Beim Maler Claude Monet in Giverny

Le Jardin de Monet: der Garten von Monet in Giverny
Das Anwesen von Monet in Giverny

Claude Monet (1840 – 1926) machte mit seinen Werken das Seine-Tal zur Wiege des Impressionismus. Mit seinem Bild Impression: Sonnenaufgang hatte der Maler aus Le Havre einer damals neuen Stilrichtung den Namen gegeben. 1883 fand Monet mit seiner zweiten Frau Alice Hoschedé  in Giverny nach langer Suche ein Anwesen so ganz nach seinem Geschmack. Dort konnte er seine beiden großen Leidenschaften ausleben: das Malen in der Natur und das Kochen. Dafür ließ er einen großen Küchengarten (potager) anlegen.

Der Garten von Monet

Zunächst konnte Monet die einstige Apfelpresse des kleinen Dörfchens nur mieten. 1890 jedoch unterschrieb er den langersehnten Kaufvertrag. Bis zu seinem Tod 1926 war sie sein Heim. Zum heute weltberühmten rosafarbenen Domizil gehörte ein verwilderter Obstgarten. Er verwandelte ihn in ein üppig duftendes Blütenmeer mit violetter Iris, blassblauen Glyzenien und Tuberosen, die er eigens aus Mexiko importierte.

Die Natur als Muse und Vorbild

1893 erweiterte Monet den Garten, den mittlerweile sechs Gärtner pflegten, um ein Stückchen Land am Ru, einem Seitenarm der Epte. Auch hier formt der Maler die Motive seiner Werke in der Natur vor: einen Wassergarten mit japanischer Brücke und perlmutt schimmernden Seerosen, die einen achteckigen Teichs bedecken – festgehalten auf monumentalen Seerosenbildern.

Sie sind heute im Musée de l’Orangerie des Tuileries in Paris zu sehen. Bereits zur Lebzeiten des Malers strömte die Pariser Gesellschaft ins 75 Kilometer entfernte Giverny. Heute spazieren jährlich mehr als eine halbe Million durch Monets Anwesen im Seinedörfchen und entdecken die Wurzeln seiner Kunst.

Kochen wie Monet

An jenem Tag (bei einem Besuch in Giverny) kam mir plötzlich der Gedanke… Es müsste phantastisch sein, eines Tages die geheimen Rezepte dieser Familie zu erfahren und nachkochen zu können… Mit der Entdeckung von Claude Monets Rezeptheften ging dieser Wunsch nun für mich in Erfüllung Die Rezepte zu bearbeiten, heutigen Verhältnissen anzupassen, war mir ein Riesenvergnügen…

So überschwänglich schwärmt einer, der zu den besten Köchen Frankreichs zählt: Joël Robuchon, Dreisternekoch in Paris. Im Museumshop von Giverny gibt es, garniert mit zahlreichen Fotos und rund 180 Rezepten, seine „Carnets de Cusine“. Sie sind in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Zu Gast bei Monet“ . Hier * könnt ihr den Band direkt bestellen.

Mein Übernachtungstipp: La Dîme

Dieses Gästehaus hätte Monet als Motiv sicher gefallen. Nur 200 Meter von dessen berühmten Garten in Giverny entfernt, hat Fréderique Bonnet ein Anwesen aus dem 18. Jahrhundert in fünf charmante chambres d’hôtes verwandet – mit Himmelbett, Antiquitäten aus dunklem Holz und liebevoll ausgesuchten Details, die nostalgisches Flair mit Komfort von heute verbinden.
• La Dîme de Giverny, 2 Rue de la Dîme, 27620 Giverny, Tel. 06 20 83 28 90, www.ladimedegiverny.com

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