Die schönsten Dörfer der Drôme
Die Dörfer der Drôme lassen träumen: Grignan, La Garde-Adhémar, Mirmande, Montbrun-les-Bains, Pontaix, Saillans und auch Pont-en-Royans sind wahrhaft zauberhafte Orte. Einige von ihnen sind als plus beaux villages de France ausgezeichnet, als schönste Dörfer des Landes.
Das sorgt hier und da für ganz schön Trubel während der Hochsaison. Den einen gefällt’s, die anderen besuchen sie im Mai – oder im Herbst. Und selbst im Winter sind die Dörfer der Drôme mit ihrem Naturstein sehr charmante Perlen, ruhig und authentisch. Meine Lieblings-Dörfer stelle ich euch hier vor. Träumt euch hin … oder reist mir nach!

Die schönsten Dörfer der Drôme: meine Favoriten
Châtillon-en-Diois
Im Herzen des Dreiecks der Städte Valence, Montélimar und Gap versteckt sich Châtillon-en-Diois im Süden des Vercors. Vor den Kämpfen der Feudalherren im Tal verlagerte es sich auf eine leicht zu verteidigende Bergkuppe mit grandioser Aussicht auf die Weinberge des Pays Diois, die zu den höchstgelegenen Rebgärten Frankreichs gehören.
Im Sommer herrscht in den alten Gassen von Châtillon-en-Diois reichlich Trubel, seitdem es ebenfalls zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt. Das sonnenverwöhnte Dorf erstreckt sich auf den südlichsten Felsen des Vercors und ist eher mediterran als alpin geprägt. Bummelt auf der zentralen Rue des Rostangs und kopfsteingepflasterte Gassen vorbei an alten Häusern mit bemalten Fensterläden, den 17 mittelalterlichen Brunnen des Städtchens zurTour de l’Horloge und der lebhaften Place du Reviron mit ihren Terrassencafés. Der botanische Garten birgt 150 Arten von Kletterpflanzen, die ihr alljährlich von Mitte März bis November bestaunen könnt.
Cliousclat

Schon von weitem verrät ein hoher Schornstein, was Cliousclat seit Jahrhunderten prägt: die Keramik. Das kleine Dorf südlich von Valence gehört zu den letzten Orten Frankreichs, in denen die Töpfertradition noch lebendig ist – nicht als Folklore für Touristen, sondern als echtes Handwerk mit Werkstätten, Brennöfen und Tonstaub an den Händen.

Die Geschichte von Cliousclat ist eng mit seiner außergewöhnlichen Tonerde verbunden. Der helle, eisenarme Ton aus der Umgebung machte das Dorf seit dem 19. Jahrhundert berühmt. Krüge, Schalen, Vorratsgefäße und die typischen braunen Gebrauchskeramiken aus Cliousclat fanden ihren Weg weit über die Drôme hinaus. In den großen Jahren arbeiteten hier Dutzende Werkstätten, deren Keramik sogar bis nach Nordafrika exportiert wurde.

Herzstück des Ortes ist die ehemalige Genossenschaftsmanufaktur, die bis heute produziert und euch tief in die Welt der traditionellen Drôme-Keramik eintauchen lässt – auch bei Kursen! Neben dekorativem Schmuckwerk und bunten Figuren werden hier bis heute Schüsseln, Vasen oder Teller mit dem berühmten grès flammés gefertigt – Keramiken mit schimmernden Glasuren in Braun-, Honig- und Kupfertönen.

Noch heute hallt dieses Erbe durch die schmalen Gassen. Besonders schön ist der Bummel am frühen Morgen, wenn das malerische Mini-Dorf langsam erwacht. Oder abends, wenn die Tagestouristen und Ausflügler das Dorf verlassen haben, unter Platanen Pétanque-Kugeln rollen und bei Guy Dalmasso vom L’Alandier unter den bunten Lichtern seiner Terrasse der Abend genossen wird.

Auf der untersten Terrasse beim Parkplatz könnt ihr auch mitgebrachtes Essen verzehren, solange die Getränke vom Bistro serviert werden.

