ENTDECKT CÔTE-D’OR

Das Département Côte-d’Or trägt seinen glanzvollen Namen „Goldküste“ völlig zu Recht. Er verweist auf eine Abbruchkante aus Kalk- und Mergelschichten, die sich von Dijon bis südlich von Beaune erstreckt und im Herbstlicht golden leuchtet – und auf den flüssigen Schatz, der dort in den Kellern reift: Wein von Weltruf.

Das 8.763 Quadratkilometer große Département Côte-‚Or befindet sich im Osten Frankreichs in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Es grenzt an die Départements Aube, Haute-Marne, Haute-Saône, Jura, Saône-et-Loire, Nièvre und Yonne. und umfasst ein Terroir, in dem Geschichte, Spiritualität und Genuss zu einer weltweit einzigartigen Symbiose verschmelzen.

Dijon: Die Stadt der Herzöge und der Eule

Seine Hauptstadt Dijon war einst das Machtzentrum der mächtigen Herzöge von Burgund, die im Mittelalter zeitweise einflussreicher waren als die französischen Könige. Rund um den monumentalen Herzogspalast, der im Herzen des Musée des Beaux-Arts die prachtvollen Herzogsgränber, erstreckt sich die mittelalterliche Altstadt.

Wer ihr Geheimnis lüften will, folgt La Chouette: Die kleine Eule, die in einen Strebepfeiler der Kirche Notre-Dame gemeißelt wurde, gilt als Glücksbringerin und führt euch auf einem markierten Rundweg durch die prachtvollen Gassen.

Die Route des Grands Crus: 60 Kilometer Weltklasse

Das Département Côte-d’Or ist weltberühmt für seine Weinberge, die zu den besten der Welt gehören. Dicht an dicht säumen nördlich und südlich von Beaune die climats, kleine Parzellen mit Wein, die heute zum Welterbe gehören, die Flanken der „Goldküste“. Hin führt Frankreichs älteste Weinstraße. Entlang der 60 Kilometer langen Route des Grand Crus reihen sich berühmte Namen, die träumen lassen: Gevrey-Chambertin, Clos de Vougeot, Nuits-Saint-Georges, Vosne-Romanée, Pommard, Meursault und Puligny-Montrachet. In diesen Dörfern wird Weinbau nicht nur betrieben, er wird zelebriert.

Beaune: Weinadel und Fürsorge

Beaune ist das pulsierende Zentrum der Côte de Beaune. Hier lässt sich der Burgunderwein in gemütlichen Bars entdecken oder ganz modern in der 2023 eröffneten Cité des Climats et des vins de Bourgogne. Doch das wahre Herz der Stadt ist das Hôtel-Dieu. Dieses ehemalige Hospital aus dem 15. Jahrhundert mit seinen farbenprächtig glasierten Ziegeln war das innovativste Krankenhaus des Mittelalters.

Noch heute sind die Hospices de Beaune untrennbar mit dem Weinbau verbunden: Alljährlich am dritten Sonntag im November werden dort die besten Weine der Anbaugebiete Côtes de Nuit, Pouilly-Fuissée und Côtes de Beaune versteigert – ein önologisches und gesellschaftliches Ereignis von Weltrang, dessen Erlöse bis heute karitativen Zwecken zugutekommen.

Klöster mit Strahlkraft

Nicht nur der Wein, auch der Glaube hat die Côte-d’Or geprägt. Berühmte Klöster wie Cîteaux. im Jahr 1098 die Wiege des Zisterzienserordens und Namensgeber für einen köstlichen Klosterkäse, und das UNESCO-geschützte Fontenay mit seiner strengen romanischen Architektur haben jahrhundertelang die Geschichte, Architektur, Kultur und Küche des Département Côte-d’Or geprägt.

Aktiv unterwegs

Ob beim Wandern in den dichten Wälder des Morvan-Naturparks, beim Radfahren entlang der Kanäle oder beim gemächlichen Schippern auf dem Canal de Bourgogne oder der Saône: Überall begegnet ihr im Département Côte-d’Or dem Erbe der Kelten (denkt nur an den Schatz von Vix) und der Gallier (Alesia), die hier einst ihre Spuren hinterließen.

In meinen Berichten über das Département Côte-d’Or nehme ich euch mit in die tiefen Keller der Winzer, zeige euch die schönsten Fassaden von Dijon, verrate euch, warum die Quellen der Seine einst von Paris in Besitz genommen wurden, und begleite euch zu den stillen Kraftorten in den Wäldern. Taucht ein in ein Département, das wie kein zweites für einen weltberühmten Ausspruch steht: Vivre comme Dieu en France – Leben wie Gott in Frankreich!

Meine Beiträge zum Département Côte-d’Or