Das Street Art-Mekka von Marseille: Cours Julien

Cours Julien: Street Art - auch Kochen ist Thema
Cours Julien: Street Art - auch Kochen ist Thema

Zwischen dem Markt von La Plaine auf der Place Saint-Jaurès und dem breiten, teils verkehrsberuhigten Straßenzug des Cours Julien erstreckt sich in Marseille ein Viertel, das einst als zwielichtig und gefährlich galt, heute aber mit seinen Boutiquen, Bars und Lokalen als hip, szenig, Treffpunkt der Subkultur und absolut trendig gilt: das quartier des créateurs Cours Julien.

Das Viertel: eine Open-Air-Galerie

Die „Schanze“ des Midi, das Kreuzberg von Marseille. Und das Mekka der Street Art. Fast keine Straße, fast keine Hauswand, auf der nicht farbenfrohe „Murals“, kunstvolle „tags“ oder Graffiti zu sehen ist.

Graffiti & Murals ganz legal

Ganz legal darf an der Ecke rue Crudère und Cours Julien gesprayt und gemalt werden Dort lädt seit September 2012 der Verein Juxtapox  jeden Monat renommierte Street Art-Künstler ein, die 3 x 5 Meter große Mur Surcouf zu verschönern – die Ergebnisse könnt ihr online auf http://lemur-marseille.tumblr.com bewundern.

Das Street Art Festival

2014 veranstaltet der Cours Julien sein erstes Street Art Festival, und längst gibt es auch vom Tourismusamt von Marseille Führungen zu den Highlights der illegalen Kunst. Längst gibt es dort auch ein Portrait von Cabu (Jean Cabut), dem Karikaturisten des Satiremagazins Charlie Hebdo, der am 7. Januar 2015 ermordet wurde. Die Solidaritätsbekundung mit den weltberühmten Slogan „Je suis Charlie“ findet ihr in der rue de Bussy l’Indien, gleich neben dem Cours Julien.

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Im Blog

Tolle Street Art gibt es auch in Grenoble! Alles Infos und Impressionen findet ihr hier.

Zur Einstimmung: DuMont Bildatlas „Provence“

In meinem DuMont-Bildatlas „Provence“ stelle ich in sechs Kapiteln zwischen Arles und Sisteron die vielen Facetten der Provence vor. Ihr erfahrt etwas vom jungen Flair zu Füßen des Malerberges, vom Weltstadttrubel an der Malerküste, dem weißen Gold aus der Pfanne oder einer Bergwelt voller Falten. Specials und Themenseiten verraten euch, welche großen Probleme der Lavendel hat, wo ihr Slow Food genießen – oder ihr ganz aktiv das Sonnenreich im Süden erleben könnt: beim Mountainbiken, Malen, Paddeln, Wandern oder Wildbaden. Hinzu kommen Serviceseiten mit allen Infos, persönlichen Tipps und großer Reisekarte. Wer mag, kann den Band hier * direkt bestellen.

Hilke Maunder: Provence – das Licht des Südens. Ostfildern: DuMont Reiseverlag 2018. ISBN 978-3770193943.

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7 Kommentare

  1. Interessanter Beitrag über Marseille. Es gibt ja viele unterschiedliche (Kunst-) Richtungen. In Marseille ist alles bunt gemischt. Sogar die Sprache. Das wurde in der Vergangenheit von manchen bemängelt, die wie gewohnt nach einer einheitlichen Linie suchten. Street Art ist überall in Marseille zu finden und nicht nur auf die Vororte- die “banlieues“- beschränkt. Es beschwert sich auch keiner. Die Marseillais haben da die Ruhe weg.

    • Danke Gudrun, das freut mich. Marseille, das ist für mich wie Hamburg am Meer. Die beiden Städte sind eher Lieben auf den zweiten Blick, aber dann umso intensiver… und ja auch Partnerstädte. Und gerade die Brüche, das Raue, und dann wieder das Herzliche, das Dörfliche findet ich in dieser Großstadt so faszinierend.

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