Blanquette de Limoux, ganz bio von der Domaine de Mayrac. Foto: Hilke Maunder
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Blanquette de Limoux: Älter als Champagner

Welcher Schaumwein kommt vom Oberlauf der Aude? Diese Kreuzworträtselfrage ist für Franzosen kinderleicht: die Blanquette! Und stolz fügen die Winzer der AOP Limoux im Herzen des Départements Aude hinzu: „Wir sind die wahre Heimat des Champagners!“

Im Anbaugebiet der AOC Blanquette de Limoux bei La Serpent. Foto: Hilke Maunder
Im Anbaugebiet der AOC Blanquette de Limoux bei La Serpent. Foto: Hilke Maunder

Denn nicht im Norden Frankreichs in der Champagne, sondern im tiefen Süden erfand ein Mönch das prickelnde Getränk. Ob Legende oder Wahrheit, schön ist die Geschichte allemal. Doch zunächst einmal: Wo passierte diese prickelnde Geschichte?

7.800 Hektar und vier Terroirs

Stolz empfängt euch – aus Carcassonne – vor der Altstadt von Limoux ein Fresko mit der Aufschrift: Limoux vous accueille avec sa blanquette et son carnaval. Sieben Kilometer entfernt, in den Hügeln der Corbières, versteckt sich die legendäre Wiege der Blanquette de Limoux.

Anhand der Klimadaten wird das Anbaugebiet heute in vier Terroirs eingeteilt.

Das Terroir mediterranéen

In diesem Terroir auf 100 bis 200 Metern Höhe werden jedes Jahr die ersten Trauben gepflückt. Es liegt östlich von Limoux in dem Teil, der sich Montpellier nähert. Sein warmes Klima mildern die vom Meer kommenden Winde. Diese sorgen für eine manchmal sehr hohe Umgebungsfeuchtigkeit, die einen raschen Zuckeranstieg begünstigt. 650 mm Regen fallen hier pro Jahr.

Das Terroir d’Autan

Dieses Terroir, rund 150 bis 200 Meter hoch gelegen, umschließt die Stadt Limoux und ist dank der Bergmassive Chalabrais und Corbières vor zu viel Regen und den Unbilden des Marin-Windes geschützt. Mit 570 mm/Jahr profitiert es von einem eher warmen und trockenen Klima.

Bekannt für seinen Bio-Blanquette: die Domaine de Mayrac. Foto: Hilke Maunder
Bekannt für seinen Bio-Blanquette: die Domaine de Mayrac. Foto: Hilke Maunder

Das Terroir Océanique

Dieses bis zu 300 Meter hohe Terroir befindet sich westlich von Limoux. Es zeichnet sich durch ein feuchtes und gemäßigtes Klima aus, das offen für den Zufluss aus dem Westen ist. Dadurch reifen die Trauben hier etwa zwei Wochen später.

Das Terroir de la Haute-Vallée

Dieses feuchtere und kältere Terroir, das den Fluss Aude aufwärts fließt und sich den Pyrenäen nähert, erlebt einen späten Frühling und einen kühlen Herbst. Manchmal beginnt die Weinlese erst, wenn sie im Terroir méditerranéen bereits abgeschlossen ist. Mit 750 mm/Jahr fällt in dieser mehr als 300 Meter hohen Lage der meiste Regen der AOP Limoux.

Die Abtei von Saint-Hilaire bei Limoux. Foto: Hilke Maunder
Die Abtei von Saint-Hilaire bei Limoux. Foto: Hilke Maunder

Prickeln per Zufall

Dom Pérignon soll bei einer Pilgerfahrt zur Benediktinerabtei Saint-Hilaire eine althergebrachte Methode zur Herstellung von Schaumweinen kennengelernt haben. Die Abtei bei Limoux gehört zu jenen im achten und neunten Jahrhundert gegründeten Klosteranlagen, die von den karolingischen Königen gefördert wurden und wahre Säulen der Macht darstellten.

Die prunkvolle Decke in Zimmer des Abtes von Saint-Hilaire. Foto: Hilke Maunder
Die prunkvolle Decke im Zimmer des Abtes von Saint-Hilaire. Foto: Hilke Maunder

Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Abtei im Jahr 825 in einer Urkunde, in der Kaiser Ludwig der Fromme den Mönchen das Recht bestätigte, ihren Abt gemäß der Regel des heiligen Benedikt selbst zu wählen. Die Abtei war damals Saint-Sernin geweiht, dem ersten Bischof von Toulouse.

