Ein Wochenende in … Pau

Pau: Kontraste. Foto: Hilke Maunder
Reiches Erbe und junge Kunst: Pau. Foto: Hilke Maunder

Sie liegt exakt  zwischen den Badestränden des Atlantik und den Bergspitzen der Pyrenäen, ist mit 750 ha Parkanlagen die grünste Stadt des Südwestens und Hauptstadt des Départements 64: Pau.

Die alte Königstadt des Béarn pulsiert mit frischen, jungen Vibes. Und begeistert Aktive mit ihren tollen Sportangeboten.

Royales Sightseeing, himmlischer Genuss und ganz viel Fun unter freiem Himmel: euer Reiseplan für ein erlebnisreiches Wochenende in Pau!

Klassische Schönheit am Boulevard der Pyrenäen. Foto: Hilke Maunder

FREITAG

Pyrenäen gucken zum Apéro…

Hinfahren, Ankommen, Apéro! Schönste Sunset-Spots sind die Bars des Boulevard des Pyrénees. Eine Institution ist die Brasserie L’Aragon, die TF1-Jurykoch Yves Camdeborde mit Langzeitfreund Christophe Humbert und dem ehemaligen internationale Rugbyspieler Frédéric Torossian gekauft, anderthalb Jahre renoviert und heute wieder zu einem Spot gemacht hat, wo sich Pau vom Frühstück bis zum Dîner oder letzten Drink trifft.
• 18, blvd. des Pyrénées, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 12 43, http://brasserie-aragon.com

„Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein“, ist das Motto von Le Poulet à trois Pattes, das im Sommer seine gelben Stühle und schwarzen Tische auf den Trottoir stellt – und alle drei Wochen seine Speisekarte erneuert.
• 26, blvd. des Pyrénées, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 17 33, www.lepouleta3pattes.fr

Moderne Gemütlichkeit im Restaurant Poulet à 3 Pattes. Foto: Hilke Maunder

Pau schmeckt!

Eine beliebte Adresse ist auch die gemütliche Weinbar Gueuleton, in der im Winter das Feuer im Kamin prasselt, im Sommer sich draußen der Grillrost dreht. Und das Ambiente, die Gerüche und die Gerichte sofort Gemütlichkeit verbreiten.

Wie die „Garbure“, die Gemüsesuppe der Pyrenäen oder das „Huhn im Topf “ (Poule au Pot“), das Heinrich IV. als Sonntagsmahl jedem  seiner Untertanen verordnete und bezahlte. Gegenüber den Arkaden des Place Gramont, unweit des Bernadotte-Museums, der Gave und des Château de Pau gelegen, verbreitet die Bar à Vin von Adrien (aus Pau) und Rémi (zugezogen aus Lot-et-Garonne) sofort die Gastlichkeit, für die der Béarn so berühmt ist.
• 2. place Gramont, 64000 Pau, Tel. 05 24 36 12 30, www.gueuleton.fr/le-gueuleton-pau

Das nette Team vom SNUG. Für die DSGVO-Konformität hat sich das Trio umgedreht. Foto: Hilke Maunder

Ein letzter Absacker…

Bummelt durch die nächtliche Stadt hin zum angestrahlten Schloss und genehmigt euch noch nur wenige Schritte entfernt einen Absacker in der sympathisch kleinen, sehr stylisch im Fifties-Meet-Zeitgeist-Mix eingerichteten Cocktailbar SNUG von Murielle und Maxime, die für ihre exquisite Auswahl von Rum und Whisky die Welt bereisen.
• 1, rue du Château, 64000 Pau, Tel. 09 83 25 90 31, https://snugpau.fr

Als Bermuda-Dreieck der Nachtschwärmer gilt jedoch die Ecke, an der die Rue des Orphelines und die Rue Ganchot aufeinander treffen mit legendären Bars wie Les Sardines, L’Adresse und Le Boga Boga.
• Les Sardines: 9, Rue Gachet, 64000 Pau, Tel. 05 59 71 30 84
• L’Adresse: 20, Rue des Orphelines, 64000 Pau, Tel. 05 59 21 80 46
• Le Boga-Boga:  19, Rue des Orphelines, 64000 Pau, Tel. 05 59 83 71 44,  http://lebogaboga.fr

„Snug“ heißt „gemütlich, und das ist diese Bar wirklich. Foto: Hilke Maunder

Clubbing?

Dudu (Durango)Conné (Connemara) und La Villa 247: Dieses Trio rockt Pau, lockt Party bis in den Morgen. Erst um sieben Uhr ist Schluss, hat die Stadt Pau festgelegt.  Und danach: au lit.
• Durango: 9, Rue de la Fontaine, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 60 51
• La Villa 247: 13 bis, Rue d’Etigny, 64000 Pau, Fr., Sa. 0.30 – 6 Uhr
• Connemara: 17, Rue Valéry Meunier, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 81 14

Hôtel Bristol: der Eingang. Foto: Hilke Maunder

Bonne nuit!

