Nîmes: große Namen für moderne Ikonen

Wechselspiel von Antike und Gegenwart, Erbe und Aufbruch: das Musée de la Romanitüe und die Arenen. Foto: Hilke Maunder
Wechselspiel von Antike und Gegenwart, Erbe und Aufbruch: das Musée de la Romanité und die Arenen. Foto: Hilke Maunder

1983 wird Jean Bousquet, CEO der Modemarke Cacharel, Bürgermeister von Nîmes. Unter seiner Ägide vertraut die Stadt ihre grands projets berühmten Architekten aus aller Welt an. Sie schaffen Bauten, die das antike Erbe innovativ interpretieren, spannungsreich mit den Neubauten in den Kontrast setzen – oder die Fantasie der Menschen ansprechen.

Die modernen Ikonen von Architekten, Designern und Künstlern wie Philippe Starck, Jean-Michel Wilmotte, Martial Raysse, Jean Nouvel oder Vittorio Gregotti: Entdeckt sie hier!

Die Ikonen der modernen Architektur von Nîmes

L’Abribus

Der Busunterstand von Philippe Starck. Foto: Hilke Maunder
Der Busunterstand von Philippe Starck. Foto: Hilke Maunder

Philippe Starck entwarf für Nîmes das heutige Stadtwappen. Auch sein Busunterstand Abribus interpretiert in dunklem Marmor am Anfang der Avenue Carnot das Wappen der Stadt: das Krokodil und eine Palme. Sie fehlt auf dem Foto, wurde aber ganz an der Spitze der gebauten Schnauze gepflanzt und erhebt sich dort zwischen alten Platanen.

Arènes Esplanade Feuchères – Forum du 21ème siècle

Der Stadtarchitekt Alain Marguerit realisierte das AEF-Projekt. Ziel war es, das Gelenk zwischen Bahnhof und Arenen fußgängerfreundlich zu machen und den städtischen Raum dort lebenswerter und umweltfreundlicher zu gestalten.

Nimes:
Le Taureau: Die vier mal zwei Meter große Skulptur des georgischen Künstlers Dioti Bialava schmückt seit 2018 den Platz.

2007 war der erste Teil des Vorhabens, der das Umfeld der Arenen aufwertete, fertiggestellt. 2012 erfolgte die Einweihung der Esplanade. Sie integriert einen Stadtgarten. In das mehr als einen Hektar große Grün, das mit Bänken und Rasenflächen ausgestattet ist, wurden auch  Caféterrassen integriert.

Nimes: Foto: Hilke Maunder
Blick auf die Arenen bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Mehr als 1000 Pflanzenarten verbessern seitdem die Stadtluft dort und beugen Wärmeinseln vor. Angepflanzt wurde vor allem Bäume, Büsche, Sträucher und Gräser, wie sie rund um Nîmes wachsen.

Die Bambusgräser an den Pergolen, Patios und Kiosken stammen aus den Cevennen. Nachts werden die Avenue, der Platz und die Esplanade stimmungsvoll beleuchtet.

Auch die Square de Bruxelles wird abends beleuchtet. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder
Auch die Square de Bruxelles wird abends beleuchtet. Foto: Hilke Maunder
Auch der Square de Bruxelles wird abends beleuchtet. Foto: Hilke Maunder
Nîmes: Die Esplanade zum Bahnhof wird abends vielfarbig beleuchtet. Foto: Hilke Maunder
Foto: Hilke Maunder
NÎmes: Die Esplanade zm Bahnhof wird abends vielfarbig beleuchtet. Foto: Hilke Maunder
Die Illumination der Allées Jean Jaurès hin zum Bahnhof. Foto: Hilke Maunder

Les Allées Jaurès

Hinter der Umgestaltung der Hauptachse zwischen Arènes und Bahnhof steht der französische Architekt Jean-Michel Wilmotte. Er ließ sich dabei von den Ramblas in Barcelona inspirieren.

Jean Michel Wilmotte war auch verantwortlich für die Modernisierung des Museums der Schönen Künste ( Musée des Beaux-Arts ) und des Rathauses ( Hôtel de Ville ).

