Mein Frankreich: Christine und Gerhard Drechsler

Christine und Gerald Drechsler. Foto: privat
Christine und Gerald Drechsler. Foto: privat

„Mein Frankreich“ ist nicht nur Titel meines Blogs, sondern auch Programm: Ich möchte möglichst viele von euch animieren, euer Frankreich vorzustellen. Mein Frankreich – was bedeutet das für euch?

Diesmal erzählen es  Christine und Gerhard Drechsler. Sie leben seit 2019 auf der Domaine de La Broutte, einem alten Weingut, etwa 20 Minuten von Narbonne entfernt.

Im Berufsleben war Gerhard 35 Jahre lang Buchhändler mit eigenem Laden in München, Christine Gymnasiallehrerin, bis sie sich entschloss, für die beiden Kinder da sein zu wollen und den Job an den Nagel hängte.

Yannick und Sydney sind mittlerweile 27 und 25 Jahre alt und leben ihr eigenes Leben, kommen aber mehrmals und gerne im Jahr nach La Broutte. Gerhard nennt sich, seitdem er in Frankreich lebt, Gérard.


Frühsommer 2017

Auf der Suche nach einem bezahlbaren Grundstück im Südwesten Münchens stoßen wir, nach zwei Eigenbedarfskündigungen das Mieter-Dasein leid, schnell an finanzielle Grenzen. Da kommt uns diese Anzeige eines Immobilienmaklers unter die Augen:

In Südfrankreich – Provinz Languedoc-Roussillon – nahe Montpellier dürfen wir Ihnen anbieten: Wunderschönes Villenanwesen im Herzen eines Öko-Weinbaugebietes

Wenn man nie ernsthaft mit dem Gedanken gespielt hat, mal im Ausland zu leben, klickt man solche Anzeigen normalerweise gleich wieder weg. Da aber Beschreibung und Preis äußerst interessant klangen, fingen wir an, darüber zu diskutieren.

Eine Recherche ergab, dass uns die weitere Umgebung nicht unbekannt war, hatten wir doch in den Siebzigern jahrelang Campingurlaub in Sérignan Plage gemacht – keine 40 km von Narbonne entfernt. Frankreich allerdings – nun, Frankreich übte eine besondere Anziehungskraft aus.

Bereits vor mehr als 40 Jahren hatten wir aus dem Urlaub Boule-Kugeln mitgebracht, um abends auf den Kieswegen eines Biergartens ein paar Partien zu spielen. Und mit 5 Jahren Französisch am Gymnasium hatten wir eine brauchbare, sprachliche Grundlage in der Hinterhand.

Ein erster Kontakt mit dem Immobilien-Büro war schnell gemacht, und weil man sich von solchen Objekten natürlich ein Bild vor Ort machen sollte, beschließen wir, uns das Haus mal genauer anzuschauen. Von den Besitzern zum Abendessen eingeladen, verbringen wir eine Nacht im Les Volets Bleus, einer kleinen Pension in Sallèles-d’Aude, nur wenige Kilometer vom Objekt der Begierde entfernt. Sallèles d’Aude liegt direkt am Canal de jonction, einem Seitenarm des Canal du Midi, nahe Narbonne.

Der Canal de jonction. Foto: Gerhard Drechsler

Sowohl das historische Gebäude (erstmals erwähnt im National-Archiv der Stadt Carcassonne 1576), als auch der fantastische Garten begeistern uns sofort. Es gibt Äpfel, Feigen, Orangen, Zitronen, Pfirsiche, Granatäpfel, weiße und rote Trauben, Mispeln, Aprikosen, Pflaumen, Ananas-Guaven und ein halbes Dutzend Olivenbäume.

Der mediterrane Garten ist groß, aber noch zu bewältigen. Es wachsen Pinien, Zypressen, Palmen, Oleander, Rosen und jede Menge Kräuter. Es gibt eine große Terrasse und einen eigenen Brunnen, 60 cm dicke Steinmauern sorgen sogar im August für ein angenehm kühles Klima im Haus.

Als die Sonne untergeht, zeigt sich das Gemäuer von seiner schönsten Seite. Die Zypressen werfen lange Schatten, die Stimmung auf der Terrasse ist großartig. Die dicken Natursteinmauern leuchten wie unsere Augen. Mit Oliven, Nüssen, Rillettes und einem Glas Blanquette de Limoux machen wir es uns gemütlich und unterhalten uns bis in die Nacht mit den (Noch)-Besitzern.

