Australien: Frankreichs Spuren auf dem 5. Kontinent

Im westaustralischen Busselton weist dieses Schild den Weg nach Paris. Foto: Hilke Maunder
Im westaustralischen Busselton weist dieses Schild den Weg nach Paris. Foto: Hilke Maunder

Lange vor James Cook entdeckten Holländer und Franzosen wie Baudin, Hamelin, Freycinet und d’Entrecasteaux Australien und hinterließen einen French touch auf dem fünften Kontinent.

Bereits 1606 hatte der niederländische Entdecker Willem Janszoon die Westseite der Cape York-Halbinsel im tropischen Nord-Queensland kartografiert.

Ebenfalls aus den Niederlanden kam Abel Tasman, der Tasmanien 1642 entdeckte. Wie Frankreich den fünften Kontinent erlebte, verrät ein Tagebuch, das im Frühjahr 2023 bei Christie’s in London versteigert wurde.

Die Cape-York-Halbinsel bei Cooktown. Foto: Hilke Maunder
Die Cape York-Halbinsel bei Cooktown. Foto: Hilke Maunder

Das spektakuläre Tagebuch

Es berichtet von der ersten verifizierten französische Sichtung Australiens im Jahr 1687. Verfasst wurde es vom leitenden Schiffsarzt der königlichen Flotte Ludwigs XIV. namens Brémond.

Er war bei seiner zweiten französischen Reise nach Thailand (damals: Siam) an Bord der L’Oiseau mitgesegelt, eines von fünf Schiffen unter Leitung von Kapitän Abraham Duquesne-Guitton. Am 1. März waren sie in Brest in Richtung Kapstadt aufgebrochen und von dort am 28. Juni weiter nach Batavia (Jakarta) weitergereist.

Eine Woche heftiger Stürme trennte das Schiff jedoch von den anderen Schiffen. L’Oiseau trieb es ostwärts und erreichte völlig unerwartet Westaustralien nördlich der Mündung des Swan River.

Die erste Sichtung

Brémond erblickte am 4. August 1687  die terres auxtralles.

Ich war einer der ersten, der sie zusammen mit dem Kaplan sah, als wir auf dem Achterdeck spazieren gingen. Auf den ersten Blick dachten wir, es seien ein paar Schiffe, aber als wir in kurzer Zeit mit hoher Geschwindigkeit dahinsegelten, sahen wir, dass es Felsen waren,

In dem Moment, als wir sagten: ‚Da ist Land‘, kam Herr Duquesne zu uns, und wir sagten ihm, dass wir gerade Land gesehen hätten; er kletterte zu seiner großen Überraschung auf die Hauptwanten [und] stellte fest, dass es stimmte. Plötzlich waren alle sehr überrascht, denn alle saßen nebeneinander.

Der Chirurg fügte hinzu, dass er und der Kapitän darüber spekulierten, ob das Land bewohnt sei und von welchen Menschen.

Die Mündung des Swan River bei Fremantle. Foto: Hilke Maunder
Die Mündung des Swan River bei Fremantle. Foto: Hilke Maunder

Bei Christie’s versteigert

Der Leiter der Abteilung Bücher und Manuskripte bei Christie’s in London, Thomas Venning, bezeichnete das Tagebuch als einen „extrem seltenen“ Fund, da es vermutlich die einzige Aufzeichnung aus dem 17. Jahrhundert und die früheste Aufzeichnung Australiens ist, die zum Verkauf steht.

Das Tagebuch wurde über Christie’s Private Sales mit einem Startgebot von 350.000 £ (397.569 Euro) versteigert. Das Tagebuch befand sich bis 2012 im Besitz einer westfranzösischen Familie. 2 Historiker haben das Manuskript als die 33. bestätigte Sichtung der australischen Küste durch ein europäisches Schiff bestätigt.

Französische Australien-Entdecker

Zur Zeit des Absolutismus entdeckten nahezu zeitgleich Frankreich und Großbritannien den fünften Kontinent. Und gerne wird in Frankreich behauptet, um ein Haar wäre Australien französisch geworden… wenn nicht die Schiffspost verloren gegängen wäre.

Captain James Cook erkundete Australien für die britische Krone. Erst 18 Jahre später, 1788, erklärte die britische Krone formell ihre Souveränität über das Land durch die Gründung der Kolonie New South Wales.

