Montpellier, mon amour

Montpellier: Nachts auf der Place de la Comédie
Nachts auf der Place de la Comédie

„On va faire l’ œuf“, ruf man sich in Montpellier zu: Treffen wir uns auf dem „Ei“! Spätestens nachts erkennt man, warum die zentrale Place de la Comédie ihren Spitznamen erhält. Ein blaues Lichtband im Pflaster zeichnet die Eiform des ovalen Platzes nach.

Die gute Stube von Montpellier

Straßencafés, Bistros, Bürgerhäuser der Gründerzeit und die dem Pariser Vorbild nachempfundene Oper zieren seine Flanken. Als steinerne Schönheiten räkeln sich seit 1776 die drei Grazien auf einem Bronzebrunnen.

Trois Grâces Aglaé (Schöheit), Euphroysne (Freude) und Thalie (Überfluss), von Étienne d’Antoine, Bildhauer aus Carpentras, in Stein gemeißelt. Zu ihren Füßen plätschert sanft Wasser über Stein.

Das ganze Jahr hindurch wird hier flaniert und geflirtet, ist der Stadtplatz Schauplatz der Selbstdarstellung und Schnittstelle zwischen Alt und Neu.

Flaniermeile mit Spielplatz und Kiosken: der Platanenboulevard

Gen Westen führen enge Gassen in das Gewirr der Altstadt mit ihren Szeneläden, Boutiquen und Restaurants. Nördlich geht der Platz in die weitläufige, Platanen bestandene Esplanade über. Am oberen Ende steht der futuristische Komplex des Corum von Claude Vasconi aus Beton und finnischem Granit für Kongresse und Ausstellungen.

Gen Osten gelangt ihr durch den 1977 eröffneten Shoppingkomplex Polygone zum Antigone-Viertel. Mit neoklassizistischen Monumentalbauten verlängerte dort der  Katalane Ricardo Bofill die Innenstadt zum Flussufer des Lez.

Die autofreie Promenade von Antigone

Aufbruch & Erbe

Zu pompös, verurteilen Kritiker das Viertel. Prachtvoll, schwärmen die anderen. Montpellier sieht’s gelassen – und lockt mit seinem Mut zur Moderne wie keine andere französische Stadt Neubürger an. Besonders die Jugend zieht es in die achtgrößte Stadt Frankreichs. 61 % sind zwischen 20-59 Jahren alt, 21 % zwischen 0-19 Jahren alt.

Hier, wo einst Hugenotten Zuflucht fanden und Marguerite von Navarra eine protestantische Uni gründete, wird Toleranz und gegenseitige Anerkennung bis heute hoch gehalten. Und so war es am 29. Mai 2013 auch die Bürgermeisterin Hélène Mandroux  in Montpellier, die die erste Verehelichung eines gleichgeschlechtlichen Paares in Frankreich vollzog.  Und nicht die Hauptstadt Paris.

Sonnabends wird getrödelt an der Promenade von Antigone

Hochburg der Medizin

Und das seit fast 800 Jahren: Montpellier ist die zweitälteste Universitätsstadt des Landes – und Sitz der weltweit ältesten medizinischen Fakultät. 1220 wurde sie gegründet. Später wurde François Rabelais ihr berühmtester Schüler. Bei den Journées Européennes du Patrimoine öffnet sie alljährlich Mitte September ihre Türen für Besucher.
Der exzellente Ruf der Medizin lockte auch die Industrie: Euromédicine ist ein biomedizinischer Industriekomplex, Agropolis eine agrartechnologische Untersuchungsanstalt von Weltruf. Biotech und MITT lassen die Stadtkassen klingeln.

Am Ufer des Lez beim Antigone-Viertel

Die Mittelmeer-Metropole

Mit neuen Vierteln zum Arbeiten, Wohnen und Erleben wächst die Boomtown immer weiter Richtung Mittelmeer. Mit der Port Marianne, einer Wasserstadt für 50.000 Menschen am Ufer des Lez, wollte Ricardo Bofill Montpellier zur Hafenstadt machen.