Der Kreuzgang der Abtei Saint-Hilaire. Foto: Hilke Maunder
Der Kreuzgang der Abtei Saint-Hilaire. Foto: Hilke Maunder

Das im 14. Jahrhundert auf den romanischen Fundamenten erbaute Kloster ist typisch für die Gotik des Languedoc. Sein Kreuzgang mit Doppelsäulen aus Sandstein zieren Kapitelle, die vor allem Pflanzenmotive zeigen.

Vorbei an der Abteikirche, für die der unbekannte Meister aus Cabestany mit dem Martyrium des Saint-Sernin ein Juwel der sakralen Steinmetzkunst der Romanik schuf, erreicht ihr eine Gewölbepassage mit Treppe.

Das Martyrium des Saint-Sernin vom "Meister von Cavestany". Foto: Hilke Maunder
Das Martyrium des Saint-Sernin vom „Meister von Cabestany“. Foto: Hilke Maunder

Was für ein Teufelswein!

Sie führt zu den Vorratskellern, die in den Felsen gehauen sind. Im Mittelalter lagerte dort das Getreide. An der Decke könnt ihr Öffnungen erkennen. Durch diese Löcher konnten die Bauern ihre Ernte abliefern, ohne mit den Mönchen in Kontakt zu kommen.

Später wurden die Kornlager zu Weinkellern umgestaltet. Die Benediktiner maßen dem Wein große Bedeutung zu – zunächst nur in hygienischer und symbolischer, doch schnell auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

In diesem Keller der Abtei Saint-Hilaire entdeckten die Benediktinermönche im Frühjahr 1531 ihren prickelnden Wein. Foto: HIlke Maunder
In diesem Keller der Abtei Saint-Hilaire entdeckten die Benediktinermönche im Frühjahr 1531 ihren prickelnden Wein. Foto: Hilke Maunder

Sie zogen den Wein stets bereits vor Ende der Gärung bereits auf Flaschen. Doch im Frühjahr 1531 staunten die Mönche. Die kühle Witterung im Herbst hatte die Gärung unterbrochen.

Blanquette. Limoux - so begrüßt euch die Stadt, wenn ihr die Brücke über die Aude überquert. Foto: Hilke Maunder
Limoux – so begrüßt euch die Stadt, wenn ihr die Brücke über die Aude überquert. Foto: Hilke Maunder

Bei der wärmeren Witterung im Frühjahr löste der Restzucker in der Flasche eine zweite Gärung aus. Die Weine begannen in den Flaschen zu prickeln. Und sprengten nicht selten das Flaschenglas. „Teufelswein“ wurde daher die Blanquette de Limoux einst genannt!

Zurück in seiner Abtei Saint Pierre d’Hautvillers bei Épernay versuchte sich Dom Pierre Pérignon (1638-1715) mit den Weinen seiner Champagne an der Schaumweinherstellung. Und das durchaus mit gutem Grund. Der Sonnenkönig war auf den Geschmack gekommen und liebte prickelnde Tropfen. Dom Pérignons Experimente waren erfolgreich.

Treffpunkt in der Altstadt: Der Venus-Brunnen auf der Place de la République. Foto: Hilke Maunder
Treffpunkt in der Altstadt von Limoux: Der Venus-Brunnen auf der Place de la République. Foto: Hilke Maunder

Dickere Flaschen & Korkkorken

Zum Schutz vor Explosionen verstärkte er die Flaschen mit dickerem Glas. Als Verschluss erfand Dom Pérignon den Korkstopfen, den eine mit Öl getränkte Hanfschnur auf der Flasche hielt. Andere Quellen berichten, dass diee Erzeuger der Blanquette bereits 1531 einen Korkstopfen aus Eichenrinde besaß.

Auf Dom Pérignon geht auch das weit verbreitete Flaschenvolumen von 0,7 Liter zurück. So viel trinkt ein Mann durchschnittlich beim Abendessen, hatte der Mönch festgestellt.

Doch in Limoux trinkt man bis heute Blanquette. In zahlreichen Kellern erklären euch die Winzer die südfranzösische Sektherstellung bei Führungen und Verkostungen. Sicher entweicht auch eurem Guide mit Stolz der Hinweis, dass in Limoux bereits 1531 die Blanquette gefertigt wurde.

