Temposünden werden teuer in Franrkeich. Autofahren in Frankreich: Triumph-Oldtimer auf den Champs-Élysées. Foto: ATOUT France/Nathalie Baetens

Autofahren in Frankreich

Autofahren in Frankreich: Die einen erleben es als herrlich entspannend. Andere sind gestresst, weil besonders im Süden die Franzosen Kurven sehr sportlich nehmen. Was anders ist im Nachbarland, welche Regeln gelten, was ihr wissen müsst  – und was getan wird, um die hohen Unfallzahlen zu reduzieren: Hier erfahrt ihr es. 

Wenn euch die Infos nützen, freue ich mich über eine Anerkennung meiner Arbeit mit einer Spende. Details dazu am Beitragsende. Merci.


2001 starben 8.162 Menschen auf Frankreichs Straßen. Ende 2023 war die Zahl auf 3.170 Menschen gesunken. Besonders sicher seid ihr auf den Autobahnen unterwegs. Dort passieren nur sieben Prozent der Unfälle – das Gros davon aus Übermüdung.

38 Prozent der Unfälle ereignen sich im Stadtverkehr. Spitzenreiter in der Unfallstatistik sind Frankreichs Landstraßen mit 55 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle. Sie sicherer zu machen, ist erklärtes Ziel der Politik. Zu Regeln, Bußgeldern etc. informiert die offizielle Seite: www.securite-routiere.gouv.fr.

Tempolimits in Frankreich

Frankreich baut seit Jahren die Verkehrsüberwachung konsequent aus.  Die hohen weißen Rundsäulen, die ihr vor allem entlang der Autobahnen seht, messen über lange Strecken die Durchschnittsgeschwindigkeit. Solche Radargeräde seht ihr auch  auf der A9 zwischen Montpellier und Béziers.

Die einzelnen Radar-Typen, die in Frankreich arbeiten, könnt ihr eiuch hier ansehen.

Falls nicht anders angegeben, gelten in Frankreich folgende Tempolimits:

  • Innerorts: 50 km/h, vor Schulen und in Innenstädten (z.B. Grenoble, Brive-la-Gaillarde) und Altstadtzentren 30 km/h
  • Außerorts: Landstraße ohne fester Mitteltrennung 80 km/h, mit Mitteltrennung 90 km/h. Ausnahmen in 41 Départements
  • Autobahn* (autoroute): 130 km/h
  • Schnellstraße (voie rapide) 110 km/h

* Auf der Autobahn A8 gilt in den Alpes-Maritimes aufgrund der hohen Verkehrsdichte durchgehend Tempo 110. In den Départements Var und Bouches-du-Rhône sind 130 km/h gestattet.

Landtempo: 80. Ausnahme: 90

Seit 1. Juli 2018 gilt daher Tempo 80 auf Landstraßen ohne Fahrbahn-Mitteltrennung. Überwacht wird die Einhaltung der Geschwindigkeit nicht nur von mobilen und festen Radarfallen und bei Kontrollen, sondern auch von 150 abgestellten Polizeifahrzeugen.

Meist handelt es sich um die Modelle Renault Mégane, Citroën Berlingo oder Peugeot 208. Sie unterscheiden sich meist nur durch ihre sehr sauberen Fensterscheiben von anderen Fahrzeuge.

340 bis 400 weniger Verkehrstote sollte die Maßnahme bringen. 2019  kam das reduzierte Tempo auf Landstraßen erneut in die Diskussion. Viele forderten die Rückkehr von Tempo 90 außerorts. Der damalige Premier Édouard Philippe hat im Sommer 2019 es den Départements überlassen, zu entscheiden, ob und wo wieder mit 90 km/h gefahren werden darf.

41 Ausnahmen

Sieben Départements haben sich damals klar gegen die Rückkehr zu 90 km/h ausgesprochen: Ardennes, Rhône, Gard, Loire-Atlantique, Var, Meurthe-et-Moselle und Pyrénées-Orientales. Inzwischen sind es 41 Départements, die wieder zurückgekehrt sind zu Tempo 90 auf der Landstraße. Doch Achtung: Mitunter gilt die Ausnahmen nicht für das gesamte Département, sondern nur für bestimmte Straßen oder Landstriche. Voilà eine der vielen Karten dazu im Netz.

Weitere Ausnahmen

Fahranfänger

Für Fahranfänger gelten Sonderregelungen. Sie müssen die ersten drei Jahre nach Erwerb der Fahrerlaubnis 110 km/h auf der Autobahn und 100 km/h auf ausgebauten Schnellstraßen einhalten. Bei schlechtem Wetter gelten diese Tempo-Minderungen für alle!

Schwere Wohnmobile

Für Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gelten 110 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Landstraßen mit Mittelstreifentrennung.

Tempo-Barrieren

Schlafende Polizisten & Eselsrücken

450.000 gendarmes couchés und dos d’ânes drücken landesweit vor Schulen, Dorfzentren und anderen sensiblen Orten das Tempo runter bis auf 30 Kilometer pro Stunde. Doch die Geschwindigkeitsbarrieren (ralentisseurs) sind mehr als umstritten. Sie bilden eine Gefahr für Motorradfahren, behindern Einsätze von Feuerwehr und Polizei und sorgen für einen erhöhten Schadstoffausstoß beim Abbremsen.

Nicht wenig Orte verändern daher lieber die Zufahrten ins ihre Zentren und bauen in die Fahrbahn seitliche Barrieren, die dafür sorgen, dass man ausweichen und das Tempo senken muss.

Foto: Hilke Maunder
In Zentren von Dörfern und Städten gilt immer häufiger Tempo 30. Foto: Hilke Maunder

Blitzer in Frankreich

Sie sind zahlreich und gefühlt überall. Versteckt in Mülltonnen. Sie hängen am Lampen, stehen auf Erkern: Blitzer in Frankreich sind gefühlt omnipräsent. Und technologisch meist weiter entwickelt als in Deutschland.

Schwarz-graue runde Säulen, wie sie auch in Deutschland zunehmend eingesetzt werden, blitzen rundum. Auch Motorradfahrer können so erstmals erfasst werden. Die wagemutigen Raser hat dies jedoch bislang nicht gestört. Insgesamt ist das Netz der Blitzer sehr viel dichter als in Deutschland.

Seit 2013 ist die Gendarmerie auch mit Zivilfahrzeugen unterwegs, die in der vorderen Stoßstange unsichtbar einen Infrarotblitz bergen. Die eigentliche Radarantenne versteckt sich hinter dem Nummernschild, die Kamera auf dem Armaturenbrett. Nur die Uniform verrät die Gendarmen.

Seit 2019 gibt es Blitzanlagen, die 32 Fahrzeuge gleichzeitig kontrollieren können. Die Mesta Fusion 2 überblickt von vier Meter hohen Masten bis zu  acht Fahrspuren im Umkreis von bis zu 200 m. Ihre Kamera ist mit 36 Megapixeln ausgestattet.

Angehalten vor Ort werden Verkehrssünder kaum noch. Meist flattert der Bußgeldbescheid Wochen später ins Haus. Nichtzahlung wird konsequent verfolgt – und teuer.

Verboten: Warn-Apps

Blitzer-Warnmelder, zum Beispiel als Handy-App, sind seit 2011 in Frankreich verboten. Wer sie benutzt, riskiert ein Bußgeld von 1500 Euro. Franzosen werden sechs Punkte bei diesem Vergehen vom Punkte-Guthaben abgezogen.

Bei Navigationsgeräten muss, falls möglich, diese Funktion ausgeschaltet werden. Falls dies technisch nicht möglich, werden die Warnhinweise noch toleriert und nicht mit Bußgeld belegt.

In Frankreich gilt bei der Geschwindigkeitsmessung per Gerät die Halter-Haftung. Die Ausrede „Ich bin nicht gefahren“ zieht dann nicht. Nur, wenn der Temposünder direkt von der Police oder Gendarmerie angehalten wird, haftet der Fahrer.

Tipp

Eine Karte der fest installierten Blitzer findet ihr auf dieser offiziellen Regierungsseite: https://radars.securite-routiere.gouv.fr/#.

Die Karte der Blitzer in Frankreich. Copyright: Gouvernement.
Die Karte der Blitzer in Frankreich. Copyright: Gouvernement.

Bußgeld

Wer sofort zahlt, kann sein Bußgeld reduzieren. Je nach Schwere des Verstoßes beträgt der Rabatt 13 bis 45 Euro. Wer außerorts bis zu 20 km/h zu schnell gefahren ist, zahlt  statt 135 Euro 90 Euro. Wer in Frankreich lebt, hat für den Rabatt eine Zahlungsfrist von drei Tagen.

Wird der Bescheid ins Ausland, zum Beispiel Deutschland zugestellt, verlängert sich die Zahlungsfrist um einen Monat (31 Tage). Wer widerspricht, muss die Kosten dafür selber tragen. Sie werden dem Bußgeld aufgeschlagen.

Tipp

Frankreichs Verwaltung ist führend in Europa bei ihren Online-Angeboten und Infos. Und so könnt ihr auf der Webseite https://www.amendes.gouv.fr eure Bußgelder auch online zahlen. Wer sofort online zahlt, erhält deutliche Rabatte auf die Höhe des Bußgeldes!

https://www.amendes.gouv.fr. Copyright: beim Betreiber.

Mitfahrgemeinschaften

Co-voiturage heißt Fahrgemeinschaft auf Französisch. Sie gehört wie die Umweltplakette zu dem Bündel von Maßnahmen, mit denen Frankreich sein Klima retten will.

An den wichtigsten Autobahnzufahrten wurden daher in den letzten Jahren Parkplätze für Fahrgemeinschaften eingerichtet.  Im August 2020 folgte auf der A 48 Voreppe – Grenoble die Einweihung der landesweit ersten Fahrspur für Fahrgemeinschaften. Sie markiert ein neues Verkehrszeichen: eine aufrechte Raute. Auf Schildern steht sie weiß auf blauem Grund; bei LED-Anzeigen blinken weiße Leuchten in der schwarzen Raute.

Seit Dezember 2020 testet Lyon an Werktagen bei der Stadtdurchfahrt auf den Autobahnen M6/M7, früher A6 und A7  eine für Fahrgemeinschaften freigegebene Fahrspur. Ähnliche Tests laufen auf der A7 in Marseille (seit 2021) und auf der A15 in der Region Île-de-France (seit Ende 2020).

Wer darf die Rauten-Fahrspur nutzen?

• Fahrzeuge mit mindestens zwei Insassen an Bord (ein Paar, ein Elternteil und ein Kind, zwei Mitarbeiter, zwei Fahrgemeinschaften…).
• für Fahrzeuge mit sehr geringen Emissionen, die eine grüne Crit’Air Null-Emissions-Vignette besitzen, d. h. Fahrzeuge, die zu 100 % elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden, unabhängig von der Anzahl der Personen an Bord. Achtung: Plug-in-Hybridfahrzeuge (Benzin, Diesel, …) dürfen mit nur einer Person an Bord nicht auf der Fahrbahn fahren!
•  Taxis, auch wenn sie leer sind.
• Motorräder mit zwei Personen

Die reservierte Fahrspur wird videoüberwacht. Bei Verstößen wird ein Bußgeld von 135 Euro fällig.

Mehr Infos: www.ecologie.gouv.fr/covoiturage-en-france-avantages-et-reglementation-en-vigueur

Rabatt bei der Maut

In Lille soll im Frühjahr 2023 die erste „Positiv“-Mautstelle in Betrieb gehen. Wer mindestens zu zwei auf der Autobahnen dort unterwegs ist, zahlt weniger Maut als Einzelfahrer. Ist der Testbetrieb erfolgreich, soll dieses System im ganzen Land eingeführt werden.

Epernay: Kreisel am Auftakt der Avenue de Champagne. Foto: Hilke Maunder
Der Kreisel am östlichen Beginn der Avenue de Champagne von Épernay. Foto: Hilke Maunder

Kreiseln à la française

Frankreich ist Weltmeister beim Kreisverkehr. Kein anderes Land besitzt mehr ronds-points. Mehr dazu hier.

Halsbrecherisch sausen die Franzosen auf den ersten Blick darin umher.  Doch dies ist auch für euch kein Problem, wenn ihr die Regeln kennt.

Vorfahrt

Wer im Kreisverkehr fährt, hat Vorfahrt. Doch es gibt Ausnahmen – besonders in Paris. Auf großen Plätzen wie der Place de l’Étoile (Arc de Triomphe) hat der einfahrende Verkehr Vorfahr. Alle, die im Kreisel fahren, müssen halten. Dazu sind Straßenmarkierungen aufs Pflaster gemalt. Es gilt dort: rechts vor links.

Richtig kreiseln

Erste Ausfahrt: einfahren, rechts halten, rechts blinken, raus.

Zweite oder spätere Ausfahren: links blinken, linke Spur, nach der Ausfahrt vor eurer Ausfahrt rechts blinken, rechts rüber und die Ausfahrt nehmen.

Die circulation inter-files

Besonders auf den mehrspurigen Schnellstraßen und den Stadtautobahnen habt auch ihr es vielleicht schon einmal erlebt: Nicht nur im Stau, sondern auch im zähfließenden Verkehr fädeln sich Motorradfahrer durch die Fahrzeuge hindurch. Diese circulation inter-files ist (noch) offiziell verboten. Doch alle Franzosen machen Platz, sobald sie ein moto im Rückspiegel entdecken. Und lassen für sie eine Gasse zwischen den Fahrspuren frei.

