An der Place de la Libération findet ihr zahlreiche Cafés mit Blick auf den Herzogsplast in Dijon. Foto: Hilke Maunder
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Dijon, das schmeckt: der Genuss-Stadtbummel

„Welch schöne Stadt, das ist die Stadt mit den hundert Türmen!“ soll Franz I. ausgerufen haben, als er Dijon besuchte. Viele Türme stehen zwar heute nicht mehr. Aber prachtvoll ist Dijon bis heute.

Zu den Highlights der Hauptstadt Burgunds führt eine im Pflaster eingelassene Eule aus Bronze. La Chouette weist als Parcours den Weg zu 22 Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Drei Schleifen zu Jean-Jacques Rousseau, Émile Zola und Moses de Sully erweitern den Eulenweg um weitere 15 Stationen. Eine kostenlose App fürs Handy begleitet euch unterwegs. Die Eule ist nicht nur Wegweiser, sondern auch Glücksbringer.

La Chouette

Wer an einem Strebepfeiler der Kirche Notre-Dame die steinerne Eule mit der linken Hand berührt, die rechte aufs Herz legt und sich dabei im Stillen etwas wünscht, dem – so die Legende – geht dieser Wunsch in Erfüllung. Die Dijoner scheinen daran zu glauben. Kaum jemand geht vorbei, ohne die Eule zu berühren. Der Stein ist dadurch ganz glatt poliert.

Blitzschnell für ihre Zeit wurde die Église Notre-Dame nahe dem Herzogspalast erbaut – von 1230 und 1250 und damit in nur zwei Jahrzehnten! Seit 2015 gehört sie als Teil der Weinbergslandschaften Burgunds zum Welterbe.

Einzigartig ist auch ihre Fassade: 28,6 Meter hoch, 19,5 Meter breit öffnet sie sich zur Place Notre-Dame. Drei große Rundbögen formen das Eingangsportal, darüber ziehen sich zwei filigrane Arkadengalerien mit 17 monolithischen Säulen entlang der Front.

Besonders auffällig sind die 51 Grotesken, oft irrtümlich als Wasserspeier bezeichnet. Die Figuren aus Menschen, Tieren und Fantasiewesen dienten nie dem Wasserablauf, sondern sollten symbolisch böse Geister fernhalten. Die mittelalterlichen Originale wurden nach einem tödlichen Unfall um 1240 zerstört; die heutigen Skulpturen entstanden erst zwischen 1880 und 1882 während einer großen Restaurierung. Die reich geschmückten Tympana der drei Portale gingen 1794 während der Französischen Revolution verloren.

Dijon: Altar und Chor der Église Notre-Dame. Foto: Hilke Maunder
Altar und Chor der Église Notre-Dame. Foto: Hilke Maunder

Im Inneren tauchen gotische Glasfenster das Kirchenschiff in farbiges Licht. Besonders eindrucksvoll sind die beiden Rosettenfenster: Das linke erzählt von der Schöpfung, das tiefrot leuchtende rechte vom Jüngsten Gericht. Verehrt wird hier die schwarze Madonna Notre-Dame de Bon Espoir aus dem 11. Jahrhundert, eine der ältesten Marienfiguren Burgunds. Hinzu kommen ein Hochaltar aus dem Jahr 1684, Reliefs, Gemälde und zahlreiche Kunstwerke.

Auf dem Südturm schlägt seit 1382 der Jacquemart die Stunden – eine mechanische Uhr mit Automatenfigur, die Philipp der Kühne nach einem Feldzug aus Kortrijk in Flandern mitbrachte. Bis November 2026 wird die Kirche umfassend gesichert und restauriert. Für 1,59 Millionen Euro modernisiert die Stadt Elektrik, Brandschutz, Dach und Regenwasserführung. Während der neunmonatigen Bauarbeiten bleibt Notre-Dame geöffnet.

Scharfe Vielfalt: Senf aus Dijon

Schräg gegenüber von der Eule begegnet euch das zweite Wahrzeichen von Dijon: Senf. Bereits in der Antike war die verdauungsfördernde Kraft des Senfkorns bekannt. Um 1750 kam der Dijoner Senfhersteller Jean Naigeon auf die Idee, den bis dahin verwendeten Essig durch den Saft unreifer Trauben zu ersetzen – den sogenannten Verjus. Zudem verzichtete er darauf, die Senfkörner zu entölen. Damit prägte er die charakteristische Herstellung des Dijon-Senfs. In der Moutarderie Fallot stehen vor großen Senfgefäßen aus Steingut Probierlöffel bereit. Basilikum, Chili, Estragon, klassisch fein oder grobkörnig: Einmal pumpen, probieren – und vergleichen.

