Montpellier, mon amour

Montpellier: Nachts auf der Place de la Comédie
Nachts auf der Place de la Comédie

On va faire l’ œuf, ruf man sich in Montpellier zu: Treffen wir uns auf dem „Ei“! Spätestens nachts erkennt man, warum die zentrale Place de la Comédie ihren Spitznamen erhält. Ein blaues Lichtband im Pflaster zeichnet die Eiform des ovalen Platzes nach.

Die gute Stube von Montpellier

Die drei Grazien der Place de la Comédie. Foto: Hilke Maunder

Straßencafés, Bistros, Bürgerhäuser der Gründerzeit und die dem Pariser Vorbild nachempfundene Oper zieren seine Flanken. Als steinerne Schönheiten räkeln sich seit 1776 die drei Grazien auf einem Bronzebrunnen. Es sind die trois grâces Aglaé (Schöheit), Euphroysne (Freude) und Thalie (Überfluss).

Von Terrassencafés gesäumt: die Place de la Comédie. Foto: Hilke Maunder

Étienne d’Antoine, Bildhauer aus Carpentras, meißelte sie in Stein. Zu ihren Füßen plätschert sanft Wasser. Das ganze Jahr hindurch wird hier flaniert und geflirtet, ist der Stadtplatz Schauplatz der Selbstdarstellung und Schnittstelle zwischen Alt und Neu.

Von Platanen bestanden: die Esplanade Charles de Gaulle. Foto: Hilke Maunder
Die Esplanade Charles de Gaulle bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Gen Westen führen enge Gassen in das Gewirr der Altstadt mit ihren Szeneläden, Boutiquen und Restaurants. Nördlich geht der Platz in die weitläufige, Platanen bestandene Esplanade de Charles-de-Gaulle über.

Komplex des Corum. Foto: Hilke Maunder

Am oberen Ende steht der futuristische Complex du Corum. Claude Vasconi schuf ihn aus Beton und finnischem Granit. Engel mit gestutzten Flügeln schmücken vor dem Palais die Promenade.

Drinnen finden Kongresse und Ausstellungen statt. Unter ihm nimmt eine riesige Parkgarage all die Fahrzeuge auf, die nicht ins verkehrsberuhigte Zentrum einfahren dürfen.

Im Antigone-Viertel von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Gen Osten gelangt ihr durch den 1977 eröffneten und 2017/18 komplett sanierten Shoppingkomplex Polygone zum Antigone-Viertel. Mit neoklassizistischen Monumentalbauten verlängerte dort der Katalane Ricardo Bofill die Innenstadt zum Flussufer des Lez.

Das neue Montpellier am Lez. Foto: Hilke Maunder

Aufbruch & Erbe

Zu pompös, verurteilen Kritiker das Viertel. Prachtvoll, schwärmen die anderen. Montpellier sieht’s gelassen – und lockt mit seinem Mut zur Moderne wie keine andere französische Stadt Neubürger an.

Besonders die Jugend zieht es in die achtgrößte Stadt Frankreichs. 61 Prozent sind zwischen 20-59 Jahren alt, 21 Prozent weniger als 19 Jahre alt.

Der Arbre Blanc am Lez. Foto: Hilke Maunder

Hier, wo einst Hugenotten Zuflucht fanden und Marguerite von Navarra eine protestantische Uni gründete, wird Toleranz und gegenseitige Anerkennung bis heute hoch gehalten.

So war es am 29. Mai 2013 auch die Bürgermeisterin Hélène Mandroux in Montpellier, die die erste Heirat eines gleichgeschlechtlichen Paares in Frankreich vollzog. Und nicht die Hauptstadt Paris.

Die medizinische Uni von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Hochburg der Medizin

Und das seit fast 800 Jahren: Montpellier ist die zweitälteste Universitätsstadt des Landes – und Sitz der weltweit ältesten medizinischen Fakultät. 1220 wurde sie gegründet. Später wurde François Rabelais ihr berühmtester Schüler. Bei den Journées Européennes du Patrimoine öffnet sie alljährlich Mitte September ihre Türen für Besucher.

Der exzellente Ruf der Medizin lockte auch die Industrie. Euromédicine ist ein biomedizinischer Industriekomplex, Agropolis eine agrartechnologische Untersuchungsanstalt von Weltruf. Biotech und MITT lassen die Stadtkassen klingeln.

Am Ufer des Lez. Foto: Hilke Maunder

Die Mittelmeer-Metropole

Mit neuen Vierteln zum Arbeiten, Wohnen und Erleben wächst die Boomtown immer weiter Richtung Mittelmeer. Mit der Port Marianne, einer Wasserstadt für 50.000 Menschen am Ufer des Lez, wollte Ricardo Bofill Montpellier zur Hafenstadt machen.

Nicht eingeplant war der Widerspruch einer kleinen Kommune zwischen der Metropole und dem Meer, die den Zugang zum selbigen verweigert – und damit Montpellier den begehrten Zusatz „sur Mer“. Doch Port Marianne wächst und wächst, was von der Autobahn A 9 zu sehen ist.