Von 2015 bis 2020 gab es e 11 Departements erste Versuche, diesen „Querverkehr“ unter Einhaltung bestimmter Regeln zuzulassen. Die Ergebnisse waren enttäuschend. Auf  den Abschnitten mit genehmigter circulation inter-files stieg die Unfallrate an.

Autofahren mit Handy

Telefonieren während der Fahrt ist nur gestattet, wenn mit Freisprechanlage telefoniert wird – ohne Headset! Seit März 2017 sind Bluetooth- oder andere Headsets verboten.

Seit 22. Mai 2020 riskiert ihr die sofortige (!) Abgabe von  Führerschein und Fahrzeug, wenn ihr ein Telefon in der Hand haltet und gleichzeitig eine andere Verkehrsverletzung begeht, zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen oder missachtete Vorfahrt.

Die Polizei darf bei einer Handynutzung während des Fahrens den Führerschein für bis zu sechs Monate einkassieren. Fällig ist zudem ein Bußgeld von 135 Euro. Franzosen erhalten drei Strafpunkte. Auch Musik dürft ihr nicht mit Kopfhörern während der Fahrt hören.

Frankreichs Punktesystem

Wie in Deutschland, gibt es auch ein Punktesystem bei Verkehrsverstößen. In Frankreich werden die Punkte von einem Guthaben abgezogen. Punkte aus Frankreich werden derzeit noch nicht an Flensburg gemeldet oder übertragen.

Das ist jedoch kein Freibrief. Denn wenn ihr einen Wohnsitz in Frankreich habt, einen Verstoß mit Punktestrafe begeht und einen deutschen EU-Führerschein besitzt… dann müsst ihr ihn in einen französischen Führerschein umtauschen.

Kinder nach hinten!

Kinder dürfen in Frankreich grundsätzlich erst ab 10 Jahren im Auto vorne sitzen. In Deutschland brauchen sie nur einen geeigneten Kindersitz. Info: www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F628

Toter Winkel

Schwer Fahrzeuge brauchen seit 1.1. 2021 einen neuen Aufkleber. Nicht nur Laster, sondern auch Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen  müssen seitdem an den Seiten und am Heck Warnschildern tragen, die auf die Gefahren durch tote Winkel ( angles morts ) hinweisen. Ausgenommen sind  land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, Winterdienst- oder andere Einsatzfahrzeuge.

Der Toter-Winkel-Aufkleber. Foto: Hilke Maunder
Der Toter-Winkel-Aufkleber. Foto: Hilke Maunder

Winterreifen

Vom 1. November bis 31. März sind in den  Bergregionen Frankreichs Winterketten oder -reifen vorgeschrieben. Insgesamt sind 48 Departements betroffen, darunter 12 in Okzitanien.

Allerdings gilt die Pflicht in einigen der betroffenen Départements nur für die Orte, die sich in bergigem Gelände befinden oder von Winterglätte betroffen sind. Anfang und Ende der Winterreifenpflicht sind in diesen Gebieten deutlich markiert.

So werden die Zonen mit Winterreifenpflicht ausgewiesen. Copyright: Gouvernement Français
So werden die Zonen mit Winterreifenpflicht ausgewiesen. Copyright: Gouvernement Français

Leichte Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Wohnmobile müssen entweder über abnehmbare Gleitschutzvorrichtungen (Schneeketten aus Metall oder Textil) verfügen, mit denen mindestens zwei Antriebsräder ausgerüstet werden können, oder mit vier Winterreifen („M+S“, „M.S“ oder „M&S“ + Schneeflocke) ausgestattet sein.

www.service-public.fr/particuliers/actualites/A14389

Ein Karte der betroffenen Regionen finden ihr auf der staatlichen Seiten: www.securite-routiere.gouv.fr.

Wichtige Regeln, kaum bekannt

Seit 2015 ist es verboten,

  • hinter dem Steuer etwas zu essen oder zu trinken (Bußgeld: 75 Euro)
  • die Karte zu lesen (Bußgeld: 75 Euro)
  • im Handschuhfach zu wühlen, weil ihr etwas sucht (Bußgeld: 75 Euro)
  • laut Musik zu hören (Bußgeld: 75 Euro)
  • Make-up oder Lippenstift aufzutragen, auch, wenn ihr steht (Bußgeld: 75 Euro)
  • Rauchen im Auto in Anwesenheit von Minderjährigen: 68 Euro
  • ohne Warndreieck/Warnweste unterwegs: 135 Euro

Ersatzleuchtmittel müssen nicht unbedingt mitgeführt werden. Wer jedoch ohne Licht, da defekt, unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 180 Euro. Die Polizei hat das Recht, euer Fahrzeug festzulegen.

Gefärbtes Autoglas

Seit 1. Januar 2017 ist bei den Frontscheiben und den Seitenscheiben zur Fahrerseite rechts und links ein zu stark gefärbtes Autoglas verboten. Das Fensterglas eures Fahrzeuges darf maximal bis zu 30 Prozent eingefärbt sein. Bei einem Verstoß drohen 135 Euro Bußgeld und drei Punkte.

Quelle: www.legipermis.com/infractions/vitres-teintees-interdites.html

Diese Verbot betrifft nicht die Heckscheiben von Autos!

Alkoholtester

Am 1. Juli 2012 führte Frankreichs die Mitnahmepflicht für Alkoholtester ein. Am 22. Mai 2020 wurde diese Pflicht abgeschafft. Stattdessen sind Nachtclubs etc. seitdem verpflichtet, Alkoholtester zur Verfügung zu stellen.

Frankreich setzt seit Jahren verstärkt auf Prävention. Auf Dorffesten seht ihr immer häufiger Stände von Organisationen und staatlichen Stellen, wo ihr eingeladen werdet, einmal zu pusten: Alkoholtest als Partyspaß – das wirkt. Und überrascht im Ergebnis oft diejenigen, die ins Röhrchen geblasen hatten.  Ihr Promillepegel lagt stets deutlich höher als gedacht…

In Frankreich gilt  – wie in Deutschland – die Promillegrenze von 0,5. Busfahrer dürfen maximal 0,2 Promille, Radfahrer 0,8.  Wer sich mit 0,5 bis 0,8 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) bzw. 0,25 bis 0,4 mg Atemalkoholgehalt hinter das Lenkrad setzt und fährt, riskiert ein Bußgeld von 90 bis 750 Euro.

Bei einer BAK von über 0,8 Promille drohen – selbst, wenn ihr nicht besoffen wirkt – eine Geldstrafe bis zu 4.500 Euro  … und eventuell sogar  Gefängnis bis zu zwei Jahren!

Verkehrsprognosen

Ferienzeit bedeutet in Frankreich immer: viel Verkehr. Die Presse wetteifert dann geradezu darum, den längsten Superstau vorzustellen. Auf 972 km Länge addierten sie sich am 8. 8. 2015 auf den Autobahnen – der bislang ungeschlagene Rekord für einen Ferientag in Frankreich.

Welche Strecken sind geschlossen? Was wird gebaut? Wo staut sich der Verkehr? Wann geht es flott voran? Franzosen gucken da nicht bei Google, sondern verlassen sich auf Bison Futé. In der App und im Web informiert der „kluge Bison“ in Echtzeit – und gibt 7-Tage-Prognosen.

Besser als Google Maps oder Karten führt euch die App Waze durch das Land – und warn dabei vor mobilen und festen Kontrollen.

Maut

Fast alle Autobahnen in Frankreich kosten Geld. Die Maut könnt ihr immer weniger in bar, dafür umso mehr mit Kreditkarten (Eurocard, Mastercard, Visa) oder via elektronischer Gebührenerfassung mittels Chip ( télépéage) bezahlen. Achtung:  EC/Maestro-Karten werden gelegentlich nicht akzeptiert. Wie teuer eure Autobahnfahrt wird, könnt hier auf www.autoroutes.fr vorab berechnen.

Seit Mai 2022 werden jedoch auch in Frankreich die Mautstationen abgebaut.  Auf ersten Strecken, darunter im Département Allier, wird die  Maut wie bereits in Norwegen oder Portugal digital erfasst und berechnet.

E-Maut kommt

Dazu wird das derzeit in Frankreich schon einegefürte System der télépéage, der Abbuchung der Mautgebühren über eine elektronische Erfassung des Wagens, modernisiert.

Wird derzeit noch das Lesegerät hinter der Windschutzscheibe bei der Durchfahrt an der Mautstation erfasst, soll dies künftig bei voller Fahrt möglich sein. Dazu weicht der Maut-Chip im Auto riesigen Lesegeräten auf einer Schilderbrücke weichen.

Adieu, Mautschranke

Wer die Autobahnen nutzen möchte, muss sich künftig online registrieren lassen und das automatische Abbuchen erlauben. Alternativ soll es möglich sein, im Nachhinein zu bezahlen – entweder über die Webseite des Autobahnbetreibers oder in den Bar-Tabacs.

Die erste gebührenpflichtige Autobahn ohne Mautschranken in Frankreich wurde am Donnerstag, 3. 11. 2022,  um Mitternacht zwischen den Departements Saône-et-Loire und Allier offiziell eröffnet.Sukzessiv werden weitere Autobahnen auf die Free-Flow-Maut (péage en flux libre) umgestellt, alle  voran die A13, die A14, die A69 und die A40.

Mautboxen

Wer vor der Reise sich die Mautbox liber-t besorgt, kann schon entspannt bei Tempo 30 durch die péages, die Mautstellen auf den französischen Autobahnen, fahren. Angeboten wird die elektronische Mautbox  liber-t seit 2020 auch erstmals von einem deutschen Anbieter. Maut1.de aus dem bayrischen Rosenheim liefert die e-Maut-Box gleich für vier Länder: Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Dort erhältlich ist auch seit Juni 2021 eine Mautbox, welche speziell für Wohnmobile über 3,5 Tonnen und über 3 Meter Höhe geeignet ist. Die neue Mautbox kann in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal genutzt werden. Ausführliche Infos dazu findet ihr hier im Blog.

Autofahren in Frankreich: die Bip & Go-Spur. Foto: ATOUT France
Bip & Go-Spur. Foto: ATOUT France

Mautfreie Autobahnen

Nicht alle Autobahnen sind mautpflichtig in Frankreich. Kostenlos könnt ihr Stadtumfahrungen nutzen. Auch über Land gibt es mautfreie Strecken. So verzichtet u.a. die Bretagne in der gesamten Region auf diese Einnahmen. Ebenfalls mautfrei ist – bis auf das Viadukt von Millau – die A75 von Béziers nach Clermont-Ferrand.  Hinzu kommen diese Autobahnen:

  • A35 (Elsass, ab deutscher Grenze bis Mulhouse und weiter nach Basel)
  • A36 Mandeure – Bessoncourt
  • A31 (von der luxemburgischen Grenze bis Nancy)
  • A28 (Abbéville – Rouen)
  • A84 (Caen – Rennes)
  • A20 (Vierzon – Brive-la-Gaillarde)
  • A63 bzw. A660 (Bordeaux – Arcachon)
  • A68 (Garidech – Albi)
  • E70 (Lyon – Saint-Etienne)
  • A34 (Sedan – Reims)
  • A10-A25-A23 (Calais – Valenciennes)
  • A77 Saint-Père – Sermoise-sur-Loire

Raststätten

Die Raststätte Assevilliers. Foto: Hilke Maunder
Die Raststätte Assevilliers. Foto: Hilke Maunder

Nördlich von Paris, wo die französische Autobahn A1 rund 120 km nördlich von Paris die A 29 nach Amiens und Saint-Quentin kreuzt, liegt die Aire d’Assevillers – Europas größter und meistfrequentierter Autobahn-Rastplatz. Die Anlage ist zugleich der modernste und vorbildlichste, die ich kenne. 2,5 Millionen Reisende rasten jedes Jahr im damals ersten village commercial der sanef-Gruppe.

Bereits 2007 war es angelegt worden, nur fünf Kilometer entfernt vom TGV-Bahnhof. Fast zehn Millionen Euro investierte damals die SANEF in ihr Pilotprojekt. Den Entwurf lieferten ALFA Architects aus Paris. Alain Farel hatte das Büro 1997 gegründet.

Umfangreiche Verkehrs- und Wetterinfos gibt es an der Raststätte Assevilliers in Echtzeit beim Autobahnbetreiber sanef. Foto: Hilke Maunder
Umfangreiche Verkehrs- und Wetterinfos gibt es an der Raststätte Assevilliers in Echtzeit beim Autobahnbetreiber sanef. Foto: Hilke Maunder

Doch besonders freut, dass selbst beim Ansturm der Hauptsaison die WC sauber waren, die Duschen gepflegt, und das Serviceteam des Autobahnbetreibers sanef ganz entspannt und freundlich war. Völlig selbstverständlich ist es für sanef, im gesamten Einkaufskomplex kostenloses WiFi, Internet-Terminals sowie aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten an diversen Infostationen anzubieten.

Die Sanef betreibt mit sechs Autobahnen im Nordosten Frankreichs mit einer Gesamtlänge von 1.743 km das drittlängste Autobahnnetz in Frankreich hinter Vinci Autoroutes und Autoroutes Paris-Rhin-Rhône (APRR).

Service-Radios

Zum Service für Autofahrer gehört auch ein eigener Radiosender. Auf Radio sanef 107,7 wird rund um die Uhr über das Wetter, den Verkehr, die Region und die aktuellen Nachrichten berichtet.

Hinter dem Radiosender Sanef 107.7  steht der staatliche Rundfunk Radio France . Er versorgt größtenteils die öffentlichen Autobahnstrecken und im Netz der SANEF im Norden Frankreichs.

