Der entspannte Charme von Dole
Das wahre Frankreich verbirgt sich oft abseits der ausgetretenen Pfade. So auch Dole, ein kleines Juwel in der Franche-Comté, das seine eigene, faszinierende Geschichte erzählt. Lasst euch von einem bronzenen Kater durch die Gassen leiten – hin ins Gerberviertel, wo der Vater der Mikrobiologie, Louis Pasteur, geboren wurde und die Zeit am Ufer des Doubs so ruhig fließt, dass man fast vergisst, dass diese Stadt einst die mächtige Hauptstadt der Franche-Comté war.
Dole (früher: Dôle) war von 1422 bis 1674 die Hauptstadt der Franche-Comté. Während dieser Zeit war die Stadt Sitz des Parlaments der Franche-Comté und beherbergte die 1422 gegründete Universität Dole, die eine bedeutende Ausbildungsstätte für Recht war. 1674 wurde die Stadt von französischen Truppen endgültig eingenommen, und kurze Zeit später (1676) wurde die Hauptstadtfunktion sowie das Parlament nach Besançon verlegt. Doch dem Charme der Stadt, in der Louis Pasteur geboren wurde, tut dies keinen Abbruch. Im Gegenteil!
Dole est une ville délicieuse, pleine d’ombre et de silence, / De vieilles maisons à balcon, à tourelles, à corniches.
Dole ist eine köstliche Stadt, voller Schatten und Stille, / Mit alten Häusern mit Balkonen, Türmchen und Gesimsen.“Quelle: Brief von Gustave Flaubert an Louise Colet, geschrieben im Jahr 1846.

Einstige Hauptstadt der Franche-Comté
Die ehemalige Hauptstadt der Franche-Comté ist idyllisch, ganz und gar malerisch, und dann doch wieder überraschend modern. Elegant und doch mit Patina. Nicht blank geputzt für den Tourismus, sondern ganz sie selbst.
Stolz auf das Erbe, doch dabei ganz unprätentiös, herrlich unaufdringlich. Für Schlagzeilen in der Geschichte sorgte sie nur wenige Male. 1323 heiratete hier der Dauphin von Viennois Isabelle, die Tochter König Philipps von Frankreich.
Stadtbummel mit Titus
Kennt ihr den Kinofilm „Ein Mann geht durch die Wand“ mit Heinz Rühmann? Die Vorlage für das Drehbuch lieferte ein bekannter französischer Autor, dessen Werke mehr verfilmt als gelesen wurden: Marcel Aymé (1902 – 1967). Auch sein Hauptwerk „Die grüne Stute“ wurde, wie auch die meisten anderen seiner Bücher, verfilmt. In fast allen Verfilmungen von Aymé erhielt Michel Serrault die Hauptrolle.
Seine Kindheit und Jugend verbrachte Marcel Aymé in Dole. Heute könnt ihr dort auf den Spuren des Märchenkaters Titus aus „Kater Titus erzählt“ (Benzinger, 1964) vier Kilometer lang Dole entdecken. Die Bronzepfeile im Boden führen euch zu den schönsten Plätzen und Stellen.
Das Gerberviertel: die Heimat von Louis Pasteur
Kater Titus führt auch in die Rue Pasteur am Rande des Gerberviertels. Dort wurde 1822 in sehr ärmlichen Verhältnissen ein Mann geboren, dessen Erfindung bis heute alle Welt nutzt: Louis Pasteur (1822 – 1895).
Je suis né dans la Comté, à Dole, une petite ville charmante située
entre la Saône et la montagne jurassique.
Ich wurde in der Comté geboren, in Dole, einer kleinen charmanten Stadt
zwischen der Saône und dem JuragebirgeLouis Pasteur, in einer Rede zur Eröffnung des Pasteur-Instituts (1888)
Leben und Werk
Er entdeckte, dass das kurzfristige Erhitzen von Lebensmitteln auf 60 bis 70 Grad Celsius das Gros der Keime abtötet. Dieses „Pasteurisieren“ ist bis heute gang und gäbe. In der Maison Natale de Pasteur könnt ihr mehr zum Leben und den Forschungen des Mikrobiologen erfahren. Das Geburtshaus von Louis Pasteur gehört heute zu den Maisons des Illustres.
Das 2011 geschaffene Label kennzeichnet Orte, deren Aufgabe es ist, das Andenken von Frauen und Männern, die sich in der politischen, sozialen und kulturellen Geschichte Frankreichs hervorgetan haben, zu bewahren und weiterzugeben. 245 Häuser gehören heute dazu.
Perle von Dole: das Gerberviertel
Im Geburtshaus von Louis Pasteur in Dole erinnern im Untergeschoss mehrere Becken und Schau-Fenster an die Gerbertradition der Familie Pasteur, da sein Vater ein Gerber war. In Dole spielte das Lederhandwerk über Jahrhunderte hinweg eine Schlüsselrolle. Entlang des Canal des Tanneurs, einer Ableitung des Doubs, reihten sich die Werkstätten der Gerber aneinander.


