Heimat des Sonnenkönigs: Château de Versailles

Schloss Versailles, Südflügel, Gartenseite. Foto: Hilke Maunder
Schloss Versailles, Südflügel, Gartenseite. Foto: Hilke Maunder

Es das berühmteste „Haus“ von Frankreich, Symbol des Absolutismus und eine der größten royalen Residenzen der Welt: das Château de Versailles. Mehr als drei Millionen Touristen besuchen jährlich das Schloss, das bis heute Frankreichs Herrscher zur Inszenierung von Staat und Macht nutzen, 

Was für ein verschwenderischer Glanz, was für geniale Wasserspiele, welch eine Gartenarchitektur: Mit dem Château de Versailles hat Ludwig XIV. 20 km südwestlich von Paris eine opulente barocke Residenz hinterlassen, die Vorbild wurde für viele Königsschlösser. Bürgerkönig Louis Philippe machte es zum „Museum für alle“. Kommt mit und entdeckt es mit mir hier im Blog!

Schloss Versailles: Südflügel. Foto: Hilke Maunder

Das kleine Jagdschloss Ludwig XIII. verwandelte sein Sohn ab 1661 fast 50 Jahre in ein Märchenpalais der Superlative: glanzvolles Symbol des Absolutismus, Paradebau des Hochbarock – und Ausdruck einer Gigantomanie, die Frankreich in den Ruine trieb. Zuständig für den Ausbau war der Architekt Louis Le Vau, der den Vorgängerbau nicht abreißen ließ, sondern geschickt ummantelte. 18 Jahre später übernahm Jules Hardouin-Mansart das Projekt.

Die Innenausstattung schuf Charles Le Brun. Garten und Park gestaltete André Le Nôtre. Wie teuer der Riesenbau war, verraten die Rechnungen, die komplett erhalten sind: 25 386 Livres, rund 100 Mio. Euro. 36 000 Menschen und 6000 Pferde wirkten am Bau mit. Nichts wurde in Versailles dem Zufall überlassen. Alles wurde genau geplant.

Seine Architektur spiegelt die absolutistische Hierarchie wider: Im zentralen Mitteltrakt lebte der König, in den Seitenflügeln der Adel – hochgestellte Aristokraten zum Garten, niederer Adel zur Stadt. Von den 10.000 Bediensteten wohnte rund die Hälfte im Schloss, der Rest in der Stadt.

Abgeschottet war der Palast damals nicht: Der Sonnenkönig inszenierte sein Leben nicht nur für den Adel, sondern auch für Untertanen und Besucher. Marie-Antoinette soll bei der Geburt eines ihrer Kinder angesichts der vielen Schaulustigen vor Aufregung fast gestorben sein.

Schloss Versailles. Grille d’Honneur. Foto: Hilke Maunder

Geschichtsreiche Stätte

Die Nachfolger Ludwigs XIV. haben nur wenig verändert. Die Rokokogemächer und das klassizistische Kleine Trianon gab Ludwig XV. in Auftrag.Ludwig XV. und Ludwig XVI. veranlassten die Erweiterung des Parks. Als die Revolution Ludwig XVI. 1789 zur Rückkehr nach  Paris zwang, verlor Versailles verlor seine Bedeutung, bis es deutsch-französische Geschichte schrieb.

Im Krieg 1870/71 war das Schloss vom 5. Okt. 1870 bis 6. März 1871 Hauptquartier der deutschen Armee; am 18. Jan. 1871 wurde im Spiegelsaal das Deutsche Reich

proklamiert, am 28. Juni 1919 der Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Bis 2020 wird das Gesamtkunstwerk Versailles, das seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe ist, restauriert. Wer die Sanierung der Gartenanlagen unterstützen möchte, kann Baum, Statue oder Bank im Park adoptieren und wird zum Dank auf einer Plakette verewigt.