Eine leuchtende Fassade im Abendlicht. Foto: Hilke Maunder
Eine leuchtende Fassade im Abendlicht. Foto: Gerhard Drechsler

Beim Frühstück am Tag darauf verabreden wir, im Lauf des Sommerurlaubs eine Entscheidung zu treffen, ob wir uns ein Leben in Südfrankreich vorstellen können. Denn schon in der Nacht sind wir uns darüber klar geworden: entweder – oder.

Entweder wir bringen den Mut auf und freuen uns auf ein Rentnerdasein im sonnigen Süden oder wir schlagen uns die Sache ganz schnell aus dem Kopf. Fairerweise wollen wir auch unsere Kinder fragen, was sie davon halten.

Plötzlich ist dann alles ganz schnell gegangen. Eine einstimmige Entscheidung der ganzen Familie im Urlaub (pro Frankreich), ein O.K. der Besitzer, ein gemeinsam unterschriebener compromis de vente, eine Überweisung auf das Treuhandkonto des Notars vor Ort, das war’s im Großen und Ganzen.

Da der zweite Weihnachtstag in Frankreich kein Feiertag ist, konnten wir zur gemeinsamen Unterzeichnung des Hauptvertrages gleich nach Heiligabend via Paris nach Toulouse fliegen und alles klar machen.,Trotz ‚tiefstem Winter‘ ist es hier – gefühlt – eher warm als kalt. Und obwohl den Reben noch jedes Grün fehlt, eines ist klar: Die Schneeschaufel kann auf den Sperrmüll.

Laut Kaufvertrag findet die Schlüsselübergabe exakt vier Monate nach Unterzeichnung des Hauptvertrages statt. Die Vorbesitzer haben das Haus (aus) geräumt, die Zählerstände von Strom und Gas lesen wir kurz gemeinsam ab. Ein Rundgang durch alle Räume ergibt, dass alles so ist wie es sein soll, und wir nehmen drei Ringe voller Schlüssel in Empfang. Dann laufen wir staunend durchs Haus und genießen den Blick vom Balkon auf die Weinfelder …

Der Blick vom Balkon. Foto: Gerhard Drechsler

Die Wochen vor dem Umzug waren hektisch und ziemlich anstrengend. Suche eines bezahlbaren Unternehmens, das unsere Habseligkeiten nach Südfrankreich schafft (obwohl wir 4 Touren mit gemieteten Transportern hinter uns hatten, füllten Möbel und Kartons drei Lieferwägen).

Organisation unseres Abschiedsfestes mit 50 Freunden. Schönheitsreparaturen in der noch zu übergebenden Mietwohnung. Kündigung jeder Menge Verträge. Und zuletzt: Abmeldung bei der Gemeinde, denn ab sofort hatten wir ja keinen Wohnsitz mehr in Deutschland.

Das erste Jahr in Frankreich stand leider deutlich unter den Auswirkungen von COVID-19. Geradezu gespenstisch waren die menschenleeren Straßen und Feldwege, keine Fahrradfahrer, keine Fußgänger – außer im erlaubten, winzigen Radius rund um die Wohnungen.

Allen fiel die Decke auf den Kopf. Eines Tages besuchten uns amerikanisch Nachbarn, die knapp hundert Meter entfernt wohnen, auf ein Glas Rotwein. Sie hatten Wein, eigene Gläser, Stühle und einen Tisch dabei, und wir achteten penibel auf den Mindestabstand (ob es erlaubt war, wußten wir nicht so genau).

Ein gemeinsames Glas Rotwein. Foto: Gerhard Drechsler
Ein gemeinsames Glas Rotwein. Foto: Gerhard Drechsler

Zum Glück wurden eines Tages die Einschränkungen reduziert, das Leben begann, sich zu normalisieren. Handwerker wurden engagiert und kamen oder auch nicht. Wenn ein Handwerker in Südfrankreich sagt, er komme ‚Mitte der Woche‘, kann man davon ausgehen, dass er am Freitag anruft und mit ein paar Mal désolé seinen Besuch auf Mitte nächster Woche verschiebt, wo er dann am Donnerstag anruft …

Zumindest unsere Handwerker kamen selten zum vereinbarten Zeitpunkt. Was sie aber alle mit bestechender Pünktlichkeit machen, ist zu Mittag zu essen. Zwischen 12 und 14 Uhr arbeitet keiner, die Lokale sind voll.

