Die vielen Gesichter von Bastia
Bastia ist wie eine Miniausgabe von Marseille oder meiner Heimat Hamburg. Müsste ich wählen, würde ich in keiner anderen Stadt auf Korsika wohnen wollen. Warum gerade hier?
Bastia ist eine typische Hafenstadt. Ein Mikrokosmos der Kulturen, in dem Gegensätze aufeinander prallen. Menschen und Lebensweisen, Palazzi und Beton, Altstadt und Moderne, Grandezza und morbide Vergänglichkeit. Bastia: Nordkorsikas Perle zu Füßen des Monte Pigno.

Bastia verdankt seine Entstehung dem Jahr 1378, als der genuesische Gouverneur Leonello Lomellini auf einem Vorgebirge über dem damaligen Hafen Porto Cardo eine Festung errichten ließ. Aus dieser Bastion wuchs die Stadt heran; 1480 wurden die Stadtmauern vollendet. Ihr Name leitet sich von bastiglia, dem italienischen Wort für Festung, ab. Bis heute spiegelt sich diese Entwicklung in den beiden Siedlungskernen von Bastia: Terra Nova, die Stadt der Festung, und Terra Vecchia, das alte Viertel am Hafen Porto Cardo.
Frühstück unter Platanen
Morgens um sieben legt la nave gialla, das gelbe Schiff, im Fahrhafen an. Mit der MS Mega Express 5 könnt ihr von Nizza aus die Nacht über nach Bastia schippern. Das ganze Jahr hindurch verbindet Corsica Ferries die Insel mit dem Festland – Nizza, Toulon, Livorno und Savona direkt ab Bastia.

Jenseits der Territoriale 11, die den Hafen erschließt, stellen die Kellner Stühle und Tische auf die Terrassen der Place Saint-Nicolas. Im Schatten der Platanen könnt ihr im Palais des Glaces frühstücken: Café und Croissant. Angekommen auf Korsika! Vom Sockel blickt Kaiser Napoleon im Römerlook herab.
Die Place Saint-Nicolas ist der Hauptplatz von Bastia. Hier treffen sich Einheimische und Besucher, die hier flanieren, in Cafés sitzen oder die Aussicht genießen. Auf Korsisch Piazza Santu Niculà genannt, gehört sie mit etwa 280 Metern Länge und 80 Metern Breite zu den größten Plätzen Europas. Er wurde in den 1830er-Jahren angelegt und im Laufe der Zeit mit verschiedenen Monumenten ausgestattet, darunter eine Statue von Napoleon I. als römischer Kaiser (1854), ein Musikpavillon (1907) und ein Kriegerdenkmal (1935). Luxuriöse Gebäude und „amerikanische Paläste“, erbaut von Korsen, die in Südamerika zu Reichtum gekommen waren, säumen den Stadtplatz.
Flaniermeile: die Rue Napoléon
Frisch gestärkt, biegt vom Platz bei der Bar L’Empire ein in die Rue Napoléon. Seit ihrer Sanierung und Umwandlung als Fußgängerzone gilt die längste Straße der Stadt als Champs-Élysées Bastias.

Gleich zu Beginn steht der Oratoire Saint-Roch. Vor dem Eingang der Kapelle wurde aus Flusssteinen eine Sonne als Mosaik gelegt. Wunderschön ist auch das Innere: Marmor, Gold und unzählige Engel. Was für eine göttliche Pracht für den Heiligen Rochus, der links vom Eingang im Gewand thront. Alle drei Jahre am 16. August wird der Heilige der Pestkranken feierlich durch die Gassen getragen.

Auch vor dem Oratoire de l’Immaculée Conception, der Kapelle der Unbefleckten Empfängnis, zeigt das Bodenmosaik aus Feldsteinen in Rot, Schwarz und Weiß eine riesige Sonne. Das Innere des einschiffigen Baus prägt typisch genuesischer Barock. Die Wände sind mit rotem Damast und Samt bespannt, Fresken schmücken das Gewölbe, illusionistische Malerei die Marmorkanzel.


