Postkarte aus … Fécamp

Fécamp: der Hafen. Foto: Hilke Maunder
Fécamp: der Hafen. Foto: Hilke Maunder

Fécamp erobert die Sinne. Salz liegt in der Luft, die Möwen schreien, die frische Brise belebt den Geist, macht frisch und neugierig. Neben der Hafeneinfahrt recken sich zu beiden Seiten die imposanten Kreidefelsen der Alabasterküste in den hohen Himmel.

Höher als das Cap Fagnet, das den Kieselstrand gen Norden begrenzt, ist keine Klippe der Côte d’Albâtre. 113 Meter hoch reckt es sich in den normannischen Himmel und eröffnet vom Aussichtspunkt herrliche Panoramablicke.

Bei klarer Sicht sehr ihr auch die ersten Turbinen des Offshore-Windparks, der rund 13 Kilometer vor der Küste entsteht. 2023 sollen seine 71 Windräder 770.000 Menschen mit Windstrom versorgen.

Der Strand von Fécamp. Foto: Hilke Maunder
Der Strand von Fécamp. Foto: Hilke Maunder

An der Promenade von Fécamp steht die Statue einer Fischersfrau, mit Holzschuhen, schweren Händen, den Blick zum weiten Meer gewandt. Sie wartet auf ihren Mann.

Ab dem 16. Jahrhundert war Fécamp Heimathafen einer bedeutenden Fangflotte. Sie fischte vor den weit entfernten Küsten Neufundlands nach Kabeljau. Die Überfischung schädigte schließlich nachhaltig diesen einst ertragreichen Wirtschaftszweig.

Fécamp: Promenade an der Klippenküste. Foto: Hilke Maunder
Die Klippenküste – auch in Fécamp war sie Motiv der Maler. Foto: Hilke Maunder

Aufs Foto gebannt: der Fischer-Alltag von Fécamp

Das Milieu der Hochseefischer fasziniert auch Jean Gaumy. 1970 zog der weltberühmte Fotograf der Bildagentur Magnum nach Fécamp. Dort hält er seitdem das Leben der örtlichen Fischer im Bild fest.

Und das nicht nur an Land, sondern auch auf See. 15 Jahre lang, von 1984 bis 1998, teilte er mit ihnen den häufig entbehrungsreichen Alltag an Bord eines Trawlers.

Fécamp: der Hafen. Foto: Hilke Maunder
Blick auf den Hafen. Foto: Hilke Maunder

Die Neufundlandfischer

Am 8. Dezember 2017 eröffnete in der ehemaligen Kabeljau- und Heringsfabrik von Fécamp der Nachfolger des Museums der Neufundlandfahrer von Fécamp. Auf sieben Etagen und 4.700 Quadratmetern greift das Musée des Pêcheries die jahrhundertelange Geschichte der Neufundland- und Heringsfischerei von Fécamp auf.

Mit einer kleinen, feinen Gemäldesammlung entführt euch auch  in jenen Jahre, als die Impressionisten während der Entstehung der Seebäder nach Fécamp kamen in der Normandie.

Das Seefahrtsmuseum von Fécamp mit seinem Aussichtspavillon. Foto: Hilke Maunder
Das Seefahrtsmuseum von Fécamp mit seinem Aussichtspavillon. Foto: Hilke Maunder

Das Museum residiert im Hafen in einem bemerkenswerten Bau. In dem im Jahr 1950 gebauten Gebäude wurde bis in die 1970er-Jahre tonnenweise Kabeljau aus Neufundland getrocknet, weiterverarbeitet und bis nach Brasilien exportiert.

Ab den 1960er- bis in die 1990er-Jahre wurden dort Hering und Lachs geräuchert. Die industrielle Vergangenheit des Ortes wurde konsequent in die Ausstellung integriert. So könnt ihr beispielsweise alte Räucheröfen oder das stilvolle Büro  eines Reeders besichtigen.

Was für Aussichten!

Der Blick vom Musée des Pêcheries auf Fécamp. Foto; Hilke Maunder
Der Blick vom Musée des Pêcheries auf Fécamp. Foto; Hilke Maunder

Doch zu Beginn erwartet euch erst einmal ein modernes Highlight. Ein Glasbau, der auf das historische Gebäude gesetzt wurde, eröffnet tolle 360°-Blick auf die Alabasterküste und die Fischerstadt Fécamp.

