Kommt mit in die Calanques von Marseille!
Vor den Toren von Marseille erstreckt sich auf dem Stadtgebiet der Mittelmeermetropole einer der schönsten Nationalparks Frankreichs: die Calanques – sieben der acht Calanques gehören zum Stadtgebiet von Marseille, drei von ihnen könnt ihr mit dem Stadtbus und einem kurzen Fußweg erreichen: perfekt für eine mediterrane Auszeit!
Calanco bedeutet im Provenzalischen „zerklüftet“. Und das ist die Küste bis nach Cassis in geradezu paradiesischer Schönheit. Wie an einer Perlenkette reihen sich mal kleine, mal majestätische, von Klippen überragte Buchten aneinander. Kiefern klammern sich an den Fels, Zikaden zirpen. Türkisblau und glasklar ist das badewarme Wasser.
Am 18. April 2012 wurde das Naturschutzgebiet zum ersten Nationalpark Frankreichs geadelt, der gleichzeitig terrestrische, marine und stadtnahe Zonen umfasst. Wenige Kilometer von der Canebière entfernt ist vom turbulenten Großstadtleben nichts mehr zu spüren. Und doch seid ihr noch mitten in Marseille – denn sieben der acht Calanques gehören komplett zum Stadtgebiet von Marseille, nur eine zu den Calanques von Cassis.
Die Highlights der Calanques von Marseille
Alle Törns in die Calanques von Marseille starten im Vieux-Port, dem alten Hafen von Marseille. Je nach gewähltem Törn dauern sie zwei bis drei Stunden. Wer kein Französisch spricht, erhält auf einigen Schiffen Mappen mit deutscher bzw. englischer Übersetzung des Törns in die mediterrane Fjordwelt.
Vieux-Port
Die ältesten Siedlungsspuren von Massalia (Marseille) wurden rund um den Vieux-Port gefunden. Angelegt wurde er in der größten Felsbucht der Provence. Ursprünglich hieß sie zu Ehren einer Göttin der Liguren Lacydon. Genau dort landete vor 26 Jahrhunderten der Stamm der Phokäer aus Kleinasien und gründete einen Handelshafen. Er wurde zur zentralen Drehscheibe im damaligen Mittelmeerraum – ein melting pot der Antike.
Direkt auf den alten Hafen trifft La Canebière, Marseilles berühmter, 1000 Meter langer Boulevard. Als dort statt des Verkehrs noch ein Wasserlauf floss, wurde beiderseits auf den Feldern Hanf für die Herstellung von Seilen und Schleiern gepflanzt. Sie gaben der einstigen Prachtstraße ihren Namen. Canabiera bedeutet auf Okzitanisch Hanffeld.
Hoch über dem Ostufer des Vieux-Port erhebt sich la bonne mère, die Kirche Notre Dame de la Garde (1853 – 1864). Wie die Basilika Sacré-Cœur von Paris verschmilzt la bonne mère romanische und byzantinische Einflüsse. Die Aussicht vom Wahrzeichen auf seinem 162 Meter hohen Hügel ist atemberaubend!

Doch nun: Ablegen zum Calanques-Törn! Am Westufer gleitet das Schiff vorbei am gentrifizierten Altstadtviertel Le Panier hin zur Festung Fort Saint-Jean. Sie erhielt ihren Namen vom mächtigen Ritterorden der Johanniter, der sich im 12. Jahrhundert dort niederließ. Unter dem guten König René folgte der Bau ihres quadratischen Turmes, unter Ludwig XIV. der Aussichtsturm des Fanal. Heute ist das Fort Teil des MuCEM, des Museums der Mittelmeerkulturen. Oben auf dem Dach wurde der Garten der Mittelmeerpflanzen angelegt – ein toller Aussichtspunkt!


Ebenfalls unter dem Sonnenkönig entstand am gegenüberliegenden Ufer die Festung Saint-Nicolas., die heute auch für Besuch geöffnet ist. Gemeinsam bildeten sie ein wehrhaftes Bollwerk zum Schutz des Hafens. Als Napoleon III. 1852 nach Marseille kam, war er völlig fasziniert von der Stadt.
Prompt errichtete er auf einem Felssporn mit Blick auf die Reede, den Hafen und die Stadt den Palais du Pharo, eine perfekte Kopie des Palastes von Königin Eugénie in Biarritz.