Port Marianne. Foto: Hilke Maunder

Neues Megaprojekt von Montpellier: Ode an das Meer

Doch längst ist das nächste Stadtentwicklungsprojekt angeschoben. Gemeinsam mit den Kommunes Lattes und Pérols wird die Metropolregion Montpellier mit der Ode à la Mer.

Erschlossen wird sie von der Tramlinie 3. Als Baubeginn für das Megaprojekt, das der Katalane Jos Galan vom Architekturbüro GINA Barcelona konzipiert hat, geplant war im Jahr 2019. 275 Millionen Euro sollen bis 2022 auf 250 Hektar investiert werden. Doch 2020 sind im März Kommunalwahlen. Und die Ode à la Mer liegt erst einmal auf Eis.

Doch trotz der folies und gigantischer Bauprojekte gibt es auch ein malerisches, nostalgisches Montpellier mit einem Labyrinth der Gassen in der Altstadt Écusson, lauschigen Plätzen, erstklassigen Kunst- und Kultureinrichtungen, Boutiquen, Bars und Lokalen.

Bunt wie einst die Pril-Blumen: die Tram-Linie 2. Foto: Hilke Maunder

Stylisch & umweltfreundlich

Parkt euer Gefährt in einem der Park-&-Tram-Plätze wie Circé im Stadtteil Odysseum und saust auf einer der vier Straßenbahnlinien, die berühmte Designer wie Christian Lacroix im Stil der vier Elemente gestaltet haben, in die Stadt.

Die Alternative heißt Velogmagg. 54 Stationen mit 400 Fahrrädern gehören bereits zum Stadtradnetz. Das Entleihen per EC- oder Kreditkarte ist kinderleicht. Infos zu sämtlichen Verkehrsträgern findet ihr auf www.tam-voyages.com.

In der Altstadt von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Nostalgische Gassen: L’Écusson

Doch jetzt hinein ins Stadtgewühl! Herrlich autofrei und total idyllisch sind die Gassen und Plätze der Altstadt mit trendigen Boutiquen und Traditionsgeschäften. Gallo-römisches Erbe wie sonst in Frankreichs Süden fehlt. Denn Montpellier wurde nicht von den Römern errichtet, sondern erst am 26. November 986 erstmals urkundlich erwähnt.

Vor mehr als 1000 Jahren hatte damals Graf Bernard de Melgueil (Melgueil entspricht dem heutigen Mauguio) Wilhelm III. Land an der antiken Via Domitia zwischen den Flüssen Lez und Mosson für seine selbstlosen Verdienste überschrieben.

Café in der Altstadt. Foto: Hilke Maunder

Seine Erben errichteten eine Burg, die ein Schloss und eine Kapelle beherbergte. Durch die hervorragende Lage zwischen Katalonien und Italien an der Via Domitia neben dem Hafen Lattes wurde Montpellier schnell ein blühendes Handelszentrum.

Seine Verbindungen reichten über das Mittelmeer, nach Spanien und nach Nordeuropa. So entwickelte sich eine gemischte Bevölkerung aus Juden, Moslems und später auch Protestanten.

In der Altstadt von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Es siedelten sich Goldschmiede, Tuchmacher und auch Kaufleute an. Noch heute erkennt man an den Straßennamen im historischen Zentrum, mit welcher Ware dort Handel getrieben wurde.

Ebenfalls in der  Altstadt verbirgt sich mit Pomme de Reinette et Pomme d’Api einen der schönsten Spielzeugläden der Region. Und habtihr es erkannt? Der Name des Ladens erinnert an ein beliebtes französisches Kinderlied.

C’est à la halle
Que je m’installe
C’est à Paris
Que je vends mes fruits
C’est à Paris la capitale de France
C’est à Paris
Que je vends mes fruits.

(Refrain)
Pomme de reinette et pomme d’api
D’api d’api rouge
Pomme de reinette et pomme d’api
D’api d’api gris.

Cache ton poing derrière ton dos
Ou je te donne un coup de marteau!

Der Spielzeugladen Pomme de Reinette. Foto: Hilke Maunder

Stadtpalais & Kirchturmspitzen

Mehr als 50 Kirchen und Kapellen sowie 80 Stadtpalais (hôtels particuliers) mit schmucken Sandsteinfassaden, hohen Stuckdecken und kühlen Innenhöfen verstecken sich im Labyrinth der Gassen.

Prachtbauten sind das Hôtel de Varennes (2, Place Pétrarque, Sitz des Musée du Vieux Montpellier) und das Hôtel des Trésoriers de la Bourse (4, rue des Trésoriers de la Bourse)

Details eines Stadtpalais gegenüber des botanischen Gartens. Foto: Hilke Maunder

Im Hôtel Jacques Cœur (7, rue Jacques Cœur) residiert das Musée Languedocien de la Société Archéologique de Montpellier) im Hôtel Saint-Côme (Place Saint-Come) die Industrie- und Handelskammer von Montpellier.

Die Cathédrale St-Pierre (14. Jh.) überlebte als einziger Sakralbau der Stadt die Glaubenskriege und schließt sich nahtlos an die medizinische Uni an.

