Ein Wochenende in … Toulouse

Die Kathedrale Saint-Étienne von Toulouse. Foto: Hilke Maunder
Die Kathedrale Saint-Étienne von Toulouse. Foto: Hilke Maunder

Toulouse, la ville rose. Fast zärtlich wird der Name genannt, fast, als könne der Zauber verfliegen. Toulouse, die rötliche Stadt.

Wenn das Licht des Tages über die Fassaden und Dächer der Großstadt im Bogen der Garonne gleitet, leuchtet der Backstein von Gold bis Tiefrot, brennt Tolosa in den Farben des Südwestens.

Toulouse: das Café des Artistes an der Place de la Daurade. Foto: Hilke Maunder
Das Café des Artistes an der Place de la Daurade. Foto: Hilke Maunder

Färberwaid (Pastell) machte Toulouse im Mittelalter reich. Heute ist Toulouse Hauptstadt der Großregion Occitanie, zweitgrößte Unistadt des Landes mit 122.000 Studierenden an 19 Unis, Rugby-Hochburg und Kapitale der Luftfahrt.

Wie anspruchsvoll und vielseitig auch die Kulturszene ist, beweist die Metropole Tag für Tag, Monat für Monat mit einem prall gefüllten, immer wieder spannenden und überraschenden Veranstaltungs- und Festivalkalender.

Toulouse: Feuerschlucker auf der Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder
Nachts auf der Place du Capitole: ein Feuerschlucker. Foto: Hilke Maunder

FREITAG

Wer mit dem Flieger anreist: Der Flughafen Toulouse-Blagnac liegt rund acht Kilometer nordwestlich.

Mit der im April 2015 eröffneten Tramlinie oder der Navette Aéroport kommt ihr schnell ins Zentrum. Nachhaltig mobil seid ihr mit den Stadträdern, die an vielen Stationen angeboten werden.

Toulouse: perfekt für Entdeckungen: die Stadträder. Foto: Hilke Maunder
Perfekt für Entdeckungen: die Stadträder. Foto: Hilke Maunder

Erste Eindrücke

Treffpunkt, Marktplatz und Zentrum der Macht ist die Place du Capitole mit dem Rathaus. In Toulouse heißt es Capitole (1759).

Namensgeber waren die acht Ratsherrn (Capitouls), die seit dem 12. Jahrhundert die acht Stadtviertel regierten. Sie sind in den Säulen der Fassaden symbolisiert.

Toulouse: Place du Capitole mit dem Theater und dem Hôtel de l'Opéra. Foto: Hilke Maunder
Place du Capitole mit dem Theater und dem Hôtel de l’Opéra. Foto: Hilke Maunder

Insider-Tipp

Besichtigt im ersten Stock des Rathauses die Salle des Illustres. Henri Martin, Jean-Paul Laurens, Paul Gervais und viele andere haben den glanzvollen Repräsentationssaal prunkvoll ausgeschmückt.

Toulouse: der Salle des Illustres im Capitol. Foto: Hilke Maunder
Die Salle des Illustres im Capitole. Foto: Hilke Maunder

Ebenfalls dort könnt ihr einen Blick auf den Ratssaal werfen, in dem heute die Stadtverordneten tagen.

Toulouse: Hier tagen die Stadtverordneten. Foto: Hilke Maunder
Toulouse: Hier tagen die Stadtverordneten. Foto: Hilke Maunder

Im rechten Flügel des 128 m langen klassizistischen Prunkbaus präsentiert das Théâtre du Capitole Kammermusik, Ballett und Opern. Das Rathaus von Toulouse ist neben dem Hôtel de Ville von Le Havre das einzige in Frankreich, das Macht und Musik vereint!

Toulouse: Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder
Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder

Die bewegte Geschichte von Toulouse erzählt die Galerue mit 29 Deckengemälden in den Arkaden der Place du Capitole.

Toulouse: gemalte Stadtgeschichte - die Galerue. Foto: Hilke Maunder
Gemalte Stadtgeschichte – die Galerue. Foto: Hilke Maunder

Sie berichten vom Wirken der Capitouls genannten Ratsherren und der trobadors; vom Katharerkreuzzug, von Luftfahrtpionieren, Musikersöhnen wie Carlos Gardel und Claude Nougaro und der Rugby-Leidenschaft.

Toulouse: Terrassenlokal an der Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder
Le Floride – ein beliebtes Terrassenlokal an der Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder

Als das Areal vor dem Rathaus neu gepflastert wurde, beauftragte die Stadt den französischen Künstler Raymond Moretti, das fast 20 Tonnen schwere Kreuz der Languedoc mit seinen zwölf Spitzen anzufertigen. Sie stellen Tierkreiszeichen dar.

Aber das ist nur ein Trick, um es “säkularer” und in Übereinstimmung mit den Regeln der Republik zu machen. Tatsächlich repräsentierten diese Kugeln ursprünglich die 12 Apostel, sprich die 12 Jünger Jesu. Im Licht der Abendsonne erstrahlt das Bodenmotiv aus Bronze als leuchtender Stern.

Toulouse: Das Kreuz des Languedoc. Foto: Hilke Maunder
Das Kreuz des Languedoc. Foto: Hilke Maunder

Lust auf ein ungewöhnliches Eis? Dann schaut mal bei Philippe Faur an der Place du Capitole 12 vorbei! Denn dort stellt sich beim Eiskonditor die Frage: Sucrée oder salée, wie möchtet ihr euer Eis genießen?

