Frankreich Energiewende: die Erneuerbaren
La transition écologique: So nennt Frankreich seine Energiewende. Die erneuerbaren Technologien übernehmen dabei eine ine klar definierte Brückenfunktion. Sie sollen das Loch im Energiemix stopfen, bis die bestehenden Kernkraftwerke saniert oder neue Großreaktoren erbaut sind.
Der ökologische Wandel in Frankreich erfolgt damit grundlegend anders als in Deutschland. . Während die Bundesrepublik auf eine vollständige Dekarbonisierung durch Wind und Sonne setzt, dienen die Erneuerbaren jenseits des Rheins als Flankierung der nuklearen Renaissance. Mehr über das Wiedererstarken der Atomkraft in Frankreich bei der Energiewende ist hier zu lesen. Auch beim rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien gibt es deutliche Unterschiede zu Deutschland.
Grüne Energie als Brücke
Im Dezember 2024 ging mit Flamanville 3 erstmals wieder ein neues AKW ans Netz. Der erste der angekündigten neuen EPR2-Reaktoren wird frühestens 2038 ans Netz gehen. Daher forcierte Präsident Emmanuel Macron den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie dienen als Brückentechnologien auf dem Weg zur CO₂-Neutralität bis 2050. Nachdem das Land im Jahr 2020 mit einem Anteil von 19,3 Prozent das selbst gesteckte Ziel von 23 Prozent noch verfehlt hatte, wurde die regulatorische Basis durch das Beschleunigungsgesetz ( Loi d’accélération des énergies renouvelables ) 2023 neu geschaffen.
Geldquelle Differenzverträge
Drehen sich Windräder und scheint die Sonne, druckt die Natur Geld für den Staat. In den Jahren der Energiekrise spülten Windkraft- und Fotovoltaikanlagen rund 15 Milliarden Euro in die Staatskasse. Möglich machen dies sogenannte Differenzverträge ( Contracts for Difference ). Im Kern enthalten solche Verträge diese Vereinbarung: Liegen die Strompreise unterhalb des Vertragspreises, erhalten die Anlagenbetreiber vom Staat einen Ausgleich. Liegen sie höher, müssen sie die Mehrerlöse an den Staat zurückzahlen – ein Mechanismus, der dem französischen Staatshaushalt in Hochpreisphasen massive Einnahmen sicherte.
Energiewende: Auf diese Erneuerbaren setzt Frankreich
Windkraft in Frankreich
Onshore (an Land)
Rund 13.000–14.000 Windräder drehen sich in Frankreich und erzeugen jährlich rund 48,5 Milliarden Kilowattstunden (48,5 TWh) Windstrom, was 25,5 GW installierter Leistung entspricht – 23,5 GW Onshore + 1,5 GW Offshore. Die im Gesetz über den Energiewandel vorgesehenen Ziele für grünes Wachstum sind in einer mehrjährigen Energieplanung (Programmation pluriannuelle de l’énergie, PPE) festgelegt. Bis 2050 soll die Zahl der Windräder an Land verdoppelt werden. Da jedoch der gesellschaftliche Widerstand in vielen Regionen massiv ist, verlagerten sich die staatlichen Prioritäten zunehmend auf den Ausbau auf See.
Um die Akzeptanz an Land zu erhöhen, wurden finanzielle Beteiligungsmodelle und direkte Vergünstigungen beim Strompreis für Anwohner eingeführt. Ein Windpark bringt Steuereinnahmen für die Standortgemeinde, den Gemeindeverband, das Departement und die Region. Der Betreiber des Windparks muss mehrere Arten von lokalen Steuern zahlen:
- Die Pauschalsteuer für Netzunternehmen (Imposition Forfaitaire pour les Entreprises de Réseau, IFER)
- Die Steuer auf bebaute Grundstücke (Taxe Foncière sur les Propriétés Bâties (TFPB)
- Die Grundsteuer auf die Gebäude bzw. Flächen, die vom Unternehmen genutzt werden (Contribution Foncière des Entreprises, CFE)
- Die Steuer auf den Mehrwert der Unternehmen (Contribution sur la Valeur Ajoutée des Entreprises, CVAE).