Lapérouse an der Botany Bay

Verkehrsknoten von Sydney: der Circular Quay von Port Jackson. Foto: Hilke Maunder
Verkehrsknoten von Sydney: der Circular Quay von Port Jackson. Foto: Hilke Maunder

Rund 100 Jahre nach Brémond war Jean-François de Galaup, Comte de Lapérouse, im Jahr 1785 mit seinen beiden Schiffen L’Astrolabe und La Boussole im Auftrag der Krone in den Nord- und Südpazifik gesegelt. Nur acht Tage nach dem englischen Kapitän Arthur Philipp erreichte er am 26. Januar 1788 die Botany Bay in New South Wales (Sydney).

Das erste Schiff von Philipps Flotte hatte die Botany Bay am 18. Januar 1788 erreicht. Arthur Philip jedoch erkannte schnell, dass der Ort aufgrund des schlechten Bodens, des Fehlens eines sicheren Ankerplatzes und einer sauberen Wasserquelle nicht für eine Kolonie geeignet war. So segelte er weiter – und landete am 26. Januar mit Seeleuten und ersten convicts in Port Jackson, dem Golf von Sydney.

Lapérouse wurde von den Briten freundlich empfangen und konnte sogar sein Tagebuch und seine Briefe an Bord eines englischen Schiffes zurück nach Frankreich schicken. Dort wurden sie 1797 unter dem Titel Voyages de La Pérouse veröffentlicht. Pérouse und seine Mannschaft indes kehrten nie wieder nach Frankreich zurück. Sie sind bis heute verschollen.

Entrecasteaux: Entdecker im Südwesten Australiens

Nachdem die Briten Australien für sich beansprucht hatten, wollte Frankreich führend sein bei der Eroberung des Pazifiks. Auf der Suche nach Lapérouse leitete Admiral Bruni d’Entrecasteaux die 1791 die nächste Expedition. Seine Reise spiegeln heute Ortsnamen wie D’Entrecasteaux Channel und D’Entrecasteaux River in Tasmanien oder das D’Entrecasteaux-Riff in Südaustralien wider.

Im Westen Australiens entdeckte er 1792 als erster Europäer eine Landspitze 300 Kilometer südlich von Perth. Den Landstrich um den Point d’Entrecasteaux schützt heute der D’Entrecasteaux National Park.

Die Südküste Westaustraliens bei Esperance. Foto: Hilke Maunder
Die Südküste Westaustraliens bei Esperance. Foto: Hilke Maunder

Rettung am Cape Le Grand

Die Südküste Westaustraliens kann ein raues Gewässer sein. Am 12. Dezember 1792 tobte solch ein heftiger Sturm, dass die Schiffe L’Esperance und La Recherche dem Untergang geweiht schienen. Erst in letzter Sekunde konnten sie sich in eine schützende Bucht retten und dort vor Anker gehen.

Das Kap der Bucht trägt heute den Namen jenes Mannes, der sie ausfindig gemacht hat: Cape Le Grand mit dem gleichnamigen Nationalpark und dem Gipfel des Frenchman’s Peak.

Esperance, heute ein beliebter Badeort, erinnert an die französische Fregatte L’Espérance, die 1792 in der Bucht ankerte. Weiter draußen in der Bucht ragen die kaum berührten Inseln des Recherche-Archipels aus dem Meer – der Name ist eine Referenz an die zweite Fregatte.

In den Dünen von Esperance. Foto: Hilke Maunder
In den Dünen von Esperance. Foto: Hilke Maunder

Die Bucht des Fürsten von Orléans

Der Cape Le Grand National Park wurde dank der Lucky Bay weltberühmt. Die weite Bucht ist nicht nur für ihren unglaublich hellen Quarzsand bekannt, sondern auch für die Kängurus, die hier wirklich überall herumhoppeln – auf dem Strand, im flachen Buschland, auf den Wegen, neugierig und nur wenig ängstlich.

Wahrzeichen der Nachbarbucht Thistle Bay ist der Whistling Rock, der je nach Windrichtung und -stärke zu flüstern scheint. Schuld daran sind die Löcher und Spalten im Granit, der die Bucht in den ausgefallenen Formen und unglaublich intensiven Farben in allen Schattierungen von Rost, Rot und Orange säumt.