Dijon: Die Senfmühle im Laden von Fallot. Foto: Hilke Maunder
Die Senfmühle im Laden von Fallot. Foto: Hilke Maunder

Was ist der Unterschied zwischen Dijon-Senf und Bourgogne-Senf? Die Verkäuferin erklärt es: Für die Moutarde de Bourgogne stammen die Senfkörner aus Burgund. Dijon-Senf hingegen wird heute meist aus importierten Samen hergestellt, häufig aus Kanada. Auch produziert wird nicht mehr in Dijon. Die Moutarderie Fallot lässt ihren Senf in Beaune herstellen – als letztes Unternehmen in Burgund. Auch Fallot kauft die Senfsamen heute in Kanada. Nur in der Moutarde de Bourgogne, dem echten Burgund-Senf, stammen die Senfkörner noch aus Frankreich, aus Burgund. Tipp: Wie ihr Senf selbst herstellen könnt, verrät das Office de Tourisme bei Kursen zum Mitmachen!

Kraft-Nahrung: Lebkuchen aus Dijon

Zwischen den unzähligen Sorten im Sortiment versteckt sich auch eine Moutarde de Dijon au pain d’épices, ein Senf mit Lebkuchen. Denn pain d’épices ist ebenfalls ein kulinarischer Botschafter aus Dijon. Burgunderherzog Philipp der Gute war ganz vernarrt in das chinesische Gebäck aus Weizenmehl, Honig und Gewürzen wie Vanille, Zimt, Orangenschale. Er holte die Herstellung nach Dijon. Dort wird sie seitdem immer weiter verfeinert.

Eine Köstlichkeit: das Gewürzbrot von Auger. Foto: Hilke Maunder
Eine Köstlichkeit: das Gewürzbrot von Auger. Foto: Hilke Maunder

Das Gewürzbrot aus Dijon ist deutlich weniger süß als unsere Lebkuchen. Es kommt wie ein Brot als Block daher oder wird in kleine Quadrate geschnitten. So ist es der perfekte Begleiter zu den Burgunderweinen. Oder zu einem Kir aus schwarzen Johannisbeeren von den Höhen der Côte de Nuits, die als crème de cassis dem Weißwein Aligoté beigefügt werden.

Berühmt ist besonders das pain d’épices von Mulot & Petitjean. Besucht einmal das Stammhaus der ältesten Dijoner Gewürzbrotbäckerei an der Place Bossuet 13 oder die Filiale vor der Notre-Dame-Kirche. Hier findet ihr auch die Nonnettes, Reise-Kekse aus weichem Gewürzbrot, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen.

Die <em>Nonnettes</em> von Dijon. Foto: Hilke Maunder
Die Nonnettes von Dijon. Foto: Hilke Maunder

Rue de la Liberté

Kaum eine Straße ist so symbolträchtig in Dijon wie die 900 Meter lange Rue de la Liberté, die die Place de la Libération mit der Place Darcy verbindet. Dijons wichtigste Einkaufsstraße erstreckt sich von Ost nach West durch das gesamte historische Zentrum – von der Église Notre-Dame ist sie nur wenige Schritte entfernt. Biegt nach links ein und folgt der belebten wie beliebten Straße, die alljährlich Bühne von Dijon Lumière ist, einem Lichterfest mit Tausenden von LED-Lichtern, Lichtinstallationen an den Gebäuden, Projektionen auf die Fassaden und interaktiven Lichtkunstwerken, hin zur Place de la Libération.

Tour Philippe le Bon

46 Meter hoch erhebt sich dieTour Philippe le Bon im Herzen der historischen Altstadt als Teil des imposanten Palastes der Herzöge von Burgund in den Himmel. Der Turm ist ein Meisterwerk der spätmittelalterlichen Architektur und eine Hommage an Philipp den Guten, dem berühmtesten Herrscher des Herzogtums Burgund.

Doch warum trägt er den Titel „der Gute“? Philipp III., der von 1419 bis 1467 regierte, war ein Herzog von außerordentlichem politischen Geschick, wirtschaftlichem Weitblick und zugleich ein Schöngeist, unter dem Burgund eine einzigartige kulturelle Blüte erlebte. Philipp der Gute bescherte seinem Reich eine Zeit des Wohlstands und der Stabilität, die als „Goldenes Zeitalter Burgunds“ in die Geschichte einging. Und genau jener Herzog ließ die Tour Philippe le Bon als weithin sichtbares Zeichen der Macht, des Wohlstands und der Kultur Burgunds bauen.

