Brive-la-Gaillarde: lauter Genuss-Momente

Brive-la-Gaillarde: Eric Lamy Foto: Hilke Maunder
Besitzt Humor und hat viele Ideen: Eric Lamy Foto: Hilke Maunder

Die Lage ist ihr Schicksal. Nördlich von Brive-la-Gaillarde kreuzen sich die Autobahnen Bordeaux – Lyon und Paris – Toulouse. 65.000 Autos fahren im Sommer täglich auf der A89, kaum weniger auf der A20. Doch nur ein Bruchteil der Urlauber nimmt sich Zeit, fährt ab und macht eine Pause in der alten Stadt der Lemoviken, der Kelten Aquitaniens.

Die Avenue Jean-Jaurès in Brive-la-Gaillarde. Foto: Hilke Maunder

Ihren Beinamen La Gaillarde (die Kräftige) erhielt Brive erst 1430, als es eine neue Stadtmauer mit sieben Stadttürmen erhielt. Dem Verlauf der Mauern folgen heute die großen Boulevards um die Altstadt.

Aus dem Dächergewirr der Altstadt ragt die Église Saint-Martin an der Place Charles de Gaulle heraus. Die Wurzeln der einstigen Klosterkirche reichen bis in die Romanik zurück.

Im alten Brive. Foto: Hilke Maunder
Die Église Saint-Martin im alten Brive. Foto: Hilke Maunder

Im Norden grenzt der Wochenmarkt an den Altstadtring, im Süden an die neue Markthalle. Dazwischen locken Straßen mit Stadtpalais der Renaissance und alte Gassen mit vielen Adressen, die Genießer träumen lassen. Voilà ein paar Inspirarationen für einen kulinarischen Stadtbummel durch Brive-la-Gaillarde.

Marché Georges Brassens

Die Markthalle von Brive-la-Gaillarde besitzt einen beeindruckenden hölzernen Dachstuhl. Foto: Hilke Maunder
Die Markthalle von Brive-la-Gaillarde besitzt einen beeindruckenden hölzernen Dachstuhl. Foto: Hilke Maunder

Dienstag, Donnerstag und Samstagmorgen ist Marktzeit in Brive-la-Gaillarde. Dann erobern die Stände der lokalen Händler, Manufakturen und Bauern nicht nur die Halle Georges Brassens, sondern auch die Freiflächen der Place de la Guierle.

Brive-la-Gaillarde: Marché Georges Brassens. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Das Angebot ist 100 Prozent lokal. Im Sommer findet ihr dort die Framboise de Concèze-Himbeeren, die Golden du Limousin-Äpfel und die schwarzen Sommer-Trüffel des Périgord. Sie sind im Innern viel heller als die Wintertrüffel.

Sommertrüffeln sind im Innern heller und fast cremeweiß im Gegesatz zu Wintertrüffeln.
Sommertrüffel sind im Innern heller und fast cremeweiß im Gegesatz zu Wintertrüffeln. Foto: Hilke Maunder

Im Herbst stapeln sich die AOC-Walnüsse der Sorten Franquette, Corne, Grandjean und Marbot aus der Corrèze auf den Ständen. Käsehändler lassen euch vergessene Käsesorten wie La Fôte des Bergères probieren. Ebenfalls aus der Corrèze kommt der bekannte Ziegenkäse AOC Rocamadour.

Brive-la-Gaillarde: Marché Georges Brassens. Foto: Hilke Maunder
Das Périgord und die Basse-Corrèze sind für ihre Foie Gras berühmt. Foto: Hilke Maunder

Georges Brassens verewigte den Markt von Brive in seinem Chanson Héctacombe.

Au marché de Briv’-la-Gaillarde
A propos de bottes d’oignons
Quelques douzaines de gaillardes
Se crêpaient un jour le chignon
A pied, à cheval, en voiture
Les gendarmes mal inspirés
Vinrent pour tenter l’aventure
D’interrompre l’échauffourée

• Di, Do, Sa. (größter Markt), 7.30 – 14 Uhr, Halle Georges Brassens, Place de la Guierle und Place du 14 Juillet, 19100 Brive-la-Gaillarde

Brive-la-Gaillarde: Marché Georges Brassens. Foto: Hilke Maunder
Honig aus der Corrèze gibt es in vielen Sorten! Foto: Hilke Maunder

Tipp

Neben der Markthalle findet ihr das Office de Tourisme. Es befindet sich im Erdgeschoss des einstigen château d’eau. Den Wasserturm könnt ihr  besteigen und einen Panoramablick auf Brive-la-Gaillarde werfen. 98 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform in 22,50 Meter Höhe, die seit 2008 für Besucher geöffnet ist!