Rue de la Médicine. Foto: Hilke Maunder

Nur auf Führungen (Office de Tourisme) zu besichtigen ist das älteste jüdische Bad Europas, das Mikvé. 15 Stufen führen hinab zur mittelalterlichen Badestelle, an der sich traditionell die Frauen zehn Tage nach Ende ihrer Menstruation reinigten. Der Zugang zum Bad erfolgt durch die hohe grüne Tür der Hausnummer 1.

Paradeplatz mit Weitblick

Promenade du Peyrou mit dem Arc de Triomphe. Foto: Hilke Maunder

Auf dem höchsten Punkt der Stadt entstand 1688 nach Plänen von Charles d’Aviler die Promenade de Peyrou, ein von Bäumen flankierter, lang gezogener Platz mit traumhaften Ausblicken über die Stadt und zum Pic Saint-Loup.

Das Château d’Eau der Promenade de Peyrou. Foto: Hilke Maunder

Barocker Hingucker ist das Wassertürmchen des Château d’Eau schmückt. Es erhielt sein Wasser aus dem Aquädukt St-Clemens und verteilt es von hier auf die drei Brunnen der Stadt.

In den Bögen: eine Gedenktafel für Georges Frêche. Er war von 1977 bis 2004 Bürgermeister von Montpellier und anschließend bis zu seinem Tod Präsident des Regionalrats von Languedoc-Roussillon. Foto: Hilke Maunder

Abends wird das Aquädukt, das die Einheimischen Les Arceaux nennen, wie die Place de la Comédie blau angestrahlt – wunderschön!

Achtung: Pünktlich um 20 Uhr wird der Parc Peyrou am Aquädukt geschlossen. Ich kam 5 Minuten zu spät ans Tor … und musste klettern.

Leckereien & Lyrik

Schlaraffenland lokaler Produkte und Genüsse: der Arceaux-Markt. Foto: Hilke Maunder

Wer sonntags in Montpellier ist, kann bei den Trödlern, die dann den Park bevölkern, durchaus noch Schnäppchen finden – und gleichzeitig die Aussicht über die Dächer von Montpellier genießen!  Wochentags säumt ein Produzentenmarkt jenseits des Großplatzes von Arceaux die Bögen.

Der öffentliche Dichter auf dem Arceaux-Markt. Foto: Hilke Maunder

Mitten im Treiben sitzt, an eine Platane gelehnt, Matthieu Gabard. Poète Public nennt sich der schwarzhaarige Mann mit Hut. Gebt ihm ein paar Worte! Dann verfasst er für euch ein Gedicht.

Lokales Backwerk auf dem Arceaux-Markt. Foto. Hilke Maunder

Der Kampf gegen die Hugenotten

Die Reiterstatue auf der Promenade von Jean Giral  zeigt Ludwig XIV. Dass er hier geehrt wird, erstaunt. Denn schon sein Vater Ludwig XIII. hatte trotz des Ediktes von Nantes Krieg gegen die Hugenotten geführt.

Er hatte die Stadt 1622 belagert, erobert – und erst nach dem starken Widerstand der Hugenotten im „Frieden von Montpellier“ am 21. Oktober 1622 das Edikt von Nantes anerkannt. Sein Sohn Ludwig XIV widerrief es im Edikt von Fontainebleau.

Der Arc de Triomphe von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

1685 legte der Sonnenkönig den Katholizismus als Staatsreligion fest. Es kam zu einer Massenflucht der Hugenotten. Acht Jahre später ließ sich Ludwig als Sieger über die Hugenotten in Montpellier feiern…

Hinauf zur Aussichtsplattform des Arc de Triomphe führen 103 Stufen. Doch diese könnt ihr nur bei Führungen des Office de Tourisme erklimmen. Hinter dem Tor überquerte einst eine Zugbrücke den Stadtgraben, dessen Verlauf noch heute zu erkennen ist.

Das Gelände zwischen dem Platz und dem 1593 eingeweihten und damit ältesten botanischen Garten Frankreichs hat der US-amerikanische Pritzker-Preisträger Richard Meier mit dem Verwaltungsgericht und einem monumentalen Brunnen gestaltet.

Das Gericht (Court d’Appel) von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Von wegen museal

Star der Museen der Stadt ist das Musée Fabre, das neben Gemälden und Skulpturen europäischer Malschulen die Werke der Luminophiles, der Maler des Languedoc, präsentiert. Ein Saal im Anbau ist für Pierre Soulages reserviert. Breite schwarzen Balken auf hellem Grund machten ihn berühmt.

In Rodez ist ihm ein Museum gewidmet. Die schwarz-weißen Bodenmosaiken vor dem Eingang des Museum sind indes ein Werk von Daniel Buren.

insense und Streifen von Buren am Musée Fabre. Foto: Hilke Maunder

Das 2010 wiedereröffnete Hôtel Sabatier d’Espeyran spiegelt als Museum für dekorative Künste die Atmosphäre des 18. und 19. Jahrhunderts in Montpellier wider. Die neogotische Sankt-Annen-Kirche, 1986 entweiht, zeigt heute als Carré Sainte-Anne wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Rund um die Kirche mit ihrem charmanten Kirchplatz liegen die Werkstätten der Geigenbauer, der Luthier. Hier habe ich es vorgestellt.