Denn dort gibt es neben süßen auch salzige Eiskreationen: Stopfleber (Foie Gras), Roquefort, Trüffel, Sahne – 20 herb-süße Geschmacksexplosionen. Cool, meinte dazu auch Gault & Millau. Die exotischen Sorten gibt es leider nicht als Kugel auf die Hand im Straßenverkauf, sondern nur als Zutat der Gerichte auf der Speisekarte. Schade!

Toulouse: der Donjons des Capitols. Foto: Hilke Maunder
Der Donjon des Capitoles. Foto: Hilke Maunder

So schmeckt Toulouse

Für die richtige Einstimmung ins Wochenende lauft vorbei an den Geschäften der Fußgängerzone Rue Saint-Rome und Gassen der Altstadt hin zu Traditions-Weinbar Au Père Louis (45, rue du Tourneurs).

Dort nippen die Einheimischen zum Apéro den quinquina und futtern zu Weinen der Region Käse und Charcuterie von Schieferplatten (planches).

Toulouse: Patrick Mistou hat 1996 die Weinbar von 1889 erworben - und will ihren Geist auch im 21. Jahrhundert so authentisch wie einst bewahren. Foto: Hilke Maunder
Der Patron des Père Louis will die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts auch im 21. Jahrhundert so authentisch wie einst bewahren. Foto: Hilke Maunder

Tief im Terroir ist auch die Küche von Michel Sarran verwurzelt. Doch der Zwei-Sterne-Koch  und Masterchef-Juror liebt Experimente.

Er serviert seine Foie-Gras-Suppe mit rohen Austern und inszeniert seine Trüffel-Fantasie als Frühstücks-Trio. Neugierig? Dann schau doch mal hier rein.

Michel Sarran.
Michel Sarran. Foto: privat.

Wer bei ihm schlemmen möchte, muss rechtzeitig reservieren und die Buchung mit einem Vorabbetrag absichern, der mit dem Mahl dann verrechnet wird.

Eine Konsequenz auf die no-shows, die reservierten – und dann nicht kamen. Im Sommer serviert Michel seine wundervolle Küche auch im Innenhof seines Stadtpalais  (21, boulevard Armand Duportal, Tel. 05 61 12 32 32).

Haute-Cuisine von Michel Sarran. Foto: Restaurant Michel Sarran
Haute-Cuisine von Michel Sarran. Foto: Restaurant Michel Sarran

Köstlich ist auch die Küche von Christian Constant. Sein Restaurant ist bereits optisch ein Juwel: opulente Belle Époque mit Terrasse an der Place du Capitole. Sonntags speisen hier die etwas betuchteren Toulouser Familien mit der gesamten Sippe.

Toulouse: Schlemmen bei Christian Contant an der Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder
Schlemmen bei Christian Constant an der Place du Capitole. Foto: Hilke Maunder

Was für ein Nachtspaziergang!

19 Gebäude, Straßen, Brücken und die Garonne werden für Toulouse by night stimmungsvoll mit Licht in Szene gesetzt – mal poppig bunt in Blau und Rot, dann wieder ganz warm in gelbem Licht.

Toulouse: Blick auf Port Viguerie mit dem Riesenrad - dort steht es im Sommer bei Toulouse Plages. Foto: Hilke Maunder
Blick auf Port Viguerie mit dem Riesenrad – dort steht es im Sommer bei Toulouse Plages. Foto: Hilke Maunder

Meine ganz persönlichen Highlights: das Bazacle-Wehr, die Brücke Pont Neuf, die Basilika Saint-Sernin und die Place du Capitole.

Toulouse. Sonnenuntergang an der Garonne. Am anderen Ufer seht ihr den Dôme de la Chapelle Saint-Joseph-de-la-Grave. Foto: Hike Maunder
Sonnenuntergang an der Garonne. Am anderen Ufer seht ihr den Dôme de la Chapelle Saint-Joseph-de-la-Grave. Foto: Hike Maunder

Sämtliche Stationen stellt ein kostenloses Faltblatt des Office du Tourisme vor. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann die nächtlich illuminierte Stadt auch auf einer Busrundfahrt entdecken, die das Office de Tourisme anbietet.

Ein letzer Trunk: N°5 WINE BAR

Toulouse: No. 5 wine bar. Foto: Hilke Maunder
Der Sommelier der No. 5 wine bar. Foto: Hilke Maunder

Das internationale Weinmagazin The World of Fine Wine wählte sie seit 2017 alljährlich zur besten Weinbar der Welt: die N°5 Wine Bar von Thomas und Anne.

Die beiden sind leidenschaftliche Wein-Fans. Dank mehr als 20 Jahren Erfahrung sind Karte und Qualität top – und ihre kulinarischen Kreationen ein Traum! Unter den Juwelen der Weinkarte findet ihr auch einen alten Wein aus Madeira, abgefüllt im Jahr 1675!

Toulouse: Im Hôtel Grand Balcon schliefen die frühen Luftpostflieger - auch Antoine de Saint-Exupéry, der Autor der kleinen Prinzen. Foto: Hilke Maunder
Im Hôtel Grand Balcon schliefen die frühen Luftpostflieger – auch Antoine de Saint-Exupéry, der Autor der kleinen Prinzen. Foto: Hilke Maunder

Ab ins Bett!