Bei den Markthallen ( Les Halles ) hat Jean-Michel Wilmotte Ende der 1980er-Jahre die Fassaden neu gestaltet. Seine Arbeit ist heute noch an den zwei Seitenfassaden zu sehen. Die Hauptfassade aus Glas gestaltet das Büro Cazenove Architectes.

Le Carré d’Art: Echo der Antike

Nîmes: Spannungsvoller Kontrast: die Maison Carrée (l.) und das Carré d'Art (r.). Foto. Hilke Maunder
Spannungsvoller Kontrast: die Maison Carrée (l.) und das Carré d’Art (r.). Foto: Hilke Maunder

Das einstige römische Forum mit der Maison Carrée, dem besterhaltenen Tempel der Antike, verknüpfte Norman Foster in seinem Masterplan für den Carré d’Art spannungsreich mit dem antiken Bauerbe.

Der britische Architekt machte den Platz zu einem verbindenden Freiraum, der beiden Bauten Raum gibt, zu wirken und in einen Dialog zu treten.

Die Glasfront des Carré d'Art. Foto: Hilke Maunder
Die Glasfront des Carré d’Art. Foto: Hilke Maunder

Während die Maison Carrée einst dem Kaiserkult diente und heute einen 3-D-Film zur Geschichte der Stadt zeigt, ist der Carré d’Art ein zeitgenössischer Kulturtempel, der sich der Literatur und bildenden Kunst widmet.

Hinter seiner nüchternen, hohen Glasfassade birgt der 1993 eröffnete Carré d’Art die Stadtbibliothek mit mehren Tausend Medien und das Stadtmuseum zur zeitgenössischen Kunst. Damit besitzt Nîmes eine Kulturstätte nach dem Konzept des Centre Pompidou von Paris.

Nîmes: der Aufgang im Carrée d'Art. Foto: Hilke Maunder
Der Aufgang zum Kunstmuseum des Carré d’Art. Foto: Hilke Maunder

Unter der Erde setzt sich der Bau in gleicher Höhe in der Tiefe fort. Die Untergeschosse bilden den Fundus des Museums sowie Lager- und Arbeitsräume der Stadtbibliothek.

Nîmes: Im Erdgeschoss des Carré d'Art werden Wechselausstellungen gezeigt. Foto. Hilke Maunder
Im Erdgeschoss des Carré d’Art werden Wechselausstellungen gezeigt. Foto. Hilke Maunder

Die ständige Sammlung  des Carré d’Art umfasst annähernd 400 Kunstwerke. Sie bietet damit ein Panorama des zeitgenössischen Kunstschaffens von den 1960er-Jahren bis heute.

Französische Kunstrichtungen wie der Nouveau Réalisme, aufstrebende Künstler und internationale Künstler wie Sigmar Polke, Gerhard Richter, Joseph Kosuth, Walid Raad und Daan Vo sind besonders gut repräsentiert.

Nîmes: Jahresausstellung im Carré d'Art 2018. Hilke Maunder
Bei der Jahresausstellung im Carré d’Art hat jedes Kunstwerk Raum, um zu wirken. Hilke Maunder

Das Museum zeigt jährlich zwei wechselnde Ausstellungen von internationaler Strahlkraft. Die Stadtbibliothek ergänzt das Programm mit kleineren  Wechsel-Ausstellungen im Erdgeschoss.

Nach dem Kunstgenuss lockt auf der Dachterrasse das Restaurant Le Ciel de Nîmes mit Blick auf die Maison Carrée und die Dächer der Stadt.

Ciel de Nîmes: Genuss mit Aussicht im Carré d'Art. Foto:. Hilke Maunder
Ciel de Nîmes : Genuss mit Aussicht im Carré d’Art. Foto: Hilke Maunder

• Le Carré d’Art, Place de la Maison Carrée, 30000 Nîmes, Tel. 04 66 76 35 35, www.carreartmusee.com

Les Bateaux (Nemausus)

“Die Boote” heißen die beiden Bauten im Volksmund, die Jean Nouvel 1987 als Nemausus in Nîmes errichtet. Mit dem Komplex wollte der damals noch recht junge Architekt den sozialen Wohnungsbau neu definieren.

Nîmes: Nemausus. Foto: Hilke Maunder
Nemausus. Foto: Hilke Maunder

Er besteht aus zwei bis heute futuristisch wirkenden paquebots (Liniendampfern) aus Aluminium, Eisen und Glas. 114 Wohnungen, ein Stadtteilzentrum und eine Galerie bergen sie.