Zu den besten Adressen im Zentrum gehört für mich das Hôtel Le Bristol, das in einem Belle-Époque-Palais residiert – und einen offenen, mit Tor verschlossenen Parkplatz besitzt! Der Salon ist stylisch im Art-Déco eingerichtet, die 21 ruhigen Zimmer sind seit 2016 komfortabel renoviert.

Hôtel Bristol: ein Standard-Doppelzimmer. Foto: Hilke Maunder

Im vierten Stock bieten sie tolle Ausblicke auf die Pyrenäen. Fahrstuhl statt Treppensteigen, schnelles Wifi, gutes Frühstück und freundlicher Empfang von Charles und seiner Frau: Für mich war dieses Hotel parfait in Pau! Weitere Bettentipps findet ihr weiter unten bei den Infos.
• 3, rue Gambetta, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 72 98, www.hotelbristol-pau.com

Pau: Pyrenäenblick vom Hôtel Bristol. Foto: Hilke Maunder

Wer es luxuriöser liebt, steigt im Fünfsternehaus Villa Navarre ab und genießt bwi Stéphane Carella den Glanz und Luxus jener Jahre, als die Briten nach Pau pilgerten. Küchenchef Alain Carrère arbeitet in Paris bei Sternekoch Christian Constant, ehe er nach 35 Jahren in seine Heimat zurückkehrte.
• 59, Avenue Trespoey, 64000 Pau, Tel. 05 59 14 65 65, www.villanavarre.fr

Einzigartig ist der Belvedere des einstigen Splendide Hôtel  mit seinem 360-Grad-Rundblick hoch über den Dächern von Pau. Eigentümer Jean Sanchez hat das Türmchen auf dem Dach des einstigen Nobelhotels zu einer“micromaison“ ausgebaut, cool eingerichtet in Rot und Weiß, Vintage und modern. Bei Airbnb könnt ihr die wohl ungewöhnlichste Unterkunft von Pau mieten!
• 3, Place Royale, 64000 Pau, Tel. 06 10 16 21 83, www.airbnb.fr

Die moderne Markthalle von Pau. Foto: Hilke Maunder

SONNABEND

Vormittags: Shopping & Schlemmen – die Halles de Pau und die Innenstadt

Mit dem Schlemmerpass „Pass Gourmand“ könnt ihr heute nach Herzenslust den Bauch gucken, kosten und genießen. Denn zum Pass gehören Gutscheine. Ihr könnt sie bei den 37 Händlern der hypermodernen Markthalle Les Halles de Pau vorlegen, die im Frühjahr 2017 als weißer, klarer Kubus eröffnete – und  bei ausgewählten Genussadressen in der Stadt.
• Place de la Republique,www.hallesdepau.fr, Mo. geschl.

Klar, hell, licht und verführerisch duftet: im Innern der Markthalle von Pau. Foto: Hilke Maunder

Mit dabei sind Schlachter mit leckeren Terrinen und Würsten, Käsemeister mit Spezialitäten von Schaf und Kuh aus Ossau-Iraty, Greuilh und anderen berühmten Käseecken des Südwestens, Schokoladenmanufakturen, Bäcker und natürlich auch „caviste“, bei denen ihr Weine aus Jurançon, Madiran, Béarn, Pacherenc und anderen Ecken Frankreichs kosten könnt.

Köstliches von Ente, Gans und Schwein könnt ihr bei Maison Lauga mit dem „Pass Gourmand“ probieren. Foto: Hilke Maunder

Mehrere Cafés und Bars umgeben die große Place de la République mit der wuchtigen Markthalle. An der Ecke zur Rue de la République hat die Japanerin Yuri Nagaya mit L’Amateur des Thés ein Restaurant eröffnet, bewusst unauffällig. Ohne ausgehängte Karte.

Drinnen vereint es die kulinarischen Traditionen aus Japan und Frankreichs Südwesten und kreiert kulinarischen Überraschungen: explosiv auf der Zunge, minimalistisch im Look.
• 1, Rue de la République, 64000 Pau,  Tel. 05 59 32 81 06, https://lamateurdethes.jimdo.com

Selfie mit Schäferschirm… Foto: Hilke Maunder

Schräg gegenüber vom stylisch dezenten Schlemmertempel beginnt die Rue Noguét. An der Ecke zur Rue Montpensier verrät euch ein großes Wandbild, was euch erwartet, wenn ihr linker Hand um die Ecke biegt: die einzige – und letzte – Manufaktur Frankreichs, die noch Regenschirme für Schäfer herstellt.

Sie sind größer als andere Schirme. Und vor allem winderprobter. Da keine Metallstangen den Stoff halten, sondern flexibles Rohr, verbiegen oder reißen die Schirme nicht. Bis Windstärke sechs sollen sie aushalten können, erzählt  Christophe, während er vor meinen Augen im Werkstattgeschäft von Au Parapluies des Pyrénées den nächsten Schirm montiert.

Christophe ist der letzte Schirmmacher der Stadt. Foto: Hilke Maunder

Rund drei bis vier Stunden benötigt er für einen Schirm, der zum Abschluss den traditionellen Buchenknauf als Griff erhält. „Gebogene Griff sind nur was für Städter“, sagt Christophe. „Unsere Schäfer schwören auf den Knauf!“
• 12, Rue Montpensier, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 53 66, www.parapluiedeberger.com

Die Rue Montpensier geht nahtlos in die Rue Servier über. Folgt ihr ein kurzes Stück und biegt dann in die Rue Saint-Jacques ab, die euch zur Place de la Libération bringt. Wenige Schritte weiter biegt linker Hand die Rue des Cordeliers ab.