Nicht eingeplant war der Widerspruch einer kleinen Kommune zwischen der Metropole und dem Meer, die den Zugang zum selbigen verweigert – und damit Montpellier den begehrten Zusatz „sur Mer“. Doch Port Marianne wächst und wächst, was von der Autobahn A 9 zu sehen ist.

Neues Megaprojekt von Montpellier: Ode an das Meer

Doch längst ist das nächste Stadtentwicklungsprojekt angeschoben. Gemeinsam mit den Kommunes Lattes und Pérols wird die Metropolregion Montpellier mit der Ode à la Mer

Erschlossen wird sie von der Tramlinie 3. Baubeginn für das Megaprojekt, das der Katalane <Jos Galan vom Architekturbüro GINA Barcelona konzipiert hat, ist im Jahr 2018. 275 Millionen Euro werden bis 2020 investiert.

Doch trotz  „folies“ und gigantischer Bauprojekte gibt es auch ein malerisches, nostalgisches Montpellier mit einem Labyrinth der Gassen in der Altstadt Ecusson, lauschigen Plätzen, erstklassigen Kunst- und Kultureinrichtungen, Boutiquen, Bars und Lokalen.

Bunt wie einst die Pril-Blumen: die Tram-Linie 2.

Stylisch & umweltfreundlich

Parkt euer Gefährt in einem der Park-&-Tram-Plätze wie Circé im Stadtteil Odysseum und saust auf einer der vier Straßenbahnlinien, die berühmte Designer wie Christian Lacroix im Stil der vier Elemente gestaltet haben, in die Stadt.
Die Alternative heißt Velogmagg. 54 Stationen mit 400 Fahrrädern gehören bereits zum Stadtradnetz. Das Entleihen per EC- oder Kreditkarte ist kinderleicht. Infos zu sämtlichen Verkehrsträgern findet ihr auf www.tam-voyages.com.

Altstadtgasse

Nostalgische Gassen: L’Écusson

Doch jetzt hinein ins Stadtgewühl! Herrlich autofrei und total idyllisch sind die Gassen und Plätze der Altstadt mit trendigen Boutiquen und Traditionsgeschäften. Gallo-römisches Erbe wie sonst in Frankreichs Süden fehlt. Denn Montpellier wurde nicht von den Römern errichtet, sondern erst am  26. November 986 erstmals urkundlich erwähnt.

Vor mehr als 1000 Jahre hatte damals Graf Bernard de Melgueil (Melgueil entspricht dem heutigen Mauguio) Wilhelm III. Land an der antiken Via Domitia zwischen den Flüssen Lez und Mosson für seine selbstlosen Verdienste überschrieben.

Seine Erben errichteten eine Burg, die ein Schloss und eine Kapelle beherbergte. Durch die hervorragende Lage zwischen Katalonien und Italien an der Via Domitia neben dem Hafen Lattes wurde Montpellier schnell ein Handelszentrum mit Verbindungen über das Mittelmeer, nach Spanien und nach Nordeuropa und entwickelte eine gemischte Bevölkerung aus Juden, Moslems und später auch Protestanten.

Es siedelten sich Goldschmiede, Tuchmacher und auch Kaufleute an, und noch heute erkennt man an den Straßennamen im historischen Zentrum, mit welcher Ware dort Handel getrieben wurde.  Ebenfalls in der  Altstadt verbirgt sich mit  Pomme de Reinette et Pomme d’Api einen der schönsten Spielzeugläden der Region.

Schönster Spielzeugladen der Stadt: Pomme de Reinette

Stadtpalais & Kirchturmspitzen

Mehr als 50 Kirchen und Kapellen sowie 80 Stadtpalais (hôtel particuliers) mit schmucken Sandsteinfassaden, hohen Stuckdecken und kühlen Innenhöfen verstecken sich im Labyrinth der Gassen.

Prachtbauten sind das Hôtel de Varennes (2, Place Pétrarque, Sitz des Musée du Vieux Montpellier) und das Hôtel des Trésoriers de la Bourse (4, rue des Trésoriers de la Bourse)

Im Hôtel Jacques Cœur (7, rue Jacques Cœur) residiert das Musée Languedocien de la Société Archéologique de Montpellier) im Hôtel Saint-Côme (Place Saint-Come) die Industrie- und Handelskammer von Montpellier.