Offshore (auf See)
Rund 5.500 Kilometer Küste besitzt Frankreich am Ärmelkanal, am Atlantik und am Mittelmeer. Doch erst im September 2022 weihte Präsident Macron den ersten Offshore-Windpark Frankreichs ein. Planung und Fertigstellung des Parc éolien en mer de Saint-Nazaire dauerten insgesamt zehn Jahre – fast doppelt so lange wie in Deutschland oder Großbritannien.
Mittlerweile hat die französische Offshore-Industrie jedoch erheblich an Fahrt aufgenommen:
- Der Pionierpark von Saint-Nazaire liefert mit seinen 80 Turbinen und einer Leistung von 480 Megawatt (MW) verlässlich Strom für rund 700.000 Menschen.
- Der Windpark Saint-Brieuc in der Nordbretagne (496 MW) ist vollständig am Netz.
- Im Windpark von Fécamp, der auch von den Klippen bei Étretat zu sehen ist, liefern 71 Siemens Gamesa Turbinen (je 7 MW) eine Leistung von 500 MW. d
- Als wichtiger Meilenstein folgten die Inbetriebnahme des Parks von Courseulles-sur-Mer und die fortgeschrittenen Arbeiten am bislang größten Projekt: Das Riesenprojekt Centre Manche 1 vor dem normannischen Cotentin bei Barfleur befindet sich im Bau. Ab den frühen 2030er-Jahren soll es mit einer Leistung von einem Gigawatt (GW) rund 800.000 Haushalte versorgen.
Frankreich plant, bis 2030 insgesamt 18 GW Offshore-Windenergie zu installieren. Bis 2050 soll die Kapazität auf 45 GW erhöht werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die CO₂-Neutralität zu erreichen.
Mehr zu Offshore-Windkraft: www.eoliennesenmer.fr
Wasserstoff
Bei der Einweihung des ersten französischen Offshore-Windparks präsentierte Präsident Macron als Meilenstein der Energiewende eine technologische Weltpremiere: die erste schwimmende Plattform für die Produktion von Wasserstoff auf hoher See. Vor der Küste von Le Croisic testet Lhyfe auf dem Offshore-Testgelände SEM-REV der Centrale Nantes die erste Offshore-Wasserstoffproduktionsanlage der Welt und nutzt dazu die vor Ort erzeugte Windenergie.
Bei einer Elektrolyse werden dort die Wassermoleküle (H₂O) aufgebrochen und in ihre einzelnen Bestandteile, sprich Wasserstoff (H₂)- und Sauerstoffmoleküle (O), aufgeteilt. Mit diesem Wasserstoff sollen Regionalbahnen, Lastwagen, Traktoren und Gabelstapler abgasfrei angetrieben werden.
Nach der erfolgreichen anderthalbjährigen Testphase des Prototyps, der täglich 440 Kilogramm grünen Wasserstoff produzierte, befindet sich die Technologie nun in der Skalierungsphase. Die Nachfolgeplattformen weisen eine vervielfachte Produktionskapazität auf. Die Wasserstoffproduktion auf See ist aufgrund des direkten Strombezugs im industriellen Maßstab hocheffizient und gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung der französischen Schwerindustrie.
Mehr: https://de.lhyfe.com
Sonnenenergie
Im sonnenreichen Süden des Landes ist auch die Solarenergie ein wichtiger Baustein der Energiewende. Frankreich gewinnt Strom mit Solarenergie auf zweierlei Weise. Bei der thermodynamischen Solarenergie verwandelt sich eine hohe Hitze in nutzbaren Strom – und liefert Wärme gleich mit, die für die Heizung im Haushalt oder die Warmwasserbereitung genutzt werden kann.
Thermodynamische Solarenergie
In Frankreich gibt es derzeit drei Standorte, die thermodynamische Solarenergie nutzen: die Solarkraftwerke von Odeillo (1 MW) und Llo (9 MW) in den Ostpyrenäen und das Solarkraftwerk in La Seyne-sur-Mer (0,01 MW). Der Sonnenofen von Odeillo ist mit 3.000 Quadratmetern Spiegeln der größte der Welt. Er wird nicht kommerziell genutzt, sondern dient einzig und allein der Forschung. Wissenschaftler untersuchen dort das Verhalten keramischer und metallurgischer Stoffe bei extremen Temperaturen.

