Autofahren in Frankreich

Autofahren in Frankreich: Triumph-Oldtimer auf den Champs-Élysées. Foto: ATOUT France/Nathalie Baetens
Triumph-Oldtimer auf den Champs-Élysées. Foto: ATOUT France/Nathalie Baetens

Autofahren in Frankreich: Die einen erleben es als herrlich entspannend. Andere sind gestresst, weil besonders im Süden die Franzosen Kurven sehr sportlich nehmen. Was anders ist im Nachbarland, welche Regeln gelten, was ihr wissen müsst  – und was getan wird, um die hohen Unfallzahlen zu reduzieren: Hier erfahrt ihr es. 

Wenn euch die Infos nützen, freue ich mich über eine Anerkennung meiner Arbeit mit einer Spende. Details dazu am Beitragsende. Merci.


2001 starben 8.162 Menschen auf Frankreichs Straßen. 2016 war die Zahl auf 3.469 gesunken, im Corona-Jahr 2020 auf 2.326 Menschen. Besonders sicher seid ihr auf den Autobahnen unterwegs. Dort passieren nur sieben Prozent der Unfälle – das Gros davon aus Übermüdung.

38 Prozent der Unfälle ereignen sich im Stadtverkehr. Spitzenreiter in der Unfallstatistik sind Frankreichs Landstraßen mit 55 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle. Sie sicherer zu machen, ist erklärtes Ziel der Politik. Zu Regeln, Bußgeldern etc. informiert die offizielle Seite: www.securite-routiere.gouv.fr.

Landtempo: 80. Ausnahme: 90

Seit 1. Juli 2018 gilt daher Tempo 80 auf Landstraßen ohne Fahrbahn-Mitteltrennung. Überwacht wird die Einhaltung der Geschwindigkeit nicht nur von mobilen und festen Radarfallen und bei Kontrollen, sondern auch von 150 abgestellten Polizeifahrzeugen.

Meist handelt es sich um die Modelle Renault Mégane, Citroën Berlingo oder Peugeot 208. Sie unterscheiden sich meist nur durch ihre sehr sauberen Fensterscheiben von anderen Fahrzeuge.

340 bis 400 weniger Verkehrstote sollte die Maßnahme bringen. 2019  kam das reduzierte Tempo auf Landstraßen erneut in die Diskussion. Viele forderten die Rückkehr von Tempo 90 außerorts. Der damalige Premier Édouard Philippe hat im Sommer 2019 es den Départements überlassen, zu entscheiden, ob und wo wieder mit 90 km/h gefahren werden darf.

Sieben Départements haben sich damals klar gegen die Rückkehr zu 90 km/h ausgesprochen: Ardennes, Rhône, Gard, Loire-Atlantique, Var, Meurthe-et-Moselle und Pyrénées-Orientales.

Tempolimits in Frankreich

Frankreich baut seit Jahren die Verkehrsüberwachung konsequent aus.  Die hohen weißen Rundsäulen, die ihr vor allem entlang der Autobahnen seht, messen über lange Strecken die Durchschnittsgeschwindigkeit. Auch auf der A9 zwischen Montpellier und Béziers.

Falls nicht anders angegeben, gelten in Frankreich folgende Tempolimits:

  • Innerorts: 50 km/h, vor Schulen und in Innenstädten (z.B. Grenoble, Brive-la-Gaillarde) und Altstadtzentren 30 km/h
  • Außerorts: Landstraße ohne fester Mitteltrennung 80 km/h, mit Mitteltrennung 90 km/h
  • Autobahn* (autoroute): 130 km/h
  • Schnellstraße (voie rapide) 110 km/h

* Auf der Autobahn A8 gilt in den Alpes-Maritimes aufgrund der hohen Verkehrsdichte durchgehend Tempo 110. In den Départements Var und Bouches-du-Rhône sind 130 km/h gestattet.

Ausnahmen

Fahranfänger

Für Fahranfänger gelten Sonderregelungen. Sie müssen die ersten drei Jahre nach Erwerb der Fahrerlaubnis 110 km/h auf der Autobahn und 100 km/h auf ausgebauten Schnellstraßen einhalten. Bei schlechtem Wetter gelten diese Tempo-Minderungen für alle!

Schwere Wohnmobile

Für Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gelten andere Grenzwerte: 110 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Schnellstraßen, die durch einen Mittelstreifen getrennt sind, und 80 km/h auf allen anderen Landstraßen, falls nicht anders angegeben.

Achtung: Bei allem Tempolimits gilt seit 2019 null Toleranz!

Viele Blitzer!

Schwarz-graue runde Säulen, wie sie auch in Deutschland zunehmend eingesetzt werden, blitzen rundum. Auch Motorradfahrer können so erstmals erfasst werden. Die wagemutigen Raser hat dies jedoch bislang nicht gestört. Insgesamt ist das Netz der Blitzer sehr viel dichter als in Deutschland.

Seit 2013 ist die Gendarmerie auch mit Zivilfahrzeugen unterwegs, die in der vorderen Stoßstange unsichtbar einen Infrarotblitz bergen. Die eigentliche Radarantenne versteckt sich hinter dem Nummernschild, die Kamera auf dem Armaturenbrett. Nur die Uniform verrät die Gendarmen.

Seit 2019 gibt es Blitzanlagen, die 32 Fahrzeuge gleichzeitig kontrollieren können. Die Mesta Fusion 2 überblickt von vier Meter hohen Masten bis zu  acht Fahrspuren im Umkreis von bis zu 200 m. Ihre Kamera ist mit 36 Megapixeln ausgestattet.

Angehalten vor Ort werden Verkehrssünder kaum noch. Meist flattert der Bußgeldbescheid Wochen später ins Haus. Nichtzahlung wird konsequent verfolgt – und teuer.

Blitzer-Warnmelder, zum Beispiel als Handy-App, sind seit 2011 in Frankreich verboten. Wer sie benutzt, riskiert ein Bußgeld von 1500 Euro. Franzosen werden sechs Punkte bei diesem Vergehen vom Punkte-Guthaben abgezogen.

Bei Navigationsgeräten muss, falls möglich, diese Funktion ausgeschaltet werden. Falls dies technisch nicht möglich, werden die Warnhinweise noch toleriert und nicht mit Bußgeld belegt.

In Frankreich gilt bei der Geschwindigkeitsmessung per Gerät die Halter-Haftung. Die Ausrede “Ich bin nicht gefahren” zieht dann nicht. Nur, wenn der Temposünder direkt von der Police oder Gendarmerie angehalten wird, haftet auch der Fahrer.

