Îlot Maître: Spielwiese von Nouméa

Pure Romantik: der Sonnenuntergang auf dem Îlot Maître. Foto: Hilke Maunder
Pure Romantik: der Sonnenuntergang auf dem Îlot Maître. Foto: Hilke Maunder

Es ist die Spielwiese der Hauptstädter: das Îlot Maître. Vom Fährterminal in der Baie de Moselle schippert ihr in schnellen 20 Minuten hin zum vier Seemeilen entfernte Eiland. Gerade mal 700 Meter lang und höchstens 150 Meter breit, liegt das Inselchen in einem 200 Hektar großen Meeresschutzgebiet vor Nouméa.

Insel ohne Einwohner

Zum Wahrzeichen der Insel wurden die aufgeständerten Villen des Hotels L’Escapade. Die einzige Unterkunft des Eilands bietet auch Doppelzimmer in Bungalows an Land.

Ein Poolrestaurant mit Bar sowie ein Chemin Kanak, der an fünf Stationen das Universum der melanesischen Urbevölkerung vorstellt, ergänzen die Ferienanlage. Wer euch hier begegnet, ist Feriengast oder Ausflügler. Feste Einwohner hat die Insel keine.

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Der Naturstrand, der die Westküste der Insel säumt, ist ein perfekter Freeride-Spot mit konstantem Wind und stehtiefem Wasser. In den flachen Fluten seht ihr mit etwas Glück Meeresschildkröten. Und garantiert eine Seeschlange, die auch Becher und T-Shirts ziert: die tricot rayé.

"Kitesurfer

Die Wasserschlange

Die in Gold und Schwarz gestreifte Schlange lebt amphibisch. Sie geht ins Meer, um Muränen und Aale zu jagen. Dabei jagt sie ihren Giftzahn in das Fleisch der Fische, die sofort tot sind. Danach kommt sie an Land, um zu verdauen und sich auszuruhen. Dort legt die Schlange zwischen Dezember und März auch drei große Eier. Zwischen Mai und August schlüpft der Nachwuchs.

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Im Süden von Neukaledonien spielen die Kinder mit der Schlange, die bis zu 15 Jahre alt werden kann. Sie wissen: Werden sie gebissen, sorgt das Gift „nur“ für Hautausschlag, Jucken und Kribbeln – und ist für Menschen nicht tödlich. Mir war die Schlange doch ein wenig unheimlich … zumal sie unglaublich flink sich bewegte. Und ich gleich mehrere von diesen Exemplaren im Spülsaum entdeckte.

Fischadler & Sturmtaucher

Auch große Stücke Treibholz und abgestorbene Bäume säumten den Naturstrand. Auf einem Ast hockte ein balbuzard pêcheur, ein neukaledonischer Fischadler. Nachts könnt ihr die pétrels hören, einen schwarzbraunen Sturmtaucher mit einem weißen Bauch. Drei Monate lang paart er sich im Frühsommer. Dabei macht er einen Heidenlärm!

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Mode aus Neukaledonien: Deer Hunt. Foto: Hilke Maunder

Obgleich es erst vier Uhr nachmittags war, stand der Mond bereits am Himmel. Das Licht der Sonne wurde länger. Und inszenierte eine blitzschnelle Dämmerung, einen Sonnenuntergang, den wir beim Bier aus Neukaledonien an der Hotelbar genossen: No. 1 – auch meine Wertung für die Spielwiese der Hauptstädter!

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Îlot Maître: meine Reisetipps

Hinkommen

Schiffshuttle ab Port Moselle sowie Wassertaxis.

Schlafen & schlemmen

L’Escapade

Die Unterkunft der Hotelgruppe GLP, zu der auch das Hilton-Hotel an der Anse Vata gehört, hat 25 Wasserbungalows im Meeresschutzgebiet auf Stelzen gestellt. An Land findet ihr weitere elf Bungalows am Strand sowie 33 schattige Hütten im Garten und kleinen Gehölz der Insel.
• Îlot Maître, Tel. +687 26 05 12

Die Wasser-Domizile des Îlot Maître.Foto: Hilke Maunder
Die Wasser-Domizile des Îlot Maître. Foto: Hilke Maunder

Im Blog

Mein Neukaledonien-Special

Zur Einführung: Frankreich in der Südsee

Die Hauptstadt: Nouméa erleben: die Hauptstadt-Highlights

Noumea: Die cases der Kanaken

Anse Vata: Das Longchamp von Nouméa 

Îlot Maître: Die Spielwiese von Nouméa

Grande Terre: Der wilde Westen von Grande Terre

Île des Pins: Fast ein Paradies

Ouvéa: Bei den Kanaken

Neukaledonien: Das dürft ihr nicht verpassen!

Der Anleger des em>Ilot Maitre</em>. Foto: Hilke Maunder
Der Anleger des Îlot Maître. Foto: Hilke Maunder

Im Buch

Birgit Weidt: Das Lächeln der VergangenheitEine Maske aus Holz, die ihr Großvater einst aus Neukaledonien mitgebracht hatte,  wird zum Auslöser für eine Reise, bei der Birgit Weidt nicht nur die Kultur der Kanaken von Neukaledonien, sondern auch sich selbst besser kennenlernen.

Die freie Journalistin, die u.a. für DIE ZEIT schreibt, lernt auf Grande Terre den Stammeshäuptling Bergé Kawa kennen, der ihr gestattet, in seiner Dorfgemeinschaft mit ihren Ritualen, Ahnen, Geistern und Traditionen kennenzulernen. Dort lernt sie, warum man fremden Menschen nicht in die Augen sehen soll und warum Frauen ihre Altersfalten wie Schmuck zur Schau tragen.

Das Leben der Ureinwohner im Einklang mit der Natur: Mit ihrem Taschenbuch seid ihr hautnah mit dabei. Wer mag, kann den Band hier* online bestellen.

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Offenlegung

Neukaledonien entdeckte ich auf einer Pressereise, die ATOUT France mit seinen Partnern Nouvelle-Calédonie Tourisme, Air France und Aircalin organisiert hatte. Ihnen allen sage ich dafür merci und herzlichen Dank. Einfluss auf meine Blogberichte hat dies nicht. Ich berichte subjektiv, wie ich es erlebt habe, mache kein Merchandising und werde erst recht nicht für meine Posts bezahlt.

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Die Pier eröffnet herrliche Ausblicke auf die Insel und das Meer. Foto: Hilke Maunder
Die Pier eröffnet herrliche Ausblicke auf die Insel und das Meer. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder
Immer neue Ausblicke eröffnen sich von den Wasserhäusern. Foto: Hilke Maunder
Die Sonnenuntergänge sind einfach atemberaubend dort! Foto: Hilke Maunder
Die Sonnenuntergänge sind einfach atemberaubend! Foto: Hilke Maunder
Ein echter Südsee-Traum! Foto: Hilke Maunder
Ein echter Südsee-Traum! Foto: Hilke Maunder
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