Photovoltaische Solarenergie
Bei der photovoltaischen Solarenergie verwandeln Solarzellen, die in Paneelen integriert sind, das Sonnenlicht in Strom. Der Anteil von Sonnenstrom im Energiemix, der Anfang der Dekade noch bei rund 3 Prozent lag, wurde durch massive Zubauprogramme deutlich gesteigert. Hotspots für Fotovoltaikanlagen sind besonders die Regionen im Süden des französischen Festlands. Fast 70 Prozent der Kapazitäten befinden sich in den vier Regionen Nouvelle-Aquitaine, Occitanie, Auvergne-Rhône-Alpes und Provence-Alpes-Côte d’Azur.
Energiewende: Best Practice
Seit Juli 2023 müssen in Frankreich Plarkplätze mit mehr als 80 Stellplätzen mit Solaranlagen überdacht werden. So sollen bis zu elf Gigawatt Leistung erzeugt werden.

Biomasse
Die energetische Nutzung von Biomasse ist bei der Energiewende in Frankreich die wichtigste Quelle für erneuerbare Wärme und grünen Strom. Sie macht mehr als 55 Prozent der gesamten Endenergieproduktion aus dem erneuerbaren Sektor aus. Der Strom aus Biomasse wird vor allem lokal erzeugt und deckt meist gleichzeitig den Bedarf an Wärme und Strom. Die Biomasse stammt aus den Wäldern, der Landwirtschaft, den Grünabfällen privater Haushalte, der Gastronomie, der Lebensmittelindustrie und des Einzelhandels. Selbst Klärschlamm liefert sauberen Strom.
Hochburgen der Stromerzeugung aus Biomasse sind die vier Regionen Île-de-France (317 MW), Nouvelle-Aquitaine (326 MW), PACA (293 MW) und Grand Est (236 MW). Sie stellen mehr als 50 Prozent des erzeugten Biomasse-Stroms. Auch die Überseedépartements sind in die Energiewende Frankreichs eingebunden. Führend bei Biomasse ist die Île de la Réunion. Die tropische Insel im Indischen Ozean nutzt ihre reichlichen Biomasse-Ressourcen, insbesondere die Bagasse aus der Zuckerrohrproduktion.

Geothermie
Auch die Wärme der Erde will Frankreich für seine Energiewende nutzen und treibt dazu den Ausbau von Geothermie voran. Auf Guadeloupe betreibt die Gesellschaft Géothermie Bouillante in Bouillante seit mehr als zwei Dekaden eine Anlage mit mittlerweile erweiterten Kapazitäten.
Das erste geothermische Kraftwerk in Kontinentalfrankreich befindet sich in Soultz-sous-Forêts im Elsass. Dort wird eine exploitation minière de la chaleur (bergbauliche Wärmewinnung) betrieben. Sie erzeugt jährlich 12.000 MWh Strom, was dem Stromverbrauch von etwa 2.400 Wohnungen entspricht. Das Kraftwerk nutzt die Enhanced Geothermal System (EGS)-Technologie. Bei ihr wird Wasser in die Tiefe gespritzt. Dort kommt es mit heißem Gestein in Berührung und wird dabei auf fast 200 °C erwärmt.
Geothermie-Lizenzen
Für die tiefe Geothermie gibt es in Frankreich Nieder- und Hochtemperatur-Aufsuchungslizenzen. Hochtemperatur-Gebiete bergen geothermische Reservoirs, in denen 180 – 350 °C heißes Wasser entweder flüssig, dampfhaltig oder eine Mischung aus beiden (Zwei-Phasen-Mischung) vorliegt.
Hochtemperatur-Geothermie
Besonders vielversprechend für Hochtemperatur-Geothermie ist ein vulkanisches Umfeld. Für die Hochtemperatur-Lizenzen sind besonders das Elsass, der Rhônegraben als Fortsetzung des Oberrheingrabens, das Massif Central und das Vorlandbecken der Pyrenäen interessant. TLS, Storengy und Fonroche sind bei der Entwicklung der Geothermie in Frankreich führend.