Im Geigenbauerviertel von Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Wo einst angehende Mediziner wie François Rabelais Anatomie paukten, arbeiten heute moderne Künstler in La Panacée, einem Zentrum für zeitgenössische Kunst mit Studios, Ausstellungsräumen und Wohnungen für „artists in residence“, das im Herbst Gastgeber der Kunstmesse drawing room ist.

Seit 2019 gehört La Panacée zum MO.CO. Das Akronym steht für Montpellier Contemporain. Es bildet die Klammer für das umtriebige aktuelle Kunstschaffen in der boomenden Mittelmeermetropole, und umfasst mit seinen drei Standorten nicht nur die Ausbildung junger Künstler an der ESBA (École Supérieure des Beaux-Arts de Montpellier), sondern auch zwei Ausstellungsräume.

Zu La Panacée hat sich mit dem MOCO Hôtel des Collections ein Schaufenster gesellt, das im altehrwürdigen Hôtel Montcalm ganz in der Nähe des Bahnhofs öffentliche und private Sammlung aus der ganzen Welt zeigt. Am 29. Juni 2019 eröffnet es mit der Sammlung Ishikawa aus Okayama.

Mit dem Pavillon Populaire besitzt Montpellier zudem eines der aufregendsten Zentren für Fotokunst. Gilles Mora zeigt dort u.a. Fotos des kaum bekannten US-Fotografen William Gedney, aber auch Franzosen und andere Europäer. Und das kostenlos!

In der Altstadt. Foto: Hilke Maunder

Das Fun-Viertel von Montpellier

Mit der Tram saust ihr aus der Innenstadt in wenigen Minuten zum Ausgeh-, Freizeit- und Shoppingzentrum Odyssee, das sehr an ähnliche Komplexe in den USA erinnert. In dem riesigen Freizeitkomplex findet ihr unter anderem  eine Eislaufhalle, ein Shoppingzentrum, viele Convenience-Food-Restaurants und das Cinéma Gaumont Multiplexe mit 16 Sälen und 430 Quadratmeter großen Leinwänden.

Drachenköpfe, Muränen, Langusten und Quallen, aber auch Seepferdchen, Rochen und mehrere Haiarten kann man in den großen Becken des Planet Océan bewundern. Es stellt mit 300 Arten in 15 Becken die Unterwasserwelt der großen Ozeane vor.

Biotope an Land ergänzen die Tierwelt: Durch den Tropenwald huschen Reptilien, im Antarktis-Bereich watscheln Pinguine. Richtig stürmisch wird es im Orkan-Simulator, der Windstärken von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erzeugt. Top ist auch der Zoo von Montpellier, den ihr ganz und gar kostenfrei besuchen könnt. Nur für die Serre Amazonienne wird Eintritt erhoben!

Das Amazonas-Haus des Zoos von Montpellier ist Frankreichs größtes Tropenhaus. Die 500 Tiere aus 61 Arten – Anaconda-Schlangen, Affen, Tukane, Piranhas und prachtvolle Fische – präsentiert ein 300 m langer Rundgang durch den südamerikanischen Regenwald.

Neue Architektur am Lez

Blick auf das Antigone-Viertel am Lez. Foto: Hilke Maunder

Im Osten endet Antigone am Lez, der neuen Stadtentwicklungsachse gen Süden. Am östlichen Ufer hat Christian de Portzamparc die Gartenstadt Jardins de la Lironde geschaffen.

Die Kaderschmiede für den Hotel- und Gastronomienachwuchs, das Lycée Hôtelier Georges Frêche von Massimiliano Fuksas, zeigt mit seinen eleganten Linien, wie Zweckgebäude im 21. Jahrhundert aussehen können.

Bistro und Ausbildungshotel sind für Gäste geöffnet und überraschend gut und günstig. Der Bau ist Bindeglied zum Einkaufszentrum und dem Vergnügungsviertel Odysseum noch weiter östlich. Auch dort haben sich wieder die Architekten ausgetobt.

Detail des Arbre Blanc am Lez. Foto: Hilke Maunder

Südlich folgt am linken Ufer das Universitätsviertel Quartier Richter. Dort findet ihr die Gebäude der Universität 1 von Montpellier für rund 4500 Studierende. Ebenfalls dort errichtete 2015-2019 der japanische Architekt Sou Fujimoto die erste moderne Folie Montpellerienne.

Um 1700 hatten die Aristokraten von Montpellier die ersten folies angelegt: prachtvolle Landsitze als Ferienhaus im Grünen wie das Château Flaugergues, das bis heute in Familienbesitz ist und von Gruppen besichtigt werden kann.

300 Jahre später sollen nun zwölf moderne folies Montpellierennes das Gesicht der Metropole prägen. Den Auftakt machte  am Ufer des Lez der Arbre Blanc. Der „weiße Baum“ mit 50 m Höhe birgt auf 17 Etagen Wohnungen, eine Galerie für zeitgenössische Kunst und zwei Lokale: ein Restaurant im Erdgeschoss und eine Panoramabar im 17. Stock.

Das neue Rathaus. Foto: Hilke Maunder

Am rechten Ufer des Lez sehr ihr schon den zwölfgeschossigen Prachtbau, den Jean Nouvel und sein Partner François Fontès für die Stadt geschaffen haben: das futuristische Hôtel de Ville.