Bußgeld-Rabatte nutzen

Wer sofort zahlt, kann sein Bußgeld reduzieren. Je nach Schwere des Verstoßes beträgt der Rabatt 13 bis 45 Euro. Wer außerorts bis zu 20 km/h zu schnell gefahren ist, zahlt  statt 135 Euro 90 Euro. Wer in Frankreich lebt, hat für den Rabatt eine Zahlungsfrist von drei Tagen.

Wird der Bescheid ins Ausland, zum Beispiel Deutschland zugestellt, verlängert sich die Zahlungsfrist um einen Monat (31 Tage). Wer widerspricht, muss die Kosten dafür selber tragen. Sie werden dem Bußgeld aufgeschlagen.

Tipp

Frankreichs Verwaltung ist führend in Europa bei ihren Online-Angeboten und Infos. Und so könnt ihr auf der Webseite https://www.amendes.gouv.fr eure Bußgelder auch online zahlen. Wer sofort online zahlt, erhält deutliche Rabatte auf die Höhe des Bußgeldes!

https://www.amendes.gouv.fr. Copyright: beim Betreiber.

Kreiseln à la française

Frankreich ist Weltmeister beim Kreisverkehr – kein anderes Land besitzt mehr ronds-points. Halsbrecherisch sausen die Franzosen auf den ersten Blick darin umher. Doch dies ist auch für euch kein Problem, wenn ihr die Regeln kennt.

Vorfahrt

Wer im Kreisverkehr fährt, hat Vorfahrt. Doch es gibt Ausnahmen – besonders in Paris. Auf großen Plätzen wie der Place de l’Étoile (Arc de Triomphe) hat der einfahrende Verkehr Vorfahr. Alle, die im Kreisel fahren, müssen halten. Dazu sind Straßenmarkierungen aufs Pflaster gemalt. Es gilt dort: rechts vor links.

Richtig kreiseln

Erste Ausfahrt: einfahren, rechts halten, rechts blinken, raus.

Zweite oder spätere Ausfahren: links blinken, linke Spur, nach der Ausfahrt vor eurer Ausfahrt rechts blinken, rechts rüber und die Ausfahrt nehmen.

La circulation inter-files

Besonders auf den mehrspurigen Schnellstraßen und den Stadtautobahnen habt auch ihr es vielleicht schon einmal erlebt: Nicht nur im Stau, sondern auch im zähfließenden Verkehr fädeln sich Motorradfahrer durch die Fahrzeuge hindurch. Diese circulation inter-files ist (noch) offiziell verboten. Doch alle Franzosen machen Platz, sobald sie ein moto im Rückspiegel entdecken. Und lassen für sie eine Gasse zwischen den Fahrspuren frei.
Von 2015 bis 2020 gab es e 11 Departements erste Versuche, diesen “Querverkehr” unter Einhaltung bestimmter Regeln zuzulassen. Die Ergebnisse waren enttäuschend. Auf  den Abschnitten mit genehmigter circulation inter-files stieg die Unfallrate an.

Schlafende Polizisten & Eselsrücken

450.000 gendarmes couchés und dos d’ânes drücken landesweit vor Schulen, Dorfzentren und anderen sensiblen Orten das Tempo runter bis auf 30 Kilometer pro Stunde. Doch die Geschwindigkeitsbarrieren (ralentisseurs) sind mehr als umstritten. Sie bilden eine Gefahr für Motorradfahren, behindern Einsätze von Feuerwehr und Polizei und sorgen für einen erhöhten Schadstoffausstoß beim Abbremsen.

Nicht wenig Orte verändern daher lieber die Zufahrten ins ihre Zentren und bauen in die Fahrbahn seitliche Barrieren, die dafür sorgen, dass man ausweichen und das Tempo senken muss.

Autofahren mit Handy

Telefonieren während der Fahrt ist nur gestattet, wenn mit Freisprechanlage telefoniert wird – ohne Headset! Seit März 2017 sind Bluetooth oder andere Headsets verboten.

Seit 22. Mai 2020 riskiert ihr die sofortige (!) Abgabe von  Führerschein und Fahrzeug, wenn ihr ein Telefon in der Hand haltet und gleichzeitig eine andere Verkehrsverletzung begeht, zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen oder missachtete Vorfahrt.

Die Polizei darf bei einer Handynutzung während des Fahrens den Führerschein für bis zu sechs Monate einkassieren. Fällig ist zudem ein Bußgeld von 135 Euro. Franzosen erhalten drei Strafpunkte. Auch Musik dürft ihr nicht mit Kopfhörern während der Fahrt hören.

Frankreichs Punktesystem

Wie in Deutschland, gibt es auch ein Punktesystem bei Verkehrsverstößen. In Frankreich werden die Punkte von einem Guthaben abgezogen. Punkte aus Frankreich werden derzeit noch nicht an Flensburg gemeldet oder übertragen.

Das ist jedoch kein Freibrief. Denn wenn ihr einen Wohnsitz in Frankreich habt, einen Verstoß mit Punktestrafe begeht und einen deutschen EU-Führerschein besitzt… dann müsst ihr ihn in einen französischen Führerschein umtauschen.

Kinder nach hinten!

Kinder dürfen in Frankreich grundsätzlich erst ab 10 Jahren im Auto vorne sitzen. In Deutschland brauchen sie nur einen geeigneten Kindersitz. Info: www.service-public.fr/particuliers/vosdroits/F628

Toter Winkel

Schwer Fahrzeuge brauchen seit 1.1. 2021 einen neuen Aufkleber. Nicht nur Laster, sondern auch Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen  müssen seitdem an den Seiten und am Heck Warnschildern tragen, die auf die Gefahren durch tote Winkel ( angles morts ) hinweisen. Ausgenommen sind  land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, Winterdienst- oder andere Einsatzfahrzeuge.

Der Toter-Winkel-Aufkleber. Foto: Hilke Maunder
Der Toter-Winkel-Aufkleber. Foto: Hilke Maunder

Regeln, die ihr vielleicht nicht kennt

Seit 2015 ist es verboten,

  • hinter dem Steuer etwas zu essen oder zu trinken (Bußgeld: 75 Euro)
  • die Karte zu lesen (Bußgeld: 75 Euro)
  • im Handschuhfach zu wühlen, weil ihr etwas sucht (Bußgeld: 75 Euro)
  • laut Musik zu hören (Bußgeld: 75 Euro)
  • Make-up oder Lippenstift aufzutragen, auch, wenn ihr steht (Bußgeld: 75 Euro)
  • Rauchen im Auto in Anwesenheit von Minderjährigen: 68 Euro
  • ohne Warndreieck/Warnweste für jeden Passagier unterwegs: 135 Euro

Ersatzleuchtmittel müssen nicht unbedingt mitgeführt werden. Wer jedoch ohne Licht, da defekt, unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 180 Euro. Die Polizei hat das Recht, euer Fahrzeug festzulegen.