Als Wein zum Apéro wie zum Essen wurde die Blanquette seit der Renaissance von der Aristokratie geschätzt. Zur Belle Époque ließen Großbourgeoisie und Künstler sie in Strömen fließen. La Blanquette de Limoux liegt seit Jahrhunderen in den Weinkellern der französischen Präsidenten. Und auch Thomas Jefferson, der dritte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, soll die Blanquette sehr geliebt – und konsumiert – haben.

Campagne-sur-Aude. Ein Hauch von Orient in der Architektur: die Blanquette-Kellerei Salasar. Foto: Hilke Maunder
Ein Hauch von Art-Deco und Orient in der Architektur: die Blanquette-Kellerei Salasar. Foto: Hilke Maunder

Blanquette? Geht auch bio!

Nach den Kriegen geriet der prickelnde Wein etwas in Vergessenheit. Ende des 20. Jahrhunderts erlebte das Weinbaugebiet einen tiefgreifenden Struktur- und Generationenwandel. Immer öfter stellen die Weinbauern der AOP die Blanquette de Limoux heute auch zu 100 Prozent bio her.

Zu den Pionieren mit mehr als 30-jähriger Erfahrung gehört die Domaine de Mayrac. Das Familienweingut mit 35 Hektar Land in der AOP Limoux unter der Führung von Laurent Vives wird seit 1987 biologisch bewirtschaftet.

Drei Rebsorten

Angebaut werden die im Anbaugebiet Limoux zugelassenen weißen Rebsorten Mauzac (auch Blanquette genannt), Chardonnay und Chenin Blanc sowie Grenache, Syrah, Merlot (GSM) sowie Malbec, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir als rote Sorten.

Zu ihnen gesellt sich die sehr seltene baskische Rebsorte Arinarnoa. Seit 2019 ist die Arinarnoa auch eine der vier neuen roten Rebsorten, die im Bordelais zugelassen sind, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen (rot: Arinarnoa, Touriga Nacional, Castets und Marselan, weiß: Alvarinho und Liliorila).

Die Traube ergibt einen kräftigen, aromatischen und sehr tiefgründigen Biowein ergibt. Doch in die Blanquette wandert der Mauzac. Der weiße Flaum an der Blattunterseite des Mauzac wurde ihr Namensgeber.

Campagne-sur-Aude: Auch eine örtliche Blanquette-Kellerei wirbt mit dem Erbe der Dinos. Foto: Hilke Maunder
Campagne-sur-Aude: Auch eine örtliche Blanquette-Kellerei wirbt mit dem Erbe der Dinos. Foto: Hilke Maunder

Prickeln x 3

Blanquette ist nicht Blanquette. Feine Unterschiede sorgen für unterschiedliche Aromen.

Blanquette Méthode ancestral

In die Blanquette méthode ancestrale kommt ausschließlich Mauzac, der per Hand gelesen wird. Die sogenannte méthode ancestrale  die dem Wein seinen Namen gegeben hat, ist vollkommen natürlich. Lediglich der im geernteten Mauzac enthaltene Zucker und die klimatischen, ja sogar kosmischen Bedingungen spielen eine Rolle.

Zunächst gärt der Traubenmost, bis ein Wein mit einem Alkoholgehalt von 5 bis 6° C entsteht. Dieser wird dann im März zur Zeit des alten Mondes, d. h. des abnehmenden Mondes, in Flaschen abgefüllt.

In den Kellern setzt sich die Gärung fort und es entsteht eine leichte Perlage. Der Wein erreicht schließlich 6 oder 7° C Alkohol. Es handelt sich aber nicht um eine zweite Gärung, wie diese bei der traditionellen Flaschengärung vorausgesetzt wird.

Blanquette Méthode Traditionelle

In der Blanquette de Limoux stellt der handgelesene Mauzac mindestens 90 Prozent des Rebsaftes und sorgt für die feine Muskatnote des südfranzösischen Sekts. Zur Abrundung kommen zehn Prozent Chardonnay oder Chenin Blanc hinzu. Gekeltert wird die Blanquette nach der méthode traditionelle. Beim Pressen der Trauben werden die ersten Säfte gesammelt, um den Kopf der Cuvée zu bilden. Nach der ersten „alkoholischen Gärung“ folgt die Assemblage.

