Pogne de Romans: das Rezept

Pogne de Romans - eine Spezialität aus der Drôme.
Pogne de Romans - eine Spezialität aus der Drôme.

Schließt eure Augen, atmet diese Aromen: Ein Hauch von Orangenblütenwasser umschmeichelt eure Nase, verführerisch warm. Reißt ein Stückchen aus dem goldbraunen Ring. Butterweich, luftig und leicht zerfällt der Teig im Gaumen. So schmeckt Ostern in der Drôme!

Das Traditionsgebäck zum Fest ist die Pogne, die rund um Romans ihre Heimat hat. Mit dem fluffigen Hefegebäck endet die Fastenzeit. Dann dürfen endlich auch wieder Eier gegessen werden, die während der Fastenzeit dort tabu sind. Dies feierten die Einheimischen aus Romans, indem sie am Ostermontag am Ufer der Isère spazieren gingen, tanzten und Pogne genossen.

Pogne de Romans: das Rezept

Die Zutaten

• 500 g Mehl
• 20 g Hefe
• 100 g Puderzucker
• 6 Eier
• 300 g Butter
• 10 g Salz
• 1-2 Esslöffel Orangenblütenwasser (alternativ: Orangensaft)

Die Zubereitung

• Erstellt am Vortag einen Vorteig. Löst die Hefe in leicht gesalzenem Wasser auf. Fügt 20 g Zucker hinzu. Arbeitet 100 Gramm Mehl ein und knetet die Masse, bis ihr einen weichen Teig erhaltet. Deckt ihn mit einem feuchten Tuch ab und lasst ihn reifen – mindestens zwei Stunden, am besten über Nacht.

• Am Backtag: Mischt am selben Tag in einer Schüssel das restliche Mehl mit dem restlichen Zucker. Drückt eine Kuhle hinein, gebt die Butter in Stückchen auf den Rand und gebt nacheinander das Orangenblütenwasser und die Eier hinzu. Arbeitet dann den Hefeteig vom Vortag ein. Schlagt den Teig gut durch, damit er an Körper gewinnt und sich vergrößert.

• Wirkt den Teig noch einmal kräftig durch. Formt eine Kugel und drückt sie etwas platt. Drückt ein faustgroßes Loch in die Teichmitte und zieht den Teig mit bemehlten Händen vorsichtig auseinander, bis ihr einen Ring mit einem Durchmesser von rund 20 Zentimeter habt.

• Lasst den Teigring in einem warmen Raum noch einmal zwei Stunden reifen.

Pogne: Bäckerei Nivon, Valence. Foto: Hilke Maunder
In Valence bei der Bäckerei Nivon im Angebot: die Pogne. Foto: Hilke Maunder

• Bestreicht dann den Teigring mit einer Ei-Milch-Mischung. So erhaltet ihr eine schöne goldbraune Färbung.

• Schneidet den Teigring viermal längs ein (siehe Foto).

• Backt die Pogne bei 180° C ohne Umluft rund 35 Minuten, bis sie goldbraun ist.

Lauwarm, mit etwas Salzbutter bestrichen, schmeckt sie am besten!

Reisetipp

Pascalis (Bäckerei mit Musée de la Pogne)

Pascalis gehört zu den besten und ältesten Pogne-Bäckern der Drôme. Seit 1892 stellt er seine pogne tradition und andere klassische Backwerke wie Saint-Genix und Craqueline her. Wie, erfahrt ihr bei Führungen durch den Betrieb!
• 86, Grand’Rue Jean Jaurès, 26300 Bourg-de-Péage, Tel. 04 75 02 08 46, www.pascalis.com

Köstlich gefüllt: der Gâteau Saint-Génix. Foto: Hilke Maunder
Köstlich gefüllt: der Saint-Génix. Foto: Hilke Maunder

Gefällt Dir der Beitrag? Dann sag merci mit einem virtuellen Trinkgeld.
Denn nervige Banner oder sonstige Werbung sind für mich tabu.
Ich setze auf Follower Power. So, wie Wikipedia das freie Wissen finanziert.

Unterstütze den Blog und sag’ merci! Per Banküberweisung. Oder via PayPal.

Weiterlesen

Im Blog

Die Drôme für Genießer!

Im Buch

Secret Places Frankreich

Secret Places Frankreich*

Eiffellturm, Lavendelfelder und die Schlösser der Loire sind weltbekannte Ziele in Frankreich. 60 wunderschöne Orte abseits des Trubels stellen Klaus Simon und ich in unserem dritten Gemeinschaftswerk vor.

Die Schluchten von Galamus, die Gärten von Marqueyssac, Saint-Guilhelm-le-Désert. Mers-les-Bains, den Bugey oder die Île d’Yeu: Entdeckt unsere lieux insolites voller Frankreich-Flair!  Wer mag, kann den Band hier* online bestellen.

 * Durch den Kauf über den Partner-Link, den ein Sternchen markiert, kannst Du diesen Blog unterstützen und werbefrei halten. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. Ganz herzlichen Dank – merci !

 

 

Merci fürs Teilen!

6 Kommentare

  1. Ihre Beschreibung stimmt. Ein Duft! Fluffig, leicht, köstlich! Ich könnte mich reinsetzen! Die ganze Wohnung duftet. Danke für dieses wunderbare Rezept!

  2. Liebe Frau Maunder,

    na klar, den werde ich backen! Und Sie bekämen einen Krümel ab, wenn die Post jetzt mitspielte. Tut sie jetzt aber leider nicht. Mit etwas Glück kann ich meine frankreichbegeisterten Nachbarn damit erfreuen.

    Liebe Grüße
    Ihr Ulrich Salmen

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.