Um den Wohnungen die größtmögliche Fläche zu geben, wurden die Korridore nach außen verlegt. Jede Wohnung öffnet sich auf eine der beiden Fassaden des Gebäudes, und zwar einerseits auf einen großen umlaufenden Korridor pro Stockwerk und andererseits auf eine private Terrasse.

Die Galerie von Nemausus. Foto: Hilke Maunder
Die Galerie von Nemausus. Foto: Hilke Maunder

Die roh verwendeten Baustoffe stammen von der Industrie. Die Mauern sind mit Aluminiumplatten verkleidet. Die Geländer der Außenkorridore erinnern an Baustellengeländer. Die Innenwände der Wohnungen bestehen aus nacktem Beton.

2008 gab es gleich zwei Preise für das Projekt und seinen Architekten. Im März 2008 erhielt Jean Nouvel den Pritzker-Preis, der als Nobelpreis der Branche gilt. Ebenfalls im gleichen Jahr wurde der Gebäudekomplex als Patrimoine du 20ème siècle (Kulturerbe des 20. Jahrhunderts) ausgezeichnet.

Nemausus: Die Zugänge zu den Wohnungen. Foto: Hilke Maunder
Die Zugänge zu den Wohnungen. Foto: Hilke Maunder

Jean Nouvel hat in Nîmes noch weitere Spuren hinterlassen. Er erweiterte 1985-87 die Berufsschule Dhuoda und baute 1986 die Sporthalle Gymnase Camouflé.
• Route d’Arles, Cours Nemausus, 30000 Nîmes, Info-Flyer: www.nimes.fr/fileadmin/directions/culture/Nemausus.pdf

Le Colisée

Le Colisée adaptiert am südlichen Stadteingang das römische Kolosseum mit seinen antiken Zitaten, abstrahiert in Beton. Seine beiden Halbrunde, die Büros und Sozialwohnungen auf beiden Seiten der Avenue de la Liberté beherbergen, entwarfen 1986 die beiden japanischen Architekten Kisho Kurokawa und Mieko Inoue.

Le Colisée: der Eingang zum Halbrund von der Avenue de la Liberté. Foto: Hilke Maunder

Finanziert wurde der Prestigebau zu 98 Prozent von der Privatwirtschaft, die dafür 150 Millionen Französische Francs lockermachte. 12.000 Quadratmeter Bürofläche, 1.400 Quadratmeter Ladenfläche und 400 Wohneinheiten entstanden. Ebenfalls eingebunden in Le Colisée ist das Hôtel de Nîmes Métropole.

Foto: Hilke Maunder

Die Verwaltung des Großraums Nîmes erhielt 2017-2019 einen Anbau mit einer Fläche von 1.200 Quadratmetern. Sein Architekt war ein Einheimischer: François Clavel.
• Avenue de la Liberté, 30000 Nîmes

NÎmes: Le Colisée. Foto: Hilke Maunder
Le Colisée. Foto: Hilke Maunder

Le Musée de la Romanité

2018 eröffnete das Musée de la Romanité gegenüber von den Arenen. Wie bereits Norman Foster beim Carré d’Art, so lässt auch von Elizabeth de Portzamparc ihren Neubau in einen spannenden Dialog treten.

Nîmes: Museum und Arenen bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Nachts werden das Museum und die Arenen angestrahlt. Foto: Hilke Maunder
Die Fassade des Musée de la Romanité bei Nacht. Foto: Hilke Maunder
Die Fassade des Musée de la Romanité bei Nacht. Foto: Hilke Maunder

Dort: uralter Stein in Riesenquadern. Hier: neue transparente, leichte Strukturen mit horizontalen Wellen aus gläsernen Quadraten. Bereits die Fassade des Megamuseums zur Antike tritt in einen spannenden Kontrast zum Amphitheater. Eckig statt rund sitzt es an der Straßenecke.