Uni und Kathedrale sind in Montpellier nahtlos verbunden.

Die Cathédrale St-Pierre (14. Jh.) überlebte als einziger Sakralbau der Stadt die Glaubenskriege und schließt sich nahtlos an die medizinische Uni an.

Nur auf Führungen (Office de Tourisme) zu besichtigen ist das älteste jüdische Bad Europas, das Mikvé. 15 Stufen führen hinab zur  mittelalterlichen Badestelle, an der sich traditionell die Frauen zehn Tage nach Ende ihrer Menstruation reinigten. Der Zugang zum Bad erfolgt durch die hohe, grüne Tür der Hausnummer 1.

Place Peyrou – „peyrou“ heißt „steinig“ im Okzitanischen

Paradeplatz mit Weitblick

Auf dem höchsten Punkt der Stadt entstand 1688 nach Plänen von Charles d’Aviler die Promenade de Peyrou, ein von Bäumen flankierter, lang gezogener Platz mit traumhaften Ausblicken über die Stadt und zum Pic Saint-Loup. Barocker Hingucker ist das Wasserschlösschen des Château d’Eau schmückt. Es erhielt sein Wasser aus dem Aquädukt St-Clemens und verteilt es von hier auf die drei Brunnen der Stadt.

Vom Château d’Eau wurde einst das Wasser auf die Stadt verteilt.

Abends wird das Aquädukt, das die Einheimischen „Les Arceaux“ nennen, wie die Place de la Comédie blau angestrahlt – wunderschön! Achtung: Pünktlich um 20 Uhr wird der Parc Peyrou am Aquädukt geschlossen. Ich kam 5 Minuten zu spät ans Tor … und musste klettern…

Montpellier setzt seine Wahrzeichen nachts mit blauem Licht in Szene. Hier: Les Arceaux

Leckereien & Lyrik

Wer sonntags in Montpellier ist, kann bei den Trödlern, die dann den Park bevölkern, durchaus noch Schnäppchen finden – und gleichzeitig die Aussicht über die Dächer von Montpellier genießen!  Wochentags säumt ein Produzentenmarkt jenseits des Großplatzes von Arceaux die Bögen.

Matthieu Gabard, Poète Public auf dem Marché des Arceaux

Mitten im Treibe sitzt, an eine Platane gelehnt, Matthieu Gabard. „Poète Public“ nennt sich der schwarzhaarige Mann mit Hut. Gebt ihr ihm ein paar Worte, verfasst er für euch ein Gedicht.

Nur, was wirklich aus der Region stammt, darf auf dem Marché des Arceaux verkauft werden.

Der Kampf gegen die Hugenotten

Die Reiterstatue auf der Promenade von Jean Giral  zeigt Ludwig XIV. Dass er hier geehrt wird, erstaunt. Denn schon sein Vater Ludwig XIII. hatte trotz des Ediktes von Nantes Krieg gegen die Hugenotten geführt, die Stadt 1622 belagert, erobert – und erst nach dem starken Widerstand der Hugenotten vor allem in La Rochelle sowie Montauban im „Frieden von Montpellier“ am 21. Oktober 1622 das Edikt von Nantes anerkannt. Sein Sohn Ludwig XIV widerrief es im Edikt von Fontainebleau.

1685 legte der Sonnenkönig den Katholizismus als Staatsreligion festgelegt. Es kam zu einer Massenflucht der Hugenotten. Acht Jahre später ließ sich Ludwig als Sieger über die Hugenotten in Montpellier feiern…  Hinauf zur Aussichtsplattform führen 103 Stufen (nur bei Führungen des Office de Tourisme zugänglich). Hinter dem Tor überquerte einst eine Zugbrücke den Stadtgraben, dessen Verlauf noch heute zu erkennen ist.

Die Porte Peyrou.

Das Gelände zwischen dem Platz und dem 1593 eingeweihten und damit ältesten botanischen Garten Frankreichs hat der Amerikaner Richard Meier, ein Pritzker-Architekturpreisträger, mit dem Verwaltungsgericht und einem monumentalen Brunnen gestaltet.