Schloss Versailles: Prunk in Gold – die „Grille Royale“. Das königliche Tor des Schlosses von Versailles wurde  nach den Zerstörungen der Revolution erst am 30. Juni 2008 wieder aufgebaut und eingeweiht. Der Wiederaufbau dauerte zwei Jahre und kostete zwei Millionen Euro.Foto: Hilke Maunder

Vom Jagdschloss zur Sonnenpalast

Die Place d’Armes geht über in den immensen Cour d’Honneur mit dem Reiterstandbild Ludwigs XIV. von 1835. Hinter dem vergoldeten Gitterzaun liegt der Cour Royale, der einst der königlichen Familie vorbehalten war. Den Marmorhof mit schwarz-weiß Kacheln aus dem Château Vaux-le-Vicomte hatte Ludwig XIII 1623 für sein Jagdschloss anlegen lassen, das ihn u-förmig umfasst – die königlichen Privatgemächer lagen im ersten Stock.

Le Vau legen um das U einen zweiten Gebäudering mit Wohnräumen der Thronfolger und Thronfolgerinnen im Erdgeschoss und großen Appartements im ersten Stock. Mansart fügte den Spiegelsaal, Nord- und Südflügel hinzu. Zur Stadt hin misst die Schlossfront 700 m, zur Gartenseite 580 m; 2000 Räume birgt das Innere! Vollendet wurde der Prachtbau durch Schlosskapelle und Oper.

Schloss Versailles: Musée de l’Histoire de France. Foto: Hilke Maunder

Galeries des Batailles

Erst im 19. Jh. wurde die 120 m lange Schlachtengalerie im Südflügel von Frédéric Nepveu im Auftrau von Bürgerkönig Louis Philippe anlegt. Er machte Versailles zum „Museum für alle“ – und ließ hier die wichtigsten Werke zum Ruhme Frankreichs ausstellen: Gemälde und Büsten berühmter Heerführer. Davids Gemälde „Die Krönung Napoleons und der Kaiserin Joséphine“ gab dem Krönungssaal seinen Namen.

Appartements de la Reine

Vielfarbiger Marmor und vergoldete Bronzereliefs schmücken das Treppenhaus zu den Prunkgemächern der Königin, die mit demGardesaal der Königin (Salle des Gardes de la Reine) beginnen. Im Vorzimmer der Königin (Antichambre de la Reine) warteten die Besucher, bis sie von der Königin im Schlafzimmer oder dem Audienzsaal Salon de la Reine empfangen wurden. Drei Königinnen und zwei Thronfolgerinnen Frankreichs bewohnten das Chambre de la Reine und gebaren hier 19 Prinzen und Prinzessinnen. Vom Schlafzimmer der Königin aus zugänglich sind ihre Privatgemächer, die Petits Appartements de la Reine (1770 – 1781).

Salon de la Paix

Der Salon des Friedens wurde 1680 1686 als Gegenstück zum Salon des Krieges auf der anderen Seite der Spiegelgalerie ausgeführt. Das Deckengemälde von Le Brun zeigt Frankreich als Friedensbringer, das Kaminbild von Lemoyne Ludwig XVI. als 17-Jährigen.

Galerie des Glaces

1678 beschloss Ludwig XIV. den Bau einer Galerie, die beide Salons verbinden und mit monumentalen Deckengemälden die ersten 17 Regierungsjahre des Königs von der Machtübername 1661 bis zum Frieden von Nimwegen 1678 feiern sollte. Die Zahl 17 gliedert auch den Bau des weltberühmten Spiegelsaals. 17 Fenster öffnen sich zum Garten, deren Licht 17 gegenüberliegende Spiegel reflektieren. Was für eine Raumwirkung, die Mansart für die 73 m lange, 10,50 m breite und 12,30 m hohe Galerie mit 357 Spiegeln ersonnen hatte!

Le Brun, der Direktor der staatlichen Gobelin-Manufakturen, entwarf die Inneneinrichtung. Früher fanden nur selten fanden Festlichkeiten im Prunksaal statt – meist wurde die Galerie als Durchgangsraum zwischen den Gemächern des Königs und der Königin genutzt, in dem die Höflinge ihre Aufwartung machten. Heute könnt ihr die Magie dieses besonderen Ortes bei den Fêtes Galantes im Mai und den Sérenades Royales von Juni bis September erleben.

Chambre du Roi

1701 ließ Ludwig XIV. sein Schlafgemach genau dort einrichten, wo ihn die Sonne als ersten begrüßen konnte. Morgens („Lever du Roi“) und abends („Coucher du Roi“) hielt seine Majestät hier seine berühmten Audienzen ab. Am 1. September 1715 verstarb hier der Sonnenkönig. Zwischen Schlafgemach und Spiegelgalerie wurde 1755 unter Ludwig XV das Cabinet du Conseil eingerichtet.