Das Rathaus will mit seiner Aluminiumfassade in Blautönen an die Meeresoberfläche erinnern. Mit Passagen und Brücken thront es seit 2011 als riesiger Bogen über einem künstlichen See. Es ist das Herzstück des neuen Viertels Port Marianne.

Mit seinen Meeresfarben verdeutlicht es Montpelliers Bindung ans Mittelmeer, das es bei dem enormen Wachstum der Stadt sicherlich auch erreichen wird. Ebenfalls in Port-Marianne hat sich auch der Architekt Rudy Ricciotti mit einem raffinierten Wohnblock am Bassin Jacques Cœur verewigt.

M wie Montpellier. Patriotismus auf den Fassaden der Place de la Comédie. Foto: Hilke Maunder

Meine Reisetipps: Montpellier

Reinhören

Die französische Sängerin Juliette Gréco erblickte1927 das Licht der Welt. Bis ins hohe Alter begeistert die Grande Dame des französischen Chansons ihre Fans mit politischen Chansons. Das machte sie zur Muse der Existentialisten. Die Doppel-CD Merci* vereint ihre besten Lieder. Wer mag, kann sie hier* ohne Mehrkosten online bestellen.

Schlemmen

Ånga

Ånga heisst auf Schwedisch „Dampf“, und der Dampfgarer kommt bei Cyril Garcia, Arthur Lahmy und Pierre Quatrefage bei der Zubereitung von lokalen Zutaten oft zum Einsatz. Kurzum: nordische Küchenphilosophie & mediterrane Küche = frischer, gesunder Genuss des Midi!
• 19, rue du Palais des Guilhems,Tel. 04 67 60 61 65, www.facebook.com/restaurant.anga

Bistro Gourmand

Der Name verrät es – hier gibt es üppige Portionen: Hausmannskost, grundehrlich und lecker wie jarret (Schweinshaxe) oder ein pièce du boucher, ein Stück Rind vom Schlachter. Urgemütlich und gutes Preis-Leistungsverhältnis!
• 7, Place de la Chapelle Neuve, Tel. 04 67 66 08 09, www.facebook.com/Le-Bistrot-Gourmand

Cellier & Morel

Traditionsgerichte aus der Lozère
• 27, rue de l’Aiguillerie, Tel. 04 67 66 46 36, www.celliermorel.com

Chez Boris

Bei Boris gibt es auf der Terrasse der Allée und im rot gestrichenen Speisesaal, auf dessen Decke sich Gäste verewigt haben, ausschließlich Beef – vom Kalb, als Tartar, Sirloin Steak oder fette Rippe.
• 17, boulevard Sarrail, Tel. 04 67 02 82 38, www.chezboris.com

Chez Boris. Hilke Maunder

Chez Toto

Meeresfrüchte zum Niederknien: Seepocken, Meeresschnecken aus dem Étang de Thau,Tarbouriech- und Gillardeau-Austern aus Bouzigues, Tellines-Muscheln, Taschenkrebse, Schwertmessermuscheln, Violet-Samtmuscheln … und dazu einen Weißen aus der AOC-Lage Costières-de-Nîmes von La Cave de Gallician oder ein Glas Picpoul vom Mas Saint-Laurent.
• 20, rue du Palais-des-Guilhems, Tel. 04 67 92 53 37, www.facebook.com

Epices & Délices

Wer im Herzen der Altstadt auf einer gemütlichen Place speisen möchte, is(s)t bei Epices & Délices richtig.
• 5, Place Chapelle Neuve, Tel. 04 67 29 90 45

L’Artichaut

Gastroküche, sehr gut und überraschend günstig: Sébastien Perrier begeistert seine Gäste. Er kocht, was er liebt.
• 15, rue Saint-Firmin, Tel. 04 67 67 91 86, www.artichaut-restaurant.fr

La Table de la Lyre

Pierre-Olivier Prouhèze und seine Frau Capucine verwöhnen euch mit kreativer Bistronomie aus lokalen und saisonalen Produkten. Das Ambiente? Geselligkeit in idyllisch schickem Dekor!
• 48, Rue Georges Denizot, Tel. 04 67 04 23 27, www.tabledelalyre.fr

Les Bains de Montpellier. Foto: Hilke Maunder

Les Bains de Montpelllier

In den städtischen Bädern von 1770 residiert seit 1998 eines der angesagtes Restaurants von Montpellier, nicht ganz billig, aber sehr korrekt bei Preis und Leistung. Der Service ist hervorragend, die Szenerie mediterran-romantisch. Perfekt für laue Sommertage: der große Patio, wo ihr frische wie kreative Mittelmeerküche genießen könnt!
• 6, Rue Richelieu, Tel. 04 67 60 70 87, https://les-bains-de-montpellier.com

Mas de Lafeuillade

Ein Hauch von Landleben mitten in Montpellier: Serviert wird im Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert nur, was der Markt gerade liefert. Ein festes Menü gibt es nicht!
• 281 bis, rue Fra Angelico, Tel. 06 77 18 29 69, , www.mas-de-lafeuillade.com