Das Verwaltungsgericht von Montpellier

Von wegen museal

Star der Museen der Stadt ist das Musée Fabre, das neben Gemälden und Skulpturen europäischer Malschulen die Werke der „Luminophiles“, der Maler des Languedoc, präsentiert. Ein Saal im Anbau ist für Pierre Soulages reserviert, der mit breiten schwarzen Balken auf hellem Grund berühmt wurde. Die schwarz-weißen Bodenmosaiken vor dem Eingang schuf Daniel Buren.

Das 2010 wiedereröffnete Hôtel Sabatier d’Espeyran spiegelt als Museum für dekorative Künste die Atmosphäre des 18. und 19. Jahrhunderts in Montpellier wider.

Im Geigenbauerviertel von Sainte-Anne

Die neogotische Sankt-Annen-Kirche, 1986 entweiht, zeigt heute als Carré Sainte-Anne wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Wo einst angehende Mediziner wie François Rabelais Anatomie paukten, arbeiten heute moderne Künstler in La Panacée, einem Zentrum für zeitgenössische Kunst mit Studios, Ausstellungsräumen und Wohnungen für „artists in residence“, das im Herbst Gastgeber der Kunstmesse drawing room ist.

Mit dem Pavillon Populaire besitzt Montpellier zudem eines der aufregendsten Zentren für Fotokunst. Gilles Mora zeigt dort u.a. Fotos des kaum bekannten US-Fotografen William Gedney, aber auch Franzosen und andere Europäer. Und das kostenlos!

Das Fun-Viertel von Montpellier

Mit der Tram saust ihr aus der Innenstadt in wenigen Minuten zum Ausgeh-, Freizeit- und Shoppingzentrum Odyssee, das sehr an ähnliche Komplexe in den USA erinnert. In dem riesigen Freizeitkomplex findet ihr unter anderem  eine Eislaufhalle, ein Shoppingzentrum, viele Convenience-Food-Restaurants und und dasCinéma Gaumont Multiplexe mit 16 Sälen und 430 m2 großen Leinwänden.

Drachenköpfe, Muränen, Langusten und Quallen, aber auch Seepferdchen, Rochen und mehrere Haiarten kann man in den großen Becken des Aquariums Mare Nostrum. bewundern, das mit 300 Arten in 15 Becken die Unterwasserwelt der großen Ozeane vorstellt. Biotope an Land ergänzen die Tierwelt: Durch den Tropenwald huschen Reptilien, im Antarktis-Bereich watscheln Pinguine. Richtig stürmisch wird es im Orkan-Simulator, der Windstärken von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erzeugt.

Top ist auch der Zoo von Montpellier, den ihr ganz und gar kostenfrei besuchen könnt. Nur für die Serre Amazonienne wird Eintritt erhoben!

Das Amazonas-Haus des Zoos von Montpelliers ist Frankreichs größtes Tropenhaus. Die 500 Tiere aus 61 Arten – Ananconda-Schlangen, Affen, Tukane, Piranhas und prachtvolle Fische – präsentiert ein 300 m langer Rundgang durch den südamerikanischen Regenwald.

Haus der Region am Lez

Neue Architektur am Lez

Im Osten endet Antigone am Lez, der neuen Stadtentwicklungsachse gen Süden. Am östlichen Ufer hat Christian de Portzamparc die Gartenstadt Jardins de la Lironde geschaffen. Die Kaderschmiede für den Hotel- und Gastronomienachwuchs, das Lycée Hôtelier Georges Frêche von Massimiliano Fuksas zeigt mit seinen eleganten Linien, wie Zweckgebäude im 21. Jh. aussehen können.

Bistro und Ausbildungshotel sind für Gäste geöffnet und überraschend gut und günstig. Der Bau ist Bindeglied zum Einkaufszentrum und Vergnügungspark Odysseum noch weiter östlich, in dem sich wieder die Architekten ausgetobt haben.

Südlich folgt am linken Ufer das Universitätsviertel Quartier Richter. Umgeben von den Gebäuden der Universität 1 von Montpellier für rund 4500 Studierende, errichtet seit 2015 der japanische Architekt Sou Fujimoto die erste moderne  „Folie Montpellerienne“.