Der 1834 erbaute Wasserturm, besser bekannt als “der Leuchtturm” ( le phare )  beherbergte die Antriebsmaschinen, den Hauptwasserauffangbehälter und auch eine Personalunterkunft.

Brive-la-Gaillarde: Der Marché Georges Brassens von oben. Foto: Hilke Maunder
Der Marché Georges Brassens von oben. Foto: Hilke Maunder

Eine Hebemaschine ermöglichte es, das Wasser aus dem Doux zu pumpen und es oben im Gebäude zu halten. Das Turmwasser speiste so alle Brunnen der Stadt. Später wurde in diesen Räumlichkeiten die Marktwaage installiert.

Der erste Stock diente als Tribüne für die Adligen bei landwirtschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Die Glocke an der Ostseite öffnete und schloss den Großmarkt.
www.brive-tourisme.com

La Halle Gaillarde

Brive-la-Gaillarde: Les Halles Gaillarde. Foto: Hilke Maunder
La Halle Gaillarde. Foto: Hilke Maunder

Der Marché Georges Brassens ist ein bodenständiger bunter Wochenmarkt, tief verwurzelt im Terroir. Die Halle Gaillarde ist seine kleine, feine Schwester: ein Tempel der Feinkost, der im November 2019 eröffnete.

14 Händler verkaufen dort Köstlichkeiten aus aller Welt und Feinkost zum Genießen vor Ort. Dieses Konzept macht die Markthalle zum Mittagstreff. Und zum Ziel für alle, die keine Lust zum Kochen haben. Oder Lust auf einen exzellenten Koffeinkick bei Nico.

• Di. – So., Place de la Lattre de Tassigny, 19100 Brive-la-Gaillarde, www.facebook.com/lahallegaillarde

Les Halles Gaillarde. Foto: Hilke Maunder
Café, Tee und kleine Leckereien –  zum Mitnehmen oder Genießen vor Ort. Foto: Hilke Maunder

Distillerie Denoix

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden in und um Brive-la-Gaillarde viele Destillerien, die auf die wachsende Nachfrage nach Aperitifs und  extrafeinen Likören reagierten. Sie galten damals als Medizin und wurden zur Förderung der Verdauung empfohlen. 1839 eröffnete die Distillerie Denoix am Boulevard Maréchal Lyautey.

Brive-la-Gaillarde: Denoix. Foto: Hilke Maunder
Eine historische Aufnahme der Destillerie. Foto: Firmenarchiv Denoix

Pierre Lacoste und Louis Denoix stellten dort den Suprême Denoix her. Diese eau-de-noix ist bis heute der Bestseller des Familienunternehmens. Hergestellt wird sie aus Juli-Walnüssen, die noch voller Saft sind, weil sich Schale und Kern noch nicht gebildet haben.

Die Nüsse werden zerkleinert und ausgepresst, ihr Saft dann in Alkohol mazeriert. Fünf Jahre lang reift der Likör dann in Eichenfässern. Ausgereift mit Aromen von Vanille und Kakao, wird der Saft schließlich mit Armagnac, Cognac und einem über Holzfeuer gekochten Zuckersirup vermischt.

Brive-la-Gaillarde: Denoix. Foto: Hilke Maunder
Das Firmenmuseum von Denoix. Foto: Hilke Maunder

Als letzte maîtres liquoristes von Frankreich wachen Sylvie Vieillefosse, eine geborene Denoix, und ihr Mann Laurent Vieillefosse genauestens darauf, dass bis heute die Herstellung nach althergebrachten Methoden und Rezepten erfolgt.

Ihre Destillerie  ist eine Entreprise de Patrimoine Vivant und gehört damit einer kleinen Schar von ausgezeichneten Unternehmen an, die ein Kulturerbe in Handwerk und Industrie lebendig halten.

Brive-la-Gaillarde: Denoix. Foto: Hilke Maunder
In diesen Kupferkesseln werden bis heute die Liköre hergestellt. Foto: Hilke Maunder

Ein kleines Museum blättert in der Destillerie die Firmengeschichte auf und erklärt mit vielen Exponaten anschaulich die Herstellungsschritte. Am langen Tresen der Boutique darf danach verkostet werden.