Cliousclat: meine Reisetipps
Schlemmen und genießen
L’Alandier
Restaurant, Bistro und Bar: gemütlich, gesellig, ausgesuchte Weine zu köstlicher Bistronomie, im Sommer Barbecue-Abende.
• Le Village, 26270 Cliousclat, Tel. 04 75 44 60 73, https://restaurant-alandier.fr
Melocoton
Mein Einkehrtipp direkt am Pétanqueplatz: gemütlich, dörflich-französisch und mit Livemusik-Abenden. Auch hier gibt es beste Bistronomie von lokalen Produkten.
• Le Village, 26270 Cliousclat, Tel. 04 75 86 09 42, https://melocoton-surlaplace.fr

La Fontaine – L’Artiste et le Cuisinier
Michelin empfiehlt in Cliousclat diese Gourmetadresse. Draußen schlemmt ihr auf den typisch französischen Metallrippen-Klappstühlen, drinnen im Gewölbe auf Stühlen im Thonet-Stil. Der Franko-Italiener Sion, an der Hotelfachschule von Montecatini Terme in der Toskana ausgebildet, und seine Partner Héloïse, Absolventin der École des Beaux-Arts in Paris sowie der Schule für angewandte Kunst Duperré, hatten von 2012 bis 2019 im Croix-Rousse-Viertel von Lyon bereits unter gleichem Namen ihr Gourmetrestaurant betrieben, ehe sie in Cliousclat das traditionsreiche Restaurant La Fontaine übernahmen, das 2025 seinen 50. Geburtstag feierte.
• Le Village, 26270 Cliousclat, Tel. 04 75 63 07 38, https://lafontaine-cliousclat.fr
Hier könnt ihr schlafen
La Treille Muscate*
Wer Genuss und Kompfort verbinden möchte, logiert hier in Cliouscat – und freut sich, dass nicht nur die Küche exzellent ist, sondern auch auch die Betten allesamt 1,60 x 2 m groß sind – eine Seltenheit in Frankreich! Hier* könnt ihr es buchen!
• 580, Grande Rue, 26270 Cliousclat, Tel. 04 75 63 13 10, www.hotelrestaurant-latreillemuscate.com
Grignan

Im Nordwesten des Tricastin erhebt sich Grignan stolz mit seinem imposanten Schloss über den Lavendelfeldern, die leider deutlich verwilderter ausstehen, als die touristischen Werbefotos es glauben lassen. Direkt neben die Felder gibt es eine Großparkplatz, um das weltbekannte Foto selbst einmal aufzunehmen!. Berühmt wurde das Burgdorf durch die adelige Briefeschreiberin Madame de Sévigné, die hier bis zu ihrem Tod im Jahr 1696 lebte. Sie ist in der Kirche Saint-Sauveur (1539) bestattet.
Ihr Erbe hält ein Literaturfest lebendig. Hinab in den Ort mit einem Brunnendenkmal der Marquise de Sévigné an der Place de l’Horloge führen kleine, enge Gassen, die sich um den Berghang winden. Grignan hat mich so begeistert, dass ich dem berühmten Dorf einen eigenen Beitrag gewidmet habe.
Grignan: meine Reisetipps
Schlemmen und genießen
Le Poème de Grignan
Winzig und wunderbar – seit 2005 im Herzen des alten Grignan.
• Rue Saint-Louis, 26230 Grignan, Tel. 04 75 91 10 90, www.poemedegrignan.com
La Ferme Chapouton
Die Hofgebäude sind von 1760, der Komfort ist von heute, die Küche himmlisch – und der Pool genau der richtige Ort, um nach der Besichtigung von Grignan stilvoll zu entspannen.
• 200, route de Montélimar, 26230 Grignan, Tel. 04 75 00 01 01, https://chapouton.com
Le Domaine de Bramarel
Frische Trüffel von Monsieur Aymé– ab Hof oder online in aller Welt.
• 445, chemin de Bramarel, BP 8, 26230 Grignan, Tel. 04 75 46 52 20, www.ayme-truffe.com

