Nantes erleben: meine Top Ten für die Boomtown

Die Kathedrale von Nantes

Vom Handelshafen zur hippen Metropole: Nantes erlebt einen erstaunlichen Wandel, erfindet sich täglich neu, überrascht mit innovativen Ideen, kreativer Kultur und quicklebendigem Erbe.

Erleben! Die Top Ten für Nantes

Nantes: das Schloss der bretonischen Herzöge. Der Innenhof. Foto: Hilke Maunder

Alt trifft neu

„Donnerwetter! Unsere lieben Herzöge der Bretagne waren aber keine mickrigen Gesellen!“ soll Heinrich IV. 1598 beim Anblick des Herzogschlosses ausgerufen haben. Das prachtvolle Château des Ducs de Bretagne und andere alte Bausubstanz trifft in Nantes auf ultramoderne Architektur von heute. Toll für eure Kinder: Im Sommer ist am Schloss die Riesenrutsche geöffnet!

Wo gibt es sonst schon noch eine Rutsche am Schloss? Foto: Hilke Maunder

Kreative Szene

Kaum ein Kind in Frankreich, das nicht „LU“ kennt – die Butterkekse von Lefèvre-Utile. Die ehemalige Keksfabrik hat Jean Blaise zur Millenniumswende in ein Lieu Unique verwandelt, einen einzigartigen Ort. Der Kulturmacher schuf damit ein lebendiges Experimentier-Forum für zeitgenössische Kunst und Heimat der Scène Nationale.

Das vielfältige Veranstaltungs-Programm umfasst Theater, Tanz, Literatur, bildende Kunst, Musik und zahlreiche Festivals.

Zum Komplex gehören neben einer Buchhandlung und einem Restaurant, dass im Sommer seine Getränke und Gerichte auch den Gäste in dem Dutzend Liegestühlen zwischen Fabrik und Gleisen serviert, sowie ein marokkanisch Hamam.

Beeindruckend ist auch der Ausblick vom Turm (1909), den Auguste Marie Joseph Bluysen im Jugendstil schuf. 2012 kann La Fabrique als Live-Musik-Location hinzu. Im Hangar à Bananes auf der Île de Nantes gibt es statt Südfrüchten heute aktuelle Kunst.

Aussichtsreich: die Bar von Le Nid in der Tour de Bretagne. Foto: Hilke Maunder

Cool chillen

Ein Mojito im Liegestuhl der Bar Cargo auf der Île de Nantes, ein Cocktail im stylischen Nid der Tour du Bretagne, ein Cidre an der Place Bouffay oder ein lokaler Tropfen in der gemütlichen Weinbar La Comédie des Vins nahe der Place Graslin?  Ob edel oder alternativ, hip oder cosy, in Nantes findet jeder seine Lieblingsbar!

Beste Tropfen aus den Weinbaugebieten bei Nantes und anderen Ecken des Landes: La Comedie des Vins. Foto: Hilke Maunder

Stilvolles Shopping

Die 1843 eröffnete Passage Pommeraye ist frisch renoviert. Sie gehört jetzt wieder zu den schönsten Einkaufspassagen Europas. Ihr findet sie mitten im Herzen einer ausgedehnten Fußgängerzone mit Modeboutiquen, Lifestyle-Läden, schnuckeligen Cafés und Wochenmärkten.

Nantes: Shopping-Nostalgie – die Passage Pommeraye. Foto: Hilke Maunder

Hauptschlagader ist die Rue Crébillon. Was man dort macht? Na klar: crébilloner! Nantes hat fürs Shoppen in der City sogar sein eigenes Wort kreiert!

Sterneküche auf der Butte Sainte-Anne: L’Atlantide. Foto: Hilke Maunder

Echter Genuss

In und um Nantes lässt sich’s gut schlemmen. Sternechef Jean-Yves Guého serviert im L’Atlantide zum Loire-Blick Hummer als Sandwich – und den AOC-Käse Curé Nantais zum Muscadet aus dem Pays Nantais. Richtig lecker ist auch die Küche von Baron-Lefèvre. Hier habe ich das Lokal vorgestellt.

Die Brasserie Le Cigale an der Place Graslin ist für frische Meeresküche berühmt. Foto: Hilke Maunder

Süße Verführer

Klein, rund und kunterbunt schmücken Macarons die Auslagen von Georges Larnicol. Der Meilleur Ouvrier de France packt nicht nur Schoko, Vanille, Erdbeer und Kaffee-Aromen zwischen die Baiserküchlein, sondern auch Lakritz und echtes Eisenkraut. Nicht minder köstlich: die Kreationen des Edel-Chocolatier Vincent Guerlais.

Der Meister feinster Schokoladen heißt in Nantes Debotté. Pauline hält eine Packung hausgemachter Verführer Foto: Hilke Maunder

Trentemoult

Das frühere Dorf der Fischer und Kap Hoorn-Fahrer am Südufer der Loire lockt mit Guinguettes (Musikkneipen) am Kai und kunterbunten Häusern, in die heute Lebenskünstler und echte Künstler, Bobos und Aussteiger gezogen sind.

Hin schippert von neun bis 20 Uhr der Navibus. 2018 war er erstmals emissionsfrei unterwegs auf der Loire. Mehr zu Trentemoult findet ihr hier!

In 20 Minuten schippert der Navibus von der Gare Maritime nach Trentemoult. Foto: Hilke Maunder

Maschinentiere

Zwischen hohen Kränen und Hafenschuppen trottet ein gewaltiger Elefant aus Holz und Metall, das Wahrzeichen der Machines de l’île. Im Tragekorb des Dickhäuters gibt’s Platz für 49 Touristen beim Sightseeing-Walk über die Île de Nantes in der Loire.

Ein Heidenspaß für Kids, die nicht mitreisen, sondern ihn am Boden bestaunen: Der Elefant nutzt seinen Rüssel als riesige Wasserpistole! Wie sich die Île de Nantes von einer Industriebrache zum zukunftsorientierten Wohn-, Arbeits- und Erlebnisviertel verwandelt hat, erfahrt ihr hier!

Nantes: Le Grand Éléphant startet zur 30-Minuten-Runde über die Île-de-Nantes. Foto: Hilke Maunder

Schlafen ganz arty

Im Zuge der Kunstausstellung Estuaire verwandelte sich das Château de Pé in einen ungewöhnliches Gästehaus: Alle sechs Zimmer gestalteten Künstler! Auch in Nantes eröffnen immer mehr Hotels Künstlerzimmer. Eines davon ist das Zimmer 107 im Hôtel de la France. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Nacht im Kirchenschiff des Sozo.

Château du Pé: La Grande Question – das Künstlerzimmer von Bervis Martin und Charlie Youle. Foto: Hilke Maunder

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Wasserspaß

Für François I. war die Erdre der „schönste Fluss Frankreichs“. An ihrem Ufer bauten Reeder ihre Residenzen, luxuriöse Folies Nantaises. Und La Baule, Pornic und andere Traumstrände sind auch nur einen Katzensprung entfernt!

Nantes: die Erde mit dem Château de la Gascherie. Foto: Hilke Maunder

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Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

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