Château Flaugergues von der Gartenseite

Die „Folies“ von Montpellier

Um 1700 hatten die Aristokraten von Montpellier die ersten „folies“ angelegt: prachtvolle Landsitze als Ferienhaus im Grünen wie das Château Flaugergues, das bis heute in Familienbesitz ist und von Gruppen besichtigt werden kann. Bistro und Weingeschäft sind auch für Einzelbesucher geöffnet.

300 Jahre später sollen nun zwölf moderne „folies Montpellierennes“  das Gesicht der Metropole prägen. Den Auftakt macht ab 2019 am Ufer des Lez der „Arbre Blanc“. Der  „weiße Baum“ mit 50 m Höhe birgt auf 17 Etagen Wohnungen, eine Galerie für zeitgenössische Kunst und eine Panoramabar auf der Spitze.

L’Arbre Blanc, ein 17 Stock hoher Wohnbaum ganz in weiß – mit Panoramabar!

Am rechten Ufer des Lez sehr ihr schon den zwölfgeschossigen Prachtbau, den Jean Nouvel und sein Partner François Fontès für die Stadt geschaffen haben: das futuristische Hôtel de Ville.

Das Rathaus will mit seiner Aluminiumfassade in Blautönen an die Meeresoberfläche erinnern. Mit Passagen und Brücken thront es seit 2011 als riesiger Bogen über einem künstlichen See. Es ist das Herzstück des neuen Viertels Port Marianne.

Mit seinen Meeresfarben verdeutlicht es Montpelliers Bindung ans Mittelmeer, das es bei dem enormen Wachstum der Stadt sicherlich auch erreichen wird. Ebenfalls in Port-Marianne hat sich auch der Architekt Rudy Ricciotti mit einem raffinierten Wohnblock am Bassin Jacques Cœur verewigt.

Eingebettet in Wasser und Grün: das Rathaus

Meine Reisetipps: Montpellier

Schlafen

Hôtel du Palais*

Die Fenster des familiengeführte Hotels nahe des Parc du Peyrou öffnen sich zur idyllischen Place de la Canourque. Die 26 Zimmer sind klein, aber hübsch eingerichtet.
• 3, rue du Palais des Guilhem, Tel. 04 67 60 47 38, www.hoteldupalais-montpellier.fr

Hôtel du Palais

Baudon de Mauny*

Seit sieben Generationen im Besitz der Familie ist das hôtel particulier Baudon de Mauny aus dem 18. Jh. Eine Pariser Innenarchitektin verwandelte 2008 das Stadtpalais in eine edle maison d’hôtes mit nur acht Zimmern, jeweils 29 – 64 qm groß.
• 1, rue de la Carbonnerie, Tel. 04 67 02 21 77, www.baudondemauny.com

Hôtel d’Aragon*

Kleines, feines Boutiquehotel in der Altstadt. Die Dielen im oberen Flur ächzen ein wenig beim Gehen, aber das gehört zum Charme diese Nostalgiehotels. Zur Place de la Comédie kommt ihr ruckzuck zu Fuß.
• 10, rue Baudin, Tel. 04 67 10 70 00, www.hotel-aragon.fr

Hôtel des Arceaux*

Kleines, sehr sympathische Hotel mit kleiner Gartenterrasse zur Straße, wo ihr zum Frühstück die historische Wasserleitung und wochentags den Bauernmarkt verleben könnt.
• 33-35, boulevard des Arceaux, Tel. 04 67 92 03 03, www.hoteldesarceaux.com

Hôtel Océania Le Metropole*

Das älteste Hotel von Montpellier ist seit der Rundumrenovierung (2016) wieder das schönste Juwel im Zentrum. Auftanken könnt ihr im beheizten Außenpool mit Jacuzzi, sanft wachwerden unter der Regen- und Standarddusche von Grohe. Tipp: Nehmt die Zimmer zur Gartenseite! Bei den Standardzimmer zur Straße hört ihr nachts die Partygänger, morgens um fünf die Müllabfuhr, danach die Straßenreinigung.
• 3, rue Clos-René, Tel. 04 67 12 32 32, www.oceania.com