Schön war auch zu sehen, was zwei Maurer, die eine gute Woche bei uns zu tun hatten, aus ihrem Kleintransporter ausluden. Unter anderem Kopfkissen und Decken, auf denen sie mittags ein Schläfchen hielten sowie eine Kühlbox und eine Mikrowelle!

Auch die Organisation einer Baustelle funktioniert anders als in Deutschland. Am ersten Tag werden die Arbeiter vom Chef begleitet, der pausenlos telefoniert und zwischendurch erklärt, was getan werden soll.

Wenn dann der Maurer fertig sein muss, damit der Installateur weitermachen kann, stellt dieser eventuell fest, dass der Ausschnitt in der Stein-Arbeitsplatte für das Spülbecken zu klein ist. Kein Problem. Etwa 1-2 Wochen später kommen Kollegen und flexen ruckzuck einen größeren Ausschnitt in die Platte. Ist uns passiert und hatte dreitägiges Saubermachen zur Folge.

Staub beim Arbeiten. Foto: Gerhard Drechsler

Inzwischen hat sich viel getan. Die Fensterläden strahlen jetzt in frischem Hellblau. Der Dschungel ist zu einem Garten geworden, Günter (Grass ;-)), der Mähroboter sorgt für sattes Grün, im hinteren Bereich des Grundstücks sind zwei Gemüsegärten entstanden, die uns mit Artischocken, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln, vielen Kräutern und scharfen Chilis belohnen.

Der Blick vom Pool zum Haus. Foto: Gerhard Drechsler

Mit André, einem Freund, haben wir ein Fundament betoniert und einen Geräteschuppen aufgestellt. Mit der Hilfe von Nachbar Tom wurde ein Boulodrome angelegt. Aristoteles schaut etwas skeptisch auf den wuchernden Rosmarin, der neben Christines Lieblings-Sitzplatz wächst.

Trampelpfade wurden zu Kieswegen, weitere Obstbäume (bayerische Zwetschge, italienische Kirsche) und Beerensträucher wurden gepflanzt. Seitdem wir die Fruchtfliegen im Griff haben, konnten wir letztes Jahr erstmals über 60 kg Oliven zu einer nahe gelegenen Mühle bringen und im Dezember 12 Flaschen herrliches Öl abholen.

Christines Lieblingsplatz. Foto: Gerhard Drechsler

Aber es gab auch schwierige Situationen zu bewältigen und weniger schöne Erlebnisse zu verarbeiten. Mit Abstand am schlimmsten war die Überschwemmung 2018, kurz vor unserem Umzug, die genau unsere Domaine getroffen hat. Wenn das Wasser 84 cm hoch im Haus steht und nur brauner Schlamm zurückbleibt, kann sich jeder vorstellen, was das bedeutet.

Zum Glück hatten wir eine Versicherung abgeschlossen und nach exakt 364 Tagen wurden wir zu einem großen Teil entschädigt (was wir einer deutsch sprechenden Rechtsanwältin aus Béziers verdanken, ohne die wir wahrscheinlich noch heute auf unser Geld warten würden).

Weniger schlimm, aber sehr unangenehm war, dass letztes Jahr unser gemeinsamer Brunnen plötzlich ausgefallen ist. Unsere Domaine besteht aus 5 Grundstücken, denen ein gemeinsamer Brunnen gehört. Wenn das Wasser aus dem Hahn kommt, denkt man sich nichts, aber wenn es nur noch gurgelt …

In einer gemeinsamen Aktion wurde der Förderschlauch aus dem Stahlrohr gezogen – immerhin 6 Meter lang – und der unterste halbe Meter des Stahlrohres von daumendicken Wurzeln befreit. Nach 2 Tagen mit »Wasser aus dem Eimer« (die Gemeinde hatte lobenswerter Weise sofort reagiert und einen 1.000 Liter Kanister aufgestellt) kam erfreulicherweise wieder Wasser aus dem Wasserhahn.

