Landschaften des Lichts: bei den Impressionisten

Côte Fleurie: Der Strand von Deauville. Foto. Hilke Maunder
Der Strand von Deauville. Foto. Hilke Maunder

Raus aus der Stadt, hinein in die Natur! Jean-François Millet, Camille Corot und Théodore Rousseau waren die ersten, die Paris den Rücken kehrten und sich am Wald von Fontainebleau niederließen.

Das Dörfchen Barbizon wurde zum Vorbild für rund 200 Künstlerkolonien auf dem Land, die sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts in ganz Europa bildeten und zu Keimzellen der Moderne wurden. In Nordfrankreich bannten die Künstler Landschaften des Lichts auf die Leinwand: Hier stand die Wiege des Impressionismus.

Bis heute inspiriert Honfleur die Maler. Foto: Hilke Maunder
Bis heute inspiriert Honfleur die Maler. Foto: Hilke Maunder

Mit der Bahn zum Motiv

Möglich wurde die Befreiung der Kunst von den Fesseln der Stadt durch zwei Erfindungen, die Eisenbahn und die Ölfarbe in der Tube. Jetzt konnten die Künstler sur le motif arbeiten, unter freiem Himmel, vor dem Sujet.

Für die Maler von Barbizon hieß dies: im Wald. Frühling und Herbst wurden zu Sinnbildern von Werden und Vergehen des menschlichen Lebens. Markenzeichen der Maler wurde der paysage intime, eine meist menschenleere, sich selbst genügende Landschaft.

Boudin und Honfleur

Boudin und Honfleur: die Büste des Malers an der Rue Boudin. Foto: Hilke Maunder
Die Boudin-Büste findet ihr in Honfleur an der Straßenecke Rue Boudin beim Geburtshaus. Foto: Hilke Maunder

Zu den ersten Freiluftmalern gehörte Eugène Boudin, der seine Staffelei in seiner Heimatstadt Honfleur aufstellte. Zu seinen Lieblingsmotiven gehörten die Straßen der normannischen Hafenstadt wie die Rue Haute oder Rue Varin und immer wieder die Holzkirche Sainte-Catherine.

Honfleur: Sainte-Catherine. Foto: Hilke Maunder
Die Église Sainte-Catherine ist Frankreichs größte Holzkirche. Foto: Hilke Maunder

Der erklärte Lieblingsplatz des „Königs des Himmels“ war jedoch die Ferme Saint-Siméon. Dort malte er gemeinsam mit Gustave Courbert, Eugène Isabey und Johan Barthold Jongkind. Dort wurde Boudin auch zum Lehrmeister eines talentierten Jungen. Jener sollte später über ihn sagen: „Wenn ich male, dann nur für Eugène Boudin, weil ich ihn verehre.“ Geäußert hat dies Claude Monet, der Begründer des französischen Impressionismus. In Boudin fand er sein Vorbild.

Boudin in Honfleur: Auch die Lieutenance war ein Motiv des Malers. Foto: Hilke Maunder
Boudin in Honfleur: Auch die Lieutenance war ein Motiv des Malers. Foto: Hilke Maunder

Der Fluss der Impressionisten

Mit keinem anderen Fluss Frankreichs ist die Geschichte einer Kunstrichtung so verknüpft wie mit der Seine. An ihrer Mündung malte Claude Monet 1872 ein Seestück, das zum Namensgeber der neuen Bewegung wurde: „ Impression, soleil levant (Impression, Sonnenaufgang) . Der Impressionismus war geboren.

Zu sehen ist der Hafen von Le Havre im Morgendunst. Auf dem Wasser spiegelt sich das Licht der aufgehenden Sonne. Kleine, kurze Pinselstriche lassen die Luft flimmern. Boote und Masten sind mit schnellen Pinselstrichen hingeworfen, wie skizziert. Wichtiger als die Objekte war die Stimmung, eingefangen in den Farben Violett, Blau und Orange.

Die La Pointe de la Hève be Sainte-Adresse (1864), National Gallery London. Foto: Hilke Maunder
Die Pointe de la Hève be Sainte-Adresse (1864), National Gallery London. Foto: Hilke Maunder

Auch in Sainte-Adresse, dem noblen Villenvorort von Le Havre, stellte Claude Monet seine Staffelei auf. Am Felskap Pointe de la Hève hielt er die felsigen und grasbewachsenen Klippen des Ufers und den steinigen Strand auf der Leinwand fest.

