Die Bulles von Grenoble schweben hinauf zur Bastille. Foto: Hilke Maunder
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Ein Wochenende in … Grenoble

Berge sind in Grenoble, der größten Stadt der französischen Alpen, allgegenwärtig. Die Massive von Belledonne (2.980 m), Vercors (2.341 m) und Chartreuse (2.082 m) rahmen die alte Hauptstadt der Dauphiné ein.

Selbst im Talboden von Drac und Isère recken frech zwei kleine Kegel auf. Und doch: Grenoble ist die flachste Stadt Frankreichs. Sie lässt sich daher perfekt zu Fuß und mit einem der vielen Stadträder entdecken. Die ehemalige Umwelthauptstadt Europas (2022), engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und hat das Zentrum zur Flaniermeile gemacht. Das macht Grenoble zu einem äußerst entspannten wie spannendenden Terrain für einen Stadturlaub. Auf geht’s!

Freitag

15 Uhr: Hinauf zur Bastille

Für den ersten Überblick setzt euch in die bulles. Als Viererpack sausen die „Bläschen“ seit 1934  vom Ufer der Isère hinauf zur Bastille. Nach Rio de Janeiro und Kapstadt besitzt Grenoble damit die drittälteste städtische Seilbahn der Welt.

Die Festung in 476 Meter Höhe zählt zu den liebsten Aussichts- und Ausflugspunkten der Stadt. Von hier habt ihr nicht nur tolle Ausblicke auf die Metropole, sondern könnt auch zu Wanderungen starten.

Neben ein paar Rundwegen, kurzen einfachen Strecken, findet ihr auch Fernwanderwege wie den E4 oder den GR9 hier. Oder kraxelt noch ein wenig in der Accrobastille, Frankreichs einzigem Kletterpark in einer Festung.

Zum Bastille-Komplex gehört auch das Restaurant Per’Gras von dem aus ihr auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen und Grenoble blicken könnt. Günstiger ist ein Kaffee to go im Kiosk neben der Bergstation der Seilbahn. Eine Treppe führt von dort zu einer zweiten, länglichen Aussichtsplattform, auf der Infotafeln euch verraten, was ihr seht.

Zurück in die Stadt solltet ihr den Weg nehmen, der sich in weiten Kehren den Bastillehügel hinabwindet – bei den Einheimischen eine beliebte Joggingstrecke. Da es unterwegs auch ein paar Treppenstufen gibt, ist er nur bedingt kinderwagengeeignet. Unterwegs gibt es Bänke und Picknicktische. Im Bergwald der Bastille versteckt sich auch die einzige urbane Via Ferrata Frankreichs, die Prises de la Bastille.

16 Uhr: Zeitreise im Musée dauphinois

Kurz bevor ihr die Stadt erreicht, präsentiert das Musée dauphinois in einem ehemaligen Kloster des Ordens Visitations de Sainte-Marie-d’en-Haut die Kultur und Geschichte der Provinz Dauphiné.

Die historische Provinz wurde 1791 im Zuge der Französischen Revolution auf die Départements Isère, Drôme und Hautes-Alpes aufgeteilt. Ihre Bewohner fühlen sich indes bis heute als dauphinois – und sind wie einst kritisch, kämpferisch und engagiert alternativ.

Die verschiedenen Glocken für Kuh, Schaf und Ziege dürft ihr läuten! Foto: Hilke Maunder
Die verschiedenen Glocken für Kuh, Schaf und Ziege dürft ihr läuten! Foto: Hilke Maunder

Bereits 1763 begannen sie, sich gegen die königlichen Steuern aufzulehnen und ihre regionalen Freiheitsrechte zu schützen. 1788 verteidigten die Grenoblois ihr „Parlament“ erfolgreich gegen die königlichen Truppen, die den Befehl hatten, auf Anordnung von Ludwig XVI. alle souveränen Ständeversammlungen zu schließen.

Der Tag der Ziegel

Als am 7. Juni 1788 die Truppen kamen, um den Befehl umzusetzen, kletterten die Einheimischen auf die Dächer und warfen tönerne Dachpfannen auf die Soldaten. Als Journée des Tuiles ging die Revolte in die Geschichte ein. Sie sorgte dafür, dass am 14. Juni, nur eine Woche später, die Ständeversammlung wieder einberufen werden konnte, mit verdoppelter Vertretung der dritten Stände.

Alltag und Arbeit auf den Almen der Alpen könnt ihr in einigen nachgestellten Räumen mit alter Bauernkultur entdecken. Auch die Entwicklung des Skisports ist ein Schwerpunktthema. Verpasst nicht den Innenhof des Konvents, der schöne Ausblicke auf die Stadt eröffnet!

