Auf den Spuren der Päpste in der Provence

Die Tour Saint-Jean in Avignon. Foto: Hilke Maunder
Die Tour Saint-Jean in Avignon. Foto: Hilke Maunder

Wie ein Rhombus liegt es im unteren Rhônetal: das Land der Popen in der Provence. Mehr als hundert Jahre machten sie Avignon und sein Umland zum Mittelpunkt des Christentums. Nicht mehr Rom, sondern Avignon regierte ab 1309 die Glaubenswelt.

Hinter seiner 4,5 km langen Stadtmauer, die bis heute die Altstadt fast vollständig umschließt, residierten sieben Päpste und die beiden Gegenpäpste Clemens VIII. (1378 – 1394) und Benedikt XIII (1394 – 1423).

Eine Festung der Glaubens-Macht: der Papstpalast von Avignon. Foto: Hilke Maunder
Eine Festung der Glaubens-Macht: der Papstpalast von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Erst mit dem Konzil von Konstanz und der Absetzung bzw. Abdankung dreier Päpste wurde die Spaltung der Kirche beendet und der Italiener Oddo di Colonna als Papst Martin V. von allen als oberster Hirte der Gläubigen anerkannt.

Avignon als Epizentrum des Christentums hatte 1417 ausgedient. Die Herrschaft als Landbesitzer in Frankreich indes endete für die Päpste erst mit der Französischen Revolution. 1791 entschieden sich die Bewohner des Comtat Venaissin in einem Volksentscheid für den Anschluss an Frankreich.

Der Innenhof des Palais des Papes von Avignon. Foto: Hilke Maunder
Der Innenhof des Palais des Papes von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Die Päpste reagierten empört, hatten sie doch das Plebiszit nicht autorisiert, und forderten selbst noch auf dem Wiener Kongress 1815 die Wiederherstellung des französischen Kirchenstaates. Doch da waren das Comtat Venaissin und die Gebiete von Avignon und Orange längst in das 1793 gegründete Département Vaucluse aufgegangen…

Was die römische Antike und die Päpste  zwischen den Ausläufern des Mont Ventoux, dem Hochplateau  der Vaucluse und dem breiten Urstromtal der Rhône, den Wein- und Lavendelfeldern, weiten Wäldern und klaren Wasserläufen, hinterlassen haben, gehört heute zum UNESCO-Welterbe.

Das Hôtel des Monnaies auf der Place du Palais. Foto: Hilke Maunder
Das Hôtel des Monnaies auf der Place du Palais. Foto: Hilke Maunder

Die Hauptstadt der Päpste

Vom kostenlosen Großparkplatz auf der Île de la Barthelasse, einer 700 ha großen Flussinsel in der Rhône, pendeln kostenlose Shuttlebusse zur Porte de l’Oulle. Hinter dem betriebsamen Einfallstor zur Altstadt öffnet sich die Place Crillon mit zahlreichen Straßencafés im Schatten der Ancienne Comédie d’Avignon, die 1732 als erste Bühne der Stadt errichtet worden war – vorher hatte es in Avignon keinen eigenen Theaterbau gegeben.

Warum auch? Theater funktioniert auch open-air. Wie gut, beweist Avignon alljährlich in den drei letzten Juliwochen, wenn sich die Altstadt innerhalb des Mauerrings in eine einzige farbenfrohe Freilichtbühne verwandelt.

Eine 4,5 km lange Stadtmauer umschließt bis heute fast vollständig die Altstadt von Avignon. Foto: Hilke Maunder
Eine 4,5 km lange Stadtmauer umschließt bis heute fast vollständig die Altstadt von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Neben dem “In”-Aufführungen des Festival d’Avignon im Palais des Papes, im Karmeliterkloster und anderen Spielorten gibt es Hunderte „Off“-Aufführungen. Private, häufig noch unbekannte Theatergruppen aus Europa und Übersee hoffen so auf gute Kritiken und den Durchbruch ins Theatergeschäft.

Straßentheater, frech, provokativ oder absurd, schräge Happenings, Clownerien oder Ein-Mann-Shows. Jeder hat dann seinen Auftritt. Gespielt wird rund um die Uhr, auf Plätzen und Straßen, in Hinterhöfen, in Parks, Cafés und an den Ufern der Rhône.