Gefärbtes Autoglas

Seit 1. Januar 2017 ist bei den Frontscheiben und den Seitenscheiben zur Fahrerseite rechts und links ein zu stark gefärbtes Autoglas verboten. Das Fensterglas eures Fahrzeuges darf maximal bis zu 30 Prozent eingefärbt sein. Bei einem Verstoß drohen 135 Euro Bußgeld und drei Punkte.

Quelle:www.legipermis.com/infractions/vitres-teintees-interdites.html

Diese Verbot betrifft nicht die Heckscheiben von Autos!

Alkoholtester

Am 1. Juli 2012 führte Frankreichs die Mitnahmepflicht für Alkoholtester ein. Am 22. Mai 2020 wurde diese Pflicht abgeschafft. Stattdessen sind Nachtclubs etc. seitdem verpflichtet, Alkoholtester zur Verfügung zu stellen.

Frankreich setzt seit Jahren verstärkt auf Prävention. Auf Dorffesten seht ihr immer häufiger Stände von Organisationen und staatlichen Stellen, wo ihr eingeladen werdet, einmal zu pusten: Alkoholtest als Partyspaß – das wirkt. Und überrascht im Ergebnis oft diejenigen, die ins Röhrchen geblasen hatten.  Ihr Promillepegel lagt stets deutlich höher als gedacht…

In Frankreich gilt  – wie in Deutschland – die Promillegrenze von 0,5. Busfahrer dürfen maximal 0,2 Promille, Radfahrer 0,8.  Wer sich mit 0,5 bis 0,8 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) bzw. 0,25 bis 0,4 mg Atemalkoholgehalt hinter das Lenkrad setzt und fährt, riskiert ein Bußgeld von 90 bis 750 Euro.

Bei einer BAK von über 0,8 Promille drohen – selbst, wenn ihr nicht besoffen wirkt – eine Geldstrafe bis zu 4.500 Euro  … und eventuell sogar  Gefängnis bis zu zwei Jahren!

Mach mir den Weg frei!

Welche Strecken sind geschlossen? Was wird gebaut? Wo staut sich der Verkehr? Wann geht es flott voran? Franzosen gucken da nicht bei Google, sondern verlassen sich auf Bison Futé. In der App und im Web informiert der „kluge Bison“ in Echtzeit – und gibt 7-Tage-Prognosen.

Maut zahlen: schneller mit Box

Fast alle Autobahnen in Frankreich kosten Geld. Die Maut könnt ihr immer weniger in bar, dafür umso mehr mit Kreditkarten (Eurocard, Mastercard, Visa) oder via elektronischer Gebührenerfassung mittels Chip ( télépéage) bezahlen. Achtung:  EC/Maestro-Karten werden gelegentlich nicht akzeptiert.

Wie teuer eure Autobahnfahrt wird, könnt hier auf www.autoroutes.fr vorab berechnen. Schlange stehen, Mautticket suchen, Bankkarte heraus kramen:  Wer vor der Reise sich die Mautbox liber-t besorgt, kann entspannt bei Tempo 30 durch die péages, die Mautstellen auf den französischen Autobahnen, fahren.

Angeboten wird die elektronische Mautbox  liber-t seit 2020 auch erstmals von einem deutschen Anieter. Maut1.de aus dem bayrischen Rosenheim liefert die e-Maut-Box gleich für vier Länder: Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Dort erhältlich ist auch seit Juni 2021 eine Mautbox, welche speziell für Wohnmobile über 3,5 Tonnen und über 3 Meter Höhe geeignet ist. Die neue Mautbox kann in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal genutzt werden.

Ausführliche Infos dazu findet ihr hier im Blog.

Autofahren in Frankreich: die Bip & Go-Spur. Foto: ATOUT France
Bip & Go-Spur. Foto: ATOUT France

Mautfrei unterwegs

Nicht alle Autobahnen sind mautpflichtig in Frankreich. Kostenlos könnt ihr Stadtumfahrungen nutzen. Auch über Land gibt es mautfreie Strecken. So verzichtet u.a. die Bretagne in der gesamten Region auf diese Einnahmen. Ebenfalls mautfrei ist – bis auf das Viadukt von Millau – die A75 von Béziers nach Clermont-Ferrand.  Hinzu kommen diese Autobahnen:

  • A35 (Elsass, ab deutscher Grenze bis Mulhouse und weiter nach Basel)
  • A36 Mandeure – Bessoncourt
  • A31 (von der luxemburgischen Grenze bis Nancy)
  • A28 (Abbéville – Rouen)
  • A84 (Caen – Rennes)
  • A20 (Vierzon – Brive-la-Gaillarde)
  • A63 bzw. A660 (Bordeaux – Arcachon)
  • A68 (Garidech – Albi)
  • E70 (Lyon – Saint-Etienne)
  • A34 (Sedan – Reims)
  • A10-A25-A23 (Calais – Valenciennes)
  • A77 Saint-Père – Sermoise-sur-Loire

Europas größteRaststätte

Infobereich der Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder
Infobereich der Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder

Nördlich von Paris, wo die französische Autobahn A1 rund 120 km nördlich von Paris die A 29 nach Amiens und Saint-Quentin kreuzt, liegt die Aire d’Assevillers – Europas größter und meistfrequentierter Autobahn-Rastplatz. Die Anlage ist zugleich der modernste und vorbildlichste, die ich kenne. 2,5 Millionen Reisende rasten jedes Jahr im damals ersten village commercial der sanef-Gruppe.

Bereits 2007 war es angelegt worden, nur fünf Kilometer entfernt vom TGV-Bahnhof. Fast zehn Millionen Euro investierte damals die SANEF in ihr Pilotprojekt. Den Entwurf lieferten ALFA Architects aus Paris. Alain Farel hatte das Büro 1997 gegründet.

Doch besonders freut, dass selbst beim Ansturm der Hauptsaison die WC sauber waren, die Duschen gepflegt, und das Serviceteam des Autobahnbetreibers sanef ganz entspannt und freundlich war. Völlig selbstverständlich ist es für sanef, im gesamten Einkaufskomplex kostenloses WiFi, Internet-Terminals sowie aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten an diversen Infostationen anzubieten.