Sympathischer Service, leckeres Frühstück, ruhige wie trendig gestylte Zimmer und zentrale Lage vereint das Ibis Styles Toulouse Capitole (2, rue du Taur/20, Place du Capitole, Tel. 05 61 21 17 54, https://all.accor.com)

Ende 2008 eröffnete nach Jahren des Dornröschenschlafs an der Place du Capitole das legendäre Hôtel du Grand Balcon*, in dem einst Flugpioniere wie Mermoz, Delaunaye und Saint-Exupéry logierten (8-10, rue Romiguières, Tel. 05 61 21 48 08, https://grandbalconhotel.com). Zimmer 32 von Saint-Exupéry ist original erhalten – ihr könnt es besichtigen!

Toulouse: Hotel Mercure. Foto: Hilke Maunder.
Pretty in Pink & Black: die Lobby des Hôtel Mercure. Foto: Hilke Mander

Nur wenige Schritte von der Place Wilson mit ihrem beleuchteten Springbrunnen und dem nostalgischen Karussell entfernt findet ihr das Mercure Toulouse Centre Wilson* (7, Rue Labeda, Tel. 05 34 45 40 60). In der Lobby leuchtet Pink im Schwarz, die Zimmer zitierten mit Akzenten in Violett das Veilchen, die Traditionsblume von Toulouse.

Toulouse: Hotel Mercure. Foto: Hilke Maunder.
Voller Flair der Stadt: die Zimmer im Hôtel Mercure. Foto: Hilke Maunder

Von den 19 Zimmern des Hôtel des Beaux-Arts liegt das schönste unter dem Dach – und bietet vom Balkon einen Paradeblick auf die Garonne (1, place du Pont Neuf, Tel. 05 34 45 42 42, www.hoteldesbeauxarts.com).

SONNABEND

Markttreiben zum Frühstück

Toulouse: Marché Victor Hugo. Foto: Hilke Maunder
Marché Victor Hugo. Foto: Hilke Maunder

Der Bauch von Toulouse ist der Marché Victor Hugo. Von außen ist die alte Markthalle 1959 als klobiger Klotz mit Parkdeck wieder auferstanden. Toulouse: Gut sortiert: ein Weinhändler der Marché Victor Hugo. Foto: Hilke Maunder

Gut sortiert: ein Weinhändler der Marché Victor Hugo. Foto: Hilke MaunderDoch drinnen erwarten euch unzählige Stände mit den Delikatessen des Südens: schwarze Trüffel aus dem Quercy, Foie Gras aus dem Gers, weiße Bohnen aus dem Lauragais für das traditionsreiche Cassoulet, Wurstwaren und köstliche Käse von Betty und Xavier. Was für ein Schlaraffenland des Südwesten!

Toulouse: Die Käseauswahl in der Markthalle Victor Hugo. Foto: Hilke Maunder
Käse-Träume… Foto: Hilke Maunder

Sein Sohn, Käsemeister François Bourgon, ein Meilleur Ouvrier de la France, hat ein Ladengeschäft direkt am Markt (6, place Victor Hugo).

Wer später aufgestanden ist, kann mittags im ersten Stock in bodenständigen Lokalen die Küche der Region entdecken. 2017 wurde die Markthalle restauriert.

Toulouse: Pastel trifft Backstein auf den Fassaden der Rue du Taur. Foto: Hilke Maunder
Pastel trifft Backstein auf den Fassaden der Rue du Taur. Foto: Hilke Maunder

Auf zum Stadtbummel

Toulouse ist eine Hochburg des Rugby. Sonnabends spielen die Rot-Schwarzen im Stade Ernest Wallon. Kappen, Shirts, Sweater und Becher des berühmten Rugbyclubs erhaltet ihr im Stadtshop des Stade Toulousain.

Toulouse: Saint-Sernin gehört als Station der französischen Jakobswege zum Welterbe. Foto: Hilke Maunder
Saint-Sernin gehört als Station der französischen Jakobswege zum Welterbe. Foto: Hilke Maunder
Toulouse. Der Chor von Saint-Sernin. Foto: Hilke Maunder
Der Chor von Saint-Sernin. Foto: Hilke Maunder

Vorbei am Modetempel von Primark erreicht ihr über die Rue Bellegarde die romanische Basilika Saint-Sernin.

Rund um das UNESCO-Weltkulturerbe mit achteckigem Glockenturm finden Sonntagvormittags ein Kram- und Trödelmarkt statt. Schön: Auch dieser Platz wurde verkehrsberuhigt!

Am Garonne-Kai verkauft ein mobiles Fahrradcafé frisch gebrühten Kaffee. Foto: Hilke Maunder
Am Garonne-Kai verkauft ein mobiles Fahrradcafé frisch gebrühten Kaffee. Foto: Hilke Maunder

Über die Rue Albert Lautmann und Rue Valade geht es zur idyllischen Place St-Pierre, tagsüber wie abends mit ihren drei Bars ein beliebter Treffpunkt.

Nun müsst ihr euch entscheiden: direkt am Ufer der Garonne entlang, oder auf dem Hochuferweg Quai Lucien Lombard bis zur Daurade, mit der gleichnamigen Basilika.

Toulouse: eine beliebte Oase im Grünen: die Place de la Daurade mit ihrem kleinen Park am Ufer der Garonne. Foto: Hilke Maunder
La Daurade am Ufer der Garonne. Foto: Hilke Maunder

Appetit auf Cassoulet?

Wenige Schritte weiter serviert Jean-Marc in seiner Cave au Cassoulet (54, rue Peyrolières, Tel. 05 61 13 60 30), einem rustikal-gemütlichen Gewölbekeller aus rotem Backstein, das berühmte Bohnengericht von Okzitanien.