Alle anderen Autobahnradiosender bieten private französische Autobahnenbetreiber an, darunter Radio Vinci Autoroutes und Autoroute Info.

Autozug & Co.

Euch ist die Anreise zu lang? Dann lasst euch fahren! Norddeutsche können entspannt die nervigen Staus und Baustellen entlang der Autobahnen gen Süden mit dem Autozug nach Lörrach umgehen. Denn ja, er verkehrt noch! Betrieben wird er nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern von der BahnTouristikExpress. Alle Infos gibt es hier.

In Frankreich gab es bis Ende 2019  den autotrain der SNCF. 2020 heißt das Hiflow als „Autozug“ der SNCF. Der Name täuscht: Nicht Züge, sondern  Autotransporter auf der Straße oder Chauffeure von HiFlow bringen euer Fahrzeug zum Zielort.

Umweltplakette Crit’Air

Seitdem die französische Umweltplakette eingeführt wurde, erhalte ich auf meinen ausführlichen Blogartikel dazu täglich Mails mit der Frage: Geht es nicht auch ohne? Wie hoch ist das Risiko, erwischt zu werden?

Die Plakette kostet 4,21 Euro inklusive Porto innerhalb der EU. Wollt ihr da die hohe Geldstrafe und, wie in Paris, das sofortige Abschleppen riskieren?

Jedes Jahr kommen weitere Regionen und Städte dazu, die die Plakette fordern. Ich würde das Risiko nicht eingehen, sondern das Wapperl online bestellen, an die Windschutzscheibe kleben und sicher unterwegs sein.

Die Crit-Air-Kategorien 2021. Copyright: Ministère de la Transition Écologique. Foto: Hilke Maunder
Die Crit-Air-Kategorien 2021. Copyright: Ministère de la Transition Écologique. Foto: Hilke Maunder

Tanken in Frankreich

Schneller als Deutschland hat Frankreich zum 12. Oktober 2018 die neuen, EU-weit geltenden Kennzeichnungen für Kraftstoffe umgesetzt.

Benzinartige Kraftstoffe: Kreis. E5, E10, usw. („E“ steht für spezifische Biokomponenten im Ottokraftstoff)

Das bisherige SP 95 oder 98 heißt jetzt E5,  Ethanol jetzt  85.

Dieselartige Kraftstoffe: Quadrat B7, B10, XTL, usw. („B“ steht für spezifische Biodieselkomponenten im Diesel, XTL steht für synthetischen Dieselkraftstoff und zeigt an, dass dieser nicht auf Rohöl basiert)

gasförmige Kraftstoffe (z. B. CNG, LNG, LPG und Wasserstoff): Raute

Mit e-Auto in Frankreich

Wo ihr Elektrofahrtzeuge aufladen könnt, verrät dieses offizielle Karte: www.data.gouv.fr/fr/reuses/carte-des-bornes-de-recharge-de-voiture-electrique

Ladestationen für E-Autos. Für die zoombare Karte bitte hier klicken: www.bornes-recharge.net. Copyright: Borne-Recharge.net

Frankreich baut seit einigen Jahren die E-Mobiltät massiv aus. Unternehmen wie Fastned, Allego, IONITY und Total haben inzwischen mehr als 60.000 Schnellladestationen errichtet. Bis 2032 soll diese Zahl verdoppelt werden.

Apps wie ABRP (A Better Routeplanner), Chargemap oder EnBW mobility+ verraten euch, wo ihr die Batterie aufladen könnt – und wie lange dies dauert. An Schnellladestationen – 80 Prozent der Säulen in Frankreich – dauert es nur 30 Minuten.

Ladekarten und Stationen

Bezahlen könnt ihr in Frankreich über gängige Ladekarten. Weit verbreitet sind die  Shell Recharge Karte, die Ladekarte von Engie und der Plugsurfing Pass . Mit einer Bank- oder Kreditkarte könnt ihr auch die Tesla Superchargers in Frankreich nutzen.

Die Ladestationen in Frankreich findet ihr nicht nur entlang der Straßen, sondern auch auf Parkplätzen, in Parkhäusern und immer öfter auch direkt an den Unterkünften.

Die Kraft der Sonne für emissionsfreie Mobilität: eine Ladestation für E-Autos in Frankreich. Foto: Hilke Maunder
Die Kraft der Sonne für emissionsfreie Mobilität: eine Ladestation für E-Autos in Frankreich. Foto: Hilke Maunder

Mit dem Auto in der Stadt

Frankreich verdrängt seit Jahren den Verkehr radikal aus seinen Städten. Große Straßen und Plätze werden rückgebaut, Wohngebiete für Autos gesperrt, Einbahnstraßen eingerichet und Innenstädte in Tempo-30-Zonen verwandelt. Das hebt die Lebens- und die Umweltqualität, macht aber das Autofahrer nicht selten zum Horrortripp.

Daher: Stellt euer Gefährt am Rand der Innenstädte ab – besonders dort, wo es wie in Avignon kostenlose navettes gibt, Shuttlebusse ins Zentrum. In Toulouse tourt ein kleiner E-Bus in der Innenstadt kostenlos auf großer Runde durchs Zentrum. In 39 französischen Kommunen ist inzwischen der gesamte Nahverkehr kostenlos – auch in großen Städten wie Montpellier.

Kostenlos und emissionsfrei: der E-Shuttle-Bus von Bergerac. Foto: Hilke Maunder
Kostenlos und emissionsfrei: der E-Shuttle-Bus von Bergerac. Foto: Hilke Maunder

Parken in Frankreich

Parken in Frankreich ist anders. Wo geparkt werden kann, regeln Farben am Straßenrand und Schilder, die mitunter rätselhaft sind.

Immer mehr Straßen und Plätze im Innenstadtbereich der Großstädte sind bereits autofrei. Im Gegenzug wurden am  Stadtrand bzw. Innenstadtrand Park + Relais-Plätze (P + R) angelegt. Meist pendeln von dort kostenlose navettes (Shuttlebusse) ins Zentrum.

Beim Parken gilt: Je größer die Stadt, desto geringer die Chance auf kostenloses Stellplätze fürs Fahrzeug. Montag bis Sonnabend ist fast allerorten das Parken kostenpflichtig; sonntags hingegen den ganzen Tag meist frei. Touristische Hotspots wie Collioure verlangen das ganze Jahr hindurch von frühmorgens bis spätabends ein Parkticket. Frankreich bewertet dabei das Falschparken in vier Klassen.

Zur Verkehrswende in Frankreich gehört u.a. das Verdrängen von Fahrzeugen aus den Innenstädten. Paris hat ein Zeichen gesetzt und per Volksabstimmung sich für verdreifachte Parkgebühren für SUvs und andere große Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 1,6 Tonnen eingesetzt. Für E-Autos gilt die 2-Tonnen-Grenze. Sie betragen ab 1. September 2024 für eine Stunde 18 Euro, für sechs Stunden 225 Euro.

Parkzonenwechsel zur Monatsmitte

Solche Schilder weisen darauf hin, dass zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte die Straßenseite wechselt, an der ihr euer Fahrzeug parken könnt. Foto: Hilke Maunder
Solche Schilder weisen darauf hin, dass zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte die Straßenseite wechselt, an der ihr euer Fahrzeug parken könnt. Foto: Hilke Maunder

Achtung beim Parken in Straßen mit Seitenwechsel zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte. Meist nur an den Ortseingängen – und nicht in den jeweiligen Straßen! – weisen Schilder mit Ziffern, die die Daten festlegen, dort darauf hin!

Digitale Parkzeitkontrolle

Parken in Troyes. Foto: Hilke Maunder
Rote Anzeige: Die zehn Minuten zum freien Parken sind überschritten. Das wird teuer – denn das Kennzeichen wird elektronisch erfasst. Foto: Hilke Maunder

Immer stärker setzt sich die elektronische Parküberwachung durch. Sensoren und elektronische Nummernschilderfassung überprüfen, ob die bezahlte bzw. limitierte freie Parkzeit eingehalten wurden. In Troyes beispielsweise könnt ihr an ausgewiesenen Standorten zehn Minuten lang kostenlos parken. Nach den zehn Freiminuten springt das grüne Signal auf rot um.

Motorräder, Dreiräder und Mopeds dürfen seit 22. Mai 2020 fünf Meter vor Fußgängerüberwegen außerhalb der dafür markierten Bereiche nicht parken.

Autofahren: Ende der Parkverbotszone. Foto: Hilke Maunder
Schildernostalgie: So wurde früher in Frankreich das Ende der Parkverbotszone markiert. Foto: Hilke Maunder

Die Parkstreifen-Farben

Gelb, rot, blau und weiß, so sind die Stellplätze am Straßenrand markiert. Was bedeuten diese Farben am Fahrbahnrand bzw. Bordstein?

  • Durchgezogene gelbe Linien: absolutes Halte- und Parkverbot
  • Gestrichelte gelbe Linie: Parkverbot
  • Blau Linie: kostenlos, zeitlich begrenztes Parken mit Parkscheibe möglich.
  • Weiße Linie: Halten und Parken ist gestattet.

Zum Parken halb auf den Bürgersteig zu fahren, ist in Frankreich verboten. Mitunter ist das Parken am Straßenrand auch abhängig vom Datum und der Straßenseite. So gibt es nicht wenige Orte, wo ihr vom 1. bis 15. eines Monats auf der Straßenseite mit ungeraden Hausnummern parken dürft, vom 16. bis 31. dann auf der gegenüberliegenden Seite mit geraden Hausnummern.

Wo solche Schilder stehen, dürft ihr nur für wenige Minuten parken – in Gaillac sind fünf Minuten dort gestattet. Foto: Hilke Maunder
Wo solche Schilder stehen, dürft ihr nur für wenige Minuten parken. In Gaillac beispielsweise sind dort nur fünf Minuten gestattet. Foto: Hilke Maunder

Besondere Straßenschilder

Auch Frankreich liebt den Schilderwald. Und hat darin einige Schilder versteckt, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Am Col du Pradel (Aude) entdeckte ich den Hinweis auf einen passage canadien.

Le cercle bleu

Cercle Bleu-Schilder. Foto: Hilke Maunder

Beim Autofahren im Béarn sah ich erstmals die Straßenschilder des Cercle Bleu. Der von Georges Christini gegründete Verein „Cercle Bleu“ wurde 1991 im Parlament von Navarra in Pau mit der Unterstützung von Christiaan Barnard anerkannt. Sie signalisieren nicht, wie vielfach behauptet, die Pflicht zur Parkscheibe, sondern stehen für den Respekt jeden Einzeln, sich für oder gegen eine Organentnahme zu positionieren und ihre Entscheidung dokumentieren zu lassen.

Um sicherzustellen, dass die Wahl jedes Einzelnen respektiert wird, erhaltet ihr bei derRegistrierung einen „Blue Circle“-Aufkleber, der am Fahrzeug angebracht wird.

In Frankreichs sind die Notfallärzte und Sanitäter im Falle eines tödlichen Verkehrsunfalls die Familie zu befragen, ob die Person eine Organentnahme befürwortet oder nicht. Diese Untersuchung kostet wertvolle Zeit kostet und beeinträchtigt den Erhalt der Organe.

Die Kommune, die ein solches Schild am Straßenrand aufstellt, garantiert damit, dass die persönliche Entscheidung respektiert wird.
www.cerclebleu.eu

Le passage canadien

Das Prinzip der kanadischen Passage nutzt die Angst der Tiere vor Leere als Barriere. Sie laufen nicht über das Gitter aus parallel gelegten Bodenstangen. Fahrzeuge indes können passieren, ohne eine Tür oder einen elektrischen Draht öffnen zu müssen.

Autofahren in Frankreich: Passage Canadien
Achtung, hier kommt gleich ein Bodengitter als Viehsperre! Hilke Maunder

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206 Kommentare

  1. Les règles de conduite en France ne sont pas toujours évidentes. Concernant les vitres teintées il semble que la loi a été contestée et qu’il y a une ‚jurisprudence‘, ce qui rend le teinting des vitres avant toléré. Ceci explique pourquoi nous croisons encore beaucoup de véhicule intégralement teintés sans pouvoir apercevoir le conducteur.

  2. Salut,
    ich möchte keine Diskussion über Sinn oder Unsinn von SUV starten!
    In Paris sollen bald SUV ab 1,6t mehr fürs Parken bezahlen. Geht es da ums Leergewicht oder werden die Fahrzeuge vor dem Parken gewogen (Humor)? Ein Dacia SUV wiegt deutlich weniger und ist nicht länger als ein PKW.

    Viele Kombis sind aber deutlich länger als SUVs, brauchen somit beim Längsparken mehr Platz. Davon abgesehen verbrauchen moderne Autos weniger als ältere Kleinwagen…

    Wenn die ganze Sache ausgegoren ist, kann das im Artikel ja ergänzt werden.
    Gruß aus der Provence !