Hier könnt ihr schlafen
Le Clair de la Plume
Verwöhnen auf höchstem Niveau – vom Service, den 29 Zimmern und mit der Küche. Zum Hotel gehört die Ferme Chapouton.
• 2, place du Mail, 26230 Grignan, Tel. 04 75 91 81 30, www.clairplume.com
La Ferme des Eybrachas
Auf der Trüffelplantage von Virginie gibt es auch ein Gästezimmer – perfekt, um einmal hautnah die Arbeit dieser charmanten Trüffelbäuerin zu entdecken, die mit mehreren Hunden den Edelpilz sucht – die Hunde tollen frei auf dem Hofgelände umher.
• 745, Les Eybrassas, 26230 Réauville, Tel. 06 86 91 88 99, www.truffe-noire-drome.com
La Garde-Adhémar
Rund 20 Kilometer südlich von Montélimar leuchten die hellen Steine von La Garde-Adhémar in der Sonne der Drôme Provençale. Von seinem Kalksteinvorsprung eröffnete das Burgdorf der noblen Familie Adhémar einen atemberaubenden Blick auf das Rhônetal und die Berge des Vivarais. Mit den Resten seiner Stadtmauer, der Ruine seiner Burg und seinen zahlreichen alten Wohnhäusern lässt es vergangene Epochen wieder lebendig werden.
Der 3000 Quadratmeter große Jardin de l’Herbe von La Garde-Adhémar präsentiert im Heilgarten 200 Arten. Ihn ergänzt ein botanischer Garten.
Meine Reisetipps: La Garde-Adhémar
Schlemmen und genießen
L’Absinthe
Mich begeistert es besonders zur Mittagszeit. Dann stellt das Bistrot du Pays L’Absinthe seine bunten Sonnenschirme auf das Kopfsteinpflaster und serviert eine ehrliche Küche, die köstlich ist – und tief verwurzelt in der Region. Wie die caillettes, große Schweinehackbällchen, die mit Spinat gefüllt sind.
• Place Georges Perriod, 26700 La Garde-Adhémar, Tel. 04 75 04 44 38, www.facebook.com/bistrotlabsinthe
Le Poët-Laval
Sehr viele Dörfer der Drôme hocken auf Felskegeln und Bergspitzen. Ein solches Adlernest ist auch Le Poët-Laval. Ein imposanter Bergfried dominiert das mittelalterliche Dorf, das einst eine Hochburg der Hugenotten war. Heute beginnt dort der Weitwanderweg Sur les pas de Huguenots et Vaudois.

Er folgt den Spuren der französischen Protestanten, die im Absolutismus vor den Zwängen, die ihnen der Sonnenkönig auferlegt hatte, fliehen mussten. In diesem Beitrag gibt es dazu Hintergrund, Infos und Impressionen. Heute ist Le Poët-Laval eine kleine Künstlerkolonie – und ausgezeichnet als eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Erfahrt hier mehr.


Le Poët-Laval: meine Reisetipps
Schlemmen und genießen
La Vieille Mule
Die angesagte Craft-Beer-Brauerei des Ortes!
• 25A, chemin des ramières, quartier Labry, 26160 Le Poët-Laval, Tel. 04 69 26 11 62, www.lavieillemule.com
Mirmande

Am schönsten ist Mirmande im Frühjahr, wenn seine hellgrauen Steinhäuser blühende Obstbaumplantagen überragen. Und im Sommer, wenn allerorten Stockrosen vor altem Naturstein in allen Farbschattierungen sich zur Sonne strecken.Und im Herbst, wenn goldbraunes Laub zu Boden raschelt, die Geschäfte schließen, und dem Ort eine entrückte Stille innewohnt, die ihn auch des Winters im Bann hält.

Kurzum, ich liebe dieses nahezu autofreie Nest im Norden der Drôme, das mit seinen Gassen einen Hang emporklettert und für Wohnmobile am unteren Ortseingang Stellplätze angelegt hat. Die Schönheit hat sich inzwischen herumgesprochen: Im Sommer kann es recht voll werden.

