Das Hideaway auf Martinique: French Coco


French Coco, das einzige Small Luxury Hotel der französischen Antillen, liegt oberhalb der Bucht von Tartane

Fast am Ende einer Wohnstraße, die den Hang hinauf klettert,  hält der Minibus. Rechts und um die Ecke eine hohe Mauer, überragt von geradezu überbordendem tropischen Grün: Palmen, Lianen, Hibiskus in Blüte. Die sanfte Brise vom Meer vermengt sich mit dem süßen Duft von Frangipani: angekommen in Tartane, einem kleinen Städtchen an der Atlantikküste von MartiniqueFrench Coco, das einzige Small Luxury Hotel der französischen Antillen, findet ihr an der Atlantikküste von Martinique bei Tartane.

French Coco informiert dezent ein Schriftzug neben der hohen, verschlossenen Pforte. Dahinter versteckt sich das erste Haus, das auf den französischen Antillen Mitglied der Small Luxury Hotels ist. Die exklusive Vereinigung versammelt weltweit rund 500 Boutiquehotels, die ihren Gast auf eine ganz besondere Art individuell verwöhnen.

Und das beginnt im French Coco mit aufgerollten, weißen Tüchern – nicht warm, sondern frisch aus dem Eisschrank. Herrlich erfrischend in der feuchtwarmen Tropenluft, die im deutschen Novemberwinter mich doch erst einmal überwältigt. Und da kommt auch schon ein zweiter Martiniquais, auf dem Tablett eine Erfrischung.

Zum einen Ti Punch, der „kleine“ Rum-Klassiker der Karibikinsel. Und… undefinierbar rot und grün kommt es daher… was ist das nur? „Voilà – unser Hauscocktail Pastèque -Basil. Santé“, klärt mich der Ober auf. Wassermelone, Basilikum und Rum? Ich koste… gewöhnungsbedürftig… und zu hochprozentig für den frühen Abend.

Vorbei am Pool und noch mehr tropischem Grün, von Solarleuchten geschickt in Szene gesetzt, bringt mich Vincent auf Holzplankenweg zu meiner Unterkunft. 17 Suiten verstecken sich im Garten des French Coco, sehr geräumige Doppelzimmer in vier Kategorien.

Zu meiner „Suite Créole“ gehört neben einem großen Schlafraum mit viel Holz ein ebenerdiges Duschbad samt separatem WC und eine Terrasse samt Tee- und Kaffeebar, loungigen Teaksesseln und  – nein, nicht Plunge Pool, sondern Punch-Pool, einem „bac à punch“, eingebettet in eine grüne Landschaft mit 1000 Pflanzen der Insel.

„Welcome at home, willkommen daheim“, ist unser Motto, erzählt mir Robert Pellegato beim Dinner im stylischen, halboffenen Speisesaal, von dem aus ihr auf den Pool blickt. „Unsere Gäste sollen sich wie daheim führen – und eine „voyage en harmonie créole“ erleben, eintauchen in die kreolische Lebensart und karibische Harmonie erleben“.

Robert, ein Franzose mit italienischen Wurzeln, war im früheren Leben ein Luftfahrtsingenieur mit eigenem Unternehmen. Doch vor 30 Jahren verließ er Frankreichs Süden. Und zog mit seiner Frau Nadine nach Martinique.

2011 wagten beide ihr, wie sie es sagen. „größtes Abenteuer“. Sie ließen eine alte Herberge abreißen und errichteten ihr luxuriöse Ökohotel. „2016 eröffnet, erhielt es in den ersten sieben Monaten gleich drei Auszeichnungen“, sagt Robert stolz und holt die Trophäen.

Doch da kommt schon das Essen. Energisch stellt Robert die Auszeichnungen beiseite. „Das hier ist wichtiger. Bon appétit!“ Denn das, was der junge  Nathanaël Ducteil in der Küche zaubert, ist einfach nur: göttlich. Von seiner Mutter lernte er die karibischen Traditionen, beim Sternekoch Alain Ducasse in Paris die Haute Cuisine – und gewann prompt in Frankreich den Prix de l’Art Culinaire Créole.

Im French Coco serviert Nathanaël Ducteil allerfeinste Fusionsküche: Kreolenkost mit den Techniken der Haute-Cuisine. So verführt er Augen und Zunge, lässt Aromen explodieren, Seele und Sinne träumen.

100 Prozent verwöhnt, kehre ich heim zu ersten Nacht auf Frankreichs Tropeninsel. Die Frangipani hat ihre Blätter geschlossen. Jetzt duftet die Belle de Nuit. Herrlich, so einzuschlafen. Doch… was ist das? Wer macht diesen Höllenlärm? Morgen stelle ich euch das wilde Martinique vor!

Offenlegung

Die Karibikinsel Martinique entdeckte ich auf einer Pressereise, die das staatliche französische Fremdenverkehrsamt ATOUT France, das CMT FRANCE-EUROPE und das COMITÉ MARTINIQUAIS DU TOURISME veranstaltet haben. Den Hotels und anderen Unterkünften, in denen ich wohnen durfte, den Restaurants und besuchten Orten und Stätten sage ich herzlichen Dank für ihre Unterstützung.

Unglaublich kenntnisreich nicht nur beim Thema Rum, hilfsbereit und herzlich war auch die Fremdenführerin Veronika Kuster Kudrna, die uns die gesamte Reise über begleitetet hat. Auch ihr sage ich „merci“ und herzlichen Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat die Unterstützung meiner Reise nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

Genießt die Impressionen vom French Coco in Tartane!

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