18 Uhr: Apéro am Kai

Weiter bergab kommt ihr rasch ans Nordufer der Isère. Die Ufer des Saint-Laurent-Viertels säumen zahlreiche Terrassencafés und Bars. In der Weinbar Le P’tit Perrière wird abends live musiziert. Die Apéro-Konzerte beginnen um 19 Uhr, größere Konzerte um 20 Uhr.
• 40, quai Perrière, 38000 Grenoble, Tel. 09 83 55 55 94, www.facebook.com/Leptitperriere

19.30 Uhr: Dîner im Nostalgie-Café

Zu den schönsten Plätzen gehört die Place Saint-André mit dem Ancien Palais du Parlement. Bis 2002 befand sich hier das Gericht. Die Einheimischen nennen den schönen Platz daher auch Place du trib‘.

Der Ancien Palais du Parlement von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Der Ancien Palais du Parlement von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Seht euch einmal die Fassade genauer ein. Nicht nur der Stein, sondern auch der Stil ist unterschiedlich: links gotische Flamboyanz, rechts Frührenaissance. Das Denkmal ehrt Pierre du Terrail, Chevalier de Bayard (1476 – 1524) als Chevalier sans peur et sans reproche, sprich „Ritter ohne Furcht und Tadel“.

Als Bayard starb – an einen Baumstamm gelehnt, das Gesicht dem Feind zugewandt – endete eine ganze Epoche. Das Aufkommen von Handfeuerwaffen, Kanonen und eine wendige Artillerie machten den Ritter hoch zu Ross ab 1500 zum Anachronismus.

Die Schlachtplatte des Cafés de la Table Ronde. Foto: Hilke Maunder
Die Schlachtplatte des Café de la Table Ronde. Foto: Hilke Maunder

Ebenfalls an diesem Platz findet ihr eure Adresse für ein richtig schönes dîner. Das 1739 gegründete Café de la Table Ronde ist nach dem Procope von Paris das älteste Café Frankreichs – und eine Institution in Grenoble.

Seine Küche ist gutbürgerlich und bodenständig. Auf der Weinkarte findet ihr Tropfen aus dem nahen Savoyen. Und eine Spezialität aus Grenoble, die ihr zum Aperitif probieren solltet: vin de noix. Er wird aus grünen Walnüssen hergestellt. Hier findet ihr das Rezept.
• Place Saint-André, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 44 51 41, www.restaurant-tableronde-grenoble.com

Köstlicher Haus-Aperitif: vin de noix. Foto: Hilke Maunder
Köstlich zum Aperitif: vin de noix. Foto: Hilke Maunder

22 Uhr: Kreative Cocktails

In Grenoble gibt es zig Bars, die kreative Cocktails serviert. Mit dazugehört die Bar Blind Pig (8, rue de Turenne). Sehr angesagt ist auch DAISY bar & coffee (34, rue Saint-Jacques)

23 Uhr: Gute Nacht

Die Brüder Thomas und Vincent Rimey-Meille haben mit ihrem Vater Alain eine alte Herberge von 1924 seit 2007 in ein Dreisternehotel verwandelt.

Ihr Hôtel 1924* überzeugt mit pfiffigen Ideen, unglaublich freundlichem Service und 37 ruhigen wie komfortablen Zimmern.  Auch die zentrale Lage zwischen dem Verkehrsknoten Place Victor Hugo und dem Bahnhof ist top. Wer mag, kann es hier* buchen.
• 2, rue Gabriel Péri, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 46 18 92, www.1924hotel.com

Klein, aber komfortabel: mein Dachzimmer im Hôtel 1924. Foto: Hilke Maunder
Klein, aber komfortabel: mein Dachzimmer im Hôtel 1924. Foto: Hilke Maunder

Sonnabend

7.30 Uhr: Joggingrunde

Die Grenobler sind ein sportliches Völkchen, und viele von ihnen joggen jeden Morgen. Zu den beliebtesten Strecken gehören neben dem schweißtreibenden Lauf auf die Bastille die Ufer der Isère.

Zwischen dem Stadtzentrum von Grenoble und dem Uni-Campus auf dem Gebiet der Nachbarkommune Saint-Martin-d’Hères trefft ihr besonders viele Läufer. Verlängern könnt ihr die Runde mit einem Lauf über den Campus oder durch den Parc Paul Mistral.