Cassoulet_credits_CRT Midi Pyrénées-Dominique Viet
Cassoulet im typischen Topf. Foto: CRT Midi Pyrénées, Dominique Viet

Oder setzt auch an die blau- oder rot-weiß karierten Tischen, die Mon Canard Saint-Pierre nahe der place Saint-Pierre aufs Pflaster gestellt hat und genießt Klassiker der südfranzösischen Küche: Magret de Canard (Entenbrust), Foie Gras (Stopfleber) und Aligot, ein cremiges Käse-Kartoffel-Püree.

Toulouse: Le Canard Saint-Pierre. Foto: Hilke Maunder
Le Canard Saint-Pierre. Foto: Hilke Maunder

Auf der anderen Straßenseite seht ihr bereits den hohen Turm der Kaufmannsresidenz Hôtel de Bernuy (1, rue Gambetta), die 1530 – 1550 für Jean Bernuy erbaut wurde zum Lycée Pierre-de-Fermat gehört. Das prachtvolle Renaissance-Palais zählt zu den eindrucksvollsten Zeugen jener Zeit, die die Basis für den Reichtum und Unabhängigkeitswillen der Stadt legte.

Toulouse: Prachtvolles Pastel-Palais: das Hôtel de Bernuy. Foto: Hilke Maunder
Prachtvolles Pastel-Palais: das Hôtel de Bernuy. Foto: Hilke Maunder

Das Geheimnis liegt im unscheinbaren Pastel oder Färberwaid. Er lieferte ab 1463 den Tuchmachern Europas die damals meist verwendete Farbe: Blau.

Die Händler, Pastellprinzen genannt, verewigten ihren schnellen Reichtum in Steinen, die himmelwärts wiesen. Ihre Türme aus Backstein kannten nur eine Botschaft – je höher, desto reicher. Biegt danach in die Rue Joseph Lakanal ein.

Toulouse: Terre de Pastel - eine beliebte Adresse für Pastel-Produkte. Foto: Hilke Maunder
Spezialist für Produkte aus Pastel: Terre de Pastel. Foto: Hilke Maunder

Juwel der Gotik

Dort rettete Prosper Mérimee den in den Religionskriegen stark beschädigten Couvent des Jacobins (1230) vor dem Verfall. Dieses Meisterwerk der Gotik nimmt mich jedes Mal gefangen.Und dies nicht durch das Palmengewölbe in 28 m Höhe. Konntet ihr es früher in einem riesigen Spiegel betrachten, hat – so der Konvent – die Installation von Sarkis die “Heiligkeit” des Ortes zurück geholt, der sich für die Geistlichen der Gemeinde zu sehr zu einem kulturell animierten Bauerbe gewandelt hatte.

Toulouse: das Palmengewölbe der Jakobinerkirche. Foto: Hilke Maunder
Das Palmengewölbe der Jakobinerkirche. Foto: Hilke Maunder

Der Spiegel verschwand, Neonleuchten in Regenbogenfarben. Sie zitieren modern das farbige Lichterspiel der Glasfenster, sagt Sarkis Zabunyan. Der französisch-türkische Konzeptkünstler, in Frankreich nur “Sarkis” genannt, war 1977 und 1982 auf der documenta in Kassel sowie 2007 mit “Ikonen” im Berliner Bode-Museum zu sehen gewesen.

Das  19,50 m hohe Mausoleum von Thomas von Aquin stamm aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der goldene Reliquienschrein ist indes viel jünger. Er wurde erst für den 600. Todestag 1974 gefertigt, unter der Altarplatte aufgestellt und der Heilige aus Saint-Sernin zurückgeholt. Dort war er während der Französischen Revolution versteckt worden.

Insiderwissen

Die Knochen des Heiligen sind … rosa! Die Mönche hatten seine Überreste in ein Bad aus kochendem Rotwein getaucht, um das Fleisch von den Knochen zu trennen.

Toulouse: Das Grab von Thomas von Aquin im Jakobinerkonvent. Foto: Hilke Maunder
Das Grab von Thomas von Aquin im Jakobinerkonvent. Foto: Hilke Maunder

Sondern auch durch den idyllischem Kreuzgang – besonders in der Sommerhitze eine herrlich grüne wie kühle Oase!

Toulouse, Couvent des Jacobins: Der Kreuzgang. Foto: Hilke Maunder
Der Kreuzgang. Foto: Hilke Maunder

Auf und an der Garonne

Die Rue Sainte-Ursule bringt euch zum zweiten berühmten Palais der Pastelhändler: dem Hôtel d’Assézat. Im prächtigen Renaissancepalast mit wunderschönem Innenhof zeigt die Fondation Georges Bemberg heute Meisterwerk von Canaletto bis Bonnard.

Toulouse: Pont Neuf. Foto: Hilke Maunder
Die Pont Neuf ist die älteste Brücke von Toulouse. Foto: Hilke Maunder

Die Einkaufsstraße Rue Metz bringt euch zur Pont-Neuf. Die “neue Brücke” über die Garonne ist die älteste Flussquerung der Stadt.

Toulouse: Wasserski auf der Garonne. Foto: Hilke Maunder
Wasserski auf der Garonne: An der Spitze der Île du Ramier startet der Club de Ski zu diesen sportlichen Touren. Foto: Hilke Maunder

Seit einigen Jahren ist die Brücke verkehrsberuhigt. Ihr dürft mit eurem Fahrzeug nur stadtauswärts fahren!