In einem Holzboot rudern drei Männer am Strand vor. In der  Ferne sind weitere Boote unter einem bewölkten Himmel zu sehen. Meisterhaft hat Monet die Oberfläche des Strandes, die sanft bewegte Oberfläche des Meeres sowie die Konsistenz der Wolken am Himmel nuanciert.

Die Skulptur Signal (1961) von Henri Georges Adam (1904-1967) ist der Hingucker vor dem Musée Malraux. Foto: Hilke Maunder
Die Skulptur Signal (1961) von Henri Georges Adam (1904-1967) ist der Hingucker vor dem Musée Malraux. Foto: Hilke Maunder

Bei einem spektakulären Kunstraub wurde Monets Gemälde 1985 aus dem Pariser Musée Marmottan Monet entwendet. Erst fünf Jahre später kehrte es wieder in die Sammlung zurück. Le Havre indes erhielt 2007 dank einer Schenkung von Senn-Foulds mit dem Musée Malraux die zweitgrößte Sammlung impressionistischer Werke Frankreichs nach dem Musée d’Orsay in Paris.

Im Musée Malraux. Foto: Hilke Maunder

Monet in Rouen

In Rouen mietete Claude Monet 1892/93 ein Zimmer und malte, was er gegenüber sah: die Fassade der Kathedrale im wechselnden Licht der Tageszeiten. 30 Meisterwerke entstanden, deren Licht aus der Leinwand tritt, die Fassade zum Glühen bringt. Die Hitze der Sonne ist förmlich zu spüren. Aber auch die Feuchte des Nebels, die Kühle des Morgens.

Rouen: die Westfassade der Kathedrale. Foto: Hilke Maunder
Die Westfassade der Kathedrale. Foto: Hilke Maunder

In einem ganz anderen Gewand lassen sich Monets Kathedralbilder beim Videomapping „De Monet au Pixel“  erleben. Die Künstlergruppe Skertzo  projiziert dabei die Gemälde Monets mit High-Tech auf die Fassade von Notre Dame. Abbild und Ursprung verschmolzen zu einer faszinierenden Licht-Show.

Immer wieder inszeniert Skertzo solche Kunstaktion und verzaubert in Rouen die Sommerabende. Bei den Nuits Impressionnistes am Musée des Beaux-Arts setzen die beiden Szenographen von Skertzo, Hélène Richard und Jean-Michel Quesne, den Gralshort der Kunst in Szene. 63 Säle warten in der normannischen Hauptstadt darauf, entdeckt zu werden. Welche Impressonisten dort zu sehen sind, verrät das Museum hier online.

Das städtische Kunstmuseum von Rouen ist bereits von außen beeindruckend! Foto: Hilke Maunder
Das städtische Kunstmuseum von Rouen ist bereits von außen beeindruckend! Foto: Hilke Maunder

Die Seerosen von Giverny

Am glücklichsten war Claude Monet jedoch in Giverny. 1883 mietete er sich in die einstige Apfelpresse des Dorfes ein, erwarb sie 1890 und lebte dort bis zu seinem Tod. Zum Anwesen gehörte ein verwilderter Obstgarten, den er in ein üppig duftendes Blütenmeer verwandelte.

Er pflanzte dort violettfarbene Iris, blassblaue Glyzinien und Tuberosen, die er eigens aus Mexiko importierte. 1893 erweiterte Monet den Garten, den mittlerweile sechs Gärtner pflegten, um ein Stückchen Land am Ru, eines Seitenarms der Epte.

Der Garten von Monet in Giverny
Der Garten von Monet in Giverny. Foto: Hilke Maunder

Auch hier formte der Maler die Motive seiner Werke in der Natur vor. Monet gestaltete dort einen Wassergarten mit grüner japanischer Brücke und Perlmutt schimmernden Seerosen, die einen achteckigen Teichs bedecken.

Sie wurden unsterblich – als monumentale „Seerosenbilder“, die heute zum Teil im Musée de l’Orangerie des Tuileries in Paris zu sehen sind. Auch in der britischen Nationalgalerie von London könnt ihr Werke der Seerosen-Serie bewundern.