Street Art im Atelier Ambulant. Foto: Hilke Maunder

Folgt ihr bis zur Kreuzung mit der Rue Maréchal Joffre.  Dort hat sich eine der ersten Ladenpassagen von Pau in einen Hotspot der urbanen Kunst verwandelt: das Atelier Ambulant.

Künstlergalerie im Atelier Ambulant. Foto: Hilke Maunder

Die Stadt hat ihre die Läden kostenlos an lokale Künstler vermietet, die sie jetzt als Atelier und Ausstellungsraum nutzen: ein kreatives, Labor, das mit Street Art, ungewöhnlichen Installationen und ausgefallen Ideen überrascht.
• Galerie Joffre, 6400 Pau, www.facebook.com/Atelierambulant

Von Stencils bis zu riesigen Portraits: die urbane Kunst im Atelier Ambulant. Foto: Hilke Maunder

Ein zweites Kreativzentrum entstand rund um die einstigen Straßenbahnwerkstätten an der Avenue Gaston Lacoste. Dorf verkauft Sophie Soukhaseum in ihrer Boutique Cozyn Trendiges und Lifestyle aus dem Béarn: Mode für Mann und Frau, Schmuck und andere Accessoires, aber auch Lampen, Tischware und Porzellan.

Sopie von Cozyn. Foto: Hike Maunder

Ein kleiner, stylischer Salon de Thé und eine Coworking-Space mit Seminar- und Arbeitsräumen runden den Concept-Store der Französin aus Laos ab.
• Avenue Gaston Lacoste, Pont Lalanne, 64000 Pau, Tel. 05 59 83 92 71, www.cozyn.com

Die Boutique von Cozyn in Pau. Foto: Hilke Maunder

Außergewöhnliche Designobjekte im Industrielook findet ihr wenige Schritte weiter bei Bertrand Masson im Atelier Palois. Der einstige Kapitän der französischen Handelsmarine verwandelt Recyclinggüter in äußerst stylische Leuchten, Tische und Stühle.
• 19, Avenue Gaston Lacoste, ZA Pont Lalanne, 64000 Pau, Tel. 05 59 06 83 46, www.atelierpalois.fr

Une Histoire de Corde: Schon die Fassade verrät, womit Florian Perrin arbeitet. Foto: Hilke Maunder

Céline von Cénélia lässt in ihrer dortigen Lederwerkstatt von den Antillen zu farbenfrohen Ledertaschen in allen Formen und Stilen inspirieren. Florian Perrin von Une Historie de Cordes hat die Fassade und einige Fenster der Werkstatt mit festen bunten Baumwollfäden umwickelt. Drinnen  macht er daraus Möbel: Tische, Stühle und Bänke aus Seil, mal farbig, mal minimalistisch in Schwarz oder Weiß.

Pau: Une Histoire de Cordes. Foto: Hilke Maunder

Doch jetzt: zurück zur City. Und hin zu dem Platz, auf dem ihr Herz schlägt: der 2006 komplett umgestalteten und verkehrsberuhigten Place Georges Clemenceau.

Octobre Rose auf der Place Georges Clemenceau – eine Aktion gegen Brustkrebs. Foto: Hilke Maunder

Hockt euch dort in eines der vielen Terrassencafés, genießt das bunte Treiben rund um die Bodenfontainen, den Pavillon und das nostalgische Karussell. Und lauft dann vorbei am Palais des Pyrénées, einem Büro- und Einkaufszentrum, die Fußgängerzone gen Süden entlang bis zur Place Royale.

Shopping mit Bergblick: Palais des Pyrénées. Foto: Hilke Maunder

Nachmittags: Pau ganz königlich

Am Anfang war Pau stand eine kleine Burg, die eine Furt über die Gave von Pau kontrollierte. Im Schatten der Burg entstand eine Siedlung, die in der Renaissance zu einer richtigen Stadt herangewachsenen war. Gaston Phoebus, dessen Statue sich vor dem Schloss erhebt, hatte im 14. Jahrhundert die Burg neu befestigen und mit einem Ziegelsteinturm (Tour de la Monnaie) versehen lassen.

Gaston Phoebus vor dem Schloss. Foto: Hilke Maunder

Henri d’Albert und Marguerite d’Angoulême, die Großeltern von Heinrich IV., verlegten ihren Königshof nach Pau und umgaben das Schloss mit herrlichen Gartenanlagen, die ihr Sohn Antoine de Bourbon persönlich überwachte.

Heute Nachmittag entdeckt ihr die royalen Zeugnisse der Stadt – die durchaus auch zu überraschen wissen! Los geht es an der Place Royale mit ihren 89 Lindenbäumen, die bis heute von städtischen Gärtner jedes Frühjahr säuberlich gestutzt und in Form geschnitten werden.