Danach wird in der Flasche eine zweite Gärung durch die Zugabe eines Likörs (liqueur de tirage) herbeigeführt. Dadurch entsteht die Perlage, und der Alkoholgehalt wird um rund 1 – 1,5 %vol. erhöht. Danach darf der Schaumwein neun Monate lang auf der Hefe ruhen. Durch das tägliche Rütteln der auf dem Kopf stehenden Flaschen wird der Bodensatz in den Flaschenhals befördert und vor dem Verschließen entnommen. Der Volumenverlust wird mit der Versanddosage aufgefüllt. Sie bestimmt den Charakter des Weins: brut, trocken oder halbtrocken.

Crémant de Limoux

Ebenfalls wie die Blanquette Métholde Traditionelle wird der Crémant de Limoux gekeltert. Er darf seit dem Jahr 2004 50 bis 70 Prozent Chardonnay, 20 bis 40 Prozent Chenin Blanc sowie max. 20 Prozent der Nebensorten Mauzac und Pinot Noir enthalten. Die drei Schaumweine der Appellation sind damit grundverschieden. Santé !

Auch Geoffroy Thiebaut liebt Blanquette de Limoux. Foto: Hilke Maunder
Auch Geoffroy Thiebaut liebt Blanquette de Limoux. Foto: Hilke Maunder

La Blanquette de Limoux: meine Tipps

La Blanquette kosten

Syndicat des Vins A.O.C de Limoux

• 20, avenue du Pont de France, 11300 Limoux, Tel. 04 68 31 12 83, www.limoux-aoc.com

Maison Guinot

 • 3, chemin de Ronde, 11300 Limoux, Tel.  04 68 31 01 33, https://blanquette.fr

Sieur d’Arques

• Avenue du Mauzac, 11300 Limoux, Tel. 04 68 74 63 00, www.sieurdarques.com

Domaine Rosier

• Rue Farman, 11300 Limoux, Tel. 04 68 31 48 38, https://domaine-rosier.com

Antech

• 9, Rue Dewoitine, 11300 Limoux, Tel. 04 68 31 15 88, www.antech-limoux.com

Domaine Delmas

• 11,  Routte de Couiza, 11190 Antugnac, Tel. 04 68 74 21 02, https://domaine-delmas.com

Domaine de Mayrac

• Route des Pyrénées, 11190 Couiza, Tel. 04 68 74 04 84, www.domaine-mayrac.fr

Domain Capdepon

• 4, Chemin de l’Horto, 11300 Villelongue-d’Aude, Tel. 04 68 69 51 81,www.capdepon.fr

Domaine J. Laurens

• Graimenous, 11300 La Digne-d’Aval, Tel. 04 68 31 54 54, www.jlaurens.fr

Noch mehr Prickeln

Clairette de Dié

In der Drôme wird die Clairette de Die gefertigt. Dieser Sekt gehört zu den ältesten Schaumweinen nach der Champagnermethode.

Crémant

Aus Burgund, dem Elsass, von der Loire, aus dem Jura und aus Bordeaux kommen feinperlige Crémant-Schaumweine, die nach der traditionellen Champagner-Methode hergestellt werden.

Hier könnt ihr schlafen*

 



Treffpunkt in der Altstadt: Der Venus-Brunnen auf der Place de la République. Foto: Hilke Maunder
Treffpunkt in der Altstadt: Der Venus-Brunnen auf der Place de la République von Limoux. Foto: Hilke Maunder

Weiterlesen

Im Blog

Die Kür des Crémant

Nicht nur Blanquette, sondern auch der Crémant aus dem Elsass wird nach der Champagnermethode hergestellt. Wie? Erfahrt es hier bei einem Kellerbesuch bei Wolfberger.

Die unbekannte Champagne

Ganz schön prickelnd ist auch die Côte des Bar, wo Familienbetriebe und Genossenschaften weniger bekannte Perlen im Glas produzieren. Entdeckt hier die schöne Schwester im Süden der Champagne.

Was trinkt Frankreich zum Apéro?

Blanquette, Crémant, Kir & Co.: Entdeckt hier die vielen köstlichen regionalen Aperitifs Frankreichs!

Im Buch

Ralf Nestmeyer, Languedoc-Roussillon*

Zwischen dem Delta der Camargue und den Gipfeln der Pyrenäen hat Ralf Nestmeyer nahezu jeden Strand gesehen, jede Stadt besucht, jedes Wehrdorf besichtigt – im Languedoc etwas intensiver, im Roussillon fokussiert er auf bekannten Highlights.

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Hilke Maunder, Okzitanien: 50 Tipps abseits der ausgetretenen Pfade*

Okzitanien abseits GeheimtippsOkzitanien ist die Quintessenz des Südens Frankreichs. Es ebginnt in den Höhen der Cevennen, endet im Süden am Mittelmeer – und präsentiert sich zwischen Rhône und Adour als eine Region, die selbstbewusst ihre Kultur, Sprache und Küche pflegt.