Dieses Seerosen-Werk von Monet hängt in der Londoner <em>National Galerie.</em> Foto: Hilke Maunder
Dieses Seerosen-Werk von Monet hängt in der Londoner National Gallery. Foto: Hilke Maunder

Bereits zu Lebzeiten des Malers strömte die Pariser Gesellschaft nach Giverny. Heute spazieren mehr als eine halbe Million Kunstfreunde jährlich durch das botanische Kunstwerk von Giverny und entdecken dort die Wurzeln von Monets Kunst.

Der Garten von Monet in Giverny. Foto: Hilke Maunder
Hunderte Geranien blühen im Sommer vor dem Haus von Monet. Foto: Hilke Maunder

Auch in der Umgebung von Giverny fand Monet immer neue Motive für seine Bilder. Im nahen Vernon malte der das Seine-Ufer, seine Linden und seine gotische Kirche. 1883 hielt er die Maisons sur le vieux pont de Vernon in Öl fest.

Die einstige Mühle, die dort in die Seine hineinragt, wird nach ihrem letzten Besitzer auch moulin Duvivier genannt. Die Mühle aus dem Jahr 1478  entging dem Abriss, da sie sich  auf der “ruhigen” Seite der Seine befindet.

Vernon: die berühmte Brücke, die auch Monet inspirierte. Foto: Hilke Maunder
Vernon: die alte Mühle, die auch Monet inspirierte. Foto: Hilke Maunder

Renoir in Chatou

1868 entdeckte Pierre-Auguste Renoir die von Pappeln und Weiden gesäumten Seine-Ufer bei Chatou als Kulisse für seine Bilder. Gemeinsam mit Monet hielt er in lichten Farbtupfern das schwimmende Café La Grenouillère auf der Leinwand fest.

Monets Werk von dem Ausflugslokal La Grenouillère hängt in der National Gallery London. Foto: Hilke maunder

Er malte seinen berühmten „Tanz auf dem Land“ und schuf 1881 mit dem „Frühstück der Ruderer” eines seiner Meisterwerke. Weitere Gemälde von ihm und seinen Zeitgenossen sind heute in Renoirs Lieblings-Lokal zu bewundern: der Maison Fournaise, heute ein Museum.

Auguste Renoir: DasGemälde " Ruderboot (La Yole)" (1875) hängt in der National Galerie, London. Foto: Hilke Maunder
Auguste Renoir: Das Gemälde “Das Ruderboot (La Yole)” (1875) hängt in der National Galerie, London. Foto: Hilke Maunder

Pierre-Auguste Renoir fand sein Glück in Essoyes. In der Geburtsstadt seiner Frau kaufte das Paar 1896 zwei einstige Winzerhäuschen und fügten sie zu ihrem neuen Heim zusammen. Wie ihr in Essoyes den Maler, der dort begraben ist, entdecken könnt? Klickt hier!

Essoyes: Renoir, Arbeitszimmer im Wohnhaus. Foto: Hilke Maunder
Renoirs Arbeitszimmer im Wohnhaus. Foto: Hilke Maunder

Die Maler und das Meer

Besondere Faszination auf die Maler übt das Meer aus. Während Honfleur und Le Havre den frühen Impressionismus prägten, suchen die Künstler der Spätphase zur Jahrhundertwende neue Motive. Fündig werden sie an der Küste des Ärmelkanals – in Dieppe, Fécamp und Étretat, der Sommerfrische europäischer Impressionisten.

Pissarro malte den Hafen von Dieppe Foto: Hilke Maunder
Camille Pissarro malte auch den Hafen von Dieppe. Foto: Hilke Maunder

Wie Claude Monet hält auch Gustave Courbet immer wieder die Klippen und das Felsentor von Étretat in Öl fest – und sorgt mit seinem großformatigen Gemälde „Die Woge“ für Aufsehen: Die Frau, die darauf dem bewegten Meer entsteigt, war der damaligen Gesellschaft eindeutig zu sinnlich.

Um 1880 geriet der Impressionismus in die Krise. Immer mehr junge Künstler versuchten, von dieser Malweise loszukommen – und fuhren dazu, wie zuvor schon Gauguin, in die Bretagne, diesmal jedoch an die Nordküste.