508 Einwohner zählt das malerische Dorf, das während des Zweiten Weltkriegs zur Interimsheimat von Künstlern wie Marcelle Rivier, Alexandre Garbell, Pierre Palué, Gustav Bolin, André Lauran und Charles Rollier wurde, die vor der deutschen Besatzung nach Mirmande geflohen waren.

Die alten Gemäuer aus groben Feldsteinen hatten es auch dem kubistischen Maler André Lhote angetan, der hier ab 1924 alljährlich ein Sommeratelier installierte und den Ort damit vor dem Verfall rettete. Und noch immer zieht es die Künstler nach Mirmande, das heute zu den plus beaux villages de France gehört und damit als eines der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet wurde.

Heute wuchert dichter Efeu über die renovierten Fassaden, blaue Iris und rosa Malven setzen Akzente, und von der romanischen Kirche Sainte-Foy reicht der Blick über das Rhônetal bis weit ins Zentralmassiv. Im Juni ist die Kirche Bühne des kleinen, feinen Festivals Les Sésamerie de Mirmandes, das sich jedes Jahr einem anderen Thema widmet.

Mirmande: meine Reisetipps
Schlemmen und schlafen
L’ Hôtel La Mirmande
Eine gemütliche, komfortable Bleibe mit zeitgenössischem Interieur in einem der schönsten Dörfer der Drôme. Die Küche ist bodenständig und beständig gut.
• Le Village, 26270 Mirmande, Tel. 04 75 63 13 18, www.hotelmirmande.fr
Café La Patine
In der ehemaligen Jugendherbergen und dem heutigen Innenhof des hôtel de ville versteckt sich dieses charmante Café (legeres Restaurant) mit angeschlossener Bäckerei.
• Grande Rue, 26270 Mirmande, Tel. 04 75 41 21 82, www.restaurant-patine.fr

Montbrun-les-Bains
Kopf in den Nacken! Im regionalen Naturpark der Baronnies Provençales am Ausläufer des Mont Ventoux sind die kleinen Dörfer und Städte allesamt auf Bergkuppen und Felsvorsprüngen angelegt. Diese schwer zugängliche Lage bot den besten Schutz vor Feinden und Angriffen, tobten im Mittelalter dort doch ständig Schlachten um die Besitztümer der einzelnen Machthaber der Umgebung.