Dritte Traumbucht ist die Duke of Orleans Bay an östlichen Rand des Nationalparks, ein 2,8 km großer Halbmond im paradiesischen Urzustand –  benannt nach einem französischen Fürsten. Zu Tausenden hat Frankreich in den Ortsnamen Australiens sein Erbe hinterlassen.

Die Duke of Orleans Bay bei Esperance an der Südküste von Westaustralien. Foto: Hilke Maunder
Die Duke of Orleans Bay bei Esperance an der Südküste von Westaustralien. Foto: Hilke Maunder

Napoleons Australien-Expeditionen

Im Jahr 1800 übernahm Napoleon die Regie bei den Australien-Expeditionen. Noch im gleichen Jahr entsandte er zwei Schiffe: Le Géographe unter der Leitung von Nicolas Baudin und Le Naturaliste unter der Leitung von Emmanuel Hamelin.

Ende 1801 erreichten die Forscher die westaustralische Küste bei Cape Leeuwin. Von dort segelten sie um die Geographe Bay, die den Namen von Baudins Schiff erhielt, weiter nach Tasmanien.

Nicolas Baudin und Le Geographe

Geographe Bay erstreckt sich von Cape Naturaliste, für das Hamelin Schiff Namensgeber wurde, bis zur Stadt Bundbury. Die Leuchttürme von Cape Naturaliste und Cape Leeuwin verbindet ein 135 Kilometer langer Weitwanderweg.

Schroffe Klippen, zerklüftete Vorgebirge, geschützte Buchten und lange Felsenküsten prägen den Leeuwin Naturaliste National Park. Von seinen mehr als 100 Höhlen können nur wenige besichtigt werden. Auf eigene Faust lassen sich die Höhlen Giants Cave und Calgardup Cave entdecken.

Emmanuel Hamelin und Le Naturaliste

Hamelin Pool. Foto: Hilke Maunder
Abendstimmung an der Hamelin Bay. Foto: Hilke Maunder

Kapitän Emmanuel Hamelin hat sich nördlich des Swan River in der Hamelin Bay verewigt, die heute als Teil der Shark Bay zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Mitten in der Bucht entführen die Holzplankenwege des Hamelin Pool in die Urzeit. Abkömmlinge der ersten Lebewesen der Welt haben dort vor 3,5 Milliarden Jahren  grauschwarze Felsen in flachen Fluten geschaffen.

Einzelligen, blau-grünen Algen ohne Zellkern gelang es, aus der Ursuppe der Ozeane komplexe organische Verbindungen zu schaffen. Ihre Bausteine: das Wasser, die darin gelösten Kohlenhydrate und das Licht der Sonne. Ihr Produkt: eine Biomasse, aus der alles weitere Leben entstand – felsenähnliche Türme, schwarze, schwammige Matten und höckerartige Schichtgesteine.

Die Stromatolithen der Hamelin Bay. Foto: Hilke Maunder
Die Stromatolithen der Hamelin Bay. Foto: Hilke Maunder

Das Abfallprodukt ihres intensiven Wirkens, das heute die Pflanzen als Fotosynthese fortführen, versetzte ihnen jedoch den Todesstoß: Sauerstoff. Diese Klimawende killte die Stromatolithen. Als versteinerte Felsen erinnern sie an die globale Umweltkatastrophe der Urzeit. Hamelin und Péron staunten, nahmen Proben und sandten sie nach Paris.

Der Nationalpark von François Péron

An der Nordspitze der Shark Bay gibt sich selbst  Australiens Natur ganz französisch: blaues Meer, weiße Strände, rote Wüste – die Farben der Trikolore. Bienvenue im François Peron National Park zu Ehren des französischen Entdeckers,

Naturforscher und Seefahrer François Péron. Péron wurde am 22. August 1775 in Cérilly im Département Allier geboren, trat 1792 in die Armee ein und verlor bei Kämpfen in Kaiserslautern sein rechtes Auge.

Während seiner Gefangenenschaft in Magdeburg begann der junge Mann sein Studium der Naturgeschichte. Zurück in Frankreich wurde er aufgrund seiner Verletzung ausgemustert. Als Zoologe konnte er dank vermittelnden Freunde eine bei von Kapitän Nicolas Baudin (1754-1803) geleiteten Expedition in die Südsee begleiten, die ihn im Jahr 1800 auch nach Westaustralien brachte.

