Die Pfarrkirche von Bugarach. Foto: Hilke Maunder
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Postkarte aus … Bugarach

Bugarach ist ein kleines Dorf. Rund 140 Einwohner wohnen in den alten Steinhäusern, die sich im kleinen Dorfkern drängen, überragt von der wachsamen Spitze des Kirchturmes und Gipfel des legendären Pech de Bugarach.

Herbst am Pech de Bugarach. Foto: Hilke Maunder
Herbst am Pech de Bugarach. Foto: Hilke Maunder

Auf seinem Gipfel, so behaupten Legenden, sollen schon UFOs gelandet sein, ist er doch mit 1.230 Metern doch der höchste Berg der Corbières. Im Maya-Kalender wurde 2012 der Pech de Bugarach sogar als einer der acht Orte der Welt aufgeführt, an denen man den Weltuntergang garantiert überleben kann. Wir wissen, das Ende der Welt kam nicht. Aber das hat der Beliebtheit dieses Berges keinerlei Abbruch getan.

Bugarach: in der Grande Rue. Foto: Hilke Maunder
Bugarach: in der Grande Rue. Foto: Hilke Maunder

Alternativ aus Tradition

Und das Dorf in seinem Schatten war schon lange kein Geheimtipp mehr für Esoterikfans, Aussteiger und Alternative. Bugarach hat sie schon seit mehr als 50 Jahren angelockt. Bereits in den 1970er-Jahren verwandelten sie alte Bauernstellen in Biohöfe und Rückzugsorte für Gleichgesinnte. Heute bieten sie Esoterik, Yoga, digitalen Detox, Kunstkurse oder Wandertouren an.

Bugarach: Blumentöpfe, kunstvoll arrangiert zwischen den Fensterrahmen. Foto: Hilke Maunder
Bugarach: Blumentöpfe, kunstvoll arrangiert zwischen den Fensterrahmen. Foto: Hilke Maunder

Und versuchen, Orten wie Bugarach, die wie viele Orte in der Region unter Landflucht und Überalterung der Bevölkerung leiden, wiederzubeleben. Dabei setzen sie auf Kunst und Kultur.

Bugarach: Diane Liljelund und BeBucharach:: Bugarach: Diane Liljelund vor ihrer Galerie. Foto: Hilke Maunder
Diana Liljelund vor ihrer Galerie. Foto: Hilke Maunder

Diana Liljelund, die Künstlerin aus Kanada

So wie Diana Liljelund. Die blonden Haare locker zum Pferdeschwanz zusammengebunden, stand sie am Eingang der alten Post in der Grand’Rue 9, ein Glas in der Hand, klönend mit einem Pärchen, das auf einer Steinmauer vor dem Haus saß. „Schaut mal rein in meine Galerie!“, rief Diana spontan-

Diana (Jahrgang 1961) Tochter finnischer Eltern, im Nordosten der USA aufgewachsen, studierte Architektur und Design in Kanada, arbeitete in vielen Hauptstädten Europas, kuratierte Sammlungen – und begann, selbst künstlerisch zu arbeiten.

Bugarach: Diane Liljelund und Besucherin in der Galerie. Foto: Hilke Maunder
Diana Liljelund und Besucherin in der Galerie. Foto: Hilke Maunder

An der bretonischen Côte du Granit Rose legte sie Muster aus weißen Kieseln auf den verwitterten Fels und fotografierte die Werke als Collage. Fasziniert entdeckte sie die Wälder im Wechsel der Jahreszeiten.

Sie hielt ihre gefühlten Erinnerungen an Wurzeln und Stämme, Strukturen und Texturen in Öl und Aquarellen fest. Zwei Räume füllten ihre Arbeiten in der Galerie 9 von Bugarach. Heute ist ihre Galerie Vergangenheit. Doch Liliane ist weiterhin künstlerisch tätig und engagiert sich im Kunstvein Expo Créateurs von Saint-Paul-de-Fenouillet, wo sich auch immer wieder ausstellt.

Bugarach: ein Ölbild von Diane Liljelund. Foto: Hilke Maunder
Ein Ölbild von Diana Liljelund. Foto: Hilke Maunder

Diana findet ihr Motive in der Natur ringsum. Im Schatten der höchsten Spitze der Corbières überrascht sie mit einer landschaftlichen Vielfalt, die mediterrane und ozeanische Einflüsse vereint.

Der Lac de la Vène von Bugarach. Foto: Hilke Maunder

Nur wenige Meter vom Ort versteckt sich mit dem Lac de la Vène ein kleiner Stausee, den nur die Einheimischen kennen. Dort können sie fischen, am Ufer grillen und im Sommer baden.

Foto: Hilke Maunder
Der Lac de la Vène und der Pech de Bugarach, Foto: Hilke Maunder

Bugarach: meine Reise-Info

Wanderung auf den Bugarach

Auf die höchste Spitze der Corbières führen mehrere Wanderwege. Hier gibt es Infos und Impressionen.

Les Sauveurs du Terroir

• 161, rue du Faubourg, 11190 Bugarach,  Tel. 04 68 69 87 59, auf Facebook

Bugarach: Sauveurs du Terroirs. Foto: Hilke Maunder
Les Saveurs du Terroirs. Foto: Hilke Maunder

Hier könnt ihr schlafen*

 
Bugarach: Kühe auf der Weide vor dem Pech de Bugarach. Foto: Hilke Maunder
Herbst am Pech de Bugarach. Bis der erste Schnee fällt, weiden die Kühe in der freien Natur. Foto: Hilke Maunder

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Im Blog

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Im Buch

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jede Stadtbesucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights. Inzwischen ist der wohl beste Führer für diese wunderschöne Ecke Frankreichs 2024 in der 10. Auflage erschienen.

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