Avignon. Foto: Hilke Maunder
Für den Apéro trifft man sich auf den Plätzen von Avignon. Und mit etwas Glück treten dann auch Straßenkünstler auf. Foto: Hilke Maunder

Volksnah vor dem Couvent des Cordeliers in der Rue de Teinturiers, avantgardistisch-elitär im Theatercafé Tache d`Encre. Auf der Bühne des Théâtre du Chien Qui Fume zeigt das Ensemble des „rauchenden Hundes“ mittags „Crue et Nue“, nachts „Yanne a marre“.

Der Place des Carmes, benannt nach einem Karmeliterinnen-Kloster, von dem nur ein kleiner Kreuzgang übrig blieb, ist das Zentrum des Quartier Balance, des früheren Zigeunerviertels. Sonnabends gastiert der Blumenmarkt, sonntags lockt „brocante”, Trödel, leider teuer.

Das Théâtre du Centre findet ihr in der Rue Louis Pasteur. Foto: Hilke Maunder
Das Théâtre du Centre findet ihr in der Rue Louis Pasteur. Foto: Hilke Maunder

Während des Festivals wird auch dieser Platz zur Bühne. Die anderen Monate ist das Cloître des Carmes Bühne für Tanz, Theater und Konzerte. Ausgelassen tobt der Festivaltrubel auch auf der Place de l’Horloge. Eine Tiefgarage schluckt die Autos, ein nostalgisches Karussell dreht seine Runden. Alt und jung schlecken Eis.

Und schlendern durch eine schmale Gasse vorbei am Hôtel des Papes zur schönsten Kulisse der Stadt: der Place du Palais des Papes. Abweisend, eher einer Festung ähnlich, erhebt sich der riesige Komplex des Papstpalastes hinter der Bühne.

Die Place du Palais mit dem Musée du Petit Palais. Foto: Hilke Maunder
Die Place du Palais mit dem Musée du Petit Palais. Foto: Hilke Maunder

Eine Burg mit Türmen und Zinnen, winzigen Fenstern: militärisch-streng der Palais Vieux, kühler Prunk beim Palais Neuf. Flammen zerstörten fast die gesamte Inneneinrichtung, die sich nicht an christlicher Askese, sondern höfischer Prachtentfaltung orientierte.

Ungeheuer prunkvoll erhalten ist jedoch die benachbarte Kathedrale mit Wand- und Deckenmalereien, korinthischen Kapitellen, gedrehten Säulen und einer vergoldeten Madonna, die auf dem Turm im Sonnenlicht funkelt.

Avignon: Avignon: So seht ihr die Stadt von der berühmten Brücke! Foto: Hilke Maunder
Seit Jahr(zehnt)en sitzt dieser Mann an der Rampe zum Domberg und musiziert. Foto: Hilke Maunder

Zwischen Papstpalast und Place de l’Horloge eröffnete 2017 im Palais Calvet de la Palun, zuletzt herrschaftliches Domizil der Banque de France, das Carré du Palais als Schaufenster der Côtes-du-Rhône-Weine.

Ihr könnt dort eine Weinschule besuchen, die Tropfen an der Weinbar verkosten, bei kulinarischen Workshops die Harmonie von Wein und Speisen entdecken – und, falls ihr zu tief ins Glas geschaut hab, auch gleich hier übernachten. Denn zum Komplex gehören auch sechs Suiten, nobel wie die Weine.

Eine Brücke in 3 D

Sur le pont d'Avignon, on y danse... : die berühmte Brücke gehört heute zum Welterbe. Foto: Hilke Maunder
Sur le pont d’Avignon, on y danse… : die berühmte Brücke gehört heute zum Welterbe. Foto: Hilke Maunder

Nördlich an die Kathedrale schiebt sich der Kalkkegel des Rocher des Doms als Aussichtskanzel an da Ufer der Rhône. Aus der Höhe gelingt es besser, sich den Pont St-Bénézet mit seinen 22 Bögen vorzustellen, die einst die Rhône überspannten.

Seit 2016 verrät auch eine 3-D-Rekonstruktion in der Ausstellung „Le Pont retrouvé“ auf der berühmten Brücke, wie sie um 1550 ausgesehen hat. Heute sind von der einst 900 m langen Passage nur noch vier Bögen und eine Kapelle, die dem Heiligen Nicolas gewidmet ist, erhalten.

Die Bogenbrücke Pont Saint-Bénézet ist das Wahrzeichen von Avignon. Foto: Hilke Maunder
Die Bogenbrücke Pont Saint-Bénézet ist das Wahrzeichen von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Auf der berühmten Brücke, heute nur noch ein Rumpf mit kleiner Kapelle, wurde übrigens nie „sur le pont“ getanzt. Das tat man auf der Île de la Barthelasse, wo heute Einheimische und Urlauber im Restaurant Le Bercail bei provenzalischer Küche oder Holzofenpizza im letzten Sonnenlicht den Blick auf den Fluss und die Skyline der Stadt genißen.

