Route du Rhum: Alle Wege führen zum Ru(h)m


6.500 Kilometer segeln sie allein quer über den Atlantik von der Bretagne bis nach Guadeloupe in der Karibik. 80 Skipper wagte am Sonntag, 2. November 2014, erneut dieses Abenteuer, als der Startschuss zur zehnten Route du Rhum im Hafen von Saint-Malo fiel. Bereits eine Woche vor dem Startschuss, am 24. Oktober 2014, waren die Sportler mit ihren Booten in Saint-Malo an der bretonischen Nordküste eingetroffen.

Mit einer großen Eröffnungsfeier startete die alte Seefahrer-Stadt in die Festwoche im Hafen mit vielen Veranstaltungen und Ausstellungen rund um die Route du Rhum und den Segelsport. Wie in den letzten Jahren kamen mehr als eine Million Besucher in die einstige Hochburg der Korsaren.

Einhand über den Atlantik

1978 von der Stadt Saint-Malo, der Region Bretagne und der Insel Guadeloupe gegründet, führt die Route du Rhum ihre Segler seitdem alle vier Jahre im Herbst von Saint-Malo bis ins karibische Pointe-à-Pitre über den Atlantik. Jeder Skipper kämpft dabei für sich allein, denn die „Route du Rhum“ ist eine Einhand-Segelregatta, bei der sich während der gesamten Tour stets nur ein und dieselbe Person an Bord befinden darf. Aufgrund der extremen Anforderungen zählen die Sieger der „Route du Rhum“ zu den besten Seglern der Welt.

9 Tage für die Überfahrt – ein neuer Rekord

Im Jahr 1990 siegte die Französin Florence Arthaud als erste Frau in der Gesamtwertung der Regatta, 1998 und 2002 die Britin Ellen MacArthur. Seit 1978 sind die Segelboote wesentlich schneller geworden: Mehr als 23 Tage war der Sieger der ersten Rum-Route unterwegs. Im Jahr 2010 dagegen erreichte der Franzose Franck Cammas die Küste von Guadeloupe bereits nach neun Tagen, drei Stunden, 14 Minuten und 47 Sekunden. Da sowohl Ein- als auch Mehrrumpfboote in fünf verschiedenen Klassen gegeneinander antreten, ist die Rum-Route eine der vielfältigsten Segelregatten der Welt. 2018 wird erneut losgesegelt.

Info: www.routedurhum.com © Fotos: Wikipedia Commons

 

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