Château d’If und die Frioul-Inseln
Zwei Seemeilen vom Anleger entfernt erheben sich die vier kleinen, karstigen Felsinseln von Frioul im Mittelmeer. Zum Archipel gehören die beiden Hauptinseln Pomègues (Süden) und Ratonneau (Norden), der Winzling Tiboulen im Westen und die Île d’If im Osten. Letztere hat Alexandre Dumas weltberühmt gemacht. Im wuchtigen Schloss, Staatsgefängnis für drei Jahrhunderte, saß neben Protestanten, Feinden der Monarchie und der Republik auch der Graf von Monte Christo ein.
Ora-ïtos Inseltraum
Auf der Île Ratonneau will der gebürtige Marseiller Designer Ora-ïto, der heute in Paris lebt und arbeitet, einen Kindheitstraum realisieren. Dazu hat er bereits 2009 das von den Deutschen 1943 erbaute Fort de Brégantin samt drei Hektar Land erworben. Dort will er nun ein Kunstzentrum mit großem Außenbereich erbauen. Ebenfalls geplant ist ein Öko-Luxushotel unter der Regie von Gérald Passédat mit rund 30 Zimmern.
Auch Ateliers und Wohnungen für artists in residence sind vorgesehen. Als Architekten holte Ora ïto Roland Carta mit an Bord. Carta war u.a. am Bau des MuCEM und der Revitalisierung des Silo beteiligt. Das Investitionsvolumen, so Ora ïto, beträgt rund 20 Millionen Euro. Doch das Projekt verzögert sich seit vielen Jahren aufgrund von strengen Auflagen und Protesten im Nationalpark massiv. Ob diese Vision jemals Realität wird?
Les Goudes

Am äußersten Südwestzipfel von Marseille, wo die asphaltierte Straße schmaler wird und schließlich ganz aufhört, liegt Les Goudes. Für die Einheimischen ist dieser kleine Hafen le bout du monde – das Ende der Welt. Und genau so fühlt es sich an. Das einstige Fischerdorf hat sich seinen authentischen Charme bis heute bewahrt. Im winzigen, gut geschützten Hafenbecken schaukeln noch heute die pointus, die bunten Holzkähne der Fischer nehben hochmotorisierten Kabinenkreuzern. Karge, kalkweiße Felswände schützen die Bucht vor den Mistralwinden.

Entlang der Kaikante reihen sich kleine, traditionsreiche Fischrestaurants aneinander, in denen fangfrischer Fisch ohne viel Schnörkel auf den Tisch kommt. Ob deftige Felsenfischsuppe, im Ganzen gegrillte Goldbrassen ( dorades ) oder die legendäre Bouillabaisse – der Blick von den Terrassen reicht stets weit über das offene, tiefblaue Mittelmeer bis hin zu den schroffen Umrissen der Île Maïre. Spätestens wenn die Sonne glutrot hinter den Inseln versinkt und das Pastis-Glas auf dem Tisch kondensiert, offenbart Les Goudes das wahre, ungeschminkte Lebensgefühl von Marseille – beispielsweise in der Grand Bar des Goudes oder bei Chez Paul. Direkt auf den Klippen von Les Goudes versteckt sich der Tuba Club, die wohl angesagteste Adresse der Bobos von Marseille. Wer hier hinein möchte, muss Wochen im Voraus reservierten.
Cap Croisette

Hinter Les Goudes weicht der letzte Asphalt einer rauen Piste aus Sand und Fels. Sie führt direkt zum Cap Croisette, einer extrem exponierten Landzunge, die schroff und zerklüftet in das offene Mittelmeer ragt. Die Landschaft hier ist von fast surrealer Kargheit: keine Bäume, kein Schatten – nur blendend weißer Kalkstein, kriechende Salzpflanzen und der unbarmherzige Wind, der die Gischt über die Felsen peitscht. Direkt vor dem Kap trennt nur ein schmaler, kaum zwanzig Meter breiter und extrem strömungsreicher Kanal die Festlandspitze von den schroffen Steilwänden der unbewohnten Île Maïre.