Ein strategisch entscheidender Nebeneffekt rückt die Geothermie immer stärker in den Fokus der Industriepolitik: In Riom (Département Puy-de-Dôme) und im Elsass koppeln Betreiber die Erdwärmegewinnung mit der Extraktion von Lithium aus dem Tiefenwasser. Dieser umweltschonend geförderte Rohstoff ist eine Schlüsselkomponente für die europäische Batterie- und E-Auto-Produktion.
Mittlere Geothermie
Bei der mittleren Energie-Geothermie wird die Wärme direkt aus Aquiferen genutzt, die sich in einer in einer Tiefe von 400 bis 2500 Metern befindet. Aquifere sind Gesteinskörper mit Hohlräumen, durch die Grundwasser geleitet werden kann. Diese Erdwärme wird in Frankreich für Fernwärme über Wärmenetze oder für die direkte Nutzung verwendet. Sie beheizt Gewächshäuser, Schwimmbäder und Thermalbäder, Aquakulturen und Trockner.
Niedrigenergie-Geothermie
Die Niedrigenergie-Geothermie nutzt eine Erdwärme von 30 bis 90 °C. Nahe an der Oberfläche wird sie vor allem für Wärmepumpen von Privathaushalten genutzt. Bohrungen können jedoch auch bis weit über 2000 Meter in die Erde führen. Bei den Niedertemperatur-Lizenzen ist das Pariser Becken führend. Dort werden jetzt nach den bisherigen Erschließungen im Dogger (mittleres Jura) neue Aquifere in der Trias, und damit der ältesten Periode des Erdmittelalters (Mesozoikums) evaluiert. In den Fokus der Geothermie sind auch die einstigen Bergbauregionen von Hauts-de-France geraten. Bei Valenciennes wurden in zwei Kilometern Tiefe Temperaturen von mehr als 80 Grad Celsius gemessen. Storengy will bei Bordeaux im Südwesten von Frankreich in 1.700 Meter Tiefe Wärme gewinnen.
Hydroenergie (Wasserkraft)

Die klassische Wasserkraft an Flüssen und Stauseen ist traditionell die zweitwichtigste Stromquelle des Landes. Auch die Kraft der Tiden spielt dank der rund 5.500 Kilometer langen Küstenlinie Frankreichs bei der Energiewende eine große Rolle. An der Atlantikküste nutzt Frankreich die Gezeitenströme des Ozeans, um sauberen Strom zu erzeugen. Dort konzentrieren sich die vielen erneuerbare Meeresenergie-Technologie vor allem an der Nordwestküste. Dort sind die Strömungen besonders stark – und ist der Tidenhub besonders hoch.
Gezeitenturbinen
In der Bretagne wurde eine Sabella D10-Turbine zwischen den Inseln Molène und Ouessant versenkt. Zwischen den beiden Inseln drängt sich die Passage du Fromveur mit bis zu 4 m/s (8 Knoten) hindurch. In 55 Meter Tiefe wandelt eine Turbine die Kraft dieser Meeresströmung in 1 MW Strom um. Die erste französische Wasserkraftanlage speist seit 5. November 2015 ihre Energie ins Inselnetz der Île d’Ouessant ein.
Normandy Hydro
Das Projekt Normandie Hydro will die Meeresströmung des Raz Blanchard nutzen. Er ist einer der stärksten Gezeitenströme Europas. Die Testphasen in dieser acht Meilen langen Meerenge zwischen Alderney und La Hague bereiteten den Weg für kommerzielle Großprojekte, die langfristig bis zu 2 GW Leistung erbringen sollen. Die erste Anlage mit einer Leistung von 7-20 MW soll den Weg ebnen für größere Projekte. Seit 2012 betreibt EDF im bretonischen Paimpol-Bréhat Frankreichs größtes Testfeld für Gezeitenturbinen. Auf offener See – und mit Netzanschluss an Land – wurden dort in den letzten zehn Jahren mehrere Generationen von Gezeitenturbinen getestet. Nach einem ersten Prototyp mit einer Leistung von 0,5 MW wird heute dort derzeit eine 1 MW-Turbine getestet.