Und auf die berühmte Brücke, die Avignon mit dem 1293 gegründeten Städtchen Villeneuve-lez-Avignon im Heiligen Römischen Reich verband.

In der Doppelkapelle des Pont Sant-Bénézet ist oben Nikolaus von Myra, unten der heilige Bénézet geweiht. Foto: Hilke Maunder
In der Doppelkapelle des Pont Sant-Bénézet ist oben Nikolaus von Myra, unten der heilige Bénézet geweiht. Foto: Hilke Maunder

Später verband sie die Papststadt mit dem Königreich Frankreich   – die französische Krone ante portas vor der Kurie. Die Kardinale, die in Avignon keinen Wohnsitz fanden, störte das wenig: Sie errichteten in kürzester Zeit 15 livrées, prachtvolle Residenzen.

Und nach diesem “Pflichtprogramm”? Lasst euch treiben! Bummelt durch Kopfsteingassen, die stattliche Patrizierhäuser säumen. Stöbert in Boutiquen, genießt das Flair dieser lebendigen wie alten Stadt. Und entdeckt die Kreativen von Avignon.

Die untere Kapelle der Pont Saint-Bénézet. Foto: Hilke Maunder
Die untere Kapelle der Pont Saint-Bénézet. Foto: Hilke Maunder

Kunst von alt bis Avantgarde

Aktuelle und alte Kunst: Die vielen Museen von Avignon sind voll davon! Die Sammlung von Yves Lambert, der Avignon 559 zeitgenössische Kunstwerke vermachte, ist dank des Zusammenschlusses von zwei 300 Jahre alten Stadtpalästen seit 2016 auf doppelter Fläche zu sehen.

Das Hôtel de Caumont zeigt aktuelle Ausstellungen. Auditorium, Empfangssaal und “Project Room” dienen als Event-Fläche. Die Dauerausstellung der Collection Lambert im Hôtel de Montfaucon lädt zur Zeitreise von den Sechzigern bis heute.

Avignon, Collection Lambert. Foto: Hilke Maunder
Collection Lambert. Foto: Hilke Maunder

Zu den Schätzen des Pariser Avantgarde-Galeristen gehören Arbeiten von Robert Ryman, Cy Twombly, Nan Goldin oder Bruce Nauman. Jean-Michel Basquiat und Julian Schnabel stehen für die Achtziger. Die 2000er-Jahre werden von Künstlern wie  Douglas Gordon, Louis Jammes und Idriss Kahn dokumentiert. Beide Palais sind für mich zudem eine wunderschöne Verbindung zwischen alter Architektur und moderner Kunst!

In der Altstadt von Avignon. Foto: Hilke Maunder
In der Altstadt von Avignon. Foto: Hilke Maunder

Wir laufen durch die kleine, ruhige Grünanlage Square Agricol Perdiguier am Temple St-Martial – und stehen dann plötzlich, etwas verdutzt, wieder im Trubel der Rue de la République. Das Shopping auf der betriebsamen Einkaufsmeile von Avignon zwischen Bahnhof und Rathaus dominieren Filialen landesweiter Ketten.

Die Kreativen von Avignon: Mistinguett. Foto: Hilke Maunder
Die Kreativen von Avignon: Mistinguett. Foto: Hilke Maunder

Kleine, individuelle Geschäfte, hippe Boutiquen und alteingesessene Fachgeschäfte wie Mouret, wo seit 1860 tout Avignon seine Hüte kauft, findet ihr eher in den Altstadtgassen.

Die Rue Bonneterie bringt euch direkt zu den Markthallen von Avignon. Trinkt dort doch einmal einen Café oder Wein… und stimmt euch so ein aufs nächste  Ziel in der Provence der Päpste!

Verkäuferin in der Markthalle von Avignon mit Banon-Käse. Foto: Hilke Maunder
Verkäuferin in der Markthalle von Avignon mit Banon-Käse. Foto: Hilke Maunder

Die Weine der Päpste

1316 wurde ein kränklicher Mann von den Kardinälen als Nachfolger von Papst Clemens V. gewählt, die insgeheim auf eine kurze Amtszeit des 70-Jährigen hofften. Als Sommerresidenz wählte der neue Papst Johannes XXII. ein kleines Örtchen auf halbem Wege nach Orange, knapp 20 km nördlich von Avignon: Châteauneuf-du-Pape.