Der aride Busch des François Peron National Park. Foto: Hilke Maunder
Der aride Busch des François Peron National Park. Foto: Hilke Maunder

Während dieser Expedition erkundete Péron große Teile der australischen Küste und trug zur Kartierung und Beschreibung der Region bei. Er sammelte auch eine große Anzahl von Pflanzen- und Tierproben, einschließlich einiger, die später als neue Arten identifiziert wurden.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich setzte Péron seine Arbeit in der Zoologie und Botanik fort und veröffentlichte mehrere wichtige Werke, darunter Voyage de Découvertes aux Terres Australes (Reise zur Entdeckung der Südlande), das eine detaillierte Beschreibung der australischen Flora und Fauna enthält.

Das Eden-Projekt

Die Halbinsel ist ein Eldorado für Allradfans – und ein Paradebeispiel für die Wiedereinführung der endemischen Flora und Fauna. Auf der 1.050 Quadratkilometer großen Peron-Peninsula des UNESCO-Welterbes von Shark Bay begann 1991 ein bahnbrechendes Vorhaben: das Eden Project. Um ein Stück echtes Australien zu retten, wurde die Halbinsel mit einem 3,4 Kilometer langen und 2,4 Meter hohen elektrischen Zaun an der schmalsten Stelle des sonst bis zu 75 Kilometer breiten Taillefer Isthmus vom restlichen Land abgeschnitten.

Katzen und Kaninchen, Schafe, Ziegen, Füchse und andere feral animals, die von den weißen Siedlern ins Land gebracht wurden und dann verwildert waren, wurden konsequent ausgerottet, die Beweidung durch die dortige Schaffarm gestoppt, 20.000 Schafe aus der Enklave getrieben. Seitdem hat sich im Schutzgebiet die endemische Vegetation wieder so gut erholt, dass bereits wieder Bandicoots (Nasenbeutler), Bettongs (Bürstenkängurus) und Bilbies (Kaninchennasenbeutler) im ariden Buschland leben.

Australien in bleu, blanc, rouge: die Küste des François Peron National Park. Foto: Hilke Maunder
Australien in bleu, blanc, rouge: die Küste des François Peron National Park. Foto: Hilke Maunder

Der Zoologe François Péron, der während der Expedition von Kapitän Baudin die Shark Bay im Jahre 1801 die Region erkundete und Namensgeber des Parks wurde, wäre hocherfreut über das Revival der Natur.

Heute erinnert nur noch der historische Peron Homestead Precinct daran, wie das Leben in den  1950er-Jahren ablief, als der Park noch eine Schaffarm war. Das heiße artesische Wasser, das einst die Farm versorgte, dient heute als beliebte Badestelle, ist aber mitunter nicht ganz sauber. Ebenfalls hier gibt es Picknickplätze mit BBQ-Grills sowie Toiletten.

An der Farm endet die asphaltierte Straße. Dahinter geht es nur per Allradwagen durch den roten Sand hin zum Cape Peron North. 30 Meter hoch schwingt sich dort die rote Steilküste aus dem blauen Meer auf.

Direkt an den Klippen entlang führt der Wanamalu Trail zum Skipjack Point – hin und zurück eine 3,6 Kilometer lange Wanderung. Unterwegs seht ihr von den Aussichtsplattformen mit etwas Glück Dugongs, Wale, Seeschildkröten und die Bottlenose-Delfine, die hier die Fische ins Flachwasser treiben, um sie leichter zu fangen.

Im Nationalpark kommen die Bottlenose-Delfine ganz dicht an den Strand. Foto: Hilke Maunder
Im Nationalpark kommen die Bottlenose-Delfine ganz dicht an den Strand. Foto: Hilke Maunder

80 x 20 Kilometer große ist die Halbinsel, und trotz der beginnenden touristischen Vermarktung noch unglaublich weit, einsam und wild. Zehn Beuteltierarten, 98 Reptilienarten und mehr als 100 Vogelarten leben im trockenen, sanft gewellten Buschland des Innern, durch das sich hier und da ein roter Track windet. Weich, sehr weich ist sein Sand.