Das Rance-Gezeitenkraftwerk
Zu den Pionieren der Tidenstrom-Technologie gehört die usine marémotrice de la Rance. Seit 1966 nutzt das Gezeitenkraftwerk an der Mündung der Rance die Gezeitenströmung des Atlantiks, der an dieser Stelle einen Tidenhub von mehr als acht Metern aufweist. Ein deutlich kleinerer Anteil seiner Leistung kommt aus der ablaufenden Strömung der Flussmündung. Das Kraftwerk speiste 1967 erstmals Strom ins Netz ein und war damit das erste kommerziell genutzte Gezeitenkraftwerk der Welt. Mit seiner Spitzenleistung von insgesamt 240 MW war es mehr als 40 Jahre lang mit großem Abstand das größte Kraftwerk dieser Art weltweit
Wellenenergie
Die Wellenenergie nutzt den swell, sprich, die Bewegung der Wellen. Sie entstehen, wenn der Wind über das Meer weht, und können über lange Strecken diese Energie transportieren und zur Küste bringen. Die Wellenenergie wird insbesondere im Rahmen des durch das Programm für Zukunftsinvestitionen geförderten Projekts S3 an der École centrale de Nantes mit Single Buoy Moorings Inc. (SBM) und IFP Energies nouvelles (IFPEN) entwickelt, das darauf abzielt, einen Wellenenergie-Demonstrator auf der Grundlage elektroaktiver Polymere zu realisieren und unter realen Bedingungen zu testen.
Thermische Meeres-Energie
Die thermische Energie der Meere eignet sich besonders für Meereswärmekraftwerke in Frankreichs Überseedepartements. Dort sind die Temperaturgradienten zwischen dem warmen Oberflächenwasser und dem kalten Wasser in der Tiefe größer sind als im Hexagon. Als Pionier fungiert Martinique mit seinem NEMO-Projekt. NEMO (New Energy for Martinique and Overseas) ist ein schwimmendes Meereswärmekraftwerk mit einer Nettoleistung von 10,7 MW vor der Küste von Bellefontaine.
Das Projekt wurde im Juli 2014 von der Europäischen Kommission im Rahmen der europäischen Projektausschreibung New Entrant Reserve 300 (NER 300) ausgewählt.Der Standort ist ideal: Vor Bellefontaine erstreckt sich in 5,3 Kilometer vor der Küste ein großer Meeresgraben. NEMO soll dabei helfen, Martinique energieunabhängig zu machen. Das Pilotprojekt versorgt 35.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie.
Sea Water Air Conditioning (SWAC)
Bei diesem Klimatisierungssystem wird die Kälte über ein Netz erzeugt, das Wasser aus großer Tiefe speist. Diese Technologie ist vor allem in den Frankreichs tropischen Gebieten und Überseegebieten interessant, wo die Klimaanlagen eine Herausforderung für die Energiesysteme darstellen.
Frankreichs Klimaplan für die Energiewende
Frankreich hat seine Klimaziele im Rahmen der nationalen Strategie zur Energiewende konsequent verschärft. Der Plan verpflichtet das Land, bis 2030 den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu senken. Bis 2027 sollen die letzten beiden Kohlekraftwerke Frankreichs ihren Betrieb einstellen sollen.
Die Kohlekraftwerke Cordemais mit 1.160 MW an der Loire bei Nantes und Saint-Avold im Nordosten nahe Saarbrücken sollten ursprünglich bereits 2022 heruntergefahren werden. Angesicht der Energiekrise des Winters 2022/23 entschloss sich Regierung entschied allerdings im November 2022, die Laufzeit der alten Anlagen zu verlängern und an der Kohleverstromung festzuhalten. Heute ist geplant, beide Standorte im Zuge der Energiewende vollständig auf den umweltfreundlichen Betrieb mit Biomasse umzurüsten. Bis 2027 soll zudem die Wärmepumpenproduktion verdreifacht werden.
Im Web
Global Energie Tracker
So sieht es mit der Energiewende weltweit aus – Daten und Karten zu jedem Player im Energiemix.
• https://globalenergymonitor.org
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