Das Beratungskabinett war auch unter Ludwig XV. Mittelpunkt des politischen Lebens im alten Frankreich und fasste alle wichtigen Staatsbeschlüsse. Vom Zimmer des Staatsrates aus sind die Privatgemächer Ludwig XV. zugänglich, der dort am 10. Mai 1774. Staatsrat und Schlafgemach Ludwig XV. gelten als Meisterwerke des Rokoko.

Grands Appartements

In den acht großen Gemächern des Königs spielte sich das öffentliche Leben ab. Ab 1678 bis zum Tod des Sonnenkönigs wurde hier immer  montags, mittwochs und donnerstags von 19 bis 22 Uhr die „soirées de l’appartement“ zelebriert, bei denen der Hof tanzte, spielte, speiste und musizierte. Der Thronsaal Ludwigs XIV. ist dem Gott Apollo gewidmet. Seine Wandbespannung wechselte mit den Jahreszeiten.

Wo heute der aus Goldfäden gewirkte Gobelin eine Allegorie des Feuers zeigt, stand bis 1689 der 2,60 m hohe Silberthron, dann wurde er, wie das gesamte restliche Silbermobiliar des Schlosses, zur Finanzierung eines Krieges eingeschmolzen und durch einen vergoldeten Holzsessel ersetzt. König-Portraits schmücken die Wände: über dem Kamin Ludwig XIV. im Hermelinmantel (Abb. S. ), gegenüber Ludwig XVI.

Chapelle Royale

Die barocke Schlosskapelle in Weiß und Gold war das letzte große Werk von Jules Hardouin-Mansart, das 1710 Robert de Cotte vollendete. Jeden Morgen gegen 10 Uhr wohnte Hof der Messe des Königs bei, der die seiner Familie vorbehaltene Empore von den Königsgemächern direkt erreichen konnte. Besichtigt werden kann die Kapelle nur auf Führungen. Oder erlebt sie mit allen Sinnen bei den kostenlosen Jeudi Musicales, bei denen donnerstags um 17.30 Uhr zu Chorgesang der  Klang der Cliquot-Orgel von 1710 die Kapelle erfüllt.

Opéra Royal & Écurie

Die königliche Oper wurde in nur zweijähriger Bauzeit 1770 zur Hochzeit des späteren Königs Ludwig XVI. mit Marie-Antoinette fertig gestellt – mit Goldstuck zwischen Spiegelwänden und „Marmor“. Allerdings als Imitat. Denn was wie Stein wirkt, ist tatsächlich Holz. Ludwig musste sparen und ließ ihn einfach präzise nachmalen. Von September bis Juni ist die königliche Oper fast täglich Bühne für Oper, Ballett und Konzerte!

Wahrhaft königlich ist auch das Pferdeballett, die Bartabas seit 2003 mit jährlich wechselndem Thema eine Stunde lang in der Manège de la Grande Écurie du Château de Versailles aufführt.

Potager du Roi

Versorgt wurde der Hof ganz bio und nachhaltig.  Fünf Jahre brauchte Jean Baptiste La Quintinie, um von 1678 bis 1683 schweres Marschland in den neun Hektar großen Küchengarten des Sonnenkönigs zu verwandeln. Um an Spalieren und in 30 Gärten das ganze Jahr hindurch frisches Obst und Gemüse für den Hof zu züchten, experimentierte La Quintie erfolgreich, brachte Früchte früher zur Reife und schaffte es, das selbst Exoten in Versailles gediehen.

Heute liefern die 20 Gärten 50 Tonnen Obst und 20 Tonnen Gemüse. Vor allem aus alten Sorten des 17.-19. Jahrhunderts werden angebaut.  Versorgt euch mit diesen köstlichen Sorten in der Boutique du Potager du Roi! Theorie und Praxis der Gartenarbeit vermitteln Kurse, die von der Gartenplanung bis zum Obstbaumschnitt, von Heil- und Duftpflanzen bis zur Kunst des Blumensteckens lauter grüne Aspekte aufgreifen.