French Island

Baudin und Hamelin segelten weiter, erreichten Südaustralien und schließlich die Western Port Bay im Bundessstaat Victoria. Dabei kam Baudin auch an einer Insel vorbei, die er L’Île des Français taufte. Heute setzt von Cowes eine Fähre nach Tankerton auf French Island über.

Auf dem meist sehr windigen Eiland, das zu zwei Dritteln den 11,000 Hektar großen French Island National Park mit Salzmarschen, Mangroven und offenem Buschland bildet, lebt eine der größten Koala-Kolonien Australiens. Die nicht einmal 100 Einwohner der Insel finden ihr Auskommen im Ökotourismus und in der Landwirtschaft – von 1890 bis 1950 wurde dort vor allem Chicoree angebaut.

Bordeaux-Winzer bei den Kängurus

Die Coles Bay der Freycinet Peninsula. Foto: Hilke Maunder
Die Coles Bay der Freycinet Peninsula. Foto: Hilke Maunder

Als Kartograf und Landvermesser an Bord bei Baudin war Louis de Freycinet. 1802 erkundete er als Kapitän der Casuarina den Süden des fünften Kontinents genauer. Von ihm stammten die ersten genauen Karten der Region zwischen Cape Northumberland bis Kangaroo Island in Südaustralien.

1998 schuf sich dort Jacques Lurton mit The Islander ein kleines Paradies. Auf der Känguru-insel, die rund halb so groß wie Korsika ist, hat der Spross der größten Weinfamilie Frankreichs, Lurton aus Bordeaux, zwölf Hektar mit Weinreben bepflanzt und 2004 seine winery eröffnet. Die Etiketten seiner Tropfen erzählen die Entdeckung Australiens.

Die Seal Bay von Kangaroo Island. Foto: Hilke Maunder
Die Seal Bay von Kangaroo Island. Foto: Hilke Maunder

Louis de Freycinet in Tasmanien

1811 veröffentlichte Freycinet die erste Karte der Grenzen Australiens. 1817 brach er erneut gen Australien auf. An Bord der L’Uranie reiste er via Indonesien und Südaustralien nach Tasmanien, wo er die Freycinet-Halbinsel an der Ostküste Tasmaniens nach sich benannte.

Über  glatte Felsen und schmale Saumpfade geht es im Freycinet-Nationalpark hinauf zum 450 Meter hohen Gipfel des Mount Amos. Oben angekommen, schmiegt sich ein Halbmond aus Korallensand an weiten Busch: die Wineglass Bay. Sie ist die schönste Bucht der Insel und wie die roten Granitfelsen, die steil ins Meer stürzen, Wahrzeichen des Freycinet-Nationalparks .

Zu den schönsten Orten jedoch, die Franzosen entdeckten, gehört für mich das Cape Leveque im hohen Norden von Westaustralien. Am 6. August 1801 entdeckte Nicolas Baudin die Felsspitze und benannte sie nach Pierre Leveque (1746-1814), den Hydrographen von Baudins Fregatte Geographe, der die Karten der Expedition zeichnete. Besonders an Westaustraliens Küste sind Frankreichs Spuren bis heute zu sehen.

Frankreich – Australien heute

Gerade in der Kultur sind die Kontakte und der Austausch eng zwischen den beiden Staaten.

Ende 2015 installierte Pascal Dombis aus Metz  in Zusammenarbeit mit Gil Percal in Perth sein Werk Irrational Geometrics, eine monumentale Installation aus digital bedrucktem Glas und LED-Beleuchtung.

Kultur und Sprache sind Schwerpunkte der Alliance Française de Sydney in Sydney, die neben Sprachkursen regelmäßig sehr vielfältige kulturelle Veranstaltungen organisiert. Ähnliche Organisationen gibt es in vielen anderen australischen Städten.

Die Australian-French Association for Research and Innovation (AFRAN)  unterstützt den wissenschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern. Die AFRAN ist 2016 aus einem Zusammenschluss des 2012 von der französischen Botschaft in Australien gegründeten French Researchers in Australia Network (FRAN) und der Australian-French Association for Science and Technology (AFAS ACT Inc.) hervorgegangen.

Cape Leveque am frühen Abend. Foto: Hilke Maunder
Cape Leveque am frühen Abend. Foto: Hilke Maunder

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