Am ersten stadtseitigen Brückenbogen seht ihr bei einem Hochwasser-Durchlass im Pfeiler flussabwärts sitzend L’enfant au bonnet d’âne.

Toulouse: L'Enfant au bonnet d'âne an der Pont Neuf. Foto: Hilke Maunder
Toulouse: L’Enfant au bonnet d’âne an der Pont-Neuf. Foto: Hilke Maunder

Der Toulouser Künstler James Colomina setzte im Sommer 2017 dieses knallrote Kind mit der Eselsmütze dorthin – als Symbol all derjenigen, die geächtet und beiseite geschoben werden.

Toulouse: L'Homme à la tête de pomme auf der Ramblas von Toulouse bei der Métro Jean-Jaurès. Foto: Hilke Maunder
L’Homme à la tête de pomme auf der Ramblas von Toulouse bei der Métro Jean-Jaurès. Foto: Hilke Maunder

Colombina hat noch weitere karmesinrote Skulpturen im Stadtbild hinterlassen. Bei der Métrostation Jean Jaurès seht ihr einen Mann mit Apfelkopf. Hoch über den Schienen der SNCF sitz ein Kind auf der Dachkante und blickt auf die Gleise.

Auf dem Dach von Les Hauts de Belmont von Jolimont erhebt sich seit 2020 der Reisende. Mehr zum Künstler, der auch in Paris rote Figuren hinterlassen hat, erfahrt ihr hier.

Am Garonne-Kai von Toulouse sind Ausflugs- und Restaurantschiffe vertäut. Foto: Hilke Maunder
Am Garonne-Kai von Toulouse sind Ausflugs- und Restaurantschiffe vertäut. Foto: Hilke Maunder

Am Quai de la Daurade starten die Ausflugsschiffe der Bateaux Toulousains zu 70-minütigen Törns auf der Garonne und dem Kanal … Sightseeing ganz entspannt.

Oder leiht euch bei VélôToulouse ein Stadtrad. 228 km markierte Radwegen warten auf euch!

So klingt und swingt Toulouse

Im Sommer swingt und klingt Toulouse drinnen wie draußen. Foto: Hilke Maunder
Im Sommer swingt und klingt Toulouse drinnen wie draußen. Foto: Hilke Maunder

Toulouse besitzt eine enorm spannende Musikszene mit Live-Musik unter freiem Himmel, experimentierfreudigen Bar-Cafés und dem Restaurant RestoJazz. Dort könnt ihr in der Nähe des Bahnhofs die Küche des Südwestens genießen – mit New Orleans-Jazz vom Feinsten zum Dessert (8, rue Amélie, Tel. 05 61 57 96 95).

Wenige Schritte weiter Richtung Place Wilson findet ihr Connexion Live, Bar, Galerie und Bühne für Konzerte, Videoprojektionen und andere Events. Im Salon gibt’s Cocktails, aus dem Fass süffiges Bier, an der Bar kleine Tapas.

Am Wochenende ist der Kulturtreff im Stil eines New Yorker Lofts brechend voll (8, Rue Gabriel Péri, Tel. 09 77 08 59 64).

Toulouse: nachts angestrahlt - der Brunnen der Place Wilson. Foto: Hilke Maunder
Nachts angestrahlt – der Brunnen der Place Wilson. Foto: Hilke Maunder

Auf der großen Flussinsel Île d’Empalot findet ihr das Casino Théâtre Barrière de Toulouse mit 20 Spieltischen, 600 einarmige Banditen, Theatersaal, drei Bars und drei Restaurants.

Wie in Las Vegas gehören regelmäßig Live-Konzerte und glamouröse Bühnenshows zum Programm. Von mehreren Orten des Stadtzentrums fährt ein Shuttlebus kostenlos zum Kasino!

Toulouse: das Casino Barrière. Foto: Hilke Maunder
Das Casino Barrière. Foto: Hilke Maunder

Größte Konzerthalle der Stadt ist Le Zénith de Toulouse, die 2014 auf 12.000 Plätze erweitert wurde und mit einem Konzert von Stromae eingeweiht wurde.

In nächster Nachbarschaft entsteht bis 2025 mit La Cartoucherie das größte innerstädtische Ökoviertel Europas.

Toulouse: La Cartoucherie. Foto: Hilke Maunder
La Cartoucherie. Foto: Hilke Maunder

Dort hat an der Avenue de Grande-Bretagne 230 mit Le Carthel ein sehr charmantes Lokal eröffnet, das im Sommer im weinberankten Innenhof an wenigen Tischen mediterrane Küche serviert, die mit Asien flirtet. An kalten Tagen könnt ihr im trendig-gemütlichen Innern tafeln.

Toulouse: Le Carthel. Foto: Hilke Maunder
Le Carhtel – kühle Cocktails und kreative Küche. Foto: Hilke Maunder

SONNTAG

Brunch…

Nach einer langen Nacht beginnt der Sonntag mit einem ausgiebigen Brunch. Zu meinen Lieblingsadressen gehört Les Fils à Maman (20, place Victor Hugo, Tel. 05 61 21 93 29) und Le Péry mit seiner beheizten Terrasse (22, rue Gabriel Péri, Tel. 05 61 62 13 62).

Das Bapz (13, rue de la Bourse, Tel. 05 61 23 06 63) serviert sonntags einen britischen Sunday Brunch – mit scones, cheese cake, muffins, marmalade, toast und scrambled eggs.

… oder Marktfrühstück?