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Hilke Maunder, Le Midi*

Die poule au pot ist eine der 80 echten, authentischen Speisen, die ich bei meiner kulinarischen Landpartie durch den Süden von Frankreich entdeckt habe. Zwischen Arcachon, Hendaye und Menton schaute ich den Köchen dort in die Töpfe, besuchte Bauern, kleine Manufakturen, Winzer und andere lokale Erzeuger.

Gemeinsam mit dem Fotografen Thomas Müller reiste ich wochenlang durch meine Wahlheimat und machte mich auf die Suche nach den besten Rezepten und typischsten Spezialitäten der südfranzösischen Küche. Vereint sind sie auf den 224 Seiten meines Reise-Kochbuchs Le Midi.

Ihr findet darin 80 Rezepte von der Vorspeise bis zum Dessert, Produzentenportraits, Hintergrund zu Wein und Craftbeer, Themenspecials zu Transhumanz und Meer – und viele Tipps, Genuss à la Midi vor Ort zu erleben. Wer mag, kann meine 80 Sehnsuchtsrezepte aus Südfrankreich hier* online bestellen.

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10 Kommentare

  1. Hallochen, ja auch wir sind dem Blanquette verfallen.Haben bis 2013 zehn Jahre in der Nähe von Toulouse gelebt.Der Südwesten ist so toll mit seiner Landschaft, Dörfern und den vielen Leckereien.Ich bin glücklich heute auf deine Seite gestoßen zu sein.Das neue Jahr kann kommen!☺

    1. Hallo Martina, ich habe mich während meiner Zeit in Lasserre (bei L’ÎLe-Jourdain) in den Südwesten verliebt… und lebe heute zeitweise (und hoffentlich bald für immer) im Tal des Agly im Fenouillèdes. Freu mich, dass Dir meine Seite gefällt! Santé… und bonne année!! Hilke

  2. Liebe Hilke, (da auch ich „seit dem ersten Kuss“ Frankreich verfallen war, erlaube ich mir die schwesterliche Anrede)-
    besser kann Silvester nicht anbrechen als mit einem Bericht über die Blanquette de Limoux! Seit meiner ersten Jugend-Reise 1969 ins Languedoc gehörte eine Besichtigung des Familienbetriebs Guinot zum Gruppenprogramm und zu meinen Dolmetsch-Aufgaben. Ganze 7 Beschäftigte brachten den Stoff in die Flaschen und unter die Leute, mittels der von uns besonders geschätzten Verkostung. Anschließend leisteten wir uns eine oder zwei Flaschen als Mitbringsel und starben tausend Tode bei der Grenzkontrolle im Zug!
    Inzwischen kann ich Blanquette beim Weinhändler bekommen, und sie hilft uns über die Grenze zum Neuen Jahr!
    Santé et une très Bonne Année

    1. Liebe Katrin, was für ein schönes Erlebnis – merci! Die Angst beim „Schmuggeln“ kann ich gut nachvollziehen. Wie schön, dass es heute ganz einfach ist, die Blanquette zu beziehen. Dir auch einen guten Rutsch & bonne année 2019!

  3. Ich bin seit Jahren Blanquette-begeistert und versäume es nie, mir auf dem Marktplatz von Limoux, wo es sich gemütlich sitzen lässt, ein Glas zu bestellen. Man serviert ihn dort mit einem kleinen Teller Grieben. Schmeckt ausgesprochen lecker!

    1. Liebe Frau Köppel, danke für den Tipp – der Platz ist wunderschön! Sind „Grieben“ die „rillettes“? Habe den deutschen Ausdruck noch nie gehört… Viele Grüße & bonne année 2019!

      1. Ich kenne das französische Wort für Grieben nicht, sie entstehen, wenn man Schweinefett auslässt, um Schmalz zu gewinnen. Ein Nebenprodukt also. (Rillettes enthalten auch Fleisch.)
        Schöne Grüße und auch Ihnen bonne année 2019!

  4. Fuer einen Blanquette fahre ich freiwillig von Deutschland aus die 800 km weiter ins Aude, statt in der Champagne die Tanks voll zu machen. Das muss ich als naturalisierter Canetoise im Departement Aude wohnend auch tun, sonst werde ich exkommuniziert 😉

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