Die Kreativen von L’Isle-sur-la-Sorgue
L’Isle-sur-la-Sorgue, besticht durch seine malerischen Kanäle, historische Wasserräder und zahlreiche Antiquitätenmärkte, die der charmanten Kleinstadt im Herzen der Provence eine einzigartige, lebendige und romantische Atmosphäre verleihen.
Überall plätschert und gurgelt es. Glasklar fließt die Sorgue über die Grasbetten im Fluss. Sie treibt alte Schaufelräder an, hüpft über ein kleines Wehr, rauscht unter Brücken hindurch und umarmt das alte Herz von L‘Isle-sur-la-Sorgue. Kleines Venedig der Provence nennt sich das Städtchen im Vaucluse. Und auch: La Venise Comtoise.
Das Leben in L’Isle-sur-la-Sorgue folgt dem Rhythmus eines Flusses, dessen Ursprung nur sieben Kilometer flussaufwärts in einer der mächtigsten Karstquellen der Welt liegt. In Fontaine-de-Vaucluse quillt die Sorgue aus einem 315 Meter tiefen Gouffre. Mit einer konstanten Temperatur von 13 °C fließt sie in die Stadt und verzweigt sich dort in fünf Hauptarme.
Diese natürliche Klimaanlage sorgt dafür, dass die Luft in den Gassen auch bei provenzalischer Sommerhitze überraschend kühl und sauerstoffreich bleibt. Das kalkhaltige, mineralstoffreiche Wasser begünstigt das Wachstum dichter, langer Grasbetten, die unter der Oberfläche wie grüne Mähnen in der Strömung schwingen und dem Fluss seine charakteristische, smaragdgrüne Färbung verleihen.

Die heute malerisch anmutenden Schaufelräder waren über Jahrhunderte die Motoren der lokalen Wirtschaft. Im 19. Jahrhundert drehten sich zur Blüteuzeit fast 70 Wasserräder im Stadtgebiet. Sie trieben Getreide-, Öl- und Papiermühlen an, vor allem aber die Maschinen der Textilindustrie. L’Isle-sur-la-Sorgue war ein Zentrum der Seidenraupenzucht und Wollverarbeitung.
1808 gründete Charles Tiran mit seinem Schwiegersohn Laurent Vian die Manufacture Brun de Vian-Tiran. Noch heute produziert direkt am Ufer der Sorgue und verarbeitet in achter Generation Naturfasern. 1961 wurde hier die erste Mohairdecke gewebt. Heute werden auch Alpaca, Kamel, Lama, Kaschmir, Cashgora und Yangir verarbeitet.
Die Kunst des Gleichgewichts: Négo-Chin
Für den Fischfang nutzten die Einheimischen einst flache, kiellose Holzboote. Ihr provenzalischer Name Négo-Chin bedeutet übersetzt Hund ertränken – eine Anspielung auf die extreme Instabilität des Gefährts. Die Fischer steuern diese Boote noch heute bei traditionellen Festen im Stehen, indem sie sich mit einer langen Holzstange, dem Partès, vom steinigen Flussbett abstoßen. Diese Technik ermöglichte es, in den flachen, verkrauteten Seitenarmen der Sorgue lautlos Forellen und Aale zu fischen.
Frankreichs Trödel-Hochburg
Es ist herrlich, durch die Straßen von L’Isle-sur-la-Sorgue zu schlendern, wo das Rauschen des Wassers nie weit ist. Zwischen Schaufelrädern und Street-Art, Terrassencafés und Trödelshops ist L’Isle-sur-la-Sorgue wie geschaffen dazu, die Seele baumeln zu lassen, zu schauen und sich inspirieren zu lassen.
Das provenzalische Städtchen gilt nach Paris als der wichtigste Trödel- und Antiquitätenmarkt Frankreichs. Mehr als 300 ständige Antiquitäten- und Trödelhändler haben hier das ganze Jahr über geöffnet. Händler wie Bruno Langlois verkaufen Schränke und Tische, Stoffe und Textilien, Gemälde und Grafiken in Geschäften, die mitunter bis unter die Decke mit Altem und Antiken vollgestopft sind.
Die Île aux brocantes vereint 40 Antiquitätenhändler. Fast doppelt so groß ist das Village des Antiquaires mit rund 70 Ausstellern. Es ist der größte und älteste Trödelmarkt von L’Isle-sur-la-Sorgue.