Nimes: Fassade des Musée de la Romanité. Foto: Hilke Maunder
Aus 7.000 Glasscheiben zusammengesetzt: die Fassade des Musee de la Romanité. Foto: Hilke Maunder

Die Glasfassade des Museums verweist mit seinen 7.000 einzelnen Glas-Paneelen auf die römische Mosaikkunst. Im Entree öffnen Panoramascheiben den Bau und holen die antiken Arenen gegenüber hinein ins Museum. In der Dauerausstellung geschieht dies durch “Augen” in der Fassade.

Durch die Augen des Musée de la Romanité blickt ihr auf das Amphitheater. Foto: Hilke Maunder
Durch die Augen des Musée de la Romanité blickt ihr auf das Amphitheater. Foto: Hilke Maunder

Hinauf zur Dauerausstellung führt eine moderne Adaption der Wendeltreppe, die Leonardo da Vinci für das Loire-Schloss Chambord entworfen hatte. Auch im Museum könnt ihr auf der doppelläufigen Treppe auf und ab gehen, ohne euch zu begegnen.

Nîmes: Die Doppeltreppe des Musée de la Romanité. Foto: Hilke Maunder
Die Doppeltreppe des Musée de la Romanité. Foto: Hilke Maunder

La Place d’Assas

Der Beginn der Place d'Assas am Boulevard und dem dortigen Hôtel Royal. Foto: Hilke Maunder
Der Beginn der Place d’Assas am Boulevard und dem dortigen Hôtel Royal. Foto: Hilke Maunder

Früher standen hier die öffentlichen Waschbrunnen der Stadt, die von der Quelle in den Jardins de la Fontaine versorgt wurden. Seit 1824 trägt das längliche Rechteck den Namen Place d’Assas.

Nîmes: die Place d'Assas. Foto: Hilke Maunder
Mit Wasserkunst geschmückt: die Place d’Assas. Foto: Hilke Maunder

1989 betraute die Stadt den französischen Maler und Bildhauer Martial Raysse mit der Neugestaltung. Raysse gehört zu den Mitbegründern des Nouveau Réalisme.

Raysse rückte dabei das Wasser wieder in den Vordergrund und ließ die Place d’Assas von einem Wasserlauf durchqueren. Zwei überdimensionale Köpfe begrenzen den Platz.

Nîmes. Place d'Assas. Foto: Hilke Maunder
Place d’Assas. Foto: Hilke Maunder

Der eine stellte Nemausa dar – und damit die Quelle, die der Stadt ihren Namen gab. Der zweite Kopf interpretiert mit Nemausus den Gott jener Quelle. Auch die Bronzeskulpturen des zentralen Brunnen greifen die beiden antiken Götter auf.

Nîmes: Place d'Assas. Foto: Hilke Maunder
Place d’Assas. Foto: Hilke Maunder

La  Paloma

Jean-Michel Bertreux entwarf 2012 das Veranstaltungszentrum La Paloma als imposantes 5000 Quadratmeter großes Gebäude, das neueste Digitaltechnik birgt. Als gesellige wie gemütliche Antwort auf die kantige, moderne Betonarchitektur ist das Innere mit Möbeln im Vintage-Look eingerichtet.

La Place du Chapitre

Ein monumentaler Brunnen aus Treppen schmückt seit 2007 den Stadtplatz neben dem Prévoté und der Hochschule für bildende Küste. Eine Bodenbeleuchtung verleiht dem Platz eine ganz besondere Farbe. Im Sommer wird hier abends Tango getanzt.

Der Treppenbrunnen der Place du Chapitre. Im Sommer fließt Wasser über die Stufen. Foto: Hilke Maunder
Der Treppenbrunnen der Place du Chapitre. Im Sommer fließt Wasser über die Stufen. Foto: Hilke Maunder

La Porte Romaine

Auch die Place Gabriel Péri ist heute wieder den Fußgängern zurückgegeben. Der Masterplan für die Porte d’Auguste leitet den Verkehr um und gibt den Bauten wieder Raum zu wirken. So wie La Porte Romaine. Die römische Pforte ist Norman Fosters zweites Werk in Nîmes. Über Büros und Einzelhandel birgt sie 60 Wohnungen.

Le Stade des Costières

Das 1919 eröffnete Stade Jean Bouin war ab 1937 der Spielort von Olympique Nîmes. 1989 war es veraltet. Ein Neubau musste her. Jean Bousquet holte dazu den 2020 an Corona verstorbenen italienischen Architekten Vittorio Gregotti nach Nîmes.