9 Uhr: Frühstück

Bedienen Sie sich wie daheim: Frühstück im Hôtel 1924. Foto: Hilke Maunder
Bedienen Sie sich wie daheim: Frühstück im Hôtel 1924. Foto: Hilke Maunder

Ein schneller Koffeinkick mit Croissant auf dem Sofa der Lobby – oder ein ausgiebiges Frühstück? Wurst, Käse, Joghurt, Obstsalat und frische Säfte birgt der große Kühlschrank des Royal Hôtel. Danach holt euch bei Thomas an der Rezeption einen Stadtplan für euren Spaziergang!

Thomas berät einen Gast. Foto: Hilke Maunder
Thomas Rimey-Meille berät einen Gast. Foto: Hilke Maunder

9.30 Uhr: Stadtbesichtigung

Grenoble ist rund 2000 Jahre alt. Es wurde nie im Krieg zerstört. Dass die Stadt dennoch wie wiederaufgebaut wirkt, liegt an dem Megabauprogramm, das die Stadt ab 1962 im Vorfeld der X. Olympischen Winterspiele 1968 umsetzte. Bei eurem Stadtbummel werden

t ihr heute die vielen unterschiedlichen Facetten kennenlernen, die die innere Stadt auf engstem Raum ballt. 2018 feierte Grenoble den 50. Jahrestag der X. Winterspiele.

Rue Génissieu

L'arme de paix von Snek, Beitrag zum Street-Art-Festival 2019
L’arme de paix von Snek, Beitrag zum Street-Art-Festival 2019

Über den breiten Cours Jean Jaurès erreicht ihr rasch die Rue Génissieu mit ihren inhabergeführten Boutiquen, Cafés und Fassaden voller Street Art.

Ebenfalls von Snek stammt dieses Werk in der Rue Génissieu. Foto: Hilke Maunder
Ebenfalls von Snek stammt dieses Werk in der Rue Génissieu. Foto: Hilke Maunder

Grenoble ist eine Hochburg für Wandmalereien. Alljährlich im Juni veranstalten seine Kreativen ein internationales Street Art Fest. Noch mehr Wandbilder gibt es in der Rue des Bergers und Rue Thiers. Mehr zur Street Art der Stadt findet ihr hier im Blog.

Das staundende Mädchen von AnimaltoLand (Argentinien) in der Rue Génissieu. Foto: Hilke Maunder
Das staunende Mädchen von AnimaltoLand (Argentinien) in der Rue Génissieu. Foto: Hilke Maunder

Caserne de Bonne

Frankreichs erstes Ökoquartier entstand 2010 auf einem 8,5 Hektar großen Kasernengelände, das bereits 1994 aufgegeben worden war.

Ökoviertel mit Ambiente: Caserne de Bonne. Foto: Hilke Maunder
Ökoviertel mit Ambiente: Caserne de Bonne. Foto: Hilke Maunder

Fünf Hektar bilden heute ein abwechslungsreich gestaltetes Parkgelände mit Wasserlandschaften und kleinem Hügel, auf dem ein Spielplatz angelegt wurde.

Caserne de Bonne. Foto: Hilke Maunder
Caserne de Bonne. Foto: Hilke Maunder

Neben Büros (5.000 qm) und Wohnungen (900, 40 % Sozialwohnungen) entstanden auch ein Hotel und ein Einkaufszentrum mit Geschäften, Cafés und Restaurants. Im Sommer schießen kleine Fontänen aus einigen Bodenplatten an der Promenade.

Caserne la Bonne: Wasser als Gestaltungselement ist allgegenwärtig. Foto: Hilke Maunder
Caserne la Bonne: Wasser als Gestaltungselement ist allgegenwärtig. Foto: Hilke Maunder

Architektur der 1940er bis 1970er-Jahre säumt die Boulevards Gambetta und Maréchal Joffre. Es lohnt sich, die Fassaden einmal genauer zu betrachten!

Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder
Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Parc Paul Mistral

Am Ende des Boulevards Maréchal Joffre kommt ihr zum Parc Paul Mistral mit eindrucksvollen Baumveteranen und einigen Sportstätten der X. Winterspiele 1968. Wahrzeichen ist die schlanke Tour Perret, die 95 Meter hoch in den Himmel ragt. Auguste Perret entwarf sie 1925 für die erste internationale Wasserkraft und Tourismus-Messe in Grenoble. Zwischen den Bauten und Bäumen blickt ihr immer wieder auf die Berge!

Die Tour Perret im Parc Paul Mistral von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Die Tour Perret im Parc Paul Mistral von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Über die Rue Haxo erreicht ihr die Place de Verdun. Sie wurde 1850 als Exerzierplatz angelegt. Heute säumen repräsentative Bauten der Präfektur, der Uni, der Bibliothek, der Artillerieschule und der Militärdivision den weiten Platz. Unter dem Rasengrün versteckt sich eine Tiefgarage.