Alljährlich am 8. Dezember trägt die Gemeinde ihre Marienstatue zur Église St-Jean-Baptiste. In der Sakristei zeigt ein Museum sakrale Kunst. Seine wertvollsten Schätze: eine Statue des heiligen Erasmus aus dem 18. Jahrhundert und ein mit Miniaturen geschmücktes Messbuch aus dem 17. Jahrhundert.


Korsikas Schlaraffenland
Die Straße hinab führt direkt zum Markt. Was für ein Schlemmerparadies! Mit blau lackierten Fingernägeln ordnet eine ältere Dame in ihrem Korb längliche Stangen, orangerot bis rosa. „Boutargues“ verrät das Schild. Was das wohl ist?

„Das ist echter korsischer Kaviar. Es gibt nur noch wenige Fischer, die den Meeräschen den Rogen entnehmen – mein Mann ist einer von ihnen.“ Die Spezialität hat ihren Preis. 150 Euro. Kostproben gibt es da nicht. Doch da hält schon der Herr vom Nachbarstand ein Holzbrett hin: „Goûtez –Bulagna, Coppa, Figatellu, Lonzu, Prisuttu…schmeckt Ihnen meine Charcuterie Corse?“ Oui, Monsieur, sehr lecker!

Wie auch der Schaf- und Ziegenkäse, den ihr probieren könnt auf diesem Schlemmermarkt von Bastia, die Konfitüre aus Currykraut, das kaltgepresste Olivenöl, der Honig der Macchia. Und die Migliacciola, die Christian frisch bäckt. Allein ihr Duft verführt die Sinne. Und erst recht das überraschende Innere: Brocciu, korsischer Frischkäse.

Kreuz und quer durch die Terra Vecchia
Nicht nur den Hafen, sondern auch den Wochenmarkt von Bastia auf der Place de l’Hôtel de Ville überragen die Doppeltürme der Église Saint-Jean-Baptiste. Seit dem 17. Jahrhundert bildet die Kirche das Herz der Terra Vecchia, der Altstadt der Fischer und kleinen Leuten.

Mit engen Gassen und steilen Treppen, hohen Häusern und kleinen Läden säumt sie den Hang über dem Porto Cardo, der heute als Jachthafen dient. Der Vorplatz der Marina, viele Jahrzehnte hindurch ein Stellplatz, ist heute saniert und begrünt: Pinien statt parkende Autos!

Am Kai ist einer der alten Schuppen der Fischer geöffnet. Netze, Muscheln und andere maritime Souvenirs schmücken seine geöffnete Tür, Pin-Up-Girls die Wände im Innern. „Komm rein auf ein Glas Wein“, sagt der Fischer.

Entschlossen nimmt er meine Hand und drückt mir einen Plastikbecher, voll gefüllt mit Rosé, in die Hand. Es ist zehn Uhr morgens. Ok, ein Anstandsschluck, aber dann: tschüs. Die Freunde des Fischers, die im Innern dicht gedrängt hocken, lachen.
Vom Porto Cardo zur Zitadelle

Weiter! Lauft an der südlichen Hafenseite weiter Richtung Mole. Zu ihren Füßen lädt eine kleine Badestelle mit kleinem Kiesstrand und Badetreppen an der Molenmauer zum Plantschen und Schwimmen mit Hafenblick.
Die Hafenmole
150 Meter weit ragt der Môle du Dragon ins Mittelmeer und schirmt den Alten Hafen nach Osten gegen das offene Meer ab. Vom roten Leuchtturm an der Spitze eröffnen sich herrliche Ausblicke aufs Meer. Wenige Schritte vom Aufgang der Mole beginnt die 450 Meter lange Aldilonda.

Flanieren über den Wellen
„Über der Welle“ bedeutet im Korsischen der Name der Promenade, und genau dort verläuft sie seit dem 20. Dezember 2020. Mit Lamellen aus Cortenstahl schlängelt sie sich direkt unterhalb der Zitadelle an den Felsen fünf Meter über dem Meer entlang. Dietmar Feichtinger, ein österreichisch-französischer Brückenbauer, entwarf sie gemeinsam mit seinen korsischen Partnern von Buzzo Spinelli Architecture.
Land und Meer durchdringen sich auf dem Steg. Durch die Lamellen blickt ihr direkt auf das Meer. Bei hoher Brandung schlagen die Wellen durch den Rost. Das bremst die Kraft des Wassers und verhindert eine weitere Erosion der Felsen.

