power-Wasser aus der Tiefe als warmer Dampf den Körper umhüllt. 26 Mineralien und Spurenelemente bergen seine Aerosole. Im Raum für Farbtherapie bedecken Salzkristallplatten die Wände. Die wechselnden Lichter wirken wohltuend auf die Lebensenergie.

Und nicht durchs Angucken, sondern allein durch die unterschiedlichen Schwingungslängen des farbigen Lichts. Als größtes Organ unseres Körpers kann die Haut sie erkennen, aufnehmen und entsprechend der Farbwirkung weiterleiten, haben Biophotonenforscher herausgefunden. Das Hirn staunt, das Herz reagiert – tief ruhig bei Blau, freudig bei Orange. Im Halotherapie-Raum setzt sich die Salztherapie mit trockenen Aerosolen fort, die große Salzflächen abgeben, vollgepackt mit Salzen und negativen Ionen, die sich positiv auf die Stimmung und Gesundheit auswirken.

Doch am schönsten ist Raum Nummer vier: die Totes-Meer-Lagune mit ihren wellenförmigen Holzbögen und Unterwasserlichtern, die alle Farben des Regenbogens bergen.  Welch eine Einladung zur absoluten Entspannung! 300 Gramm Salz pro Liter birgt das kuschelig kleine Becken – und ist damit so stark gesättigt, dass sofort der Zustand des totalen Schwebens eintritt, die Augen glücklich geschlossen.

Dieser Zustand der Schwerelosigkeit ist ein einzigartiges und sehr luftiges Gefühl der totalen Entspannung, bei dem der ganze Körper ruht. Die Sinnesreise endet in der beruhigenden Wärme des Soleil Bleu-Raumes, wo Körper und Geist noch etwas entspannen können, ehe es zurückgeht in die Wirklichkeit. Und in der Altstadt hin zum Ursprung der Wellnessquelle – der Source Reine Jeanne d’Oraàs. Sie sprudelt unterirdisch an der Place de la Trompe!
• Thermes de Salies-de-Béarn, Cour du Jardin public, 64270 Salies-de-Béarn, Tel. 05 59 38 10 11, www.thermes-de-salies.com

Die escale sensorielle: erst im Salzbad schweben und entspannen, dann unter der Himmelsdusche das Salz abspülen. Foto: Hilke Maunder
Die escale sensorielle: erst im Salzbad schweben und entspannen, dann unter der Himmelsdusche das Salz abspülen. Foto: Hilke Maunder

Baden im Wein: Martillac

Auf Château Smith Haut Lafitte wäre Bacchus im siebten Himmel. Die Weine gehören zu den besten der Region. Doch genauso schön und entspannend sind bains barriques – dann darf in den Fässern sogar gebadet werden! Dann wird ein Holzfass mit warmem Quellwasser aus 540 Metern Tiefe und Rotwein gefüllt. „Die Polyphenole und Antioxidantien unserer Weine sind ein echter Jungbrunnen“, ist Mathilde Thomas überzeugt, die gemeinsam mit ihrem Mann im Jahr 1999 das Spa Les Sources de Caudalie gründete und viel Holz und Stein in die Weinberge setzte.

Seitdem werden bei der Vinothérapie alle Sinne verwöhnt, die Körper beruhigt und die Seelen regeneriert. Und zu jeder Premier Cru-Gesichtsbehandlungen mit Weinhefe, Crushed Cabernet-Peeling mit Traubenkernen oder einer Massage mit Weinrebenöl gehört ein Glas Wein zur Ruhephase.
• Les Sources de Caudalie, Chemin de Smith Haut-Lafitte, 33650 Martillac, Tel. 05 57 83 82 82, www.caudalie.com

Schwitzen im Stollen: Bagnères-de-Luchon

Den Kurkomplex in Bagnères-de-Luchon umgibt die üppige Blumenflor des parc hermal. Foto: Hilke Maunder
Den Kurkomplex in Bagnères-de-Luchon umgibt die üppige Blumenflor des parc thermal. Foto: Hilke Maunder

Luchon est une vallée heureuse, c’est un coin béni. On se sent là tout de suite hors du monde et dans l’éden Luchon ist ein glückliches Tal, ein gesegneter Ort. Man fühlt sich dort sofort außerhalb der Welt und im Paradies

schrieb Frankreichs Nationaldichter Victor Hugo ganz begeistert in seinem Buch „Les Pyrénées“. Als 41-Jähriger war Hugo 1843 erstmals zur Kur nach Luchon gekommen – und fortan tief beeindruckt von der natürlichen Schönheit und dem friedlichen Ambiente von Luchon. Er war nicht der Einzige. Auch der Komponist Franz Liszt, der Maler Edvard Munch und der Schriftsteller Honoré de Balzac kurten dort in den Bergen; Kaiser Napoleon III. und seine Frau Eugénie waren Stammgäste.