Brive-la-Gaillarde: Denoix. Foto: Hilke Maunder
Der berühmte Nusslikör von Denoix. Foto: Hilke Maunder

Mit Marie und Paul Bastier, Tochter bzw. Schwiegersohn von Sylvie Denoix-Vieillefosse und Laurent Vieillefosse, ist inzwischen bei Denoix die fünfte Generation am Start.
• 9, Boulevard du Général Lyautey, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 5574 34 27, www.denoix.com

Brive-la-Gaillarde: Senf von Denoix. Foto: Hilke Maunder
Die moutarde violette ist mit Traubensaft versetzt. Foto Hilke Maunder

Tipp: moutarde violette

Seit 1839 stellt die Familie Denoix auch einen besonderen Senf nach einem althergebrachten Rezept der Corrèze her. Bei ihrer moutarde violette gibt Traubenmost dem Senf die ungewöhnliche violette Farbe.

Der Senf, der nicht so scharf wie Dijon-Senf ist, passt gut zu Entenbrust, Blutwurst, gegrillten Andouillette-Würsten oder auch zu Fischen wie Lachs.

Bei Denoix in Brive-la-Gaillarde. Foto: Hilke Maunder
Bei Denoix in Brive-la-Gaillarde. Foto: Hilke Maunder

La Chocolaterie

Eric Lamy stammt ursprünglich aus Angoulême. In seiner Wahlheimat Brive-la-Gaillarde ist er der Schoko-Papst. Sein Schokoladenladen im Zentrum der Stadt ist reinste Verführung.

Brive-la-Gaillarde: Eric Lamy. Foto: Hilke Maunder
Die Boutique von Eric Lamy. Foto: Hilke Maunder

30 verschiedenen Schoko-Sogefürten gehören zum Sortiment von la chocolaterie. Jedes Jahr kommen vier neue Schokoträume hinzu. Berühmt ist Lamy auch für seine ganaches, sahnige Schokofüllungen mit Kokos, Kastaniencreme, Malaga oder Zitrone.

Brive-la-Gaillarde: Eric Lamy Foto: Hilke Maunder
Zu Ostern verwandelt Éric ein Schaufenster in einen schokigen Osterwald. Foto: Hilke Maunder

Auch seine Vanille-Marshmallow-Lollis, seine Pralinenstangen, seine Knusperbohnen und die hausgemachte Eiskrem, die er von Mai bis September vor Ort fertigt, sind eine Kostprobe wert.

Mit eingestiegen ins Geschäft ist inzwischen sein Sohn Adrien, der die Schoko-Passion seines Vaters teilt. Gemeinsam schmieden sie viele Pläne für die Zukunft.

Brive-la-Gaillarde: Eric Lamy Foto: Hilke Maunder
Éric fertigt gerne tierische Großskulpturen aus Schokolade. Foto: Hilke Maunder

Vater und Sohn öffnen jeden Donnerstag um 15 Uhr während der Sommersaison (15. Juni bis 15. September) ihr Atelier für Besucher. Beim Besuch der Werkstatt kommt auch das Probieren nicht zu kurz!

Jeden Sonnabend könnt ihr bei Eric Lamy selbst Schokolade und die Geheimnisse der perfekten Pâtisserie kennenlernen. Die stages chocolat finden nur von September bis Juni statt, die stages macaron das ganze Jahr. Fans von Nutella lernen in den stages pâte à tartiner, wie schnell sich der nussige Schokoaufstrich selbst herstellen lässt.

Brive-la-Gaillarde: Eric Lamy. Foto: Hilke Maunder
Jeden Morgen werden die Auslagen frisch bestückt mit köstlichen Kuchen und Keksen – natürlich hausgemacht! Foto: Hilke Maunder

2015 verwandelte Eric das Obergeschoss in einen stylischen salon de thé. Zum Café gehört auch eine kleine Terrasse, die sich zwischen zwei alte Steinhäuser zwängt. Damit sich die Hitze im Sommer nicht zwischen den Hauswänden staut, hat Eric einen Ventilator installiert.
• 5, rue de l’hôtel de ville, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 18 91 26, www.chocolaterie-lamy.com

Eric Lamy, salon de thé. Foto: Hilke Maunder
Der kleine Außenbereich des salon de thé von Éric Lamy. Foto: Hilke Maunder

La Fromagerie

Früher hat er Möbel und Deko verkauft. Heute ist Bruno Courivaud ein affinateur. Schräg gegenüber von Eric Lamy eröffnete er La Fromagerie. In seinem Käseladen findet ihr neben den besten Käsesorten Frankreichs von kleinen, feinen Produzenten auch Käse, der bei Bruno zur Vollendung gereift ist.