Grand Hotel du Midi*

Von der Place de la Comédie seht ihr den eindrucksvollen Schmuckgiebel des Grand Hotels, dessen Zimmer kürzlich allesamt renoviert werden – wobei das nostalgische Flair beibehalten wurde. Schöne Bleibe! Und top zentral!
• 22, boulevard Victor Hugo, Tel. 04 67 92 69 61, www.grandhoteldumidimontpellier.com/fr

Les 4 étoiles*

Jacques de Milleville ist in fünfter Generation Eigentümerin dieses Stadtpalais – und hat vier Zimmer von den Einrichtungsprofis von JMD Déco in moderne, stylische wie gemütliche Gästezimmer verwandelt.
• 3, rue Delmas, Tel. 04 67 02 47 69, www.les4etoiles.com

Nid d´Oiseau

Dieser Tipp ist von meiner Freundin Claudia, die ganz begeistert war. Sie schrieb mir: „Es wird von Donald, einem ehemaligen Bostoner Banker, unterhalten. Sehr cool mit Kunst, oder was er darunter versteht, eingerichtet, altes und futuristisches wild durcheinander. 2 Zimmer mit separatem Bad. Lage ist nahe am Zentrum, alles fussläufig erreichbar, im Kneipenviertel, aber so, dass es nicht zu laut ist. Und auch etwas angeheitert kommt man problemlos nach Hause. Frühstück nicht vor 10.00 Uhr, Donald ist kein Frühaufsteher. Hat uns gar nicht gestört.“
• 13, rue de l’École de Pharmacie, Tel. 06 77 69 64 70, www.nidoiseau.com

Schlemmen

Cellier & Morel

Traditionsgerichte aus der Lozère
• 27, rue de l’Aiguillerie, Tel. 04 67 66 46 36, www.celliermorel.com

Chez Boris

Bei Boris gibt es auf der Terrasse der Allée und im rot gestrichenen Speisesaal, auf dessen Decke sich Gäste verewigt haben, ausschließlich Beef – vom Kalb, als Tartar, Sirloin Steak oder fette Rippe.
• 17, boulevard Sarrail, Tel. 04 67 02 82 38, www.chezboris.com

Wer war hier Gast? Die Decke im „Chez Boris“ verrät es.

Epices & Délices

Wer im Herzen der Altstadt auf einer gemütlichen Place speisen möchte, is(s)t bei Epices & Délices richtig.
• 5, Place Chapelle Neuve, Tel. 04 67 29 90 45

L’Artichaut

Gastroküche, sehr gut und überraschend günstig: Sébastien Perrier begeistert seine Gäste. Er kocht, was er liebt.
• 15, rue Saint Firmin, Tel. 04 67 67 91 86, www.artichaut-restaurant.fr/index.php

La table d’Ott

In Paris, New York und Moskau stand Nicolas Ott am Herd, ehe er in Montpellier mit 34 Jahren sein erstes Restaurant eröffnete – und sofort die Herzen der Einheimischen mit seiner klaren, genussvollen Küche eroberte. Reservieren!
4, rue du Puits des Esquilles,  Tel. 04 67 58 97 42,  www.facebook.com/Restaurant-La-Table-dOtt

Chez Toto

Meeresfrüchte zum Niederknien: Seepocken, Meeresschnecken aus dem Étang de Thau,Tarbouriech- und Gillardeau-Austern aus Bouzigues, Tellines-Muscheln, Taschenkrebse, Schwertmessermuscheln, Violet-Samtmuscheln … und dazu einen Weißen aus der AOC-Lage Costières-de-Nîmes von La Cave de Gallician oder ein Glas Picpoul vom Mas Saint-Laurent.
• 20, rue du Palais-des-Guilhems, Tel. 04 67 92 53 37, www.facebook.com

Plan de tables

Die Brüder Jacques und Laurent Pourcel haben eine 1000 qm große Industriehalle mit elf Meter hohen Wänden in ein loftiges Schlemmerlokal verwandelt und servieren dort karamellisierten Oktopus oder Ravioles mit Foie Gras.
 • Terminal #1, 1408 avenue de la mer, 34000 Montpellier, Tel. 04 99 58 38 38, www.terminalpourcel.com

