Französische Küche: Quiz & Tipps für Hobbyköche!

Julie Andrieu

Frankreichs Kochkunst gehört seit 2012 zum immateriellen Welterbe. Grund genug für die kostenlose französische Straßenzeitung „20 minutes“, seine Leser mit diesem Quiz zu unterhalten. Wie gut kennen Sie das kulinarische Erbe Frankreich, fragte sie.

Crêpe Suzette, Kouglof und Paris-Brest: Die Fragen zu diesen Spezialitäten könnt ihr sicherlich ganz leicht beantworten. Doch warum heißt die Charlotte Charlotte? Doch wer machte aus dem Kouglof einen Baba au Rhum? Und woher erhielt die Tarte Bourdaloue ihren Namen? Aufpassen, nachdenken und genau lesen, denn manche Fragen verführen geradezu zur falschen Antwort…

www.20minutes.fr/economie/1105477-connaissez-vous-vraiment-patrimoine-gourmand-francais

Französische Küche zum Nachkochen

Selten hat mir ein Kochbuch auf den ersten Blick so gut gefallen wie das neueste Werk von Rachel Khoo (*1980), die als Tochter einer Österreicherin und eines Malaien in London aufwuchs, sechs Jahre lang im bayrischen Landshut eine Klosterschule besuchte und nach dem Studium von Kunst und Design nach Paris ging, um in der berühmten Kochschule Le Cordon Bleu das Handwerk der Patisserie zu erlernen. Mit Rezepten für Müsliriegel und Knusper-Müsli füllte sie ihr erstes Kochbuch, mit selbst gemachten Brotaufstrichen ihr zweites.

Kulinarische Landpartie

Richtig berühmt wurde sie mit Buch Nummer drei: Paris in meiner Küche* stürmte die Bestsellerlisten in Großbritannien und bescherte der jungen Britin 2012 die erste Fernsehshow, die in Deutschland auch auf RTL Living zu sehen war.

Für Meine französische Küche* reiste Rachel mit Food-Fotograf David Lofthus durch die Provinz und entdeckte in Genussregionen wie Normandie, Bretagne, Provence, Elsass, Baskenland und Bordeaux lauter kulinarische Mitbringsel, die sie zu neuen Köstlichkeiten inspirieren – mit 100 Rezepten zum Nachkochen. Allez, an den Herd!

Die Welt in den Kochtöpfen von Paris

Paris als kulinarischer Melting Pot: Goutte d’Or und Barbès, Arabien und Asien, Indien und China, Märkte und Bistrots: Danyel Couet gestattet in Das Paris Kochbuch – eine kulinarische Weltreise* faszinierende Einblicke in exotische und traditionsreiche Küchen der Kapitale.

264 Seiten habe ich völlig begeistert durchgelesen. Und eine lange Liste erstellt, was ich nachkochen und auch einmal ganz gezielt unter dem kulinarischen Blickwinkel wieder besuchen möchte. Tolle Rezepte (99 an der Zahl!), tolle Schreibe, tolle Food- und Straßenfotos von David Loftus, tolles Papier, tolle Gestaltung – und garantiert nicht nur ein coffee table book … Und aus vollem Herzen stimme ich Ulrich Wickert zu, der zu diesem Werk meinte:

„In diesem Buch sehe ich Paris, ich schmecke die Quartiers, ich rieche den Duft der Baguette“

Jetzt wünsche ich mir, dass Danyel auch die anderen Winkel Frankreichs so entdeckt – wie wäre es mit Weltküche aus Marseille… kulinarischen Landpartien durch die Pyrenäen oder das Limousin… lauter Winkeln, die kulinarisch weniger bekannt sind. Danyel, da gibt es noch viel zu entdecken!

Verfasst hat das Buch Danyel Couet, der sein Handwerk in der Pariser Küche seiner Großmutter erlernt hat. Als Kind ist er im schwedischen Sollentuna aufgewachsen. Und in Schweden steht Danyel bis heute hinter dem Herd.

Zu seinem Gastro-Imperium in Stockholm gehören das Sternelokal Restaurang Fredsgatan (F12) in der königlichen Kunstakademie, mit dem er 2003 in die exklusive Runde der Haute Cousine, die Grandes Tables du Monde, aufgenommen wurde. Ebenfalls dazu gehören das Público, Miss Voon und die Kött & Fisk Baren.

Frankreichs Traditionsküche

Die regionale Küche Frankreichs war und ist ein Spiegel der Lebensbedingungen einer Gegend oder einer Epoche, schreibt Valérie Tellier Robert im Vorwort zu ihrem Kochbuch Ma France* aus dem Heel-Verlag.