Die Place de Verdun von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Die Place de Verdun von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Les Halles Sainte-Claire

Paris war nicht nur Vorbild bei der Anlage der Boulevards nach den Ideen des Pariser Stadtplaners Georges-Eugène Baron Haussmann, sondern auch für den Bau der Markthalle.

Die Markthalle von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Die Markthalle von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Départementsarchitekt Hector Riondel ließ sie 1874 nach Vorbild des „Bauchs von Paris“ von Baltard errichten – mit Gusseisen, Glas und Backstein.

Feinkost mit viel Nuss – in der Markthalle von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Feinkost mit viel Nuss – in der Markthalle von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Die Markthalle am Standort eines einstigen Clarissinenkonvents ist zwar längst nicht so groß wie einst das Pariser Vorbild, aber dennoch reinster Genuss. Reingehen, schnuppern, schauen und genießen! Auch eine kleine Bar gibt es dort.

Rund um die Markthalle von Grenoble verbreitet die Stadt ein unvergleichliches Flair. Foto: Hilke Maunder
Rund um die Markthalle gibt sich Grenoble besonders charmant. Foto: Hilke Maunder

Auf Stendhals Spuren

Jetzt seid ihr mitten im Herzen der Innenstadt. Bummelt die Rue Jean-Jacques Rousseau entlang. So kommt ihr zum Geburtshaus von Stendhal. Der Schriftsteller und Politiker wurde 1783 unter dem Namen Marie-Henri Beyle in Grenoble geboren. Welchen deutschen Ort Grenoble daher als Partnerstadt wählte? Stendal in Sachsen-Anhalt!

Das Geburtshaus von Stendhal. Foto: Hilke Maunder
Das Geburtshaus von Stendhal. Foto: Hilke Maunder

Biegt am Ende der Einkaufsstraße nach rechts in die Grande Rue ein. Sie bringt euch zur Place aux Herbes, dem ältesten Platz von Grenoble. Auch hier gastiert bis mittags ein kleiner Markt. Dort findet ihr in einem Eckgebäude den Mittagstreff der Einheimischen: L’Épicurien.

Die Place aux Herbes ist der älteste Platz von Grenoble. Foto: Hilek Maunder
Die Place aux Herbes ist der älteste Platz von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

12 Uhr: Déjeuner im L’Épicurien

Erst ein Fischhandel, dann das Sternelokal Pommay waren in dem Feldsteinhaus des 16. Jahrhunderts daheim, ehe 1996 L’Épicurien einzog.

Mittags im L'Épicurien. Foto: Hilke Maunder
Mittags im L’Épicurien. Foto: Hilke Maunder

Knarrende Holztreppen, opulente Lüster, Schnitzereien und Spiegel sorgen für wohnliches Ambiente. Traditionsküche mit Rind und Ente, Trüffeln und Foie Gras prägen die Karte, die Jean-Philippe Perrin als Küchenchef mit einem persönlichen Touch gekonnt verfeinert.
• 1, place aux Herbes, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 51 96 06, www.lepicurien-restaurant-grenoble.fr

Einfach köstlich: die Speisen im L’Épicurien. Foto: Hilke Maunder
Einfach köstlich: die Speisen im L’Épicurien. Foto: Hilke Maunder

14 Uhr: Sightseeing & Shopping

Gut gestärkt? Dann lauft auf der Grande Rue zur Place Grenette, seit Jahrhunderten Treffpunkt der Grenobler. Am 19. Juni 1889 erlebten sie dort ein wahres Wunder. Die erste Straßenbeleuchtung der Stadt wurde angezündet.

Die Place Grenette von Grenoble. Foto: Hilek Maunder
Die Place Grenette von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Im Eckhaus an der Grande Rue 20, der Maison Stendhal, verbrachte Stendhal einen Teil seiner Kindheit. In der Wohnung von Doktor Gagnon, dem mütterlichen Großvater von Stendhal, erinnert seit 2012 ein Stendhal-Museum an den Dichter.

Es zeigt einen Salon im italienischen Stil, ausgestopfte Tiere und Mineralien im naturwissenschaftlichen Kabinett und das Studierzimmer mit der Bibliothek von Gagnon und Werken von Stendhal. Wer sich für Stendhal interessiert: Die Office de Tourisme bietet Führungen an!