Sie stehen Spalier für das Denkmal (1843) jenes Königs, der am 3. Dezember 1553 (nach einigen Quellen am 14. Dezember) in Pau geboren wurde – und angeblich mehr als 70 Frauen als „vert galant“, Schürzenjäger, erobert haben soll: Heinrich IV. Am 4. Mai 1610 wurde Henri Quatre, der dem Land mit dem Edikt von Nantes die Religionsfreiheit gegeben hatte, von einem religiösen Fanatiker in Paris erstochen.

Die Place Royale von Paul. Foto: Hilke Maunder

Der Platz endet am Boulevard der Pyrenäen, den Jean-Charles Alphand als Gegenstück der „Promenade des Anglais“ in Nizza entwarf. 49 Säulen und Bögen tragen das  1894-1896 errichte Viadukt.

Ist die Aussicht vom Boulevard des Pyrénées auf die Pyrenäen nich atemberaubend? Foto: Hilke Maunder

Die 1,8 km lange Allee bietet bei geradezu atemberaubende Ausblicke auf die Pyrenäen. In die Brüstung eingelassene Inschriften verraten euch, welchen Gipfel ihr vor euch seht.

Steilster und schroffster „Zahn“ der  Bergkette ist der 2.884 m hohe Pic du Midi d’Ossau, der vulkanischen Ursprungs ist. Seine Caldera ist vom Boulevard jedoch nur zu erahnen…

Die Esplanade du Funiculaire. Foto: Hilke Maunder

Am Boulevard entlang kommt ihr zur Esplanade du Funiculaire mit seiner Sequoia, üppigen Blumenbeeten und dem Brunnen von Alfred von Vigny. Der Funiculaire ist eine 105 m lange Standseilbahn, die den Bahnhof im Tal (180 m) mit dem 30 m höher liegenden Boulevard des Pyrénées verbindet: kostenlos – und mit Fahrradtransport!

Um vom Felsplateau zum Talbvoden der Gave zu gelangen, könnt ihr den Sentiers du Roy folgen und eine Grünanlage mit Palmen, Bananenstauden und vielen anderen  exotischen Pflanzen entdecken, die zur Millenniumswende auf einer Industriebrache angelegt wurde.

Blick auf die Pyrenäen und Parc Tissué im Tal. Foto: Hilke Maunder

Die „Wege des Königs“ bringen euch zum Parc Tissué. Dort erinnert Le Tour des Géants als Open-Air-Museum an die Sieger der Tour de France. Seit über 71 Jahren ist Pau Gastgeber der Tour, und jedes Jahr kommt mit dem Gewinner des Radrennens eine neues gelbe Säule hinzu, die Wissenswertes zum Fahrer erzählt.

Direkt unterhalb der Place Royal könnt ihr vom Boulevard des Pyrénées den Pavillon des Arts erkennen, der 1831 als Maison des Bains errichtet wurde und  bis 1899 als Spielcasino diente.

Pau: Église Saint-Martin. Foto: Hilke Maunder

Weiter auf dem Boulevard des Pyrénées entlang, kommt ihr zur neogotischen Église Saint-Martin. Den Briten verdankt die Kirche ihre erstaunlichen Bäume – vom Zitronenbaum, der zugleich blüht und Früchte trägt, bis zum eindrucksvoll großen Gingko.

Das Hôtel Gassion gehört zu jenen prachtvollen Villen, die Pau einst den Ruf als „St. Moritz der Pyrenäen“ eintrugen. Als es 1870 eröffnete, galt es als eines der besten und modernsten Hotels Europas – besaß es doch neben einem großen Ballsaal, einem prachtvollen Wintergarten und einem vorzüglichen Restaurant auch Geldspielautomaten!

Pau: das einstige Parlament von Navarra. Foto: Hike Maunder

Vorbei an einem kleinen Steingarten, der sich auf dem Dach des Hôtel du Département versteckt, kommt ihr zum Gitter, das den Eingang zum Musée National du Château de Pau markiert.

Mittelalterliche Festung, Renaissance-Palast und Königsresidenz zugleich, ist die Geburtsstätte von König Heinrich IV.  eines der meistbesuchten nationalen Museen in Frankreich.

Das Schloss von Pau. Foto: Hilke Maunder

Und was recht selten ist: Im Schloss von Pau gibt es auch deutschsprachige Führungen! Das prunkvolle Himmelbett von Kaiser Eugénie und das mit Samt ausgekleidete Schlafzimmer von Jeanne d’Albrets sind echte Hingucker.

Doch der Höhepunkt ist der  mit Gobelins geschmückten Geburtssaal von Heinrich IV. – seine Wiege war ein riesiger Schildkrötenpanzer! Eingerahmt wird das Schloss von prachtvollen formellen Gärten aus Mittelalter und Renaissance.

Der Schlossgarten. Foto: Hilke Maunder
Die Gartenseite des Schlosses von Pau. Foto: Hilke Maunder

Heinrich IV. war jedoch nicht der einzige König, der in Pau geboren wurde. Auch die Wiege des Königs von Norwegen und Schwedne stand hier. Glaubt ihr nicht?