  3. Hallihallo, hier sind derartig viele Kommentare, daher erst mal schnell die Frage: Wir haben unsere carte bleue verloren, müssen aber dringend tanken. Unser Carrefour nimmt kein Bargeld mehr. Kann man aktuell mit einer deutschen Visa- oder Kreditkarte bei Carrefour tanken? Die Angestellte da konnte mir nicht helfen. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt? Vielen Dank schon mal, Martina

  4. Guten Morgen liebe Hilke, wir sind in Urlaub und wollen im Parkhaus Interparking Care Nice Thiers ein paar Stunden parken. Wir haben Bip und Go, über das ja abgerechnet wird. Bekommen wir bei der Ausfahrt ein Beleg, oder müssen wir der automatischen Abrechnung vertrauen?
    Liebe Grüße
    Soléa

  5. Moin nach Hamburg,
    Ich bin gerade in der Normandie und frage mich an jeder der zahlreichen Kreuzungen von Regionalstraßen, wer hier denn nun Vorfahrt hat. Vorsichtig beachte ich an Kreuzungen ohne Beschilderung rechts vor links, muss aber ab und an feststellen, daß einheimische Fahrer durchaus mal forsch, ohne zu schauen, über so eine Kreuzung fahren. Gibt hier die Anzahl der Nummerierung einen Hinweis? Hat also, wer sich auf der D98 befindet, Vorfahrt gegenüber jemand anderen, der auf der D324 kreuzen will?
    Mit besten Grüßen aus zZ Sourdeval-les-Bois
    Reinhard

    1. Hallo Reinhard, ganz herzlichen Dank für Deine Beobachtung! Ich denke, diese Autofahrer haben flott schon einmal geschaut, ob jemand kommt – oder meinen aus Erfahrung zu wissen, dass da niemand kommt. Die Nummerierung gibt darüber keinen Aufschluss. Die kompletten Vorfahrtsregeln sind hier auf Frz. dagelegt; beim Übersetzen hilft deepl.com: https://www.securite-routiere.gouv.fr/reglementation-liee-la-route/intersections-et-priorites#:~:text=de%20la%20route)-,Lorsque%20le%20conducteur%20franchit%20une%20intersection%20%3A,le%20passage%20%C3%A0%20l’autre.

      Viele Grüße, Hilke

      1. Hallo Hilke, besten Dank für diese Info. Ich werde mich weiterhin an solche Kreuzungen vorsichtig heranpirschen.
        Viele Grüße, Reinhard

  6. Salut Hilke,
    deinen Blog finde ich immer wieder lesenswert und empfehle ihn stets weiter. Eine Frage zu deinem Bericht über das neue Péage-Verfahren durch Lesegeräte an Brücken: Ist zur Erkennung des Fahrzeugs dann noch eine Mautbox erforderlich oder wird die Erkennung dann nur noch über das Kennzeichen geführt? Eine Mautbox müsste lt. maut1 wegen meiner speziellen Windschutzscheibe an meinem Sprinter aus dem Seitenfenster gehalten werden. Bei Schlechtwetter wäre das nicht ganz unproblematisch. So würde ich gern auf die Mautbox verzichten, wenn es bis zur vermuteten Kennzeichenerfassung noch die Möglichkeit der Zahlung über eine Kreditkarte gäbe. Bises Herbert

    1. Lieber Herbert, ich habe bei den Mautunternehmen nachgefragt – diese Antwort kam heute per Mail:
      Mit der Mautbox ist das entsprechende Kennzeichen gleichzeitig auch auf für offene bzw. „Free-Flow“-Systeme registriert. Eine separate Kennzeichenregistrierung ist dann nicht mehr notwendig.
      Selbst wenn sich also keine Mautbox im Fahrzeug befindet, können die Mautgebühren anhand der Kennzeichenregistrierung der Mautbox zugeordnet werden. Eine reine Kennzeichenerfassung ist zwar geplant, aber derzeit technisch noch nicht möglich. Voilà die Antwort, identisch bei allen drei großen Mautboxbetreibern. Von offizieller Stelle aus dem Verkehrsministerium habe ich noch keine Antwort erhalten.
      Bises, Hilke

      1. Salut Hilke,
        gerade aus Frankreich zurück, kann ich von Erfahrungen mit der BIP&GO-Box an meinem Sprinter mit wärmegedämmter und heizbarer Windschutzscheibe berichten. BIP & GO empfiehlt bei einer solchen Scheibe die Box auf das schwarze (also neutrale) Feld neben dem Innenspiegel zu kleben. Dort sei die Durchlässigkeit des Signals gewährleistet. Dieses Feld ist aber bei meinem Fahrzeugs komplett mit fahrzeugeigener Technik belegt. Ich habe deshalb die Box direkt rechts daneben geklebt. Ergebnis: Das elegante Durchfahren der Péage-Stelle mit 30 km/h klappt leider nicht. Stattdessen muss man mit dem Fahrzeug direkt an die Schranke heranfahren, erst dann öffnet sie sich. Wenn es nicht klappt, noch dichter an die Schranke fahren.
        Bises, Herbert

  7. Bonsoir Hilke,
    ich habe mich langsam wieder beruhigt und die Plakette tatsählich erhaltn. Die Fehlermeldung muss konkretisiert werden. Nur durch Zufall habe ich erfahren, dass die Dateigröße des Anhanges nur 400 Kb groß sein darf. Bei einem Scan mit einer Auflösung von 200 DPI betrug die Größe bereits 1200 MB. Erst duurch die Verringerung der Auflösung erfolgte keine Fehlermeldung mehr. Die Bestätigung per E-Mail kann wenig später. Der Brief mit der Plakette ging nach 7 Werktagen an. Also: fast alles gut.
    Viele Grüße
    Thomas

  8. Hallo. Unser altes Wohnmobil bekommt keine Plakette. Bedeutet das wir können garnicht durch Frankreich? Wir müssten durch Montepellier, weil wir nach in die Nähe von Barcelona wollen. ?
    Gibt es Rat?
    Lg

    1. Das französische System ist -verzeihung- bescheuerter als die Deutschen Umweltzonen.
      Man hat es hinbekommen das System noch intransparenter und komplizierter zu machen als in Deutschland, es gibt etliche Ausnahmen, die aber wieder nicht in allen Zonen gelten.
      Grundsätzlich kann jeder Ort zur temporären Umweltzone erklärt werden, wenn die Luftwerte gerade schlecht sind.
      Dazu kommt noch, dass es keine Karte gibt auf der die ganzen Zonen mit Gültigkeit usw. für alle Zonen in Frankreich verzeichnet sind.

      Diese Umstände bringen ein paar Unsicherheiten in meine Antwort, aber nach allen was ich gefunden habe gilt im Raum Montpellier mit seiner Dauerhaften Umweltzone:

      – die Durchfahrt auf der Autobahn A9 ist NICHT Teil der Umweltzone, du brauchst KEINE Plakette
      – der Hauptstraßenring aus N109, D/M65, D/M132 um das Stadtzentrum ist NICHT Teil der Umweltzone
      – die Schnellstraßen D/M986 und D/M66 von der A709 aus zum Meer bzw. Flughafen und TGV-Bahnhof sind auch NICHT Teil der Umweltzone
      (D für Departementstraße ist die alte Bezeichnung, M für Metropolstraße die neue im Raum großer Städte, Nummer bleibt gleich)

      -> Du kannst also auf der Autobahn da durchfahren.

      Wichtig, falls du auch durch Lyon musst:
      Du solltest unbedingt die Umfahrung nehmen. Früher konnte man mit dem Auto problemlos die A6 und A7 mitten durch die Stadt fahren, selbst bei etwas Stau war das die schnellste Strecke. Seit ein paar Jahren sind die Abschnitte aber keine Autobahn mehr, sondern ein „Stadtboulevard“ und werden mit M6 und M7 beschildert, dabei gilt z.B. ein Tempolimit von 70 km/h und andere Beschränkungen, dadurch zieht sich die Strecke sehr.

      1. Durch die Umwidmung der A6 und A7 hat sich für mich nichts verändert. Da durfte man vorher auch nicht mit 130 durchrasen. Neu ist dort die blaue Raute, die Alleinfahrer beachten sollten. Ich fahre mehrmals im Jahr da durch.

      2. „Selbst bei Stau war das die schnellste Strecke“
        Die 70km/h konnte ich in Lyon noch nie fahren. Weder vor noch nach der Umwidmung. Und je zäher der Verkehr, desto länger kann man sich Lyon anschauen ☺
        Da habe ich immer richtig gute Laune!

      3. „Selbst bei Stau war das die schnellste Strecke“
        Die 70km/h konnte ich noch nie fahren. Weder vor noch nach der Umwidmung.
        Und je zäher der Verkehr, desto länger kann man sich Lyon anschauen ☺
        Die Durchfahrt macht mir jedes mal richtig gute Laune!

        (Bin aber schon seit Jahrzehnten nicht im Sommer dagewesen)

      4. Hallo in die Runde und gutes neues Jahr.
        Ich bin mir bewusst dass meine Frage das Thema nur an Rande streift. Aber ich versuche es trotzdem mal. Ich jetzt mit einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen unterwegs und möchte auf dem Weg in den französischen Süden wie immer Lyon über die Tunnelstrecke, also die A7 durchqueren.
        Darf ich das mit >3,5t überhaupt?
        Hab leider beim letzten mal nicht auf entsprechende Beschilderung geachtet.
        Vielleicht weiß ja jemand eine Antwort.
        Es war übrigens wie immer toll zu lesen, sowohl der Text von Hilke Maunder als auch die Beiträge von allen. Beste Grüße Walter

      5. Hallo Walter, ich würde – egal ob 3,5 Tonnen oder nicht – Lyon immer großräumig umfahren – besonders, seitdem es die Covoiturage-Spuren gibt und quasi für das Gros eine Spur auf den Umfahrungen und Durchfahrts–Schnellstraßen wegfällt, wenn man alleine im Auto unterwegs ist. Ich komme sehr oft durch Lyon und stecke eigentlich zu jeder Jahreszeit und auf jeder Route fast immer zähen Verkehr, und selbst mitunter nachts … Der Fourvière-Tunnel kann befahren werden, wenn Dein Fahrzeug ein Gewicht von weniger als 7,5 Tonnen hat und unter 4,50 Metern hoch ist. Gute Fahrt! Hilke

  9. Salut Hilke und alle Mitlesende.
    Neues Thema für die Rubrik und auch für mich: Ich habe mir einen Anhänger gekauft.
    Ein Bekannter sagte, er fährt nicht auf dem kürzesten Weg, sondern so lange wie möglich in Frankreich, weil er dort mit Hänger 130kmh fahren darf. Ist dem so?

    Ich muss sagen, dass mir das noch nie so aufgefallen ist. Mit einem Wohnwagen hielte ich es ohnehin für zu riskant. Aber ein kleiner Hänger mit Motorrad vielleicht?

    1. Hallo Bettina,
      wichtig bei der Beantwortung ist das Gewicht. Die Straßenverkehrsordnung unterscheidet Fahrzeuge nach dem zulässigen Gesamtgewicht (zGG), um Höchstgeschwindigkeiten festzulegen.
      Artikel R.413-8 der Straßenverkehrsordnung legt folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen für Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen (Pkw + Anhänger oder Wohnwagen) fest.
      Das zulässige Gesamtgewicht von Fahrzeugen beträgt nicht mehr als 3,5 Tonnen:
      Gleiche Regeln wie für Autos

      – 50 km/h in geschlossenen Ortschaften,
      – 80 km/h auf einer Straße mit doppelter Fahrtrichtung ohne Mitteltrenner,
      – 90 km/h auf einem Straßenabschnitt mit mindestens zwei Fahrspuren, die einer Fahrtrichtung zugeordnet sind,
      – 110 km/h auf einer Straße mit zwei Fahrbahnen, die durch einen Mittelstreifen getrennt sind,
      – 130 km/h auf einer Autobahn.
      Zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen
      • 50 km/h in Städten (mit einer höheren zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf der Pariser Ringstraße) ;
      • 80 km/h auf Departements und Nationalstraßen (außerhalb von Ortschaften) ;
      • 90 km/h auf Autobahnen.

      Viele Grüße, Hilke

      1. Vielen dank für Deine Antwort, Hilke.
        Wichtiger als das Gesamtgewicht ist wohl die Gewichtsverteilung: Ein VW Passat mit Wohnwagen 1:85% oder womöglich ein Boot (Auftrieb) ist was anderes als ein SUV mit Motorradanhänger. Ich habe noch nie ein Wohnwagengespannfahrer gesehen, der die 130kmh mitgeht.
        Ich habe meinen Versicherungsagenten gefragt. Er sagt, ich könne nicht davon ausgehen, dass Die Versicherung im Falle eines Unfalles mit einem Gespann bei 130kmh widerstandslos die Kosten übernimmt. Auch nicht, wenn ich damit den Regeln des Landes entspreche. Im Gegenteil, man würde bei mir Regress einfordern, da mein Hänger bauartbedingt in Deutschland bis 100kmh zugelassen ist.
        Nun haben wir das Thema Anhänger zumindest mal in dieser Rubrik. Möge jeder selbst entscheiden.
        Allzeit Bonne Route

      2. Liebe Bettina, danke für deine Antwort… Ich hab nur online gestellt, was ich gefunden hatte. Herzliche Grüße und alles Gute für 2023! Hilke

    2. Wenn in der ABE deines Anhängers die 130km/h manchmal auch 140km/h eingetragen sind, gibt es keine Probleme. Auch nicht mit deiner Versicherung. Natürlich unter Beachtung der restlichen Bestimmungen, bis 3,5t und Vernünftiger Ladungssicherung etc.
      Bauartbedingt heißt, du musst in deine Papiere gucken.
      Gute Fahrt!

