In den Monts d’Ardèche

PNR Monts d'Ardèche, Quellgebiet der Loire.Foto: Hilke Maunder
In den Monts d'Ardèche. Foto: Hilke Maunder

Naturpark, Département und Fluss: Die Ardèche ist vielfältig. Und auch die landschaftliche Gestalt der Region im Südosten Frankreichs ist äußerst abwechslungsreich. IIm Norden bedecken große Tannenwälder die bis zu 1.700 m hohen Monts d’Ardèche.

Eine Königskerze reckt sich im regionalen Naturpark der Monts d’Ardèche in den Himmel. Foot: Hilke Maunder

In der Mitte säumen Esskastanienplantagen uralte Terrassen. Im Süden windet sich die Ardèche als Namensgeberin des Départements durch ein karstiges Hochplateau. Dort locken die wilden Schluchten der Gorges d’Ardèche.

Ich beginne meine Tour durch Ardèche mit Wanderungen rund um den Mont Gerbier-de-Jonc, einen 1.553 m hohen, erloschenen Vulkan. Leuchtend gelb ragen Königskerzen aus Blumen übersäten Wiesen.

Die geografische Quelle der Loire. Foto: Hilke Maunder

In einer windschiefe Hütte, die aus dem schwarzen Basalt der Vivarais-Vulkane errichtet wurden, drängen sich Touristen. Hier entspringt die Loire, der längste Fluss Frankreichs. Das sorgt im benachbarten Souvenirshop für sprudelnden Umsatz.

Sanft wellte Hügel, Heu auf den Wiesen, kleine Dörfer: ländliche Romantik, zeitentrückt. Foto: Hilke Maunder

Auf 180 Quadratkilometer ist die wilde, ursprüngliche Landschaft der Monts d’Ardèche als regionaler Naturpark geschützt. Wer den vielen markierten Routen folgt, wird auf engstem Raum ein faszinierendes Wechselspiel von rauen und lieblichen Landschaften, von sanft gewellten Hügelketten und wie Zuckerhüte aufsteigenden Bergkegeln erleben.

Ist diese Landschaft nicht wunderschön? Foto: Hilke Maunder

Auf den Faysses, den uralten Terrassen im Parc Naturel Régional des Monts d’Ardèche, wachsen Kastanienbäume. Bis heute werden in der Ardèche mit 6.000 Tonnen jährlich die meisten Esskastanien Frankreichs geerntet. Zur Blütezeit um 1860 dehnte sich die Kastanienproduktion auf 60.000 Hektar aus. Heute werden noch 34.000 Hektar von 1000 Kastanienbauern bewirtschaftet.

Kastanienwald im Herbst – der Boden ist bedeckt von Maronen. Foto: Hilke Maunder

Wie vielfältig die Nutzung des Brotbaums der Ardèche ist, verrät das Kastanienmuseum Castanea in Joyeuse. Ob 
Suppe, Ragout, Püree, Gratin oder Pudding, ob geröstet oder gekocht – die Kastanie ist aus der lokalen Küche nicht fortzudenken.

Richtig salonfähig wurde sie aber erst als kandidierte Marone. 1882 industrialisierte Clément Faugier aus der Ardèche die Erzeugung der kandierten Maronen, an denen man sich bereits unter Ludwig XIV. ergötzte. Die Häuser Faugier in Privas, Sabaton in Labégude und Imbert in Aubenas bereiten bis heute die vornehme Nascherei zu.

Überall grünt und blüht es in den Monts d’Ardèche. Foto: Hilke Maunder

Info

Maison du Parc naturel régional des Monts d’Ardèche

Domaine de Rochemure
F – 07380 Jaujac
Tel. 04 75 36 38 60
www.parc-monts-ardeche.fr

Castanea

2018 wurde das Kastanienmuseum von Joyeuse als neu konzipierte Erlebnisausstelung Castanea neu eröffnet.
• 2, Parvis de l’église, 07260 Joyeuse, Tel. 04 75 39 90 66, www.castanea-ardeche.com

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Stille Wasser, umgeben von wilder Natur: der regionale Naturpark der Monts d’Ardèche. Foto: Hilke Maunder

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Wilde Natur am Mont Gerbier-Jonc. Foto: Hilke Maunder
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