Mahé

Die Einrichtung ist bescheiden, ohne Schnickschnack. Hier konzentriert sich auf das Wesentliche: Bei Küchenchefs Richard Juste und seiner Lebenspartnerin Sabrina Delcros ist das Wichtigste eine ehrliche, saisonale Küche mit Respekt gegenüber dem Produzenten und der Unterschiedlichkeit der Gäste. Nachdem das Paar  acht Jahre lang das Restaurant L’Idée Saveurs geleitet haben, haben sie sich mit dem Mahé vergrößert. Und jetzt zum geräumigen Speisesaal auch einen hübschen Garten hinzu gewonnen. Doch ihr Credo und ihre Küche sind unverändert. Einfach deliziös!
• 581 Avenue de la Pompignane, Tel.  04 67 20 25 26, www.mahe-restaurant.fr

Plan de tables

Die Brüder Jacques und Laurent Pourcel haben eine 1000 qm große Industriehalle mit elf Meter hohen Wänden in ein loftiges Schlemmerlokal verwandelt und servieren dort karamellisierten Oktopus oder Ravioles mit Foie Gras.
 • Terminal #1, 1408 avenue de la mer, 34000 Montpellier, Tel. 04 99 58 38 38, www.terminalpourcel.com

Leclere – Cuisine d’Arrivage

Sehr angesagt bei den Einheimischen ist derzeit die „cusine de l’arrivage“ von Guillaume Leclere.
• 41, rue de la Valfère, Tel. 04 67 56 90 23, www.restaurantleclere.com

Café & mehr

Café Tropisme

Der Treffpunkt des neuen digitalen Zentrums der Digital- und Kreativwirtschaft, das auf einem Militärgelände der École d’Application de l’Infanterie (EAI) entstand. Auf dem Gelände findet alljährlich Mitte Januar das Festival du Tropisme statt.
• 121, rue Fontcouvert; alternativ: Zufahrt an der Rue des Chasseurs, www.tropisme.coop

Hybride

Concept Store und Café – ein trendiger Hybrid im Herzen von Montpellier, mit schönen Mitbringseln ab 5 Euro, stylischen Must-Haves, coolen Designobjekten…und der besten heißen Schokolade der Stadt. Perfekt fürs Co-working!
• 2, boulevard du Jeu de Paume (Écusson / Gambetta), Tel. 04 67 55 17 26, www.facebook.com, Mo. zu, aber So. auf!

Latitude Café

Junges Café mit schöner Terrasse unter schattigen Bäumen.
• 1, Rue Sainte-Croix/Place de la Canourgue, Tel. 04 67 57 72 47, www.facebook.com

Am Arceaux-Markt: Café Cevicheria. Foto: Hilke Maunder

Café Cevicheria

Ein Kaffeeklappe, ein paart Stühle drinnen und draußen: Mehr braucht es nicht für einen lauschigen Stadtteiltreff am Wochenmarkt von Arceaux.
• 55bis, Boulevard des Arceaux, 8.30-14 Uhr, www.facebook.com

Amazone Coffee

Ebenfalls in der Innenstadt versteckt sich dieses nette Öko-Café, wo alles auf der Karte bio ist – und meistens von lokalen Produzenten stammt.
• 9, Rue Cauzit (Écusson), Tel. 04 34 00 21 46, So. & Mo. geschlossen, www.facebook.com

Am Abend

L‘ Insense und Streifen von Buren am Musée Fabre. Foto: Hilke Maunder

Junge Leute treffen sich gerne auf der großen Terrasse des Insensé
• 39, boulevard des Bonnes-Nouvelles, neben dem Musée Fabre

oder in der Szenebar Le Circus
• 3, rue Collot

Le Parfum

Schicke Bar im Fernost-Flair, die zu Cocktails köstliche Dim-Sums serviert.
• 55 bis, rue de la Cavalerie, Tel. 04 67 84 86 15, http://barleparfum.com

Le Canon

Natursteinwände, Dekor der 1970er-Jahre, Naturweine und frische Kreationen auf dem Teller: Die Weinbar von Sébastien Perinetti, Chef von Keller und Speisesaal, und Elmahdi Mobarik, der mit seinem Team in der Küche wirbelt, begeistert die Einheimischen.
• 28, rue de Canolle, Tel. 04 99 61 82 09, www.lecanon.fr

Vinarium

Allein mehr als 30 Weine im Glas könnt ihr hier kosten – vorrangig aus der Region, meist bio oder Naturweine.
• 3, Rue en Gondeau, Tel. 09 86 06 04 69, www.levinarium.com

Shopping

Die Markthalle von Castellane. Foto: Hilke Maunder

Untrennbar mit Montpellier verbunden sind die Grisettes. Wurden sie im Mittelalter von den Händlern benutzt, um bei ihren Geschäften das Wechselgeld aufzurunden, sind die kleinen Honigkugeln mit Lakritz heute eine beliebte Leckerei.
• Le Diamant Noir, 25, rue St Guilhem, https://www.lediamantnoir.net/

Quer durch die historische Innenstadt zieht sich die elegante Rue Foch mit ihren Geschäften bis zur Place des Martyrs-de-la-Résistance. Die weiter zur Place de la Comédie führende Rue de la Loge ist die eigentliche Einkaufsstraße von Montpellier und traditionell die Adresse der Goldschmiede. Schöne Einkaufsgassen der Altstadt sind die Rue de l’Ancien Courrier, die Rue de l’Aiguillerie, die Rue Foch und die Rue du Palais.