Die Sammlung zur Heringsfischerei. Foto: Hilke Maunder
Die Sammlung zur Heringsfischerei. Foto: Hilke Maunder

In der obersten Etage blickt ihr durch Glasfenster. Eine Etage tiefer könnt ihr die eine Terrasse betreten und im Freien den unverstellten Blick auf den Hafen und die Stadt genießen.

Das Bett im Alkoven, der Toilettenstuhl davor: So schliefen die Neufundland-Kapitäne daheim. Foto: Hilke Maunder
Das Bett im Alkoven, der Toilettenstuhl davor: So schliefen die Neufundland-Kapitäne daheim. Foto: Hilke Maunder

Das Innere des Museums gestalteten die Münchner Ausstellungsmacher von Die Werft. Neben der Seefahrtsgeschichte sind auch Zeugnisse der Alltagskultur des Pays de Caux ausgestellt. Integriert in das Museum ist das Musée de l’enfance.

Die ersten Säuglingsflaschen, erfunden in Fécamp. Foto: Hilke Maunder
Die ersten Säuglingsflaschen, erfunden in Fécamp. Foto: Hilke Maunder

Es erinnert an Docteur Dufour aus Fécamp, der den Verein Goutte de Lait gegründet hatte, um die Kindersterblichkeit zu senken. Er entdeckte, dass die langen Schläuche, die einst zur Kinderernährung eingesetzt wurden, wahre Bakterienherde waren – und erfand die moderne Nuckelflasche mit Sauger.

Segel-Törn mit Nostalgiebooten

Vor der Alabasterküste bei Fécamp am Ärmelkanal. Foto: Hilke Maunder
Die Mil’pat vor der Alabasterküste bei Fécamp am Ärmelkanal. Foto: Hilke Maunder

Tante Fine und Mil’Pat heißen zwei Segelschiffe, auf denen ihr nach Herzenslust mit anpacken könnt – beim Segel hissen, Deck schrubben, Festmachen. Unter dem Kommando eines verschmitzten Skippers mit Asterixbart schippert ihr vor den Kreideklippen wahlweise für wenige Stunden oder gleich mehrere Tage durch die normannischen Gewässer.

Tante Fine wurde 1960 in Plouhinec gebaut und war lange Zeit vor den Küsten Mauretaniens und im Golfe de Gascogne zum Langustenfischen unterwegs. Danach ausgemustert, wurde sie 1991 von der AFDAM, einem Verein Fécamps zur Entwicklung und Förderung von maritimen Aktivitäten, entdeckt und wieder flottgemacht. Mehr als 1000 Stunden arbeiteten dafür Ehrenamtliche auf den öffentlichen Docks.

Die Mannschaft (v.l.): Lucas, Geoffrey, Mathilde, Zacheri, Lionel (“Asterix”
Die Mannschaft (v.l.): Lucas, Geoffrey, Mathilde, Zacheri und Kapitan Lionel (“Asterix”). Foto: Hilke Maunder

Der Einsatz hat sich gelohnt. Heute ist Tante Fine das Schmuckstück der Flotte. Eine feste Route für die Ausflugsfahrten entlang der Alabasterküste gibt es nicht. Bei Flaute unterstützt ein kraftvoller Hilfsmotor die 170 Quadratmeter große Segelfläche des 26 Meter langen Schiffes.

Seit 2009 gehört ein zweiter Holzsegler zur Flotte: der 22 Meter lange Langustenfänger Michel & Patrick, von der Crew liebevoll Mil’ Pat genannt. Das 1962 erbaute Holzschiff schipperte bis 1988 in der Irischen See. Danach diente es als Taucherboot, bis Ehrenamtliche es ab 2001 ebenfalls liebevoll restaurierten.

Will lieber “Asterix” genannt werden: Lionel, der Kapitän der Milpat. Foto: Hilke Maunder
Will lieber “Asterix” genannt werden: Lionel, der Kapitän der Milpat. Foto: Hilke Maunder

Himmlische Bluts-Tropfen

Dort, wo das Flüsschen Valmont eine Senke in die Klippen gefräst hat, schwemmte vor mehr als 1000 Jahren die See in einem Feigenbaumstamm eine Reliquie an den Strand, die Fécamp zum Tor des Himmels machte: einige Blutstropfen Christi.

Die Abteikirche von Fécamp. Foto: Hilke Maunder
Die Abteikirche von Fécamp. Foto: Hilke Maunder

Heute ruhen sie in einem Tabernakel aus weißem Marmor vor der spätgotischen Marienkapelle der ehemaligen Abteikirche Abbatiale de la Trinité, deren Ursprünge bis auf das 10. Jahrhundert zurück gehen. Hinter der Klosterkirche erstreckt sich rund um die Place des Halettes das bunte Altstadtviertel.