Sie alle lockten die Thermalquellen, die bereits die Römer schätzten. Ilixon hieß Luchon damals, und 18 Quellen, die völlig unterschiedlich waren im Schwefelgehalt, ihrer Temperatur, ihrer Lage, Tiefe und Radioaktivität, sprudelten einst dort.

Um sie vor Verschmutzungen zu schützen und besser nutzen zu können, wurden sie 2009 gebündelt als Quellen F2 Reine, F8 Pré und F9 Filhol, je 72 °C, 65 °C und 50 °C warm. Aus 730 bis 170 Metern Tiefe steigen seitdem so die stärksten Schwefelquellen der Pyrenäen empor. 14.000 Jahre sind sie alt, ergab eine Kohlenstoff-14-Datierung. Besonders bei Atemwegs- und Gelenkerkrankungen versprechen sie Linderung.

Die Thermen von Luchon. Foto: Hilke Maunder
Die Thermen von Luchon. Foto: Hilke Maunder

Berühmt wurde besonders eine Quelle, die seit dem ersten Jahrhundert Luchon schwitzen lässt. 38 °C warm und reich an Kalzium, Magnesium und Fluorid dringt sie im Berg nach oben und einen 150 Meter langen Stollen mit ihrem Wasserdampf in eine Natursauna verwandelt. Heute ist das antike Vaporium ein Hammam mit Sitzbänken und Wandelgang und Teil der Thermes de Luchon.

Kreisrund ist das zentrale Badebecken, die Wände verkleidet mit Holz, die großen Fenster voller Dampf. Unter der hohen Kuppel sprudeln Hydrojets, massieren Schulter, Rücken, Gesäß und Beine. Wer es vorab reserviert, kann auf Aquabikes strampeln.

Im Espace bien-être, dem Spa der Thermen, sorgen polynesische Packungen, Hot-Stone-Massagen und andere Anwendungen für Entspannung. Im Winter lockt Luchon mit Ski & Spa. Erst Wintersport, dann Wellness. Acht Minuten braucht die Gondel vom Bad zum Balkon der Pyrenäen: 13 Dreitausender rahme die Pisten von Superbagnères ein.Die Talabfahrt endet an der Therme von Luchon.
• Thermes de Luchon, Cour des Quinconces, 31110 Bagnères-de-Luchon, Tel. 05 61 94 52 52, www.thermes-luchon.fr

Das Vaporium von Luchon. Foto: Alain Felix Masai / Pressebild Office de Tourisme de Luchon
Das Vaporium von Luchon. Foto: Alain Felix Masai / Pressebild Office de Tourisme de Luchon

Wellness mit Stil: Vichy

Im Herzen Frankreichs befindet sich Vichy. Es gehört zu den renommiertesten Kurbädern Europas, ist als eines von ihnen heute als Welterbe geschützt – und war im Zweiten Weltkrieg Sitz des État français (Französischer Staat), der als Vichy-Regime  weltbekannt wurde.

Die Errichtung des Vichy-Regimes erfolgte nach der deutschen Besetzung Frankreichs im Jahr 1940. Die französische Hauptstadt Paris war bereits von deutschen Truppen eingenommen worden, und die Regierung unter Marschall Philippe Pétain entschied sich, nach Vichy zu ziehen, das zu dieser Zeit nicht von den Deutschen besetzt war.

Das Vichy-Regime kollaborierte mit den deutschen Besatzern und führte politische, wirtschaftliche und soziale Reformen durch, die den deutschen Interessen dienten. Es setzte autoritäre Maßnahmen um und kooperierte aktiv mit den Nazis bei der Verfolgung und Deportation von Juden und politischen Gegnern. Doch diese Epoche will Vichy vergessen. Das Kurbad restaurierte seine Fassaden und investierte in eine Modernisierung und Neuaufstellung seines Thermal- und Wellnessangebotes.

Die Thermalquellen von Vichy sind das Herzstück des Kurbads. Mit einer konstanten Temperatur von rund 29 °Celsius sprudelt das Wasser aus der Tiefe und wird in verschiedenen Einrichtungen genutzt.

Das Vichy-Thermalwasser, reich an Mineralien wie Calcium, Magnesium und Eisen, wird als Wundermittel für verschiedenste gesundheitliche Beschwerden und soll positive Auswirkungen auf Hautkrankheiten, rheumatische Beschwerden und Atemwegserkrankungen haben.