Dann besucht die Maison Natale de Bernadotte (1730) und entdeckt das Leben und den Werdegang von Jean-Baptiste Bernadotte , der zunächst zum Reichsmarschall und später zum König von Schweden und Norwegen ernannt wurde.

Direkt am Schloss beginnt der Abstieg in das Hédas-Viertel. Foto: Hilke Maunder

Abends: Hinab in die Hédas

Dunkel, dreckig und verrufen, war es einst, das Hédas-Viertel von Pau.  Nicht weniger als sieben Brücken überqueren diese Schlucht, in der einst der Bach Hédas floss.

Sein Wasser war ein Quell für Mensch und Tier, sein Bett lieferte Sand, Lehm und Kies für den Bau von Häuser, von Mauern, vom  Pflaster von Pau.

Der Hédas von Pau. Foto: Hilke Maunder

Eng und verwinkelte waren seine Gassen im Schatten der Burg – und filmreife Kulissen für den Fred-Zinnemann-Klassiker Behold a Pale Horse („Deine Zeit ist um“, 1964) mit Gregory Peck, Anthony Quinn und Omar Sharif in den Hauptrollen.

Doch seit 2018 ist alles anders. Pau hat nicht nur viel Geld in die Hand genommen, sondern auch Fantasie – und den Hédas in eine grüne Passage verwandelt. Hinab führen  von der Oberstadt mehrere schmale Passagen und Treppenwege sowie Aufzüge in der Rue des Cordeliers und an der Place de l’Espagne.

Im Hédas von Pau: die Bar L’Imparfait. Foto: Hilke Maunder

Bummelt dort einlang, entdeckt die neuen Gärten, die Place Récarborde mit ihrem Spielplatz und grünen Oasen, erlebt völlig neue Perspektiven von Pau und hockt euch in eines der Cafébars, die ihre Stühle hinaus auf die Passage gestellt haben, und genießt einen Apéro in Bars wie L’Imparfait.

• L’Imparfait: 20, Rue du Hedas, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 98 75, www.facebook.com

Street Art Lighting: die allabendliche Lichtershow im Hédas. Foto: Hilke Maunder

Dann könnt ihr das  „Street Art Lighting“ entdecken, das das ganze Jahr  hindurch ab Einbruch der Dunkelheit die Hédas in einen magischen Ort verwandelt.

Mein  Tipp zum Dîner: La Table d’Hôte

Beste Küche im Hédas: das Table d’Hôte. Foto: Hilke Maunder

Eine alten Gerberei aus dem 17. Jahrhundert am Anfang der Hédas gehört heute zu den schönsten Schlemmeradressen von Pau. Schon die Einrichtung mit ihrem Mix aus alten Backsteinwänden, dicken Holzbalken und modernen Möbeln in Rot, Schwarz und Grau verleihen dem Restaurant viel Charme.

Der Küchenchef vom Table d’Hôte nach getaner Arbeit. Foto: Hilke Maunder

In der Küche steht mit Fabrice Juzanx ein Mann am Herd, der eng mit lokalen Erzeugern zusammenarbeitet und ihre Produkte kreativ verwandelt in köstliche Genüsse. Vom Entenleber-Confit mit Rotwein und Gewürzen über zarte Rinderfilets von der „Blonde d’Aquitaine“ bis zur Erdbeersuppe mit Mascarpone und Limette.
• 1, Rue du Hedas, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 56 06, www.facebook.com

Jüngster Grünstreifen von Pau: die Promenade im Hédas. Foto: Hilke Maunder

SONNTAG

Aktiv unterwegs

Wildwasser hautnah

Die Gave hat Pau zu einem Mekka der Kanuten gemacht. Mehr als 500 Athleten aus 57 Nationen nahmen dort 2017 an der Kanuslalom- und Wildwasser-Weltmeisterschaft. Austragungsort war das Stade d’Eaux-Vives im Süden der Stadt. Das moderne Wildwasserzentrum liegt direkt an der Gave, die einen künstlichen Wasserkreislauf bewässert.

Das Wildwasserzentrum Stade d’Eaux Vives. Foto: Hilke Maunder

Per Knopfdruck verwandeln sich die ruhigen Fluten in tosenden Wasserschwälle. Ein Förderband bringt die Boote – und die Rafts – zurück an den Start. Wer nicht nur von der Café-Terrasse dem Training von Profis, Nachwuchssportlern und Schülern zuschauen will, kann dort im Airboat durch das Wildwasser gleiten. Oder versuchen, es beim Stand-Up-Paddling zu meistern!
• Parc Aquasport, 3, 9 avenue de l’Yser 64320 Bizanois, Tel.  05 59 40 85 44, www.paupyrenees-stadeeauxvives.fr

Wildwasser per Knopfdruck – im Stade d’Eaux Vives. Foto: Hilke Maunder

Radeln und Wander am Fluss

Gegen Westen könnt ihr dem Lauf der Ousse folgen. Direkt am Stadtrand kommt ihr am Pau Golf Club 1858 vorbei. Er rühmt sich, der älteste Golfclub der Welt zu sein –, von den Anlagen auf den britischen Inseln einmal abgesehen.
• Rue du Golf, 64140 Billère, Tel. 05 59 13 18 56, www.paugolfclub.com

Die Lacs de Laroin sind zwei 13 und 35 ha große Angelseen, die heute zum Parc Urbain de Pau gehören. Von dort bringen euch Wander- und Radwege bis nach Tarsaq. Oder lauft einmal rund um die beiden Seen.