Die Sanef betreibt mit sechs Autobahnen im Nordosten Frankreichs mit einer Gesamtlänge von 1.743 km das drittlängste Autobahnnetz in Frankreich hinter Vinci Autoroutes und Autoroutes Paris-Rhin-Rhône (APRR).

Zum Service für Autofahrer gehört auch ein eigener Radiosender. Auf Radio sanef 107,7 wird rund um die Uhr über das Wetter, den Verkehr, die Region und die aktuellen Nachrichten berichtet.

Hinter dem Radiosender Sanef 107.7  steht der staatliche Rundfunk Radio France . Er versorgt größtenteils die öffentlichen Autobahnstrecken und im Netz der SANEF im Norden Frankreichs.

Alle anderen Autobahnradiosender bieten private französische Autobahnenbetreiber an, darunter Radio Vinci Autoroutes und Autoroute Info.

Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder
Groß genug, um auch bei Regenwetter trockenen Fußes ein paar Schritte zu gehen: die Raststätte Assevillers. Foto: Hilke Maunder

Lasst euch fahren: Autozug & Co.

Euch ist die Anreise zu lang? Dann lasst euch fahren! Norddeutsche können entspannt die nervigen Staus und Baustellen entlang der Autobahnen gen Süden mit dem Autozug nach Lörrach umgehen. Denn ja, er verkehrt noch! Betrieben wird er nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern von der BahnTouristikExpress. Alle Infos gibt es hier.

In Frankreich gab es bis Ende 2019  den autotrain der SNCF. 2020 heißt das Hiflow als „Autozug“ der SNCF. Der Name täuscht: Nicht Züge, sondern  Autotransporter auf der Straße oder Chauffeure von Expedicar bringen euer Fahrzeug zum Zielort.

Crit’Air: Nie ohne Plakette!

Seitdem die französische Umweltplakette eingeführt wurde, erhalte ich auf meinen ausführlichen Blogartikel dazu täglich Mails mit der Frage: Geht es nicht auch ohne? Wie hoch ist das Risiko, erwischt zu werden?

Die Plakette kostet 4,21 Euro inklusive Porto innerhalb der EU. Wollt ihr da die hohe Geldstrafe und, wie in Paris, das sofortige Abschleppen riskieren?

Jedes Jahr kommen weitere Regionen und Städte dazu, die die Plakette fordern. Ich würde das Risiko nicht eingehen, sondern das Wapperl online bestellen, an die Windschutzscheibe kleben und sicher unterwegs sein.

Die Crit-Air-Kategorien 2021. Copyright: Ministère de la Transition Écologique. Foto: Hilke Maunder
Die Crit-Air-Kategorien 2021. Copyright: Ministère de la Transition Écologique. Foto: Hilke Maunder

Tanken – aber richtig!

Schneller als Deutschland hat Frankreich zum 12. Oktober 2018 die neuen, EU-weit geltenden Kennzeichnungen für Kraftstoffe umgesetzt.

Benzinartige Kraftstoffe: Kreis. E5, E10, usw. („E“ steht für spezifische Biokomponenten im Ottokraftstoff)

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Das bisherige SP 95 oder 98 heißt jetzt E5,  Ethanol jetzt  85.

Dieselartige Kraftstoffe: Quadrat B7, B10, XTL, usw. („B“ steht für spezifische Biodieselkomponenten im Diesel, XTL steht für synthetischen Dieselkraftstoff und zeigt an, dass dieser nicht auf Rohöl basiert)

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gasförmige Kraftstoffe (z. B. CNG, LNG, LPG und Wasserstoff): Raute

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Copyright und Quelle: Europäisches Komitee für Normung

Elektro-Fahrzeuge

Wo ihr Elektrofahrtzeuge aufladen könnt, verrät dieses offizielle Karte: www.data.gouv.fr/fr/reuses/carte-des-bornes-de-recharge-de-voiture-electrique

Ladestationen für E-Autos. Für die zoombare Karte bitte hier klicken: www.bornes-recharge.net. Copyright: Borne-Recharge.net

Parken in Frankreich

Frankreich drängt immer stärker den Autoverkehr aus den Innenstädten heraus, um die Luft- und Lebensqualität zu verbessern. Immer mehr Straßen und Plätze im Innenstadtbereich der Großstädte sind bereits autofrei.

Im Gegenzug wurden am  Stadtrand bzw. Innenstadtrand Park + Relais-Plätze (P + R) angelegt. Meist pendeln von dort kostenlose navettes (Shuttlebusse) ins Zentrum.

Solche Schilder weisen darauf hin, dass zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte die Straßenseite wechselt, an der ihr euer Fahrzeug parken könnt. Foto: Hilke Maunder
Solche Schilder weisen darauf hin, dass zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte die Straßenseite wechselt, an der ihr euer Fahrzeug parken könnt. Foto: Hilke Maunder

Beim Parken gilt: Je größer die Stadt, desto geringer die Chance auf kostenloses Stellplätze fürs Fahrzeug. Montag bis Sonnabend ist fast allerorten das Parken kostenpflichtig; sonntags hingegen den ganzen Tag meist frei. Touristische Hotspots wie Collioure verlangen das ganze Jahr hindurch von frühmorgens bis spätabends ein Parkticket.

Achtung beim Parken in Straßen mit Seitenwechsel zum Monatsersten sowie in der Monatsmitte. Meist nur an den Ortseingängen – und nicht in den jeweiligen Straßen! – weisen Schilder mit Ziffern, die die Daten festlegen, dort darauf hin!

Parken in Troyes. Foto: Hilke Maunder
Rote Anzeige: Die zehn Minuten zum freien Parken sind überschritten. Das wird teuer – denn das Kennzeichen wird elektronisch erfasst. Foto: Hilke Maunder

Immer stärker setzt sich die elektronische Parküberwachung durch. Sensoren und elektronische Nummernschilderfassung überprüfen, ob die bezahlte bzw. limitierte freie Parkzeit eingehalten wurden. In Troyes beispielsweise könnt ihr an ausgewiesenen Standorten zehn Minuten lang kostenlos parken. Nach den zehn Freiminuten springt das grüne Signal auf rot um.

Motorräder, Dreiräder und Mopeds dürfen seit 22. Mai 2020 fünf Meter vor Fußgängerüberwegen außerhalb der dafür markierten Bereiche nicht mehr parken.