Auf dem ehemaligen Blumenmarkt findet ihr heute in der modernen Markthalle des Marché Castellane Montag bis Sonnabend von 7 – 20.30, Sonntag von 7-14 Uhr lokale Lebensmittel, Feinkost, Blumen und eine Bar.

In der Markthalle von Castellane. Foto: Hilke Maunder

La Cremerie du Faubourg

160 handwerkliche, köstliche Käsesorten von Schaf und Ziege, Büffel und Kuh. Ihr findet sie bei Cécile und Nina im Viertel Saint-Denis.
• 16, rue du Faubourg de la Saunerie, Tel. 09 50 51 27 26, www.cremeriedufaubourg.fr

Zwischen Place de la Comédie und Antigone-Viertel birgt der Shoppingkomplex Polygone u. a. das Medienhaus fnac. Seit 2018 wird der 1975 eröffnete Komplex bei laufendem Betrieb saniert.

Zandoli

Teestube mit kunterbunten Femob-Klappstühlen und genauso bunter Auswahl an Kleidung, Lebensmitteln und Schmuck aus Indien, Burkina Faso, Brazilien und anderen Ecken in Übersee.
• 36, rue de l’université, Tel. 09 53 95 60 14, www.zandoli.fr

Schlafen

 Insidertipp: Schlafen & schlemmen in der Schule

Ihr wollt gut und günstig schlemmen und schlafen? Dann besucht doch einmal in Montpellier die Brasserie d’application im futuristischen Lycée Hôtelier Georges Frêche, wo angehende Hotel- und Gastronomiefachleute ihr Gelerntes in der Praxis üben und anwenden dürfen. Und das gelingt dem Nachwuchs oft perfekter als langgedienten Gastgebern…

Von 12 bis 13.30 Uhr gibt es dort superleckere Speisen zu äußerst günstigen Preisen. Geöffnet sind die beiden Ausbildungslokale Montag bis Freitag mittags von 12.15 bis 13.30. Abends könnte ihr von Dienstag bis Donnerstag ab 19.15 Uhr richtig gut essen.

Seit 2013 gehört auch ein Ausbildungshotel mit zwölf Zimmern zur Hotelschule Georges Frêche, wo ihr Montag bis Freitag während der Schulzeiten in sehr stylischen Zimmern schlafen könnt. Zwischen 7.30 und 8.30 Uhr wird das Frühstück direkt ans Bett gebracht! Die Zimmer des Hôtel Mandela in der Rue le Titien 401 gibt es in drei Kategorien: sechs Standardzimmer, vier Komfortzimmer und zwei Supérieur-Zimmer. Achtung: Während der französischen Ferienzeiten ist das Hotel geschlossen!

Gratis dazu gibt es einen architektonischen Augenschmaus. Das Lycée, das auf Berufe der Hotel- und Tourismusbranche spezialisiert ist, weist überall Kurven auf und besitzt eine Außenschicht aus Aluminium – mit 70.000 Alu-Dreiecken. Der italienische Architekt Massimiliano Fuksas entwarf den Hingucker-Bau.
Lycée Hôtelier Georges Frêche, Odysseum, www.lyceehoteliergeorgesfreche.fr

Hôtel du Palais*

Die Fenster des familiengeführten Hotels nahe des Parc du Peyrou öffnen sich zur idyllischen Place de la Canourque. Die 26 Zimmer sind klein, aber hübsch eingerichtet.
• 3, rue du Palais des Guilhem, Tel. 04 67 60 47 38, www.hoteldupalais-montpellier.fr

Baudon de Mauny*

Seit sieben Generationen im Besitz der Familie ist das hôtel particulier Baudon de Mauny aus dem 18. Jahrhundert. Eine Pariser Innenarchitektin verwandelte 2008 das Stadtpalais in eine edle maison d’hôtes mit nur acht Zimmern, jeweils 29 – 64 qm groß.
• 1, rue de la Carbonnerie, Tel. 04 67 02 21 77, www.baudondemauny.com

Hôtel d’Aragon*

Kleines, feines Boutiquehotel in der Altstadt. Die Dielen im oberen Flur ächzen ein wenig beim Gehen, aber das gehört zum Charme dieses Nostalgiehotels. Zur Place de la Comédie kommt ihr ruckzuck zu Fuß.
• 10, rue Baudin, Tel. 04 67 10 70 00, www.hotel-aragon.fr

Hôtel des Arceaux*

Kleines, sehr sympathisches Hotel mit kleiner Gartenterrasse zur Straße, wo ihr zum Frühstück die historische Wasserleitung und wochentags den Bauernmarkt erleben könnt.
• 33-35, boulevard des Arceaux, Tel. 04 67 92 03 03, www.hoteldesarceaux.com

Hôtel Océania Le Métropole*

Das älteste Hotel von Montpellier ist seit der Rundumrenovierung (2016) wieder das schönste Juwel im Zentrum. Auftanken könnt ihr im beheizten Außenpool mit Jacuzzi, sanft wachwerden unter der Regen- und Standarddusche von Grohe. Tipp: Nehmt die Zimmer zur Gartenseite! Bei den Standardzimmern zur Straße hört ihr nachts die Partygänger, morgens um fünf die Müllabfuhr, danach die Straßenreinigung.
• 3, rue Clos-René, Tel. 04 67 12 32 32, www.oceaniahotels.com