Wandert von Les Goudes erst auf der asphaltierten Küstenstraße, dann auf einem steinigen Pfad auf und ab (Achtung, glatte Steine!) hin zum Steinkreuz auf dem Cap Croisette – die Aussicht ist herrlich!
Den kleinen Hafen am Kreuz des Cap Croisette nutzt die Ferienorganisation UCPA für ihr Tauchcamp, zu dem ein paar helle Häuschen gehören.
Baie des Singes
Versteckt an der Südseite des Cap Croisette öffnet sich eine kleine, von bizarren Felsformationen geschützte Minibucht: die Baie des Singes, die Affenbucht. Der ungewöhnliche Name hat jedoch nichts mit Primaten zu tun, sondern führt direkt in die kriminelle Historie der Küste.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war diese schwer einsehbare Bucht ein berüchtigter Umschlagplatz für Schmuggler, die hier heimlich Tabak, Alkohol und Stoffe an Land brachten. Um die Operationen nicht zu gefährden, wurden die Kinder aus Les Goudes von den Schmugglern bestochen oder schlicht angewiesen, absolut still zu sein, falls sie etwas sahen. Die Parole lautete: „Seid stumm wie die Affen“ ( singes ).
Sehr beliebt ist das kleine Restaurant, das sich ebenfalls hier befindet – direkt am kleinen Sandstrand, der zum geschützen Baden lädt. Vor der Küste erstrecken sich riesige Posidonia-Betten: Diese endemischen Neptungraswiesen sind die Lunge des Mittelmeers. Sie produzieren pro Quadratmeter mehr Sauerstoff als der amazonische Regenwald, binden gigantische Mengen Kohlenstoff und bieten unzähligen Meeresbewohnern eine geschützte Kinderstube.
Archipel de Riou
Maïre, Jarre, Jarron, Plane, Riou und ein paar weitere Felsinselchen im Meer bildeten den 162 Hektar großen Archipel de Riou. Er steht seit 1992 wegen seiner reichen Flora und Fauna unter Naturschutz. Nach dem Archipel wendet sich das Schiff wieder der Küste zu.

Das Wrack von Saint-Exupéry
Vor der unbewohnten Île de Riou, fand am späten Vormittag des 31. Juli 1944 der weltberühmte Autor des „Kleinen Prinzen“, Antoine de Saint-Exupéry, sein Ende. Jahrzehntelang blieb sein Schicksal im Cockpit einer Lockheed P-38 Lightning ein ungelöstes Rätsel. Doch im September 1998 verfing sich im Netz des Fischers Jean-Claude Bianco südlich der Insel eine silberne Gliederarmkette, in die der Name des Schriftstellers und seiner Frau Consuelo eingraviert waren.
Der Fund trat eine Welle von Untersuchungen los. Im Mai 2000 lokalisierte der Taucher Luc Vanrell schließlich in rund 60 Meter Tiefe nahe der Steilküste von Riou die verstreuten Trümmer des Flugzeugwracks. Im Herbst 2003 wurden die Überreste offiziell geborgen und anhand einer Seriennummer am Turbolader zweifelsfrei Saint-Exupérys Maschine zugeordnet.
Wer die unbewaffnete Aufklärungsmaschine abschossen hatte, brachten akribische Recherchen 2008 ans Licht: Horst Rippert. Der ehemalige Pilot der deutschen Luftwaffe, inzwischen 88-Jährige Jahre damals alt, war sichtlilch geschockt, als er erfuhr, wen er abgeschossen hatte. Rippert verehrte Saint-Exupérys Werke seit seiner Jugend. Hätte ich gewusst, wer im Flugzeug saß, ich hätte nicht geschossen, gab der Veteran bei der Entdeckung der Maschine damals zu Protokoll.
Calanque de Callelongue

Mit Callelongue erreicht es die erste Calanque im Massif de Marseilleveyre. Diese Calanque könnt ihr auch mit dem Stadtbus erreichen. Hoch über Callelongue könnt ihr auf der Steilküste eine Kapelle sehen: Saint-Julien-des-Goudes. Wenig später folgen in der kleinen Bucht eine Handvoll cabanons. Die einfachen Holzhütten, die Fischer einst erbauten, sind heute gefragte Feriendomizile. Im kleinen port de plaisance dümpeln bunte pointus, hölzerne Fischerboote.