Das Geburtshaus von Stendhal birgt heute eine gute Buchhandlung. Foto: Hilke Mander
Das Geburtshaus von Stendhal birgt heute die gut sortierte Librairie Arthaud. Foto: Hilke Maunder

Werft auf dem Weg zur Place Grenette auch einen Blick in die älteste – und für mich beste – Buchhandlung der Stadt. Die Librairie Arthaud birgt im Innern noch einen Innenhof mit Treppenaufgang, wie ihr ihn vielleicht aus der Altstadt von Lyon kennt, wo solche Hausanlagen häufig sind.

Im Stadtpark von Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Im Stadtpark von Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Eine kleine Passage bringt euch gen Norden zum Jardin de Ville, dem kleinen, idyllischen Stadtpark mit Musikpavillon, Kinderspielplatz und zahlreichen Platanen. Wäre dies der Süden, würde garantiert auf dem Sand Pétanque gespielt.

Der Musikpavillon des Stadtparks. Foto: Hilke Maunder
Der Musikpavillon des Stadtparks. Foto: Hilke Maunder

Hier indes hockt man sich in das Café am Rand des Platzes und schaut dem Treiben zu. Der Stadtgarten war bis ins frühe 19. Jahrhundert die einzige Grünanlage von Grenoble!

Die Kür des Zements

Auf der Rue Bressieux und der Rue Saint-François kommt ihr zur verkehrsberuhigten Einkaufsstraße Rue Félix Poulat. Dort  findet ihr einige der schönsten Belle-Époque-Bauten der Innenstadt.

Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Berühmt sind sie für ihre Verzierungen, die die Steinmetze nicht aus Naturstein schnitzten, sondern auch aus ciment moulé formten, Zement! Grenoble war im 19. Jahrhundert eine Hochburg der Zementherstellung. Da Kalk in rauen Mengen ringsum vorhanden war, entstanden bereits um 1835 die ersten Zementwerke.

Grenoble, Hausschmuck aus Beton. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Schon bald wurde das graue Gold der Dauphiné in alle Welt exportiert. Von der Glanzzeit des Gusszements zeugen neben den opulent verzierten Fassaden auch die 85 m hohe Tour Perret im Parc Paul Mistral.

Sie ist das letzte Überbleibsel der Weltausstellung zur Wasserkraft. 1925 hatte sie in Grenoble die houille blanche, die „weiße Kohle“,  vorgestellt –  als saubere Antwort auf die houille noire, Schwarzkohle. Führungen vom Office de Tourisme verraten euch mehr darüber.

Grenoble, Fassaden-Schmuck. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

18 Uhr: Apéro-Pause

Genug gelaufen? Dann beendet euren Bummel durch das alte Grenoble mit einem Apéro an der Place Victor Hugo. Die Einheimischen treffen sich gerne auf der Terrasse  oder in der Lounge Bar (OG) von Le Palais.

Jeden Donnerstag gibt es dort ab 18 Uhr Livemusik. Happy Hour ist Montag bis Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Kostet dort neben klassischen auch Bier-Cocktails. Big Bang, Stigmate und L’amoureux sind allesamt überraschend gut!
• 4, place Victor Hugo, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 87 24 47, http://lepalais-grenoble.com

19.30 Uhr: Schlemmen im MadaM

Er hat bei Alain Ducasse, Bernard Leprince und Alain Senderens  sein Handwerk verfeinert, im New Yorker Waldorf Astoria wie auch im Mama Shelter in der Küche gestanden und in Grenoble die Villa Douillet aus dem 19. Jahrhundert sorgsam restauriert: Yann Tanneau.

Im MadaM serviert er Bistronomie mit Hang zu Höherem. Monatlich wechselt er die Karte – und lässt Auge wie Gaumen stets aufs Neue erstaunen. Bei den Genussmomenten wie (leider) bei den Preisen. 200 Weine runden das kulinarische Erlebnis ab.
• 34, rue Thiers, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 50 12 50, www.restaurant-madam.fr

Restaurant MadaM, Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Die jeunesse dorée hat das bourgeoise Bistro zu ihrem In-Treff erkoren. Perfekt, um dem französischen Nationalsport People Watching zu frönen! Und dabei etwas Nettes zu genießen. Foto: Hilke Maunder

21 Uhr Kultur…

Le Café des Arts

Jazz, Chanson, Weltmusik, Kleintheater: Die beliebte Café-Bühne in der heute verkehrsberuhigten Straße lädt im Sommer auch zum Tanz im Freien!
• 36, rue Saint Laurent, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 54 65 31, www.lecafedesarts38.fr