Der Aufzug zur Zitadelle
Das korsische Büro entwarf auch den Ascenseur du Mantinum. Der Aufzug befindet sich in dem wuchtigen, rund 30 Meter hohen Turm und verbindet seit Februar 2020 die Aldilonda und den Alten Hafen über den historischen Jardin Romieu mit der höher gelegenen Terra Nova (Zitadelle).

Wer zu Fuß zur Zitadelle hinauflaufen möchte, sollte seinen Aufstieg an der Rampa San Carlu (Rampe Saint Charles) am Nordhang des Festungsfelsens beginnen. Sie beginnt am Alten Hafen mit der Doppel-Prunktreppe Scalinata Rinesi (Escalier Romieu) im italienischen Stil. Paul-Augustin Viale entwarf sie in den 1870er-Jahren mit geschwungene Läufen, schmiedeeisernen Geländern, Statuen, Vasen und integriertem Wandbrunnen.

Am Ende der Prunktreppe schließt sich die Rampa San Carlu (auch: A Ricciata San Carlu Vechju) an. Der gepflasterte Weg wird im Volksmund auch Falata à a Gabella genannt, weil dieser Weg direkt vom Eingang der Zitadellehinunter zum ehemaligen Zollhaus am Hafen führte, wo die gabelle zu zahlen war, die Salzsteuer.
Die Zitadelle von Bastia
Eine Welt für sich ist die Terra Nova, das neue Land innerhalb der Zitadelle, das viel italienischer wirkt als die restliche Stadt. Die Seemacht Genua als damaliger Herrscher konzipierten die Terra Nova als abgeschlossene, elitäre Modellstadt. Hier lebten die genuesischen Verwalter, Beamten, Militärs und der adlige Oberschicht-Klerus unter sich. Sie brachten die Bauformen, Proportionen und Modeerscheinungen der ligurischen und oberitalienischen Renaissance sowie des Barock direkt aus Norditalien mit.
Während in der Unterstadt Terra Vechja aus Platzmangel extrem steil, schmal und hoch in die Höhe gebaut wurde, erlaubte das Felsplateau der Zitadelle hingegen eine planmäßigere, breitere Bebauung. Die Gassen verlaufen rechtwinkliger, es gibt kleine Plätze (piazzette) , und die Fassaden sind insgesamt breiter, was den Gebäuden ihren stattlichen, herrschaftlichen Charakter verleiht.

Vorbild Ligurien
Die Wohnhäuser und Palazzi innerhalb der Festungsmauern unterscheiden sich damit deutlich vom Rest Bastias. Streng symmetrische, klar gegliederte Fassaden, geschossübergreifende Vertikalachsen aus hochrechteckigen Fenstern und das Spiel mit flachen Risaliten oder Lisenen spiegeln hier das ligurische Palazzetto-Prinzip.

Statt schlichter Türen gibt es häufig rundbogige Portale (portoni) in gewölbte Durchfahrten oder repräsentative, marmor- oder schiefergepflasterte Innenhöfe mit ausladenden Treppenläufen – eine Miniaturform der großen palazzi Liguriens. Die Fassaden tragen die warmen, mediterranen Erdtöne Norditaliens – warmes Ocker, Terrakotta, Altrosa und gebrochenes Gelb. Wäsche flattert im Wind.