Frankreichs Antiquitäten-Fest
Doch das ist noch lange nichts im Vergleich zum großen Antiquitätenfest, das L’Isle-sur-la-Sorgue seit 1966 zweimal im Jahr – zu Ostern und zu Mariä Himmelfahrt am 15. August – feiert: die Foire Internationale des antiquités et de la brocante ! Von edlem Antiken bis zu teurem Nippes gibt es bei den ausstellenden Händlern (fast) alles.
1966 initiierten Albert Gassier, René Légier und ihren Ehefrauen die erste Messe. 14 Händler nahmen damals mit Mobilar und Kunst an der Messe teil. Heute zeigen 200 Aussteller aus Frankreich und Europa gemeinsam mit den rund 250 Antiquitäten-, Kunst- und Dekogeschäften der Stadt im Parc Gautier und in den Antiquitätendörfern ihre Objekte und hoffen auf zahlreiche Käufer unter den 100.000 Besuchern der Messe.

Für die Schätze von einst ist der Geburtsort des Dichters René Char (1907 – 1988), der in der Résistance gegen die deutsche Besatzung kämpfte, berühmt. Chrystèle Gavelle sorgt dafür, dass auch die aktuelle Kreation und das Schaffen der Kunsthandwerker und Künstler wahrgenommen wird.


Sie hat ungewöhnliche Hunde an die Hausecke der Rue de la République gestellt, große schwarze Kläffer aus Kautschuk-Stiefeln. Jeden Tag putzt sie die „Haustiere“.
Die Hunde sollen Neugierige in den Impasse Hôtel de Palerme locken. Dort versteckt sich, ganz am Ende der Sackgasse, La Manufacture. 23 Designer haben sich dort zusammengetan. Der concept store zeigt ihre Werke.

La Manufacture: Schaufenster der Kreativen
Fantasievolle Drahtskulpturen von Isabeau Chirat tummeln sich auf der weißen Wand. Simbolocci hat Blüten, Blätter und Brokkoli getrocknet, vergoldet und in Glashauben gestellt – poetische, zarte Kompositionen des Lebens.

Doch nicht nur ästhetische Deko- und Designobjekte verkauft La Manufacture. Sondern auch Dinge, die tagtäglich den Alltag verschönern. So wie die Unikate von MOOM-Design. Seine Geldbörsen sowie seine kleinen und großen Taschen sind bewusst minimalistisch gestaltet und klar in der Form. So betonen seine Kreationen die Schönheit des Materials: die Maserung des Leders und die feinen Oberflächen von Stoff.
Upcycling ganz stylisch
Poub’Art hat Küchenreiben, Telefone und andere Objekte recycelt zu ungewöhnlichen Leuchten. Brillen aus Holz findet ihr bei Ludovic Donat-Magnin von Arka Creations. Seit seiner Kindheit ist der gelernte Tischler von Holz fasziniert. Heute fertigt er daraus Filigranes. Neben Brillen-Unikaten gehören dazu auch Fliegen und Manschettenknöpfe fürs Herrenhemd.
Chrystèle Gavelle fertigt aus Gold, Silber und Edelsteinen stilvollen Schmuck. Auch bei ihr, der Gründerin von LadyBird Créations, sind die meisten Schmuckstücke Unikate. Ihren Keramikschmuck brennt sie bei einer Temperatur von 1000 bis 1300 Grad. In den Ton mischen sich Materialien, die sie auf ihren Reisen hier und da gesammelt hat: Stoff, Glas, Holz und Samen.
Schmuck und Mode
Feminin und zeitlos nennt Christelle Laydevant ihre Mode, die sie seit 2010 für ihr Label SONGO in Marseille in kleinen Serien herstellt und in L’Isle-sur-la-Sorgue bei La Manufacture ausstellt. Als Accessoires fertigt sie dazu zarten, farbenfrohen Schmuck aus Halbedelsteinen per Hand.
Für eine typisch provenzalische Note sorgen die Lavendel-Präsente von Elsa Lenthal bei La Manufacture. Was dort an jungem, frischem Design zu sehen ist, ist in Vielfalt und Qualität erstaunlich!
Was für Märkte!
La Manufacture ist ein Kleinod in L’Isle-sur-la-Sorgue, wo Gassen und Kanäle sich verflechten. Treppen führen hinunter zu den Waschhäusern. Cafés und Restaurants haben die Kais am Fluss erobert.
L’Isle-sur-la-Sorgue ist trotz allen Trubels ein wahrhaft bezaubernder Ort. Donnerstag- und Sonntagvormittag könnt ihr euch entlang der Kanäle mit Obst und Gemüse, regionalem Käse oder Wein eindecken.
Einmalig ist der Markt, der alljährlich am ersten Sonntag im August stattfinet. Dann könnt ihr auf dem schwimmenden Markt von L’Isle-sur-la-Sorgue die besten lokalen Produkte erstehen. Und dabei auch die Négo Chin, die typischen Boote des Dorfes, bewundern.
Aus dem Gewirr der Dächer erhebt sich der offene Geläut der Collégiale Notre-Dame-des-Anges. Hinter einer schlichten Fassade im Stil des südfranzösischen Klassizismus verbirgt das weiß getünchte Gotteshaus einen der prunkvollsten Barockinnenräume der Region. Mehr als 200 geschnitzte und vergoldete Engelsskulpturen schmücken das Kirchenschiff. Diese Opulenz des 17. Jahrhunderts dokumentiert den historischen Reichtum der Stadt, der durch die strategische Lage zwischen den Handelswegen der Vaucluse und der Wasserkraft der Sorgue entstand.