Les Bains de Montpelllier

In den städtischen Bädern von 1770 residiert seit 1998 eines der angesagtes Restaurants von Montpellier, nicht ganz billig, aber sehr korrekt bei Preis und Leistung. Der Service ist hervorragend, die Szenerie mediterran-romantisch. Perfekt für laue Sommertage: der große Patio, wo ihr frische wie kreative Mittelmeerküche genießen könnt!
• 6, Rue Richelieu, Tel. 04 67 60 70 87, 
https://les-bains-de-montpellier.com

Mas de Lafeuillade

Ein Hauch von Landleben mitten in Montpellier: Serviert wird im Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert nur, was der Markt gerade liefert. Ein festes Menü gibt es nicht!
• 281 bis, rue Fra Angelico, Tel. 06 77 18 29 69, , www.mas-de-lafeuillade.com

Leclere – Cuisine d’Arrivage

Sehr angesagt bei den Einheimischen ist derzeit die „cusine de l’arrivage“ von Guillaume Leclere.
• 41, rue de la Valfère, Tel. 04 67 56 90 23, www.restaurantleclere.com

Ånga

Ånga heisst auf Schwedisch „Dampf“, und der Dampfgarer kommt bei Cyril Garcia, Arthur Lahmy und Pierre Quatrefage bei der Zubereitung von lokalen Zutaten oft zum Einsatz. Kurzum: nordische Küchenphilosophie & mediterrane Küche = frischer, gesunder Genuss des Midi!
• 19, rue du Palais des Guilhems,Tel. 04 67 60 61 65, www.facebook.com/restaurant.anga

Bistro Gourmand

Der Name verrät es – hier gibt es üppige Portionen: Hausmannskost, grundehrlich und lecker wie jarret (Schweinshaxe) oder ein pièce du boucher, ein Stück Rind vom Schlachter. Urgemütlich und gutes Preis-Leistungsverhältnis!
• 7, Place de la Chapelle Neuve, Tel. 04 67 66 08 09, https://restaurant.michelin.fr

Café & mehr

Hybride

Concept Store und Café – ein trendiger Hybrid im Herzen von Montpellier, mit schönen Mitbringseln ab 5 Euro, stylischen Must-Haves, coolen Designobjekten…und der besten heißen Schokolade der Stadt. Perfekt fürs Co-working!
• 2, boulevard du Jeu de Paume (Écusson / Gambetta), Tel. 04 67 55 17 26, www.facebook.com, Mo. zu, aber So. auf!

Latitude Café

Junges Café mit schöner Terrasse unter schattigen Bäumen.
• 1, Rue Sainte-Croix/Place de la Canourgue, Tel. 04 67 57 72 47, www.facebook.com

Am Arceaux-Markt: Café Cevicheria

Cevicheria

Ein Kaffeeklappe, ein paart Stühle drinnen und draußen: Mehr braucht es nicht für einen lauschigen Stadtteiltreff am Wochenmarkt von Arceaux.
• 55bis, Boulevard des Arceaux, 8.30-14 Uhr

Amazone Coffee

Ebenfalls in der Innenstadt versteckt sich dieses nette Öko-Café, wo alles auf der Karte bio ist – und meistens von lokalen Produzenten stammt.
• 9, Rue Cauzit (Écusson), Tel. 04 34 00 21 46, So. & Mo. geschlossen, www.facebook.com

Insense ist von mittags bis abends ein beliebter Treff

Am Abend

Junge Leute treffen sich gerne auf der großen Terrasse des Insensé (39, boulevard des Bonnes-Nouvelles) neben dem Musée Fabre oder in der Szenebar Le Circus (3, rue Collot).