Die Abbatiale de Fécamp. Foto: Hilke Maunder
Die Abbatiale de Fécamp. Foto: Hilke Maunder

Köstliche Promille-Kräuter

Die anderen berühmten Tropfen im einstigen Wallfahrtsort sind hochprozentig: der würzige Kräuterlikör Bénédictine. Bruder Bernardo, der als Mönch im Jahr 958 gegründeten Benediktinerkloster lebte, bereitete ihn im Jahr 1510 als Elixier aus 27 Kräutern.

Der Palais Bénédictine: eine Fantasie der Neogotik und Neorenaissance. Foto: Hilke Maunder
Der Palais Bénédictine: eine Fantasie der Neogotik und Neorenaissance. Foto: Hilke Maunder

Diese Rezeptur liegt bis heute dem köstlichen Getränk zugrunde. Mehr als sechs Millionen Flaschen des Likörs Bénédictine werden heute jährlich in alle Welt verkauft – und oft kopiert. Im Museum ist eine kleine Auswahl zu sehen.

Der Keller. Foto: Hilke Maunder
Der Keller. Foto: Hilke Maunder
Der Reifekeller für den Likör. Foto: Hilke Maunder
Der Reifekeller für den Likör. Foto: Hilke Maunder
Der Verkostungsraum. Foto: Hilke Maunder
Der Verkostungsraum. Foto: Hilke Maunder

Doch nur der Bénédictine in der typischen bouteille normande mit dem Zusatz D.O.M. (deo optimo maximo – dem besten und größten Gott geweiht) stammt wirklich aus Fécamp.

So beginnt der Rundgang im Palais Bénédictine. Jeder Raum ist in einem anderen Stil gestaltet. Mal wie im Mittelalter, dann wie in der französischen oder italienischen Renaissance. Foto: Hilke Maunder
So beginnt der Rundgang im Palais Bénédictine. Jeder Raum ist in einem anderen Stil gestaltet. Mal wie im Mittelalter, dann wie in der französischen oder italienischen Renaissance. Foto: Hilke Maunder

Dort wird er im Palais Bénédictine, den Firmengründer Alexandre Prosper Hubert Le Grand im 19. Jahrhundert vom Architekten Camille Albert als Stilmix aus Neugotik und Neorenaissance errichten ließ, vor euren Augen in riesigen Kupferkesseln gebrannt.

Palais Bénédictine in Fécamp,. Foto; Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Der Palais ist nicht nur Produktionsstätte, sondern zugleich ein Museum der sakralen Kunst. Durch familiäre Verbindungen konnte Monsieur Le Grand zahlreiche Objekte der Abtei von Fécamp erhalten und bewahren.

Palais Bénédictine in Fécamp,. Foto; Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder

Sie zeigt sein Museum im Palais Bénédictine, der in jedem seiner Räume einen anderen Stil zitiert – von der Gotik über die italienische bis zur französischen Renaissance.

Palais Bénédictine in Fécamp,. Foto; Hilke Maunder
Beeindruckend: die Schlösser- und Schlüsselsammlung im Palais Bénédictine. Foto: Hilke Maunder

Fassaden aus Feuerstein

Lasst euch nach dem Sightseeing einfach einmal durch das alte Fécamp treiben. Betrachtet dabei  einmal genauer die Fassaden, Häufig finden ihr dort Feuerstein in Schwarz und Weiß m Wechsel mit Backstein. Diese Architektur ist typisch für das Pays de Caux!

Die Backsteine sind mal dunkler, mal heller gebrannt, flach gelegt oder aufgestellt zu geometrischen Mustern. Doch dort, wo die gebrannten Ziegel fast orangehell statt rot sind, weiß jeder Einheimischer sofort: Diese Ziegel werden sehr schnell brüchig,

Dunkler Feuerstein und Backstein paaren sich auf der Fassade. Foto: Hilke Maunder
Auf dieser Fassade paart sich der Backstein mit dunklem Feuerstein. Beliebt sind auch Bänder aus dunklem und hellen Silex im Wechsel mit Backstein.  Foto: Hilke Maunder

Fécamp: meine Reise-Tipps

Achtung beim Parken!