Autofahren: Ende der Parkverbotszone. Foto: Hilke Maunder
Schildernostalgie: So wurde früher in Frankreich das Ende der Parkverbotszone markiert. Foto: Hilke Maunder

Durchblick bei den Park-Farben

Gelb, rot, blau und weiß, so sind die Stellplätze am Straßenrand markiert. Was bedeuten diese Farben am Fahrbahnrand bzw. Bordstein?

  • Durchgezogene gelbe Linien: absolutes Halte- und Parkverbot
  • Gestrichelte gelbe Linie: Parkverbot
  • Blau Linie: kostenlos, zeitlich begrenztes Parken mit Parkscheibe möglich.
  • Weiße Linie: Halten und Parken ist gestattet.

Zum Parken halb auf den Bürgersteig zu fahren, ist in Frankreich verboten. Mitunter ist das Parken am Straßenrand auch abhängig vom Datum und der Straßenseite. So gibt es nicht wenige Orte, wo ihr vom 1. bis 15. eines Monats auf der Straßenseite mit ungeraden Hausnummern parken dürft, vom 16. bis 31. dann auf der gegenüberliegenden Seite mit geraden Hausnummern.

Wo solche Schilder stehen, dürft ihr nur für wenige Minuten parken – in Gaillac sind fünf Minuten dort gestattet. Foto: Hilke Maunder
Wo solche Schilder stehen, dürft ihr nur für wenige Minuten parken. In Gaillac beispielsweise sind dort nur fünf Minuten gestattet. Foto: Hilke Maunder

Schilderwald mal anders

Auch Frankreich liebt den Schilderwald. Und hat darin einige Schilder versteckt, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Am Col du Pradel (Aude) entdeckte ich den Hinweis auf einen passage canadien.

Das Prinzip der kanadischen Passage nutzt die Angst der Tiere vor Leere als Barriere. Sie laufen nicht über das Gitter aus parallel gelegten Bodenstangen. Fahrzeuge indes können passieren, ohne eine Tür oder einen elektrischen Draht öffnen zu müssen.

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Autofahren in Frankreich: Passage Canadien
Achtung, hier kommt gleich ein Bodengitter als Viehsperre! Hilke Maunder
Merci fürs Teilen!

106 Kommentare

  1. Ich muss bei der VINCI Autoroutes eine Mautgebühr nachzahlen, habe allerdings keine Visa- u. keine Mastercard, die zur Zahlung vorgegeben sind.
    Kann mir jemand helfen, ob bzw. wie ich das per Banküberweisung, EC-Karte oder Amex zahlen kann ?

  2. Hallo!
    Darf man in Frankreich ein Auto 14 Tage auf einer Raststätte parkieren? Ich möchte mich mit jemandem auf einer Raststätte treffen und dann gemeinsam mit einem Auto in Urlaub fahren.
    Herzlichen Dank schon mal!

    • Leider nein, lieber Peter. Aber es gibt oft Parkplätze an den an und Abfahrten der Autobahnen. Sie sind eigentlich für die ‚co-voiturage‘ gedacht d.h., das Mitnehmen von anderen der Fahrt Gästen. Dort könntest du ggf. das Auto abstellen.Viele Grüße, Hilke

  3. Hallo,
    für sehr wichtig halte ich die Tatsache, dass man oft nicht erkennen kann, ob man sich auf einer vorfahrtberechtigten Straße befindet oder nicht. Das entsprechende Schild auf der Hauptstraße fehlt einfach. In den Städten kann es passieren, das auf einmal “rechts vor links” gilt, obwohl man soeben noch auf einer Vorfahrtstraße war.

  4. Eine Frage zum Avis de Contravention (ACO). Im 2020 fuhr ich zu schnell mit französischem Kontrollschild. Der Bussgeldbescheid ging mit der Post an die französische Ferienhausadresse und blieb fast 2 Monate liegen, sodass ich glücklicherweise noch die amende forfaitaire zahlte, aber knapp an der sehr teuren AFM vorbeischrammte. Kann ich Bussbescheide (ACO) per Email senden lassen?

  5. Tanken bei den Marken-Autobahntankstellen ging nur mit Tank- oder Kreditkarte nach vorheriger Freischaltung und nicht mit Barzahlung. Was mache ich wenn meine Karte nicht funktioniert.Geht es doch irgendwo mit Barzahlung vielleicht an den Supermarkttankstellen?

    • Bei unserem Supermarkt von Carrefour kann man an die Kasse gehen und eine feste Summe zahlen… so viel wird dann freigegeben beim Tanken. Bei 24/7-Tankstellen ohne Laden ist man aufgeschmissen ohne Karte. Bei Raststätten kann ebenfalls eine Fixsumme vorher gezahlt werden.

  6. Hallo Hilde,
    mit Interesse lese ich immer wieder Deine Artikel, und habe festgestellt, dass ich mal wieder spenden muss.
    Ich weis aus Erfahrung welche Arbeit, welche Freizeithinter dieser Arbeit steht.
    Den Bericht bzgl. der télépéage hab ich mit Interesse verfolgt, hatte ich ein solches Gerät doch in meinen Wohnmobilen eingebaut um die Vorteile des Durchfahrens nutzen zu können.
    Leider hat das sehr oft nicht funktioniert, insbesondere an kleinen Mautstellen nach Ausfahrten. Das war dann mühsam mittels Sprechstelle Kontakt aufzunehmen um die Schranke manuell freischalten zu lassen. Das ging in französisch, das war zwar kein Problem, aber die Fahrzeuge dahinter haben sich gestaut und es gab böse Kommentare mit dem Hinweis, dass diese Spur nur für télépéage sei, bis dann bemerkt wurde, dass ein solches Geräteingebaut war.
    Mittlerweile habe ich es wieder ausgebaut und abgemeldet, da ich nicht mehr in der Haupturlaubszeit fahren muss und somit wesentlich weniger Verkehr herrscht.
    Diese “Nichtfunktionieren” scheint bei Wohnmobilen häufig vorzukommen, insbes. bei Alkovenmobilen wegen des Überbaus, aber auch bei meinem Vollintegrierten wegen der besonderen Krümmung der Scheiben.
    Falls Wohnmobilfahrer unter den Lesern sind, bitte beachten und Störungen und Staus beim durchfahren einplanen, und wenn man des französischen nicht so sicher ist,die entsprechenden Sätze auswendig lernen oder aufschreiben.