    3. Hallo Bettina,

      ein kurzer Nachtrag zur alten Frage. Ich fahre seit Jahren kreuz und quer durch Frankreich mit einem Bootstrailer der all-in 550kg wiegt und eine deutsche 100km/h Zulassung hat.
      Zum einen das Gespann selbst mit der zulässigen Gesamtmasse von 3,5t ist entscheidend, aber auch da Gewicht des Hängers selbst. So dürfen Hänger in Frankreich nur ungebremst bis 750kg die 130km/h mitfahren.
      Die Versicherungsagenten sind da meist sehr unwissend wenn sie dir erzählen da keine Kosten zu übernehmen. Erkundigen solltest du dich bei der Versicherung direkt in der zuständigen Abteilung. Meine Versicherung hat da z.B. gar kein Problem mit wenn ich in Frankreich oder Belgien mehr als 100 fahre…Wichtig ist was der Hersteller der Achse in seinen Unterlagen oder dem Typschild vermerkt. Auf meiner steht da zum Beispiel 160km/h…und dann hat es damit nichts zu tun das dein Hänger in Deutschland zugelassen und versichert ist (meinen müsste ich z.b: wegen der grünen Nummer gar nicht versichern) und dort eine 100er Zulassung hat. Du darfst ja auch einen z.B. in Frankreich zugelassenen Hänger ankuppeln und damit fahren.

  10. Hallo Hilke, wir wollen am Samstag Richtung Mittelmeer. Jetzt sehen wir durch Zufall dass es an den Tankstellen von Totale kaum noch Diesel gibt. Was ist los. Es ist nicht nur in Grenznähe zu Frankreich. Liebe Grüße Silke

      1. Zwischen Luxemburg und der Provence gab es in den Total-Tankstellen nur vereinzelt Knappheit. Wir haben für EUR 1,52 bis 1,55 getankt.
        Dummerweise haben wir auf dem Hinweg in Luxemburg vollgetankt….
        Ist eben nicht immer alles so, wie man es gerne hätte ☺

      2. Hallo Stefan, danke für Deine Eindrücke! In Thionville waren sämtliche Tankstellen wegen des Tanktourismus leergetankt: Total, Carrefour, aber auch Esso und fina. Bin erst in Nancy fündig geworden. Bises, Hilke

      3. Wenn ihr da das nächste Mal übernachtet: In der Innenstadt habe ich das Hôtel des Oliviers entdeckt; 58 Euro für ein Zimmer, sehr schön und komfortabel – und wunderbar ruhig. Bises, Hilke

    1. Hallo Hilke, ich liebe „mein frankreich“ und Frankreich natürlich auch. Im Zusammenhang mit covid war deine Seite immer eine große Hilfe! Danke nochmals!
      Ich mache hier mal ein neues Thema suf, das vielleicht für manche Leser mit residence secondaire in Frankreich interessant ist.
      Wir haben ein kleines Hsus an der Côte d’Azur in Roquebrune Cap Martin und fahren inzwischen fast nur noch Roller vor Ort. Mit dem Auto ist es eine Katastrophe zwischen Menton und Monaco. Meine Frau hat nur den deutschen Autoführerschein B inkl. AM seit 30 Jahren und fährt dort einen 50ccm Roller. Das ist schon sehr gemütlich und man wird oft und riskant überholt. Ich habe den Motorrad Führerschein und fahre einen 125.. Franzosen dürften mit einem alten B Führerschein auch 125 ccm fahren, entgegen vieler Äußerungen im Netz bin ich sehr sicher dass das für Deutsche im Urlaub nicht gilt. Die deutsche 125. Erweiterung B196 gilt in Frankreich nicht, das ist auch klar. Jetzt gibt es auch in Frankreich eine analoge Formation 125 ccm, hierfür benötigt man einen B Führerschein, der älter ist als 2 Jahre und man erhält nur eine Attestation und im Gegensatz zu Deutschland wird das nicht im Führerschein eingetragen. Eine angefragte Fahrschule in Nizza würde meine Frau annehmen, deutscher Führerschein, Personalausweis und EDF als Adressennachweis. Kosten für 7 Stunden Theorie und Praxis 195 €. Sensationell. Die Attesttion stellt die Fahrschule aus. Jetzt die Frage, darf man mit deutschem B Führerschein und französischer Formation 125 ccm in Frankreich 125. fahren? Liebe Grüße Ulrich

      1. Lieber Ulrich, merci für Deine Fragen. Ich muss gestehen, ich bin mit den Feinheiten da völlig überfragt – zumal ich die alten Klassen 1,2 und 3 habe. Aber ich denke, so,wie Du es erklärst, klingt es sehr logisch. Gibt es hierzu Experten in der Runde? Merci und viele Grüße, Hilke

  11. Wir sind leider schon zurück aus unserem Urlaub in der Region Var, Nähe Hyères, ein wunderschöner Flecken Erde, und haben die Rechnung der Maut (BIP to Go) erhalten. Von Saint-Avold (Lorraine) bis Toulon, hin und zurück gut 150€. Dass ist schon ein Haufen Geld, hoffe, irgendwann wird eine Vignette für alle eingeführt, oder eine Steuer wie in D, auch damit käme man im Jahr günstiger weg, ich vermeide schon wo ich kann die Autobahn zu nehmen, aber bei 900 km fährt man sich ohne gefühlt tot, aber langsam wird’s echt teuer, jedoch der Zustand der Autobahn und der Rastplätze, nicht besser.

    1. Liebe Solea, Mühlhausen bis Perpignan sind inzwischen hin- und zurück 180 Euro… die Rastplätze auf der Strecke sind aber durchweg in Ordnung und werden alle paar Jahre saniert…Bises! Hilke

      1. Guten Morgen, liebe Hilke, wie gesagt, ne Stange Geld. Die Rastplätze sind ok, wie z.B. in Deutschland auch, bloß halt dort viel günstiger. Ich denke mir, wenn der Staat die Autobahn nicht privatisiert hätte, gäbe es andere Preise, und ich meine keine höhere. Wollte auch nur ein Beispiel geben, manche Reisen das erste Mal auf Frankreichs Maut pflichtigen Strecken. Ich persönlich war, nachdem ich seit langer Zeit jetzt im Süden war, schon überrascht, wie teuer es geworden ist.

        Bises, und schönes Wochenende
        Soléa

      2. Salut,
        Du fährst von Hamburg über Mühlhausen?
        Das mache ich schon lange nicht mehr. Über Luxemburg ist kürzer und man kann noch billig tanken und Zigaretten kaufen

      3. Ich habe Luxembourg mehrfach schon ebenfalls gemacht – mich nervt aber die Landstraße mit den vielen Baustellen und Blitzern, ehe ich wieder auf die Autobahn komme… Mühlhausen läuft stets glatt – und ist für die Rhein-Rhôneschiene perfekt. Mitunter fahre ich auch die Méridionale und via Paris – Valencienne – Utrecht… je nach Ferien- und Verkehrslage. Kilometermäßig tun sich all dreio Routen nichts, sind stets um die 1670 km von Haus zu Haus.

  12. Hallo Hilke,

    durch einen Oldtimer-Freund aus Offenburg bin ich auf deine Seite gestoßen (worden) – und bin begeistert! Da ich als „Fast-Ruheständler“ demnächst mehr Zeit haben werde und diese mit Auto und Motorrad großenteils in Frankreich zu verbringen gedenke, interessiert mich alles rund um die französischen Regeln des Straßenverkehrs. Besonders gefällt mir die Sachlichkeit des Informationsaustauschs und das angenehme Konversationsniveau.

    Viele Grüße
    Joachim W.

  13. Wie ist das bezahlen der Maut geregelt für Motorradfahrer? Müssen wir in Zukunft auch eine elektronische Mautbox einbauen? Das könnte je nach Motorrad schwierig werden.

    1. Lieber Andreas, da muss ich leider passen – das Thema ist noch in Bewegung. Ich aktualisiere, sobald ich dazu mehr Infos gefunden habe.

    2. Hallo Andreas ja Motorrad geht auch bei BIP to Go gibt es eine Armhalterung, ich habe dafür 10€ bezahlt, wo der Chip rein gesteckt wird funktionieren klasse keine Geldsuche kein an und ausziehen von Handschuhen bin total zufrieden Gruß Thomas

      1. Hallo Thomas, ich habe mir auch schon vor ein paar Jahren diese Armbefestigung von bib&go gekauft und ausprobiert. Bei mir hat es leider an keiner einzigen Mautstelle funktioniert.
        Deshalb wieder Kreditkarte in Tankrucksack und kein großes Fummeln mehr mit dem Geldbeutel aus der Jacke.

  14. Wie immer eine sehr gute Zusammenfassung 🙂 Eine Frage, auch an die Mitleser: Unsere Tochter ist 18 Jahre geworden und darf nun endlich auch fahren 😉 Wenn sie nun in Frankreich fährt, muss sie dann einen Aufkleber mit A anbringen oder reicht auch ein ausgedrucktes A auf einen Zettel? Wir möchten in den Ferien nach Südfrankreich und wenn meine Frau, sie und ich uns abwechseln, wäre es praktischer, wenn wir einen Zettel mit Tesafilm an die Rückscheibe anbringen könnten. Also nur dann, wenn sie fährt. Vielen Dank für Eure Antworten schon mal vorab.

    1. Hallo Frank,
      Glückwunsch zum Führerschein Deiner Tochter. Und ja, ihr müsstet ein A ans Auto anbringen, wenn sie fährt. Ein „A“ bedeutet, dass das Auto von einem Fahranfänger gelenkt wird. Das A steht für Apprentice (Lehrling), d. h. in der Lernphase. Dazu gehört seit März 2004 eine dreijährige Probezeit nach der Prüfung. Für Schüler, die an einer der begleiteten Fahrausbildung (AAC) teilgenommen haben, ist sie auf zwei Jahre verkürzt. Früher stand statt dem A die 90 auf den Fahrzeugen – schneller durften Fahranfänger damals nicht unterwegs sein. Heute gibt es kein Tempolimit mehr für sie – sie können auf Autobahnen auch 130 km/h fahren.

      Bei Fehlen des „A“ droht dem jungen Fahrer eine pauschale Geldstrafe von 35 €, die auf 22 € gesenkt wird, wenn die Zahlung innerhalb der 3-Tages-Frist erfolgt.
      Schönen Urlaub! Hilke

    2. Salut,
      das A gibt es nicht nur als Aufkleber sondern auch als magnetisches Schild, das man dann nach Bedarf anbringen kann. Sieht auch besser aus für die Flics.

      Das begleitete Fahren läuft in Frankreich anders! Franzosen dürfen schon während der Ausbildung begleitet fahren. Deutsche erst nach bestandener Führerscheinprüfung, aber nicht im Ausland.

      Auf jeden Fall gute Fahrt! Bonne route !

      1. … aber, die theoretische Prüfung ist dafür vorab Voraussetzung, und mindestens 20 Fahrstunden für die Grundausbildung, falls das sich nicht gerade aktuell geändert hat.

  15. Hallo zusammen,

    ich komme gerade nach mehrwöchigem Aufenthalt in den Cevennen und der Bretagne zurück.
    Zum Thema „Tempo 80 oder 90“ möchte ich bemerken, dass es noch genug Strecken gibt, an denen sich wohl die franz. Obrigkeit noch nicht sicher ist, was sie denn will.
    So stehen an manchen Stellen Tempo-90-Schilder, die keinerlei Fahrbahntrennung aufweisen, oder auch umgekehrt Tempo-80-Schilder auf Straßen mit Mittelgrün.

    Eindämmung von Unfallzahlen ist grundsätzlich eine richtige Idee, nur dazu passt eigentlich nicht, dass es auf 3-spurigen Autobahnen aktive Brückenneubaustellen gibt an denen es reicht von 130 kmh auf 110 zu drosseln. Bei uns wäre das eine Baustelle mit Eindämmung auf 2 Fahrspuren, max. Tempo 80 und einem Schilderwald ohne Ende.

    Oder eine Fahrspur wird auf den Gegenseite geführt… Bei uns Tempo 60, künstliche Mittelleitplanken ect.. In F ein paar Gummiflaps und Tempo 90…

    Richtig schlüssig ist das imo nicht. Oder sehr pragmatisch…. 😉

    Der Micha

  16. Kann man derzeit die Mautgebühren noch (kontaktlos) mit der EC-Karte zahlen? Ich hatte gehört es ginge nur noch mit Kreditkarte, Bargeld oder telepass.
    Freuen mich über Rückemldung.

    1. Hall Björn, das hängt vom Autobahnbetreiber ab – Bargeld geht fast nirgendwo mehr, Kreditkarte ist Standard, e-Maut wird überall kommen. Gute Fahrt! Hilke

      1. Danke für die schnelle Rückmeldung. Ich interpretiere die Angaben auf der Homepage von SANEF mal so, dass EC-Karte noch geht.
        LG

      2. Lieber Björn, wenn Sanef es schreibt, dann funktioniert es – aber eben nicht mehr bei allen. Schönen Urlaub! Hilke

      3. Hallo Hilke!
        Verstehe ich das richtig, dass man also auf jeden Fall eine Kreditkarte benötigt, wenn man über Mautstraßen fahren möchte?Oder geht dann nur noch e-Maut? Meine Mutter und ich fahren in knapp 2 Wochen nach Südfrankreich und bin nun sehr verunsichert obwohl wir nun seit mittlerweile 30 Jahren dorthin fahren.
        Vielen Dank im Voraus! 🙂

      4. Hallo Laura, EC-Karte geht leider nicht. Schau auch mal hier: https://www.france.fr/de/nuetzliche-tipps/mautgebuehren-frankreich. Das heißt es:
        Die Bezahlung der Maut erfolgt in bar, mit Kreditkarten (Eurocard, Mastercard, Visa) oder via elektronischer Gebührenerfassung mittels Chip (so genannte Télépéage). EC/Maestro-Karten werden NICHT akzeptiert. Nach Spanien will auch Frankreich komplett auf e-Maut umstellen; die ersten Großversuche laufen. Alles Gute und schönen Urlaub!