Hinauf zur Aussichtsplattform geht es über sieben Etagen und 361 Stufen nur zu Fuß. Doch für diese Mühe entschädigt ein grandioses 360-Grad-Panorama. In der Höhe dem Trubel entrückt, und doch mittendrin, verliert sich der Blick in der malerischen Kulisse der Altstadt, erfreut sich an den bunt glasierten, typisch burgundischen Dächern der Stadtpalais, wandert weiter zu majestätischen Kirchturmspitzen und hinaus ins sanft gewellte Umland, wo immer mehr Weingärten auf Getreidefelder zurückkehren und die alte Weinbautradition Dijons neu beleben. Zu euren Füßen sprudeln im wechselnden Rhythmus die Fontainen der Place de la Libération erst nur ein wenig, dann immer höher aus dem Boden.

Herzogsschloss / Musée des Beaux-Arts

Von der Place de la Libération bringt euch eine kleine Passage in einen Innenhof. In dieser Cour de Bar liegt der Eingang zum Kunstmuseum.

Neben der reichhaltigen Kunstsammlung sind besonders die prunkvollen Herzogsgräber die Attraktion des Schlosses. Sehr schön: das Café im Hof. Im Office de Tourisme ist der Zugang zur ebenfalls sehr sehenswerten Salle des Élus. Und danach? Setzt euch in die Brasserie des Beaux-Arts, die im Sommer auch Tische und Stühle auf den Kies im kleinen Garten stellt, und genießt diese Oase der Ruhe im Trubel der Innenstadt. Perfekt zum Gucken,  Karten schreiben… und genießen. Mein Tipp: rillettes de saumon.
• 1-3, place des Ducs de Bourgogne, Tel. 03 80 66 45 36, www.brasserie-beaux-arts.com

Die hôtels particuliers von Dijon

Zwischen dem Herzogspalast, der Stadtkirche Notre-Dame und den Markthallen von Dijon findet ihr einige der schönsten Stadtpalais von Dijon. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert sollen rund 70 bis 100 dieser hôtels particuliers entstanden sein, und viele sind bis heute in Privatbesitz.

Eines der schönsten und bedeutsamsten hôtels particuliers (Patrizierhäuser) im Zentrum von Dijon ist das Hôtel de Vogüé, ein Meisterwerk der burgundischen Architektur des 17. Jahrhunderts. Es wurde 1614–1617 für Étienne Bouhier, einen Berater am Parlament von Burgund und Kunstliebhaber, erbaut. 1766 kam das Haus durch die Ehe von Catherine-Louise Bouhier mit Comte Cérice-François Melchior de Vogüé in den Besitz der adligen Familie de Vogüé.

Heute beherbergt es die Personalabteilung der Stadt Dijon. Der versteckte Garten des Hôtel de Vogüé wurde bis 2024 als Parkplatz von den Mitarbeitenden genutzt. Im September 2024 verwandelte sich der hintere Hof in einen 800 Quadratmeter großen, öffentlichen Garten – ein grüner Rückzugsort mitten in der Innenstadt!

Die Markthalle von Dijon: Genuss-Reich in XXL

Dicht an dicht stehen die Stände rund um die Markthalle, auch draußen unter freiem Himmel. Drinnen vereinen die Halles de Dijon die Produkte Burgunds unter einem Dach aus Eisen und Glas. Häufig wird der Bau Gustave Eiffel zugeschrieben – gesichert ist seine Beteiligung nicht, doch die Konstruktion stammt aus seiner Zeit.

Tomaten in allen Farben und Formen, Kürbisse von winzig bis gigantisch, von hellgelb bis tieforange, kreisrunde Laibe von Comté-Käse, welche die Arme kaum umfassen können, und lebende Weinbergschnecken.

Markthalle von Dijon: Gemüse von lokalen Produzenten. Foto: Hilke Maunder
Das schmeckt: Gemüse von lokalen Produzenten. Foto: Hilke Maunder

Bressehühner liegen auf den Ständen, ihre steifen Beine in die Luft gestreckt. Von aufgerollten, mehreren Metern langen Hartwürsten schneidet ein Händler beim Tratsch über den Tresen ein Stück des saucisson ab, ohne die Augen vom Gesprächspartner zu nehmen.