Brive-la-Gaillarde: Bruno Courivaud von La Fromagerie. Foto: Hilke Maunder
Bruno Courivaud von La Fromagerie. Foto: Hilke Maunder

Sein Laden im Erdgeschoss eines Eckhauses aus dem 19. Jahrhundert ist eine einzige Huldigung an echten, authentischen Bauernkäse. Die Milch von Kuh, Ziege und Schaf handwerklich verwandelt in Käse-Träume – von der  Savoyer Tomme bis zum Rocamadour des nahen Quercy, vom Banon der Provence bis zum Neufchâtel der Normandie.

Brive-la-Gaillarde: La Fromagerie. Foto : Hilke Maunder
La Fromagerie. Foto: Hilke Maunder

Das Fest des bäuerlichen Frankreichs komplettieren hausgemachte Pasta und andere französische Feinkost.
• 2, Rue de l’hôtel de ville, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 85 03 89

Une ferme dans la ville

Brive-la-Gaillarde: Une ferme en ville. Foto: Hilke Maunder
Une ferme en ville. Foto: Hilke Maunder

Seit 1983 züchtet Dominique Thocaven in Le Vigan (Lot) seine Enten. 2008 eröffnete er im Herzen von Brive seinen Hofladen. Stopfleber, ganz oder mi-cuit, Leberpasteten, fritons, confits und Cassoulet stapeln sich dort in den Regalen. Mit Gänseleber gefüllte Feigen oder Enten-Tournedos lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Das Angebot des Entenhofs ergänzen Delikatessen aus dem Lot, der Corrèze und der Dordogne sowie eine  Auswahl an Weinen aus Cahors und Rocamadour. Auch hausgemachte Marmeladen und Apfelsaft aus der Corrèze sowie Nusskuchen gehören zum Sortiment.
• 30, Rue du Lieutenant Colonel Farro, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 88 34 88, www.facebook.com

La Boulangerie Golfier

Die berühmte Schoko-Madeleine aus Brive-la-Gaillarde. Foto: Hilke Maunder
Die berühmte Schoko-Madeleine aus Brive-la-Gaillarde. Foto: Hilke Maunder

2019 verliebte sich der Präsident der Republik in die Schokoküchlein aus Brive.  Innerhalb von vier Monaten ließ Emmanuel Macron gleich zwei Mal die Madeleine von Golfier kommen.

Nach einer ersten Lieferung im März hat Guillaume Gomez, Chefkoch des Élysée-Palastes, im Juli 2019 erneut Madeleines von dort erhalten. Die Bestellung für den Staatschef machten die Bäckerei landesweit bekannt.
• 37, Rue de la République, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 24 14 84, www.facebook.com

La Brasserie Gaillarde

Eine Bierauswahl der Brasserie Gaillarde, wie sie in den Geschäften zu finden ist. Foto: Hilke Maunder
Eine Bierauswahl der Brasserie Gaillarde, wie sie in den Geschäften zu finden ist. Foto: Hilke Maunder

Auf dem Hof der Familie in Gignac, rund 25 Kilometer südlich von Brive-la-Gaillarde, gründeten Elisabeth und Benjamin Moinet im März 2010 ihre Brauerei. Benjamin ist von Haus aus Önologe. Die Welt der Biere entdeckte er in Brüssel. Begeistert begann er an der landwirtschaftichen Hochschule von Douai bei Olivier Sénéchal eine Brauerausbildung.

Seine Frau  Elisabeth stammt ursprünglich aus Dunkerque. Mit ihrer Craft-Beer-Brauerei ist sie in die Fußstapfen ihres Urgroßonkels getreten, der von den 1930er- bis in die 1950er-Jahre in der Debeos-Brauerei in Rosendael gearbeitet hatte.