        PS. Die e-Maut-Box gibt es von mehreren Anbietern und kommt noch pünktlich an, wenn Du sie jetzt bestellst – schau mal hier: https://meinfrankreich.com/e-maut_frankreich_parken/. Die Mautbox gilt auch in vielen Parkhäusern.

  17. Vielen Dank für diese tolle Übersicht. Headsets sind verboten, weil damit Andre Geräusche ausgesperrt werden. Weiss jemand wie das mit „Knochen“ Headsets ist? Die sitze auf den Knochen, vor den Ohren, und übertragen über die Kochen!

    1. Lieber Robin, da muss ich leider passen – die Geräte sind hier kaum bekannt. Ich gebe die Frage mal in die Runde der Mitleser und hoffe, beim Recherchieren fündig zu werden. Viele Grüße, Hilke

  18. Salut,
    wer viel auf Frankreichs Straßen unterwegs ist, beachtet es wahrscheinlich gar nicht mehr, dieses kleine Zusatzschild, das zigtausendfach am Straßenrand zu sehen ist.
    Nun bin ich gerade wieder gefragt worden, was es denn bedeutet. Meinen Antwort war, dass es völlig bedeutungslos ist und dass es sinnvoller wäre, daraus Helme für die ukrainischen Soldaten zu machen…
    Von Deutschen wird es auch gene als Souvenir mitgenommen, weil es für uns lustig klingt. Aber das macht auch nichts, weil sich nichts ändert, wenn es fehlt…
    Wenn ich auf eine Straße einbiege und da steht 70 und Überholverbot, dann bleibt 70 eben 70 und Überholverbot bleibt Überholverbot.

    Auch ohne RAPPEL

    1. Hallo Stefan, danke für Deine Einschätzung. Die Einheimischen wissen beim Blick auf dieses Zeichen, dass mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ein Blitzer folgt… das Schild ist die letzte Warnung vor dem Foto. Viele Grüße, Hilke

      1. So viele Blitzer wie die Schilder kann es gar nicht geben.
        Die letzte Vermutung war, das es historische Gründe geben könnte

      2. Hallo Stefan, hier findest Du alle fest installierten Blitzer. Auf jene beziehen sich die Schilder „rappel“. Hinzu kommen Abertausende mobile Blitzer sowie Tempokontrollen via Satellit und über längere Distanzen sowie Fahrzeuge mit Blitzmessanlagen in den Stoßstangen oder hinter der Windschutzscheibe. Viele Grüße, Hilke

      3. Wenn ich mich richtig erinnere, war das rappel Schild die Erinnerung, dass die Geschw.Begrenzung schon über eine Strecke vorher gilt. Somit war das Bussgeld nach dem ersten Schild weniger hoch, als wenn man nach einem Rappel-Schild immer noch zu schnell gefahren ist. So mindestens erklären es meine französischen Freunde, eine offizielle Begründung finde ich aber auch nicht.

  19. Salut,
    während der Duchfahrt durch Lyon habe ich zum ersten Mal das Rautensymbol gesehen. Die Bedeutung insbesondere das 2+ erschließt sich vielleicht nicht jedem sofort. Es wird eine Spur für Fahrgemeinschaften, Bussen, Taxis und E-Fahrzeuge reserviert. Und tatsächlich per Radar kontrolliert! Ein Hund zählt dabei nicht als Beifahrer und die berühmten 135€ werden fällig.

    https://www.lyonmag.com/article/112148/lyon-pas-de-verbalisation-avant-janvier-sur-les-voies-de-covoiturage-de-la-m6-m7

    https://www.lyonmag.com/article/112086/metropole-de-lyon-les-voies-de-covoiturage-sur-l-ex-a6-a7-ont-ouvert

    Betroffen sind M6 und M7.

    Gruß Stefan

      1. Fotos von der Raute und vor allem von der Ankündigung/Erklärung kannst Du vielleicht selber anfügen. Die Bilder, die ich im Internet finde, darfst Du wohl nicht übernehmen wegen Copyright..

      2. ich wühle noch in den Pressebereichen staatlicher Stellen, lieber Stefan, bin aber noch nicht fündig geworden. Aber der Text ist aktualisiert. Nochmals danke für diesen Hinweis. Bises, Hilke

  20. Hallo Hilke,

    wird die geplante Benzinpreisermäßigung auch für Touristen gelten ?
    Danke im voraus, schönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Sonja

  21. Liebe Hilke,

    hier im Westen des Finistère ist offenbar der Kraftstoff rationiert. Die Tankstellen sind sogar jetzt am WE komplett geschlossen (zumindest um Lannilis).

    Hast du einen Tipp, wie ich herausfinden kann, ob wir am Montag auf dem Weg nach Deutschland tanken können? Mir gelingt es nicht, im Netz Hinweise zu finden.

    Danke und liebe Grüße, Gabi

    1. Hallo Gabi, bei uns ist der Kraftstoff auch nicht überall mehr verfügbar. An den Autobahnen jedoch ist es bislang kein Problem. Gute Reise, Hilke

  22. Liebe Hilke, in DE wird ja Schritt für Schritt der EU-Führerschein eingeführt, wie siehts damit in FR aus?

    Liebe Grüße aus einem immer noch nebligen Marienthal ☹
    Soléa

    1. Hallo Solea, den EU-Führerschein gibt es in D bereits seit 1999… er ist seitdem in allen EU-Staaten gültig. Ich verstehe daher Deine Frage nicht so ganz…
      Bises, Hilke

      1. Hallo Hilke, stimmt, ihn gibt’s seit 1999 aber bis 2033 muss jeder n D im Besitz eines solchen sein, da habe ich mich wirklich schlecht ausgedrückt, sorry! Ist sowas in F auch am Laufe oder geplant, mein Umfeld weiß spontan nichts darüber …

        Bises, aber jetzt aus der Sonne 😊
        Soléa

        Erste Frist endet im Januar 2022
        Diese Führerscheine müssen umgetauscht werden
        Ob grauer Lappen, rosa Pappe oder weiße Plastikkarte: Bis 2033 muss jeder Führerschein, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, in den neuen EU-Führerschein umgetauscht werden. Das geschieht stufenweise. Die erste Frist endet im Januar 2022. Ein Überblick.

        https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/faq-fuehrerschein-umtausch-1842574

  23. Hallo, Hilke !
    Kleine Ergänzung zu den Winterreifen: Bei Nichteinhaltung in betroffenem Gebiet sind gleich die berühmten 135 E fällig und das Auto wird im schlimmsten Fall auch noch immobilisiert.
    Fussnote: Die Bezeichnung M+S ist nicht geschützt und in Deutschland ist die Schneeflocke auf dem Reifen entscheidend.
    Selbst hier im Alsace zwischen Schwarzwald und Vogesen sind Winterreifen ein unbeliebtes Thema und dann im Süden erst….Jedenfalls wird diese Regelung große Verzückung und glänzende Dollar-Zeichen in den Augen der Reifenhändler in Frankreich auslösen.
    Bises, Bernd

    1. Lieber Bernd, danke für den Hinweis! Ja, die Schneeflocke muss sein – oder, wie bei uns auch auf den Reifen, auch noch einen schneefunkelnde Bergspitze – so habe ich es auf meinen Alljahresreifen gesehen. Bises nach Fr :-)! Hilke

      1. ….die Alljahresreifen sind o.k. so lange man (du) nicht im Januar auf den Col de Turini fährt um die Rallye Monte Carlo zu fotographieren.
        Allgemein: Ich finde die Tempolimits in Frankreich sehr vernünftig und angenehm. In Deutschland verschwand das Tempolimit schon bei den Sondierungen vom Tisch. Mit der FDP wäre ein Limit bestenfalls mit 210 bei Nässe durchsetzbar gewesen.
        Um in Europa mal echt weiter zu kommen wäre eine einheitliche Strassenverkehrsordnung sinnvoll. Aber auch daß in allen Grundschulen Esperanto gelehrt wird. Aber das ist Vision…

      2. Ich habe noch chaussettes im Kofferraum… die ziehe ich immer bei Schnee drüber, viel besser als ohne! Bises nach Fr 🙂

  24. Hallo!
    Ich habe mir, um zügig Reisen zu können, ein Bip&Go zur elektronischen Erfassung der Mautgebühr besorgt. Die gibt es in verschiedenen „Ausführungen“. Meins kann ich außer in Frankreich auch in Spanien, Portugal und Italien benutzen. Es kostete mich Einmalig 14€ und ansonsten zahle ich 1,70€ für den Monat in dem ich es tatsächlich beanspruche, plus Mautgebühr natürlich. Hab das Teil bereits eingeweiht und zwar auf der Strecke St. Avold – Paris. Es funktionierte alles gut, außer an Mautstellen, bei denen bei „t“ nicht zusätzlich ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild vorhanden war, was in der Regel nicht schneller als „30“ anzeigt. 2x musste ich bis knapp vor die Schranke fahren, auch ertönte kein Bip Ton sogar stoppen musst ich einmal kurz, bis sie sich hob. Wars Zufall oder nicht, keine Ahnung, bei den anderen gabs auf jeden Fall keine dieser Symptome 🙂 Fazit, besser immer schön langsam durchfahren, mit genug Abstand zum Vordermann/Frau und Go!

    1. Hallo Soléa, Ich bin auch mit einer elektronischen Maut-Box unterwegs. Und die Box funktioniert sogar in zahlreichen französischen Parkhäusern. Sehr praktisch. Viele Grüße,Hilke

  25. Hallo zusammen,
    ich habe noch den deutschen Führerschein in rosa. seit langen wohne ich in Frankreich.
    Nach deutschen Vorschriften müsste ich den bi 2022 umtauschen.
    Da ich in Grenznähe wohne, habe ich versucht, den Führerschein in Rastatt umzutauschen.
    Dort wurde mir mitgeteilt, dass Deutschland nicht zuständig ist – wer dann?
    Muss ich den Umtausch in Frankreich abwickeln?
    Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten
    Viele Grüße Bernd

  26. Hallo, wir sind aktuell in Portugal und müssen die Tage zurück nach Deutschland. Leider müssen wir durch Paris und haben diese Plakette Crit’Air nicht. Da wir auf der Hinfahrt eine andere Strecke gefahren sind, wussten wir nichts von dieser Plakette. Was können wir nun tun? Bekommt man diese Plakette nicht anders als per Post?
    Vielen Dank für die Hilfe.

    1. Hallo, Mandy, du kannst auch nur den Nachweis der Bestellung ins Fenster legen. Das reicht für die Kontrolle bei der französischen Umweltplakette. Viele Grüße und gute Reise, Hilke

  27. Winterreifenpflicht
    Hallo Hilke,
    kannst du diesen Bericht https://frankreich-mobil-erleben.de/Verkehr-mehr/Winterreifen/1/?fbclid=IwAR3XVWBp11V-1OjFWOwcwo3H9JnG9KVNeSR5j9e822xgFguNdAEs0kKHsJc
    bestätigen?
    Bei adac oder ace findet man das so noch nicht, obwohl dies ja anscheinend seit 11/2020 veröffentlicht ist.
    Wir sind idR mit einem Wohnmobil bis (!) 3,5 t unterwegs, aber auch mal gerne mit unserem Cabrio.
    Ersteres hat M+S ohne Schneeflocke, letzteres dito.
    Vielleicht könntest du das auch noch aufnehmen bei dir (oder ich hab’s überlesen). Zumal das ja in fast allen Departements gelten soll, zb im Var, wo es grad nur gewittert 😉.
    LG

    1. Hallo Sabine, ab dem 1. November 2021 werden (bis 31. März 2022) in Bergregionen Winterketten oder -reifen vorgeschrieben. Insgesamt sind 48 Departements betroffen, darunter 12 in Okzitanien.

      Leichte Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Wohnmobile müssen entweder über abnehmbare Gleitschutzvorrichtungen (Schneeketten aus Metall oder Textil) verfügen, mit denen mindestens zwei Antriebsräder ausgerüstet werden können, oder mit vier Winterreifen (mit der Kennzeichnung „M+S“, „M.S“ oder „M&S“) ausgestattet sein. Laut der Website service-public.fr sind diese Geräte bis zum 31. März des Folgejahres vorgeschrieben.
      Quelle: https://www.service-public.fr/particuliers/actualites/A14389

      Viele Grüße, Hilke

  28. Hallo!

    Ich finde die Tipps sehr hilfreich zur Vorbereitung meines Urlaubs Ende August. Den Hinweis zu den Warnwesten verstehe ich aber auf den Seiten der französischen Behörden anders: Hier wird von EINER Warnweste pro Fahrzeug („le gilet“) gesprochen.https://www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F19459#:~:text=Le%20gilet%20et%2Fou%20le,Pneus.&text=Tout%20v%C3%A9hicule%20doit%20%C3%AAtre%20%C3%A9quip%C3%A9%20de%20feux%20en%20%C3%A9tat%20de%20fonctionner.

    Muss ich wirklich für jeden Passagier eine mitnehmen?

    Vielen Dank!