    • Hallo Franz-Josef,
      ich schreibe gerade dazu ein Update. Ende Juni bringt maut1.de eine Mautbox auf den Markt, welche speziell für Wohnmobile über 3,5 Tonnen und über 3 Meter Höhe geeignet ist. Die neue Mautbox kann in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal genutzt werden. Bislang gab es nur für Berufsfahrer ein solches Gerät auf dem Markt. Ich denke, dass hilft Dir weiter. Viele Grüße! Hilke

  7. Liebe Hilke,

    zunächst, wie auch schon für die täglich auf den neuesten Stand gebrachte Corona-Seite, herzlichen Dank für diese hochinformative Seite.

    Auch ich, der ich seit Jahrzehnten sehr viel in Frankreich unterwegs bin, habe hier noch Neues erfahren, wie bspw. die in meinen Augen unsinnige Regelung, dass man am Steuer nicht einmal einen Schluck Wasser zu sich nehmen darf, oder einen Biss in ein Sandwich (von der Beifahrerin gereicht)tun darf …

    Na ja, jetzt weiß ich es halt.

    Frage zu den Warnwesten:
    Müssen die gelb sein (vielleicht um sich besser den Protestlern anschließen zu können, was wir aber nicht vorhaben) ?

    Unsere sind knallorange, das geht doch wohl auch, oder?

    Liebe Grüße in die Vorpyrenäen,

    Hubert

    • Lieber Hubert, auch in Frankreich werden Warnwesten in leuchtendem Orange verkauft, geht also. Die Ess- und Trinkeinschränkungen sollen sanften Druck ausüben, Pausen zu machen – das machen viele nicht. Sehr viele Unfälle entstehen aus Übermüdung.
      Gute Fahrt und schönen Urlaub, Hilke

  8. Eine Frage zur Mautbox. Kann ich mir die von einer in Frankreich lebenden Person ausleihen oder ist die auf ein Auto/Person beschränkt? Mir wurde gesagt das geht nicht, aber habe auch gelesen das dies möglich ist.

    • Bei BIP and Go geht das relativ einfach.
      Man muss in seinem Online-Account nur das Kennzeichen anpassen.
      Die kleine Mautbox kann man aus der Halterung rausnehmen, man braucht allerdings eine zweite Halterung.
      So teile ich mir eine Mautbox mit meinen Schwiegereltern.

      • geht übrigens auch völlig ohne Halterung. Ich lege das einfach in mein offenes Brillenetui in der Mittel Konsole. Und öfter mal runter gefallen, funkt sogar von unter dem Sitz 😉

      • Oh! Bei mir klappte das nicht. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter von Vinci haben wir vor der péage gestanden, ehe der Sende endlich das Signal fand. Da hab ich dann die Halterung angeklebt… Viele Grüße! Hilke

    • Ich nutze meine Mautbox/Badge für zwei Autos – allerdings mit frz. Kennzeichen – ohne das 2. Kennzeichen gemeldet zu haben. Habe es auch schon mit anderen KFZs problemlos genutzt. (Auf der Abrechnung sieht man ja Datum und jeweilige Mautstationen, damit man es evtl. mit dem Badgebesitzer abrechnen kann)
      Den Badge halte ich an der Mautstelle entweder aus dem Fenster oder in der Windschutzscheibe an die scharz gepunktete Fläche oben in der Mitte (durch die normale Windschutzscheibe hindurch kann es nicht abgelesen werden.

  9. Guten Morgen in die Runde.
    Ich habe Fragen nicht zum Thema „fahren“, sondern zu „Fahrzeug besitzen“:

    Wir überlegen, unser letztes Jahr erworbenes Haus mit einem kleinen Motorrad oder billigen Auto auszustatten (und die An- Abreise per TGV zu machen).
    – Sollte das Fahrzeug in. Frankreich angemeldet sein?
    – Muss man dafür einen offiziellen Wohnsitz in Frankreich haben?
    – Oder bringt man eins aus Deutschland mit (muss dann alle 2 Jahre zum TÜV).
    – Sind die Unterhaltskosten höher/günstiger als in D-land?
    – Welche Formalien sing ggf. zu erledigen?

    Bin dankbar für Tipps, Erfahrungswerte, Informationsquellen, …
    Beste Grüße aus HH
    Hansjörg

  10. Ich möchte gerne meinen deutschen Führerschein in den neuen fälschungssicheren in Frankreich umtauschen…die Präfektur macht das meines Wissens nicht mehr, geht nur über Internet…wenn man sich jetzt da nicht richtig auskennt oder die Sprache nicht perfekt ist, gibt es eine Stelle, die das für einen macht, zb. Fahrschule etc?

  11. Zum Verkehrsfunk 107.7 :
    Ich fahre nie ohne, ich spreche ja auch Französisch ☺

    Der Sender funktioniert unabhängig vom Autobahnbetreiber auf allen Autobahnen und Fernstraßen im ganzen Land. Der Vorteil ist, dass man hunderte Kilometer fahren kann, ohne einen neuen Sender suchen zu müssen.

    Das funktioniert, weil etwa alle acht Kilometer ein Sender installiert ist. Der Nachteil ist, dass man sich gegebenenfalls nicht vor Fahrtantritt informieren kann, weil man zu weit von der Autobahn ist.

    Dazu nutze ich : https://radio.vinci-autoroutes.com/page/ecouter?rgpd=ok
    oder https://voyage.aprr.fr/autoroute-info

    Bonne route !

  12. All die Probleme sind ganz einfach zu lösen: Fahre nicht nach Frankreich. Ich höre es immer wieder. Die teuren Schikanen gegen deutsche Autofahrer. Das bedeutet nicht, dass ich F. hasse. Ich hatte 3 Peugeots (106, 306, 406) und bin Stammkunde in Thailands bestem F.-Restaurant in Pattaya Thailand. Aber mal ehrlich. Sie mögen die Deutschen nicht. Das Disaster begann schon nach dem Deutsch-Französichen Krieg, wo die Franzosen den Grundstein für den 1.Weltkrieg legten. Da war zuviel Drama in den letzten 200 Jahren. Geniesse französisches Essen und Wein. Aber fahre nie dort hin.

    • All die Probleme sind ganz einfach zu lösen,indem man sich,wsie in jedem Land,an die Regeln hält.Ich lebe in Frankreich seit vielen Jahren und habe noch nie eine Strafe oder einen Punkt kassiert.Ist doch in Deutschland nicht anders!Und die Franzosen mögen Deutsche wie Dich nicht, die meinen, Deutschen sind der Nabel der Welt.Ich habe keine Probleme ,bin im Dorf voll integriert.Wer solche Aussagen wie du macht, muss sich nicht wundern, wenn er nicht gemocht wird.Ich mag als noch Deutsche übrigens solche Leute auch nicht, auch wenn sie Landsmaenner sind.
      (Anmerkung des Moderators: Der letzte Satz wurde gestrichen, das er die Netiquette verletzt. Persönliche Angriffe und Beleidigungen werden rigoros zensiert. Mein Frankreich steht für einen sachlichen, respektvollen Umgang miteinander. Bitte habe dafür Verständnis. Danke, Kerstin).