Toulouse, Marché Saint-Aubin. Foto: Hilke Maunder
Auch selbstgemachter Schmuck wird auf dem Markt von Saint-Aubin verkauft. Foto: Hilke Maunder

Oder beginnt den Sonntag mit dem Besuch einer der vielen (Freiluft-) Märkte. Mein Lieblingsmarkt ist der Marché Saint-Aubin. Dort findet ihr vorwiegend kleine, lokale Produzenten und Händler.

So gestärkt, stellt euch nun die Frage…

Kunst & Kultur …

Die ehemaligen Schlachthöfe zeigen heute als Les Abbatoirs zeitgenössische Kunst (
76, Allées Charles-de-Fitte).

Toulouse: Die Fotogalerie im Wasserturm ist die älteste Frankreichs. Foto: Hilke Maunder
Die Fotogalerie im Wasserturm ist die älteste Frankreichs. Foto: Hilke Maunder

Jean Dieuzaide verwandelte den 1823 erbauten Wasserturm Château d’Eau (Cours Dillon/Pont Neuf) in eine hervorragende Foto-Galerie. Sie ist die älteste Frankreichs!

In einem Kloster von 1795 präsentiert das Musée des Augustins (21, rue de Metz) seine außergewöhnliche Skulpturen- und Gemälde-Sammlung – 4.000 Werke, darunter Arbeiten von Rubens, Delacroix und Corot.

Der Kunstsammler Paul Dupuy begeisterte sich vor allem für Zeichnungen. Sein Musée Paul Dupuy im alten Stadtpalais Hôtel Besson (13, rue de la Pleau) besitzt u. a. Arbeiten von Ingres und Toulouse-Lautrec.

In die Zeit, in der Toulouse noch Tolosa hieß, entführt das Musée des Antiques Saint-Raymond (place St-Sernin) mit römischen Skulpturen und mittelalterlichen Objekten. Tiefer in die Stadtgeschichte einsteigen könnt ihr im Musée du Vieux Toulouse(7, rue du May).

In einer Altstadtgasse versteckt: das Musée du Vieux Toulouse. Foto: Hilke Maunder
In einer Altstadtgasse versteckt: das Musée du Vieux Toulouse. Foto: Hilke Maunder

… oder Technik?

Der Traum vom Fliegen hat schon früh die Stadt geprägt. 1890 erhob sich Clément Ader mit seiner „Éole“ in Toulouse in die Luft.

Heute bildet die Clément-Ader-Halle auf dem Airbus-Gelände den größten Montagekomplex Europas – 277 Tennisplätze hätten in der Fabrikhalle Platz. Wie die Superflieger gebaut werden, zeigt Airbus hautnah bei Führungen.

Aéroscopia: Die berühmte Concorde ist im Museum ebenso ausgestellt wie der Militärtransporter von Airbus Defence and Space A 400 M. Foto: Hilke MaunderH
Aéroscopia: Die berühmte Concorde ist im Museum ebenso ausgestellt wie der Militärtransporter von Airbus Defence and Space A 400 M. Foto: Hilke Maunder

Sämtliche Touren starten am Aéroscopia-Museum. Dort könnt ihr seit 2015 fliegende Legenden wie Caravelle, Concorde, Super Guppy und Airbus A300B und 30 weitere historischen Maschinen bewundern (Allée André Turcat, Blagnac, Tel. 05 34 39 42 00).

Toulouse: Cité de l'espace. Foto: Hilke Maunder
In der Cité de l’Espace: eine Replik der russischen Raumstation Mir. Foto: Hilke Maunder

Die 55 Meter hohe Kopie der Trägerrakete Ariane V ist das Wahrzeichen des multimedialen Erlebnismuseums Cité de ‘Espace (Parc de la Plaine, Avenue Jean Gonord), das in fremde Galaxien entführt.

Toulouse: Die Fotogalerie im Wasserturm ist die älteste Frankreichs. Foto: Hilke Maunder
Die Replik der Ariane 5 im Weltraumpark. Foto: Hilke Maunder

170 interaktive Exponate, Planetarium, Wetterstation, IMAX-Kino und einerWelthalbkugel mit 3 D-Animation lassen die Faszination des Weltalls spürbar werden. Dort könnt ihr auch schwerelos wie Astronauten über den Mond laufen!

Blick auf Toulouse vom Wasserwerk Bazacle. Foto: Hilke Maunder
Blick auf Toulouse vom Wasserwerk Bazacle. Foto: Hilke Maunder

Toulouse: meine Reisetipps

Schlemmen

Brasserie Le Bibent

Eine Institution an der Place du Capitole: die stilvolle Brasserie von Christian Constant.
• 5, Place du Capitole, www.maisonconstant.com/bibent

Le Capoul

Große Brasserie im Pariser Stil. Hier treffen sich Toulouser und Touristen, um auf der Terrasse beim Wein, Bier oder Apérol Spritz dem bunten Treiben, den Runden des Nostalgiekarussells und dem Plätschern des Brunnen zuzusehen.
•13, Place du Président Wilson, www.capoul.com

Toulouse: Ma biche sur le toît. Foto: Hilke Maunder
Ma biche sur le toît. Foto: Hilke Maunder

Ma Biche sur le Toit

Von der Roof-top-Bar der Galeries Lafayette habt ihr eine einzigartige Aussicht auf die rosafarbene Stadt. Zum Panoramablick hat sich 2018 eine Gourmet-Adresse gesellt. Der Zweisternekoch Michel Sarran überrascht euch hier mit einem ungewöhnlichen kulinarischen Angebot – täglich!
• 4-8 Rue du Lieutenant Colonel Pelissier, Tel. 05 31 615 619, www.mabichesurletoit.com