Dinard: Die Plage de l'Ecluse mit ihren Strandzelten. Foto: Pressebild, CRT Bretagne, Fotograf: L'Oeil de Paco
Die Plage de l’Ecluse von Dinard mit ihren Strandzelten. Foto: Pressebild, CRT Bretagne, Fotograf: L’Oeil de Paco

Zwischen Dinard und dem Cap Fréhel diskutierten sie neue Farblehren, experimentierten – und warfen einen neuen, anderen Blick aufs Meer. Statt dramatischer Klippen, zerschellender Schiffe und wartender Frauen am Strand waren jetzt Flaneure, Kinder und Sommervillen das Sujet. Das Meer wird nicht mehr gefürchtet, sondern genossen.

Wilde Naturklippe der Nordbretagne: das Cap Fréhel. Foto: Hilke Maunder
Wilde Naturklippe der Nordbretagne: das Cap Fréhel. Foto: Hilke Maunder

Besonders auch von Paul Signac, Kunstmaler, Autodidakt und begeisterter Segler. Mit seiner Jacht L’Olympia läuft er Frankreichs Häfen an. Mit an Bord ist stets ein Aquarellblock. Aus den unterwegs rasch hingeworfenen Landschaftsskizzen fertigt er im Atelier großformatige Ölbilder aus einem Meer von Punkten.

Pointillismus nennt er den neuen Stil, den er 1885 in Saint-Briac an der bretonischen Smaragdküste erfindet. Strand und Düne des Seebades sind nicht mehr als flüchtige Eindrücke eines Augenblicks gemalt, sondern streng komponiert.

Wie sein jung verstorbener Malerfreund Georges Seurat setzt Signac seine winzigen Farbtupfer unvermischt dicht an dicht, bricht jede Farbfläche auf die kleinsten Partikel der Grundfarben auf – deren komplementäre Kontraste sich jedoch im Auge des Betrachters aufheben und wieder zu abgestuften Farbtönen verschmelzen.

Der Bec du Hoc von Georges Seurat, zu sehen in der National Gallery, London. Foto: Hilke Maunder

Nabi-Maler Maurice Denis schöpfte seine Inspiration in der Gegend um Ploumanac’h und Trégastel, wo er mit seiner Familie verweilte. Pablo Picasso wählte als Thema am Strand spielende Frauen, um seiner Expressionismusmalerei freien Lauf zu lassen.

Auguste Renoir, Émile Bernard, Edouard Vuillard, Henry Rivière und Bernard Buffet gehören ebenfalls zu den mehr als 160 Künstlern, die dem Charme der bretonischen Küste verfielen.

Auch Claude Monet ist begeistert. In einem Brief schreibt er von der Belle-Île an Gustave Caillebotte:

Ich befinde mich in einer wunderbar wilden Landschaft, inmitten von Felsen und einem unglaublichen Farbenmeer; ich bin voller Begeisterung, auch wenn mir die Arbeit schwer fällt, denn ich war daran gewöhnt, den Ärmelkanal zu malen und der Ozean ist wirklich etwas ganz anderes.

Gauguin und die Schule von Pont-Aven

Paul Gauguin: Bol de fruits et chope devant une fenetre (1890), ausgestellt in der National Gallery London. Foto: Hilke Maunder

Während Claude Monet 1886 auf der Belle-Île in der Bretagne das Flimmern des Insellichts, die Bewegtheit des Ozeans und die Atmosphäre des Augenblicks beim Anblick der Steilküste und schwindelerregender, überhängender Felsen in Öl fixiert, sieht sich der Impressionismus der Kritik einer neuen Mal-Avantgarde ausgesetzt, die sich weiter nördlich Pont-Aven niedergelassen hatte. 1864 waren die ersten Künstler, vor allem Amerikaner um Robert Wylie und Henry Bacon, in das malerische Cornouaille-Städtchen gekommen.

1886 traf Paul Gauguin mit seinen Schülern Émile Bernard, Maxime Maufra, Henry Moret, Charles Filiger und Paul Sérusier ein. Ihnen ging es nicht um das atmosphärische Festhalten von Naturstimmungen, sondern um eine tiefere Spiritualität, die mystischn Seiten der Bretagne. In kräftigen, leuchtenden Farben experimentieren sie mit einem neuen Malstil, der Formen vereinfacht, Farben flacher aufträgt und Motive durch Konturen abgegrenzt.

