Postkarte aus … Banyuls

Zwei Millionen Euro hat das Roussillon-Seebad Banyuls in seine neue „front de mer“ investiert, seine Schauseite zum Meer entlang der Rue de la République. Zur Sommersaison 2017 präsentierte der rechtskonservative Bürgermeister Jean-Michel Solé (Jahrgang 1954) die ersten fertiggestellten Elemente des Großprojektes: eine neue Strandpromenade und behindertengerechte Badezugänge an der Nordseite der weiten Badebucht.

Langfristig soll auch der Verkehr der Départementstraße D 914 weichen und der gesamten Küstenbereich sich zur autofreien Bummelmeile wandeln.

Zehn Millionen Euro investierte das Laboratoire Arago in den Neubau des Aquariums seines Biodiversariums, das imSommer 2017 ebenfalls eröffnete. 17 Becken präsentieren  300 Arten aus der Unterwasserwelt der Côte Vermeille. Glasscheiben gewähren Einblicke in die wissenschaftliche Forschung und der museumspädagogischen Angebote für Besucher und Schulen.

Wer die Unterwasserwelt noch näher – und mitten im Mittelmeer-Schutzgebiet – erleben will, kann Frankreichs erstem Unterwasserpfad folgen. Die Infos findet ihr hier im Blog.

„Neben Tourismus und Forschung bindet der Komplex auch die Wirtschaft mit ein“, betont Direktor Pascal Romans, „wir fungieren auch als Inkubator für Start-Ups!“

Entworfen wurde der dreistöckige Bau mit der sanft gewellten Front vom Lyoner Architekturbüro Tectoniques. Seine Baukosten von 10,1 Millionen Euro waren beim Projektstart 2010 auf 6,8 Millionen Euro geschätzt worden. 2,6 Millionen Euro steuerte die Region  Languedoc-Roussillon (heute: Occitanie) bei.

Den Rest teilten sich der Fonds européen de développement régional (FEDER),  der Conseil General der Pyrénées-Orientales, der Communauté de communes Albères-Côte Vermeille-Illibéris, die Stadt Banyuls-sur-Mer, die Laboratoires Pierre Fabre und die Pariser Universität Pierre-et-Marie-Curie.

Die Becken gestaltete Coutant Aquariums aus La Rochelle. Im Dezember 2016 begann die mehrmonatige Eingewöhnung für Pflanzen und Tiere in der neuen Heimat. „Es gab dabei zahlreiche technische Probleme, besonders bei der Klimasteuerung von Luft und Wasser. Das hat unsere Eröffnung verzögert“, so Pascal Romans. Im ersten Stock zieht sich über den Becken eine große Glasfront entlang. Sie eröffnet herrliche Ausblicke auf den Hafen von Banyuls.

Traditionsboote im Hafen von Banyuls. Foto: Hilke Maunder

Tierisch gut sind auch die Krimis, die Yann Sola hier verfasst. Unter seiner Feder verwandelt sich der beschauliche nordkatalanische Badeort in einen Tatort, der fesselnden Geschichten schreibt. Entdeckt die Schauplätze seiner schaurigen Verbrechen in diesem Blogbeitrag!

Berühmt ist Banyuls aber auch für einen anderen Künstler: Aristide Maillol. Sein ehemaliges Wohnhaus samt Atelier liegt im Tal der Rovira im Südwesten Richtung Pyrenäen. Dort führt euch ein Verwandter des Bildhauers durch das Museum!

Badeperle zu Füßen der Pyrenäen: Banyuls. Foto: Hilke Maunder

Banyuls: meine Reisetipps

Schlemmen

Les 9 Caves

Bioweine im Laden, entspannt-stimmungsvoller Genuss im gemütlich-stylischen Lokal, Live-Musik und Ausstellungen: voilà die neun Keller, die auf ihrem Dach in drei Gîtes zur Nacht  laden.
• 56, Avenue Général de Gaulle, Tel. 04 68 36 22 37http://9caves.com

Le Fanal

Noch ganz und gar lebendig landen die Fisch in der Küche des neuen Sternerestaurants, das Pascall Borell 2014 direkt am Hafen von Banyuls-sur-Mer eröffnete: Rotbarbe, Seeteufel, Meerforellen und Seafood, für das die Locals kilometerweit anreisen. Wer lieber Deftiges vom Land liebt, kann knusprigen Kaninchenbraten mit Schnecken kosten oder Kalbsbries mit Morillen – zwei Spezialitäten, die sonst nur noch selten auf der Karte stehen.
• Avenue du Fontaulé, 66650 Banyuls, Tel. 04 68 98 65 88, www.pascal-borrell.com

Hier könnt ihr schlafen*
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Weiterlesen

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)*

Der Bildatlas "Frankreich Süden" von Hilke Maunder - die fünfte AuflageMein DuMont Bildatals Frankreich Süden (Okzitanien)* fängt zwischen Rhône und Garonne, Cevennen und Pyrenäen in sieben Kapiteln die Faszination der alten Region Languedoc-Roussillon in Wort und Bild ein – auch als eBook!

Von Montpellier, der Boomtown am Mittelmeer, bis zum römisch-romantischen Nîmes, von den Étangs bei Narbonne bis zur katalanischen Kapitale Perpinyá. Und noch ein Schlenker nach Carcassonne und Toulouse: voilà meine Herzensheimat! Wer mag, kann den Band hierdirekt bestellen.

MARCO POLO Languedoc-Roussillon: die Hommage von Hilke Maunder an ihre WahlheimatKompakt & inspirierend: MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen*

Den MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen* habe ich nach Axel Patitz und Peter Bausch inzwischen mehrfach umfangreich erweitert und aktualisiert.

Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich in meinem Frankreichjahr neu entdeckt und getestet habe.  Beide MARCO POLO-Bände hält ein Online-Update-Service aktuell, der euch über Events, Neueröffnungen und Schließungen informiert. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen. In Ergänzung empfehle ich den Band von Petit Futé.

Michael Müller Verlag, 8. Auflage 2018, ISBN 978-3-89953-997-4, www.michael-mueller-verlag.de

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier direkt bestellen.

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