Stolze Hengste

1808 wohnte Napoleon Bonaparte nach seiner Rückkehr aus Spanien, wo er gerade seinen Bruder auf den Thron gesetzt hatte, im Burgschloss von Gelos. Und kam auf die Idee, auf dem Anwesen des Barons de Duplaa,  Präsident des Parlaments von Navarra, ein kaiserliches Gestüt zu errichten. 1817 wurde das  Nationalgestüt von Pau-Gelos (Haras National) eröffnet. In seinen 100 Boxen werden heute 40 Zuchthengste, Rassehengste und Sporthengste, aus zehn, meist regionalen Rassen, gehalten und gezüchtet.

Im Ausstellungssaal präsentiert das Gestüt einige seiner zwölf wertvollen Pferdekutschen vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert. Geschirre, Halsketten, Sättel und Netze verströmen in der Sattlerei den Geruch alten Leders und eine fast dörfliche Gemütlichkeit. Prüft vor dem Besuch den Veranstaltungskalender des Gestüts – ab und an gibt es tolle Vorführungen und Events!
• 1, Rue du Maréchal Leclerc, 64110 Gelos, Tel. 05 59 06 98 37, www.ifce.fr

Mit der Ente durch Pau? Die World Safari Company bietet begleitete Touren in und um Pau an. Foto: Hilke Maunder

 …oder Genuss-Ausflug?

Vignoble Jurançon

Der Legende nach wurde Heinrich IV. bei der Geburt mit Wein aus dem Jurançon getauft worden sein – sein Großvater Henrich II. d’Albret soll ihm erst die Lippen mit Knoblauch bestrichen haben, dann ein Gläschen Jurançon eingeflösst haben. Da es dem Baby sichtlich schmeckt, soll der Großvater gesagt haben,. „Tu seras un vrrai Béarnais – du wirst mal ein echter Béarnaiser sein“

Südlich von Pau: die Cave de Jurançon von Gan. Foto: Hilke Maunder

Die Weingärten des Jurançon im Süden von Pau stoßen heute fast an die Stadt. Auf sanft gewellten  1200 Hektar Rebland reifen Petit und Gros Maseng heran, aus denen trockene Weißweine mit fruchtigen wie mineralischen Aromen gekeltert werden. Und der Jurançon doux, ein goldgelber Süßwein, der perfekt zur Foie Gras des Südwesten passt.

Folgt der Route du Vin du Jurançon und plant auch einen Besuch der Cave des Producteurs du Jurançon in Gan ein, die stets mit einer Verkostung endet!

Weiße Jurançon-Weine der Koooerative von Gan und rote Tropfen aus Béarn. Foto: Hilke Maunder

Hungrig? Huhn im Top!

Heinrich IV. machte es zum Regierungsprogramm, am Sonntag jedem seiner Untertanen ein „Poule au Pot“, ein Huhn im Topf“  zu garantieren. Dieses Traditionsgericht ist für viele im Béarn bis heute das Sonntagsessen – und findet ihr auch in zahlreichen Restaurants dann auf der Karte – in Jurançon im Hotel-Restaurant Le Castel du Pont d’Oly, in Gan in der Auberge Le Tucq, und im Bistrot de l’Ossau.

Pau: meine Reise-Infos

Hinkommen

Mit dem Flieger

Der Flughafen Pau-Pyrenéees liegt 13 km nordwestlich  des Stadtzentrums. Via Paris, Marseille und Lyon kommt ihr dorthin.

Mit der Bahn

Von Bordeaux, Bayonne, Toulouse und Lourdes kommt ihr direkt nach Pau mit der SNCF. Der Bahnhof befindet sich in der Unterstadt. Der Funiculaire bringt euch, euer Gepäck, Buggy oder Fahrrad kostenlos hinauf ins Stadtzentrum.

Mit dem Auto

Pau liegt genau auf halbem Weg zwischen Bordeaux und Toulouse (je 200 km). In rund einer Stunde erreicht ihr die Bergspitzen der Pyrenäen – oder die Badestrände am Atlantik. Auf dem citynahen Großparkplatz Place Verdun mit seinen 1500 Stellplätzen könnt ihr euer Gefährt für 1 Euro/Tag (2019) abstellen – die Parkgarage sind ungleich teurer!

Mit dem Fernbus

Flixbus, Ouibus, Eurolines und BlaBlaBus haben Pau ins Streckennetz integriert.

Geführt mobil

Die World Safari Company bietet mit der berühmten „Ente“ geführte Touren in und um Pau an –- maßgeschneidert nach euren Wünschen. Ich durfte auch ans Steuer. Die Handschaltung erfordert etwas Übung, und bei der Bremse müsste ihr kräftig zutreten!