Hier nutzten sie das Wasser des Flusses, um Rinds- und Schweinshäute zu waschen, zu enthaaren und zu spülen, bevor daraus robustes Leder für Schuhe, Sättel und andere Alltagsgegenstände entstand. Die Architektur des Viertels erzählt bis heute davon: Häuser mit großen Kellern, in denen die Häute in Gruben und Becken bearbeitet wurden, sowie Trockenböden mit breiten Öffnungen, durch die das Leder im Wind trocknete.

Zu den bekanntesten Betrieben gehörte die Tannerie Guinier in der Rue Pasteur, die Mitte des 19. Jahrhunderts rund zwanzig Arbeiter beschäftigte. Weitaus größer war die Tannerie Rosier, später unter dem Namen Tanneries Réunies bekannt, die um 1895 mit ihren mehr als 120 Beschäftigten zu den Schwergewichten des Handwerks der Stadt gehörte.

Doch mit dem Wandel der Zeit, der zunehmenden Industrialisierung und dem Siegeszug des Plastik verschwand das Gerberhandwerk. Und verwandelte sich der Kanal mit seiner einst stinkenden Brühe in einen Flanierweg am Wasser, gesäumt von üppig bepflanzten Blumenschalen und Gärten.

Wer ihm folgt, errreicht den Passage Raymond III, der abends verschlossen wird. In diesem Bereich befinden sich auch die Überreste einer romanischen Brücke, die früher eine wichtige Verbindung innerhalb der Stadt darstellte. Im Mauerwerk sind noch einige Überreste einer romanischen Brücke zu erkennen, die bis heute existiert, aber einst deutlich größer war.

Und genau hier sprudelt bis heute La Grande Source. Diese unterirdische Quelle, die aus dem Felsen sprudelt, wurde im 18. Jahrhundert zu einem lavoir (Waschplatz) ausgebaut. Historisch diente sie der Wasserversorgung der Stadt, besonders in Zeiten der Belagerungen, und wurde später von den Waschfrauen genutzt, obwohl das Waschen dort offiziell verboten war. Die Quelle ist eine sogenannte vauklussche Resurgence, also eine Austrittsstelle eines unterirdischen Flusses, dessen Wasser aus dem nahegelegenen Berg Mont Roland kommt.
Die Genusshalle
Stundenlang spazierte ich an prächtigen Bauten und eleganten Stadthäusern entlang, in die hier und da Cafés und inhabergeführte Boutiquen und Läden gezogen sind. Durch die Gassen des Gerberviertels kam ich schließlich zu einer Markthalle. Drinnen lag Wildschwein-Hartwurst zum Probieren auf Holzbrettchen und konnten Käsewürfel verkostet werden. Obst und Gemüse von Bio-Bauern der Region und kleinen Produzenten suchte Abnehmer. Bei jedem Kauf wurde ausgiebig geklönt.
Symbol der Stadt

Gegenüber der Markthalle erhebt sich die Collégiale Notre-Dame de Dole mit ihrem 75 Meter hohen Turm. Die Stiftskirche steht für den Neuanfang nach den Plünderungen durch Ludwig XI. 1509 begann ihr Bau. Um 1530 waren der Chor und die Chorkapellen fertiggestellt. Das Kirchenschiff und die Seitenschiffe wurden um 1572 fertiggestellt.
Doch noch während des Baus kam ein neuer Stil aus Italien nach Frankreich und verdrängte die Gotik. Deutlich ist dies an der Kirche zu sehen. Während das Nordportal im Stil der Flamboyant-Gotik gehalten ist, ist das Westportal, dessen Entwurf vier Jahre älter ist, bereits im Stil der Renaissance gehalten.