Gleich neben dem Eingang hat eine Händlerin jambon persillé in kleine Würfel geschnitten und zum Verkosten hingestellt: Fleischsülze, die traditionell zu Ostern und in jeder Familie nach eigenem, uralten Rezept hergestellt wird.

Von den hohen Bögen hallen die Ausrufe der Markthändler zurück. Der würzige Duft von Käse und Wurst mischt sich mit den Aromen von Kaffee, den die buvette frisch aufgebrüht zum ersten Glas Wein am Vormittag serviert. Von Mitte Mai bis Ende September locken die Markthallen seit 2017 immer sonntags mit einem besonderen Schlemmer-Vergnügen: Brunch aux Halles, gekocht und präsentiert von einem Dijoner Küchenchef.

Ein Gläschen Wein? An der Buvette der Markthalle von Dijon. Foto: Hilke Maunder
Ein Gläschen Wein? An der Buvette der Markthalle von Dijon. Foto: Hilke Maunder

Cité internationale de la gastronomie et du vin

Die City Navettes, ein kleiner Elektrobus, bringt euch von der Innenstadt kostenlos nach Monge, wo seit Mai 2022 die Cité internationale de la gastronomie et du vin genussvoll zeigt, wie Wein und Essen zusammengehören – und warum der repas gastronomique des Français, und damit die Kunst des gastronomischen Mahls vom Rezept bis zur Inszenierung bei Tisch, zum Welterbe gehört. Seit 2015 zählen die climats, die Weinparzellen des Burgunds ebenfalls dazu.

Der Neubau der Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin. Foto: Hilke Maunder

2017 war Baubeginn für die internationale Stadt der Gastronomie und des Weines. Für die Cité Internationale de la Gastronomie von Dijon verwandelte die französische Groupe Eiffel, deren Wurzeln einst Gustave Eiffel gelegt hatte, das ehemalige Stadtkrankenhaus in einen 70.000 Quadratmeter großen Kulinarik-Komplex, der Erlebnis und Genuss, Events und Unterricht verbindet. Neben dem kulinarischen Komplex mit dem sanierten Hospital und dem Hingucker-Neubau mit Cortenstahl wurden auch Wohnungen dort errichtet.

Das Genuss-Reich von Dijon ist ein Baustein von mehreren Cités de la Gastronomie, die die Gastronomie à la française mit all ihren Facetten beleuchten. Essen und Gesundheit sind Thema in Lyon. Der gesellschaftliche Aspekt des Essens ist Schwerpunkt der Cité de la Gastronomie von Tours, der Fokus der Cité de la Gastronomie von Paris-Rungis der kommerzielle Aspekt, sprich, der ethische und nachhaltige Konsum und die Versorgung der Märkte.

In der Cité Gastronomique findet ihr Ausstellungsräume (1.700 qm), ein Konferenz-Zentrum mit einem Auditorium mit 250 Plätzen, Räumen für Workshops, Fortbildungen, Konferenzen und einem 700 Plätze großen Veranstaltungsraum, in dem auch große Bankette ausgerichtet werden können.

Gleich am Eingang der Cité hat die renommierte Kochschule Ferrandi in einem canon de lumière genannten Anbau nach Bordeaux eine Dépendance eingerichtet. Die einstige Kapelle des Krankenhauses präsentiert als Chapelle des Climats die Weinregion Burgund. Wohnungen, ein Fünfsternehotel mit 83 Zimmern sowie ein Filmpalast mit neun Kinosälen ergänzen das kulinarische Schul- , Tagungs- und Erlebniszentrum.

Foto: Hilke Maunder
Die Chapelle des Climats der Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin. Foto: Hilke Maunder

Dijon kulinarisch: meine Reisetipps

Schlemmen

CIBO

Küchenchef Angelo Ferrigno vom CIBO in Dijon.. Foto: Hilke Maunder
Küchenchef Angelo Ferrigno vom CIBO in Dijon.. Foto: Hilke Maunder

Cibo ist italienisch für „Lebensmittel“, und diese kommen bei Angelo Ferrigno maximal aus einem Umkreis von 200 Kilometern – vom Gemüse aus den Markthallen Dijons bis zum Salz von der Schweizer Grenze. Seit Juni 2020 sind sie die Stars seines ersten eigenen Restaurants.

Bereits vier Monate nach der Eröffnung mitten in der Corona-Pandemie ehrte Michelin den jungen Mann mit einem Stern. „Meine Familie hat schon immer gerne gekocht, sei es auf der italienischen Seite meines Vaters oder auf der portugiesischen Seite meiner Mutter. Kochen bringt uns zusammen. Die Entscheidung für die Gastronomie war daher ganz natürlich«“, erinnert sich Angelo Ferrigno.