Synthetismus nannten sie ihren revolutionären Malstil. Zu seinen Meisterwerken gehören der „Gelbe Christus“ und der „Grüne Christus“ von Gauguin, der „Talisman“ von Paul Sérusier sowie „Pont-Aven mit rotem Himmel“ von Maxime Maufra.

J’aime la Bretagne, j’y trouve le sauvage, le primitif. Quand mes sabots résonnent sur le sol de granit, j’entend le ton sourd, mat et puissant que je cherche en peinture.

Ich liebe die Bretagne, dort finde ich das Wilde, das Primitive. Wenn meine Holzschuhe auf dem Granitboden widerhallen, höre ich den gedämpften, dumpfen, kraftvollen Ton, den ich in meinen Bildern suche.

Paul Gauguin an seinen Freund Schuffenecker; Q: Cariou, André: Les peintres de Pont-Aven. Rennes 1994, S.54

Paul Gauguin: <em>Vase de fleurs rouges</em> ( 1896 ), <em>National Gallery London</em>. Foto: Hilke Maunder
Paul Gauguin: Vase de fleurs rouges ( 1896 ), National Gallery London. Foto: Hilke Maunder

Auf den Spuren der Landschaftsmaler

Barbizon

Musée des Peintres de Barbizon

Das Museum umfasst das Atelier, in dem Théodore Rousseau von 1847 bis zu seinem Tod 1867 arbeitete, und die Herberge der Familie Ganne, in der viele Künstler ein warmes Essen, ein Bett und Gastfreundschaft fanden und sich dafür mitunter mit einem auf die Wand gemalten Bild bedankten.
• 92, Grande Rue, 77630 Barbizon, Tel. 01 60 66 22 27, www.musee-peintres-barbizon.fr

Musée  Millet (Atelier et maison Jean-François Millet)

Realistisch-melancholische Szenen des harten bäuerlichen Alltags waren das Motiv von Jean-François Millet, der 1849 nach Barbizon kam, dort seine wichtigsten Werke schuf und 1875 auf dem kleinen Friedhof begraben wurde. Sein Wohnhaus ist ein privates Museum. Bei Interesse ist auch der erste Stock zu besichtigen, der sonst für Besucher gesperrt ist.
• 27, Grande Rue, 77630 Barbizon, Tel. 01 60 66 21 55, www.musee-millet.com

Circuit découverte sur les pas des peintres

Start und Ziel der markierten Runde auf den Spuren der Maler von Barbizon ist der faszinierende Felsen „Elefant von Barbizon“. Unterwegs sind nicht nur die Motive der Maler zu bewundern, sondern auch ihre Ateliers.

6,5 km (2 Std.) / 8,5 km (3 Std.), Karte: IGN Top 25 Forêt de Fontainebleau, www.fontainebleau-tourisme.com

Führungen

Bei visites guidées erläutern Führer die bekanntesten Stätten der Landschaftsmaler. Sie verraten auch, wie die Maler Mutter Natur fürs perfekte Motiv nachgeholfen haben. So wurde ein chaotischer Haufen von Granitbrocken, scheinbar natürlichen Ursprungs, in Wirklichkeit Brocken für Brocken herangeschleppt.
Office de Tourisme, Place M. Jacquet, 77630 Barbizon, Tel. 01 60 66 41 87, www.barbizon-tourisme.com

Boudin und Honfleur: das stadtgeschichtliche Museum. Foto: Hilke Maunder
Das stadtgeschichtliche Museum von Honfleur. Foto: Hilke Maunder

Honfleur

Musée Eugène Boudin

In einer Kapelle aus dem 19. Jahrhundert mit zwei modernen Anbauten könnt ihr  53 Werke von Boudin und 17 Gemälde seiner Freunde entdecken.
• Place Erik Satie/rue de l’Homme de Bois, 14600 Honfleur, Tel. 02 31 89 54 00, www.musees-honfleur.fr/musee-eugene-boudin

Sur les pas des Impressionistes

Im historischen Stadtzentrum von Honfleur führt der Rundgang „Auf den Spuren der Impressionisten“ zu 14 Ansichten, die von Künstlern häufig gemalt wurden. Eine kostenlose Karte, erhältlich beim Office de Tourisme, erläutert die einzelnen Stationen auf Englisch und Französisch.