Für uns war das allerdings ein Warnschuss, denn der Grundwasserspiegel sinkt jährlich und sechs Meter sind nicht viel für einen Brunnen. Deshalb beauftragten wir einen Wünschelrutengänger, der im Hof tatsächlich ausreichend Wasser für zig Jahre in 19 Metern Tiefe fand und einige Wochen später bohrte eine auf forage spezialisierte Firma ein Loch und versenkte, Stück für Stück aneinander geschweißt, ein Stahlrohr im Boden.

Der neue Brunnen wird gebohrt. Foto: Gerhard Drechsler

Unser Frankreich …

heißt, Land und Leute endlich richtig kennen zu lernen;

gibt uns die Gelegenheit, großartige Sehenswürdigkeiten zu besuchen;
bedeutet, Freude daran zu haben, täglich im Garten arbeiten zu dürfen;

heißt, nicht mehr zu den »zweite Kasse bitte-Rufern« zu zählen, da die Wartezeit inmitten lockerer und freundlicher Zeitgenossen und einem kleinen Plausch wie im Flug vergeht;
ist das Vergnügen, auf unzähligen brocantes oder vide greniers zu stöbern;
bedeutet, in Le Somail den schönsten antiquarischen Buchladen der Welt vor der Haustür zu haben;
ist Spaß ohne Ende, wenn man in den Pyrenäen eine völlig neue Form des Skilaufens – ohne Drängler am Lift, ohne Rennsemmeln auf der Piste – erleben kann;
heißt, beste Lebensmittel verarbeiten zu dürfen;
heißt, auf der Autobahn entspannt mit maximal 130 dahin zu rollen;
bedeutet, jeden Sommer in Carcassonne ein open-air-Konzert eines französischen Chansonniers zu besuchen;
ist das Privileg, mit sandigen Füßen die besten Austern zu schlürfen;
ist ein Pool, der nur durch die Kraft der Sonne im Mai schon 25° hat;
ist die Erkenntnis, dass man das Geld besser im Restaurant liegen lässt als beim Autohändler;
und ist vor allem, Zeit zu haben für die Dinge, die man wirklich gerne tun möchte.

Das Antiquariat Le trouve tout du livre in Le Somail. Foto: Gerhard Drechsler
Im Lift bei Les Angles. Foto: Gerhard Drechsler
Am Étang du Doule. Foto: Gerhard Drechsler
Carcassonne im November. Foto: Gerhard Drechsler
Köstlich: eine tarte aus Feigen. Foto: Gerhard Drechsler
In der Abbaye de Fontfroide. Foto: Gerhard Drechsler

Aber das allerbeste ist, Kinder zu haben, die genauso begeistert von unserem neuen Lebensabschnitt sind, wie wir selbst.

Die fröhlichen Drechslers. Foto: privat

Zu den schönsten Nebenbeschäftigungen zählt für uns alle das Kochen. So ist nach zwei Jahren intensiver Beschäftigung mit Pfanne und Fotoapparat bei BOD unser erstes Kochbuch erschienen: „Kochen auf La Broutte. Rezepte aus dem Süden“. Da uns support your local dealer sehr wichtig ist, bitten wir alle Interessierten, es beim Buchhändler des Vertrauens zu bestellen, aber es ist natürlich auch beim Urwaldriesen am Lager, und dort kann man auch ein bisschen reinlesen.

Vielleicht möchten Sie noch mehr über die Umgebung von La Broutte wissen, oder Sie planen einen Urlaub in der Nähe von Narbonne und hätten gerne ein paar Empfehlungen zu Restaurants oder eine kleine Übersicht guter Weine der Gegend?

Oder Sie verzweifeln an den Hürden, die es gibt, wenn man ein gebrauchtes Fahrzeug kaufen und nach Frankreich importieren möchte?  Dann klicken Sie einfach hier: klick*

Reisen Sie in Gedanken zu uns, erfreuen Sie sich an Bildern des ländlichen Südfrankreich und schauen Sie uns bei unserem Alltag über die Schulter!

Und wenn Sie mit dem Gedanken spielen, nach Süd-Frankreich zu kommen, ob jedes Jahr in Ihr Ferienhaus oder ein für alle Mal, so wie wir, tun Sie’s! Es erwartet Sie ein Land voll von freundlichen, entspannten Menschen, herrliche Strände, bestes Essen, richtiger Sommer und noch vieles mehr.