Montpellier: Innenhof des Hôtel Métropole. Foto: Hilke Maunder

Grand Hotel du Midi*

Von der Place de la Comédie seht ihr den eindrucksvollen Schmuckgiebel des Grand Hotels, dessen Zimmer kürzlich renoviert wurden – wobei das nostalgische Flair beibehalten wurde. Schöne Bleibe! Und top zentral!
• 22, boulevard Victor Hugo, Tel. 04 67 92 69 61, www.grandhoteldumidimontpellier.com/fr

Les 4 étoiles*

Jacques de Milleville ist in fünfter Generation Eigentümerin dieses Stadtpalais – und hat vier Zimmer von den Einrichtungsprofis von JMD Déco in moderne, stylische wie gemütliche Gästezimmer verwandelt.
• 3, rue Delmas, Tel. 04 67 02 47 69, www.les4etoiles.com

Nid d´Oiseau

Dieser Tipp ist von meiner Freundin Claudia, die ganz begeistert war. Sie schrieb mir: „Es wird von Donald, einem ehemaligen Bostoner Banker, unterhalten. Sehr cool mit Kunst, oder was er darunter versteht, eingerichtet, altes und futuristisches wild durcheinander. 2 Zimmer mit separatem Bad. Lage ist nahe am Zentrum, alles fussläufig erreichbar, im Kneipenviertel, aber so, dass es nicht zu laut ist. Und auch etwas angeheitert kommt man problemlos nach Hause. Frühstück nicht vor 10.00 Uhr, Donald ist kein Frühaufsteher. Hat uns gar nicht gestört.“
• 13, rue de l’École de Pharmacie, Tel. 06 77 69 64 70, www.facebook.com/nidoiseaumontpellier

Weitere Unterkünfte*
Booking.com

Informieren

www.montpellier-frankreich.de
Wer Französisch versteht: Tolle Tipps von französischen Bloggern gibt es auf http://montpellier.citycrunch.fr

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Im Blog

Bei den Luthiers von Montpellier

Die Hauptstadt des Hérault besitzt eine alte – und quicklebendige – Tradition im Geigenbau. Hier gibt es mehr Infos!

Château de Flaugergues

Die schönste historische „folie“ von Montpellier. Hier habe ich sie vorgestellt.

Aufregende Architektur

Rund um den kanalisierten Lez erstreckt sich Montpelliers Spielwiese der Architekten – Antigone, Arbre Blanche. Nuage… entdeckt die Ikonen der Neuzeit hier.

Im Buch

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)*

Der Bildatlas "Frankreich Süden" von Hilke Maunder - die fünfte AuflageMein DuMont Bildatals Frankreich Süden (Okzitanien)* fängt zwischen Rhône und Garonne, Cevennen und Pyrenäen in sieben Kapiteln die Faszination der alten Region Languedoc-Roussillon in Wort und Bild ein – auch als eBook!

Von Montpellier, der Boomtown am Mittelmeer, bis zum römisch-romantischen Nîmes, von den Étangs bei Narbonne bis zur katalanischen Kapitale Perpinyà. Und noch ein Schlenker nach Carcassonne und Toulouse: voilà meine Herzensheimat! Wer mag, kann den Band hierdirekt bestellen.

MARCO POLO Languedoc-Roussillon: die Hommage von Hilke Maunder an ihre WahlheimatKompakt & inspirierend: MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen

Den MARCO POLO Languedoc-Roussillon/Cevennen* habe ich nach Axel Patitz und Peter Bausch inzwischen mehrfach umfangreich erweitert und aktualisiert.

Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich in meinem Frankreichjahr neu entdeckt und getestet habe.  Ein Online-Update-Service informiert euch über Events, Neueröffnungen und Schließungen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen.

MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnisse für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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4 Kommentare

  1. Uff, das Smartphone hat uns durch den Feierabendstau von Aigues-Mortes zur Comedié von Montpellier geführt. Gerade noch gesehen, dass wir rechts ab ins unterirdische Parkhaus müssen, denn hier gibt es ABSOLUT nichts zu melden für Parkplatzsucher. Unsere Übernachtungen im Plan-d’Agde-Appartment sind gebucht. Jetzt nur noch 500 Meter mit Sack und Pack durch die Fußgängerzone – ist die Grand rue de Jean Moulin richtig? Ja! Und der nette Rentner, der sich ein Zubrot verdient, führt uns in das kleine, gemütliche Doppelzimmer mit Küche, Bad und Klo im ersten Stock der Rue plan d’agde 13. Heute Nacht ist Party in der Gasse, also schnell noch ein paar Bierchen zischen. Montpellier ist absolut das beste, was wir seit Metz, Valence, Lyon und Marseille besucht haben. Hier steppt der Bär, alles voller Studenten, und wir sind VIEL zu alt für ALLES, aber wir lassen es uns nicht anmerken…

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  1. Das Familien-Schloss: Château de Roquelune - Mein Frankreich

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