Erstes Haus am Platze ist das Vichy Célestins Spa Hôtel, ein imposanter Art-déco-Bau im Parc Napoléon III mit hundertjährigen Bäumen und Blick auf den See und den Golfplatz. Im Inneren birgt das Fünf-Sterne-Hotel das größte Thermal-Spa Europas: einen offenen, ruhigen und hellen 7.500 Quadratmeter großen Bereich unter einer riesigen Glaskuppel.

Hier könnt ihr euch mit Signature-Anwendungen mit Vichy-Thermalwasser oder den den mineralisierenden Anwendungen des Institut des Laboratoires Vichy verwöhnen lassen, Hydrotherapie, Inhalationstherapie und verschiedene Massagen buchen oder im riesigen Thermalwasserbad entspannen.

Vichy besticht nicht nur durch seine heilenden Quellen, sondern auch durch sein reiches kulturelles Erbe. Die Stadt war einst ein beliebter Kurort für europäische Adlige und Prominente des 19. Jahrhunderts. Spuren dieser glorreichen Vergangenheit sind in der Architektur erhalten geblieben, insbesondere im Jugendstilviertel mit seinen eleganten Gebäuden und prächtigen Parks.

Wellness für den Darm: Aïga, Châtel-Guyon

Das Wellnessresort. Foto: Pressemappe des Resorts 2022
Das Wellnessresort. Foto: Pressemappe des Resorts 2022

In „Darm mit Charme“ erklärte die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders im Jahr 2017 anschaulich das größte Nervensystem unseres Körpers nach dem Gehirn. Seitdem gibt es eine Flut derartiger Bücher zur Darmgesundheit. 2020 eröffnete in Frankreich sogar das erste Wellness-Resort, das sich gezielt der Pflege des Darmes widmet: Aïga. Ihr findet es im Schatten der Vulkanberge der Auvergne des Départements Puy-de-Dôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

15.000 Quadratmeter groß ist das Zentrum, dessen Namen das okzitanische Wort für Wasser ist. Denn das Wasser von Châtel-Guyon ist ein ganz besondes: Es besitzt den höchsten Magnesium-Gehalt Europas sowie eine hohe Konzentration an Spurenelementen und Silizium, das für die Knorpelbildung unerlässlich ist.

Dieses Wasser, das in 3.500 Metern Tiefe seine Kraft aus dem Vulkangestein erhält,  bildet die Basis für Thermalbäder, die gezielt die Darm-Mikrobiota ansprechen sollen.

Bei der Trinkkur wird das Thermalwasser mehrmals am Tag oral eingenommen. Bei der Jet-Dusche im Liegen massiert ein Wasserstrahl in kreisenden Bewegungen den Bauch. Bei der Enteroklyse wird sanft Thermalwasser in das Rektum gegeben und tröpfchenweise verteilt.

Das Thermalwasser schafft einen Darm“verband“ mit heilender, entzündungshemmender und beruhigender Wirkung. Zuvor erfolgt stets eine Darmdusche, die als entleerender Einlauf mit Thermalwasserden  Dickdarm auf die Enteroklyse vorbereitet.

Ernährungsworkshops und -beratungen, Massagen und Beautyanwendungen mit einer französischen Naturkosmetikmarke aus dem Département Corrèze runden das Angebot ab.

Die Therme und den Thermalbereich mit Spa ergänzen eine Vier-Sterne-Ferienresidenz und ein nutrigastronomisches Restaurant, dessen Speisen hohen Nährwert mit köstlichem Geschmack verbinden.

Die moderne Architektur von Aïga entwarf Pierre Diener vom Pariser Büro DGA. Die Inneneneinrichtung gestaltete  Emmanuel Houssin vom Architekturbüro i.com. Beide ließen sich bei ihren modernen Stahlbetonbauten vom Architekturerbe des Kurbades inspirieren, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwurzte ist:  Jugendstil, Belle Époque und Art-Déco.

Frankreichs heiße Quellen

Die Bains Saint-Thomas im Tal der Têt. Foto: Hilke Maunder
Die Bains Saint-Thomas im Tal der Têt. Foto: Hilke Maunder

Im Massif Central, in den Vogesen, in den französischen Alpen und am Nordrand der Pyrenäen sprudeln in Frankreichs heilkräftige Wasser empor.

Einige  dieser Thermalwässer sind von Natur aus heiß. Diese „plutonischen“ Gewässer sind den heißen Gesteinen in der Erdkruste am nächste, die sie mit Spurenelementen und wichtigen Stoffen wie Silizum anreichern. Eine natürliche Mineralwasserquelle gilt als heiß, wenn sie 36,7 °C übersteigt.