Le Magasin des Horizons

Die 3.000 Quadratmeter große Industriehalle, die die Eiffelgruppe für die Pariser Weltausstellung 1900 errichtet hatte, wurde von Paris nach Grenoble gebracht, dort kurz als Gießerei genutzt – und 1986 unter François Mitterrand als nationales Kulturzentrum neu belebt. Jedes Trimester wechseln die Ausstellungen, die ein abwechslungsreiches Erlebnisprogramm abrunden.
• 8, esplanade Andry Farcy, Site Bouchayer-Viallet, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 21 95 84, www.magasin-cnac.org

La Bifurk 

Sport und Kultur vereint unter einem Dach die „Bifurk“. Skateboard, Streetbasketball und Beachvolley stehen hier ebenso auf dem Programm wie Konzert und Theater, Festival und Ausstellung.
• 2, rue Gustave Flaubert, 38100 Grenoble, Tel. 04 76 23 57 00, www.labifurk.fr

Grenoble: Plac trib’ . Foto: Hilke Maunder
Beliebt für einen Apéro: die Place trib’ oder Place du Tribunal mit der Statue vom Ritter Bayard . Foto: Hilke Maunder

…oder Clubbing?

La Belle Électrique

Von 23 Uhr bis 6 Uhr früh begleitet euch la Belle Électrique durch die Nacht – mit großen Namen wie Brigitte, Ash Kidd, Youn Sun Nah oder Ibeyi.
• 12, Esplanade Andry Farcy, 38000 Grenoble, Tel. 04 69 98 00 38, www.la-belle-electrique.com

Sonntag

ab 7 Uhr: Marché de l’Estacade

Markt in Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder
Markt in Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Sonntagmorgens verwandelt sich die Avenue de Vizille in den größten Erzeugermarkt von Grenoble. Alles, was hier unter den aufgeständerten Schienen der SNCF angeboten wird, stammt von lokalen Bauern, regionalen Erzeugern und kleinen Manufakturen. Die meisten von ihnen stellen ihre Erzeugnisse nachhaltig – und meist bio – her.

Köstlich gefüllt: der Gâteau Saint-Génix. Foto: Hilke Maunder
Köstlich gefüllt: der Gâteau Saint-Genix. Foto: Hilke Maunder

Hier findet ihr neben Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch und Wein auch Spezialitäten, die ihr als Mitbringsel mitnehmen könnt. Dazu gehören der mit Pralinen gefüllten Gâteau Saint-Genix, regionale AOP-Käsespezialitäten wie den Bleu du Vercors-Sassange oder Hartwürste mit Walnüssen der AOP Noix de Grenoble.

Markt in Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

11 Uhr: Kunstmuseum von Grenoble

Direkt am Südufer der Isère eröffnete 1994 hinter seiner modernen Fassade mit Glas, Stahl und Beton das Musée de Grenoble, das die drittgrößte Kunstsammlung Frankreichs birgt.

Kunstmuseum Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Das Kunstmuseum von Grenoble – auch architektonisch ein Hingucker! Foto: Hilke Maunder

Berühmt ist es vor allem für seine Sammlungen zeitgenössischer Kunst. Picasso, Warhol, Gaston Chaissac, Die Brücke, Giuseppe Penone, Giacometti und Kandinsky… von all ihnen findet ihr hier Werke.

Kunstmuseum Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Mit Sigmar Polke und Christian Lindow ist auch aktuelle deutsche Malerei vertreten. Integriert in den modernen Museumsbau ist der mittelalterliche Turm Tour de l’Isle (1390).

Kunstmuseum Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Einst diente er Grenobler Konsuln als Residenz. Heute birgt er mehr als 3000 Zeichnungen. Fast noch spannender fand ich es jedoch, regionale Künstler wie Georgette Agutte und Jules Flandrin zu entdecken, die hier eigene Räume haben.

Kunstmuseum Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Begeistert hat mich auch die monumentale Darstellung der grandiosen Berge der Dauphiné durch Maler wie Laurent Guétal, Charles Bertier und Jean Achard. Sehen ihre Gemälde nicht wie Fotografien aus?

Das Tal von Vénéon bei Saint-Christophe-en-Ossans, gemalt von Charles Bertier. Foto: Hilke Maunder
Das Tal von Vénéon bei Saint-Christophe-en-Oisans, gemalt von Charles Bertier. Foto: Hilke Maunder

Falls ihr mit dem Leihwagen unterwegs seid und am Sonntag noch zurück zum Flughafen müsst: Unter dem Museum gibt es eine Tiefgarage. Nutzt sie! Ringsum wird rigoros abgeschleppt. Und ist das Parken teurer.