    1. Hallo Max, Pflicht ist eine Warnweste für den Fahrer, das stimmt. Aber: Wer aussteigt beim Unfall, muss eine Warnweste tragen. Daraus ergibt sich für mich, das für alle eine Weste an Bord sein muss – griffbereit im Wageninnern. Viele Grüße, Hilke

  29. Liebe Hilke, vielen Dank für die aktuellsten Infos! Äh, „Aire d’Assevillers“ – ist mir eigentlich nicht so außerordentlich aufgefallen… aber die Tatsache, allgemein, daß man – besonders im F-Nordosten – keine mehr vernünftigen und typisch gut französischen Mahlzeiten bekommen kann, es ist alles meistens auf Trockenfutter umgestellt entlang der A2 und der A1, richtig dommage! Vor Jahren, im Frankreichs Süden sollte/konnte ich meine Autobahnfahrt ein Mal nur bar bezahlen, dazu hatte der alte Automat noch eine Schraube ganz locker, – das war ein Erlebnis… Die Sache mir der Umweltplakette kann ich nur bestätigen – einfach, günstig, schnell und sicher per Post zu bekommen. Ach, solche „kanadischen“ Schilder über die Viehgitter habe ich noch nicht gesehen 🙂 Und mit ihren Parkensonderregelungen – die spinnen, echt die Gallier, immer noch :-)) Die nächste Spende, wie gewohnt, reiche ich per Überweisung an Dich direkt nach. Schöne Zeit noch!

  30. Ich muss bei der VINCI Autoroutes eine Mautgebühr nachzahlen, habe allerdings keine Visa- u. keine Mastercard, die zur Zahlung vorgegeben sind.
    Kann mir jemand helfen, ob bzw. wie ich das per Banküberweisung, EC-Karte oder Amex zahlen kann ?

  31. Hallo!
    Darf man in Frankreich ein Auto 14 Tage auf einer Raststätte parkieren? Ich möchte mich mit jemandem auf einer Raststätte treffen und dann gemeinsam mit einem Auto in Urlaub fahren.
    Herzlichen Dank schon mal!

    1. Leider nein, lieber Peter. Aber es gibt oft Parkplätze an den an und Abfahrten der Autobahnen. Sie sind eigentlich für die ‚co-voiturage‘ gedacht d.h., das Mitnehmen von anderen der Fahrt Gästen. Dort könntest du ggf. das Auto abstellen.Viele Grüße, Hilke

  32. Hallo,
    für sehr wichtig halte ich die Tatsache, dass man oft nicht erkennen kann, ob man sich auf einer vorfahrtberechtigten Straße befindet oder nicht. Das entsprechende Schild auf der Hauptstraße fehlt einfach. In den Städten kann es passieren, das auf einmal „rechts vor links“ gilt, obwohl man soeben noch auf einer Vorfahrtstraße war.

  33. Eine Frage zum Avis de Contravention (ACO). Im 2020 fuhr ich zu schnell mit französischem Kontrollschild. Der Bussgeldbescheid ging mit der Post an die französische Ferienhausadresse und blieb fast 2 Monate liegen, sodass ich glücklicherweise noch die amende forfaitaire zahlte, aber knapp an der sehr teuren AFM vorbeischrammte. Kann ich Bussbescheide (ACO) per Email senden lassen?

    1. Hallo Daniel, das geht nur, wenn Du einen frz. Führerschein hast, sagte mir die örtliche Gendarmerie – bin da extra vorbei gelaufen… sorry..!

  34. Herzlichen Dank für diesen tollen Artikel. Ich bin begeistert. Obwohl ich in F wohne, waren einige Aha’s ! und Oh’s !!! dabei. Super.

  35. Tanken bei den Marken-Autobahntankstellen ging nur mit Tank- oder Kreditkarte nach vorheriger Freischaltung und nicht mit Barzahlung. Was mache ich wenn meine Karte nicht funktioniert.Geht es doch irgendwo mit Barzahlung vielleicht an den Supermarkttankstellen?

    1. Bei unserem Supermarkt von Carrefour kann man an die Kasse gehen und eine feste Summe zahlen… so viel wird dann freigegeben beim Tanken. Bei 24/7-Tankstellen ohne Laden ist man aufgeschmissen ohne Karte. Bei Raststätten kann ebenfalls eine Fixsumme vorher gezahlt werden.

  36. Hallo Hilde,
    mit Interesse lese ich immer wieder Deine Artikel, und habe festgestellt, dass ich mal wieder spenden muss.
    Ich weis aus Erfahrung welche Arbeit, welche Freizeithinter dieser Arbeit steht.
    Den Bericht bzgl. der télépéage hab ich mit Interesse verfolgt, hatte ich ein solches Gerät doch in meinen Wohnmobilen eingebaut um die Vorteile des Durchfahrens nutzen zu können.
    Leider hat das sehr oft nicht funktioniert, insbesondere an kleinen Mautstellen nach Ausfahrten. Das war dann mühsam mittels Sprechstelle Kontakt aufzunehmen um die Schranke manuell freischalten zu lassen. Das ging in französisch, das war zwar kein Problem, aber die Fahrzeuge dahinter haben sich gestaut und es gab böse Kommentare mit dem Hinweis, dass diese Spur nur für télépéage sei, bis dann bemerkt wurde, dass ein solches Geräteingebaut war.
    Mittlerweile habe ich es wieder ausgebaut und abgemeldet, da ich nicht mehr in der Haupturlaubszeit fahren muss und somit wesentlich weniger Verkehr herrscht.
    Diese „Nichtfunktionieren“ scheint bei Wohnmobilen häufig vorzukommen, insbes. bei Alkovenmobilen wegen des Überbaus, aber auch bei meinem Vollintegrierten wegen der besonderen Krümmung der Scheiben.
    Falls Wohnmobilfahrer unter den Lesern sind, bitte beachten und Störungen und Staus beim durchfahren einplanen, und wenn man des französischen nicht so sicher ist,die entsprechenden Sätze auswendig lernen oder aufschreiben.

    1. Hallo Franz-Josef,
      ich schreibe gerade dazu ein Update. Ende Juni bringt maut1.de eine Mautbox auf den Markt, welche speziell für Wohnmobile über 3,5 Tonnen und über 3 Meter Höhe geeignet ist. Die neue Mautbox kann in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal genutzt werden. Bislang gab es nur für Berufsfahrer ein solches Gerät auf dem Markt. Ich denke, dass hilft Dir weiter. Viele Grüße! Hilke

  37. Liebe Hilke,

    zunächst, wie auch schon für die täglich auf den neuesten Stand gebrachte Corona-Seite, herzlichen Dank für diese hochinformative Seite.

    Auch ich, der ich seit Jahrzehnten sehr viel in Frankreich unterwegs bin, habe hier noch Neues erfahren, wie bspw. die in meinen Augen unsinnige Regelung, dass man am Steuer nicht einmal einen Schluck Wasser zu sich nehmen darf, oder einen Biss in ein Sandwich (von der Beifahrerin gereicht)tun darf …

    Na ja, jetzt weiß ich es halt.

    Frage zu den Warnwesten:
    Müssen die gelb sein (vielleicht um sich besser den Protestlern anschließen zu können, was wir aber nicht vorhaben) ?

    Unsere sind knallorange, das geht doch wohl auch, oder?

    Liebe Grüße in die Vorpyrenäen,

    Hubert

    1. Lieber Hubert, auch in Frankreich werden Warnwesten in leuchtendem Orange verkauft, geht also. Die Ess- und Trinkeinschränkungen sollen sanften Druck ausüben, Pausen zu machen – das machen viele nicht. Sehr viele Unfälle entstehen aus Übermüdung.
      Gute Fahrt und schönen Urlaub, Hilke

  38. Eine Frage zur Mautbox. Kann ich mir die von einer in Frankreich lebenden Person ausleihen oder ist die auf ein Auto/Person beschränkt? Mir wurde gesagt das geht nicht, aber habe auch gelesen das dies möglich ist.

    1. Bei BIP and Go geht das relativ einfach.
      Man muss in seinem Online-Account nur das Kennzeichen anpassen.
      Die kleine Mautbox kann man aus der Halterung rausnehmen, man braucht allerdings eine zweite Halterung.
      So teile ich mir eine Mautbox mit meinen Schwiegereltern.

      1. geht übrigens auch völlig ohne Halterung. Ich lege das einfach in mein offenes Brillenetui in der Mittel Konsole. Und öfter mal runter gefallen, funkt sogar von unter dem Sitz 😉

      2. Oh! Bei mir klappte das nicht. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter von Vinci haben wir vor der péage gestanden, ehe der Sende endlich das Signal fand. Da hab ich dann die Halterung angeklebt… Viele Grüße! Hilke

    2. Ich nutze meine Mautbox/Badge für zwei Autos – allerdings mit frz. Kennzeichen – ohne das 2. Kennzeichen gemeldet zu haben. Habe es auch schon mit anderen KFZs problemlos genutzt. (Auf der Abrechnung sieht man ja Datum und jeweilige Mautstationen, damit man es evtl. mit dem Badgebesitzer abrechnen kann)
      Den Badge halte ich an der Mautstelle entweder aus dem Fenster oder in der Windschutzscheibe an die scharz gepunktete Fläche oben in der Mitte (durch die normale Windschutzscheibe hindurch kann es nicht abgelesen werden.

  39. Guten Morgen in die Runde.
    Ich habe Fragen nicht zum Thema „fahren“, sondern zu „Fahrzeug besitzen“:

    Wir überlegen, unser letztes Jahr erworbenes Haus mit einem kleinen Motorrad oder billigen Auto auszustatten (und die An- Abreise per TGV zu machen).
    – Sollte das Fahrzeug in. Frankreich angemeldet sein?
    – Muss man dafür einen offiziellen Wohnsitz in Frankreich haben?
    – Oder bringt man eins aus Deutschland mit (muss dann alle 2 Jahre zum TÜV).
    – Sind die Unterhaltskosten höher/günstiger als in D-land?
    – Welche Formalien sing ggf. zu erledigen?

    Bin dankbar für Tipps, Erfahrungswerte, Informationsquellen, …
    Beste Grüße aus HH
    Hansjörg

    1. Hallo Hansjörg
      Hier kommen die Antworten auf Deine Fragen:
      Am Umfassendsten informiert die deutsche Botschaft zu diesem Thema, schau mal hier: https://www.eu-info.de/static/common/files/view/1286/Anmeldungfrankreich.pdf.

      Ich kann Dir auch empfehlen, einmal auf die hinteren Seiten dieser Broschüre zu werfen – sie stellt sie gut Allgemeines und Besonderheiten der Fahrzeugzulassung in Frankreich vor. Sie beschreibt vorne den „Umzug“ des Autos von D nach F (was Du ja nicht machen willst), enthält aber weiter hinten sehr gute allgemeine Infos und Links: https://www.infobest.eu/fileadmin/data/Publikationen/Kfz/KFZ-Zulassung_D_nach_F.pdf.
      Viele Grüße, Hilke

  40. Ich möchte gerne meinen deutschen Führerschein in den neuen fälschungssicheren in Frankreich umtauschen…die Präfektur macht das meines Wissens nicht mehr, geht nur über Internet…wenn man sich jetzt da nicht richtig auskennt oder die Sprache nicht perfekt ist, gibt es eine Stelle, die das für einen macht, zb. Fahrschule etc?

  41. Zum Verkehrsfunk 107.7 :
    Ich fahre nie ohne, ich spreche ja auch Französisch ☺

    Der Sender funktioniert unabhängig vom Autobahnbetreiber auf allen Autobahnen und Fernstraßen im ganzen Land. Der Vorteil ist, dass man hunderte Kilometer fahren kann, ohne einen neuen Sender suchen zu müssen.

    Das funktioniert, weil etwa alle acht Kilometer ein Sender installiert ist. Der Nachteil ist, dass man sich gegebenenfalls nicht vor Fahrtantritt informieren kann, weil man zu weit von der Autobahn ist.

    Dazu nutze ich : https://radio.vinci-autoroutes.com/page/ecouter?rgpd=ok
    oder https://voyage.aprr.fr/autoroute-info

    Bonne route !

  42. All die Probleme sind ganz einfach zu lösen: Fahre nicht nach Frankreich. Ich höre es immer wieder. Die teuren Schikanen gegen deutsche Autofahrer. Das bedeutet nicht, dass ich F. hasse. Ich hatte 3 Peugeots (106, 306, 406) und bin Stammkunde in Thailands bestem F.-Restaurant in Pattaya Thailand. Aber mal ehrlich. Sie mögen die Deutschen nicht. Das Disaster begann schon nach dem Deutsch-Französichen Krieg, wo die Franzosen den Grundstein für den 1.Weltkrieg legten. Da war zuviel Drama in den letzten 200 Jahren. Geniesse französisches Essen und Wein. Aber fahre nie dort hin.

    1. All die Probleme sind ganz einfach zu lösen,indem man sich,wsie in jedem Land,an die Regeln hält.Ich lebe in Frankreich seit vielen Jahren und habe noch nie eine Strafe oder einen Punkt kassiert.Ist doch in Deutschland nicht anders!Und die Franzosen mögen Deutsche wie Dich nicht, die meinen, Deutschen sind der Nabel der Welt.Ich habe keine Probleme ,bin im Dorf voll integriert.Wer solche Aussagen wie du macht, muss sich nicht wundern, wenn er nicht gemocht wird.Ich mag als noch Deutsche übrigens solche Leute auch nicht, auch wenn sie Landsmaenner sind.
      (Anmerkung des Moderators: Der letzte Satz wurde gestrichen, das er die Netiquette verletzt. Persönliche Angriffe und Beleidigungen werden rigoros zensiert. Mein Frankreich steht für einen sachlichen, respektvollen Umgang miteinander. Bitte habe dafür Verständnis. Danke, Kerstin).