Toulouse: Foie Gras und Charcuterie satt - zum Entrée in diesem Restaurant in Saint-Cyprien. Foto: Hilke Maunder
Foie Gras und Charcuterie satt – zum Entrée im Le Rond de Serviette von Saint-Cyprien. Foto: Hilke Maunder

La Vue

Nach „Ma Biche sur le Toit“ und „Mama Shelter“ eröffnet im Herbst 2019 mit „La Vue“ die dritte Örtlichkeit, die zum Schlemmen und Genießen hoch oben auf dem Dach verführt. Das Restaurant des Pier Hotel am Pont Saint-Michel eröffnet von seiner Terrasse einen der schönsten Ausblicke auf die historischen Kais der Garonne. Dazu serviert es mittags regionale Spezialitäten, abends Tapas.
• 26, boulevard Maréchal Juin, Tel. 05 61 75 61 75, www.piertoulousehotel.com

Le Rond de Serviette

Groß und fett ruht sie auf dem Holzbrett: hausgemachte Gänseleber aus dem Gers. Ein ganzer Lappen, „entier“ und ungeteilt, befreit von Sehnen und Nerven, ganz und gar „frais“, frisch und nahezu roh. Typische Wurstwaren des Südwestens begleiten sie: Hartwurst aus Toulouse, pikante Chorizo und andere lokale charcuterie. „ À volont é“, betont der Patron, „All you can eat – genießen Sie von der Stopfleber, so viel Sie mögen!“

Kühl berührt sie den Gaumen, schmilzt bereits beim leichten Zungendruck und entfaltet pur ihre Aromen. Doch sie ist nur das Entrée des Menüs. Die Schiefertafel preist noch andere Gerichte. Doch das Gros der Gäste pilgert fürs Menü hierher. Sie wollen ausgiebig und reichlich eine ehrliche Küche des Südwestens genießen. Ohne raffiniertes Chichi, sondern opulent, schlicht und authentisch. Volkstümlich wie das Viertel ringsum.

Im Sommer stehen die Tische auf dem Trottoir der kleinen Place Saint-Olivier, auf der ein Brunnen plätschert. Wird es kühler, genießt man drinnen im Gewölbekeller die Hausmannskost mit Foie Gras. À volonté .
• 4, Place Olivier,  Tel. 05 61 42 64 14, www.leronddeserviette-rivegauche.fr

Gute Cafés

Allegory Coffee Bar

Von der Berliner Rösterei Five Elephant kommt hier die braune Bohne. Schwarz als Expresso, Double Expresso, 
Long Black, Batch (Filter) und V60, weiß als Short mac  Cappuccino, Latte undFlat white.
• 9, Rue Peyras, 31000 Toulouse, Tel. 05 62 89 90 89, www.allegorycoffeebar.com

Canopée Coffee House

Veggie-Sandwiches, gesunde “bowls”, leckere süße Teilchen fürs Frühstück oder zwischendurch. Und Brunch zum Mitnehmen am Sonnabend.
• 28, Rue des Couteliers, 31000 Toulouse, Tel. 05 62 84 54 59, https://shop.canopee.coffee

Neroli Coffee Society

Allerbester Kaffee und gesunde Küche ist das Konzept des stylischen Coffeeshops im California-Ambiente, der im September 2019 im angesagten Carmes-Viertel eröffnete. Gebrüht wird der kleine schwarze Koffeinkick mit der  La mar Zocco, Italiens Rolls Royce unter den Kaffeemaschinen. Ebenfalls im Angebot sind per Hand aufgebrühte Filterkaffees.
• 11, Rue Théodore Ozenne, 31000 Toulouse, Tel. 05 61 23 83 45, https://nerolicoffeesociety.com

Schlafen

Mercure Wilson*

Außen typisch Toulouser Backstein, innen stylisches Design mit Schwarz, Lila und Pink – in der Lobby wie in den 95 Zimmern, zwei mit Behindertenstandard. Die Auswahl am Frühstücksbüffet ist opulent, der ruhige Innenhof im Sommer der beste Ort, um es ausgiebig zu genießen.
• 7, Rue Labeda, 31000 Toulouse, Tel. 05 34 45 40 60www.mercure.com

Weitere Unterkünfte*

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Toulouse: Hausboot am Canal de Brienne. Foto: Hilke Maunder
Hausboot am Canal de Brienne. Foto: Hilke Maunder

Noch mehr Toulouse

Die Terrassencafés rund um Toulouse habe ich hier vorgestellt.

Schöne Ausflugsziele sind der Canal du Midi, die Katharerhochburg Albi und die Schlemmerregion Gers.

Insider-Tipp: Die Toulouser Mit-FLUG-Zentrale

Wingly ist die neue Plattform für Flug-Sharing, die in ganz Frankreich und insbesondere von Toulouse aus, Flüge anbietet. Das Konzept: Die Flugkosten werden zwischen dem Piloten (lizenziert) und den Passagieren aufgeteilt. Vom Flugplatz Toulouse-Lasbordes aus kostet ein Flug im Umkreis von 50 km um Toulouse 45 Euro pro Person. Auf Wunsch überfliegt der Pilot die Pyrenäen, das Millau-Viadukt, die Katharerburgen oder die Küste.. mit mehr als 70 Flugrouten besteht die Qual der Wahl!
www.wingly.io

Street Art unter der Brücke - entdeckt auf der Île du Ramier. Foto: Hilke Maunder
Street Art unter der Brücke – entdeckt auf der Île du Ramier. Foto: Hilke Maunder

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Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)*

Der Bildatlas "Frankreich Süden" von Hilke Maunder - die fünfte AuflageMein DuMont Bildatlas Frankreich Süden (Okzitanien)fängt zwischen Rhône und Garonne, Cevennen und Pyrenäen in sieben Kapiteln die Faszination der alten Region Languedoc-Roussillon in Wort und Bild ein – auch als eBook!

