Marc Chagall: Lebenslinien

Marc Chagall: ein Jude aus Weißrussland, der zum weltberühmten Maler aufstieg. Als  ältestes von acht Kindern wächst er in Vitebsk in einer armen Familie. Wegen seines Stotterns besucht er nur unregelmäßig die Schule. Dennoch wird er in St. Petersburg an der Kunstakademie aufgenommen.

1910 – 1914 besucht er das erste Mal Paris, finanziert durch den Verkauf zweier Bilder und ein Stipendium. In der französischen Hauptstadt, damals Versuchsküche der modernen Kunst, begegnet er Fauvisten, Kubisten und Ophisten, studiert und experimentiert mit ihren Stilen, aber bleibt letztendlich doch seinem ganzen eigenen Stil treu.

Marc Chagall in Montparnasse

Sein Atelier bezieht er im Impasse du Main, der heutigen Rue Antoine Bourdelle nahe des Gare du Montparnasse. Chagall liebt die französische Hauptstadt, ihr Licht und ihr Wahrzeichen: Der Eiffelturm wird zum Symbol der Freiheit; die französischen Nationalfarben Blau-Rot-Weiß prägen fortan sein Oeuvre.

Mit dem  Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrt Chagall nach Russland zurück, leistet seinen Militärdienst in einer Schreibstube ab und heiratet eine Frau, die Zeit ihres Lebens seine Muse wird: die Jüdin Bella Rosenfeld. 1920 zieht das Paar nach Moskau, wo Chagall eine Anstellung als Bühnenbildern und Wandmaler am Jüdischen Theater findet.

1923 kehrt er – mit Zwischenstopp in Berlin – nach Paris zurück, zieht wieder in die Nähe der Schlachthöfe ins russisch geprägte Künstlerviertel La Ruche (dt.: Bienenkorb) und illustriert Jean de la Fontaines Fabeln. Vor den Repressalien der Nazis flieht er 1941 nach New York, wird aber dort nicht heimisch – und kehrt 1949 wieder in das Land zurück, das neben seiner russischen Heimat sein Werk am stärksten geprägt hat: Frankreich.

Alterssitz in der Provence

Diesmal jedoch lockt ihn der Süden. St-Paul de Vence in der Provence wird seine neue Heimat. Als 97-Jähriger verstirbt er dort am 18. März 1985. Neben unzähligen Ölgemälden, Radierungen, Gouachen, Keramiken und Mosaiken hinterlässt Chagall Glasbilder und Kirchenfenster, deren intensive Leuchtkraft und Farbigkeit einzigartig sein. In Frankreich könnt ihr sie u. a. in der Kathedrale von Metz und Reims bewundern, in Deutschland im Dom zu Mainz.

Die Lebenslinien von Marc Chagall, die innige Liebe zu Bella, seiner Muse, und seine Auseinandersetzung mit der Bibel dokumentierte 2010/2011 eine Ausstellung im Bucerius Kunstforum Hamburg, www.buceriuskunstforum.de.

Das ganze Jahr hindurch sind Chagalls Werke im Musée National Message Biblique Marc Chagall ausgestellt.
• 36, Avenue Docteur Ménard, F – 0600 Nice, Tel. 04 93 53 8731, www.musee-chagall.fr

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Mein Reisebegleiter für die Küste

Baedeker smart Cote d'Azur

Mit den maßgeschneiderten, selbst erprobten Tagestouren, meinen Insidertipps und vielen selbst getestete Adressen könnt ihr mit dem Baedeker smart Côte d’Azur* die Côte d’Azur ganz entspannt genießen.

Entdeckt mit Christine Cazon, Krimiqueen der Küste, das mondäne wie volkstümliche Cannes und die Stadt ihres Ermittlers Leon Duval. Folgt mir beim Wandern auf dem Sentier Littoral, erlebt in Nizza einen Tag voller Genüsse – oder Monaco einen Tag lang rund ums Meer. Und verpasst auch nicht den maßgeschneiderten Ausflug ins Hinterland der azurblauen Küste. Wer mag, kann den Band hier* direkt bestellen.

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Ralf Nestmeyer: Reiseführer zur Côte d'Azur

Auch Ralf Nestmeyer  kennt die Küste und ihr Hinterland wie seine Westentasche – und hat zur Region nicht nur zig Reiseführer verfasst, sondern auch Krimis wie Roter La­ven­del* und Die Toten vom Mont Ven­toux*. Auch seinem Côte d’Azur-Band kommt dieses Expertise zugute. Neben den klassischen Must-Sees von Saint-Tropez, Cannes, Antibes und Nizza hält er auch zahlreiche Tipps fürs bergige Hinterland parat.

Und für  aktive Entdeckungen, mit Ge­birgs­wan­de­run­gen zu ein­sa­men Berg­se­en oder zu den Fels­zeich­nun­gen im Val­lée des Mer­veil­les. Klar, das auch die legendäre  Strand­wan­de­rung rund um die Halb­in­sel von Saint-Tro­pez nicht fehlt. Kurzum perfekt für alle, die gerne individuell und auch mal oft the beaten track unterwegs sind. Wer mag, kann den Band hier * direkt bestellen.

Erst mal inspirieren lassen?

DuMont-Bildatlas Côte d'AzurMein Kollege Robert B. Fishman hatte den DuMont-Bildatlas Côte d’Azur* ursprünglich verfasst. Ich habe ihn umfangreich überarbeitet, aktualisiert und ergänzt mit meinen persönlichen Tipps.

Themenseiten folgen dem Duft der Parfümeure nach Grasse und lassen euch hautnah beim Trüffelmarkt in Apt mit dabei sein. Features präsentieren die wichtigsten Orten, geben Hintergrund und machen Lust, auf eigene Faust die Region zu entdecken.

Von Marseille bis Menton: die Côte d’Azur  –  „das blaue Wunder“. Mit vielen Aktivtipps, Specials und Adressen für Entdecker.  Wer mag, kann den Band hier* direkt bestellen.

DuMont-Bildband SüdfrankreichTräumerei für Sessel & Sofa

„Le Grand Süd“ nennen die Franzosen die weite Region ihrer Mittelmeerküste. Gemeinsam mit Klaus Simon und Rita Henß als Co-Autoren präsentiere ich im DuMont-Bildband Südfrankreichdie vielen Facetten des Südens zwischen der Provence und den Pyrenäen in unterhaltsamen Stories und auf Infoseiten.

Großformatige Bildseiten machen diesen Band zu einem tollen Geschenk für Frankreich-Freunde. Oder euch selbst! Wer mag, kann ihn hier*direkt bestellen.

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