      • Liebe Kerstin, damit ist alles gesagt.. schade, hätte gerne den letzten Satz gelesen ;-)) Ich lebe seit 40 Jahren hier und fahre viel und gerne Auto. Habe aber noch nie eine Strafe oder Punkt auch nicht bekommen.(..na ja will nicht lügen, höchstens mal wenn die Parkuhr abgelaufen war).
        Wie der Herr Weiss schreibt: “Die teuren Schikanen gegen deutsche Autofahrer”…grins, ja die fahren ja auch wie die …..(das schreibe ich nicht)
        Sonnige Grüsse aus Antibes !

    • Völlig! Völlig und absolut andere Erfahrungen. Hilfsbereit, offen, freundlich, interessiert, höflich! Seit Jahren …
      Und ich fahre kein frz. Auto …

    • Wir fahren seit 25 Jahren zur Insel Noirmoutier, von Anfang an sind wir dort herzlich aufgenommen worden und werden jedes mal herzlicher empfangen.Vielleicht sollte man einfach mal versuchen ein paar Worte französisch zu sprechen, du wirst dich wundern wie viele Franzosen offener mit einem umgehen.

    • Die Erfahrung kann ich nicht teilen.Ich fahre schon über 30 Jahre nach Frankreich und kann nur positives Berichten.Es ist eben wie man in den Wald hinein ruft so hallt es zurück.

  13. Ich hab auch noch einen Tipp:
    Die Brücke von Millau umfahre ich über die leeren Landstrassen (geht gut mit dem Navi).
    Das spart hin und zurück ca. 15,-€ – die geb ich lieber für Sprit aus.
    Zeitlich ist’s gleich, weil ich ohnehin in Millau abfahre und über die D999 Richtung Albi weiter muss.
    Schöne Grüsse,
    Bernhard

  14. Dank deines Hinweises hab ich die Umweltplakette online bestellt – absolut problemlos:
    Vorab kommt eine Email, die – wenn ich’s richtig verstanden habe – ausgedruckt und mitgeführt werden kann, bis die Plakette per Post kommt.
    Der Versand hat 2 Wochen gedauert.
    Und der Preis ist unschlagbar: keine 5 Euro inkl. Porto!

    Schöne Grüsse aus dem Rheinland,
    Bernhard

  15. Danke für diese Tipps zum Autofahren in Frankreich. Ich würde gerne nächstes Jahr im Sommer mal wieder nach Frankreich reisen. Gut zu wissen, dass mein Autoglas vorne nur zu max. 30 Prozent eingefärbt sein darf. Darauf werde ich achten, um keine 135 Euro Strafe zahlen zu müssen.

  16. Salut miteinander! Ist es erlaubt in Reisebussen die im Bus integrierte Kaffeemaschine zu betrieben. Dürfen im Reisebus die Toiletten benutzt werden?
    Eure Antworten würden mir sehr helfen – merci,
    Rose

  17. Guten Tag,

    Ergänzung zur Info über getönte Autoscheiben:

    Nach meiner Info gilt die Beschränkung auf 30% für Frontscheiben.
    Mit einer ABE für eine Tönung der Heckscheibe ist kein Ungemach zu erwarten.

  18. Hi, danke für die vielen Infos, will eine Plakette bestellen und kämpfe seit geraumer Zeit mit der folgenden Nachricht: Kann leider nicht finden wo ich das jetzt angeben soll. Habe mal die Abnahmebescheinigung als Anlage beigefügt, Meldung bleibt die gleiche. Kann mir einer weiterhelfen ?? Wenn Ihr LKW, Bus oder Dieselfahrzeug mit einer nachträglich eingebauten Vorrichtung zur Abgasreinigung (Nachrüstsatz) versehen wurden, müssen Sie dies hier angeben, bevor Sie Ihr umwelplakette bestellen und auf die Registrierung Ihrer Anwendung warten.

    • Die Angabe eines nachgerüsteten Abgasreinigung bei einem Diesel Euro 5 bringt nichts. Man bekommt nach wie vor für Diesel maximal nur die gelbe Plakette Classe 2.( Bei der Nachrüstung in Deutschland eines Euro 5 -Diesels bleibt die Euro 5-Klasse weiterhin erhalten. Nur entfällt nach Eintragung in den Papieren das Fahrverbot für Euro 5-Diesel in den entsprechenden Zonen/ Städten wie z.B. Stuttgart.

  19. Hallo Hilke,
    vielen vielen Dank für die Tipps zum Autofahren in Frankreich und die vielen tollen Hinweise zu Corona und auch verschiedenen Landschaften in Frankreich. Alles zusammen war eine tolle Unterstützung für den Sommerurlaub meiner Familie an der Côte Basque.
    Spende für den Blog habe ich heute angewiesen.

  20. Habe die provisorische Carte Grise bekommen….die Original soll 4 Wochen dauern, kommt sie automatisch oder muß nochmals extra angefordert werden?

  21. Ich hätte auch noch eine Frage. Ist es echt so, dass man Ersatz-Leuchtmittel fürs Auto mitführen muss in Frankreich? Habe da was gelesen, aber weiß nicht wie verlässlich diese Info ist…

  22. mal wieder eine tolle Seite, merci Hilke
    zur Umweltplakette kann ich noch berichten das die pragmatischen Franzosen bei Gas Kraftstoffen
    immer die Violette Plakette ausgeben.
    Ich habe sie mir schon im November bestellt sie war nach zwei Wochen da, vorher bekommt man ein Certifikat
    das einem die die einfahrt in die Zonen erlaubt. Bitte bestellt die Planeten direkt in Frankreich leider gibt es findige
    Geschäftsleute die die Plaketten in Deutschland für den 10-20 Fachen Preis anbieten.
    Ihr müsst euren Fzg, Schein Scanne und dann Hochladen, welche Plakette ihr bekommt könnt ihr vorher simulieren.
    Nutzt dazu aber bitte die französische Eingabeseite, bei der übersetzten wird es ungenau….
    Bone route
    LG Søren

  23. Hallo Hilke, vielen Dank für diese tolle Seite, die wir zufällig während Corona fanden und die uns viele wichtige Informationen ermöglicht hat, die wir anderswo nicht gefunden haben.
    Auch wir wollen die gelockerten Bestimmungen nutzen, endlich wieder in unser Ferienhaus in der Provence zu fahren.
    Eine Frage tut sich auf zu den eventuellen Infektions-Kontrollen an der Haustür. Einerseits wird darauf hingewiesen, dass den Kontrolleuren die Tür zu öffnen und ihren Anweisungen Folge zu leisten ist, andererseits wird vor Betrügern gewarnt, die sich als Kontrolleure ausgeben und so Zugang zum Haus verschaffen. Woran erkenne ich die offiziellen Kontrolleure? Führen sie einen eindeutigen, unverwechselbaren Ausweis mit sich? Zwar rechnen wir kaum mit solchen Kontrollen, aber für den Fall der Fälle möchte man doch sicher sein. Danke Dir im voraus und herzlichen Gruß!

