Bienvenue, Frühling: Die Obstbäume blühen!

Mitte Februar in Saint-Paul-de-Fenouillet zeigte das Wetter, was es drauf hat – und Meteo France warnte „vigilance orange“ und einmal sogar „rouge“: Bleiben Sie am besten zuhause. Der Strom fiel kurzfristig aus, SFR hatte Leitungsprobleme. Eis und Frost kamen zu uns ins Tal.

Stürmische Urgewalten

Wilde Winde mit bis zu 139 km/h stürmten ums Haus, das Gebälk krachte, der Hahn schwieg. Und Bäche, sonst trockene Rinnsale, gebärdeten sich wie reißende Ströme, drängten gegen  befestigte Ufer und bannten sich, wo sie noch unverbaut waren, zwischen Büschen und Sträuchern den Weg.

Mandeln & Mimosen

Und dann plötzlich: Frühling. Als erstes erwachten die Mandelbäume, die weiße Tupfer in die braungraue Winterlandschaft setzten. Dann kamen die Mimosen, voller Duft und leuchtend gelb.

Und jetzt, Ende Februar, blühen die Obstbäumen und überziehen die Pyrénées-Orientales mit einem Blütenteppich in Weiß, Zartrosa und kräftigem Pink: Kirsche, Aprikose und Pfirsich.

Das Kloster im Blütenmeer

Im Tal der Têt, rund um Millas, und ganz besonders bei Passa könnt ihr sie hautnah erleben. Etwas außerhalb vom 600-Einwohner-Örtchen tauchen bei der alten Klosteranlage des Monastir del Camp diese ausgedehnte Obstplantagen auf, die ihr hier im Bild seht. Und wie an fast allen Orten hier im Roussillon wacht m Horizont der Canigou mit seiner Schneekappe über das Blütenmeer zu Füßen des heiligen Berges der Katalanen.

Frühlings-Muffel?  Bekehrt!

Wilder Spargel schießt aus dem Boden, die Weingärten  haben weiße Blumen erobert. Und bei Fourques in den Aspres habe ich im kühlen Schatten am Wegesrand sogar die ersten Veilchen entdeckt!

Frühling im Roussillon: für mich als Norddeutsche ein unglaublicher Farbenrausch, ein völlig anderer Abschied vom Winter. Sinnlich, mild, voller Farben und Düfte. Ein Explosion der Natur. Urgewaltig wie der Winter, den ich hier erlebte. „Le printemps“ hat mich, die bislang überhaupt nicht die Begeisterung für den Frühling verstand, bekehrte. Jetzt bin ich süchtig.

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Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)*

Der Bildatlas "Frankreich Süden" von Hilke Maunder - die fünfte AuflageMein DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)fängt zwischen Rhône und Garonne, Cevennen und Pyrenäen in sieben Kapiteln die Faszination der alten Region Languedoc-Roussillon in Wort und Bild ein – auch als eBook!

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Von den Cevennen über das Languedoc bis hin zum Roussillon findet ihr dort Highlights und Kleinode, Tipps für Entdecken und Sparfüchse – und Adressen, die ich in meinem Frankreichjahr neu entdeckt und getestet habe.  Beide MARCO POLO-Bände hält ein Online-Update-Service aktuell, der euch über Events, Neueröffnungen und Schließungen informiert. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Der Reisebegleiter vor Ort: Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jeden Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

Dennoch: Das gut 560 Seiten dicke Werk ist der beste Führer für Individualreisende, die diese Region entdecken möchten und des Französischen nicht mächtig sind. Wer möchte, kann den Band hier* direkt bestellen. In Ergänzung empfehle ich den Band von Petit Futé.

Michael Müller Verlag, 8. Auflage 2018, ISBN 978-3-89953-997-4, www.michael-mueller-verlag.de

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MARCO POLO Frankreich: praktisch und kompakt, bearbeitet von Hilke Maunder.Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreichhabe ich gemeinsam mit Barbara Markert verfasst. Gleich zu Beginn geben wir unsere  Insider-Tipps für Frankreich preis: vom größten Flohmarkt Europas in Lille bis zur Schwimmen in der Piscine Olympique in Montpellier.

Das Kapitel „Im Trend“ verrät, was es Neues zu erleben gibt im Hexagon: vom Skijöring in den Skigebieten bis zum Übernachten im Baumhaushotel. Alle Hintergrundinformationen zu Frankreich und seinen Menschen findet ihr unter Fakten, Menschen & News. Es folgen: Tipps für Bars und Boutiquen, Erlebnissen für  Familien, Paare oder Alleinreisende. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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7 Kommentare

  1. Liebe Hilde Mauder,
    Mein Mann & ich haben seit 1999 unseren 2. Wohnsitz in Sigean & lieben ihre interessanten Beiträge. Die Blumen in den Weinbergen heissen Fausse roquette blanche, also eigentlich wilder rockett ( salad) oder rucola. Herzliche Grüsse Claudia & John Klee

  2. Hallo, wir sind fast Nachbarinnen, ich wohne schon seit 1974 in Südfrankreich und seit 1980 im Roussillon, in Villeneuve de la Raho. Ihre Beiträge sind vor allem für meine deutsche Familie und Freunde interessant. Auch selber lasse ich mich gerne von Ihren Eindrücken inspirieren.Ich brauche ja auch nicht von all dem Zauber hier im Roussillon ueberzeugt zu werden; bin ich ja schon lange, ha ha ! Meine Tochter Béatrice ist im Jahre 1989 zur Kirschblüte in Cérèt auf die Welt gekommen, so was vergisst man nicht. Tschüssing, Ihre Susanne Revel

  3. Oh, liebe Frau Maunder,
    wie ich Sie beneide! Frühlingsduft im Februar! Lieber heute als morgen besuche ich Sie! Ich freue mich auf Ihr nächstes Lebenszeichen!
    Herzlichst, Ihr Ulrich Salmen

  4. Hallo Hilke,
    wunderbar, wie es blüht in allen Farben! Es tut gut, nach dem vielen Grau des Winter, diese Farbenpracht anzuschauen, wieviel schöner ist es, auch den Duft zu schnuppern! Hier kommt das auch..halt sehr viel später!
    Genieße den Frühling dans le Midi!
    Liebe Grüße, Christel

    • Liebe Christel, in Hamburg müssen wir damit bis April/Mai warten- und dann ist meist gleich Sommer. Es ist einfach unglaublich, wie hier die Natur erwacht – und das bei nächtlichen Minusgraden!
      Herzliche Grüße, wo immer Du gerade bist! Hilke

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