Schlemmen & genießen

Pau: Altstadt-Flair, ganz frankophil. Foto: Hilke Maunder

Bistros mit einer „cuisine du terroir“

Chez Olive

Uriges Ambiente mit Steinguttellern und dunklem Holz: Seit 1947 serviert der Patron in einem Gebäude aus dem 12. Jahrhundert neotraditionelle Küche.  80 ausgesuchte Weine auf der Karte.
• 9, Rue du Château, 64000 Pau, 05 59 27 79 45, https://chez-olive.business.site

Le Henri IV

Garbure und Poule au Pot stehen das ganze Jahr auf der Karte, die sich sonst nach den Jahreszeiten und dem Angebot der lokalen Erzeuger und Bauern richtet.
• 1,8 Rue Henri IV, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 54 43, www.facebook.com

La Brochetterie

Eric und Betty verwöhnen seit 1989 ihre Gäste mit gehobener Hausmannskost aus dem Südwesten.
• 6, Rue Henri IV, 64000 Pau, Tel.  05 59 27 40 33, www.labrochetterie.com

Le Berry

Seit 1934 eine Institution ist das Bistrot von François Tillos.
• 5, Place Georges Clemenceau, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 42 95, http://leberry-pau.com

La Cantine de la Section

Die Brasserie von Christian Etchebest. Nachdem der Béarnais Paris erobert hat, ist er im Oktober 2019 in seinen Heimat zurück gekehrt – und hat 200 m vom Stade du Hameau sein erster Bistro außerhalb der Hauptstadtregion eröffnet. Mit derben Holztischen, Besteck in Alu-Kästen und raffinierter Küche.
• 4, Rue du Bataillon de Joinville, 64320 Bizanos, Tel. 05 59 33 71 79, www.facebook.com/lacantinedelasection

O‘ Gascon

Der Patron stellt seine Foie Gras selbst her, und auch das Milchlamm aus den Pyrenäen und die Steaks von der Rinderrasse Blonde Aquitaine sind vorzüglich. Rustikal-gemütliches Ambiente.
• 13, Rue du Château, 64000 Pau, Tel. 05 59 81 51 78, www.facebook.com/OGASCON64

Resto dit Vin

Moderne frische, lokale Küche, sehr gut abgestimmt auf die Weine.
• 8, Rue de Foix, 64000 Pau, Tel. 05 59 60 00 14, www.facebook.com/restoditvin

Au Fin Gourmet

An der Talstation des Funiculaire beim Parc Tissé,

• 24, Avenue Gaston Lacoste, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 47 71, www.restaurant-aufingourmet.com

Détours

Jean-Pascal Moncasin
• 14, Rue Latapie, 64000 Pau, Tel. 05 24 36 53 02, http://detourscafecuisine.fr

Schoko-Klassiker: der „Palet de Pau“ von der Chocolaterie de la Couronne.

Shopping, Stöbern, Second-Hand

Au Grenier

• 2, Rue Bernadotte, 64000 Pau, Tel. 05 59 27 49 23, www.facebook.com/augrenierpau

Dépôt-Vente Margot

• 3, Rue Léon Daran, 64000 Pau, Tel. 05 59 82 92 80, www.margot-depotvente.fr

Le DPau

• 4, Rue Saint-Louis, 64000 Pau, Tel. 05 59 02 64 91, www.facebook.com/Ledpau

Les Astuces de Lydia

• 2 bis, rue Saint Louis, Tel. , www.facebook.com/astucesdelydie

Village Emmaüs Lescar-Pau

Mit 6000 qm die ist das Trödeldorf der frankreichweiten Wohlfahrtsorganisation seit mehr als 30 Jahren die größte Fundgrube für alle, die Möbel, Keramik, Kleidung und andere typische französische Flohmarktsachen suchen.
chemin Salié, Lescar, Tel. 05 59 81 17 82, www.facebook.com/EmmausLescarPau

Noch mehr Betten*
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Die einzige Rennstrecke Frankreichs in der Stadt: der Kurs von Pau. Foto: Hilke Maunder

Events

Grand Prix von Pau: Autorennen und Oldtimer-Rennen auf dem einzigen Stadtkurs von Frankreich;, https://grandprixdepau.fr  (Mai)

Urban Session: Festival des Streetdance und der Stadtkultur, www.facebook.com/urban.session.12 (Mai)

L’été à Pau: großes Kulturfest mit tollen Konzerten; http://leteapau.com (Juli bis August)

Festival Hestiv’Oc: Festival der Musik und Kulturen des Südens; http://event-pau.com (August)

Les 5 Étoiles de Pau: Internationaler Wettbewerb im Vielseitigkeitsreiten; http://event-pau.com (Ende Oktober)

Festival Accès Cultures Électroniques: Festival der elektronischen Kultur; https://acces-s.org (Herbst)

Un Aller-Retour dans le Noir: Festival des Krimis und der Kriminalliteratur; http://unallerretourdanslenoir.com (Anfang Oktober)

Carnaval Biarnés: der Fasching des Béarn, www.carnaval-biarnes.com (Februar)

Pau: Blick vom Schlossgarten auf die Unterstadt. Foto: Hilke Maunder

Weiterreisen

Der Reiseführer zur Region: Südwestfrankreich*

Der freie Reisejournalist Marcus X. Schmid hat für alle, die gerne auf eigene Faust unterwegs sind, den besten Reisebegleiter verfasst: sachlich, mit viel Hintergrund, Insiderwissen und Tipps, und dennoch sehr unterhaltsam und humorvoll. Ich kann ihn aus ganzem Herzen empfehlen, denn auch in diesem Band zu Südwestfrankreich sind tolle Tipps enthalten. Auch kritische Anmerkungen fehlen nicht. Kurzum: ein Reiseführer, der grundehrlich das Reisegebiet vorstellt – ohne versteckte Promotions.