Schloss Versailles, Blick vom Grand Bassin. Foto: Hilke Maunder

Parc de Versailles

Wo einst Mücken Ludwig XIII. bei der Jagd umschwirrten, schuf André Le Notre (1613 – 1700) nach den Tuilerien und dem Schlosspark von Vaux-le-Vicomte sein Meisterstück: den 815 ha großen Park von Versailles, den einst eine 44 km lange Mauer umgab. Le Notre ließ das Sumpfland trockenlegen, Hügel abtragen, andere aufschütten, das Gelände in strenger Symmetrie ordnen und natürlichen Wuchs in geometrischen Formen bändigen.

Schloss Versailles, Parterre d’Eau im Barockgarten mit einer Vase d’Anduze. Foto: Hilke Maunder

Jede Baumallee, jedes Beet, jeder Brunnen reflektierte das Ideal des Absolutismus, göttergleicher Schöpfer zu sein. Das monumentale Schloss symbolisiert die absolute Macht des Monarchen über die Menschen, der Park ist Sinnbild des Sonnenkönigs als Bezwinger der Natur.

Den französischen Gärten von Le Nôtre wurden im 18. Jh. englische Gärten neben dem Petit Trianon hinzugefügt – Anlagen „unverfälschter“ Natur mit der Möglichkeit, im Musterdorf Hameau de Marie-Antoinette „echtes“ Landleben zu mimen. Die Trianonschlösser mit ihren Gärten waren der einzige private Bereich der Könige in Versailles, im übrigen Park und im Schloss waren sie, wie alle Angehörigen des Hofes, den Regeln der Etikette und der Repräsentation unterworfen.

Schloss Versailles: Wasserspiel vor dem Südflügel. Foto: Hilke Maunder

Terrasse & Parterres

Vor der Gartenfassade des Palastes legte Le Notre eine breite Terrasse an, die vier Bronzestatuen von Bacchus, Apollo, Antonius und einem Silen trägt sowie zwei Marmorvasen mit Reliefs des Türkenkrieges und der Friedensschlüsse von Aachen und Nimwegen von Antoine Coysevox. Einige Stufen hinab folgten die „Parterres“. Mit ornamentalen Rasenflächen, Buchsbäumen, Bronze- und Marmorvasen sowie Skulpturen aufs Prächtigste gestaltet, dienten sie dazu, den Adel beim Blick aus der Bel Étage zu erfreuen. Sie bilden zugleich den Übergang zu den Wasserbassins.

Brunnen & Becken

Das Wasser-Parterre schmückt Charles Le Brun mit 24 Bronzestatuen. Sie zeigen Frankreichs wichtigste Flüsse, acht Nymphen und acht Kindergruppen. Über den fünf Becken des Parterre de Latone flüchtet Leto (lat. Latona), die Geliebte des Zeus, mit ihren Kindern Diana und Apollo vor den bösen Bauern Lykiens.

Die Südachse endet an der Orangerie (1684 – 1686) und dem dahinter liegenden See Pièces d’Eau des Suisses, das die königliche Schweizer Garde anlegte. Das Ende der Nordachse markiert das Bassin de Neptune, dessen Brunnenskulpturen (1740) Neptun mit dem Dreizack und seine Gemahlin Amphitrite mit dem Zepter zeigen, flankiert von Okeanos auf einem Einhorn und Proteus mit Meerestieren.

Schloss Versailles: Blick vom Neptunbrunnen auf das Schloss. Foto: Hilke Maunder

Grand Canal

Zu Zeiten Ludwigs XIV. wurde der kreuzförmige „Große Kanal“ von goldenen Gondeln befahren, die ein Geschenk der Republik Venedig waren. Heute können ihr hier Ruderboote ausleihen oder die Fische füttern, die gierig nach Futter schnappen.

Königlicher Spaß: Ruderboot fahren im Schlosspark von Versailles. Foto: Hilke Maunder

Grand & Petit Trianon

Um ganz privat leben zu können, ließ Ludwig XIV. sich von Mansart und Robert de Cotte zwischen 1678 und 1688 ein zweites, privates Schloss errichten. Im Grand Trianon war ein Flügel ihm, der andere seiner Mätresse, Madame de Maintenon, vorbehalten. Das Kleine Trianonschloss wurde 1763 – 1767 von Gabriel für Madame de Barry, Favoritin Ludwigs XV., erbaut. Ludwig XVI. schenkte es später Königin Marie-Antoinette.