Von Montpellier, der Boomtown am Mittelmeer, bis zum römisch-romantischen Nîmes, von den Étangs bei Narbonne bis zur katalanischen Kapitale Perpinyà. Und noch ein Schlenker nach Carcassonne und Toulouse: voilà meine Herzensheimat! Wer mag, kann den Band hierdirekt bestellen.

Mein Reiseführer-Tipp: Midi-Pyrénées*

Annette Meiser, Midi-Pyrenees_ReiseführerAnnette Meiser, die u.a. die ers­te müll­frei­e Schu­le Deutsch­lands mitbegründete, hat in Midi-Pyrénées ihre Wahlheimat. Dort lebt und arbeitet sie seit vielen Jahren und bietet erdgeschichtliche und kulturhistorische Wanderreisen an.

Ihre Expertise hat sie auf 432 Seiten zwischen die Buchdeckel eines Reiseführers gepackt. Ihr erstes Buch stellt eine Ecke Frankreichs ausführlich vor, die in klassischen Südfrankreich-Führern stets zu kurz kommt.

Für mich ist es der beste Reiseführer auf Deutsch für alle, die individuell unterwegs sind – sehr gut gefallen mir die eingestreuten, oftmals überraschenden oder kaum bekannte Infos. Wie zum einzigen Dorf Frankreichs, das sich in zwei Départements befindet: Saint-Santin liegt genau auf der Grenze von Aveyron und Cantal. Wer mag, kann den Band hier* direkt online bestellen.

Das ganze Land: MARCO POLO Frankreich*

Einfach aus dem Besten auswählen und Neues ausprobieren, ist das Motto der Marco Polo-Reiseführer. Den MARCO POLO Frankreich* habe ich vor vielen Jahren von Barbara Markert übernommen und seitdem mehrfach umfassend aktualisiert und erweitert.

Freut euch auf neue Insidertipps, neue Reiseziele, frischen Hintergrund und viele Erlebnisvorschläge für Aktive und Entdecker – von Lichterkunst in Bordeaux’ U-Boot-Basis bis zum Wanderungen unter Wasser. Und damit ihr Frankreich noch besser versteht, gibt es natürlich auch viel  Hintergrund zu Frankreich und seinen Menschen. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

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Toulouse: Auf vielen Plätzen sprudeln Brunnen. Und haben Cafés und Bars ihre Tische nach draußen gestellt... Foto: Hilke Maunder
Toulouse: Auf vielen Plätzen sprudeln Brunnen. Und haben Cafés und Bars ihre Tische nach draußen gestellt… Foto: Hilke Maunder
Merci fürs Teilen!

11 Kommentare

  1. Wunderbar, zusätzlich inspiriert von Deinem Artikel besuchte ich gerade bei meinem Aufenthalt einige Ausflugstipps. Zu schade: ich habe nicht alle geschafft. Sehr schön: ich sollte bald einfach nochmal nach la ville rose…

  2. Lange Zeit meine zweite Heimat. Es war eine Freude deinen Artikel zu lesen und in Erinnerungen zu schwelgen. Auch vieles Neues hast du für mich vorgestellt. Ich denke, es wird mal Zeit wieder eine Reise dahin zu machen. Danke

    • Oh, das freut mich, Martina! Meine auch 🙂 .Und ja, Toulouse befindet sich gerade einem tiefgreifenden Strukturwandel. Spannend! Ich habe dort erstmals in einem Apartment-Hotel gewohnt. Und bin überrascht, wie unbeschwert einfach dort ein Aufenthalt ist. Die Tram hielt vor der Tür. Kann ich Dir empfehlen – wie auch die Stadträder. Alles Gute und viele Grüße! Hilke

  3. Hallo, bin nächstes Wochenende für einen Tag in Toulouse zur Vorbereitung meiner Pilgerfahrt im Juni. Suche einen deutschsprachigen Stadtführer vor Ort. Kann man mir vielleicht weiterhelfen, da der Artikel so schön geschrieben ist.
    Liebe Grüße

  4. Merci für die vielen unterschiedlichen und interessanten Tipps. Das Hôtel du Taur kann ich ebenfalls empfehlen. Die Lage ist wirklich optimal zur Altstadt. Klasse, dass Du die Weinbar Père Louis erwähnst. Dort bin ich auch schon eingekehrt. Die Atmosphäre ist sehr ungezwungen, und man kommt schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch. Ich bin bereits einige Male in der Stadt gewesen, aber Du hast wieder viele neue Anregungen aufgeführt, so dass es bald wieder heißen wird – Reiseziel Toulouse. Ich freue mich schon auf die nächsten spannenden Reisetipps, Claudine

  5. Seufz… Danke für diesen genussvollen gedanklichen Kurztripp. Am liebsten würde ich gleich los um einen Flug zu buchen und mit Deinen Tipps ausgestattet losziehen, sie Punkt für Punkt nachgehen… Herzliche Grüsse, Elke

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  1. Tolle Genussmomente: Eis... ganz herzhaft! - Mein Frankreich

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