Wer nicht an den Kais oder am Strand parkt, sondern mitten in der Stadt oder in einem Wohngebiet von Fécamp: Es wechseln dort die Straßenseiten zur Monatsmitte, an denen geparkt werden darf. Diese Info findet ihr allerdings nicht in den Straßen, sondern nur an den Einfahrten in den Ort. Und dort nicht groß als Schild, sondern klein integriert in eine Infotafel mit vielen Logos. Merkt euch: Am 1. bzw. 15. eines Monats ist jeweils das Parken auf der anderen Straßenseite gestattet.

Solche Schilder weisen darauf hin, dass zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte die Straßenseite wechselt, an der ihr euer Fahrzeug parken könnt. Foto: Hilke Maunder

Schlemmen & genießen

Auberge de la Rouge

Etwas außerhalb in St-Léonard serviert Thierry Enderlin in der Auberge de la Rouge köstliche Jakobsmuscheln. Ihr könnt dort auch übernachten!
• Route du Havre, 76400 Fécamp, Tel. 02 35 28 07 59, www.auberge-rouge.com

Restaurant La Marée

Im Restaurant La Marée, zu dem ein kleiner Fischmarkt gehört, gibt es den Hafenblick gratis zum Fang des Tages.
• 77, quai Bérigny, 76400 Fécamp, Tel. 02 35 29 39 15

Le Rex war früher ein Kino, Foto: Hilke Maunder
Le Rex war früher ein Kino, Foto: Hilke Maunder

Bar à vin “LeRex”

Die beliebte Weinbar ist ein  Kneipen-Restaurant mit Terrasse, die ins einstige Kino gezogen ist.
• 17, Place Charles de Gaulle, 76400 Fécamp, Tel. 02 35 27 10 42

Le Bouquet Normand

Matthieu ist in vierter Generation der Patron der letzten Heringsräucherei von Fécamp.
• 3, Rue de la Barricade, 76400 Fécamp, Tel. 02 27 30 28 95, www.lebouquetnormand.fr

Matthieu, die vierte Generation der Räucherei “Le Bouquet Normand”.
Matthieu, Patron der vierten Generation der Räucherei “Le Bouquet Normand”.

Schlafen

Hôtel de la Plage

Einfach und gut ist das schlichte Hôtel de la Poste. Die Inhaberin ist unglaulich nett und hilfsbereit; die Zimmer sind klein, sauber und ruhig – und in zweiter Reihe gelegen. Achtung beim Parken!
• 87, Rue de la Plage, 76400 Fécamp, Tel. 02 35 29 76 51, https://hotel-fecamp.com

Hôtel Normandy

Das Hôtel Normandy mit seinen 33 Zimmer liegt zentral.
• 4, ave. Gambetta, Tel. 02 35 29 55 11, www. normandy- fecamp.com

Château de Sassetot

Kaiserin Sissi verbrachte 1875 ihre Ferien im Château de Sassetot. Hier logiert ihr feudal in 25 Zimmern und drei Suiten.
• Sassetot-le-Mauconduit, Tel. 02 35 28 00 11, www.hotelchateaudesissi.com

Kreuz vor der Abbatiale de Fécamp. Foto: Hilke Maunder
Kreuz vor der Maison du Grand Cerf und der Abbatiale de Fécamp.Foto: Hilke Maunder

Noch mehr Betten*
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Entdecken & erleben

Musée Découverte du Chocolat

Zur sinnlichen Entdeckungsreise rund um eine braune Bohne, die Naschkatzen begeistert, lädt das Musée Découverte du Chocolat, in dem reichlich probiert werden darf.
• Chocolats Hautot, 851, route de Valmont, Tel. 02 35 27 62 02, www.chocolatshautot.com

Aktiv

Das Erlebnisbad La Piscine (67, Rue Couturier). Wandern in Baumwipfeln, GPS-Spiele und anderen Outdoor-Fun findet ihr im Woody Park.
• 198, Avenue du Maréchal de Lattre de Tassigny, 02 35 10 84 83, www.woody-park.com

Radwandern

La Vélomaritime

Seit 2021 führt der 1.500 Kilometer lange Küstenradweg Vélomaritime von der Nordsee über den Ärmelkanal bis zum Atlantik durch die Regionen Nordfrankreich, Normandie und Bretagne. Erste Abschnitte wurden bereits im September 2020 eingeweiht

Die normannische Küste präsentiert sich entlang der Vélomaritime in ihrer ganzen Vielfalt mit der beeindruckenden Steilküste zwischen Dieppe, Fécamp und Étretat, den Seebädern und Fischerdörfern wie Honfleur, Trouville oder Cabourg, den geschichtsträchtigen Landungsstränden, der wilden Halbinsel Cotentin und dem magischen Mont Saint-Michel.