Le Havre: Musée Malraux. Foto: Hilke Maunder
Kunst vom 17. – 20. Jahrhundert prägt die Sammlung des Musée Malraux von Le Havre. Foto: Hilke Maunder

Le Havre

Musée Malraux

Monet, Renoir, Degas, Bonnard und Matisse: Hier sind sie versammelt.
• 2, Boulevard Clémenceau, Tel. 02 35 19 62 62, www.muma-lehavre.fr

La Promenade Impressionniste

Wo in Le Havre und Sainte-Adresse berühmte Werke der impressionistischen Malerei entstanden, zeigen neun Schautafeln mit Abbildungen der Originale. Der Rundgang beginnt am Handelshafen und endet am Strand von Sainte-Adresse. Info-Faltblatt beim Office de Tourisme.
• 186, Boulevard Clemenceau, 76600 Le Havre, Tel. 02 32 74 04 04, www.lehavre-etretat-tourisme.com

Der Blick auf Rouen von Croisset. Foto: Hilke Maunder
Der Blick auf Rouen von Croisset. Foto: Hilke Maunder

Rouen

Musée des Beaux-Arts

 • Espace Marcel Duchamp, 76000 Rouen, Tel.  02 35 71 28 40, https://mbarouen.fr

Giverny

Monets Haus und Garten

Der Wassergarten von Monet in Giverny. Foto: Hilke Maunder
Der Wassergarten von Monet in Giverny. Im Hintergrund lugt zwischen dem Grün Monets Haus hervor. Foto: Hilke Maunder

Der Garten seines Hauses war einer seiner Lieblingsorte und -motive. Er besteht aus einem französischen Bauerngarten namens Clos Normand und dem japanisch inspirierten Wassergarten Jardin d’Eau mit der berühmten Bogenbrücke. Mehr zu Monet in Giverny gibt es hier im Blog.
• 84, rue Claude Monet, www.fondation-monet.com

Künstlertreff Hôtel Baudy

Monet in Giverny: der Gastraum des Hôtel Baudy. Foto: Hilke Maunder
Der Gastraum des Hôtel Baudy. Foto: Hilke Maunder

Bereits zu Lebzeiten Monets pilgerten viele Künstler nach Giverny, darunter auch Cézanne und Rodin. Sie logierten im Hôtel Baudy, heute ein beliebtes Café-Restaurant, dessen Spaliergarten alte Rosensorten schmücken.
• 81, rue Claude Monet, Tel. 02 32 21 10 03, www.restaurantbaudy.com

Monet in Giverny: das Atelier der amerikanischen Impressionisten im Garten des Hôtel Baudy. Foto: Hilke Maunder
Das Atelier der amerikanischen Impressionisten im Garten des Hôtel Baudy. Foto: Hilke Maunder

Musée des Impressionnismes Giverny

Den internationalen Charakter der Impressionismus-Bewegung präsentiert dieses Museum, das 2009 auf 3.000 qm in den Räumen des ehemaligen Museums für amerikanische Kunst eröffnete.
• 99, rue Claude Monet, Tel. 02 32 51 94 65, www.mdig.fr

ULM-Flug über das Tal der Impressionisten

Fluglehrer Pascal Chedeville und seine Kollegen nehmen euch mit auf einen 35-minütigen Rundflug in einer ULM (Ultraleicht-Maschine). Los geht es am Flugplatz beim Château du Buisson de May. Über Pacy-sur-Eure wird das Eure-Tal mit dem Château de Bizy erreicht.