Der Merlat-See, gemalt von Édouard Brun. Foto (Ausschnitt): Hi
Der Merlat-See, gemalt von Édouard Brun. Foto (Ausschnitt): Hilke Maunder

Voilà mein Vorschlag für ein erlebnisreiches Wochenende in Grenoble. Ich freue mich auf eure Tipps und Vorschläge!

Grenoble: meine Reisetipps

Hinkommen

Auto

Auf der Autobahn A 48 rund 1 Stunde von Lyon, auf der A 49 ebenfalls rund 1 Stunde von Valence  und auf der A 41 rund 90 Minuten ab Genf.

Flug

Auf dem Flughafen Grenoble-Isère 40 km nordwestlich landen Billigflieger wie Ryanair und Chartermaschinen, nächstgelegener internationaler Flughafen ist Lyon-Saint-Exupéry. Er wird von Deutschland aus u.a. von Air France über das Drehkreuz Paris Charles-de-Gaulle mit schnellen Umsteigeverbindungen bedient.

Bahn

Mit dem TGV seid ihr in drei Stunden ab Paris in Grenoble, in acht Stunden ab Köln; Buchung: www.sncf-connect.com.

Bus

Flixbus fährt von Karlsruhe, Stuttgart und Kehl nach Grenoble.

Grenoble: Der Comicverlag zitiert die Klassik - und setzt als Büste seine bekannteste Figur hinein. Foto: Hilke Maunder
Der Comicverlag zitiert die Klassik – und setzt als Büste seine bekannteste Figur hinein. Foto: Hilke Maunder

Mobil vor Ort

Auto

Bloß nicht! Nahezu im gesamten Stadtgebiet gilt Tempo 30. Zudem benötigt ihr für Grenoble eine Crit’Air-Plakette (Infos hier). Parkplätze sind rar und teuer; Falschparker werden blitzschnell und rigoros abgeschleppt. Das Auslösen des Vehikels aus der fourrière municipale ist sehr teuer! Besser: Stellt den Wagen oder das Motorrad an einem Parking-Relais, wie die Franzosen P+R nennen, ab und nehmt die öffentlichen Verkehrsmittel, die viel öfter als bei uns verkehren.

Citiz

nennt sich das städtische Car Share-System; https://alpes-loire.citiz.coop

Fünf Straßenbahnlinien verkehren in Grenoble. Foto: Hilke Maunder
Fünf Straßenbahnlinien verkehren in Grenoble. Foto: Hilke Maunder

Bus, Tram & Stadtrad

Der Grenobler Verkehrsverbund MReso betreibt die Busse, Straßenbahnen und Stadträder von Grenoblet. Achtung beim Ticketkauf: Wer die Fahrkarte beim Busfahrer kauft, zahlt einen deutlich höheren Preis als am Automaten. Noch günstiger sind 10er-Heftchen, sogenannte carnets.h. Eine Übersicht aller Radstrecken und weitere Verleiher findet ihr hier. Bei Platten oder anderen Problemen mit dem Rad hilft das Café Vélo in der Rue Nicolas Chorier 59 weiter.

Schlemmen

Café de la Table Ronde

• Place Saint-André, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 44 51 41, www.restaurant-tableronde-grenoble.com

L’Epicurien

• 1, place aux Herbes, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 51 96 06, www.lepicurien-grenoble.com, tgl.

Le 5

• Place de Lavalette, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 63 22 12, www.le-5.fr

MadaM

• 34, rue Thiers, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 50 12 50, www.restaurant-madam.fr

Ausgehen

Le Cartel Bar

• 55, avenue Alsace Lorraine, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 53 02 27

Einkaufen

Nusskuchen

Der Gâteau au noix von Norbert Meunier ist edel in Goldfolie verpackt - so bleibt er frisch und saftig. Foto: Hilke Maunder
Der Gâteau au noix von Norbert Meunier ist edel in Goldfolie verpackt – so bleibt er frisch und saftig. Foto: Hilke Maunder

Chocolatier Norbert Meunier verpackt ihn in Goldfolie. Andere Pâtissiers wie Alexandre Gratian stellen ihn stolz ins Schaufenster. Der Gâteau de Grenoble, der aus den AOP-Walnüssen der Stadt gebacken wird, ist köstlich – besonders lauwarm!
• Norbert Meunier: 44, avenue Alsace Lorraine, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 46 10 51, www.chocolat-grenoble.fr
• Alexandre Gratian: 11, rue de Bonne, 38000 Grenoble, 04 76 46 48 22, www.patisserie-lesecrins.com

