Château de Crèvecœur: der Museums-Apfelhof

Château de Crèvecoeur. Foto: Hilke Maunder
Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder

Jetzt, im Herbst, gibt es für mich nichts Schöneres, als ein Wochenende durch das Pays d’Auge und mich vom Apfelduft führen zu lassen, der überall in der Luft hängt.

Cidre: Beim Manoir d'Apreval ist die Apfelernte in vollem Gange. Foto: Hilke Maunder
Die Apfelernte ist in vollem Gange. Foto: Hilke Maunder

Durch sanftes Hügelland folge ich Treckern mit Anhängern, die unter der Last ihrer Ernte ächzen. Fahre hin zu Höfen, wo die Äpfel unter freiem Himmel gepresst werden. Entdecke entlang der 40 km langen Route du Cidre malerische Orte wie Beuvron-en-Auge.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Und in Cambremer ein Schild, das mich neugierig macht: Château de Crèvecœur – 6 km. Was für ein seltsamer Name. Warum wurde es wohl so genannt, dieses Burgschloss im Pays d’Auge?

Perfekt restauriert: Château de Crèvecœur

Seine Wurzeln reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Wie kein zweiter Herrensitz aus jener Zeit verdeutlicht das Château de Crèvecœur die Burgaufteilung nach Aufgabenbereichen.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

In der kreisförmigen, großen Basse Cour sind die Wirtschaftsgebäude versammelt – ein Fachwerk-Bauernhof samt Scheune, kleiner Kapelle aus dem 17. Jh. und einem Taubenhaus für 1.500 Vögel. Ein Wassergraben, den heute eine feste Holzbrücke überbrückt, umgibt die kleine Wohnburg mit Herrenhaus, Brunnen und alter Platane.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Fachwerk & Lebensart von einst

Hier erwartete mich die nächste Überraschung: Das Herrenhaus (15. Jahrhundert) und Scheune (16. Jahrhundert) bergen heute das Musée Schlumberger.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Sein Name erinnert an die beiden Elsässer Ingenieure Conrad und Marcel Schlumberger . 1927 entwickelten sie ein geo-elektrisches Verfahren zur Lagerstättenerkundung.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Heute findet es weltweit Anwendung. Die beiden Elsässer Brüder kauften das Château de Crèvecœur 1970 und ließen es zwei Jahre lang so renovieren, wie es heute zu sehen ist.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Schaubauernhof mit Obsthain

Jenseits des Wassergrabens der Basse Cour erstreckt sich eine Streuobstwiese, auf der 26 heimische Apfelsorten wachsen. Im Herbst biegen sich die Äste der uralten Bäume unter der Last ihrer saftigen Früchte fast bis ins Gras – Fachwerk und Apfel, die Quintessenz der Normandie.

Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

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Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
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Château de Crèvecœur. Foto: Hilke Maunder
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