Châteauneuf-du-Pape: Ruine des Schlosses der Päpste von Avignon. Foto: Hilke Maunder
Châteauneuf-du-Pape: Ruine des Schlosses der Päpste von Avignon. Foto: Hilke Maunder

1313 begannen die Bauarbeiten an seinem Schloss, 1350 die Anlage des päpstlichen Weinbergs, dessen Tropfen Johannes noch bis ins hohe Alter genießen konnte – erst nach 18 Jahren im Amt verschied er mit 89 Jahren. Das Schloss wurde in den Religionskriegen des 16. Jahrhundert zerstört, der Wein weltberühmt.

Pastelfarbene Fensterläden und Feldstein: die Farben des Südens in der Altstadt von Châtaeuneuf-du-Pape. Foto: Hilke Maunder
Pastelfarbene Fensterläden und Feldstein: die Farben des Südens in der Altstadt von Châtaeuneuf-du-Pape. Foto: Hilke Maunder

Auf kalkhaltigen Kiesböden ragen auf 3100 ha seine meist nur kniehohen Weinstöcke von Erzeugern wie Château de Beaucastel, Château La Nerthe, Domaine du Vieux Télégraphe und Domaine du Pégau auf, deren Cuvées Kultstatus unter Weinkennern besitzen. Abgefüllt werden ihre AOC-Weine in Flaschen, die bis heute an die päpstliche Weinbautradition erinnern: mit den gekreuzten Schlüsseln Petri und der Tiara, der Papstkrone aus drei Kronen.

Châteauneuf-du-Pape: Flaschenparade auf der Fassade. Foto: Hilke Maunder
Châteauneuf-du-Pape: Flaschenparade – selbst auf der Fassade. Foto: Hilke Maunder

Auf der Place de Portail, die im Volksmund nur Place de la Fontaine genannt wird, verrät eine Übersichtskarte, welche 22 Winzer ihre Keller für Degustationen geöffnet haben – im Örtchen selbst sind allerorten Weinkästen und Demoflaschen als Hinweise zur Weinprobe an Hauswände, Treppen und Mauern genagelt.

Weinverkauf in der Altstadt von Châteauneuf-du-Pape. Foto: Hilke Maunder
Weinverkauf in der Altstadt von Châteauneuf-du-Pape. Foto: Hilke Maunder

Papst Johannes XXII. war es auch, der 1317 das Gebiet rund um Valréas kaufte und unter die Autorität des Heilligen Stuhls stellte. Noch heute ist Valréas die Hauptstadt der  Enclave des Papes.

Der Trüffelmarkt von Richerenches. Foto: Hilke Maunder
Der Trüffelmarkt von Richerenches. Foto: Hilke Maunder

Drei Kommunen gehören ihr an. In Richerenches werden von November bis März auf einen großen Trüffelmarkt die Diamanten der Welt für teures Geld verkauft.   Visan ist ein typisches Winzerdorf. Und auch Grillon mit seiner mittelalterlichen „bourg“ auf einem Hügel ist ebenfalls ein Einsprengsel im Département Drôme.

Enclave des Papes: Weinberg bei Visan. Foto: Hilke Maunder
Enclave des Papes: Weinberg bei Visan. Foto: Hilke Maunder

Der Garten der Päpste

Mit dem Comtat Venaissin besaßen die Päpste nicht nur ein landschaftlich sehr abwechslungsreiches, sondern auch sehr fruchtbares Hinterland – einen Garten Eden, in dem Trauben, Aprikosen, Kirschen und Erdbeeren gediehen, Oliven zu erstklassigem Öl gepresst und Lavendel auf den Hochebenen am Mont Ventoux geerntet wurde. Bis heute macht die Vielfalt der Erzeugnisse die großen Wochenmärkte von Carpentras und Vaison-la-Romaine zu den wohl schönsten Märkten der Provence.

Vaison la Romaine: Fotos zieren die Feldsteinwände der alten Bourg. Foto: Hilke Maunder
Schwarzweiß-Fotos zieren die Feldsteinwände der alten Bourg. Foto: Hilke Maunder

Wer durch die Haut-Bourg von Vaison-la-Romaine bummelt, wird mit großen Schwarz-Weiß-Fotografien, die auf den Natursteinwänden der mittelalterlichen Wohnhäuser hängen, mit einem weniger bekannten Aspekt des avignonischen Papsttums bekannt gemacht: den Juden des Comtat.