Das Rwestaurant CIBO in Dijon. Foto: Hilke Maunder
Das Restaurant CIBO in Dijon. Foto: Hilke Maunder

Am 1. Februar 2016 erhielt Angelo als jüngster Koch Frankreichs seinen ersten Stern im Guide Michelin. 2022 zeichnete Gault & Millau den jungen Koch als grand talent de demain aus, als besten Nachwuchskoch des Jahres. Sein Konzept „Keine Gerichte à la carte, sondern ein einziges Menü“ ist heute auch Maxime im CIBO, das nicht zuletzt bei der Inneneinrichtung die Heimat so gestylt wie nachhaltig inszeniert: mit Ökofarben in Naturtönen, Tischen und Stühlen aus recyceltem Holz, stylischem Steingutgeschirr und Tischdekorationen mit den Gräsern und Blüten Burgunds.
• 24, rue Jeannin, 21000 Dijon, Tel. 03 80 28 80 76, www.cibo.restaurant; Sa/So geschlossen

L’Un des Sens

Im Herzen des Antiquitätenviertels von Dijon betreiben seit 2014 Sébastien und Vanina Mortet ein Restaurant, das rustikales Erbe mit aktuellem Design charmant zu einer schicken und doch entspannten Atmosphäre verbindet. Der Chefkoch, ein gebürtiger Burgunder, hat ein junges Team um sich geschart – mit Oberkellner Antoine Generat im Saal und Lucas Di Carlo als zweitem Mann in der Küche und Virtuose der Pâtisserie. Was verarbeitet wird, ist entweder bio oder stammt aus nachhaltiger Landwirtschaft. Der Privatgarten der Mortets versorgt das Restaurant mit Kräutern und Gemüse.
• 3, rue Jeannin, 21000 Dijon, Tel. 03 80 65 75 58, https://lundessens-dijon.fr

La Maison des Cariatides

Im Viertel der Antiquitätenhändler findet ihr in einem Stadtpalais von 1603, umgebaut zu einem trendigen Loft, das frühere Restaurant von Angelo Ferrigno, das heute Thomas Collomb führt.  Was der Name seines Lokals bedeutet, musste ich nachschlagen. Eine Karyatide meint in der Architektur eine weibliche Figur mit tragender Funktion.
• 28, rue Chaudronnerie, 21000 Dijon, Tel. 03 80 45 59 25, www.thomascollomb.fr

Monique

Boire et manger steht neben dem Namen, und das Web verrät die Philosophie: respect des saisons, produits frais et bruts, fait maison, transparence. Kurzum: Grundehrliche Lokalküche im Einklang mit den Jahreszeiten, frisch und ehrlich, rustikal statt raffiniert – und stets ein Genuss! Transparenz bedeutet: Jeder Produzent, jeder Zulieferer wird genannt – und kommt aus Frankreich, meist sogar direkt aus Dijon und seinem Umland.
• 33, rue Amiral Roussin, 21000 Dijon, Tel. 03 80 49 99 36, www.moniqueboireetmanger.fr

DZ’Envies

David Zaddas verbindet mit den Kochtechniken und Traditionen Frankreichs die Aromen Marokkos mit denen Japans. Heraus kommen gegenüber den Halles de Dijon überraschend andere, spannende Interpretationen von Marktküche.
• 12, rue Odebert, 21000 Dijon, Tel. 03 80 50 09 26, www.dzenvies.com

La Fine Heure

In der Cave à Manger von Jonathan Mollion ist die Burgunderküche perfekt auf die 120 Weine des Kellers abgestimmt. Kalbskopf, Tatar oder Käseplatte: Worauf habt ihr Appetit?
• 34, rue Berbisey, 21000 Dijon, Tel.03 80 58 83 47, www.lafineheure.fr

Die Place François-Rude im Zentrum von Dijon mit der Skulptur "Le Vendangeur". Foto: Hilke Maunder
Die Place François-Rude im Zentrum von Dijon mit der Skulptur Le Vendangeur. Foto: Hilke Maunder

Chez Bruno

Was Bruno empfiehlt, schmeckt – vom köstlichen Schinken bis zu den besten Tropfen des Hexagons. Hockt euch an den Tresen und freut euch auf Genussmomente.
• 80, rue Jean-Jacques Rousseau, Tel. 03 80 66 12 33, www.facebook.com/baravinsbruno

Chez Léon

Burgunderküche und französische Klassiker im Hallenviertel.
• 20, Rue des Godrans, Tel. 03 80 50 01 07, www.restochezleon.fr, So., Mo. geschl.