Dort baute der Ingenieur Denis Creissels eine Attraktion, deren Konzept bis heute futuristisch wirkt: eine Seilbahn, deren gelbe Kabinen unter Wasser fuhren. Mit der 1967 eingeweihten Téléscaphe de Callelongue konnten je sechs Ausflügler pro Kabine auf einer 400 Meter langen Strecke zehn Minuten lang zehn Meter tief ins Meer eintauchen und die Unterwasserwelt entdecken. 30.000 wagten es – und waren begeistert. Doch die hohen Unterhalts- und Betriebskosten sorgten dafür, dass die weltweit einzigartige Anlage bereits im Mai 1968 schließen musste.
Sormiou
Küstenkletterer zieht es in die 800 Meter lange und 600 Meter breite Bucht von Sormiou, wo sie wie Marionetten an Seilen in den steil aufragenden Felswänden hängen. Die malerischen Häuschen, die Fischer ab 1864 hier erbauten, haben bis heute weder fließend Wasser noch Strom. Eine tolle Aussicht auf Bucht und Tal bietet der 285 Meter hohe Baou-rond.
Morgiou
Kleiner, aber ähnlich ist Morgiou. Einst starteten Fischer von dort zu großen Thunfisch-Fahrten, der madrague. Hinter dem Cap Morgiou entdeckten Forscher unter Wasser in 37 Metern Tiefe 1985 die Henri-Cosquer-Höhle. Sie ist übersät mit vorzeitlichen Felsmalereien. Einige sind 27.000 Jahre alt. Sie gehören damit zu den ältesten der Welt. Damals lag das Meer 120 bis 135 Meter tiefer, wodurch die Küstenlinie etwa 11 bis 12 Kilometer weiter südlich verlief. Seit 2022 könnt ihr die Höhle auch an Land besichtigen: in einem Nachbau, der in der einstigenVilla Méditerranée, heute Villa Cosquer, am Vieux-Port von Marseille zu sehen ist.
Sugiton
Ein Felsvorsprung teilt Sugiton in zwei kleine Buchten. Die beiden Buchten sind klar aufgeteilt bei den Besuchern. Im Westen wird in Badekleidung die Sonne genossen, im Osten splitternackt. In der östlichen Bucht ist das Wasser deutlich kühler als in den anderen Calanques. Wer hier im flachen Wasser steht, spürt sofort, dass der Boden an manchen Stellen extrem kalt ist. Schuld daran ist eine Quelle. Sie sprudelt nicht sichtbar an Land, sondern bricht unterirdisch dicht am Strand hervor. Da das kalkhaltige Wasser aus tiefen, sonnengeschützten Höhlensystemen des Massivs stammt, ist es das ganze Jahr über konstant eiskalt – meist um die 13 °C bis 15 °C.