Zeitreise mit Lichtplatte
Immer wieder überrascht L’Isle-sur-la-Sorgue. Und so habe ich bei einem meiner Besuche auch gleich neben La Manufacture einen Fotografen entdeckt, der Menschen wie zur Urgroßvaters Zeiten fotografiert. Artur Loboda nimmt für seine Aufnahmen historische Plattenkameras, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts in Mode kamen. Diese nutzten Glasplatten, die hauchdünn mit einer Emulsion beschichtet waren. Diese lichtempfindliche Platte kam in die Kamera.
Artur Loboda wurde in Polen geboren. Dort wuchs er mit Familienfotoalben auf. Als Schüler erhielt er seine erste 6×6-Kamera: die „Start“. Mit ihr begann eine große Leidenschaft. Artur studierte Fotografie an der Akademie der Schönen Künste in Poznan, schloss das Studium mit einem Master of Photography ab und ging nach Schottland, wo er Grafikdesign studierte.
Nach drei Jahren dort merkte Artur: Ihm fehlte das Licht. Ihn zog es in den Süden, in die Provence, ins Mekka der Fotografie. Dort gründete Arthur seine Firma bodart studio – Boda nannte ihn bereits seine Mutter. Auf Spanisch bedeutet boda heiraten – und seit 2011 hat Artur mehr als 200 Hochzeiten fotografiert.Die Fotos, die Artur damit heute fertigt, scheinen völlig aus der Zeit gefallen – und wirken doch modern. Sie sind das wohl ungewöhnlichste Souvenir aus dem Sorgue-Städtchen!

L’Isle-sur-la-Sorgue: meine Reise-Infos
Hinkommen
Mit der Bahn
Die TER-Regionalzüge der SNCF sind die stressfreieste und schnellste Verbindung. Die Gare de L’Isle-sur-la-Sorgue – Fontaine-de-Vaucluse liegt nur ca. 5 bis 10 Gehminuten vom Stadtzentrum und den großen Antiquitätenmärkten entfernt.
- Ab Avignon: Vom Bahnhof Avignon-Centre (nicht TGV-Bahnhof!) fahren regelmäßig Regionalzüge der Linie Avignon – Fontaine-de-Vaucluse – L’Isle-sur-la-Sorgue – Thor. Die Fahrt dauert ca. 25 bis 30 Minuten.
- Ab Marseille: Es gibt Direktverbindungen vom Hauptbahnhof Marseille-Saint-Charles (Richtung Avignon via Cavaillon). Die Fahrtzeit beträgt etwa 1 Stunde und 30 Minuten.
Mit dem Bus
Das regionale Bussystem in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur heißt ZOU!. An Markttagen – vor allem sonntags – sind die Busse oft sehr voll, und die Haltestellen im Zentrum können aufgrund der Straßensperrungen verlegt sein.
- Linie 906: Diese Linie verbindet Avignon (Busbahnhof/Gare Routière direkt am Bahnhof Centre mit L’Isle-sur-la-Sorgue. Der Bus ist oft günstiger als der Zug, braucht aber je nach Verkehr etwa 45 bis 60 Minuten.
- Linie 913: Verbindet L’Isle-sur-la-Sorgue mit Cavaillon.
Kreative Adressen
Artur Loboda
Portrait- und Familienfotos wie zu Urgroßomas Zeiten.
• Bodart Studio, Impasse de l’hôtel de Palerme, Tel. 06 73 23 31 90, www.bodartstudio.com
La Manufacture
• 21, impasse de l’hôtel de Palerme, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 04 32 62 11 13, www.lamanufacture84.com, April – August tgl. 10 – 19 Uhr, Sept. – Dez., März Di – So.