Le Parfum

Schicke Bar im Fernost-Flair, die zu Cocktails köstliche Dim-Sums serviert.
• 55 bis, rue de la Cavalerie, Tel. 04 67 84 86 15, http://barleparfum.com

Shopping

Untrennbar mit Montpellier verbunden sind die Grisettes. Wurden sie im Mittelalter von den Händler benutzt, um bei ihren Geschäften das Wechselgeld aufzurunden, sind die kleinen Honigkugeln mit Lakritz heute eine beliebte Leckerei.
• Le Diamant Noir, 25, rue St Guilhem, www.diamantnoir.eu

Quer durch die historische Innenstadt zieht sich die elegante Rue Foch mit ihren Geschäften bis zur Place des Martyrs-de-la-Résistance.

Die weiter zur Place de la Comédie führende Rue de la Loge ist die eigentliche Einkaufsstraße von Montpellier und traditionell die Adresse der Goldschmiede.

Schöne Einkaufsgassen der Altstadt sind die Rue de l’Ancien Courrier, die Rue de l’Aiguillerie, die Rue Foch und die Rue du Palais.

Grillhähnchen – jeden Mittag frisch in der Markthalle von Castellane

Auf dem ehemaligen Blumenmarkt findet ihr heute in der modernen Markthalle des Marché Castellane Montag bis Sonnabend von 7 – 20.30, Sonntag von 7-14 Uhr lokale Lebensmittel, Feinkost, Blumen und eine Bar.

La Cremerie du Faubourg

160 handwerkliche, köstliche Käsesorten von Schaf und Ziege, Büffel und Kuh. Ihr findet sie bei Cécile und Nina im Viertel Saint-Denis.
• 16, rue du Faubourg de la Saunerie, Tel. 09 50 51 27 26, www.cremeriedufaubourg.fr

Zwischen Place de la Comédie und Antigone-Viertel birgt der Shoppingkomplex Polygone u. a. das Medienhaus fnac. Seit 2018 wird der 1975 eröffnete Komplex bei laufendem Betrieb saniert.

Zandoli

Teestube mit kunterbunten Femob-Klappstühlen und genauso bunter Auswahl an Kleidung, Lebensmitteln und Schmuck aus Indien, Burkina Faso, Brazilien und anderen Ecken in Übersee.
• 36, rue de l’université, Tel. 09 53 95 60 14, www.zandoli.fr

Informieren

www.montpellier-frankreich.de, www.destinationsuddefrance.com
Wer Französisch versteht: Tolle Tipps von französischen Bloggern gibt es auf http://montpellier.citycrunch.fr

Weiterlesen

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)

„Dieser Bildatlas ist sehr sehenswert und ist wunderbar beschrieben“ schrieb Ingrid Beck im Januar 2017 als Kundenrezension auf Amazon zur 4. Auflage. Inzwischen ist Ende 2017 die fünfte Auflage meines DuMont-Bildatlas „Frankreich Süd“ mit vielen neuen Tipps und Infos erschienen.
Ihr Kompliment hat mich riesig gefreut, behandelt er doch auf 118 Seiten in sechs Kapiteln meine Herzensheimat im Süden. Den Band gibt es zudem nicht nur gedruckt, sondern auch als e-Book für Kindle! Wer mag, kann den Band hier * direkt bestellen.

DUMONT REISEVERLAG, 5. Auflage (Dezember 2017), ISBN: 978-3770194100, Buch: 9,95 €, Kindle: 7,99 €

MARCO POLO Languedoc-Roussillon

Kompakte Infos, Insider-Tipps, Erlebnistouren und digitale Extras findet ihr im MARCO POLO Languedoc-Roussillon, den ich mit Axel Patitz  gemeinsam verfasst habe. Um den Band aktuell zu halten, befülle ich den Online-Update-Service auf der Webseite von MARCO POLO  alle sechs Monate mit Veranstaltungstipps, wichtige Änderungen, Neuheiten und zusätzlichen Insider-Tipps. Wer mag, kann den Band hier * online bestellen.

Hilke Maunder, Axel Patitz: MARCO POLO Languedoc-Roussillon, Ostfildern: Mairdumont 2017 (8. Auflage). ISBN 978-3-8297-2815-7

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier * direkt bestellen. In Ergänzung empfehle ich den Band von Petit Futé.

Michael Müller Verlag, 8. Auflage 2018, ISBN 978-3-89953-997-4, www.michael-mueller-verlag.de

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