Das Innere verblüfft mit seiner Größe. Einflussreiche Adlige der Stadt spendeten Mobiliar und Dekoration. Einige Arbeiten gehören zu den frühen Meisterwerken der Renaissance.

Der Hingucker im Westen des Kirchenschiffes ist die außergewöhnlich große Orgel, die Karl Joseph Riepp mit 3.500 Orgelpfeifen und Holzschnitzereien im 18. Jahrhunderts erbaute. An den Chor grenzt die schönste Kapelle der Kirche.
Die Sainte-Chapelle wurde zwischen 1609 und 1612 von der Werkstatt des Bildhauers Hugues le Rupt errichtet. Auftraggeber war die Bruderschaft Saint-Yves, in der die Anwälte des Parlaments von Dole zusammengeschlossen waren. Die Kapelle sollte eine der wundersamen Hostien von Faverney beherbergen.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle im Barockstil umgestaltet. Damals wich das Spitzbogengewölbe einem Tonnen- und Kassettengewölbe und kamen neue Kunstwerke hinzu. 1860 führte Charles Chauvin die Wandmalereien aus, die das Wunder von Faverney darstellen. 1875 waren die neuen Glasfenster von Laurent Gsell in der Apsis fertiggestellt.

Vor der Stiftskirche Notre-Dame, die die Altstadt überragt, fand ich ein nettes Café und war beim Apéro dann gar nicht mehr unglücklich über den unfreiwilligen Zwangsstopp. Entspannt betrachte ich das einstige Rathaus von Dole, dessen Treppenhausturm einen markanten Akzent am Dach setzte.
Die Dole-Fresque
Beim Bummel durch die Altstadt kam ich auch zu einem großen Wandbild, das Camille Semelet, Alain Locatelli, Sylvie Casartelli und Camille Semelet, Alain Locatelli, Sylvie Casartelli vom Kollektiv Haut les Murs im Jahr 2017 geschaffen haben.

Nur wenige Schritte von der Stiftskirche schmückt La Fresque des Dolois eine Fassade der Rue de la Sous-Préfecture. In Trompe-l’œil-Malerei stellt es auf einem großen Balkon und in geöffneten Fenstern die Frauen und Männer dar, die die Geschichte der Stadt Dole über die Jahrhunderte geprägt haben. Im Erdgeschoss stellt das Wandbild in einer Boutique das Handwerk und Know-how von Dole vor – von den Käsereien des Bleu de Dole bis zu den Gießereien.
Der Käse von Dole
In der Boutique des Wandbilds verewigt ist auch die Fromagerie Graf. 1917 hatten die aus der Schweiz stammenden Brüder Graf, Emile, Otto und Gottfried, in Dole eine Schmelzkäsefabrik für Gruyère gegründet.
Ihr damals äußerst innovatives Produkt, das kostengünstig hergestellt und praktisch verwendet werden konnte, traf den Geschmack und die neuen Gewohnheiten der Verbraucher im frühen 20. Jahrhundert.

Der Erfolg stellt sich schnell ein. 1921 schloss sich die Käserei aus Dole mit dem Käsebetrieb Bel aus Lons-le-Saunier zusammen, der gerade im selben Jahr seine Schmelzkäsezubereitung La vache qui rit hatte patentieren lassen. 1960 fusionierten beide Unternehmen. Heute gehört das Käsewerk zu den 27 Produktionsstätte der Bel-Gruppe weltweit.
An der Place July Grévy plätschert die Fontaine Le Doubs et la Loue. Einst befand sich dort eine Statue zu Ehren von Jules Grévy, dem vierten Präsidenten der Dritten Französischen Republik (Amtszeit 1879–1887), der aus Mont-sous-Vaudrey stammte. Am 11. Januar 1942 wurde sie von den deutschen Besatzern entfernt und eingeschmolzen für Kanonen. Seit dem Jahr 2000 erhebt sich die Fontaine Le Doubs et la Loue von Pierre Duc am gleichen Standort wie einst die Grévy-Statue.