      1. Liebe Kerstin, damit ist alles gesagt.. schade, hätte gerne den letzten Satz gelesen ;-)) Ich lebe seit 40 Jahren hier und fahre viel und gerne Auto. Habe aber noch nie eine Strafe oder Punkt auch nicht bekommen.(..na ja will nicht lügen, höchstens mal wenn die Parkuhr abgelaufen war).
        Wie der Herr Weiss schreibt: „Die teuren Schikanen gegen deutsche Autofahrer“…grins, ja die fahren ja auch wie die …..(das schreibe ich nicht)
        Sonnige Grüsse aus Antibes !

    2. Völlig! Völlig und absolut andere Erfahrungen. Hilfsbereit, offen, freundlich, interessiert, höflich! Seit Jahren …
      Und ich fahre kein frz. Auto …

    3. Wir fahren seit 25 Jahren zur Insel Noirmoutier, von Anfang an sind wir dort herzlich aufgenommen worden und werden jedes mal herzlicher empfangen.Vielleicht sollte man einfach mal versuchen ein paar Worte französisch zu sprechen, du wirst dich wundern wie viele Franzosen offener mit einem umgehen.

    4. Die Erfahrung kann ich nicht teilen.Ich fahre schon über 30 Jahre nach Frankreich und kann nur positives Berichten.Es ist eben wie man in den Wald hinein ruft so hallt es zurück.

  43. Ich hab auch noch einen Tipp:
    Die Brücke von Millau umfahre ich über die leeren Landstrassen (geht gut mit dem Navi).
    Das spart hin und zurück ca. 15,-€ – die geb ich lieber für Sprit aus.
    Zeitlich ist’s gleich, weil ich ohnehin in Millau abfahre und über die D999 Richtung Albi weiter muss.
    Schöne Grüsse,
    Bernhard

  44. Dank deines Hinweises hab ich die Umweltplakette online bestellt – absolut problemlos:
    Vorab kommt eine Email, die – wenn ich’s richtig verstanden habe – ausgedruckt und mitgeführt werden kann, bis die Plakette per Post kommt.
    Der Versand hat 2 Wochen gedauert.
    Und der Preis ist unschlagbar: keine 5 Euro inkl. Porto!

    Schöne Grüsse aus dem Rheinland,
    Bernhard

  45. Danke für diese Tipps zum Autofahren in Frankreich. Ich würde gerne nächstes Jahr im Sommer mal wieder nach Frankreich reisen. Gut zu wissen, dass mein Autoglas vorne nur zu max. 30 Prozent eingefärbt sein darf. Darauf werde ich achten, um keine 135 Euro Strafe zahlen zu müssen.

  46. Salut miteinander! Ist es erlaubt in Reisebussen die im Bus integrierte Kaffeemaschine zu betrieben. Dürfen im Reisebus die Toiletten benutzt werden?
    Eure Antworten würden mir sehr helfen – merci,
    Rose

    1. Hallo Rose,
      zu Busreisen habe ich dieses Info gefunden im Netz:
      http://www.maine-et-loire.gouv.fr/IMG/pdf/GUIDE_BONNES_PRATIQUES_ADATEEP49_2016.pdf
      Vielleicht hilft ja diese Info schon ein wenig weiter. Und vielleicht gibt es ja Berufsbusfahrer, die diese Frage beantworten können! Von unterwegs kann ich nur berichten, dass bei den Busreisen, die ich miterlebt habe, die Toiletten an Bord versiegelt waren wegen Corona, ebenso die Kaffeemaschine.
      Alles Gute, Hilke

  47. Guten Tag,

    Ergänzung zur Info über getönte Autoscheiben:

    Nach meiner Info gilt die Beschränkung auf 30% für Frontscheiben.
    Mit einer ABE für eine Tönung der Heckscheibe ist kein Ungemach zu erwarten.

  48. Hi, danke für die vielen Infos, will eine Plakette bestellen und kämpfe seit geraumer Zeit mit der folgenden Nachricht: Kann leider nicht finden wo ich das jetzt angeben soll. Habe mal die Abnahmebescheinigung als Anlage beigefügt, Meldung bleibt die gleiche. Kann mir einer weiterhelfen ?? Wenn Ihr LKW, Bus oder Dieselfahrzeug mit einer nachträglich eingebauten Vorrichtung zur Abgasreinigung (Nachrüstsatz) versehen wurden, müssen Sie dies hier angeben, bevor Sie Ihr umwelplakette bestellen und auf die Registrierung Ihrer Anwendung warten.

    1. Die Angabe eines nachgerüsteten Abgasreinigung bei einem Diesel Euro 5 bringt nichts. Man bekommt nach wie vor für Diesel maximal nur die gelbe Plakette Classe 2.( Bei der Nachrüstung in Deutschland eines Euro 5 -Diesels bleibt die Euro 5-Klasse weiterhin erhalten. Nur entfällt nach Eintragung in den Papieren das Fahrverbot für Euro 5-Diesel in den entsprechenden Zonen/ Städten wie z.B. Stuttgart.

  49. Habe die provisorische Carte Grise bekommen….die Original soll 4 Wochen dauern, kommt sie automatisch oder muß nochmals extra angefordert werden?

  50. Ich hätte auch noch eine Frage. Ist es echt so, dass man Ersatz-Leuchtmittel fürs Auto mitführen muss in Frankreich? Habe da was gelesen, aber weiß nicht wie verlässlich diese Info ist…

      1. Nun aber mit XENON geht das nicht so einfach. Der Einbau eines XENON-Leuchtmittels kann leider nur in einer Werkstatt erfolgen!

      2. Schon mal bei einem Citroën C5 die Birne gewechselt?
        Links nur nach Ausbau der Batterie möglich. Rechts nur mit Kinderhänden..
        Vielen Dank für all die Tipps

  51. mal wieder eine tolle Seite, merci Hilke
    zur Umweltplakette kann ich noch berichten das die pragmatischen Franzosen bei Gas Kraftstoffen
    immer die Violette Plakette ausgeben.
    Ich habe sie mir schon im November bestellt sie war nach zwei Wochen da, vorher bekommt man ein Certifikat
    das einem die die einfahrt in die Zonen erlaubt. Bitte bestellt die Planeten direkt in Frankreich leider gibt es findige
    Geschäftsleute die die Plaketten in Deutschland für den 10-20 Fachen Preis anbieten.
    Ihr müsst euren Fzg, Schein Scanne und dann Hochladen, welche Plakette ihr bekommt könnt ihr vorher simulieren.
    Nutzt dazu aber bitte die französische Eingabeseite, bei der übersetzten wird es ungenau….
    Bone route
    LG Søren

  52. Hallo Eva, die Kontrolleure der ‚Brigades Sanitaires‘ können sich ausweisen – und sind bei uns ( Dept. 66) seit gestern nicht mehr im Einsatz. Viele Grüße! Hilke

    1. Hallo Alex, ich weiss nicht ob ich das hier posten darf… ich hätte da eine persönliche Bitte. (Vielleicht liest Alex es ja nicht). Da Le Cannet für mich ein Katzensprung ist, möchte ich fragen, ob der gute Alex mir aus D etwas mitbringen könnte, was es hier leider nicht gibt, für mich aber sehr wichtig ist. Und zwar 2 oder 3 Döschen „Vitamin C Pulver“ , (von Rossman oder DM). Meine Münchner Freundin hat sich das Bein gebrohen und kann nicht kommen.. Falls das möglich wäre, im voraus vielen Dank…. oder vielleicht liest noch jemand meine Bitte, der hier in Nähe Antibes kommt…GRAND MERCI !

  53. Hallo Hilke,

    vielen Dank für die gute Arbeit und die Informationen zum Reisen in Frankreich. Ich fahre seit Jahren mit meiner Familie nach Frankreich in den Urlaub. Die Fahrzeugscheiben meiner Fahrzeuge sind immer zu 80% per Folie getönt. Dazu gibt es immer eine ABE für eben jene Folie. Dies ist vom deutschen TÜV bzw. nach deutscher STvZO zulässig.
    Kann da die französische Polizei probleme machen?
    Ich meine…es ist ja anders herum auch kein Problem. Wenn mein französischer Kumpel mit seiner alten in Frankreich zugelassenen DS durch Deutschland fährt wird er trotz des gelben Ablendlichts (was für in D zugelassene Fahrzeuge nicht erlaubt ist) auch nicht angehalten.
    Es gilt m.w.n. immer die Zulassungsbestimmung des jeweiligen Zulassungslandes.
    Also deutsche Zulassung = deutsche Zulassungsbestimmungen usw.

      1. Hallo Hilke,
        ich habe mich selbst auch nochmal informiert und mit dem ADAC sowie deren Rechtsabteilung gesprochen.
        Nach deren Aussage gilt das Recht des Zulassungslandes. Heißt für uns Deutsche mit in Deutschland zugelassenem Fahrzeug gelten die Bauart- Bestimmungen der deutschen STVZO.
        Das gilt natürlich auch für alle anderen Reisenden aus anderen Ländern und die jeweiligen Bauartbestimmungen dort.
        Ausnahmen davon sind u.a. wenn ein Fahrzeug nicht mehr Verkehrssicher ist (abgefahrene Reifen, defekte Lichtanlage o.ä.) darf es aus dem Verkehr gezogen werden oder z.B. eine Winterreifen-/Schneeketten-Pflicht für ausgewiesene Strecken bestimmt wird und man ohne erwischt wird.

  54. Hey danke für den Beitrag und tolles Thema 😀 mein Fahrlehrer hat mir immer gesagt, dass man im Ausland, in neuen Ländern die man mit dem Auto bereist einfach keine abenteuerlichen Autofahrten machen soll. Entspannt fahren und keine ’stunts‘ 😀 Entspanntes und vorrausschauendes Fahren! Viele Grüsse

  55. Was mich wirklich wundert, ist, dass mir in Frankreich bei 73, 83, 93, 113, 133 km/, also bei haargenauer Fahrweise, immerzu nach kurzer Zeit einer an der Stoßstange klebt und drängelt, nur um nach dem Überholen 5-10 km/h schneller zu rollen. Am nächsten Kreisel hole ich die meist wieder ein. Und auf der 130-km/h-Autobahn sehe ich genau wie in Deutschland Rudelbildung auf der linken Spur, nur um keinen langsameren reinzulassen. Völlig verrückt. Ich glaube, bei langsameren Tempi würde es immer noch so sein. Der moderne Mensch hat ein Rad ab!

      1. Tja, dann mal ein bisschen mehr in den Rückspiegel gucken, würde ich sagen. Ich stimme da komplett zu. Ich fahre hier pro Woche mindestens 350km durch die Gegend und kenne es fast nicht anders.

      2. Autofahren in Frankreich ist entspannter… ich bin deutlich weniger gestresst bei den vielen Fahrten, die ich beruflich kreuz und quer durchs Land fahre…

  56. Danke für die vielen guten Tipps! Wir sind gerade auf dem Rückweg vom Languedoc nach NRW und haben an allen Mautstationen mit EC-Karte bezahlt. Man muss komischerweise nicht mal den PIN eingeben!

    1. Hallo und danke für die guten Tipps ! Wir sind gerade auf der A75 unterwegs und schon 2 x hat uns der Blitzer erwischt. Wir fahren mit unserem Wohni 6,7 t so um die 95 km/h mit Tempomat. Wir dürften doch aber eigentlich 100 bzw 110 km/h fahren, oder ? Mit freundlichen Grüßen Carsten

      1. En revanche, pour les camping-cars « poids-lourd » (dont le PTAC est supérieur à 3,5 T), les limitations sont différentes : 110 km/h sur autoroute, 100 km/h sur les routes à deux chaussées séparées par un terre-plein central, et 80 km/h sur les autres routes.
        Im Prinzip richtig…vielleicht besser 80 als 95km/h fahren !
        Gute Fahrt Gitte

    2. Da heißt’s aufpassen!
      Sobald der Betrag erfasst wurde, geht die Schranke hoch.
      Dann NICHT gleich losfahren, sondern erst noch die Karte rausziehen…

  57. Ich schließe mich dankbar an,so weiß ich einiges mehr über Frankreichs Straßen und Ihre Strafen.

    vielen Dank und für alle eine gute und straffreie Fahrt in Frankreich.

    mfg Jürgen

  58. Meinen Dank für die Warnungen vor Verkehrsregeln! Wir möchten diesen Sommer die Weinstraße entlang reisen. Die Tempolimits soll ich ja dann genauer kennenlernen und die Blutalkoholkonzentration beherzigen.

    1. Das wusste ich bis gestern auch nicht. Essensverbot kannte ich… aber auch der Schluck aus der Mineralwasserflasche ist verboten. Grundsätzlich scheint es so, dass alles verboten ist, bei dem Du die Hände vom Steuer nimmst.

  59. Ich schließe mich dankbar Herrn Minst und Barbara in allem an: Da erfährt man doch tatsächlich noch ein paar Neuigkeiten, auch als langjähriger Autofahrer in Frankreich. Missverständlich finde ich aber den Hinweis auf den französischen Autozug, der offensichtlich nur das Auto transportiert und nicht etwa auch die Personen! Dies im Gegensatz zu dem deutschen AutoREISEzug.

  60. Da erfaehrt man doch tatsaechlich noch ein paar Neuigkeiten, auch
    als lanhjaehriger Autofahrer in Frankreich; was mir fehlt sind Hin-
    weise auf die Situation bei auslaendischen Fuehrerscheinen. Ansonsten wie gewohnt Top-Informationen.

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