Top: Die Vélomaritime ist angeschlossen an weitere Radwanderrouten der Normandie. Dazu gehören die Avenue Verte (Paris – London), die Vélo-Francette durch die normannische Schweiz, die Véloscénie von Paris zum Mont Saint-Michel und die ebenfalls neue Seine à vélo. www.lavelomaritime.com

Auf der Strandpromenade von Étretat musizieren gerne Straßenmusikanten. Foto: Hilke Maunder
Auf der Strandpromenade von Étretat musizieren gerne Straßenmusikanten. Foto: Hilke Maunder

Umgebung

Étretat

Rechts und links zwei eindrucksvolle Felsformationen der Alabasterküste, geradeaus das Meer, das die Kiesel gurgeln lässt, im Rücken ein Bilderbuchstädtchen mit normannischem Fachwerk. Wen wundert’s, dass sich hier schon früh die Künstler getummelt haben? Mehr zu diesem normannischen Idyll findet ihr hier.

Die Klippen von Etretat bei Ebbe. Foto: Hilke Maunder
Die Klippen von Étretat bei Ebbe. Foto: Hilke Maunder

Yport

Kreidefelsen umgeben auch das westlich gelegene Seebad Yport, das illustre Gäste wie Guy Maupassant oder Eugène Boudin willkommen hieß.  Unter Genießern ist es für seine tarte au sucre berühmt. Am 15. August werden dort jährlich am Strand die Boote gesegnet.

Das Event

Im Juli 2020 setzte die Hafenstadt Fécamp mit ihrem ersten großen Segeltreffen Fécamp Grand Escale ihre Jahrhunderte alte maritime Tradition in Szene. Große Segelschiffe, kleinere Boote und Jachten bevölkerten den Hafen von Fécamp. Seemannsgesänge, (Foto-)Ausstellungen, Schiffsbesichtigungen, Straßenmusik, Verkostungen lokaler Produkte und Konzerte prägten das Programm des maritimen Festes, das nach dem großen Erfolg im Auftaktjahr seitdem jeden Sommer stattfindet.

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Abends am Strand von Fécamp.. Foto; Hilke Maunder
Abends am Strand von Fécamp. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps und Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zu Wanderungen unter Wasser.

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6 Kommentare

  1. Sehr schöner Bericht. Als Junglehrer war ich 1970 mit 30 Hauptschülern der Schiller Schule Rheinfelden dort und wurden großartig von der Gemeinde mit viel Cidre empfangen und mit großzügigen Ausflügen nach Rouen, Paris, Versailles usw. sehr verwöhnt.Mein größtes Problem war diese Hauptschüler im Alter von 14 Jahren nach einer ausgiebigen Benedictine Degustation heil in das Quartier zurück zu bringen. Alle Schüler, die bis dorthin nur tiefgekühlte Fischstäbchen als Fischgericht kannten wurden von einer hervorragenden und reizenden Köchin in vier Wochen zu leidenschaften Genießern von gedünstetem Kabeljau in üppiger Sahnesoße umerzogen!

    Till Sachsenheimer

  2. Liebe Heike,

    sicher ist es nur ein Versehen, aber das erste Bild ist nicht auf der Promendae von Fécamp aondern in Etretat aufgenommen worde. Wir können es mit Bestimmtheit sagen, da wir nur 4,5 km von dort wohnen (in der Regel von April bis Oktober eines jeden Jahres seit 1999…) Herzliche Grüße aus dem Markgräfler Land
    Familie Evelyne und Rainer Koch in Bad Bellingen

  3. Seit 1963 sind Fécamp und Reinfelden/Baden (bei Basel) verschwistert. Auch nach fast 60 Jahren finden regelmäßig zu den jährlichen Festen gegenseitige Besuche statt. Neben den jeweiligen Partnerschaftsvereinen sind auch zahlreiche private Verbindungen entstanden.
    Ihre Beschreibungen von Fécamp ist zutreffed und detailliert. Nur beim “Überfischen der Kabeljau- und Heringsgründe” haben Sie die (vorwiegend) japanischen Fabrikschiffe vergessen, die in den 60ern/70ern aufgekommen sind. Dort wurde gefangen und sofort bis zum Endprodukt verarbeitet. Da konnten nicht nur die Fischer aus Fècamp nicht mehr mithalten.

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