Der Junge und das Mädchen symbolisieren die beiden Flüsse, die Dole prägen. Direkt durch Dole fließt nur der Doubs. Die Loue hingegen ist eine „Tochter“ des Doubs, weil ein Teil des Doubs-Wassers bei Pontarlier im Karst versickert und als Loue bei Ouhans wieder austritt. Das wurde durch Färbeversuche und einen berühmten Vorfall (Absinthvergiftung 1901) nachgewiesen.

Die Klatschbasen von Dole
Auf der Place aux Fleurs von Dole trefft ihr auf Les Commères. Die Klatschtanten nannte Jens Böttcher seine Bronzeskulptur, die im Jahr 1982 für viel Aufregung sorge. Sie zeigt vier Frauen, teils nackt, teils behütet, eng beieinandersitzend auf Stühlen und Hockern – wie beim Klatsch und Tratsch auf dem Platz. Auffällig ist, dass die Skulptur die Frauen den Rücken zum Platz kehren lässt: Sie blicken hinab aufs Gerberviertel, als würden sie das Geschehen dort unten neugierig kommentieren.

Jens Böttcher wurde 1933 in Essen, Deutschland, geboren, kam aber schon mit vier Jahren nach Berlin und lebte dort bis 1967. 1968 zog er mit seiner französischen Frau in den französischen Jura, wurde Professor für Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Besançon – und sorgte mit seinen expressiven, sozialkritischen Skulpturen wie auch dem monumentalen Minotaure in Besançon immer wieder für Furore.
Auch Les Commères wurden bei ihrer Einweihung nicht von allen Dolois akzeptiert. Viel zu provokant, urteilten sie. Doch nach einer Leihgabe nach Deutschland war der Stolz auf die Skulptur da, die Anerkennung erfolgt – und wurden die Klatschbasen zum beliebten Fotomotiv und Markenzeichen der Place aux Fleurs.
Vom Kloster zur Mediathek

Wandert nun einmal hinab zum Fluss, hin zum Vieux Moulin über den Doubs. Neben der alten Wassermühle säumt seit 1613 das Hôtel-Dieu, ein imposanter Bau der Renaissance, die Ufer des Doubs. Der klar gegliederte Bau aus hellem Kalkstein ist entlang seiner gut 150 Meter langen Fassade mit zahlreichen Skulpturen und Friesen: geschmückt Masken, Früchte, Tierköpfe von beispielsweise Löwen und fabelhafte Figuren schmücken die Balkons der Galerie.


Der Innenhof bewahrt als klassischer Renaissance-Kreuzgang mit Brunnen die klösterlichen Ursprünge des Krankenhauses. Verpasst auch nicht die ehemalige Apotheke im Erdgeschoss mit ihrer Sammlung historischer Arzneigefäße und dem Marmorkamin. Zur Millenniumswende wurde das Hôtel-Dieu zur städtischen Mediathek – welch ein Rahmen für eine öffentliche Bücherhalle!

Am Ufer des Doubs
Das Salz der Königlichen Salinen von Arc-et-Senans und Salins-les-Bains wurde einst vom Hafen in Dole verschifft. Heute sind Ausflugsschiffe und Hausboote am Kai vertäut. Wer sein eigener Skipper ist, kann bei einem Wochenende auf dem Doubs-Dörfer wie Rochefort-sur-Nenon und Orchamps entdecken. Oder sich jetzt in eines der Lokale am Fluss setzen, etwas genießen und ein wenig träumen.
J’ai vu Dole, dont la renommée est si grande, / Qui doit son nom au Jura voisin, qui l’entoure / De toutes parts de sa chaîne.
Ich habe Dole gesehen, deren Ruhm so groß ist, / Die ihren Namen vom nahegelegenen Jura hat, der sie von allen Seiten mit seiner Kette umgibt.Victor Hugo, aus dem Gedicht Les Rayons et les Ombres (1840)

Dole: meine Reisetipps
Hinkommen
Bahn
Der Bahnhof Dole Ville wird von Regionalzügen ( TER ) bedient und ist so an die Linien von größeren Städten wie Dijon, Besançon, Strasbourg und Paris angeschlossen.
Rad
Dole liegt an der die EuroVelo 6 (EV6)-Route, die vom Atlantik zum Schwarzmeer führt.