À bientôt ,

Christine & Gérard

*Zu meiner Webseite und den den dort beschriebenen Weinen, Restaurants, etc.: Alle Weine habe ich im Fachhandel, bei Supermärkten, auf den Weingütern gekauft, alle Restaurants normal besucht und immer brav die Rechnungen bezahlt. Es gibt keinerlei Sponsoring.


Der Beitrag von Christine und Gerhard Drechsler ist ein Gastartikel in einer kleinen Reihe, in der alle, die dazu Lust haben, ihre Verbundenheit zu Frankreich ausdrücken können. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Frankreich, Erlebnisse, Gedanken. Ihr wollt mitmachen? Dann denkt bitte daran: 

• Bitte keine PDFs.

• Text: per Mail in Word, Open Office oder per Mail. Denkt daran, euch mit ein, zwei Sätzen persönlich vorzustellen.

• Fotos: bitte möglichst im Querformat und immer in Originalgröße. Bitte schickt sie mit www.WeTransfer.com (kostenlos & top!) gebündelt mir zu – oder EINZELN ! – per Mail. Bitte denkt an ein Foto von euch – als Beitragsbild muss dies ein Querformat sein.

Vor der Veröffentlichung erhaltet ihr euren Beitrag zur Voransicht für etwaige Korrekturen oder Ergänzungen. Erst, wenn ihr zufrieden seid, plane ich ihn für eine Veröffentlichung ein. Merci ! Ich freue mich auf eure Beiträge!

 

 

Merci fürs Teilen!

5 Kommentare

  1. Liebe Familie Drechsler, auch meine Handwerker kamen selten zum vereinbarten Zeitpunkt…
    ich habe so gelacht , über die wirklich gute Beschreibung der Renovierungsarbeiten. Es war mir nichts fremd. Besonders typisch ist der stets laut telefonierende Chef , der sich nach maximal 1 h in ein Nichts auflöst, Ich habe mir nach einiger Zeit zur Angewohnheit bei schwerer Nichterreichbarkeit gemacht, zum jeweiligen Betrieb zu fahren und mich ins Büro zu setzen bis die gewünschte Reaktion erfolgt ist.

    Ich habe ein Altstadthäuschen renoviert , wo ich irgendwann feststellte, dass der mir empfohlene Handwerker während der Renovierung mein Erdgeschoss als Lager für weitere Baustellen in der Altstadt nutzte, nur weil ich ihm den Schlüssel überreicht habe. Bei mir ging es nicht voran, aber irgendwo in der Altstadt hat sich jemand über einen Handwerker mit guter Infrastruktur gefreut. Als er mir daraufhin nicht mehr den Schlüssel übergeben noch sein Material entfernen wollte, habe ich ihm das ganze Material in die Altstadtgasse gestellt.
    Dafür habe ich alleine 2,5 h benötigt! Das Geschrei war groß, aber selbst die flugs von ihm herbeigerufene Polizei kam nach 2 h zu der Auffassung, dass mir der Schlüssel überreicht werden müsse. Es entzog sich auch nicht einer gewissen Situationskomik!
    Vielen Dank für den tollen Bericht

    • Liebe Kathrin,
      ich glaube, das kennen wir alle. Die fast ohne Ausnahme liebenswerten Handwerker sind nicht die zuverlässigsten. Wobei ich von Geschichten aus Portugal gehört habe … da kommt noch eine gewisse Trägheit dazu. Als Film kann ich Ihnen ‚A Year in Provence‘ von Peter Mayle empfehlen. Ist leider nur noch antiquarisch zu bekommen, z. B. bei amazon.com. Die Handwerker-Szenen sind zum Brüllen. Als Buch ist es auf Deutsch ‚Mein Jahr in der Provence‘ bei vielen Anbietern erhältlich.
      Danke für den netten Kommentar und alles Gute!

  2. Liebe Drechsler, danke für den liebevollen Beitrag. Liebe Hilke, danke, dass du den tollen Beitrag veröffentlicht hast.
    Wenn wir noch kein Haus im Languedoc hätten, würden wir jetzt eines suchen.
    a bientôt MaXel Marie und Axel

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