    • Hallo Eva, die Kontrolleure der ‚Brigades Sanitaires‘ können sich ausweisen – und sind bei uns ( Dept. 66) seit gestern nicht mehr im Einsatz. Viele Grüße! Hilke

    • Hallo Alex, ich weiss nicht ob ich das hier posten darf… ich hätte da eine persönliche Bitte. (Vielleicht liest Alex es ja nicht). Da Le Cannet für mich ein Katzensprung ist, möchte ich fragen, ob der gute Alex mir aus D etwas mitbringen könnte, was es hier leider nicht gibt, für mich aber sehr wichtig ist. Und zwar 2 oder 3 Döschen “Vitamin C Pulver” , (von Rossman oder DM). Meine Münchner Freundin hat sich das Bein gebrohen und kann nicht kommen.. Falls das möglich wäre, im voraus vielen Dank…. oder vielleicht liest noch jemand meine Bitte, der hier in Nähe Antibes kommt…GRAND MERCI !

  24. Hallo Hilke,

    vielen Dank für die gute Arbeit und die Informationen zum Reisen in Frankreich. Ich fahre seit Jahren mit meiner Familie nach Frankreich in den Urlaub. Die Fahrzeugscheiben meiner Fahrzeuge sind immer zu 80% per Folie getönt. Dazu gibt es immer eine ABE für eben jene Folie. Dies ist vom deutschen TÜV bzw. nach deutscher STvZO zulässig.
    Kann da die französische Polizei probleme machen?
    Ich meine…es ist ja anders herum auch kein Problem. Wenn mein französischer Kumpel mit seiner alten in Frankreich zugelassenen DS durch Deutschland fährt wird er trotz des gelben Ablendlichts (was für in D zugelassene Fahrzeuge nicht erlaubt ist) auch nicht angehalten.
    Es gilt m.w.n. immer die Zulassungsbestimmung des jeweiligen Zulassungslandes.
    Also deutsche Zulassung = deutsche Zulassungsbestimmungen usw.

      • Hallo Hilke,
        ich habe mich selbst auch nochmal informiert und mit dem ADAC sowie deren Rechtsabteilung gesprochen.
        Nach deren Aussage gilt das Recht des Zulassungslandes. Heißt für uns Deutsche mit in Deutschland zugelassenem Fahrzeug gelten die Bauart- Bestimmungen der deutschen STVZO.
        Das gilt natürlich auch für alle anderen Reisenden aus anderen Ländern und die jeweiligen Bauartbestimmungen dort.
        Ausnahmen davon sind u.a. wenn ein Fahrzeug nicht mehr Verkehrssicher ist (abgefahrene Reifen, defekte Lichtanlage o.ä.) darf es aus dem Verkehr gezogen werden oder z.B. eine Winterreifen-/Schneeketten-Pflicht für ausgewiesene Strecken bestimmt wird und man ohne erwischt wird.

  25. Hey danke für den Beitrag und tolles Thema 😀 mein Fahrlehrer hat mir immer gesagt, dass man im Ausland, in neuen Ländern die man mit dem Auto bereist einfach keine abenteuerlichen Autofahrten machen soll. Entspannt fahren und keine ‘stunts’ 😀 Entspanntes und vorrausschauendes Fahren! Viele Grüsse

  26. Was mich wirklich wundert, ist, dass mir in Frankreich bei 73, 83, 93, 113, 133 km/, also bei haargenauer Fahrweise, immerzu nach kurzer Zeit einer an der Stoßstange klebt und drängelt, nur um nach dem Überholen 5-10 km/h schneller zu rollen. Am nächsten Kreisel hole ich die meist wieder ein. Und auf der 130-km/h-Autobahn sehe ich genau wie in Deutschland Rudelbildung auf der linken Spur, nur um keinen langsameren reinzulassen. Völlig verrückt. Ich glaube, bei langsameren Tempi würde es immer noch so sein. Der moderne Mensch hat ein Rad ab!

  27. Danke für die vielen guten Tipps! Wir sind gerade auf dem Rückweg vom Languedoc nach NRW und haben an allen Mautstationen mit EC-Karte bezahlt. Man muss komischerweise nicht mal den PIN eingeben!

  28. Ich schließe mich dankbar an,so weiß ich einiges mehr über Frankreichs Straßen und Ihre Strafen.

    vielen Dank und für alle eine gute und straffreie Fahrt in Frankreich.

    mfg Jürgen

  29. Meinen Dank für die Warnungen vor Verkehrsregeln! Wir möchten diesen Sommer die Weinstraße entlang reisen. Die Tempolimits soll ich ja dann genauer kennenlernen und die Blutalkoholkonzentration beherzigen.

    • Das wusste ich bis gestern auch nicht. Essensverbot kannte ich… aber auch der Schluck aus der Mineralwasserflasche ist verboten. Grundsätzlich scheint es so, dass alles verboten ist, bei dem Du die Hände vom Steuer nimmst.

  30. Ich schließe mich dankbar Herrn Minst und Barbara in allem an: Da erfährt man doch tatsächlich noch ein paar Neuigkeiten, auch als langjähriger Autofahrer in Frankreich. Missverständlich finde ich aber den Hinweis auf den französischen Autozug, der offensichtlich nur das Auto transportiert und nicht etwa auch die Personen! Dies im Gegensatz zu dem deutschen AutoREISEzug.

  31. Da erfaehrt man doch tatsaechlich noch ein paar Neuigkeiten, auch
    als lanhjaehriger Autofahrer in Frankreich; was mir fehlt sind Hin-
    weise auf die Situation bei auslaendischen Fuehrerscheinen. Ansonsten wie gewohnt Top-Informationen.

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