L´Hameau de la Reine (Domaine de Marie-Antoinette)

Marie-Antoinette fühlte sich im Schloss unwohl, litt unter dem Druck der höfischen Etikette, dem Getuschel, Gerede, den Intrigen. Sie zog sich ins Kleine Trianon zurück und ließ für sich und ihre Kinder in nächster Nähe einen englischen Garten samt Miniaturdorf mit Bauernhof, Molkerei, Mühle und Taubenhaus anlegen. Besonders Asiaten lieben das ländliche Ambiente als Kulisse für Hochzeitsfotos!

Schloss Versailles erleben: meine Tipps

Hinkommen (ab Paris)

RER

RER C bis Versailles Rive Gauche – Château de Versailles

SNCF

Transilien N ab Montparnasse, U ab La Défense Grande Arche bis Versailles-Chantiers, L ab Saint-Lazare bis Versailles Rive Droite, RATP-Bus 171 vom Pont de Sèvres zum Schloss

Besichtigen und erleben

Kommt früh, kauft eureEintrittskarten online und plant mindestens einen ganzen Tag ein! Besonders in der Hauptsaison sind die Warteschlangen lang – auch bei vorbestellten und bezahlten Eintrittskarten. Haupteingang A ist für Besucher mit Eintrittskarte, Haupteingang B für Gruppen. Die, Führungen beginnen gegenüber vom Ticketoffice.

Am Grand Canal beginnen Segway-Touren und Fahrten der Petit Train zwischen Schloss und Trianon vorbei an 18 Stationen im Park. Den Hunger stillt seit dem Jahr 1900 La Flotille – in der Brasserie mit Burgern, Steak und Salaten, im Restaurant mit traditioneller französischer Küche. Zweites Terrassenrestaurant im Herzen des Parks ist La Petite Venise.

Die Feste des Sonnenkönigs

Wie der Sonnenkönig seine glanzvollen Gartenfeste feierte, lassen die Jardins Musicaux, Les Grandes Eaux Musicales und Les Grandes Eaux Nocturnes an den Wochenenden von April bis Oktober erahnen. Barocke Musik begleitet die fantastischen Wasserspiele, Opern-, Theater- und Ballettaufführungen, die mit einem Feuerwerk enden.

Neue Kunst

Seit 2008 zeigt Versailles in der Wintersaison von Oktober bis Februar spannenden Strömungen in der aktuellen Kunst. Nach Jeff Koons (2008), Xavier Veilhan (2009), Takashi Murakami (2010), Bernar Venet (2011), Joana Vasconcelos (2012), Giuseppe Penone (2013), Lee Ufan (2014), Anish Kapoor (2015) und Olafur Eliasson (2016) gab es 2017 erstmals ein Gruppenausstellung zum Thema „a winter journey“. 2018/19 war Hiroshi Sugimoto zur Gast. Bis März 2020 heißt es jetzt: Château Revival 1867b – 1937.
www.chateauversailles.fr

Schlemmen

Ducasse

Für den Herzog von Beauvillier erbaute Jules Hardouin-Mansart in den 1680er-Jahren das Hôtel du Grand Contrôle. Berühmte Namen der französischen Geschichte wie Turgot, Calonne, Lomenie de Brienne und Necker gingen hier ein und aus, ehe das Kriegsministerium den prachtvollen Bau bis 2006 als Offiziersmesse nutzte. Zwei Jahre ungenutzt, erhielt 2008 die  LOV Hotel Collection / Alain Ducasse-Gruppe den Zuschlag für die Neunutzung. Er investierte Milllionen, restaurierte, modernisierte – und eröffnete 2015 z sein Restaurant: das  „Ore“ im Pavillon Dufour.

