Der Mythos von Montségur

Die Katharerburg Montségur thront hoch auf einem Karstkegel. Foto: Hilke Maunder
Die Katharerburg Montségur thront hoch auf einem Karstkegel. Foto: Hilke Maunder

Wer waren diese Katharer, deren Faszination bis heute ungebrochen ist? Seit zwei Jahren lebe ich einen Teil des Jahres im Schatten ihrer Burgen – in nächster Nähe zu Quéribus.

Je länger ich mich mit diesen „reinen Menschen“ des Mittelalters beschäftige, umso fesselnder finde ich ihre Lebens- und Gedankenwelt, ihr Schicksal und ihre Geschichte. Ein Wanderweg von Port-la-Nouvelle nach Foix verbindet die Burgen. Alle Infos zum Sentier Cathare findet ihr hier.

Montségur – mystisches Zentrum

Zu den bedeutendsten Orten der Katharerzeit gehört die Burg von Montségur im Département Ariège. Bis heute ist in den hoch zum Himmel ragenden Mauern der Geist dieser spirituellen Bewegung zu spüren. Als Zentrum des Widerstandes gegen die katholischen Kirche wurde sie Mythos und Legende. Mal wurde die Burg als Tempel der Sonne angesehen, dann mit dem Heiligen Gral in Verbindung gebracht.

Auch in diesem Jahr werden wohl wieder zur Sommersonnenwende Massen die schmalen Saumpfade hinauf pilgern, um den „roten Strahl“ zu sehen. Denn am 21. Juni geht die Sonne genau in den östlichen Schießscharten auf – und in den westlichen unter. Der Legende nach weist der Strahl zum Schatz der Katharer. Doch gefunden wurde er bis heute nicht…

1 Kommentar

  1. Interessiert es Sie, wie es nach dem Fall des Montségur (im Jahr 1244) mit den Katharern weiterging?
    Mein neuer Roman „Béatris – Kronzeugin der Inquisition“ erzählt eine wahre Geschichte, die sich zu Beginn des 14. Jh. in einem abgelegenen Winkel der Pyrenäen zutrug:

    Anno Domini 1320:
    Nach Jahrzehnten blutiger Auseinandersetzungen (Albigenserkreuzzüge) ist die »teuflische Gegenkirche der Katharer« noch immer nicht besiegt. Vor allem die Menschen in den entlegenen Gebirgsdörfern lassen nicht von ihrem Glauben ab: »Meines Vaters Haus in Montaillou ist wegen Häresie schon dreimal zerstört worden«, erzählt ein Schäfer dem Gericht, »und dennoch kann ich der Ketzerei nicht abschwören, ich muss dem Glauben meines Vaters treu bleiben.« Diese Zustände waren der römisch-katholischen Kirche nicht verborgen geblieben. Mit Hilfe des jungen, hochbegabten Vorstehers der Zisterzienserabtei Fontfroid, Jacques Fournier, startet man einen letzten Anlauf zur Ausrottung der Ketzerei. Nach seiner Erhebung zum Bischof von Pamiers installiert Fournier ein Inquisitionstribunal, mit dem Ziel, Pierre Clergue, den Pfarrer und Rädelsführer von Montaillou, für immer dingfest zu machen. Fast hundert Zeugen werden im Laufe der nächsten acht Jahre vorgeladen, inhaftiert und mehrfach verhört. Darunter auch die Kronzeugin der Inquisition, Béatris de Planissoles, die frühere Geliebte des Pfarrers.

    „Béatris – Kronzeugin der Inquisition“ hat 312 Seiten, und ist ab sofort in allen Buchhandlungen und/oder bei Amazon bestellbar.
    (ISBN 978-3744852500), E-book: Amazon Kindle.
    Weitere Informationen auf meiner Autorenwebsite: http://www.koeppel-sw.de/mein-neuer-roman-ist-da-beatris-kronzeugin-der-inquisition/

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