Ein Musterbeispiel für diese wehrhafte Dorfarchitektur ist das 400-Einwohner-Örtchen Montbrun-les-Bains, das zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Von weitem wirken seine Fassaden wie eine Felswand, so eng sind sie aneinander gebaut, und suggerieren Uneinnehmbarkeit. Trutzig und abweisend wirkt es so von der Straße. Erst beim Näherkommen kann ich die einzelnen Bauten unterscheiden. Aus dem Braunbeige der Häuser, die in der Sonne fast golden leuchten, ragen, einer Felsnadel gleich, seit dem 12. Jahrhundert die Dorfkirche und die Tour d’Horloge heraus.
Etwas höher hinauf bekrönt die Ruine des Renaissanceschlosses Château Dupuy-Montbrun den Felskamm. Mit seinen verschachtelten Ziegeldächern, seinen steilen Gassen und blühenden Stockrosen ist Montbrun-les-Bains unglaublich malerisch. Seinen Zusatz les-Bains hat Montbrun erst im 19. Jahrhundert erhalten. Zwar waren die Thermen seit der Antike bekannt und wurden auch zur Linderung von Rheuma, Hautproblemen und Atemwegserkrankungen genutzt.
Doch erst der wissenschaftliche Nachweis ihres gesundheitlichen Nutzens verwandelte Montbrun in einen Thermalort und das Château des Gipières in ein Thermalbad. Dort könnt ihr euch vom Auf und Ab beim Dorfbummel ganz herrlich entspannen: mit einer Lavendel-Ölmassage!
Die Montagne de Lure
Die Montagne de Lure schwingt sich am Signal de Lure bis auf 1.826 Meter empor. Das ganze Jahr über begeistert sie Outdoor-Fans: mit der Challenge de Lure für Radfahrer, Alpinski in Saint-Étienne-les-Orgues sowie Langlauf, Schneeschuhwandern und Thermalbaden in Montbrun-les-Bains.
Montbrun-les-Bains: meine Reisetipps
Schlafen & schlemmen
L’Oustau de la Font
Zwischen Sault und Montbrun-les-Bains haben Jean-Michel Valery und Ludovic Monier eine Oase zum Wohlfühlen eingerichtet: mit fünf geräumigen Zimmern und einer Fewo, leckerer Landküche im Bistrot de Pays und kleinem Tante-Emma-Laden, zugleich der Treff des Dorfes.
• Le Village, 26570 Reilhanette, Tel. 04 75 28 83 77, www.oustaudelafont.com
Le Domaine Château des Gipières
Nicht nur im Schloss, sondern auch in der einstigen Remise des Stallmeisters und der Villa Les Gipières wurden insgesamt 56 luxuriöse Ferienwohnungen und Studios eingerichtet. Zum Komplex gehört das Restaurant L’O des Sources mit eigener Weinbar und 170 Tropfen auf der Karte. Das Thermalbad befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Landguts.
• Lieu-dit Plâtrières, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel.04 85 88 02 37, www.chateaudesgipieres.com
L’Ô Berge de l’Anary
Unter dem Gewölbe einer alten Scheune verwöhnt euch Giselle mittags mit günstigen Menüs, die in ihrer Heimat verwurzelt sind.
• Rue Notre-Dame, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel. 04 75 28 88 14, https://chez-panine.eatbu.com
Le Bar à Thym
Live-Musik, gute Getränke und nette Gesellschaft: Die kleine Kneipe ist bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt.
• Rue Notre Dame, 26570 Montbrun-les-Bains, Tel. 04 75 28 86 75, auf Facebook
Pont-en-Royans

Bereits im Département Isère befindet sich Pont-en-Royans, das „Tor zur Drôme“ für alle, die aus den Alpen kommen. Wie an den Fels geklebt hängen die bunten Häuser von Pont-en-Royans über der Bourne. Ihre Fassaden spiegeln sich im Wasser, grünblau und klar gleitet der Fluss dahin – im Sommer als beliebte „Badewanne“, nach der Schneeschmelze schäumend und kraftvoll.
Kaum ein Ort wirkt so spektakulär wie dieses Dorf am Eingang der Gorges de la Bourne. Schon im Mittelalter nutzten die Bewohner die Enge des Tales geschickt aus. Weil zwischen Felswand und Fluss kaum Platz blieb, errichteten sie ihre Häuser direkt über dem Wasser. Die hölzernen Balkone und farbigen Fassaden scheinen bis heute förmlich über dem Abgrund zu schweben.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich das Ensemble von der Brücke über die Bourne, wo sich die alten Häuser im ruhigen Wasser spiegeln und eine der schönsten Postkartenansichten des Vercors schaffen.
Pont-en-Royans war jahrhundertelang ein wichtiger Handelsplatz für Holz aus den Wäldern des Vercors. Über die Bourne wurde das geschlagene Holz talwärts transportiert. Noch heute erinnern die engen Gassen, alten Lagerhäuser und steilen Durchgänge an diese Vergangenheit zwischen Fluss, Fels und Gebirge.

Direkt am Wasser widmet sich die Maison de l’Eau dem kostbarsten Gut der Region. Das moderne Museum erzählt spannend und interaktiv von Karstquellen, Gebirgsflüssen, Überschwemmungen und der Kraft des Wassers, die die Landschaft des Vercors über Jahrtausende geformt hat. Aus dem Museum führt symbolisch ein Kanalisationsrohr zu einer kleinen Terrasse direkt über der Bourne: Welch eine Aussicht!

Wer anschließend weiterfährt, taucht tief hinein in die spektakulären Gorges de la Bourne. Durch das Plateau des Vercors windet sich die Straße dicht an den Felsen entlang, passiert Tunnel, Aussichtsbalkone und schwindelerregende Abgründe – eine der eindrucksvollsten Panoramastrecken der Alpen.

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