Ihre natürliche Wärme verleiht ihnen spezifische therapeutische Eigenschaften, die Frankreichs Thermalbäder ganz unterschiedlich einsetzen. Voilà die heißesten Thermalquellen des Hexagons.

1. Chaudes-Aigues (Cantal)

Das heißeste Thermalwasser Europas sprudelt in Chaudes-Aigues im Département Cantal aus der Tiefe. Mit einer Temperatur von bis zu 82 °C  bricht die Par-Quelle alle Rekorde.

2. Plombières-les-Bains (Vogesen)

Im Vogesen-Kurort Plombières-les-Bains sprudeln gleich mehrere heiße Qellen, deren Temperaturen bis zu 77 °C erreichen können.

3. Ax-les-Thermes (Ariège)

Ax-les-Thermes:. Brunnenspaß
Ax-les-Thermes: Nach dem Skiaufen wie nach dem Stadtbummel einfach herrlich – die Füße ins warme Brunnenwasser zu halten. Foto: Hilke Maunder

Genauso heiß ist das Thermalwasser des Pyrenäenski- und Kurortees Ax-les-Thermes, das seit dem 13. Jahrhundert genutzt wird – und in der Stadt in mehreren Brunnen sprudelt.

4. Bagnères-de-Luchon (Haute-Garonne)

Ebenfalls am Pyrenäen-Nordrand liegt der Kurort Bagnères-de-Luchon, wo drei Quellen aus einer Tiefe zwischen 170 und 730 Metern mit Temperaturen von 50 bis 72 °Celsius emporsprudeln.

5. Evaux-les-Bains (Creuse)

Der einzige Kurot des Limousin ist Évaux-les-Bains , dessen 65 °C heiße Quellen der Legende nach ein Werk der Feen war. Diese hatten einst in der Nähe von Toulx-Sainte-Croix am Mont Barlot, wo viele Quellen sprudeln, ihr Refugium, badeten in den Bächen und tanzten dort ausgiebig.

Das freudige Treiben war jedoch an eine Auflage der Feenkönigin geknüpft: Alle Feen mussten den Berg Barlot vor Sonnenuntergang verlassen haben. Trotz mehrfacher Warnungen gehorchten jedoch die Feen nicht. Im Zorn vertrieb sie die Königin und schlug mit einem Hammer auf den Boden.

Der Aufprall war so schrecklich, dass die Spuren noch heute sichtbar sind: Die Bäche machten Platz für ein Felschaos namens Les Pierres Jaumâtres. Um sicherzugehen, dass am Berg Barlot jegliche Quellen versiegen, schleuderte die Feeköniging ihren Hammer weit fort und sprach dabei die Worte: „Wo dieser Hammer hinfällt, werden Quellen mit heißem Wasser sprudeln“.

Er landete in Évaux-les-Bains, wo ihr heute die Heilkraft des Wassers bei Thermalbädern genießen oder  im Evahona Spa entspannen könnt.

6. Bagnères-de-Bigorre (Hautes-Pyrénées)

Aus 200 Meter Tiefe sprudelt das Thermalwasser des Pyrenäen-Badeortes Bagnères-de-Bigorre noch 50 °C heiß empor.

7. Eaux-Bonnes (Pyrénées-Atlantiques)

Foto: Hilke Maunder
Der kleine Kurort Eaux-Bonnes. Foto: Hilke Maunder

Der winzige Pyrenäen-Kurort Eaux-Bonnes verfügt über eine heiße und eine kalte Quelle. Die Source Vieille erreicht eine Temperatur von 44 °Celsius. Derzeit jedoch ist der Thermalbetrieb wegen Bauschäden eingestellt.

8. Bagnols-les-Bains (Lozère)

Die Thermalwasserquelle von Bagnols-les-Bains entspringt seit Jahrtausenden mit einer konstanten Temperatur von 41 °C aus dem Berg.

9. La Bourboule (Puy-de-Dôme)

Die Thermalregion La Bourboule ist reich an Thermalquellen, deren Temperaturen teilweise bis zu 40 °C erreichen.

10. Salins-les-Bains (Jura)

Auch in Salins-les-Bains gibt es gleich mehrere heiße Quellen mit einer konstanten Temperatur von 33 °C.

Wildbaden in Rennes-les-Bains. Foto: Hilke Maunder
Auch rund um Rennes-les-Bains in den Corbières sprudeln warme Quellen. Einige sind eingefasst als Thermalbad, andere wild und rund um die Uhr zugänglich. Foto: Hilke Maunder

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