Und statt der sonst auf Korsika weit verbreiteten, dunklen Schieferdächer (teghie) dominieren in der Zitadelle oft flach geneigte Ziegeldächer mit roter Tuile-Canal-Eindeckung oder dachgartenähnliche Loggien (altane), auf denen die Genuesen einst Abkühlung vom Meerwind suchten.
Der Gouverneurspalast

Im Innern der befestigten Oberstadt hatten sich von 1453 bis zur französischen Übernahme im 18. Jahrhundert die Statthalter Genuas im sonnengelben Palais des Gouverneurs verschanzt. Heute findet ihr hier das Stadtmuseum.
Sainte-Croix: Gänsehaut im Gotteshaus

Lasst euch durch das Gewirr der Gassen bei der Zitadelle treiben. Dann kommt auch ihr bestimmt zur kleinen, reichgeschmückten Rokoko-Kapelle Sainte-Croix. Von draußen sind Männerstimmen zu hören. Die eine Hand an das Ohr gelegt, stehen sie vor dem Altar und singen. Polyphone Lieder a cappella, ohne Instrumente. Alte, fremdartige Melodien, deren Sprache ich nicht verstehe. Die Männer singen eine Paghjella. 2009 wurde sie in die Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Der typisch korsische Männergesang setzt sich aus drei Stimmlagen zusammen – u bassu, a segonda und a terza, die auf tradierten Formen immer wieder improvisiert werden. Dann machen sie Pause, und einer der drei Männer kommt auf mich zu: „Gefällt es Ihnen? Wir proben für eine Beerdigung.“ Wir, erzählt er, sind Voce. Eine halbe Stunde höre ich ihnen zu.

Die Pro-Kathedrale von Bastia
Direkt an die kunstvoll inszenierte Édifice Sainte-Croix mit ihrem vergoldeten Barockdekor schließt sich bereits die Pro-cathédrale Sainte-Marie-de-l’Assomption an. Ihre ungewöhnliche Bezeichnung als Pro-Kathedrale verdankt die dreischiffige Hallenkirche einer historischen Notlage: Seit der Spätantike residierte der Bischof im Süden der Stadt in Mariana – dort erhebt sich bis heute La Canonica.

Als Piratenüberfälle und die Malaria die Küstenebene im 16. Jahrhundert unbewohnbar machten, floh der Klerus hinter die schützenden Festungsmauern von Bastia. Ab 1570 diente Sainte-Marie als Kathedrale – und Stellvertreterin für den verlassenen Bischofssitz in der Ebene, daher ihre Bezeichnung als Pro-Kathedrale.

Dann schlagen die Glocken, ist es zwölf Uhr. Die Kirche leert sich, die Restaurants füllen sich. Auf der Place Guasco spenden alte Platanen Schatten beim Schlemmen, in der Rue Saint-Michel konkurrieren die Restaurants um den besten Blick auf das Meer, den Hafen und die Unterstadt.


Wir verlassen die Zitadelle durch die Porta Louis XVI. Das imposante Tor markiert den historischen Hauptzugang zur Terra Nova von der Landseite her. Ihren Namen verdankt das Tor dem französischen König Ludwig XVI., unter dessen Regentschaft der Bau in seiner heutigen Form vollendet wurde. Ein Eis am alten Hafen, und hinein ins Einkaufsvergnügen.

Shopping mal drei
Die drei parallelen Haupteinkaufsstraßen in Bastias Unterstadt besitzen jeweils einen völlig unterschiedlichen Charakter und Mix an Geschäften.
Rue Napoléon: verkehrsfreie Flaniermeile mit Lokalkolorit
Die verkehrsberuhigte Pflasterstraße verläuft östlich parallel zum Boulevard Paoli und stellt die historische Verbindung zwischen der Place Saint-Nicolas und dem Markt dar. Hier findet ihr neben zahlreichen Bars, Cafés und Imbissständen vor allem Concept Stores, kleine Kunsthandwerksläden, unabhängige Boutiquen und Feinkostgeschäfte oder Bio-Märkte.
Boulevard Paoli: Lifestyle & Mode von heute
Das kommerzielle Herz von Bastia bildet der breite, geschäftige Boulevard im Haussmann-Stil. Hier reihen sich bekannte französische und internationale Modemarken wie Sandro, Maje, Ba&sh, Claudie Pierlot, Mango und Aigle aneinander. Wer nach aktueller Damen- und Herrenmode, Optikern, Kosmetikketten oder trendigem Lifestyle sucht, bummelt hier.

Rue César Campinchi: funktionale Mischmeile
Lifestyliger ist auch einstige Einkaufsstraße für den täglichen Bedarf geworden. Neben Traditionsgeschäften und Feinkostläden wie der bekannte Käse- und Spezialitätenladen U Muntagnolu findet ihr auch Weinhandlungen, kleinere Buch- und Bekleidungsgeschäfte sowie angesagte Lokale wie Le Tierce Bar, Le Saint François und Café Marlow.