Schlemmen und genießen
Le Local
Carpaccio oder Gazpacho als sommerliche Vorspeise, Burger für Fleischfans und vegan, crème brûlée und fondant au chocolat : Le Local setzt auf bewährte Klassiker und trendiges Fast Food.
• 3, rue du Prélot, 39100 Dole, Tel. 03 84 72 17 49, https://lelocal-dole.fr

Le Grain de sel
Nach elf Jahren in der Rue Pasteur eröffneten Ophelia und Aurélien am 30. April 2023 ihr neues Restaurant an der D 973 etwas außerhalb des Zentrums, geschmackvoll modern wie die frische, kreative Küche eingerichtet von Caroline Tissier.
• 79, route nationale, 39100 Dole, Tel. 03 84 71 97 36, www.facebook.com/RestaurantLeGrainDeSel
Schon gewusst?
Clavelin – so heißt das 62-Zentiliter-Fläschchen, in dem der gelbe Wein, der vin jaune, abgefüllt wird.
Iida-Ya
2010 eröffnete Junichi Iida sein japanisches Restaurant in Dole und fragt bei jeder Reservierung: Wo möchten Sie sitzen? Auf Tatamis am niedrigen Tisch, an der Theke vor der Küche, wie gewohnt am Tisch oder draußen auf der Terrasse? Neben japanischen Klassikern wie Sashimi, Sushi und Miso-Suppe gibt es auch einige französische Gerichte wie beispielsweise Ente. Für das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis gab von Michelin den Bib Gourmand.
• 18, rue Arney, 39100 Dole, Tel. 03 84 70 98 73, https://iida-ya.fr
La Table – La Bagatelle
„Ich liebe es, die Freude am Genuss in den Augen meiner Gäste zu lesen, ihr Erstaunen über einen Geschmack, eine Kombination oder ein Produkt“, sagt Joël Césari. Im Sternerestaurant La Table und im Bistro La Bagatelle könnt ihr seine Kochkunst erleben … und im angeschlossenen Hotel La Chaumière danach übernachten .
• 346, avenue du Maréchal Juin, 39100 Dole, Tel. 03 84 70 72 40, www.lachaumiere-dole.fr
Shopping
Artisans du monde ist ein französisches Netz lokaler Fair-Trade-Vereinigungen, das derzeit die wichtigste gemeinnützige Fair-Trade-Bewegung in Frankreich ist. Die ersten Verbände wurden 1974 gegründet, und ihre Zahl ist bis heute auf 170 gestiegen.
Die meisten von ihnen betreiben lokale Läden für fairen Handel (auch Weltläden genannt), aber zu ihren Aufgaben gehören auch Sensibilisierungsmaßnahmen und pädagogische Interventionen in Schulen.
• 75, rue Louis Pasteur, 39100 Dole, Tel. 03 84 82 62 28, www.artisansdumonde.org

Hier könnt ihr schlafen
Au Moulin des Écorces*
Valerie und Patrick Franchini haben eine alte Wassermühle in eine Verwöhnadresse für alle verwandelt, die eine gute Küche schätzen – und danach nicht mehr fahren, sondern gleich ins Bett fallen wollen. Patrick ist Patron und Küchenchef zugleich und verwöhnt euch mit Klassikern – Weinbergschnecken, Jakobsmuscheln, Zander, Seezunge, Charolaisrind oder Bressegeflügel mit gelbem Wein und Morillen. 18 Zimmer warten danach auf euch.
• 14, allée du Pont Roman, 39100 Dole, Tel. 03 84 72 72 00, www.hotel-restaurant-dole-jura.com
Château Mont Joly

Oberhalb von Dole haben Catherine und Romuald Fassenet ein Schloss aus dem 18. Jahrhundert in ein kulinarisches Pilgerziel verwandelt – der Speisesaal und die meisten ihrer Zimmer blicken auf einen gepflegten, großen Garten mit unbeheiztem, nachts stilvoll beleuchteten Pool.

Küchenchef Romuald Fassenet, Meilleur Ouvrier de France (2004) und mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, steht für eine kreative, regional geprägte Gourmetküche, die lokale Produkte des Jura wie Vin Jaune, AOP Poularde de Bresse oder Morcheln kunstvoll kombiniert.
• 6, rue Mont Joly, 39100 Sampans, Tel. 03 84 82 43 43, www.chateaumontjoly.com


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