Gemeinsam mit Marc Chausse gestaltete er das neue Stadion auf einer Fläche, auf der es damals ringsum so gut wie keine Bebauung hab. Marc Chausse hatte bereits 1966 die 49 Meter hohe Tour B.R.I in Nîmes errichtet.

Gregotti war 1988 gegenüber 43 anderen Kandidaten für den Bau dieser Spielstätte ausgewählt worden. Das Stadion wurde am 15. Februar 1989 mit dem Spiel der A-Mannschaften aus Frankreich und den Niederlanden eingeweiht.

Doch auch dieses Stadion soll nun einem Neubau weichen, in dem spätesten 2025 die Matches stattfinden sollen. Der Abriss des alten Stadiums soll Ende 2022 oder Anfang 2023 beginnen.

Triangle de la Gare

Jenseits des Bahnhofs ist seit 2017 das Triangle de la Gare auf einem 3,5 Hektar großen Dreieck für 55 Millionen Euro entstanden. Das Bahnhofsdreieick prägen kantige Kästen, die Geschäfte, Büros, 531 Wohnungen für alle Generationen und ein Hotel mit 133 Zimmern bergen.

Écoquartier Universitaire Hoche

Nîmes: Universitaire Hoche. Foto Hilke Maunder
Blick über den Wasserablaufgraben auf das Ökoquartier. Foto: Hilke Maunder

Viele Jahrhunderte lang blieb Nîmes innerhalb seines historischen Dreiecks. Erst im 19. Jahrhundert begann die stetig fortschreitende Ausdehnung des Stadtraums und der Bebauung von immer mehr Land. Heute ist wieder Verdichtung angesagt.

Mit dem Écoquartier Universitaire Hoche baut die Stadt auf sich selbst neu. 20 Hektar Land werden bis 2030 in vier Etappen neu entwickelt.

Nîmes: Universitaire Hoche. Foto Hilke Maunder
Das ehemalige Hôpital Gaston-Doumergue ist saniert jetzt eine Außenstelle der Université de Nîmes. Foto: Hilke Maunder

Das große Stadtentwicklungsprojekt, bei dem sich u.a. das einstigen Hospital zu einem Komplex der Université Nîmes wandelt, ist ein Ökoquartier,  das vor einer besonderen Herausforderung steht.

Nîmes: Universitaire Hoche. Foto Hilke Maunder
Alt und neu im Ökoviertel. Foto: Hilke Maunder

Wie wird es den Wassermassen Herr, die im Herbst und Winter seit Jahrhunderten in Nîmes für Überschwemmungen sorgen. Bauten, Straßen und Grünanlagen: Alles ist bei dem Écoquartier Universitaire Hoche so angelegt, dass im Fall einer Überschwemmung das Wasser abfließen kann.
www.nimes.fr/projets/ecoquartier-universitaire-hoche.html

Nîmes: Universitaire Hoche. Foto Hilke Maunder
Neue Architektur im Quartier Universitaire Hoche.

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Im Blog

Ein Stadtportrait mit vielen Reisetipps zu Nîmes findet ihr hier.

Die Street Art von Richelieu, einem Stadtteil von Nîmes  jenseits der Porte d’Auguste, könnt ihr in diesem Beitrag entdecken.

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4 Kommentare

  1. Danke für die wundervollen Bilder! Wir hatten das Glück, Nimes im vergangenen Sommer ohne Touristen zu erleben. Unvergesslich ein belegtes Baguette mit Weißwein vor dem römischen Kaisertempel. Mir kam dabei der Gedanke, dass die Anbetung von Machthabern in Grundzügen heute immer noch existiert.

  2. ..eine großartige Stadt, danke für diesen umfangreichen und mit vielen für mich neuen Dingen gespickten Bericht! Mindestens genauso spannend finde ich Montpellier; in gewisser Weise ja der Antagonist von Nimes. In beiden Städten ist die Stadtarchitektur, die Verbindung von ultramodern und antik, die Urbanität im Kontext einer französischen Großstadt absolut herausragend. Und das alles unter der Mittelmeersonne und in einer wunderbaren Landschaft gelegen…Ich muss da dringend wiedr hin!

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