Angesagte Stadtteile außerhalb des Zentrums
Außerhalb des klassischen Dreiecks Terra Nova – Terra Vecchia – Place Saint-Nicolas entwickeln sich in Bastia derzeit zwei Viertel besonders dynamisch.
Im Norden: Toga (L’Anse de Toga)
Moderne Lounge-Bars, Restaurants, Pubs und Clubs am Wasser: Für junge, trendbewusste Einheimische ist der Jachthafen Port de Toga an der nördlichen Stadtgrenze der Hotspot zum Ausgehen und Feiern. Wer abends abseits der touristischen Altstadt-Gassen ausgehen möchte, zieht nach Toga.

Im Süden: Lupino / Joseph-Pancrazi
Sehr angesagte ist auch dieses klassische Arbeiter- und Multikulti-Viertel im Süden, das durch diverse Sanierungen in den Sog der Gentrifizierung geraten ist.. Hier finden sich Straßenkunst-Initiativen sowie das Kulturzentrum Centru Culturale Alb’Oru, das als moderner Gegenpol zum historischen Theater im Zentrum gilt.

Bastia: meine Reisetipps
Hinkommen
Flug
Der Flughafen Bastia-Poretta liegt 20 Kilometer südlich des Zentrums. Ganzjährig fliegen Air Corsica und Air France die Hafenstadt an. In der Sommersaison erweitern europäische Verbindungen das Angebot – darunter Direktflüge mit Eurowings, easyJet, Lufthansa, Luxair sowie dem Billigflieger Volotea.
Fähre
Bastia ist der wichtigste Fährhafen der Insel. Corsica Ferries verbindet die Stadt mit Nizza, Toulon, Livorno, Savona und im Sommer Piombino. Ganzjährige Nachtverbindungen ab Marseille bedienen Corsica Linea und La Méridionale. Aus Italien bringt zudem die italienische Reederei Moby Lines Passagiere von Genua und Livorno nach Bastia.

Schlemmen & genießen
Le Palais des Glaces
Ein wenig retro mit Holzvertäfelung und Spiegeln im Innern, schöne Terrasse auf dem Platz – das Eis ist hausgemacht, Croissants und Kuchen liefert ein befreundeter Bäcker.
• Place Saint-Nicolas, gegenüber vom Kiosk, Tel. 04 95 31 05 01, www.lepalaisdesglaces.com

Chez Vincent
Entspannter Genuss mit korsischer Küche, französischen Klassikern, Pizza, Pasta und Burgern beim Paradeblick auf Bastias Hafen in der wunderschönen Altstadt.
• 12, rue Saint-Michel, 20200 Bastia, Tel. 04 95 31 62 50, auf Facebook, zu finden
La Table de Mare & Gustu
Eine gute Adresse für Fischliebhaber in der Altstadt, im Sommer mit schönem Garten und romantischer Beleuchtung.
• Place du Marché, Étage G, 20200 Bastia, Tel. 04 95 32 79 51
Les Afferanchis
Unkompliziert, lebendig und frei von steifen Konventionen präsentiert sich dieses charmante Bistro in der Zitadelle. Auf den Tisch kommen marktfrische, saisonale Gerichte, die das Team mit viel Liebe zum Detail zubereitet. Ein wunderbarer Ort, um unverfälschte korsische Gastfreundschaft abseits der großen Touristenströme zu erleben.
• 6, rue Sainte-Croix, 20200 Bastia, Tel. 04 95 32 02 32, www.instagram.com/lesaffranchis_comptoir_corse
Le Victor
Lebendig, modern und gemütlich: Das beliebte Café-Bistro direkt neben der Place du Donjon ist ein perfekter Anlaufpunkt im Festungsviertel. Auf der Terrasse werden lokale Weine, kreative Tapas, frische Pasta und hausgemachte Desserts in geselliger Atmosphäre serviert.
• Rue de la Paroisse, 20200 Bastia. Mobil-Tel. 06 10 27 09 59, www.le-victor-restaurant-bastia.fr
Schlemmer-Shopping
Wochenmarkt
Sonnabends und sonntags verwandelt sich der Rathausplatz in einen Wochenmarkt für Bio- und Traditionsprodukte, jeden zweiten Freitag werden von acht bis zwölf Uhr Textilien verkauft. Alle Markttermine: www.bastia-tourisme.com