Villa Datris
Das einstige Stadthaus der für ihre Textilien bekannte Maison Biehn wandelte sich im Juni 2011 zur Villa Datris. Als Stiftung für zeitgenössische Kunst präsentiert sie in ihrem typisch provenzalischen Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert am Ufer der Sorgue jedes Jahr eine neue Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Kunst. Hinter der Stiftung stehen Danièle Marcovici, Geschäftsführerin einer Verpackungsfirma, und ihr Lebensgefährte, der Architekt Tristan Fourtine. Beide hegen eine große Leidenschaft für das aktuelle Kunstschaffen.
Auf 1.700 Quadratmetern sind Arbeiten von anerkannten Künstlern als auch von Nachwuchstalenten zu sehen. Ihre zeitgenössischen Skulpturen aus allen Materialien sind draußen im Hof und den Gärten sowie drinnen auf zwei Stockwerken zu bewundern.
• 7, avenue des Quatre Otages, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, 04 90 95 23 70, www.fondationvilladatris.com
Schlemmen & genießen
Le Café de France
Das Café de France ist eine Institution – und sehr beliebt, seit Willy Ronis das älteste Café des Städtchens auf seinen Bildern verewigt hat. Der berühmte Pariser Fotograf hatte sich 1972 in L’Isle-sur-la-Sorgue niedergelassen.
• 14, place de la Liberté, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 04 90 38 01 45, https://cafedefrance-cafe.business.site
Le Jardin du Quai
In einem wunderschönen Garten verwöhnen euch Stéphanie und Daniel Hébet mit kreativer Provence-Küche. Im Sommer blüht der Oleander!
91, avenue Julien Guigne, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 04 90 20 14 98, www.jardinduquai.com

Le Vivier
Le Vivier ist das Sternelokal der Stadt und erfreut sich einer Terrasse direkt an der Sorgue. Patrick Fischnaller hatte lange in Großbritannien für Lokale der Conran-Gruppe gearbeitet, ehe er 2005 mit seiner Frau Céline nach Frankreich zurückkehrte. Seine Küche ist so raffiniert wie kreativ. Jedes Gericht ist auch für die Augen purer Hochgenuss.
• 800, cours Fernande Peyre, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 04 90 38 52 80, www.levivier-restaurant.com
Le Carré d’Herbes
Traditionelle provenzalische Küche mit Forelle, Rind, Schwein und Lamm.
• 13, avenue des quatre otages, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 04 90 38 23 97, www.lecarredherbes.fr
Hier könnt ihr schlafen
La Maison sur la Sorgue*
Marie-Claude und Frédéric waren einst Marketingberater in Paris. 2002 kauften sie im Geburtsort von Marie-Claude ein Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert und verwandelten es in das schönste und edelste Boutiquehotel der Stadt. Es versteckt sich hinter hohen Mauern. Ein schweres Tor öffnet sich zu einem Innenhof mit einer eindrucksvollen Platane.
Hinauf zu den Gästezimmern führt eine alte Steintreppe mit schmiedeeisernem Geländer. Auf der Galerie weicht es einem modernen Eisengeflecht von Yannick Peyronnet. Pflanzen inspirierten das originelle Design des Kunstschmieds aus Pernes-les-Fontaines. So wie an der Treppe verschmelzen modernes Design und altes Erbe auch in den geräumigen Zimmern, in der Lobby und dem Speisesaal. Heraus kommt ein edles, einzigartiges Wohlfühlambiente.
• 6, rue Rose Goudard, 84800 L’Isle-sur-la-Sorgue, Tel. 06 87 32 58 68, www.lamaisonsurlasorgue.com
Maison Artishow*
Mitten in der Stadt und direkt am Ufer des Flusses verwandelten Zahara und Marc-Antoine ein Stadtpalais aus dem 12. Jahrhundert in ein außergewöhnliches Gästehaus. Eine steinerne Wendeltreppe führt hinauf zu vier luxuriösen Suiten, geräumige 60 bis 80 Quadratmeter groß. Zum Standard der vier Suiten gehören 2 x 2 Meter große Betten, WLAN, TV, Zimmersafe und Kühlschrank
Mobiliar und Deko sind ausgesucht im Design: Vorhänge von Piero Fornasetti, Nachttischlampen von Arne Jacobsen, Schaukelstühle von Eames….
Im letzten Stock führt die Treppe auf eine Terrasse mit Whirlpool und Liegefläche mit Blick auf die ganze Stadt und die Region. Wer mag, schwimmt im überdachten, beheizten Schwimmbad gegen den Strom.
• 9, Rue Denfer Rochereau, 84 800 L’Isle sur la Sorgue, Tel. 04 32 61 07 95, mobil 06 30 08 68 55, www.maisonartishow.com
Geöffnet vom 15. April bis 15. November. Das Haus kann wochenweise komplett gemietet werden. Bei Bedarf ist ein Haushalts‐ und Kochservice verfügbar. Parkplatz in der Nähe.
Noch mehr Betten*
In der Nähe
Fontaine-de-Vaucluse
Nur rund 15 Minuten von L’Isle-sur-la-Sorgue entfernt liegt das Dorf, das dem Département seinen Namen gab: Fontaine-de-Vaucluse. Dort entspringt auch die Sorgue in einem Quelltopf. Nach Regenfällen ist das Sprudeln der Sorgue im Gouffre de la Fontaine-de-Vaucluse besonders beeindruckend. Die Quelle ist die stärkste Frankreichs und die fünftstärkste weltweit.
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