Da Süßwasser eine geringere Dichte hat als Salzwasser, vermischen sich die beiden Wasserschichten nicht sofort. Wer genau hinsieht, erkennt Schlieren im Wasser, sogenannte Halokline. Das Wasser wirkt dort für einen Moment wie leicht verschwommen oder ölig, bis es sich durch die Wellenbewegung vermischt.
Es gelten für Sugiton eine strenge Zugangsregelung, um die fragile Natur zu schützen. Die Regelung, die früher nur für den Sommer und die Monate Juli und August galt, wurde wegen des anhaltenden Ansturms auf die besucherstarken Wochenenden im Frühjahr, besonders im Mai und Juni, ausgeweitet.
Die beiden kleinen Felsbuchten mit Kieselstrand bilden den östlichsten Punkt des Calanques-Törns von Marseille aus. En-Vau, Port Pin, Port Miou und die Bucht von Cassis folgen… davon mehr hier.
Die Calanques von Marseille: meine Reise-Infos
Karte
IGN, Carte de Loisir de Plein Air, Les Calanques de Marseille à Cassis, Maßstab 1: 15.000
Zugangsregelung
Die Calanques sind der erste Nationalpark in Frankreich, der seit 2022 eine Besuchserlaubnis für den Zugang zu einem Nationalpark fordert. Sie betrifft die Calanque von Sugiton. Achtung: Reservierungspflicht
Zum Schutz des sensiblen Ökosystems wurde 2022 zusätzlich zu den bisherigen Zugangsregeln, mit denen die Waldbrandgefahr eingedämmt werden soll, eine zweite Regel eingeführt. Sie betrifft die Badebucht von Sugiton. Anfangs nur für Juli und August, inzwischen auch für die besucherstarken Wochenenden im Mai und Juni gilt für die Calanque de Sugiton et des pierres tombées eine Obergrenze von 400 Besuchern pro Tag. Während dieser Zeit dürft ihr den Nationalpark nur mit einer Reservierung betreten. Die Buchung ist kostenlos und online möglich auf https://troov.com. Ohne gültiges Ticket riskiert ihr ein Bußgeld.
Abhängig von der Witterung ist der Zugang zu den Calanques in drei Risikostufen unterteilt:
- Grün ( Vert ) : Der Zugang ist den gesamten Tag über für alle Wanderwege und das gesamte Massiv uneingeschränkt erlaubt.
- Gelb ( Jaune ) : Der Zugang ist den gesamten Tag über erlaubt. Es wird jedoch zu erhöhter Wachsamkeit geraten, da das Brandrisiko moderat ansteigt.
- Orange entspricht für Spaziergänger exakt diesen Regeln der Stufe Gelb.
- Rot ( Rouge ) : Höchste Warnstufe. Der Zugang für Fußgänger (Spaziergänge, Wanderungen) sowie das Befahren und Parken von Fahrzeugen im gesamten Nationalpark-Massiv sind strikt verboten.
Die tagesaktuelle Stufe wird in der Hauptsaison (1. Juni bis 30. September) jeden Abend um 18 Uhr für den Folgetag auf der offiziellen Website der Präfektur sowie in der App Mes Calanques veröffentlicht.
• www.calanques13.com
Törns in die Calanques
Seit Mai 2020 dürfen nur Motorboote mit offizieller Park-Genehmigung in die Kernzone. Diverse Anbieter starten vom Vieux-Port in Marseille zu Ausflugsfahrten in die Calanques. Mit der städtischen Fähre könnte ihr bis zum Hafen von Les Goudes fahren und von dort dem Küstenweg folgen. Achtet auf diese Kennzeichnungen: Orange Vignette = Passagiertransport erlaubt, grüne Vignette = Motorbootvermietung berechtigt, blaue Vignette mit Flagge „Esprit Parc National“ = Qualitätsnachweis. Ohne diese Kennzeichnungen ist der Service illegal – und ihr könnt strafrechtlich belangt werden.
Jetskis, Wetbikes und alle motorisierten Freizeitaktivitäten sind im Calanque-Nationalpark verboten. Segeln, Kajaken, Stand-Up-Paddling, Baden, Tauchen und Fischen (außer in Sperrzonen) sind erlaubt. Besonders empfehlenswert: Port-Miou, Port-Pin und En-Vau von Cassis aus. Speerfischen ist vom 1. November bis 31. März zwischen Cap Croisette und Cap Morgiou untersagt.
Hier könnt ihr schlafen
Hôtel 96*
Zwischen den Calanques Sormiou und Morgiou findet ihr dieses moderne, stilvoll wie gemütliche Refugium von Alice und William Racine, das für sein Umweltengagement mit dem grünen Schlüssel ausgezeichnet ist. Seine 18 Zimmer in sechs Kategorien sind allesamt hell und freundlich, modern und komfortabel, klimatisiert und ruhig. Und wird es dennoch zu warm, hilft ein Sprung in den Pool.
• 96, avenue de la Soude, 13009 Marseille, Tel. 04 91 71 90 22, https://hotel96.com
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Xavier-Marie Bonnot, Der Erste Mensch: Abtauchen in Urgründe*
In einer Höhle der Calanques ist ein Taucher verstorben. War es Mord? Der Taucher galt als bester im Team der Wissenschaftler, die Zeichnungen untersuchen, die die ersten Jäger und Sammler dort an den Wänden hinterlassen hatten. Frühe, vielleicht so allererste Zeugnisse menschlicher Kunst. Wie der Hirschhornmensch, eine kleine Kult-Figur der Vorzeit.
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