Bereits von der Optik her lässt es das Flair der französischen Provinz von Grand-Mère aufleben: mit marmoriertem Papier und sepia-gefärbten Fotos, Etiketten, nostalgischen Postkarten und zeitgenössischen Aufnahmen aus dem Landalltag von heute.

Mit einer Flamiche au maroilles beginnt sie im Département Nord-Pas de Calais ihre kulinarische Zeitreise. Unterwegs erzählt sie Geschichten, Legenden, während die traditierten Rezepte die Speisefolge eines Menüs aufgreifen.

Neben regionalen Spezialitäten, die wie Lothringens Königinpastete, Marseilles Bouillabaisse, Elsässer Flammekuechle oder Coq au Vin aus dem Burgund weltberühmt wurden, sind auch weniger bekannte Köstlichkeiten vertreten: Schweinefüße St-Ménéhoud aus Champagne-Ardenne, Cervelle de Canut aus Lyon und die Reisterrine Teurgoule aus der Normandie.

Auch Kenner der französischen Küche werden Neues im 190 Seiten dicken Buch entdecken. Unterstützt wurden Autorin und Verlag vor Ort von Köchen, Historikern und vielen passionierten Bruderschaften und Verbänden, die sich für den Erhalt der regionalen Vielfalt bei Speisen und Erzeugnissen einsetzen. Nur schade, dass sich ein Tippfehler in den Untertitel eingeschlichen hat.

Julie Andrieus Gourmet Tour de France*

Sonnabends um 16.15 Uhr setzen sich reiselustige Franzosen vor den Fernseher und schalten France 3 ein. Dort läuft dann die Kochsendung Carnets de Julie. Gemeinsam mit dem Sternekoch Thierry Marx (19. September 1959) und dem Lebensmittelchemiker Raphaël Haumont lüftet Julie Andrieu die Geheimnisse der kulinarischen Schätze Frankreichs.

Kulinarische Landeskunde

Ihre Landpartie zu Produzenten ergänzen Zubereitungstipps, Rezepte und Anekdoten. Müsst ihr die Kartoffeln für den Gratin Dauphinois  vorkochen? Wie bleibt Putenfleisch schön saftig im Innern – und wird dennoch schön kross? Und wie gelingen Käsewindbeutel und Kalbsragout, Seebarsch in Salzkruste, Huhn in Champagner oder eine herzhafte Tarte mit Steinpilzen?

Seit 2009 bereist die 43-Jährige in ihrem knallroten Peugeot-Oldtimer das Land, entdeckt landestypische Gerichte wie Kaninchen in Senfsauce, gefüllte Krabben, Cassoulet, Flammkuchen oder Madeleines – und sammelt die Rezepte in ihren Reisenotizen, die heute als „Carnets de Julie“ längst in Frankreich allesamt Bestseller sind. Und das will bei einer Nation, deren Küche zum Welterbe zählt, schon etwas heißen! Einige ihrer Clips könnt ihr auf Youtube ansehen!

2016 erschient ihre Gourmet-Tour auf Französisch bei Alain Ducasse, dann folgte die Übersetzung ins Englische . Anfang 2017 hat der Gerstenberg-Verlag mit Meine Gourmet Tour de France*  auch eine deutsche Ausgabe aufgelegt.

Ein Menü à la Julie

Gratinierte Zwiebelsuppe

Gänse-Confit

Rhabarber-Erdbeer-Tarte

Die Eskapaden von Petitrenaud

Les Escapes de Petitrenaud gehört zu den beliebtesten Kochsendungen im französischen Fernsehen. Jede Woche stellt der im Jahr 1950 in Clermond-Ferrand geborene Gastrokritiker Jean-Luc Petitrenaud die kulinarischen Spezialitäten einer Region vor. Das Konzept: Stets trifft Petitrenaud dazu auf einen Sternekoch.

Diesmal war er mit seiner umglaublich sympathischen Mannschaft aus Kameramännern, der Produzentin Claudy Toche und seiner Tochter Louise, die ebenfalls für die Sendung arbeitet, in der Normandie unterwegs. Dort trafen sie u. a. den Zweisternekoch Jean Luc Tartarin in Le Havre und kosteten im Bistro Les Copains d’Abord, dessen Name an Georges Brassens erinnert, am  Quai Casimir Delavigne frische Austern und kühlen Sancerre. An 13. Oktober 2013 läuft die Sendung auf france5.

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