Seine-Cpmtesse: der
Vernon an der Seine. Foto: Hilke Maunder

Nach Vernon, dessen Stiftskirche Monet in einer Bilderserie festhielt, geht es hoch über der Seine nach Giverny. Dort werden neben dem Anwesen von Monet auch das Musée des Impressionnismes Giverny, der ehemalige Künstlertreff Hôtel Baudy sowie die letzte Ruhestätte Monets auf dem Friedhof an der Dorfkirche Sainte-Radegonde überflogen.
• Avion Normandie Le Buisson de May, 27120 Saint-Aquilin-de-Pacy, Tel. 02 32 36 92 19, http://avionnormandie.com

Das Grab von Monet in Giverny. Foto: Hilke Maunder
Das Grab von Monet findet ihr seitlich der Kirche neben der Treppe. Foto: Hilke Maunder

Chatou

Musée Fournaise

• Île des Impressionnistes,  78400 Chatou, Tel. 01 34 80 63 22, www.musee-fournaise.com

Musée de la Grenouillère

Die schwimmende guinguette auf der Seine ist längst verschwunden, doch das Ball- und Badeleben, das im späten 19. Jahrhundert die Künstler aus Paris anlockte, ist in diesem Museum bis heute lebendig.
•  12, Grande Rue, 78290 Croissy, Tel. 01 30 53 61 02, www.grenouillere-museum.com/grenouillere

An der Nordküste der Côtes d'Armor verläuft der Weitwanderweg GR 34 - wie hier bei Saint-Briac. Foto: Hike Maunder
Die Küste bei Saint-Briac. Foto: Hilke Maunder

Bretagne

Kunstfestival Le Grand Écart

Seit 1996 feiert Saint-Briac Mitte Juli – Mitte Sept. ein großes Kunstfestival, das alljährlich einen anderen Künstler in den Mittelpunkt stellt. Bereits mit dabei: Henri Rivière, Émile Bernard, Yvonne Jean-Haffen, Marin Marie, Alexandre Nozal und Mathurin Méheut.

On Zoute à Dinard

Dutzende Galerien und Künstlerateliers öffnen seit 1999 für On Zoute à Dinard bei der Nacht der Galerien alljährlich Mitte August ihre Türen bis Mitternacht

Le Chemin des Peintres

Zwischen Dinard und Cap Fréhel verläuft auf der Trasse des Fernwanderwegs Grande Randonnée GR 34 der Malerweg. Das Besondere: Unterwegs verraten 30 Reproduktionen berühmter Werke von Meistern wie Eugène Isabey, Émile Bernard, Pierre-Auguste Renoir oder Pablo Picasso an den Plätzen, wo die Künstler einst ihre Staffeleien aufstellten.

Pont-Aven

Musée des Beaux-Arts de Pont-Aven

Werke von Émile Bernard, Maurice Bernard, Meyer de Haan, Paul Sérusier, Emile Jourdan, Maxime Maufra, Wladyslaw Slewinski und Paul Gauguin zeigt das Kunstmuseum von Pont-Aven.
• Place de l’Hôtel de Ville, Tel. 02 98 06 14 43, www.museepontaven.fr

Die Route des Peintres

Die Strandkneipe von Marie Henry in Le Pouldu, in der Gauguin und seine Schüler einst malten, wurde einige Meter vom Originalschauplatz für Besucher wieder aufgebaut. Der kleine Badeort liegt rund 20 km südlich von Pont-Aven an der Route des Peintres. Die Malerstraße der Cornouaille berührt auch die Kapelle von Trémalo, die Gauguin zum „Gelben Christus“ anregte.
• Maison-Musée du Pouldu, 10, rue des Grands Sables – Le Pouldu, 29360 Clohars-Carnoët, Tel. 02 98 39 98 51, www.clohars-carnoet.fr

Malerisch: diese alte Toreinfahrt im Zentrum von Locronan. Foto: Hilke Maunder
Malerisch: diese alte Toreinfahrt im Zentrum von Locronan. Foto: Hilke Maunder

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Steile Klippen und weite Sandstrände, bizarre Felslandschaften und verwunschene Wälder, romantische Fachwerkstädtchen und moderne Architektur – die Normandie hat unzählige Glücksorte zu bieten.

Gemeinsam mit meiner Freundin Barbara Kettl-Römer stelle ich sie euch in diesem Taschenbuch vor. Wir verraten, wo die schönste Strandbar an der Seine liegt, für welche Brioches es sich lohnt, ins Tal der Saire zu fahren, und wo noch echter Camembert aus Rohmilch hergestellt wird.

Unser Gemeinschaftswerk stellt euch insgesamt 80 einzigartige Orte vor, die oftmals abseits der eingetretenen Pfade liegen. Wer mag, kann es hier* bestellen.

Das ganze Land

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