Der gebürtige Schweizer, Jahrgang 1950, hat in Basel, Erlangen und im damaligen Westberlin Germanistik, Komparatistik und Politologie studiert und lebt heute als Autor und Übersetzer in der französischsprachigen Schweiz. Ebenfalls im Michael-Müller-Verlag sind von Schmid die Reiseführer „Bretagne“ „Südfrankreich“ und „Korsika“ erschienen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Marcus X. Schmid, Südwestfrankreich. Michael Müller Verlag, www.michael-mueller-verlag.de

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

 * Durch den Kauf über den Referral Link kannst Du diesen Blog unterstützen und den Blog werbefrei halten. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. Ganz herzlichen Dank – merci!

Offenlegung

Ich entdeckte den Béarn auf Einladung auf einer individuellen Pressereise der Agence d’attractivité et de Développement Touristiques Béarn Pays Basque. Vor Ort unterstützten mich unglaublich kundige wie herzliche Mitarbeiter der Office de Tourisme, Geschäfte Hotels und Restaurants, Ihnen allen sage ich „merci“ und ganz dicken Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

Im Hédas entdeckt: der Zeitungsleser. Foto: Hilke Maunder
Merci für's Teilen!

14 Kommentare

  1. Liebe Hilke,

    seit geraumer Zeit erhalte ich Deinen bemerkenswerten Newsletter „Mein Frankreich“ und freue mich beim Lesen der jeweils aktuellen Ausgabe bereits auf die nächste. Deine Texte sind frisch, gut recherchiert und machen neugierig – darüber hinaus sind Deine Fotos lebendig und Deine Tipps vielversprechend. Tolle Arbeit – mach‘ weiter so!

  2. Hallo Hilke, für alle, die Kunst lieben, habe ich noch einen Tipp: Das Kunstmuseum von Pau kann am ersten Sonntag kostenlos besichtigt werden. Die Sammlung ist nicht riesig, aber durchaus sehenswert. Sogar Rodin und Vasarely sind dabei!

    • Hallo Malte, danke für die Ergänzung! Der Louvre war Vorreiter beim freien Eintritt am ersten Sonntag im Monat. Inzwischen gilt dies für 200 Nationalmuseen sowie für alle städtischen Museen von Paris, Dijon, Calais, Caen, Bordeaux und die Départementmuseen von Isère. Viele Grüße! Hilke

  3. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag über eine meiner Lieblingsecken in Frankreich. Ich habe 1985 dort gearbeitet und gelebt. Ich vermisse Pau seitdem. Es ist unfassbar, wie toll die Stadt sich inzwischen gemausert hat. Manchmal mag man es gar nicht weitererzählen, vor lauter Angst, es könnten zu viele Touristen kommen… Böse, oder?
    Aber wenn ich mir Paris ansehe, dann vermisse ich dort den Charme aus früherer Zeit. Und nach dem Weg fragen, muss auch niemanden mehr: es sind alles Touristen. Ab morgen bin ich wieder in Frankreich unterwegs. Ich kann nicht anders. Ihren Blog verfolge ich seit langem mit großem Interesse. Toll, was Sie immer zu erzählen haben! Vielen herzlichen Dank dafür!

    • Liebe Frau Gölden, herzlichen Dank! Mit Ihrer Beobachtung haben Sie recht, Ähnliches denke ich auch bei Lyon, Marseille, Dijon… wo der Tourismus nicht nur Positives bewirkt. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Zeit in Frankreich!

  4. Und schon überkommen mich wieder Sehnsüchte nach Südwestfrankreich.Es sind nun schon zehn Jahre vergangen, als ich Pau besucht habe.Es ist wirklich ein sehr schöner Ort.Und wie ich nun sehe, hat sich auch viel verändert.Ich denke, ich muß bald mal wieder hin 🙂

  5. Da fahre ich 2020 hin! Die Franzosen und Französinnen habens einfach raus, ihre Städte toll zu modernisieren und lebenswert zu machen, wie ich dieses Jahr an so vielen Orten sehen konnte. Davon könnten wir in Deutschland viel lernen.

    • Hallo Verena,
      ja, das stimmt. Frankreichs Städte hat gerade eine unglaubliche Dynamik erfasst – von Pau bis Lille. Unglaublich beeindruckend. Was für eine Energie! Und was für tolle Ideen und Projekt werden da umgesetzt. Und ja, Deutschland ist beim ökologischen Stadtumbau und der Gestaltung von Zukunft nicht so flott dabei, schade…. Schöne Reise – es wird Dir gefallen!!!!

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