Le Pré aux Clercs

Auch der Dreisternekoch Georges Blanc ist in Dijon vertreten – mit einer gemütlichen Brasserie mit Holz und viel Rot, die zur köstlichen Bistroküche tolle Ausblicke auf den Herzogspalast eröffnet.
• 13, place de la Libération, Tel. 03 80 38 05 05, www.lepreauxclercs.fr

Village Gastronomique

Vier Restaurants von burgundischen Klassikern bis zur kreativen Meeresküche, drei Genuss-Shops und eine Rooftop-Terrasse vereint das Schlemmer-Dorf der Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin: Sind das nicht nur kulinarisch beste Aussichten?
Parvis de l’Unesco, Tel. 03 80 23 88 76. www.citedelagastronomie-dijon.fr

L’Époisses

Er gilt als einer der charakterstärksten Käse Frankreichs: der Époisses, der Rotschmierkäse aus dem gleichnamigen Ort zwischen Dijon und Auxerre. Erfunden haben ihn im 16. Jahrhundert die Zisterzienser des Klosters Cîteaux. Früher war er weit verbreitet und heiß geliebt. Napoleon erkor ihn zum Lieblingskäse, Jean Anthelme Brillat-Savarin nannte ihn „König der Käse“. Heute stellen nur noch drei Käsereien den köstlichen Weichkäse in Burgund her: die Fromageries Berthaut, des Marronniers und Gaugry.

Lokaler Cocktail

Félix Kir, 1945-1968 Bürgermeister von Dijon, gab einem Cocktail, der schon vor seiner Amtszeit beliebt war, den heutigen Namen. Ihr kennt ihn bestimmt: Kir! Komponiert wird er aus 1/3 crème de cassis und 2/3 Weißwein.

Schlemmertouren

Das Office de Tourisme bietet ein halbes Dutzend geführter Stadtspaziergänge zu Genussthemen wie Senf, Wein und lokalen Produkte ein – auch zu Weihnachten. Hinzu kommen Ausflüge in die Weinberge sowie private Tourangebote.

Hier könnt ihr schlafen

Hôtel des Ducs*

Mitten im Zentrum, einen Steinwurf entfernt von der Place de la Libération und dem Herzogspalast, und doch ruhig: meine Lieblingsadresse in Dijon. Manche Zimmer haben einen kleinen französischen Balkon, allesamt ein geräumiges Bad mit Duschkombi (Brause + Rainshower) und im rund 17 Quadratmeter großen Zimmer mit zwei Sitzgelegenheiten einen kleinen Schreibtisch sowie 1,60 x 2 m große Betten mit mittelfesten Matratzen.

An der Rezeption gibt’s zum Naschen nicht nur kleine Bonbons, sondern auch Apfelschnitzel, die der Inhaber selbst im Dörrofen trocknet. Zum Dreisternehaus gehört eine private Garage. Hier* könnt ihr es buchen!
• 5, rue Lamonnoye, 21000 Dijon, Tel. 03 80 67 31 31, www.hoteldesducs.com

Le Jacquemart*

Adieu, Blümchentapete und Bettrolle, die bislang hinter der Fassade von 1800 dominierten, und her mit dem Look von heute in Lila Schwarz, Grün und Grau. Günstig und zentral! Wer mag, bucht hier*.
• 32, rue Verrerie, Tel. 03 80 60 09 60, www.hotel-lejacquemart.fr

La Cour Berbisey*

Exklusive chambres d’hôtes mit Indoor-Pool und idyllischem Innenhof, einige der obersten Zimmer haben Dachschrägen – und sind eher nicht für große Menschen geeignet. Wer mag, bucht es hier*.
• 31, rue Berbisey, 21000 Dijon, Tel. 03 45 83 12 38, https://la-cour-berbisey.gite-blagnac.com

Teritoria Hôtel Wilson*

Charmantes wie komfortables Traditionshotel an der Place Wilson, fußläufig zum Zentrum. Hier habe ich bei meinen Recherchen zum Reise-Kochbuch Burgund logiert. Hier* könnt ihr es buchen!
• 1, rue de Longvic, 21000 Dijon, Tel. 03 80 66 82 50, https://wilson-hotel.com

Noch mehr Betten*