Neun Jahre nach der Gründung war die Hofbrauerei so bekannt, dass sie größere Räumlichkeiten brauchte. 2009 zog sie nach Brive-la-Gaillarde um. Dort könnt ihr die Biere kosten, kaufen – und die Brauerei besichtigen!
• 5, rue Robert Margerit, 19100 Brive-la-Gaillarde, Zone du Mazaud, Tel. 05 87 49 55 48, www.labrasseriegaillarde.fr

La Table d’Olivier

Brive-la-Gaillarde, La Table d'Olivier. Foto: Hilke Maunder
La Table d’Olivier. Foto: Hilke Maunder

Fanny und Pierre Neveu sind die Patrons von La Table d’Olivier. 2011 eröffneten sie ihr kleines, feines Lokal in der Altstadt von Brive. Seit 2014 ziert es ein Michelinstern. Auf der Karte steht auch die regionale Spezialität quasi de veau de lait – ein zartes und saftiges Stück Kalbfleisch, das auf der Zunge zergeht. Es stammt von Tieren, die mit Milch gefüttert wurden.
• 3, Rue Saint-Ambroise, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 18 95 95, www.facebook.com

Alte Fassaden an der Place Charles de Gaulle. Foto: Hilke Maunder
Alte Fassaden an der Place Charles de Gaulle. Foto: Hilke Maunder

Brive-la-Gaillarde: meine Reisetipps

Noch mehr Genuss-Momente

Festival de l’élévage et de la table gourmande

Das Schlemmerfest mit Hofleben in der Innenstadt – alljährlich Mitte August
• place du 14 juillet, 19100 Brive-la-Gaillarde

Foires Grasses

Im Winter hat Geflügel Hochsaison. Dann verkaufen rund 30 Händler aus dem Bassin von Brive, der Basse-Corrèze und den angrenzenden Départements Lot und Dordogne mehr als 2500 Enten und Gänse.
• Halles Georges Brassens, November bis Mitte März

Maison Bach

Anne-Sophie und Marie-Laure Bach sind Zwillinge. Als ihre Mutter starb, übernahm das Duo das Familienunternehmen Maison Bach. Seit 1962 gilt es in Brive als beste Adresse für feines Fleisch und erlesene Wurstwaren.
• 3, Rue Nungesser, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 87 24 16, www.facebook.com/Maison.Bach

Schlafen

Hôtel Le Miel des Muses

Brive-la-Gaillarde: Hotel Miel de Muses. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Sophie und Daniel Poujade übernahmen 2014 eine alte quincaillerie und richteten dort Gästezimmer ein. Der Mix aus altem Industrieerbe und trendigem Design gefiel de Gästen. Le Miel des Muses schaffte es ruckzuck unter die 200 schönsten chambres d’hôtes des Landes. Um die Nachfrage zu befriedigten, vergrößerte das Paar, richtete vier Lofts ein und baute zwei Terrassen.

Brive-la-Gaillarde: Hotel Miel de Muses. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Seitdem ist Le Miel de Muses ein veritables Hotel. Mit grandiosen, großen Zimmern, leckerer Küche, Spa und  einer leider viel zu kleinen Parkgarage. Vor dem Haus befinden sich gebührenpflichtige Parkplätze am Straßenrand. Wer Glück hat, findet dort einen Stellplatz. Der nächste Großparkplatz ist 500 Meter entfernt.
• 21, Avenue Jean Jaurès, 19100 Brive-la-Gaillarde, Tel. 05 55 23 79 65, www.lemieldesmuses.fr

Noch mehr Betten*
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“Freiheit” fordert eine Fassade in der Altstadt von Brive. Foto: Hilke Maunder
“Freiheit” fordert eine Fassade in der Altstadt von Brive. Foto: Hilke Maunder

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Im Blog

Corrèze: Die Wiedergeburt des Weins

Etwas außerhalb von Brive-la-Gaillarde wird wieder Wein angebaut wie einst in der Antike. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Im Buch

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps, neue Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zu Wanderungen unter Wasser.

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2 Kommentare

  1. Als “die Kräftige” erwies sich Brive-la-Gaillarde auch in der Neuzeit. Die Stadt war die erste in Frankreich, die sich aus eigener Kraft von der Besatzung durch NS-Truppen befreien konnte.
    Die Region war ein Schwerpuntk der Résistance- Aktivitäten – und im unweit von briev (knapp 30km) gelegenen Tulle verübte die Wehrmacht ein Massaker, das dem von Oradur nur kurz voraus ging.

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