Am Brunnenplatz der alten Bourg von Vaison-la-Romaine findet ihr ein charmantes Hotel. Foto: Hilke Maunder
Am Brunnenplatz der alten Bourg von Vaison-la-Romaine findet ihr ein charmantes Hotel. Foto: Hilke Maunder

Als die ersten großen Pestepidemien in Europa ausbrachen, wurden die Juden als Sündenböcke verfolgt und zu Tausenden getötet, da sie angeblich die Brunnen vergiftet hätten.

Die Burgruine der Bourg von Vaison-la-Romaine. Foto: Hilke Maunder
Die Burgruine der Bourg von Vaison-la-Romaine. Foto: Hilke Maunder

Papst Clemens VI. indes stellte sich mit einer Bulle hinter die Juden. Die gewährte Religionsfreiheit auf dem Territorium der Päpste ließ große jüdische Gemeinden in Avignon, Cavaillon und Carpentras entstehen, wo sich Frankreichs älteste Synagoge unauffällig in den Maurice-Charretier-Platz einfügt.

Warum die Päpste die Templer verfolgten, aber Toleranz bei den Juden zeigten? Sie waren eine tragende Stütze der päpstlichen Wirtschaftspolitik…

Von der Burgruine eröffnen sich weite Blicke auf Vaison-la-Romaine. Foto: Hilke Maunder
Von der Burgruine eröffnen sich weite Blicke auf Vaison-la-Romaine. Foto: Hilke Maunder

Die Provence der Päpste: meine Reisetipps

Schlemmen & genießen

Agape

Sehr angesagt ist derzeit das Restaurant Agape im Faucon-Viertel. Im Sommer ist gegrillte Dorade der Hauptgang des Abendmenüs, im Winter krosses Schwein vom Mont-Ventoux.

• 21, place des Corps Saints, 8400 Avignon, Tel. 04 90 85 04 06, www.restaurant-agape-avignon.com

Le Goût du Jour

Traditionelle französische Hausmannskost interpretiert Richard Corre modern, frisch und leicht.
• 20, rue Saint-Étienne, Tel. 04 32 76 32 16, www.legoutdujour84.com

Le Bercail

Eines der wenigen Restaurants, wo ihr in Avignon mit Blick auf die päpstliche Stadt direkt an der Rhône speisen könnt.
• rue des Cannotiers, Île de la Barthelasse, Avignon, Tel. 04 90 82 20 22 162, www.restaurant-lebercail.fr

Le Bercail auf der Île de la Barthélasse. Foto: Hilke Maunder
Le Bercail auf der Île de la Barthélasse. Foto: Hilke Maunder

Maison Ripert

Im nostalgischen Dekor der einstigen Patisserie begeistert Cedric Preud’homme mit moderner Bistroküche.
• 28, rue Bonneterie, Tel. 04 90 27 37 97, www.facebook.com/maisonripert

Shopping

Les Halles

An der Fassade eine grüne Wand, drinnen ein Schlaraffenland der Genüsse. In der Markthalle von Avignon bieten 40 Händler regionale Erzeugnisse an: Papalines aus Schokolade, Zucker und Oreganolikör, Kutteln und Würste, Oliven, Trüffel, Gemüse und Kräuter. Wie sie verarbeitet werden, zeigen Hobby- und Profiköche in der Petite Cuisine des Halles samstags um elf Uhr (außer August).
• Place Pie, avignon-leshalles.com, Di. – Fr. 6.00 – 13.30 , Sa./So 6 – 14 Uhr

In der Markthalle von Avignon findet ihr auch die lokale Spezialität "caillettes". Foto: Hilke Maunder
In der Markthalle von Avignon findet ihr auch die lokale Spezialität “caillettes”. Foto: Hilke Maunder

Kreative Mitbringsel

Einen guten Überblick über die Design- und Kunstszene von Avignon bietet das Online-Portal Les Fabricateurs, deren Mitglieder auch beim jährlichen Festival Parcours des Arts im Oktober teilnehmen. Ein Faltblatt, beim Office de Tourisme erhältlich, lädt ein, die Künstler auf einem Spaziergang zu entdecken.