Ebenso verführerisch lecker: die Schokoladenkreationen von Norbert Meunier. Foto: Hilke Maunder
Ebenso verführerisch lecker: die Schokoladenkreationen von Norbert Meunier. Foto: Hilke Maunder

Käse-Paradies

Seit 1978 ist die Fromagerie des Alpages von Bernard Mure-Ravaud das Pilgerziel für alle, die Käse lieben. Bernard, nach der Ehrung als Meilleur Ouvrier de France noch im gleichen Jahr 2007 als weltbester Käsemeister ausgezeichnet, hat mit 15 Jahren das Handwerk eines „Affinateurs“ gelernt. Seitdem hat er seine Expertise kontinuierlich perfektioniert. Seine einst kleine Boutique ist heute ein gigantischer wie verführerischer Käsehimmel.
• 4, rue de Strasbourg, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 46 32 62, https://les-alpages.fr

Grenoble, Käse. Foto: Hilke Maunder
Das linke Rund birgt den Lieblingskäse der Franzosen: Comté. Foto: Hilke Maunder

La Furieuse

2017 gründeten die drei Freunde Simon Buron, Antoine Maulin und Olivier Caillat, die zusammen studiert hatten, die Craftbier-Brauerei Sassenge, die mit Alpenwasser süffige Biere brauen: La Furie (blonde Pale Ale), Diffuse (blonde, frühlingshaft), Fuño (dunkel, mit Schokoladennoten), Futée (amber), und Sulfureuse (Triple belge, golden).
• 7, rue de la Maladière, 38360 Sassenage, Tel. 04 76 26 11 64, https://lafurieuse.com

Events

  • Les Détours de Babel (März-April): Musikfestival mit zeitgenössischer Musik
  • Holocène Festival (März): Musikfestival
  • Grenoble – Vizille (April): Sportveranstaltung, bei der mehrere Läufe von Grenoble nach Vizille, über die Route de Napoléon, absolviert werden können.
  • Grenoble Street Art Fest (Juni): Urban Art Festival mit Vor-Ort-Produktion von u.a. Fresken, Collagen, Schablonenmalerei, Skulpturen, Fotografien  und Videoinstallationen; Treffen mit Künstlern und Workshops ergänzen das Programm
  • Le Cabaret Frappé (Juli): kostenloses Musikfestival im Jardin de Ville
  • Ultra Tour des 4 Massifs (August): Bergwanderungen durch die Alpenmassive rund um Grenoble
  • Isère Food Festival (September): Festival rund um die Gastronomie
  • Le Millésime (Oktober): Musik- und Weinfest; Infos auf Facebook
  • Snowboard Garden Festival (Oktober): Festival rund ums Snowboard mit Konzerten und Stars der Szene
  • Les Rencontres Ciné-Montagne (November): Kino-Festival mit Filmen über die Berge der Welt.
Früher schliefen die Bauern in Alkoven-Betten. Foto: Hilke Maunder
Früher schliefen die Bauern in Alkoven-Betten. Foto: Hilke Maunder

Hier könnt ihr schlafen*

Park Hôtel Grenoble • MGallery by Sofitel*

Seit seiner Eröffnung 1961 durch die Familie Ducret eine Institution, die seit 2014 zum Luxussegment der Accor-Kette gehört und von den Lyoner Architekten Les Héritiers einmal rundum stylisch renoviert wurde. 38 Zimmer.
• 10, place Paul Mistral, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 85 81 23,https://all.accor.com

1924 Hôtel*

• 2, rue Gabriel Péri, 38000 Grenoble, Tel. 04 76 46 18 92, www.1924hotel.com

Budget

Kyriad* und B&B Hotel* sind beliebte Hotelketten für eine preiswerte Nacht. Beim Hôtel Inn Eybens hält der Bus C4 (Maisons Neuves) direkt vor der Tür.

Noch mehr Betten*

 

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Im Buch

Klaus Simon, Hilke Maunder. Secret Citys Frankreich*

Gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Klaus Simon stelle ich in diesem Band 60 Orte in Frankreich vor, die echte Perlen abseits des touristischen Mainstreams sind. Le Malzieu in der Lozère, Langogne im Massif Central, aber auch Dax, das den meisten wohl nur als Kurort bekannt ist.

Mit dabei sind auch Senlis, eine filmreife Stadt im Norden von Frankreich, und viele andere tolle Destinationen. Frankreich für Kenner  – und Neugierige!

Lasst euch zu neuen Entdeckungen inspirieren … oder träumt euch dorthin beim Blättern im Sessel oder am Kamin. Wer mag, kann das Lesebuch mit schönen Bildern hier* bestellen.

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