In seinen beiden Speisesälen haben die Architekten Dominique Perrault und Frédéric Didier trendig dekorative historische Themen aus der Zeit des Sonnenkönigs neu gestaltet. Tagsüber ein Café für alles, wird es nachts zur Bühne von Dîners wie zu Zeiten des Königs – mit historischen Menüs, Porzellan von Marie-Antoinette, ein Service „à la française“ und Personal in Paradeuniform.
• www.ducasse-chateauversailles.com

Essen & Trinken im Ort

L’Angélique

Sternechef Regis Douysset serviert Traditionsküche mit Taube, Ochs, Rind und Krebs, Tipp: Die obere Etage seines Lokales ist ruhiger und stilvoller.
• 27, Avenue de Saint-Cloud, Tel. 01 30 84 98 85, www.langelique.fr

Chez Renaud

Allerbeste Bistronomie – mittags für 18 €, abends für 25 €. Auf der Karte: Schnecken, Foie Gras, Lamm und Rind.
• 4, Rue Philippe de Dangeau, Tel. 01 85 15 22 39, www.restaurantchezrenaud.com

À la Ferme

Nahe der Saint-Louis-Kathedrale gibt es im „Bauernhof“ im „kuh“len Ambiente Grillküche und Deftiges aus dem Südwesten.
• 3, rue du Maréchal Joffre, Tel. 01 39 53 01 81, www.alaferme-versailles.com

Shopping

La Peinture de le Nôtre & andere

Ludwig XIV., Marie-Antoinette und Gartenarchitekt André le Nôtre standen Pate für eine Kollektion edler Wandfarben, die das Château du Versailles über seinen Museumsshop vertreibt. Der Luxus hat seinen Preis…
www.boutiquesdemusees.fr

Weiterlesen

Mein Reiseführer: Baedeker Paris*

Baedeker Paris 2018Monatelang habe ich recherchiert und gewühlt, ehe ich zur Feder griff.  Und danach mit Dr. Madeleine Reincke als Redakteurin im Verlag an ihm feilte. Am 2. Januar 2018 ist mein Baedeker „Paris“* ist der ersten Staffel des völlig neu konzipierten Reiseführer-Klassikers erschienen.
„Tango unter freiem Himmel: Die Stadt der Liebe: Der neue Reiseführer ‚Paris‘ zeigt – neben Sehenswürdigkeiten – besondere Orte für Höhenflüge, romantische Momente wie ‚Tango unter freiem Himmel‘ und unvergessliche Dinners. Dazu gibt’s viele Kulturtipps…“  schrieb die Hamburger Morgenpost über meinen Paris-Führer, der viele neue Elemente im enthält.

Zu den Fakten, neu und unterhaltsamer präsentiert, gibt es jetzt auch Anekdoten und Ungewöhnliches, was ihr nur im Baedeker findet. Und natürlich ganz besondere Augenblicke und Erlebnisse, die euren Paris-Aufenthalt einzigartig und unvergesslich machen.

Wer mag, kann meinen Paris-Reiseführer hier* bestellen.

Paris in Biographien*

Merian: Paris - eine Stadt in Biografien.

Jede große Metropole wird nicht nur von ihren Gebäuden, Straßenzügen und Plätzen geprägt, sondern in erster Linie von den Menschen, die in ihren Mauern leben und arbeiten. Dieses Konzept steht hinter der erfolgreichen Reisebuchreihe MERIAN porträts. Die Bremerin Marina Bohlmann-Moderson, Enkelin des Worpsweder Malers, hat für die Reihe das sehr lesenswerten Paris-Büchlein verfasst.

Auf jeweils acht bis zehn Seiten portraitiert sie Abélard & Héloïse, Henri IV, Louis XIV, Voltaire, Marie Antoinette, Napoléon, Honoré de Balzac, Victor Hugo, Claude Monet, Auguste Rodin, Auguste Escoffier, Marie Curie, Sidonie-Gabrielle Colette, Pablo Picasso, Coco Chanel, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, Edith Piaf, Boris Vian, Francois Truffaut und Yves Saint Laurent…

Und das nicht nicht nur anhand nüchterner Fakten. Sondern zieht Verbindungen zum heutigen Paris, erwähnt humorvoll Anekdoten und führt den Leser mit Esprit und schwungvoller Feder durch die Stadtgeschichte. Dank ihrer Portraits verankert sie sich viel tiefer im eigenen Wissen  als die kompakte Faktenflut, die andere Reiseführer liefern. Wer Paris ein wenig kennt, wird das Bändchen schätzen! Und kann es hier* gleich bestellen.

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier direkt bestellen.

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Schloss Versailles: Wasserspiel vor dem Südflügel. Foto: Hilke Maunder
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