Übernachten

Hôtel de l’Horloge*

Topzentral gelegenes Dreisternehaus, das internationale Gäste – vor allem Engländer – anlockt. Gefrühstückt wird bei üppigem Büffet im Nebengebäude.
• 1, Rue Félicien David, 84000 Avignon, Tel. 04 90 16 42 00, www.hotel-avignon-horloge.com

Cloître Saint-Louis*

Erst Jesuitenseminar, später Armeehospital und Altersheim, heute Kulturzentrum und Viersternehotel: Der Cloître Saint-Louis hat wechselvolle Zeiten erlebt. Seine 85 Hotelzimmer befinden sich sowohl im alten Kloster wie im Neubau von Jean Nouvel.
• 20, rue du Portail Boquie, Tel. 04 90 27 55 55, www.cloitre-saint-louis.com

Hôtel Médiéval*

Eine monumentale Treppe führt im Altstadthotel zu den 35 nostalgisch-komfortablen Zimmern.
• 15, rue Petite Saunerie, Tel. 04 90 86 11 06, www.restaurant-lebercail.com

Hôtel Saint-George*

800 Meter außerhalb der Altstadt punktet das Hôtel Saint-George mit modernen sauberen Zimmer, gutem Frühstück und privatem Parkplatz.
• 12, Traverse de l’Etoile, Tel. 04 90 88 54 34, www.hotel-saint-george.com

***

Ferme de Palumiane*

Drei Ferienwohnungen und mehrere Gästezimmer auf einem ehemaligen Weingut, das immer noch Rebenland umgibt. Für Entspannung sorgt ein Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool und Schwimmbad; wer nicht kochen möchte, kann eine table d’hôte, ein gemeinsames Essen mit den Gastgebern Christelle und Stéphane buchen – und im Winter an einem Trüffelwochenende teilnehmen.
• 600,  Chemin de Château Vert, F – 84820 Visan, Tel. 04 90 41 94 51

Gefällt euch der Beitrag? Dann sagt merci mit einem virtuellen Trinkgeld. Denn Werbebanner oder sonstige Promotions sind für mich tabu. Ich setze auf Follower Power. So, wie Wikipedia das freie Wissen finanziert. Unterstützt den Blog. Fünf Möglichkeiten gibt es.

Weiterlesen

Im Blog

Ein Wochenende in Avignon

Euren Reiseplan für ein wunderschönes Wochenende oder drei erlebnisreiche Tage in Avignon gibt es hier!

Im Buch

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas „Provence“*

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Provence

In meinem DuMont-Bildatlas „Provence“* stelle ich in sechs Kapiteln zwischen Arles und Sisteron die vielen Facetten der Provence vor. Ihr erfahrt etwas vom jungen Flair zu Füßen des Malerberges, vom Weltstadttrubel an der Malerküste, dem weißen Gold aus der Pfanne oder einer Bergwelt voller Falten.

Specials und Themenseiten verraten euch, welche großen Probleme der Lavendel hat, wo ihr Slow Food genießen – oder ihr ganz aktiv das Sonnenreich im Süden erleben könnt.

Zum Beispiel beim Mountainbiken, Malen, Paddeln, Wandern oder Wildbaden. Hinzu kommen Serviceseiten mit allen Infos, persönlichen Tipps und großer Reisekarte. Wer mag, kann den Band hier* direkt bestellen.

Bilderreise durch Südfrankreich*

DuMont-Bildband SüdfrankreichLe Grand Sud nennen die Franzosen die weite Region ihrer Mittelmeerküste. Gemeinsam mit Klaus Simon und Rita Henß als Co-Autoren präsentiere ich im DuMont Südfrankreichdie vielen Facetten des Südens zwischen der Provence und den Pyrenäen in unterhaltsamen Stories und auf Infoseiten.

Großformatige Bildseiten machen diesen Band zu einem tollen Geschenk für Frankreich-Freunde. Oder euch selbst! Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen..

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem mehrfach umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps, neue Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zum Wanderungen unter Wasser. Und damit ihr Frankreich noch besser versteht, gibt es natürlich auch viel  Hintergrund zu Frankreich und seinen Menschen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

* Durch den Kauf über den Referral Link kannst Du diesen Blog unterstützen und werbefrei halten. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. Ganz herzlichen Dank – merci !

Châteauneuf-du-Pape, Épicerie. Foto: Hilke Maunder
Auf dem Weg zur Burg von Châteauneuf-du-Pape kommt ihr an dieser Épicerie vorbei. Foto: Hilke Maunder
Merci für's Teilen!

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Von der Seine an die Côte: der Mythos der Nationale 7 - Mein Frankreich
  2. Schlemmer-Rhône: Le Bercail - Mein Frankreich

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.