L.N. Mattei
Das Stammhaus des korsischen Aperitif-Spezialisten ist schon wegen seiner Inneneinrichtung einen Besuch wert. Cap Corse ist der Klassiker des Hauses. Der Aperitif auf Cinchona-Basis (Chinin/Chinarinde) und Mistelle (verstärktem Traubenmost) ist heute auch alkoholfrei erhältlich.
• 5, boulevard du Général de Gaulle, 20200 Bastia, Tel. 04 95 32 44 38, www.capcorsemattei.com

Hier könnt ihr schlafen
Best Western Montecristo Bastia*
Das Neubauviertel hat keinen Charme, das Hotel aber Parkplätze – eine Rarität in Bastia! Die 71 komfortablen Zimmer sind geräumig, der Pool bietet Erholung nach dem Sightseeing. Wer früh heim fliegt, bekommt auf jeden Fall zu jeder Stunde einen Kaffee, Frühstück gibt es ab sechs.
• Avenue Jean Zuccarelli, 20200 Bastia, Tel. 04 95 55 05 10, https://bastia.corsica-hotels.fr
Posta Vecchia*
Grundsolide Zimmer 500 Meter vom Hafen an der Küstenstraße, die teuren Komfortzimmer haben Meerblick.
• Quai des Martyrs de la Libération, 20200 Bastia, Tel. 04 95 32 32 38, www.postavecchia-bastia.com
Noch mehr Betten*

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Hinträumen
Weiterlesen
Im Buch
Jenny Hoch: Gebrauchsanweisung für Korsika*
33 Sommer hatte Jenny Hoch auf der Insel verbracht. Doch erst seitdem sie quasi hier lebt, wird sie langsam von den Einheimischen ins Herz geschlossen und integriert, erzählt die Journalistin und Buchautorin, die heute mit ihrer Familie die Tradition ihrer Eltern fortsetzt. Seit sie vier Jahre alt war, sei sie jedes Jahr auf Korsika gewesen, als Kind, als Teenager, als Erwachsene. Immer am selben Ort, immer glücklich, gerade dort zu sein. „Ich weiß, wo am Strand der Rutschfelsen ist, wie die Wellen sich brechen”, erzählte sich bei einer Lesung im Feriendorf zum Störrischen Esel.
Ihre persönlichen Erfahrungen machen den Reiz dieses Bandes der insgesamt sehr zu empfehlenden Taschenbuchreihe im Piper-Verlag aus. Jenny Hoch hat sie hintergründig wie humorvoll zu Papier gebracht. Dazu noch ein paar Daten und Fakten: ein perfekter Einstieg, um sich mit der Insel zu beschäftigen. Besser kann keine Reiseplanung beginnen! Wer mag, kann das Werk hier* online bestellen.
Zum Träumen: Das Haus auf Korsika*
Mit wenig Geld und Aufwand hat Pierre Duculot 2011 einen meiner Lieblingsfilme gedreht, die Geschichte eines Ausbruchs, Sich-Findens, der Rückkehr zu den Wurzeln. Und eine Geschichte des Mutes. Ausgelöst durch die Erbschaft eines Hauses, das Christina erbt.
Die Hauptfigur, fast 30, lebt seit zehn Jahren mit ihrem Freund zusammen, jobbt in der Pizzeria ihres Schwiegervaters, überlebt im belgischen Charleroi. Ein eigenes Leben nach ihren Vorstellungen? Das ist ein Luxus, den sie sich nicht leisten kann. Und mit der Erbschaft doch wagt. Sie macht auf den Weg in den Süden. Und verliebt sich – in die geerbte Bruchbude, die Insel, einen neuen Mann. Wer mag, kann den Film hier* online bestellen.
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